Sonntag, 26. Juni 2022

Team Emil Frey Racing holt auch die Pole fürs Sonntagsrennen

Ex-Formel-1-Fahrer Jack Aitken sichert Emil Frey Racing zweite Pole-Position in Zandvoort

Jack Aiken holt Pole für's Sonntagsrennen in Zandvoort
Foto: Jens Hawrda

Emil Frey Racing macht in Zandvoort weiter Druck. Das Team feierte am Samstag nach der Pole-Position dank Mick Wishofer (22/A) und Konsta Lappalainen (20/FIN) den ersten Rennsieg bei der Debütsaison im ADAC GT Masters. Am Sonntagmorgen war Jack Aitken (26/GB) Schnellster im zweiten Qualifying. Der Brite wartete bis kurz vor Schluss des Zeittrainings, dann schlug er zu und fuhr im Lamborghini Huracán GT3 Evo #63 mit 1,33:471 Minuten die Bestzeit. „Wir wussten, dass der Lamborghini in Zandvoort sehr schnell ist. Gestern war mein Teamkollege Mick auf der Pole, heute sind wir es und wir hoffen, dass wir im Rennen ähnlich erfolgreich sind. Aber in Zandvoort kann viel passieren“, so der Gewinner des Pirelli Pole Position Awards.

Das zweite Qualifying in Zandvoort begann am Sonntagmorgen bei schwierigen Bedingungen. Teile der Fahrbahn waren noch feucht und bei Streckentemperaturen von 17 Grad brauchten die Piloten rund zehn Minuten, um die Reifen anzuwärmen. Danach wurden die Rundenzeiten immer schneller und die Führung wechselte ständig. Jack Aitken gelang in seiner siebten Runde die Top-Zeit, mit der er sich und seinem Fahrerkollegen Albert Costa Balboa (31/E) Startplatz eins sicherte. Mit einem Rückstand von vier Hundertstelsekunden belegte Ayhancan Güven (24/TR), der sich mit Christian Engelhart (35/Starnberg) das Cockpit des Porsche 911 GT3 R #91 vom Team Joos Sportwagentechnik teilt, Rang zwei. 

Franck Perera (38/F) wurde mit einem weiteren Lamborghini Huracán GT3 Evo von Emil Frey Racing Dritter und nimmt das Rennen mit Arthur Rougier (22/F) von der zweiten Startreihe aus in Angriff. Mattia Drudi (23/I) von Car Collection Motorsport geht als bester Audi-Pilot zusammen mit Lokalmatador Thierry Vermeulen (19/NL) im Audi R8 LMS GT3 Evo II #33 von Rang vier aus ins Rennen. Fünfter wurden die Markenkollegen Florian Spengler (34/Ellwangen) und Markus Winkelhock (41/D) im Audi R8 LMS GT3 Evo II mit der Startnummer 69. Erneut war das Feld eng zusammen. Alle Fahrzeuge lagen innerhalb von einer Sekunde.

Quelle: adac-motorsport.de


Doppelsieg für Aston Martin im Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany von Zandvoort

  • Hugo Sasse und Mike David Ortmann gewinnen bei Mischbedingungen mit einsetzendem Regen
  • Erstes Podium in der ADAC GT4 Germany für die CV Performance Group
  • Tom Kieffer/Christian Kosch mit Sieg in der Trophy-Wertung

Siegerauto: Der Aston Martin Vantage GT4 von Prosport Racing
Foto: ADAC-Motorsport


Das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Circuit Zandvoort lieferte alles, was atemberaubenden Motorsport ausmacht: Enge Zweikämpfe, packende Überholmanöver und auch noch einsetzender Regen zu Rennmitte boten den zahlreichen Zuschauern spannende Unterhaltung. Am besten kamen Hugo Sasse (18/Aschersleben) und Mike David Ortmann (22/Ahrensfelde, beide Prosport Racing) mit den herausfordernden Bedingungen zurecht. Das Aston Martin Vantage GT4-Duo feierte den ersten Saisonsieg vor den Markenkollegen Ben Dörr (17/Butzbach) und Romain Leroux (19/FRA, beide Dörr Motorsport). Julian Hanses (24/Hilden) und Theo Oeverhaus (17/Osnabrück, beide CV Performance Group) komplettierten das Podium im Mercedes-AMG GT4. „Es ist ein ganz verrücktes Wochenende. Wir sind überglücklich, dass es bei uns hier so gut läuft. Wir haben im Rennen die richtigen Entscheidungen getroffen, sodass wir jetzt mit dem ganzen Team feiern können“, jubelte Ortmann auf dem Podium.

Sasse hatte das Rennen schon von der Pole-Position aus begonnen. Bei zunächst trockenen Streckenbedingungen setzte sich der 18-Jährige gleich souverän vom Rest des Feldes ab. Bis zum Öffnen des Boxenstoppfensters hatte Sasse einen Vorsprung von gut vier Sekunden herausgefahren. „Ich denke, dass ich einen sehr guten Stint geliefert hatte. Es gab keine Fehler oder Probleme. Somit konnte ich mich gut absetzen“, so Sasse. Hinter dem Prosport-Piloten ging es jedoch ordentlich zur Sache. Zunächst hatte Marcel Lenerz (24/Ludwigsau) im Toyota GR Supra GT4 von Piro Sports - Burg Zelem Foundation die zweite Position inne. Um Platz drei kämpften derweil Vincent Andronaco (17/Wentorf bei Hamburg, Allied-Racing) im Porsche 718 Cayman GT4, Ben Dörr und Jan Philipp Springob (21/Olpe, Drago Racing Team ZVO) im Mercedes-AMG GT4. Immer wieder wechselten dabei die Positionen. Das Trio hatte wenig später sogar zu Lenerz aufgeschlossen und diesen schließlich auch überholt.

Zu Rennmitte setzte dann Regen rund um die 4,259 Kilometer lange Strecke in den niederländischen Nordseedünen ein. Aus Sicherheitsgründen entschied die Rennleitung eine Full-Course-Yellow-Phase auszurufen, sodass alle Fahrzeuge ohne Hektik unter Gelb die Fahrerwechsel durchführen konnten. Bei immer stärker werdendem Regen brachte die Rennleitung direkt im Anschluss an die Full-Course-Yellow das Safety-Car auf die Strecke. Rund 18 Minuten vor Ende wurde das Rennen mit der roten Flagge unterbrochen. Das ermöglichte dem gesamten Feld den sicheren Wechsel auf Regenreifen. Nach dem Restart tat es Ortmann, der von Sasse übernommen hatte, seinem Teamkollegen gleich, setzte sich schnell wieder vorne ab und fuhr letztendlich zum Sieg, der auch den Triumph in der Juniorwertung für Sasse bedeutete. „Mein Stint war durch die Rennunterbrechung natürlich relativ kurz“, erklärte Ortmann. „Ich habe versucht, auf der Strecke zu bleiben und die Führung zu halten. Das ist gelungen.“

Mit knapp einer Sekunde Rückstand überquerte Leroux auf Platz zwei die Ziellinie. Mann der letzten Rennminuten war Mercedes-AMG-Pilot Oeverhaus, der von Platz acht noch bis auf die dritte Position nach vorne fuhr und somit sich und Teamkollege Hanses das erste Podium in der ADAC GT4 Germany sicherte. Platz vier ging an Max Kronberg (35/Berlin) und Hendrik Still (34/Kempenich, beide W&S Motorsport) im Porsche. