Dienstag, 7. November 2023

Salman Owega und Elias Seppänen – das jüngste Meister-Duo der ADAC GT Masters-Geschichte im Porträt

  •  Salman Owega und Elias Seppänen stehen als neue Champions im ADAC GT Masters fest
  •  Historisch: Owega und Seppänen sind das jüngster Meister-Duo der Seriengeschichte
  •  Mercedes-AMG-Rennstall Landgraf Motorsport verteidigt Fahrertitel im ADAC GT Masters

Das jüngster Meister-Duo in der ADAC GT Masters-Geschichte: Salman Owega und Elias Seppänen 
Foto: ADAC-Motorsport  

Die neuen Champions im ADAC GT Masters heißen Salman Owega (Köln) und der Finne Elias Seppänen von Landgraf Motorsport. Damit krönten die beiden Mercedes-AMG-Piloten beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg ein nahezu perfektes Jahr, denn mit vier Siegen waren sie das erfolgreichste Fahrer-Duo. Gleichzeitig trugen sich die Meister 2023 auch in die Geschichtsbücher der traditionsreichen GT-Serie des ADAC ein: Noch nie jubelte ein jüngeres Fahrergespann über den Titelgewinn. Der 18-jährige Owega sowie Seppänen mit 19 Jahren drückten der zum Teil deutlich erfahreneren Konkurrenz eindrucksvoll ihren Stempel auf. Grund zum Feiern hat auch Landgraf Motorsport: Nach dem Schweizer Raffaele Marciello im Vorjahr, stellt der Rennstall von Teamgründer Klaus Landgraf bereits zum zweiten Mal in Folge den Meister im ADAC GT Masters. Das gelang zuvor noch keinem Team in der Geschichte der Rennserie.

Große Freude bei Owega und Seppänen: Nach dem dritten Platz im finalen Saisonrennen des ADAC GT Masters im badischen Motodrom kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Den Grundstein für den Erfolg legte das Duo am Norisring. Beim dritten Saisonlauf landeten Owega und Seppänen erstmals auf Rang eins. „Nach dem Norisring und unserem ersten Sieg haben wir realisiert, dass wir ganz vorn mitfahren können. Da ist der Knoten geplatzt“, sagt Owega. Auch eine defekte Fahrertür konnte Seppänen nicht stoppen, denn er musste in Nürnberg auf Umwegen zur Siegerehrung. „Das war ziemlich kurios. Die Fahrertür ließ sich nicht öffnen, deshalb musste ich an der Beifahrerseite aussteigen. Allerdings funktioniert das nicht so einfach wie bei einem Straßenauto, denn in einem GT-Fahrzeug gibt es viele Bildschirme und Knöpfe. Deshalb ist Vorsicht geboten. Außerdem ist es schwierig, aus dem engen Sitz herauszukommen. Das war schon eine kleine Herausforderung“, schildert er. Am Sachsenring erlebten die beiden mit ihrem Mercedes-AMG GT3 eine Sternstunde: Als einzige Fahrer feierten sie beim vierten Tourstopp einen Doppelsieg und gewannen beide Läufe eines Rennwochenendes. Dreimal startete einer der beiden Fahrer in der Saison 2023 von der Pole-Position. In Hockenheim folgte dann mit der Meisterschaft endgültig die Krönung einer äußerst erfolgreichen Saison. Owega und Seppänen gehen als jüngstes Meister-Duo in die Geschichte des ADAC GT Masters ein. Lediglich Kelvin van der Linde (ZA) war bei seinem Titelgewinn mit René Rast (D) 2014 etwas mehr als einen Monat jünger als Owega.

Die Begeisterung für den Motorsport packte Owega bereits als kleines Kind. Im Alter von sechs Jahren kam er erstmals mit einem Kart in Berührung. Schnell entdeckte Owega sein Potenzial und drehte später seine ersten Runden mit einem Rennkart in Kerpen-Manheim. Die ersten Erfolge ließen nicht lange auf sich warten: Owega gewann 2014 den ADAC Kart Bundesendlauf in seiner Kategorie Bambini-Light. Seppänen hingegen wählte einen anderen Weg. In seiner Heimat Finnland stieg er vom Motocross auf vier Räder um. „Meine Eltern haben sich sehr im Motocross engagiert. Das wurde mir aber irgendwann zu gefährlich, deshalb wechselte ich in den Kartsport“, erklärt Seppänen, der in seinen Anfangsjahren bereits mehrere Siege im Kart feierte. Auch in der ADAC Formel 4 zeigte er sein Talent. Die Saison 2020 schloss er nach einem Sieg auf dem beachtlichen dritten Platz ab. Nach einem weiteren Jahr im Formelsport ging Seppänen 2022 erstmals im ADAC GT Masters mit dem Mercedes-AMG GT3 für Landgraf Motorsport an den Start. Owega absolvierte nach einem Gastauftritt beim sechsten Saisonstopp am Hockenheimring Baden-Württemberg 2021 im vergangenen Jahr seine erste komplette Saison in der traditionsreichen GT-Serie des ADAC. Dabei profitierte er von einem sehr erfahrenen Co-Piloten. „Mit Christopher Haase fuhr ich zusammen für Land-Motorsport. Er ist sehr offen und hilfsbereit. Für mein erstes Jahr war die Konstellation mit ihm als Lehrmeister perfekt für mich. Ich konnte sehr viel Erfahrungen sammeln und sein Know-how nutzen“, betont Owega.

