Montag, 26. September 2022

IDM Finale Hockenheim von Trauer überschattet

Tiefe Trauer um Leon Langstädtler
Fotos: © MPS/Dino Eisele

Die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) ist im Ziel. Die Titelträger der Saison 2022 stehen fest. Die exzellenten Rennen auf dem Hockenheimring zogen trotz der ungemütlichen Wetterbedingungen tausende Zuschauer in ihren Bann. Die große Party blieb jedoch aus. Das Renn-Wochenende wurde von einem tödlichen Unfall überschattet. Der 24-Jährige Leon Langstädtler war im freien Training der Superbike-Klasse verunglückt. Mit einer Schweigeminute auf der Start-Ziel-Geraden des Hockenheimrings haben die IDM-Organisation, die Teams, Fahrer, Freunde und Fans dem verstorbenen Leon Langstädtler gedacht. Auch Streckenposten, die Rettungskräfte und der BMC Hockenheim erwiesen dem Fahrer vom ADAC Hessen‐Thüringen e.V. / F73 Academy / Werk 2 Racing Team by MCA die letzte Ehre.

IDM Superbike

In der IDM Superbike stand der Meister schon vor dem großen Finale im badischen Motodrom fest. Markus Reiterberger (BCC-alpha-Van Zon-BMW) hatte sich den vierten Titel in der Königsklasse vorzeitig gesichert. Als Vizemeister stand Florian Alt (Wilbers-BMW Racing) fest. Dieser hatte seit der Saisonmitte versucht, den Spitzenreiter wenigstens noch ein Mal in diesem Jahr zu schlagen, nachdem es ihm erstmals in Oschersleben gelungen war. Nach vergeblichen Versuchen blieb dem 26-Jährigen in Hockenheim nun die letzte Chance, seinen Wunsch in die Tat umzusetzen. Mit nur 1,111 Sekunden Vorsprung kam Florian Alt im zweiten Superbike-Rennen am Sonntag dann vor Markus Reiterberger ins Ziel. Er hatte es geschafft. Die beiden Fahrer waren während der ganzen Saison eine Klasse für sich geblieben. Rob Hartog (Team SWPN) verteidigte in Hockenheim den dritten Platz in der Endabrechnung vor seinem Landsmann Pepijn Bijsterbosch (BCC-alpha-Van Zon-BMW). Gleichzeitig sorgte der Niederländer dafür, dass neben den BMW-Motorrädern eine Yamaha in den Top 3 der Meisterschaft platziert ist. Alle an der IDM Superbike beteiligten Marken - BMW, Honda, Kawasaki und Yamaha - können mindestens einen Fahrer in den Top 10 feiern.

IDM Supersport

Auch in der IDM Supersport war der Meister vor dem Finale bekannt. Max Enderlein (M32 Racing) hatte sich den Titel bereits bei der vorletzten Veranstaltung in Österreich gesichert. Dahinter war alles offen und mit Luca de Vleeschauwer (Kawasaki Weber-Motos Racing), Andreas Kofler (Kawasaki Schnock Team Motorex) und Melvin van der Voort (Team SWPN) hatten gleich drei Fahrer Chancen auf die zwei noch zu vergebenden Tabellenplätze an der Spitze. Dass ausgerechnet der Fahrer, der mit den wenigsten Punkten nach Hockenheim kam, am Ende den Vizetitel nach Hause nehmen konnte, war eine Überraschung. Doch Melvin van der Voort gewann beide Rennen, während Favorit Luca de Vleeschauwer stürzte. Andreas Kofler zog aus dem gleichen Grund den Kürzeren und wurde Gesamt-Vierter.  

IDM Supersport 300

In der Nachwuchsklasse Supersport 300 fiel die Titelentscheidung erst im finalen Rennen am Sonntag. Zum Schluss war Marvin Siebdrath (Füsport – RT Motorsports by SKM – Kawasaki) der große Gewinner, der vor dem Saisonfinale mit sieben Punkten hinter dem Tabellenführenden Leo Rammerstorfer (Freudenberg KTM – Paligo Racing) lag. Aber der Wildenfelser bewies Nerven und wurde in beiden Rennen Zweiter und kam damit vor Rammerstorfer ins Ziel, der jeweils Dritter wurde. Das reichte für den 18-Jährigen, der sich am Ende mit einem Vorsprung von vier Punkten seinen ersten IDM-Titel sicherte. Rammerstorfer wurde Vize. Den dritten Platz hinter dem 18-jährigen Talent aus Österreich sicherte sich sein Teamkollege Walid Khan aus den Niederlanden.

