Montag, 29. August 2022

Zweifach-Sieg am Nürburgring

Tim Heinemann gewinnt auch das Sonntagsrennen zur DTM Trophy

  • Vierter Saisonsieg des Toyota-Piloten
  • Porsche-Duo Capo und Gregor aus dem KÜS Team Bernhard auf dem Podium
  • Colin Caresani nach Kollision als Zehnter gewertet

T. Heinemann (GER), Ring-Racing Toyota © DTM

Tim Heinemann krönt ein großartiges Wochenende in der DTM Trophy mit seinem zweiten Doppelsieg der Saison. Im Toyota Supra des Teams Toyota Gazoo Racing Germany powered by Ring-Racing gewann Heinemann nach 20 Runden auch das zweite Rennen in der Eifel, nachdem er schon am Vortag ganz oben auf dem Podium gestanden hatte. Schon beim Saisonauftakt auf dem Lausitzring hatte der DTM-Trophy-Champion von 2020 beide Rennen gewonnen.

Spannend war der Kampf um Platz zwei, den die beiden Porsche-Teamkollegen Daniel Gregor (GER) und Ricky Capo (AUS) aus dem KÜS Team Bernhard unter sich ausmachten. Gregor hatte Position zwei seit der Startphase inne, doch Capo legte nach einem schwierigen Rennbeginn eine beeindruckende Aufholjagd hin. Capo fiel von Startplatz zwei bis auf Rang fünf zurück und schnappte sich noch in den ersten Umläufen Mercedes-AMG-Pilot Edouard Cauhaupé (BWT Mücke Motorsport) aus Frankreich und den brasilianischen Audi-Fahrer Thiago Vivacqua (Heide-Motorsport). Anschließend machte Capo Jagd auf Gregor und verstrickte seinen Teamkollegen in aufregende Zweikämpfe. Wenige Runden vor Schluss war der Australier schließlich vorbei und fuhr den zweiten Platz vor Gregor nach Hause.

Heinemann startete von der Pole-Position in den achten Saisonlauf der Talentschiede auf der DTM-Plattform und kontrollierte das Feld an der Spitze souverän. Im Ziel hatte der Toyota-Pilot 2,209 Sekunden Vorsprung auf den ersten Verfolger. In der Gesamtwertung baut Heinemann seinen Vorsprung deutlich aus, zwischen ihm und BMW-Pilot Colin Caresani (Project 1) aus den Niederlanden steht es nun 151 zu 112 nach Punkten.

Hinter den drei Bestplatzierten erkämpfte der deutsche BMW-Pilot Moritz Löhner (FK Performance Motorsport) den vierten Rang, gefolgt von Vivacqua, Cauhaupé und Aston-Martin-Fahrer Jacob Riegel (GER, Speed Monkeys). Caresani kam als Achter ins Ziel, fiel durch eine Zeitstrafe wegen des Verursachens eines Unfalls mit Riegels Teamkollegen Nick Hancke jedoch noch bis auf Rang zehn zurück.

Die Saison 2022 der mit seriennahen GT-Sportwagen ausgetragenen DTM Trophy geht bereits in zwei Wochen weiter. Auf der legendären Rennstrecke von Spa-Francorchamps in Belgien stehen die Saisonrennen neun und zehn auf dem Programm.

Sonntag, 28. August 2022

Luca Stolz triumphiert erstmals in der DTM

  • Heimsieg für Mercedes-AMG Team HRT – Sheldon van der Linde weiter Spitzenreiter
  • Superknappes Qualifying: 20 DTM-Rennwagen in nur 0,326 Sekunden
  • Schon in zwei Wochen: Sechstes DTM-Rennwochenende in Spa-Francorchamps

Erster DTM-Sieg für Luca Stolz
Foto: Jens Hawrda

Zweite DTM-Gala am Nürburgring: Nach dem ersten Doppelsieg der Brüder Sheldon und Kelvin van der Linde der DTM-Geschichte am Samstag feierte Luca Stolz am Sonntag seinen ersten Sieg in der Traditionsserie. Der 27-Jährige aus Brachbach im Westerwald bescherte seinem Mercedes-AMG Team HRT mit Sitz im Gewerbepark Nürburgring in Meuspath einen viel umjubelten Heimsieg beim DTM Nürburgring powered by Mercedes-AMG. Zweiter in einem intensiven Rennen wurde der Norweger Dennis Olsen im Porsche von SSR Performance, als Dritter durfte Auftaktsieger Lucas Auer (AUT, WINWARD Mercedes-AMG) beim 90. DTM-Rennen auf dem Nürburgring aufs Podium klettern.