Während die neuen Champions im vergangenen Jahr auf der Strecke im ADAC GT Masters als Gegner aufeinandertrafen, teilten sie sich in den zurückliegenden zwölf Rennen das Cockpit des Mercedes-AMG GT3 von Landgraf Motorsport. Mit Erfolg: Trotz ihres jungen Alters ließ sich das Duo durch nichts aus der Ruhe bringen und blieb auf der Strecke gewohnt souverän. Sowohl Owega als auch Seppänen sind ruhige Rennfahrer. „Ich bin in schwierigen Momenten sehr relaxed. Ich verliere nicht schnell die Fassung, das ist eine große Stärke von mir. Aus jeder Situation versuche ich etwas Positives zu ziehen. Auch am Funk bin ich sehr ruhig. Unser Ingenieur Tim weiß das und reduziert die Kommunikation mit mir während des Rennens auf ein Minimum“, spricht Seppänen seine Eigenschaften an. Owega beschreibt sich wie folgt: „Ich versuche immer, einen kühlen Kopf zu bewahren. Außerdem habe ich volles Vertrauen, wenn Elias im Auto sitzt. Ich weiß ganz genau, dass er das Fahrzeug wieder heile an die Box bringt.“

Auch außerhalb des Cockpits bilden die Meister ein Team. Owega und Seppänen bereiten sich mit Simulator-Sessions auf ihre Renneinsätze vor. „Mit Salman pflege ich eine super Beziehung. Wir sind auch abseits der Rennstrecke gute Freunde. Im Simulator fahren wir oft gegeneinander und pushen uns ans Limit. Der Team-Spirit ist sehr gut“, bekräftigt Seppänen. Während Owega sich in seiner Freizeit noch gerne mit Freunden trifft und für sein internationales Abitur lernt, bekommt Seppänen vom Rausch der Geschwindigkeit nicht genug. Der Finne schnappt sich regelmäßig sein Rennrad und unternimmt Ausfahrten. „Ich lebe in Limburg, das ist etwa eine Stunde vom Nürburgring entfernt. Im Sommer ist die Nordschleife an ausgewählten Tagen für Radfahrer geöffnet. Ich drehe dann ein paar Runden über diese legendäre Strecke. Rennradfahren ist ein tolles Hobby und gibt mir gleichzeitig viel Kraft“, sagt Seppänen.

Der Weg zum Erfolg war für Seppänen kein leichter, denn für den Motorsport verlagerte er sogar seinen Lebensmittelpunkt. Zu Beginn des Jahres 2022 zog er von seiner Heimat Finnland ins hessische Limburg. Seppänen: „Ich bin hauptsächlich aufgrund des Motorsports vergangenes Jahr nach Deutschland gezogen. Limburg ist ein toller Ort und liegt in der Mitte zwischen dem Nürburgring und Hockenheimring. Außerdem ist die Race-Base des Teams im rheinland-pfälzischen Gensingen auch nicht allzu weit entfernt. Das war mir sehr wichtig.“ Damit die Kommunikation reibungslos läuft, paukt er regelmäßig Deutsch. Zu Beginn unterstützte ihn noch ein Lehrer, mittlerweile läuft der Unterricht digital über eine App. Owega hingegen stammt aus einer wahren Motorsport-Familie: Sein Bruder Jusuf Owega fährt in der DTM mit einem Mercedes-AMG GT3 für Landgraf Motorsport. Außerdem interessiert sich sein Vater schon immer für den Rennsport und war nebenberuflich über zehn Jahre lang Rennarzt am Nürburgring. „Mein Vater ist eine sehr große Stütze für mich. Da er Arzt ist, hilft er mir in mentalen Bereichen. Auch wenn es vielleicht verwunderlich ist, aber zu Hause ist Motorsport nicht das bestimmende Thema. Mit meinem Bruder Jusuf tausche ich mich meist nur an der Strecke über die Rennen aus. Mit meinem Vater hingegen spreche ich deutlich öfter über meine Auftritte im ADAC GT Masters“, erläutert Owega. Er und Seppänen schätzen die Nähe des ADAC GT Masters zur DTM und nehmen gerne Ratschläge der DTM-Piloten entgegen. „Salman, das Team und ich profitieren sehr davon, dass Landgraf Motorsport in beiden Serien aktiv ist. Von Maro Engel, der in der DTM fährt, kann ich viel lernen. Er ist sehr hilfsbereit und hat immer einen Tipp auf Lager“, berichtet Seppänen.