IDM Sidecar

In der IDM Sidecar hätten Tim Reeves/Kevin Rousseau (Bonovo Action) theoretisch den Sack zu machen können. Dafür wären aber zwei Siege nötig gewesen. Dazu kam es nicht, weil der achtfache Weltmeister in beiden Rennen mit technischen Problemen kämpfte und nicht über einen achten Platz hinaus kam. Bennie Streuer/Ilse de Haas (Bonovo Action) gewannen das erste Rennen. Im  zweiten Lauf dominierten Markus Schlosser/Marcel Fries (Team Schlosser). Dadurch ist eine neue Situation entstanden. Die Titelverteidiger Josef Sattler/Luca Schmidt (Bonovo Action) verlassen Hockenheim als neue Tabellenführer. Sie starten mit einem Vorsprung von elf Punkten ins für die Sidecar-Klasse separat beim Sidecar-Festival in Oschersleben ausgetragene Finale. Es findet am kommenden Wochenende statt. 

Die Gewinner des Jahres 2022 im Yamaha R3 bLU cRU Cup, im Twin Cup und im Pro Superstock Cup heißen Cedric Holme Nielsen, Justin Hänse und Philipp Gengelbach. 


Dritter Saisonsieg für Colin Caresani in der DTM Trophy

  • Erster Sieg seit Imola für den jungen Niederländer
  • Meisterschaftsleader Tim Heinemann geht nach Platz zwölf leer aus
  • Dramatische Schlussphase nach spätem Safety-Car-Einsatz

Dritter Saisonsieg für Colin Caresani am Samstag
Foto: Jens Hawrda

Der Niederländer Colin Caresani ist zurück auf der Siegerstraße in der DTM Trophy. Im BMW M4 des Teams Project 1 setzte sich Caresani im Samstagsrennen auf dem Red Bull Ring in Österreich nach 20 actiongeladenen Runden gegen die Konkurrenz durch. Zweiter wurde der Brasilianer Thiago Vivacqua im Audi von Heide-Motorsport vor Jacob Riegel (GER) im Aston Martin des Teams Speed-Monkeys. Das Duell zwischen Caresani und Vivacqua um den Sieg bestimmte das Geschehen im elften Saisonrennen der Talentschmiede auf der hochkarätigen DTM-Plattform. Vor allem in den ersten Rennrunden lieferten sich der BMW-Pilot und der Audi-Fahrer begeisternde Rad-an-Rad-Duelle. Vivacqua war von der Pole-Position ins Rennen gestartet, doch Caresani setzte sich im Verlauf des Rennens konsequent durch. Nur in der Schlussphase musste der Niederländer noch einmal zittern. Nach einer späten Safety-Car-Phase verlor er beim spektakulären Restart in Zweier-Formation zunächst die Führung, die er jedoch innerhalb weniger Kurven wieder zurückerobern konnte.

Nach seinen beiden Siegen in Imola machte Caresani mit dem dritten Saisonerfolg den Titelkampf in der DTM Trophy wieder spannend. Den Rückstand auf den Meisterschaftsführenden Tim Heinemann (GER) im Toyota des Teams Toyota Gazoo Racing Germany powered by Ring-Racing verkürzte er auf nur noch 32 Punkte bei drei noch ausstehenden Rennen. Der Toyota-Pilot lag im Samstagsrennen von Spielberg zwischenzeitlich auf Rang fünf, wurde schließlich jedoch bis auf Rang zwölf durchgereicht. Damit ging der DTM-Trophy-Champion von 2020 im Samstagsrennen in der Steiermark leer aus.

„Das war ein großartiges Rennen. Diese Punkte sind genau das, was wir brauchen“, sagt Caresani. „Beim Restart habe ich einen großen Fehler gemacht, das war richtig dumm. Danach hatte ich großes Glück, dass ich wieder nach vorne gekommen bin. Das Auto war richtig gut. Das zeigt, dass alles perfekt ist, wenn wir es mit den Reifen hinbekommen. Ich möchte aber noch gar nicht an die Meisterschaft denken. Am Sonntag wollen wir möglichst die maximalen 29 Punkte holen.“

Hinter Caresani und Vivacqua nutzte Riegel den Restart perfekt aus und schnappte sich Rang drei vor Mercedes-AMG-Pilot Rodrigo Dias Almeida (BWT Mücke Motorsport) aus Mosambique. Fünfter wurde Caresanis deutscher Teamkollege Louis Henkefend. Kein Glück hatte der Deutsche Daniel Gregor (KÜS Team Bernhard), der im Porsche zeitweise an dritter Position lag. Eine Kollision mit Almeidas französischem Teamkollegen Edouard Cauhaupé, der auf den Porsche auffuhr und dessen Mercedes-AMG spektakulär abhob, beendete sämtliche Hoffnungen beider Fahrer auf eine Top-Platzierung.