„Endlich! Endlich!“, jubelte Luca Stolz nach der Zieldurchfahrt im Funk, ein Jahr nach seinem Gaststart in der DTM an gleicher Stelle. „Es ist grandios! Der Boxenstopp war ausschlaggebend. Danke Euch allen“, so Stolz, der seiner Crew eine Kiste Bier versprach. In der Meisterschaft verteidigte der dreimalige Saisonsieger Sheldon van der Linde (RSA), der das Sonntagrennen nur als Neunter beendete, mit 110 Punkten seine Führung. „Nach dem Re-Start nach der Safety-Car-Phase war mein Rennen quasi gelaufen. Auch wenn noch sechs Rennen ausstehen, bin ich für den Titelkampf zuversichtlich, wir haben ein starkes Auto“, so der BMW-Pilot des Teams Schubert Motorsport. Mit 89 Zählern ist Mirko Bortolotti (ITA) unverändert Zweiter, obwohl der Lamborghini-Werksfahrer wie schon am Samstag gegen Felipe Fraga (BRA, Red Bull Ferrari) auch am Sonntag im Kampf um Platz vier gegen Kelvin van der Linde (RSA, ABT Audi) in der Schlusshase zu ungestüm zu Werke ging und dieses Wochenende somit insgesamt 28 mögliche Punkte leichtfertig wegwarf. Auer rückte mit 85 Zählern vorbei an René Rast (GER, 81) auf Rang drei vor, Luca Stolz ist mit 73 Zählern nun Tabellenfünfter.

Die erste Sensation des Tages lieferte das Qualifying am Sonntagvormittag. 20 Autos lagen innerhalb von nur 0,326 Sekunden – ein Beleg für die unfassbare Leistungsdichte in der DTM Jahrgang 2022! Und wie im Samstagsrennen waren es die Brüder van der Linde, die herausragten: Sheldon van der Linde im Schubert BMW eroberte die Pole-Position, sein Bruder Kelvin war im bislang engsten Zeittraining der Saison um eine Hundertstelsekunde langsamer und sicherte sich Startplatz zwei. Mirko Bortolotti war Viertschnellster, aufgrund der Strafe vom Vortag wegen der Kollision mit dem führenden Felipe Fraga  bedeutete das jedoch Startplatz neun.

Mit dem großen Starterfeld von 28 GT-Rennwagen absolvierte die DTM auf der 3,629 km langen Sprintstrecke des Nürburgring – anders als am Vortag bei bestem Sommerwetter – einen Bilderbuch-Start. Philipp Eng (AUT) schob sich von Startplatz fünf gekonnt hinter seinen Teamkollegen Sheldon van der Linde auf Rang zwei vor, dahinter folgten Dennis Olsen  im SSR Porsche, Thomas Preining (AUT) im KÜS Team Bernhard Porsche, Luca Stolz im HRT Mercedes-AMG, während Kelvin van der Linde einiges an Boden verloren hatte.

David Schumacher (GER) im WINWARD Mercedes-AMG sorgte in Runde vier für eine Vorentscheidung, als er in der Zielkurve den ABT Audi von René Rast (GER) touchierte, der sich daraufhin ins Kiesbett drehte. Beide schieden aus, und der Zwischenfall löste eine Safety-Car-Phase aus. „Ich bin wie gestern wieder abgeräumt worden, so macht das keinen Spaß“, schimpfte der dreimalige DTM-Champion. Wie so oft in der DTM, wirbelte der Re-Start das Feld ordentlich durcheinander. Stolz fand sich nach perfektem Boxenstopp in Führung wieder, vor Olsen, Lucas Auer, Kevin van der Linde und Bortolotti, der große Nutznießer diese Phase, während Sheldon van der Linde auf Rang zehn der großer Verlierer war. An der Spitze setzte sich Luca Stolz mehr und mehr ab und brachte seinen ersten Sieg souverän nach Hause, vor Olsen und Auer.