Die Pläne der beiden frisch gebackenen Champions sind ähnlich. „Das ADAC GT Masters ist eine starke Meisterschaft und war extrem wichtig für meine Entwicklung als Rennfahrer. Als nächsten Schritt möchte ich gerne im Langstreckensport Fuß fassen und bei den 24-Stunden-Rennen am Nürburgring oder in Spa-Francorchamps starten. Auch Le Mans ist ein großer Traum von mir. Die DTM reizt mich natürlich auch, denn für mich ist sie die stärkte GT3-Serie der Welt“, kommentiert Seppänen seine Zukunftspläne. Auch Owega träumt bereits davon, eines Tages in der Startaufstellung eines prestigeträchtigen 24-Stunden-Rennens zu stehen. Mit dem Titelgewinn im ADAC GT Masters bewiesen die beiden Mercedes-AMG-Piloten, dass sie für weitere Herausforderungen bereit sind.

Freitag, 3. November 2023

Interview mit DTM-Champion Thomas Preining

Thomas Preining über den DTM-Titel, einen Anruf von Dr. Wolfgang Porsche und Funk-Verkehr im Qualifying

Thomas Preining: „An dieses Wochenende werde ich mich für immer erinnern“
Foto: ADAC-Motorsport

  •     Österreicher erzählt im Interview, wie er den Showdown in Hockenheim erlebt hat
  •     Neuer Champion verrät: „Der Pokal steht aktuell bei meinen Eltern“
  •     Preining erklärt, was es mit einem besonderen Sticker an seinem Fahrzeug auf sich hat


Für Thomas Preining (A) wurde das DTM-Saisonfinale auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg zur Meister-Gala: Der Porsche-Werksfahrer holte zwei Pole-Positions, gewann beide Rennen und krönte sich als erster Österreicher zum Champion. Im Interview spricht der 25-Jährige von Manthey EMA über die ersten Tage als DTM-Gesamtsieger, seinen schärfsten Konkurrenten Mirko Bortolotti (I) sowie einen Job in der Formel 1.

Seit einigen Tagen darfst du dich DTM-Champion nennen. Wie hört sich das an?
Es ist ein mega Gefühl, das ich aktuell einfach genieße. Auf solche Momente arbeitet man seine ganze Karriere hin. Ich bin superglücklich, dass ich mich auf so einer großen Bühne wie der DTM beweisen konnte.

Wie viele Nachrichten hast du nach deinem Titelgewinn erhalten?
Ich glaube, so ziemlich jeder Kontakt in meinem Handy hat mir geschrieben, auch einige unbekannte Nummern waren dabei. Einfach toll, dass sich so viele Menschen für mich gefreut haben. Dazu kamen noch die ganzen Fans vor Ort und auch meine Familie, die in Hockenheim dabei war. An dieses Wochenende werde ich mich für immer erinnern.

Welche Glückwünsche haben dich besonders gefreut?
Dr. Wolfgang Porsche hat sich bei mir gemeldet. So einen Anruf sollte man als Porsche-Werksfahrer nicht verpassen, das war ein ganz besonderes Telefonat für mich. Er hat sich riesig darüber gefreut, seine Marke an der Spitze der DTM zu sehen. Es macht mich sehr stolz, dass ich Porsche etwas für das Vertrauen in mich zurückgeben konnte. Auch Porsche-CEO Oliver Blume hat mir zum Titel gratuliert.

Dein erster Gratulant war ausgerechnet Vizemeister Mirko Bortolotti. Wie überraschend kam das?
Ich hatte mir in den Minuten nach der Entscheidung ehrlich gesagt keine Gedanken darüber gemacht, wer mir wann gratulieren könnte. Die Aktion von Mirko fand ich aber sehr respektvoll. Wenn du mit großen Hoffnungen nach Hockenheim reist und dein Ziel dann nicht erreichst, ist das definitiv keine leichte Situation. Daher rechne ich ihm es umso höher an, dass er direkt nach dem Qualifying zu mir ans Auto kam.

Ab wann hast du geglaubt, dass deine schnelle Runde dich zum Champion machen könnte?
Als Fahrer hast du natürlich ein Gefühl dafür, ob es eine gute Zeit werden könnte. Am Ende des zweiten Sektors habe ich gemerkt, jetzt knalle ich aber richtig über die Strecke. Allerdings wusste ich nicht, ob das für die Pole reicht oder am Ende Platz acht wird. Dafür sind die Zeiten im Qualifying in der DTM einfach zu eng beieinander.