Samstag, 24. September 2022

Schiller/Gounon halten Tabellenführer in Schach und siegen

  • Mercedes-AMG-Duo feiert nach souveräner Leistung dritten Saisonsieg
  • Raffaele Marciello baut mit Platz zwei am Sachsenring Tabellenführung aus

Mercedes-AMG siegt im Samstagsrennen auf dem Sachsenring
Foto: ADAC Motorsport

Traumhaftes Comeback von Jules Gounon (27/F): Nach einer Verletzungspause war der Start des Champions von 2017 am Sachsenring lange offen, erst am Mittwoch erhielt der Franzose die Freigabe von seinem Arzt. Danach war Gounon bei der Rückkehr ins Cockpit nicht zu bremsen. Mit einer souveränen Vorstellung feierte er im Samstagsrennen der Deutschen GT-Meisterschaft gemeinsam Fabian Schiller (25/Troisdorf) im Mercedes-AMG GT3 #4 des Drago Racing Team ZVO den dritten Saisonsieg. „Ich bin total happy. Der Sachsenring ist meine Lieblingsstrecke. Hier dreimal ganz vorn zu stehen und auch noch den dritten Saisonerfolg für unser Team zu holen, ist fantastisch.“ Fabian Schiller hatte doppelten Grund zur Freude, denn er gewann auch die Pirelli-Junior-Wertung. Pole-Setter Raffaele Marciello (27/CH) und Daniel Juncadella (31/E) vom Mann-Filter Team Landgraf belegten im Mercedes-AMG GT3 Evo #48 Platz zwei. Damit baute Raffaele Marciello seine Führung in der Tabelle weiter aus. Den dritten Rang sicherte sich nach einer unauffälligen, aber äußerst effizienten Vorstellung das Fahrer-Duo Kim-Luis Schramm (24/Meuspath) und Dennis Marschall (26/Eggenstein) im Audi R8 LMS GT3 Evo II mit der Startnummer 27 von Rutronik Racing.

Keyfacts, Sachsenring, Hohenstein-Ernstthal, Saisonrennen 11 von 14

Streckenlänge: 3.645 Meter

Wetter: 17,5 Grad, sonnig

Pole-Position: Raffaele Marciello (Mann-Filter Team Landgraf, Mercedes-AMG GT3 Evo #48), 1:17,878 Min.

Sieger: Schiller/Gounon (Drago Racing Team ZVO, Mercedes-AMG GT3 Evo #4)

Schnellste Rennrunde: Jusuf Owega (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS GT3 Evo II #29), 1:19,776 Min.

Pole-Setter Raffaele Marciello unterlief am Samstagmittag kurz nach dem Start einer seiner seltenen Fehler. Der 27-Jährige verbremste sich, was Fabian Schiller gekonnt ausnutzte, die Spitze übernahm und seine Führung trotz der Attacken des Tabellenführers verteidigen konnte. Mit einigem Abstand dahinter folgte Kim-Luis Schramm auf Rang drei. Nach dem Pflicht-Boxenstopp übernahm Jules Gounon den Mercedes-AMG von Fabian Schiller und wiederholte anschließend seinen Vorjahressieg auf dem Sachsenring. Nach 45 Runden überquerte der Franzose als Erster die Ziellinie vor Daniel Juncadella und Dennis Marschall. Gounon und Schiller übernehmen durch den Sieg den dritten Tabellenrang. Die starke Leistung von Mercedes-AMG komplettierten Jan Marschalkowski (19/Inning) und Marvin Dienst (25/Lampertheim) vom Mercedes-AMG Team ZVO, die in der letzten Runde von einem Reifenschaden des Porsche 911 GT3 R #91 mit Christian Engelhart (35/Starnberg) und Ayhancan Güven (24/TR) vom Team Joos Sportwagentechnik profitierten und den Porsche auf der Zielgeraden überholten. Damit liegt das am Samstag fünftplatzierte Porsche-Duo nun 22 Punkte hinter Spitzenreiter Raffaele Marciello auf Rang zwei der Tabelle.

