Montag, 29. April 2024

Gabriele Piana/Michael Schrey gewinnen Saisonauftakt der ADAC GT4 Germany in Oschersleben

  •  BMW M4 GT4-Duo mit souveränem Start/Ziel-Sieg
  •  Hofor Racing by Bonk-Teamkollegen Reiter/Wassertheurer ebenfalls auf Podium
  •  Enzo Joulié gewinnt mit Gesamtplatz zwei auch die Junior-Wertung

Strahlende Sieger: Gabriele Piana (li.) und Michael Schrey
Foto: ADAC-Motorsport


Michael Schrey (41/Wallenhorst) und Gabriele Piana (37/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) sind die großen Triumphatoren im Samstagsrennen beim Saisonauftakt der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben bei Magdeburg. Die Champions der Saison 2021 dominierten das rund einstündige Rennen vor großer Kulisse im Rahmenprogramm der DTM und gewannen letztendlich mit einem Vorsprung von knapp 13 Sekunden. Rang zwei ging an Enzo Joulié (19/FRA) und Marc de Fulgencio (24/ESP, beide BWT Mücke Motorsport) im Mercedes-AMG GT4. Tim Reiter (25/Stuttgart) und Leon Wassertheurer (22/Ulm) im zweiten BMW von Hofor Racing by Bonk Motorsport komplettierten das Podium. „Nach einem Jahr Pause so in die ADAC GT4 Germany zurückzukommen, ist einfach unbeschreiblich. Mein Dank geht an das gesamte Team. Alle haben zu diesem Triumph beigetragen. Zu viel feiern können wir jedoch nicht, denn am Sonntag steht noch Lauf zwei an“, jubelte Schrey auf dem Podium.

Sein Teamkollege Piana hatte das Rennen schon von der Pole-Position aus begonnen und die gute Ausgangslage direkt in die Rennführung umgewandelt. Danach sah der Rest des 24 Wagen starke Feldes nur noch die Rücklichter des BMW. Bis zum Fahrerwechsel zu Rennmitte hatte der Italiener bereits einen Vorsprung von rund zwölf Sekunden herausgefahren. Auch der zweitplatzierte Mercedes-AMG, den de Fulgencio in der ersten Rennhälfte steuerte, hatte ein einsames Rennen und einen Respektabstand auf die weiteren Verfolger. Im Kampf um Platz drei ging es hingegen zur Sache. Wassertheurer kämpfte rundenlang gegen Markenkollege Leyton Fourie (18/ZAF, FK Performance Motorsport) und konnte sich erst kurz vor den Fahrerwechseln durchsetzen.

Die zweite Rennhälfte sah ein ähnliches Bild. Pianas Teamkollege Michael Schrey konnte es ruhig angehen lassen und die Führung letztendlich souverän nach Hause fahren. Auch Joulié, der von de Fulgencio übernommen hatte, hatte freie Bahn und machte mit Platz zwei auch den Sieg in der Junior-Wertung perfekt. Im Kampf um Platz drei zeichnete sich ein Duell zwischen Wassertheurers Partner Tim Reiter und Fouries Teamkollegen Max Rosam (19/Taunusstein) ab. Doch wenige Minuten nachdem Rosam in seinen BMW stieg, musste er das Rennen mit einem Reifenschaden vorzeitig beenden.

Hinter den führenden Drei setzte sich in der zweiten Rennhälfte Finn Zulauf (19/Königstein im Taunus) im Porsche 718 Cayman GT4 von AVIA W&S Motorsport in Szene und sicherte sich gemeinsam mit Josef Knopp (19/CZE) die vierte Position. Rang fünf ging an Alex Connor (20/GBR) und Jan Philipp Springob (23/Olpe, beide CV Performance Group) im Mercedes-AMG vor Ferdinand Winter (20/Grafenrheinfeld) und Ivan Ekelchik (27, beide Wimmer Werk Motorsport) in einem weiteren Porsche und dem Mercedes-AMG-Duo Mattis Pluschkell (19/Elmenhorst-Lichtenhagen) und Luca Bosco (20/ITA, beide BWT Mücke Motorsport). Das Debüt des brandneuen Aston Martin Vantage GT4 endete für Jan Marschalkowski (21/Inning am Ammersee) und Philipp Gogollok (18/Bad Homburg, beide Zakspeed ESM) auf Rang acht. Neunte wurden ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Thomas Rackl (16/Berching) und Andreas Jochimsen (26/DNK, beide ME Motorsport) im BMW. Die Top Ten komplettierten die Porsche-Fahrer Simon Birch (17/DNK) und Denny Berndt (19/Berlin, beide Razoon - more than Racing). Den Sieg in der Trophy-Wertung errang Max Kronberg (37/Singapur) im Porsche von AVIA W&S Motorsport.