Wie hast du das entscheidende Qualifying erlebt?
Anders als im Rennen bist du voll auf dich selbst fokussiert und pusht dich maximal, dadurch erlebt man das alles sehr emotional. Ich wusste lange Zeit gar nicht, wie die aktuelle Bestzeit ist, was Mirko Bortolotti macht und wo ich stehe. Erst als mein Team mich per Funk über die Pole-Position aufgeklärt hat, war mir klar, dass ich Champion bin.

Sechs Tausendstelsekunden auf Mirko Bortolotti machten den Unterschied – wärst du lieber im Rennen Meister geworden?
Natürlich war es ungewöhnlich, dass die Titelentscheidung im Qualifying fiel. Ich denke aber, dass die Spannung unglaublich groß war und es dem Meisterschaftskampf an überhaupt nichts gefehlt hat. In der DTM geht es besonders im Zeittraining unfassbar eng zu. Deswegen finde ich es gut, dass die Top-3 im Qualifying Punkte bekommen. Es gehört es aus meiner Sicht belohnt, wenn man dort eine starke Leistung abruft.

Zu den Zuschauern vor Ort zählten auch die Porsche-Vorstände Michael Steiner und Andreas Haffner sowie Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport. Eine zusätzliche Belastung?
Deren Besuch habe ich als positiven Druck empfunden. Es zeigt ja, dass es Porsche wichtig ist, was wir als Manthey EMA in der DTM erreicht haben. Das sehe ich als Wertschätzung und für mich war das eine Motivation, allen vor Ort eine gute Show zu bieten.

Welchen Ehrenplatz hat die DTM-Meistertrophäe bei dir erhalten?
Der Pokal steht aktuell noch bei meinen Eltern, da ich diese große Trophäe niemals ins Flugzeug bekommen hätte. Den hole ich mir demnächst aber ab. Vorher muss ich noch einen geeigneten Platz dafür finden. So einen riesigen Pokal habe ich bisher nicht gewonnen, mit dem Gewicht kann ich den sicherlich nicht auf irgendeine Kommode stellen.

Was waren neben dem Titelgewinn in Hockenheim deine Saison-Highlights?
Definitiv der Sieg am Norisring, ein von Anfang bis Ende wahnsinnig turbulentes Rennen. Höhepunkt war mein Überholmanöver gegen René Rast. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man ein Battle gegen einen so großartigen Rennfahrer wie ihn gewinnt. Außerdem denke ich gern an mein Heimspiel am Red Bull Ring. Es ist einfach cool, zu Hause auf einer so schönen Strecke vor den eigenen Fans zu fahren. So einen Support wie dort hatte ich zuvor noch nie.

An der Fahrertür deines Porsche 911 GT3 R steht „Don’t talk to the bus driver during quali“. Was hat es damit auf sich?
Meine Mechaniker haben mir den Sticker im Laufe der Saison ans Auto geklebt. Es gab im Qualifying mal eine Situation, in der ich mit meinem Ingenieur geschimpft habe. Ich war gerade auf einer schnellen Runde, als er mir per Funk was gesagt hat. Normalerweise kommunizieren wir auf den Geraden, aber durch ein GPS-Problem hat er genau beim Einlenken in eine Kurve zu mir gesprochen. Dann erschreckst du dich im ersten Moment. Das Team hat sich daraus einen Spaß gemacht und diesen Aufkleber erstellt.

Was stand in den Tagen nach dem DTM-Finale auf dem Programm?
Ich bin von Hockenheim nach Weissach gefahren und saß dort im Simulator. Direkt nach dem bisher größten Erfolg meiner Karriere war es vielleicht nicht mein produktivster Tag, aber ich habe alles gegeben. Danach ging es nach Hause. Dort habe ich erstmal ausgeschlafen und am nächsten Tag mit meiner Freundin Pizza bestellt. Außerdem standen noch ein paar teaminterne Meetings an, für die es am Sonntag aus guten Gründen keine Zeit gab. Wer auch immer nächstes Jahr für Manthey EMA fährt, darf sich also über Verbesserungsvorschläge von mir freuen. Am liebsten möchte in den Titel natürlich verteidigen, mein Programm für 2024 steht aber noch nicht fest.

Was erwartet dich dieses Jahr noch an Motorsport-Aktivitäten?
Vergangenes Wochenende war ich beim Formel-1-Rennen in Mexiko. Dort habe ich Motorsport aus der Rolle des Co-Kommentators beim ORF erlebt. In ein paar Tagen fliege ich nach Bahrain und darf dort den Rookie-Test der FIA WEC mit dem Porsche 963 bestreiten. So ein Prototyp-Auto bin ich zuvor noch nie gefahren, das wird richtig cool. Außerdem reise ich im November nach Macau und gehe zum ersten Mal auf dem legendären Guia Circuit an den Start. Da freue ich mich schon sehr drauf.

