Samstag, 24. September 2022

Schiller/Gounon halten Tabellenführer in Schach und siegen

  • Mercedes-AMG-Duo feiert nach souveräner Leistung dritten Saisonsieg
  • Raffaele Marciello baut mit Platz zwei am Sachsenring Tabellenführung aus

Mercedes-AMG siegt im Samstagsrennen auf dem Sachsenring
Foto: ADAC Motorsport

Traumhaftes Comeback von Jules Gounon (27/F): Nach einer Verletzungspause war der Start des Champions von 2017 am Sachsenring lange offen, erst am Mittwoch erhielt der Franzose die Freigabe von seinem Arzt. Danach war Gounon bei der Rückkehr ins Cockpit nicht zu bremsen. Mit einer souveränen Vorstellung feierte er im Samstagsrennen der Deutschen GT-Meisterschaft gemeinsam Fabian Schiller (25/Troisdorf) im Mercedes-AMG GT3 #4 des Drago Racing Team ZVO den dritten Saisonsieg. „Ich bin total happy. Der Sachsenring ist meine Lieblingsstrecke. Hier dreimal ganz vorn zu stehen und auch noch den dritten Saisonerfolg für unser Team zu holen, ist fantastisch.“ Fabian Schiller hatte doppelten Grund zur Freude, denn er gewann auch die Pirelli-Junior-Wertung. Pole-Setter Raffaele Marciello (27/CH) und Daniel Juncadella (31/E) vom Mann-Filter Team Landgraf belegten im Mercedes-AMG GT3 Evo #48 Platz zwei. Damit baute Raffaele Marciello seine Führung in der Tabelle weiter aus. Den dritten Rang sicherte sich nach einer unauffälligen, aber äußerst effizienten Vorstellung das Fahrer-Duo Kim-Luis Schramm (24/Meuspath) und Dennis Marschall (26/Eggenstein) im Audi R8 LMS GT3 Evo II mit der Startnummer 27 von Rutronik Racing.

Keyfacts, Sachsenring, Hohenstein-Ernstthal, Saisonrennen 11 von 14

Streckenlänge: 3.645 Meter

Wetter: 17,5 Grad, sonnig

Pole-Position: Raffaele Marciello (Mann-Filter Team Landgraf, Mercedes-AMG GT3 Evo #48), 1:17,878 Min.

Sieger: Schiller/Gounon (Drago Racing Team ZVO, Mercedes-AMG GT3 Evo #4)

Schnellste Rennrunde: Jusuf Owega (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS GT3 Evo II #29), 1:19,776 Min.

Pole-Setter Raffaele Marciello unterlief am Samstagmittag kurz nach dem Start einer seiner seltenen Fehler. Der 27-Jährige verbremste sich, was Fabian Schiller gekonnt ausnutzte, die Spitze übernahm und seine Führung trotz der Attacken des Tabellenführers verteidigen konnte. Mit einigem Abstand dahinter folgte Kim-Luis Schramm auf Rang drei. Nach dem Pflicht-Boxenstopp übernahm Jules Gounon den Mercedes-AMG von Fabian Schiller und wiederholte anschließend seinen Vorjahressieg auf dem Sachsenring. Nach 45 Runden überquerte der Franzose als Erster die Ziellinie vor Daniel Juncadella und Dennis Marschall. Gounon und Schiller übernehmen durch den Sieg den dritten Tabellenrang. Die starke Leistung von Mercedes-AMG komplettierten Jan Marschalkowski (19/Inning) und Marvin Dienst (25/Lampertheim) vom Mercedes-AMG Team ZVO, die in der letzten Runde von einem Reifenschaden des Porsche 911 GT3 R #91 mit Christian Engelhart (35/Starnberg) und Ayhancan Güven (24/TR) vom Team Joos Sportwagentechnik profitierten und den Porsche auf der Zielgeraden überholten. Damit liegt das am Samstag fünftplatzierte Porsche-Duo nun 22 Punkte hinter Spitzenreiter Raffaele Marciello auf Rang zwei der Tabelle.

Patric Niederhauser (30/CH) und Luca Engstler (22/Wiggensbach) von Rutronik Racing wurden im Audi R8 LMS GT3 Evo II mit der Startnummer 15 Sechste, dahinter steuerten Elias Seppänen (18/FIN) und Frank Bird (23/GB) vom Mann-Filter Team Landgraf einen weiteren Mercedes-AMG GT3 Evo auf Platz sieben. Eine starke Aufholjagd zeigten Christopher Mies (33/Düsseldorf) und Tim Zimmermann (26/Langenargen), die sich im Audi R8 LMS GT3 Evo II #1 von Montaplast by Land-Motorsport vom 15. auf den achten Rang verbesserten. Gleiches gilt für die Paarung Franck Perera (38/F) und Arthur Rougier (22/F). Das Duo machte im Lamborghini Huracán GT3 Evo #19 von Emil Frey Racing ebenfalls sieben Plätze gut und wurde Neunter. Thierry Vermeulen (20/NL) und Mattia Drudi (24/I) sicherten sich im Audi R8 LMS GT3 Evo II #33 von Car Collection Motorsport den letzten Top-Ten-Platz.