Stimmen nach dem Rennen

Gabriele Piana – Sieger für Hofor Racing by Bonk Motorsport
„Vielleicht sah es von außen einfach aus, aber man muss im Rennen immer alles richtig machen. Ich hatte einen gute Start und danach einen relativ einfachen Weg. Das war uns aber schon klar, da wir bereits am Freitag und in der Qualifikation eine starke Pace hatten. Nachdem ich einen Abstand aufgebaut hatte, begann ich meine Reifen für Michael zu managen und entschied, nicht voll am Limit zu fahren. Michael hat dann alles perfekt zu Ende gefahren. Wir sind zufrieden.“

Michael Schrey – Sieger für Hofor Racing by Bonk Motorsport
„Dies war sicherlich nicht das schwierigste Rennen meiner Karriere. Aber nichtsdestotrotz musste ich die Konzentration aufrecht halten, denn es kam zu Rennende auch zu Überrundungsmanövern. Das Team hat eine perfekte Arbeit gemacht. Das Auto war einfach zu fahren und deswegen ist es super, des Sieg eingefahren zu haben.“

Marc de Fulgencio – Platz zwei für BWT Mücke Motorsport
„Ich freue mich immer in Oschersleben zu fahren. Es ist mein drittes Podium hier. Hoffentlich können wir morgen in Richtung des Sieges schauen. Mein Stint war schwieriger als er aussah. Gerade von Platz zwei loszufahren, birgt stets Gefahren. Denn die Konkurrenz in der ADAC GT4 Germany ist stark. Aber nachdem ich einen Abstand nach hinten herausgefahren hatte, konnte ich meine Pace managen.“

Enzo Joulié – Platz zwei für BWT Mücke Motorsport
„Wir konnten heute nichts Besseres als Platz zwei erreichen. Gabriele und Michael waren einfach zu stark. Es war nicht möglich, sie zu schlagen. Aber hoffentlich sieht es morgen anders aus und wir können vor ihnen landen. Dafür werden wir alles geben.“

Leon Wassertheurer – Platz drei für Hofor Racing by Bonk Motorsport
„Das ist natürlich ein mega Saisonstart, mit dem wir in dieser Form nicht gerechnet haben. Wir haben aber schon in den freien Trainings erkannt, dass wir ziemlich schnell hier sind – und auch gut in der Longrun-Pace. Mein Zweikampf mit dem anderen BMW war wirklich nervenaufreibend. Es ging richtig fair zur Sache und hat einfach nur Spaß gemacht. Morgen wollen wir wieder auf das Podium fahren.“

Tim Reiter – Platz drei für Hofor Racing by Bonk Motorsport
„Es ist ein sehr schöner Start für uns als Team. Glückwunsch an dieser Stelle auch an Gabi und Michi zum Sieg. Es hätte eigentlich fast nicht besser für uns laufen können. Leon hat einen super Job gemacht und den BMW vor dem Boxenstopp überholt. Das war sehr wichtig. Ich konnte das Rennen dann nach Hause fahren. Das hat perfekt funktioniert.“


Achterbahnfahrt mit Happy End: Aitken gewinnt in Oschersleben am Samstag

  •  Ferrari-Pilot feiert Last-Minute-Sieg nach turbulentem Rennverlauf
  •  Marco Wittmann rollte in Führung liegend kurz vor Schluss aus
  •  Fünf verschiedene Hersteller beim ersten DTM-Saisonlauf unter den Top-Fünf