Donnerstag, 2. November 2023

Thomas Preining – der DTM-Champion 2023 im Porträt

Preining holt Premieren-Titel für Porsche und feiert historischen Erfolg als erster DTM-Gesamtsieger aus Österreich

Thomas Preining feierte in Hockenheim seinen ersten DTM-Titel
Foto: ADAC-Motorsport


Thomas Preining hat in Hockenheim Geschichte geschrieben. Als erster DTM-Champion aus Österreich krönte der Gipfelstürmer in seiner erst zweiten DTM-Saison ein beeindruckendes Jahr und fügte nicht nur seiner eigenen Laufbahn ein besonderes Kapitel hinzu. Der Pilot von Manthey EMA bescherte auch Porsche einen historischen Triumph: Preining sorgte mit seinem Bravourstück dafür, dass erstmals ein DTM-Meistertitel die Trophäensammlung des Stuttgarter Sportwagenherstellers schmückt. „Das ist der größte Erfolg meiner bisherigen Karriere. An den Moment werde ich mich mein ganzes Leben erinnern. Die DTM ist für mich das Allergrößte. In dieser Serie am Ende der Saison ganz oben zu stehen, bedeutet mir unglaublich viel“, sagt der frischgebackene Champion.

Trotz seiner erst 25 Jahre – nur fünf DTM-Meister waren in den letzten 20 Saisons jünger – präsentiert sich Preining alles andere als schüchtern. „Mein Überholmanöver war sicher etwas überraschend, gerade weil wir es vorher anders besprochen hatten“, sagt der gebürtige Linzer trocken über seinen spektakulären Zweikampf gegen René Rast auf dem Norisring. Rast war nicht nur zwölf Jahre älter, sondern ist mit drei Meistertiteln und 26 Rennsiegen einer der erfolgreichsten Fahrer in der Geschichte der DTM. Doch Preining zeigte sich unbeeindruckt von dieser glorreichen Vita, ging vor den staunenden Zuschauern auf den ausverkauften Tribünen unkonventionell auf der Innenbahn der berühmten Grundig-Kehre an Rast vorbei und fuhr dank des beherzten Überholmanövers zum Sieg. Ein Schachzug, der pure Entschlossenheit verlangte und keinen Raum für Angstgedanken zuließ.

Dieser bedingungslose Mut ist eine Eigenschaft, die Preining über seine gesamte Karriere auszeichnet. Das erste Mal im Kart saß er im Alter von sieben Jahren beim Familienurlaub auf Mallorca. Die frühe Begeisterung für den Adrenalinrausch auf der Rennstrecke verdankt er seinem Vater Andreas, der von 1989 bis 1994 in der Motorrad-WM startete und auch durch das Sponsoring von Ex-Porno-Star Dolly Buster internationale Bekanntheit erlangte. Daher überrascht es nicht, dass Sohn Thomas neben dem siebenfachen Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher auch MotoGP-Legende Valentino Rossi zu seinen Kindheitshelden zählt: „Rossi ist für mich ein Ausnahmesportler. Er hat sich in seiner Karriere alles hart erarbeitet und verdient. Seine Fanbase sucht ihresgleichen.“ Als Sechsjähriger bekam Preining von seinem Vater ein Mini-Bike geschenkt, aber er entschied sich für vier statt für zwei Räder und ging seinen eigenen Weg.

Und das auf beeindruckende Art: Zwischen 2009 und 2013 gewann Preining gleich fünf Junior-Meisterschaften im Kart, darunter Rennen gegen die weltbesten Talente in Las Vegas und Le Mans. Doch wie nah außergewöhnliches Talent und ein plötzliches Karriereende beieinander liegen können, erlebte Preining 2015. Der Wegfall eines Hauptsponsors stoppte den bisher so bilderbuchartigen Lebenslauf. Dem Traum vom Profirennfahrer drohte ein frühzeitiger Schlussstrich. „Das war eine prägende Zeit für mich“, erinnert sich Preining zurück. „Gerade in so einem jungen Alter von erst 16 Jahren ist es nicht einfach, mit so einer Situation umzugehen. Ich habe viel über mich selbst gelernt und gemerkt, wie viel mir der Motorsport bedeutet.“ Statt auf den Rennstrecken der Welt verbrachte Preining viele Stunden im Simulator oder beim Fitness-Training. Seinen großen Traum aufzugeben, kam für den Teenager aber nicht in Frage. Eine Einstellung, die belohnt wurde.