In der DTM gibt es nach den beiden spektakulären Rennen am Nürburgring keine Verschnaufpause. Schon in zwei Wochen (09.-11. September) folgt auf dem belgischen Grand-Prix-Kurs von Spa-Francorchamps bei den Saisonrennen elf und zwölf der nächste Schlagabtausch, ehe der Titelkampf auf dem Red Bull Ring (23.-25. September) und in Hockenheim (7.-9. Oktober) auf die Zielgerade einbiegt. 

Dritter Saisonsieg von Tim Heinemann in der DTM Trophy

  • DTM-Trophy-Champion von 2020 erobert Tabellenführung zurück
  • Erstes Podium für Porsche-Youngster Daniel Gregor
  • Theo Oeverhaus verpasst bei Doppel-Einsatz die Punkteränge

T. Heinemann (GER), Ring-Racing Toyota © DTM


Tim Heinemann aus dem Team Toyota Gazoo Racing Germany powered by Ring-Racing ist zurück auf der Siegerstraße. Im Samstagsrennen der DTM Trophy auf dem Nürburgring siegte der Toyota-Pilot in beeindruckender Manier. Bereits in der ersten Rennrunde schnappte sich der Deutsche die Führung und gab sie bis zum Fallen der Zielflagge nicht mehr ab. Für Heinemann, der bereits 2020 den Titel in der Talentschmiede auf der DTM-Plattform gewonnen hat, ist es der dritte Saisonsieg nach den beiden Auftakterfolgen auf dem Lausitzring.

Der erst 16-jährige Daniel Gregor wurde nach furioser Fahrt im Porsche 718 Cayman des KÜS Team Bernhard Zweiter. Aufgrund des wegen Nebels ausgefallenen Qualifyings war Gregor entsprechend seiner Meisterschaftsposition nur von Startposition zwölf ins Rennen gegangen. Seine Aufholjagd brachte ihn bereits in der ersten Rennrunde in die Top Sechs, und auch danach zeigte der junge Deutsche immer wieder sehenswerte Überholmanöver. Für Gregor ist dieser zweite Platz das erste Podiumsergebnis in der DTM Trophy.

Thiago Vivacqua im Audi R8 von Heide-Motorsport komplettierte als Dritter das Podest. Der Brasilianer setzte sich früh in Szene, als er dem Pole-Sitter Colin Caresani im Project 1 BMW mit einem gekonnten Manöver von der zweiten Position hinter Heinemann verdrängte. Vivacqua behauptete diesen Platz anschließend lange Zeit, doch konnte er am Ende dem Druck von Gregor nicht widerstehen.

Der Niederländer Caresani, der als Meisterschaftsführender ins siebte Saisonrennen gestartet war, musste mit dem vierten Rang vorliebnehmen. Damit liegt er in der Fahrerwertung vor dem achten Saisonrennen zwölf Punkte hinter Heinemann. Auf dem fünften Rang im Rennen folgte Mercedes-AMG-Pilot Edouard Cauhaupé (BWT Mücke Motorsport) aus Frankreich.

Youngster Theo Oeverhaus (GER), der am heutigen Samstag als bisher jüngster Pilot in der Geschichte sein Debüt in der DTM feierte, musste im ersten Lauf der DTM Trophy auf dem Nürburgring hart kämpfen. In seinem BMW M4 von Walkenhorst Motorsport lag der 17-Jährige zunächst auf der sechsten Position, am Ende fuhr er als Elfter über die Ziellinie und bleibt somit ohne Punkte.

Nicht am Start waren am Nürburgring die erkrankten Steriyan Folev (BUL, BMW, FK Performance Motorsport) und Mikaeel Pitamber (RSA, Audi, Heide-Motorsport) sowie der nach seinem Norisring-Unfall verletzte JP Southern (USA , Audi, EastSide Motorsport). Das zweite Rennen der DTM Trophy auf dem Nürburgring startet am Sonntag um 15:15 Uhr. Das Rennen auf der Traditionsstrecke in der Eifel wird live über die Streaming-Plattformen ServusTV ON (servustv.com) und DTM TV (tv.dtm.com) übertragen.