Aitken siegt vor Bortolotti und Feller
Foto: Jens Hawrda
 

Das war eine Achterbahnfahrt der Gefühle für Zuschauer und Piloten: Über eine halbe Stunde lang hatte Pole-Setter Jack Aitken (GB) im Ferrari 296 GT3 am Samstag in Oschersleben das erste DTM-Rennen der Saison kontrolliert. Dann setzte sich BMW-Pilot Marco Wittmann (Führt) völlig überraschend nach einem cleveren Boxenstopp an die Spitze, rollte aber vier Minuten vor Schluss mit technischem Defekt aus. Damit übernahm der Brite vom Team Emil Frey Racing erneut die Führung und feierte nach 39 Runden seinen zweiten DTM-Sieg vor Lamborghini-Werksfahrer Mirko Bortolotti (I) und Ricardo Feller (CH) im Audi R8 LMS GT3 Evo2. „Ich bin einfach nur glücklich, dass ich das Rennen gewonnen habe. Marco Wittmann hat mit einem späten Boxenstopp gut gepokert. Ich konnte zunächst gar nicht glauben, dass ich die Führung verloren habe. In den letzten Minuten hat sich das Blatt dann nochmal gewendet und ich denke, dass der Sieg trotz der kuriosen Umstände verdient ist“, erklärte Aitken nach seinem Erfolg.

Keyfacts, Motorsport Arena Oschersleben, Saisonrennen 1 von 16

    Streckenlänge: 3.667 Meter
    Wetter: 20 Grad, sonnig
    Pole-Position: Jack Aitken (Emil Frey Racing, Ferrari 296 GT3 #14),
    Sieger: Jack Aitken (Emil Frey Racing, Ferrari 296 GT3 #14)
   Schnellste Rennrunde: Ricardo Feller (Abt Sportsline, Audi R8 LMS GT3 Evo2 #7)

Der 28-jährige Aitken konnte sich am Samstagmittag nach einem optimalen Start schnell von der Konkurrenz absetzen. Hinter ihm fuhren Bortolotti und Feller auf den Plätzen zwei und drei, gefolgt von Arjun Maini (IND) im Mercedes-AMG GT3 sowie Sheldon van der Linde (ZA/BMW M4 GT3). Auch nach dem Pflicht-Boxenstopp behauptete der Ferrari-Pilot seine Führung, während Feller und Bortolotti die Plätze tauschten.

Dann erlebten die Besucher auf den vollen Tribünen in der Motorsport Arena Oschersleben einen unerwarteten Führungswechsel. Gut 25 Minuten vor Schluss verlor der McLaren von DTM-Neuling Ben Dörr (Butzbach) ein Rad – Wittmann vom Team Schubert Motorsport fuhr gedankenschnell zum vorgeschriebenen Reifenwechsel in die Box, bevor eine Full-Course-Yellow-Phase das Feld einbremste. Mit diesem Schachzug katapultierte sich der BMW-Fahrer von Position 16 an die Spitze vor Aitken. Doch Wittmann musste kurz vor Rennende den Traum von seinem insgesamt 19. DTM-Sieg begraben und schied aus. Damit war der Weg für Aitken frei, während Bortolotti noch an Feller vorbeizog und Platz zwei vor dem Schweizer klarmachte. Sheldon van der Linde belegte nach dramatischen 39 Rennrunden Rang vier vor Luca Stolz (Brachbach) vom Mercedes-AMG Team HRT.

Lucas Auer (A) überquerte gut eine halbe Sekunde hinter seinem Markenkollegen als Sechster die Ziellinie vor dem zweiten Schubert-BMW mit René Rast (Bregenz). Rang acht ging an Maini. Thierry Vermeulen (NL) belegte im Ferrari 296 GT3 Platz neun. Titelverteidiger Thomas Preining betrieb Schadensbegrenzung und machte als Zehnter sechs Positionen gut.

Das zweite Qualifying beim DTM-Auftakt in Oschersleben wird am Sonntag um 9:55 Uhr gestartet. Fans können das Zeittraining live im Stream auf ran.de verfolgen. ProSieben zeigt alle 16 Saisonrennen live im Free-TV, die Übertragungen beginnen am Samstag und Sonntag jeweils eine halbe Stunde vor Rennstart um 13:00 Uhr. Die Meisterschaftsläufe werden in über 150 Territorien live oder re-live ausgestrahlt.