In der Saison 2016 feierte Preining sein Motorsport-Comeback. Eine entscheidende Rolle nahm dabei die Familie Lechner ein, die den Nachwuchspiloten zurück auf die Rennstrecke holte und zu der er bis heute ein enges Verhältnis pflegt. Für Lechner Racing startete Preining in der ADAC Formel 4, beendete die Saison auf einem starken vierten Platz. Zwei Jahre später wurde die Kombination aus Lechner Racing und Preining erneut zur Erfolgsformel. Der Youngster dominierte den Porsche Carrera Cup Deutschland und jubelte über den Titel. Dabei stand Preining gehörig unter Druck: Als von Porsche geförderter Junior-Fahrer reichte es in der Vorsaison im Markenpokal nur zu Rang sieben. Der so begabte Sportsmann wirkte phasenweise übermütig und stand sich oft selbst im Weg. Das änderte sich 2018, als er zum Rennstall von Walter Lechner Senior wechselte. Der erfahrene Teamchef, mit dem Preining bis zu seinem Tod im Dezember 2020 ein fast schon freundschaftliches Verhältnis hatte, war für ihn wie ein Mentor. Auf der Strecke trotze der damals 19-Jährige abgezockt der hohen Erwartungshaltung. Seine zehn Saisonsiege konnte seitdem niemand überbieten. Diese Nervenstärke gehört bis heute zu den besonderen Begabungen von Preining.

Porsche erkannte das Potenzial und beförderte Preining zur Saison 2021 im Alter von 22 Jahren zum Werksfahrer. Über das ADAC GT Masters gelang ihm darauf der Sprung in die DTM. Dort zählte er beim Saisonfinale 2022 zum ausgewählten Kreis der Titelkandidaten, schied nach einem spektakulären Unfall im vorletzten Rennen allerdings vorzeitig aus dem Kampf um die DTM-Krone aus. Geschichte geschrieben hat Preining trotzdem: Am Norisring gelang ihm nicht nur sein erster DTM-Sieg, sondern auch der Premierenerfolg für Porsche in der populären Rennserie. Welche Bedeutung dieser für den Sportwagenhersteller hat, zeigt ein Blick in das Porsche Museum. Dort gehört das Siegerfahrzeug heute zu den Ausstellungsexponaten.

Die Devise für die zweite DTM-Saison formuliert Preining in typisch selbstbewusster Manier: „Der Titel war von Anfang an das große Ziel.“ Sein Porsche 911 GT3 R strahlte im kultigen Grello-Design – eine der weltweit bekanntesten Porsche-Folierungen und eng mit den Erfolgen seiner Manthey-Mannschaft auf der Nürburgring-Nordschleife verbunden. Was sich als zusätzlicher Druck anfühlen könnte, empfand Preining als motivierende Wertschätzung. Trotz eines dritten Platzes begann der Auftakt in Oschersleben jedoch mit einem Dämpfer. Durch eine Penalty-Lap wegen eines Vergehens seiner Crew beim Reifenwechsel verlor Preining einen sicher geglaubten Sieg. „Vielleicht war das der wichtigste Moment der Saison“, sagt Preining und erklärt: „Es hat uns für den Rest des Jahres gefestigt, dass wir nach dieser Situation gemeinsam den Reset-Knopf drücken konnten. In der DTM kannst du nicht jedes Rennen perfekt gestalten. Entscheidend ist, dass du aus Rückschlägen gestärkt hervorgehst. Das ist uns super gelungen.“

Über die komplette Saison glänzte Preining mit einer für einen jungen Fahrer ungewohnten Abgeklärtheit. Ihm gelang das Kunststück, in jedem Rennen in die Punkte zu fahren. „Die Freude am Zweikampf ist bei mir immer da“, erzählt Preining, der sich selbst aber eine neue Reife bescheinigt. „Über den vergangenen Winter habe ich mich intensiv mit dem Thema Konstanz befasst, weil ich mich da unbedingt verbessern wollte. Heute kann ich besser kalkulieren, wann ich gezielt ein erhöhtes Risiko eingehe.“ Dieses neu erlernte Bewusstsein gepaart mit seinem Mut und der Nervenstärke führten Preining zum DTM-Titel 2023 – sein bisher größter Karriereerfolg. Neben seinem Sieg am Norisring und dem Doppel-Triumph in Hockenheim freute sich der 1,82 Meter große Rennfahrer noch über fünf weitere Podiumsergebnisse, so viele wie kein anderer. „Besonders gern denke ich an den dritten Platz bei meinem Heimspiel auf dem Red Bull Ring zurück, weil ich dort einen unglaublichen Support der österreichischen Fans gespürt habe. Das war etwas ganz Besonderes“, erinnert sich Preining, der an freien Tagen von seiner Heimatstadt Linz aus regelmäßig nach Krakau zu Freundin Oliwia pendelt. Wie es nächste Saison weitergeht, weiß Preining noch nicht. Konkrete Pläne hat er trotzdem schon. „Den DTM-Titel möchte ich natürlich verteidigen“, kündigt er an. Dass er seine selbstbewussten Aussagen mit Spitzenleistungen kombinieren kann, hat er diese Saison eindrucksvoll bewiesen.

Melvin van der Voort nachträglich neuer IDM Supersport-Sieger

Melvin van der Voort nach erfolgreichem Einspruch neuer IDM Supersport Meister 2023
Foto: Jens Hawrda

Nach dem Finale der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) im September auf dem Hockenheimring wurde der Niederländer Twan Smits (Team Apreco) als Meister in der IDM-Supersport-Klasse gekürt. Der Deutsche Motorsport Bund (DMSB) hat dem 19-jährigen den Titel heute aberkannt und seinen Landsmann Melvin van der Voort nachträglich als Meister ernannt. Vorausgegangen war ein Einspruch seines Teams SWPN gegen die bisherige Entscheidung.