Patric Niederhauser (30/CH) und Luca Engstler (22/Wiggensbach) von Rutronik Racing wurden im Audi R8 LMS GT3 Evo II mit der Startnummer 15 Sechste, dahinter steuerten Elias Seppänen (18/FIN) und Frank Bird (23/GB) vom Mann-Filter Team Landgraf einen weiteren Mercedes-AMG GT3 Evo auf Platz sieben. Eine starke Aufholjagd zeigten Christopher Mies (33/Düsseldorf) und Tim Zimmermann (26/Langenargen), die sich im Audi R8 LMS GT3 Evo II #1 von Montaplast by Land-Motorsport vom 15. auf den achten Rang verbesserten. Gleiches gilt für die Paarung Franck Perera (38/F) und Arthur Rougier (22/F). Das Duo machte im Lamborghini Huracán GT3 Evo #19 von Emil Frey Racing ebenfalls sieben Plätze gut und wurde Neunter. Thierry Vermeulen (20/NL) und Mattia Drudi (24/I) sicherten sich im Audi R8 LMS GT3 Evo II #33 von Car Collection Motorsport den letzten Top-Ten-Platz.

Stimmen der Sieger

Fabian Schiller: „Dieser dritte Sieg war anders als die beiden davor. Bei denen bin ich als Zweiter gefahren, diesmal musste ich in der zweiten Rennhälfte zuschauen, was nicht so einfach war. Wir hatten eine gute Pace, dann haben die Reifen ein wenig abgebaut. Aber Jules hat das Rennen souverän nach Hause gefahren.“

Jules Gounon: „Fabian hat einen tollen Job gemacht und das Kunststück fertiggebracht, Raffaele kurz nach dem Start zu überholen. Ich habe das Fahrzeug mit einem guten Vorsprung übernommen und konnte das Feld von vorn kontrollieren.“

Red Bull Pilot Nick Cassidy fährt von der Pole zum Sieg

  • Neuseeländer Nick Cassidy feiert zweiten Sieg nach Spa-Francorchamps
  • Dreimaliger DTM-Champion René Rast übernimmt Platz zwei in der Gesamtwertung
  • Spitzenreiter Sheldon van der Linde geht in der Steiermark leer aus

Nick Cassidy siegt am Red Bull Ring
Foto: Jens Hawrda

Zweiter DTM-Sieg in Folge: Nick Cassidy hat das Samstagsrennen der DTM am Red Bull Ring powered by REMUS gewonnen. Von der Pole Position gestartet, konnte der Neuseeländer im Ferrari des Teams Red Bull AlphaTauri AF Corse mit guter Strategie und trotz Erfolgsgewicht einen überzeugenden Start-Ziel-Sieg einfahren. Erst vor zwei Wochen hatte der 29-Jährige im Sonntagsrennen von Spa-Francorchamps seinen ersten DTM-Sieg erzielt. „Ein wirklich toller Tag. Hier am Red Bull Ring mit AlphaTauri und Red Bull zu gewinnen ist einfach großartig“, jubelte Cassidy im Ziel. Auf dem 4,318-km-Kurs in der Steiermark fuhr René Rast (GER) im ABT Audi auf den zweiten Platz. Damit sammelte der dreimalige DTM-Champion weitere wichtige Meisterschaftspunkte und übernahm mit nun 117 Punkten den zweiten Rang in der Fahrer-Wertung. Bereits am Vormittag war Rast im Qualifying Schnellster gewesen und hatte damit drei Zusatzpunkte verbucht, musste jedoch aufgrund einer Grid-Strafe von Spa-Francorchamps von der vierten Position starten. Platz drei im Rennen sicherte sich der Austro-Italiener Mirko Bortolotti im Lamborghini beim Heimspiel seines Grasser Racing Teams.