Mirko Bortolotti: „Das Rennen hat gezeigt, wie schnell sich in der DTM die Dinge ändern können. Ich musste früh zum Boxenstopp kommen, da wir im ersten Stint Probleme mit den Reifen hatten. Daher denke ich, dass wir das Maximum herausgeholt haben. Auch wenn es uns geholfen hat, tut es mir leid für Marco Wittmann. Kurz vor Schluss in Führung liegend das Auto abstellen zu müssen, wünscht man niemandem.“

Ricardo Feller: „Das war ein cooles Rennen. Am Ende hatten wir natürlich ein wenig Glück, aber ich freue mich über die ersten Punkte für die Meisterschaft. Ich war mehrmals dicht an Mirko Bortolotti dran, aber ein unüberlegtes Manöver kurz vor Schluss hätte aus meiner Sicht ein zu großes Risiko dargestellt.“

Marco Wittmann: „Wir hatten vor dem Rennen schon festgelegt, erst spät die Reifen zu wechseln. Diese Strategie ist voll aufgegangen und hat uns in Führung gebracht. Kurz vor Schluss auszurollen, ist natürlich brutal frustrierend. Wir müssen analysieren, ob es ein Leck in der Benzinleitung gab oder generell zu wenig Sprit drin war.“

Jack Aitken gewinn erstes Saisonrennen der DTM
Foto: Jens Hawrda

Ergebnis, 1. Meisterschaftslauf, Oschersleben (Top-Five)

1. Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing)
2. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance), +1,159 Sekunden
3. Ricardo Feller (CH/Abt Sportsline), 1,595 Sekunden
4. Sheldon van der Linde (ZA/Schubert Motorsport), 1,982 Sekunden
5. Luca Stolz (D/Mercedes-AMG Team HRT), +3,744 Sekunden


42.000 Besucher fiebern vor Ort beim DTM Auftakt in der Motorsport Arena Oschersleben mit

gelungene Auftaktveranstaltung der DTM in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda

Am vergangenen Wochenende stand das absolute Saisonhighlight im Rennkalender der Motorsport Arena Oschersleben auf der Agenda – der Auftakt der DTM. Mit 42.000 Besuchern war es eine der größten Motorsport-Veranstaltungen der vergangenen Jahre.


Das Wetter meinte es gut mit den zahlreichen Besuchern, welche aus ganz Deutschland für den Saisonauftakt der DTM in die Magdeburger Börde geströmt waren. Auf dem Plan standen die Rennen der DTM, des ADAC GT Masters, des Porsche Sixt Carrera Cups und der ADAC GT4 Germany.

Die Fan-Nähe des Events begeisterte die Besucher. So standen mit der Fan-Zone im Infield und großem Bällebad, Autogrammstunden der Fahrer und einer Ausstellung zu 40-Jahre DTM tolle Programmpunkte bereit. Das frei zugängliche Fahrerlager und der Pitwalk rundeten das Motorsport-Programm ab.

Mittendrin war auch das Team rund um Torsten Schubert mit gleich drei ehemaligen DTM Champions. Bereits am Freitag erhielt Marco Wittmann als einer der drei Fahrer eine Plakette auf dem „Motorsport Walk of Fame“ vor dem 4*-Hotels der Anlage.

Die Renngeschehen des Wochenendes waren durchzogen von dramatischen Szenen. Von einer umfangreichen Ölspur über die Beschädigung der Leitplanken bis hin zur Verschiebung ganzer Mauer-Elemente. „Der Bauhof und unsere externen Dienstleister haben perfekt Hand in Hand gearbeitet, um einen weiteren Rennablauf zu gewährleisten.“, blickt Ralph Bohnhorst, Geschäftsführer der Motorsport Arena, auf die Ereignisse zurück. Zwar mussten ein paar Zeitpläne angepasst werden, aber letztendlich konnten alle Besucher die volle Renn-Action erleben.