Beim Heimrennen in Assen hatte sich der Zweikampf zwischen Smits und van der Voort am Ende des zweiten Rennens zugespitzt. Es gab mehrere Positionswechsel. Van der Voort überquerte die Ziellinie als Erster, vorausgegangen war jedoch eine Berührung mit Smits , worauf dieser zu Fall kam. Die Rennleitung erteilte dem SWPN-Fahrer daraufhin eine Strafe und setzte ihn in der Wertung vier Plätze zurück. Er erhielt dafür elf statt 25 Punkte, was den Meisterschaftsausgang gravierend beeinflusste.
 
Das Team SWPN legte gegen die Entscheidung in Assen beim DMSB Einspruch ein mit der Begründung, es habe sich um einen Rennunfall gehandelt. Dem Einspruch wurde jetzt stattgegeben. Der bisherige Vizemeister Melvin van der Voort bekommt seine verlorenen Punkte zurück und ist dadurch der neue IDM Supersport-Sieger 2023.


Montag, 30. Oktober 2023

Hugo Sasse und Mike David Ortmann – Die Titelverteidiger der ADAC GT4 Germany im Portrait

  • Fahrer-Duo von Prosport Racing sichert sich Titel im vorletzten Saisonrennen
  • Sasse/Ortmann gelingt erstmals überhaupt die Titelverteidigung in der ADAC GT4 Germany
  • Die Champions erzielten vier Laufsiege in der Saison 2023

Hugo Sasse und Mike David Ortmann verteidigen Meistertitel
Foto: ADAC-Motorsport

Hugo Sasse (19/Aschersleben) und Mike David Ortmann (23/Ahrensfelde, beide Prosport Racing) haben es geschafft. Das Aston Martin Vantage GT4-Duo krönte sich mit einem sechsten Platz im Samstagsrennen auf dem Hockenheimring vorzeitig zum Champion der Saison 2023 in der ADAC GT4 Germany. Sasse/Ortmann hatten bereits 2022 den Titel eingefahren. Ihnen gelang somit ein Novum. Denn noch nie zuvor konnte der Fahrer-Titel in der ADAC GT4 Germany verteidigt werden. „Dieser Erfolg fühlt sich einfach nur schön an. Die ersten Titelverteidiger der ADAC GT4 Germany stellen zu können, ist etwas ganz Besonderes für unser Team. Hugo ist immer relaxt – Mike hingegen eher emotional. Zusammen ergänzen sie sich perfekt. Sie sind verdient Champion geworden“, jubelte Teamchef Christoph Esser über die gelungene Titelverteidigung von Sasse/Ortmann.

Die Saison 2023 begann für die nun zweifachen Champions jedoch denkbar schlecht. Beim Saisonauftakt in der Motorsport Arena Oschersleben musste in Lauf eins direkt nach drei Kurven ein Ausfall verbucht werden. „Es gab einen unnötigen Kontakt mit einem Mitbewerber, bei dem als Folge die Radaufhängung brach. Gleich Punkte zu verlieren, war natürlich nicht optimal. Wenn man die Saison so anfängt, konnte es eigentlich nur besser werden“, blickte Ortmann zurück. Mit einem Sieg im Sonntagsrennen in der Magdeburger Börde wurde dann aber sofort Wiedergutmachung betrieben. Durch die Plätze vier und fünf beim zweiten Rennwochenende auf dem Circuit Zandvoort in den Niederlanden wurde dann der Abstand zur Tabellenspitze allmählich geschlossen.

Richtig stark waren die Sasse/Ortmann beim folgenden Auftritt auf dem Nürburgring aufgelegt. Mit einem zweiten Platz und einem Laufsieg konnte nicht nur die Tabellenführung erobert werden, sondern gleichzeitig auch die inoffizielle Halbzeit-Meisterschaft klargestellt werden. Ab diesem Zeitpunkt gab das Aston Martin-Duo die Führung in der Fahrerwertung nicht mehr ab. Mit zwei starken Aufholjagden bei Ortmanns Heimspiel auf dem DEKRA Lausitzring konnten in den beiden Wertungsläufen die Positionen vier und drei erzielt werden, was die Tabellenführung weiter festigte. Eine Vorentscheidung fiel dann beim vorletzten Rennwochenende auf dem Sachsenring. Sasse/Ortmann holten wie bereits in der Saison 2022 einen Doppelsieg auf der so spektakulären Berg- und Talbahn bei Chemnitz.