Van der Linde-Brüder schlagen wieder zu

 Qualifying Rennen 2: van der Linde Brüder in der ersten Startreihe

Die Pole fürs Sonntagsrennen holt Sheldon van der Linde vor seinem Bruder
Foto: Jens Hawrda

Am Samstag feierten sie als erstes Brüderpaar in der Geschichte der Serie einen Doppelsieg bei der DTM auf dem Nürburgring powered by Mercedes-AMG, am Sonntag stehen sie zusammen in der ersten Startreihe für das zweite DTM-Rennen des Wochenendes: Sheldon und Kelvin van der Linde. Im Zeittraining am Sonntagmorgen sicherte sich Sheldon van der Linde im BMW des Teams Schubert Motorsport mit einer Zeit von 1:25,945 Minuten die Pole-Position. Seinem Bruder Kelvin fehlten im ABT Audi nur eine Hundertstelsekunde für den besten Startplatz, er startet von Rang zwei. Es war die bisher knappste Entscheidung in einem DTM-Zeittraining in dieser Saison.

Zunächst schienen die Porsche-Fahrer das Tempo zu bestimmen: Dennis Olsen hatte im SSR Porsche lange Zeit die Führung inne, gefolgt von seinem Teamkollegen Laurens Vanthoor. Auch Thomas Preining mischte im Porsche des KÜS Team Bernhard ordentlich mit und so befanden sich zur Halbzeit des Trainings drei Porsche-Fahrer unter den ersten Vier. Der einzige Nicht-Porsche-Fahrer war Nico Müller im Team Rosberg Audi, während auch David Schumacher im WINWARD Mercedes-AMG auf dem vorläufigen fünften Platz eine starke Leistung zeigte.

In der zweiten Trainingshälfte trumpfte zunächst Lucas Auer auf: Der Österreicher fuhr im WINWARD Mercedes-AMG auf Rang eins. Dann schlug jedoch die Stunde der van der Linde-Brüder: Sheldon van der Linde unterbot mit 1:25,945 Minuten als erster Fahrer die 1:26er-Marke, sein Bruder Kelvin kam bis auf eine Hundertstelsekunde an seine Zeit heran. So stehen sie zusammen in der ersten Reihe – wie bereits im vergangenen Jahr beim Samstagsrennen auf dem Lausitzring.

"Am Anfang hatte ich Untersteuern, aber in meiner letzten Runde lief es richtig gut, auch, weil ich einen Windschatten von einem anderen BMW bekam", sagte Sheldon van der Linde. Kelvin erklärte: "Ich habe in der letzten Kurve einen kleinen Fehler gemacht, aber es ist toll, zu sehen, dass wir wieder da sind. Dafür hat das Team hart gearbeitet."

Hinter den beiden van der Linde-Brüdern startet Dennis Olsen im schnellsten der beiden SSR Porsche als Vierter. Mirko Bortolotti fuhr im GRT Lamborghini die Fünftschnellste Zeit, wird aber als Strafe für die Kollision mit Felipe Fraga im Samstagsrennen um fünf Plätze zurückversetzt. Somit steht Thomas Preining im KÜS Team Bernhard Porsche auf Rang fünf, vor Philipp Eng (Schubert Motorsport BMW), den beiden Mercedes-AMG-Fahrern Maximilian Götz (WINWARD Racing) und Luca Stolz (HRT), Laurens Vanthoor im zweiten SSR Porsche und Lucas Auer im WINWARD Mercedes-AMG. Bortolotti startet als Zehnter.

Das zweite DTM-Rennen auf dem Nürburgring powered by Mercedes-AMG startet um 13.30 Uhr, ProSieben sendet ab 13.00 Uhr live vom Nürburgring.