Am Samstag musste das Team von Schubert Motorsport in Führung liegend das Rennen aufgrund von Spritmangel beenden und kurz vor Schluss dem jungen Briten Jack Aitken den Sieg überlassen.

„Ich bin einfach nur glücklich, dass ich das Rennen gewonnen habe. Marco Wittmann hat mit einem späten Boxenstopp gut gepokert. Ich konnte zunächst gar nicht glauben, dass ich die Führung verloren habe. In den letzten Minuten hat sich das Blatt dann nochmal gewendet und ich denke, dass der Sieg trotz der kuriosen Umstände verdient ist.“, erklärte Aitken nach seinem Erfolg. Er konnte damit beim ersten Rennen der Saison einen Start-Zielsieg einfahren.

Und auch am Sonntag gab es vor allem während der Pitstop-Phase der DTM verschiedene Situationen, welche das Rennen maßgeblich beeinflussten.

Nicki Thiim und auch Maximilian Paul mussten demnach das Fahrzeug nach einem missglückten Boxenstopp mit vordergründigen Reifenproblemen abstellen. Luca Engstler konnte letztendlich das Rennen mit dem GRT Grasser-Racing-Team für sich entscheiden.

„Wir sind stolz, als Rennstrecke ein solch erfolgreiches Mega-Event in Zusammenarbeit mit dem ADAC durchgeführt zu haben.“, zeigt sich Geschäftsführer Ralph Bohnhorst begeistert.

Auch in den kommenden Wochen geht es mit einem hochkarätigen Motorsport-Programm in der Arena weiter. Bereits vom 10. bis 12. Mai wird dabei das ADAC Racing Weekend an den Start gehen.

Donnerstag, 25. April 2024

ADAC GT Masters mit frischem Wind zum Saisonstart

  • TV-Partner Sport1 bringt die gesamte Rennaction live ins deutsche Free-TV
  • Sieben Marken im ADAC GT Masters am Start, Comeback für Ferrari und Aston Martin

Foto: Jens Hawrda

Endlich 18: Das ADAC GT Masters wird volljährig und startet mit frischem Wind in seine 18. Saison. Ein neues Konzept, sieben Premiummarken und viele erfolgshungrige Talente auf dem Weg nach oben: Das zeichnet das neu positionierte ADAC GT Masters aus, das vom 26. bis 28. April in der Motorsport Arena Oschersleben bei Magdeburg im Rahmen der DTM startet. Ganz vorn mit dabei sind die beiden amtierenden Meister Salman Owega (Köln/Haupt Racing Team) und Elias Seppänen (FIN/Landgraf Motorsport), die weiter im Mercedes-AMG starten, aber nun in unterschiedlichen Teams fahren. Owega teilt sich das Cockpit bei den Teamchampions von HRT mit Neueinsteiger David Schumacher (Salzburg), Seppänen startet das Projekt Titelverteidigung mit dem erst 16-jährigen Tom Kalender, dem jüngsten Fahrer in der Geschichte des ADAC GT Masters. Den Saisonstart gibt es Samstag und Sonntag um 15.15 Uhr live bei SPORT1.

Im Feld des ADAC GT Masters finden sich 19 Debütanten – Neben der US-Amerikanerin Taylor Hagler (Grasser Racing), der einzigen Dame im Feld, als prominentester Neuzugang auch David Schumacher. Der Sohn vom ehemaligen Formel 1- und DTM-Fahrer Ralf startet mit großen Ambitionen. „Für das Team und auch für uns Fahrer gilt es dieses Jahr den Titel einzufahren. Salman hat sein Potenzial schon in der Vorsaison bewiesen. Demnach bin ich davon überzeugt, dass wir beide ein starkes Duo abgeben.“

Aufsehen im ADAC GT Masters erregt nicht nur Emil Frey Racing, die mit einem 296 GT3 für das Ferrari-Comeback in der Serie sorgen, sondern auch Walkenhorst Motorsport, die den Aston Martin Vantage GT3 für die Fahrerpaarungen Mike David Ortmann (Ahrensfelde) und Denis Bulatov (Köln) sowie Nico Hantke (Hürth) und Chandler Hull (USA) zurück in die Serie bringen. Als weiterer Rückkehrer brachte sich das Team Fach Auto Tech mit Alexander Fach (CH) und Alexander Schwarzer (D) schon beim Pre-Season-Test in Hockenheim in Position. Dort setzten Sie mit der schnellsten Runde ein erstes Ausrufezeichen.