„Der Sachsenring war sicherlich das Highlight der Saison. Unsere Pace war nicht unbedingt überragend. Doch wir sind zwei clevere Rennen gefahren“, erklärte Sasse. Somit reisten die Prosport Racing-Fahrer mit einem Vorsprung von 43 Punkten zum Finale in Hockenheim und konnten bereits im Samstagsrennen vorzeitig über den verteidigten Titel jubeln. „Bis auf den Ausfall im ersten Lauf von Oschersleben konnten wir jedes Rennen in den Top Sechs beenden. Das zeigt, welche Konstanz wir über die Saison hatten. Die Titelverteilung ist einfach nur super. Wir sind überglücklich“, meinte Sasse. Auch Teamkollege Ortmann strahlte vor Glück: „Als erste Titelverteidiger haben wir Geschichte geschrieben. Das nimmt uns niemand mehr. Einfach nur danke an alle, die uns auf diesem Weg unterstützt haben.“

Beide Champions begannen früh mit dem Motorsport. Sasse saß bereits im Alter von sieben Jahren zum ersten Mal im Kart. Von 2017 bis 2019 wurde er Deutscher Kart-Vize-Meister. 2020 ging es für den Ascherslebener schließlich in den Automobilsport, als er in der ADAC GT4 Germany antrat. 2021 absolvierte er ein Doppelprogramm aus ADAC GT Masters und ADAC GT4 Germany und bildete im GT4-Auto auch erstmals ein Duo mit Ortmann. Im letzten Jahr traten beide neben der ADAC GT4 Germany gemeinsam auch in der GT4 European Series an. Seit Ende 2022 ist er auch immer wieder auf der Nordschleife des Nürburgrings unterwegs und hat dort im Frühjahr auch zum ersten Mal das legendäre ADAC 24h Rennen bestritten. Sasse begann letztes Jahr zudem eine Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer, die er im nächsten Mai erfolgreich abschließen will. Danach möchte er ein Studium beginnen. In der wenigen verbliebenen Freizeit ist er im SimRacing aktiv. „Hugo und ich sind mittlerweile wie Brüder geworden. Wir haben einen klasse Draht zueinander. Auf Hugo kann man sich immer verlassen. Unser Erfolgsgeheimnis ist, dass wir uns gegenseitig zu Höchstleistungen pushen können“, meinte Ortmann. „Er hat eine enorme Rennintelligenz und kann beispielsweise super mit dem Reifen über die Distanz umgehen.“

Auch Teamkollege Mike David Ortmann ist kein Vollprofi. Er arbeitet als Fuhrparkleiter in einem Unternehmen in der Nähe von Berlin. Er spielt gerne Tennis und fährt viel Rennrad. Darüber hinaus gibt er sein motorsportliches Wissen als selbstständiger Fahrercoach weiter und betreut Fahrer im Kartsport aber auch einige GT4-Mannschaftskollegen bei Prosport Racing. Zum Rennsport kam Ortmann bereits im Jahre 2009, als bei einem Kindergeburtstag eine Kartbahn angesteuert wurde. Sportlich war Ortmann bis 2014 im Kart unterwegs, bevor er 2015 und 2016 in der ADAC Formel 4 antrat. Auch danach blieb er dem ADAC Motorsport treu und startete von 2017 bis 2021 im ADAC GT Masters. Seit 2021 fährt er nun gemeinsam mit Sasse im GT4-Sport von Erfolg zu Erfolg. Seit diesem Jahr ist er mit Prosport Racing auch im Aston Martin Vantage GT3 auf der Nordschleife unterwegs. „Auf dieses Programm bin ich besonders stolz. Das Team hat unglaubliche Arbeit geleistet und im Auto in diesem Jahr knapp 15 Sekunden an Rundenzeit gefunden“, so Ortmann. Teamkollege Sasse ist vollen Lobes über seinen rund viereinhalb Jahre älteren Teamkollegen: „Mike ist ein relativ emotionaler Typ und sehr zielstrebig. Er will immer das Beste aus dem Auto herausholen. Auf der Strecke hat er einen grandiosen Überblick über das Renngeschehen und kann Situationen perfekt einschätzen.“

Derzeit ist noch unklar, ob die alten und neuen Champions die nächste Titelverteidigung in der ADAC GT4 Germany anstreben. „Hugo und ich wollen gerne zusammen weitermachen, in welcher Form steht aktuell noch nicht fest. Wir fühlen uns in der ADAC GT4 Germany extrem wohl und kennen die Strecken gut. Jetzt müssen wir einfach mal schauen, ob es machbar ist, auch 2024 wieder anzutreten und vielleicht den Titel erneut zu verteidigen“, gab Ortmann einen Ausblick. Auch Teamkollege Sasse hat noch keine definitiven Pläne für 2024: „Natürlich wäre es schön, nächstes Jahr wieder ADAC GT4 Germany mit Mike zu fahren. Aber das liegt nicht nur in unseren Händen. Wir schauen mal, wie sich die Gespräche im Winter entwickeln.“