Weniger erfreulich verlief das Rennen für die Lokalmatadoren Lucas Auer (Mercedes-AMG Team WINWARD) und Thomas Preining (KÜS Team Bernhard Porsche). Auer startete gut und rangierte an vierter Position, bekam aber nach seinem Pflichtboxenstopp eine Zehn-Sekunden-Strafe wegen Missachtung des Tempolimits in der Boxengasse und landete letztlich auf Platz neun. Preining, der direkt hinter Auer als Fünfter die Zielflagge sah, wurde letztlich hinter Auer auf Rang zehn gewertet, nachdem auch er eine Zehn-Sekunden-Strafe aufgrund von Berührungen im Zweikampf mit Nico Müller (SUI, Rosberg Audi) erhalten hatte. Der Österreicher Philipp Eng (Schubert Motorsport, BMW) beendete das Rennen auf Platz zwölf. Sein Landsmann Clemens Schmid (GRT Lamborghini), der am Freitag noch mit der Tagesbestzeit geglänzt hatte, schied im Rennen frühzeitig aus. Umso mehr freute sich das in der Nähe des Red Bull Ring ansässige Grasser Racing Team über die Performance von Mirko Bortolotti. Gestartet von Platz sechs, schaffte es der 32-Jährige mit einem dritten Platz erstmals seit dem Norisring-Rennen zurück aufs Podium. Mit dieser Platzierung sowie einem Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde konnte sich der in Wien geborene Italiener insgesamt 16 Punkte sichern. Nach zuletzt zwei Ausfällen am Nürburgring und nur fünf Punkten in Spa-Francorchamps ist Bortolotti mit nun 110 Punkten Meisterschafts-Dritter hinter Rast. Unverändert führt der Südafrikaner Sheldon van der Linde (130 Punkte) die Meisterschaft an. Der BMW-Pilot aus dem Team Schubert Motorsport ging als Elfter im Rennen jedoch leer aus, so dass Rast den Rückstand auf 13 Punkte verkürzen konnte.

DTM-Rookie Leon Köhler überraschte als Ersatz für Esteban Muth (BEL), der aufgrund eines operativen Eingriffs die Saison vorzeitig beenden musste, mit Startposition zwölf im Walkenhorst BMW und zeigte auch im Rennen eine ansprechende Leistung, musste jedoch den Walkenhorst BMW kurz vor Rennende vorzeitig abstellen. Am Sonntag wird um 13:30 Uhr MESZ (ab 13:00 Uhr live auf ProSieben) das drittletzte Rennen der Saison 2022 gestartet, das Finale folgt in zwei Wochen auf dem Hockenheimring.

DTM Red Bull Ring: Rast Schnellster aber Cassidy auf Pole

Pole für Nick Cassidy im Ferrari
Foto: Jens Hawrda

Wie bereits zuletzt in Spa-Francorchamps fuhr René Rast (GER) im ABT Audi in letzter Sekunde des DTM-Zeittrainings auf dem Red Bull Ring powered by REMUS auf Rang eins. Mit seiner Zeit von 1:27,698 Minuten war der dreimalige DTM-Champion 0,102 Sekunde schneller als Nick Cassidy (NZL) im AlphaTauri AF Corse Ferrari. Cassidy startet jedoch im ersten DTM-Rennen des Wochenendes (Start um 13.30 Uhr MESZ, live auf ProSieben ab 13.00 Uhr) von der Pole-Position, da Rast wegen eines Vergehens im vorherigen Rennen in Spa-Francorchamps drei Plätze nach hinten versetzt wird.

Wahl-Österreicher René Rast war nach Imola und Spa-Francorchamps zum dritten Mal in dieser Saison Schnellster in einem DTM-Qualifying und sicherte sich damit drei Zusatzpunkte für die Fahrerwertung. Er zeigte sich selbst leicht überrascht: „Ich hätte nicht gedacht, dass der Audi hier so schnell sein würde. Ich konnte ein bisschen vom Windschatten profitieren. Natürlich ist Startplatz vier im Rennen nicht optimal. Nun ist es wichtig, dass wir uns auf die wichtigsten Rivalen im Kampf um die Meisterschaft konzentrieren. Die stehen zum Glück alle hinter mir.“

Neben Cassidy startet Nico Müller (SUI) im Audi des Team Rosberg als Zweiter, vor Ricardo Feller (SUI) im ABT Audi. Rast steht auf Startplatz vier, Felipe Fraga (BRA) im Red Bull AF Corse Ferrari und Mirko Bortolotti im schnellsten Lamborghini des Grasser Racing Teams stehen beide in der dritten Startreihe. Arjun Maini (IND) war auf Rang sieben schnellster Mercedes-AMG-Fahrer, wird aber ebenfalls um drei Plätze zurückversetzt nach wiederholten Verstößen gegen die Track-Limits im vorherigen Rennen. Somit ist Lucas Auer (AUT) aus dem Team WINWARD Racing bestplatzierter Mercedes-AMG-Fahrer, gefolgt von seinen Markenkollegen Maximilian Götz (GER, WINWARD Racing) und Maro Engel (GER, GruppeM Racing). Maini startet als Zehnter.

Schnellster BMW-Fahrer war Newcomer Leon Köhler (GER) im M4 des Teams Walkenhorst Motorsport, der auf Rang zwölf fuhr. Tabellenführer Sheldon van der Linde (RSA) belegte im BMW des Teams Schubert Motorsport die 17. Position.