Für Furore sorgt im ADAC GT Masters 2024 die neue „Road to DTM“, in der sich Nachwuchstalente für ein DTM-Cockpit in der Saison 2025 empfehlen können. Insgesamt 27 Fahrer starten in dieser Wertung und kämpfen damit um eine Förderung für die DTM 2025 in Form des Nenngeldes für die Einschreibung. Dazu zählt auch Benjamin Hites (CHL) der mit Tim Zimmermann (Langenargen/beide Grasser Racing Team) in einem Lamborghini von Grasser Racing startet. Noch im vergangenen Jahr trafen sie auf der Strecke als Konkurrenten aufeinander und bilden nun eine schlagkräftige Fahrerpaarung im Titelkampf. Ein Wort um die Meisterschaft mitreden will auch das Duo im BMW M4 GT3 von FK Performance, bestehend aus Leon Köhler (Erlenbach am Main) und Maxime Oosten (NL). Köhler sammelte zuvor viel Erfahrung im Porsche Carrera Cup Deutschland und war bereits im ADAC GT Masters sowie der DTM unterwegs. Sein Teamkollege bejubelte bei seinem ADAC GT Masters-Debüt im Vorjahr auf dem Red Bull Ring seinen ersten Sieg an der Seite des BMW-Werksfahrers Bruno Spengler (CAN).

Den Rekord als jüngster Starter in der Geschichte des ADAC GT Masters beansprucht in Oschersleben der Nachwuchsfahrer Tom Kalender (Hamm/Sieg), der noch im Vorjahr für das ADAC Formel 4 Junior Team auf Erfolgsjagd ging. Mit 16 Jahren und 31 Tagen löst der Westerwälder den Kölner Jusuf Owega ab, der bei seinem ersten Rennen 16 Jahre, vier Monate und 28 Tage alt war. Mit seinem Teamkollegen, dem letztjährigen Champion Elias Seppänen, sitzt er am Steuer eines Mercedes-AMG GT3 von Landgraf Motorsport. Kalender sieht die Situation gelassen: „Bislang gehörte ich im Feld immer zu den Jüngsten, insofern bin ich ganz entspannt. Die Tests im Vorfeld verliefen einwandfrei und mit Elias habe ich einen starken Piloten neben mir.“


ADAC GT4 Germany startklar für Saisonauftakt 2024 in Oschersleben

  • 24 Fahrzeuge von zehn Teams am Start
  • Mit Aston Martin, Audi, BMW, Mercedes-AMG und Porsche fünf Marken im Feld
  • SPORT1 überträgt live aus Oschersleben im Free-TV

Foto: Jens Hawrda

Die ADAC GT4 Germany ist bereit für ihre sechste Saison. Beim Auftakt-Event in der Motorsport Arena Oschersleben bei Magdeburg bietet die Sportwagen-Serie spektakuläre Fahrzeuge der fünf Hersteller Aston Martin, Audi, BMW Mercedes-AMG und Porsche auf. Für die teilnehmenden Piloten gibt es 2024 einen ganz besonderes Bonus. Über das neu installierte Programm 'Road to DTM' winkt den Champions der Fahrer-Wertung eine Förderung für das ADAC GT Masters 2025. In Oschersleben werden dafür die ersten Grundlagen gelegt. Aber nicht nur das verspricht hochkarätigen Motorsport, denn die ADAC GT4 Germany bot bereits in der Vergangenheit stets unterhaltsame Rennen in Oschersleben. Wie im Vorjahr tritt die ADAC GT4 Germany im reichweitenstarken Rahmenprogramm der DTM an. Somit sind volle Zuschauertribünen garantiert. Tickets für die DTM und die ADAC GT4 Germany gibt es online unter dtm.com ab 39 Euro. Die Action aus Oschersleben ist auch 2024 wieder bei SPORT1 im Free-TV zu sehen. Im kostenlosen Livestream kann die Serie auf sport1.de, ServusTV On, adac.de/motorsport und dem ADAC Motorsport-Kanal youtube.com/adacmotorsports verfolgt werden.