Stimmen der Sieger

Fabian Schiller: „Dieser dritte Sieg war anders als die beiden davor. Bei denen bin ich als Zweiter gefahren, diesmal musste ich in der zweiten Rennhälfte zuschauen, was nicht so einfach war. Wir hatten eine gute Pace, dann haben die Reifen ein wenig abgebaut. Aber Jules hat das Rennen souverän nach Hause gefahren.“

Jules Gounon: „Fabian hat einen tollen Job gemacht und das Kunststück fertiggebracht, Raffaele kurz nach dem Start zu überholen. Ich habe das Fahrzeug mit einem guten Vorsprung übernommen und konnte das Feld von vorn kontrollieren.“

Red Bull Pilot Nick Cassidy fährt von der Pole zum Sieg

  • Neuseeländer Nick Cassidy feiert zweiten Sieg nach Spa-Francorchamps
  • Dreimaliger DTM-Champion René Rast übernimmt Platz zwei in der Gesamtwertung
  • Spitzenreiter Sheldon van der Linde geht in der Steiermark leer aus

Nick Cassidy siegt am Red Bull Ring
Foto: Jens Hawrda

Zweiter DTM-Sieg in Folge: Nick Cassidy hat das Samstagsrennen der DTM am Red Bull Ring powered by REMUS gewonnen. Von der Pole Position gestartet, konnte der Neuseeländer im Ferrari des Teams Red Bull AlphaTauri AF Corse mit guter Strategie und trotz Erfolgsgewicht einen überzeugenden Start-Ziel-Sieg einfahren. Erst vor zwei Wochen hatte der 29-Jährige im Sonntagsrennen von Spa-Francorchamps seinen ersten DTM-Sieg erzielt. „Ein wirklich toller Tag. Hier am Red Bull Ring mit AlphaTauri und Red Bull zu gewinnen ist einfach großartig“, jubelte Cassidy im Ziel. Auf dem 4,318-km-Kurs in der Steiermark fuhr René Rast (GER) im ABT Audi auf den zweiten Platz. Damit sammelte der dreimalige DTM-Champion weitere wichtige Meisterschaftspunkte und übernahm mit nun 117 Punkten den zweiten Rang in der Fahrer-Wertung. Bereits am Vormittag war Rast im Qualifying Schnellster gewesen und hatte damit drei Zusatzpunkte verbucht, musste jedoch aufgrund einer Grid-Strafe von Spa-Francorchamps von der vierten Position starten. Platz drei im Rennen sicherte sich der Austro-Italiener Mirko Bortolotti im Lamborghini beim Heimspiel seines Grasser Racing Teams.

Weniger erfreulich verlief das Rennen für die Lokalmatadoren Lucas Auer (Mercedes-AMG Team WINWARD) und Thomas Preining (KÜS Team Bernhard Porsche). Auer startete gut und rangierte an vierter Position, bekam aber nach seinem Pflichtboxenstopp eine Zehn-Sekunden-Strafe wegen Missachtung des Tempolimits in der Boxengasse und landete letztlich auf Platz neun. Preining, der direkt hinter Auer als Fünfter die Zielflagge sah, wurde letztlich hinter Auer auf Rang zehn gewertet, nachdem auch er eine Zehn-Sekunden-Strafe aufgrund von Berührungen im Zweikampf mit Nico Müller (SUI, Rosberg Audi) erhalten hatte. Der Österreicher Philipp Eng (Schubert Motorsport, BMW) beendete das Rennen auf Platz zwölf. Sein Landsmann Clemens Schmid (GRT Lamborghini), der am Freitag noch mit der Tagesbestzeit geglänzt hatte, schied im Rennen frühzeitig aus. Umso mehr freute sich das in der Nähe des Red Bull Ring ansässige Grasser Racing Team über die Performance von Mirko Bortolotti. Gestartet von Platz sechs, schaffte es der 32-Jährige mit einem dritten Platz erstmals seit dem Norisring-Rennen zurück aufs Podium. Mit dieser Platzierung sowie einem Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde konnte sich der in Wien geborene Italiener insgesamt 16 Punkte sichern. Nach zuletzt zwei Ausfällen am Nürburgring und nur fünf Punkten in Spa-Francorchamps ist Bortolotti mit nun 110 Punkten Meisterschafts-Dritter hinter Rast. Unverändert führt der Südafrikaner Sheldon van der Linde (130 Punkte) die Meisterschaft an. Der BMW-Pilot aus dem Team Schubert Motorsport ging als Elfter im Rennen jedoch leer aus, so dass Rast den Rückstand auf 13 Punkte verkürzen konnte.