Samstag, 27. August 2022

Doppelsieg: Van der Linde-Brüder schreiben DTM-Geschichte

  • Erster Doppelsieg eines Brüderpaares: Sheldon im BMW gewinnt vor Kelvin im Audi
  • Spektakuläres Rennen nach langem Warten wegen Nebel am Nürburgring
  • Als Dank an die Fans: DTM lädt Samstag-Ticket-Inhaber zum Sonntag-Rennen ein

S. van der Linde (RSA), #11 Schubert BMW © DTM

Mit dem ersten Doppelsieg eines Brüderpaares haben die Südafrikaner Sheldon und Kelvin van der Linde auf dem Nürburgring DTM-Geschichte geschrieben. Sheldon (23) feierte im Schubert BMW seinen dritten Saisonsieg, sein Bruder Kelvin (26) erkämpfte im ABT Audi den zweiten Platz. Das Podium komplettierte der Schweizer Ricardo Feller (ABT Audi), Titelverteidiger Maximilian Götz (GER) war als Vierter bestplatzierter Mercedes-AMG-Pilot. Die DTM Nürburgring powered by Mercedes-AMG lieferte in der Eifel ein überaus spektakuläres und spannendes Rennen, auf das die Zuschauer nach hartnäckigem Nebel bis zum Start um 17.15 Uhr stundenlang warten mussten. „Das war eines der besten Rennen, in dem um jede Position hart gefightet wurde“, stellte der ehemalige DTM-Champion Mike Rockenfeller fest.

Für die entscheidende Szene des Rennens sorgte ausgerechnet der zum Start die zweiten Saisonhälfte in der Tabelle führende Italiener Mirko Bortolotti. Im Kampf um die Führung verlor der Lamborghini-Werksfahrer in der 29. Runde die Geduld und drehte den im Rennen führenden Red Bull AF Corse Ferrari des Brasilianers Felipe Fraga, so dass beide ohne Punkte blieben. Für diesen Zwischenfall wurde Bortolotti für das nächste Rennen mit einer Zurückversetzung in der Startaufstellung um fünf Plätze bestraft. Von Rang drei aus übernahm Sheldon van der Linde die Führung vor Bruder Kelvin, der nach der ersten Rennrunde nur 20. gewesen war. Sheldon brachte seinen dritten Saisonsieg souverän ins Ziel, für Kelvin van der Linde war es der erste Podiumsplatz der Saison. Mit 105 Punkten hat Sheldon van der Linde die Tabellenführung zurückerobert und liegt 16 Punkte vor Bortolotti. René Rast (GER, 81), der im ABT Audi nach einem turbulenten Rennen nur Neunter wurde, ist weiterhin Dritter.

„Ich bin absolut sprachlos. Das war immer unser gemeinsames Ziel, einmal gemeinsam auf dem Podium zu stehen. Heute ist dieser Traum wahr geworden“, so ein überglücklicher Sheldon van der Linde. „Das ist der Stoff, aus dem Träume sind. Es ist unglaublich“, jubelte auch Kelvin, und ergänzte mit einem Augenzwinkern: „Beim nächsten Mal sollte vielleicht die Reihenfolge andersherum sein.“ Dazu haben die beiden sympathischen DTM-Stars schon am Sonntag die nächste Gelegenheit.

Nachdem das Qualifying am Vormittag wegen Nebels ausgefallen war, entschied der Meisterschaftsstand über die Startreihenfolge. Somit standen Bortolotti und Sheldon van der Linde in der ersten Reihe. Auf teils noch feuchter Strecke absolvierten die 28 DTM-Piloten einen disziplinierten Start. Bortolotti behauptete zunächst die Führung vor van der Linde und Rast. Den besten Start allerdings erwischte Fraga aus der sechsten Position. Noch vor Ende der ersten Runde zog der Brasilianer an Bortolotti vorbei in Führung. Die Action wurde bald intensiver, mehrere Fahrer fielen nach Zwischenfällen aus. DTM-Geschichte schrieb auch der 17-jährige Theo Oeverhaus (GER), der als jüngster Fahrer in der Historie dieser Traditionsserie im Walkenhorst BMW sein Debütrennen auf Rang 19 beendete.

Die DTM hat als Dank für das lange Ausharren alle Inhaber von Samstag-Tagestickets zum Sonntagrennen eingeladen, mit Freikarten inklusiv Fahrerlager-Zugang. Am Sonntag stehen insgesamt sieben Rennen bei vorhergesagtem sommerlichen Wetter auf dem Programm. Das zehnte Saisonrennen, gleichzeitig das 90. DTM-Rennen auf dem Nürburgring, startet um 13:30 Uhr MESZ (live auf ProSieben ab 13:00 Uhr MESZ).