Als große Favoriten reisen Michael Schrey (41/Wallenhorst) und Gabriele Piana (37/ITA,beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) in die Magdeburger Börde. Das BMW M4 GT4-Duo hatte bereits bei den offiziellen Testfahrten Mitte April auf dem Hockenheimring die Bestzeit aufgestellt. Schrey/Piana sind Champions der Saison 2021 und konnten in Oschersleben bislang bereits drei Laufsiege erzielen. 2023 gewannen sie den GT4-Europameister-Titel. Nun treten sie wieder gemeinsam in der ADAC GT4 Germany an.

„Nach einem Jahr Pause freue ich mich unheimlich auf das Comeback in der ADAC GT4 Germany. Denn die Serie fühlt sich für mich einfach etwas heimischer an, als die Europameisterschaft“, fiebert Schrey dem Saisonauftakt entgegen. „Oschersleben lag uns schon immer, insofern streben wir natürlich eine Top-Platzierung an. Das Ziel 2024 ist auf jeden Fall der Titel am Saisonende – alles Andere wäre vermessen, zu verneinen. Somit müssen wir aber auch die ganze Saison über beständig punkten. Oschersleben ist auch mein diesjähriges Heimrennen. Somit werden meine Frau, meine Tochter und auch viele Bekannte mich vor Ort anfeuern.“

Als einer der größten Herausforderer geht an Philipp Springob (23/Olpe, CV Performance Group) in die Saison. Der Mercedes-AMG GT4-Pilot bestreitet bereits seine fünfte Saison in der ADAC GT4 Germany. Oschersleben ist auch für ihn ein gutes Omen, da er dort 2023 den Saisonauftakt gewann. „Nicht nur durch den Sieg im Vorjahr gehe ich mit einem guten Gefühl nach Oschersleben. Den Triumph möchte ich natürlich wiederholen“, so Springob, der 2024 gemeinsam mit Alex Connor (20/GBR) fährt. „Dem Mercedes-AMG sollte das Streckenlayout liegen, insbesondere die schnellen Kurven kommen uns entgegen. Wir wollen dieses Jahr mit um die Meisterschaft kämpfen. Ich denke, wir sind gut vorbereitet. Mit meinem neuen Teamkollegen habe ich mich auf Anhieb extrem gut verstanden. Wir haben eine ähnliche Arbeitsweise.“

Insgesamt besteht das Feld in Oschersleben aus 24 Fahrzeugen von zehn Teams, darunter acht Porsche. Razoon - more than Racing setzt drei 718 Cayman GT4 ein, deren österreichische Landsleute Wimmer Werk zwei. Auch AVIA W&S Motorsport ist 2024 wieder mit drei Porsche in der ADAC GT4 Germany vertreten. Das Team aus Süddeutschland hat nun auch sein Fahreraufgebot komplettiert. Im Porsche mit der Startnummer 30 teilen sich wieder Max Kronberg (37/Berlin) und Hendrik Still (36/Kempenich, beide AVIA W&S Motorsport) die Lenkrad-Arbeit. Dieses Fahrer-Duo kommt mit viel Rückenwind in die Saison. 2023 gewannen sie das Finale in Hockenheim.

Ebenfalls acht Exemplare stark ist das Aufgebot des BMW M4 GT4. Neben Schrey/Piana fahren auch Tim Reiter (25/Stuttgart) und Leon Wassertheurer (22/Ulm) für Hofor Racing by Bonk Motorsport). FK Performance Motorsport bringt vier BMW an den Start. ME Motorsport setzt zwei M4 GT4 ein. Das Mercedes-AMG-Kontingent besteht aus sechs Fahrzeugen – vier von der CV Performance Group und zwei von BWT Mücke Motorsport. Dazu kommt noch ein brandneuer Aston Martin Vantage GT4 von Zakspeed ESM. Für Aufsehen wollen auch David Summerbell (22) und Thomas Gore (19) sorgen. Die beiden Jamaikaner fahren einem Audi R8 LMS GT4 von SAPE Motorsport aus Tschechien.