DTM-Rookie Leon Köhler überraschte als Ersatz für Esteban Muth (BEL), der aufgrund eines operativen Eingriffs die Saison vorzeitig beenden musste, mit Startposition zwölf im Walkenhorst BMW und zeigte auch im Rennen eine ansprechende Leistung, musste jedoch den Walkenhorst BMW kurz vor Rennende vorzeitig abstellen. Am Sonntag wird um 13:30 Uhr MESZ (ab 13:00 Uhr live auf ProSieben) das drittletzte Rennen der Saison 2022 gestartet, das Finale folgt in zwei Wochen auf dem Hockenheimring.

DTM Red Bull Ring: Rast Schnellster aber Cassidy auf Pole

Pole für Nick Cassidy im Ferrari
Foto: Jens Hawrda

Wie bereits zuletzt in Spa-Francorchamps fuhr René Rast (GER) im ABT Audi in letzter Sekunde des DTM-Zeittrainings auf dem Red Bull Ring powered by REMUS auf Rang eins. Mit seiner Zeit von 1:27,698 Minuten war der dreimalige DTM-Champion 0,102 Sekunde schneller als Nick Cassidy (NZL) im AlphaTauri AF Corse Ferrari. Cassidy startet jedoch im ersten DTM-Rennen des Wochenendes (Start um 13.30 Uhr MESZ, live auf ProSieben ab 13.00 Uhr) von der Pole-Position, da Rast wegen eines Vergehens im vorherigen Rennen in Spa-Francorchamps drei Plätze nach hinten versetzt wird.

Wahl-Österreicher René Rast war nach Imola und Spa-Francorchamps zum dritten Mal in dieser Saison Schnellster in einem DTM-Qualifying und sicherte sich damit drei Zusatzpunkte für die Fahrerwertung. Er zeigte sich selbst leicht überrascht: „Ich hätte nicht gedacht, dass der Audi hier so schnell sein würde. Ich konnte ein bisschen vom Windschatten profitieren. Natürlich ist Startplatz vier im Rennen nicht optimal. Nun ist es wichtig, dass wir uns auf die wichtigsten Rivalen im Kampf um die Meisterschaft konzentrieren. Die stehen zum Glück alle hinter mir.“

Neben Cassidy startet Nico Müller (SUI) im Audi des Team Rosberg als Zweiter, vor Ricardo Feller (SUI) im ABT Audi. Rast steht auf Startplatz vier, Felipe Fraga (BRA) im Red Bull AF Corse Ferrari und Mirko Bortolotti im schnellsten Lamborghini des Grasser Racing Teams stehen beide in der dritten Startreihe. Arjun Maini (IND) war auf Rang sieben schnellster Mercedes-AMG-Fahrer, wird aber ebenfalls um drei Plätze zurückversetzt nach wiederholten Verstößen gegen die Track-Limits im vorherigen Rennen. Somit ist Lucas Auer (AUT) aus dem Team WINWARD Racing bestplatzierter Mercedes-AMG-Fahrer, gefolgt von seinen Markenkollegen Maximilian Götz (GER, WINWARD Racing) und Maro Engel (GER, GruppeM Racing). Maini startet als Zehnter.

Schnellster BMW-Fahrer war Newcomer Leon Köhler (GER) im M4 des Teams Walkenhorst Motorsport, der auf Rang zwölf fuhr. Tabellenführer Sheldon van der Linde (RSA) belegte im BMW des Teams Schubert Motorsport die 17. Position.

Freitag, 23. September 2022

Trainingsbestzeit für Daniel Gregor im Porsche

Daniel Gregor mit Tagesbestzeit am Red Bull Ring
Foto: Jens Hawrda

In der DTM Trophy, der Talentschmiede auf der DTM-Plattform, fuhr Daniel Gregor (GER, KÜS Team Bernhard, Porsche) die Tagesbestzeit. Mit seiner Zeit von 1:37,907 Minuten im Training am Vormittag war er 0,034 Sekunden schneller als der Franzose Edouard Cauhaupé im Mercedes-AMG des Teams BWT Mücke Motorsport, der am Nachmittag die Zeitenliste anführte. Während Gregor und Cauhaupé als Einzige unterhalb der 1:38er-Marke blieben, trennten auch Cauhaupés Teamkollege Rodrigo Almeida (MOZ) und Nick Hancke (GER) im Aston Martin (Team Speed Monkeys) nur vier Hundertstelsekunden. Dahinter fuhr Louis Henkefend (GER) im BMW des Teams Project 1 auf Rang fünf in der Addition der beiden Trainingssitzungen. Damit waren vier Marken auf den ersten fünf Plätzen vertreten. 

Ergebnisse Freis Training Red Bull Ring

Clement Schmidt
Foto: Jens Hawrda

Der Tiroler Clemens Schmid im Lamborghini des Grasser Racing Teams und der Südafrikaner Sheldon van der Linde im BMW von Schubert Motorsport bestimmten am Freitag zum Auftakt der DTM Red Bull Ring powered by REMUS das Tempo in den beiden Freien Trainings-Sessions. Dabei war die Rundenzeit von Lokalmatador Schmid mit 1:28,565 Minuten aus dem ersten Training die beste Zeit des Tages auf dem 4,318 Kilometer langen Kurs in der Steiermark.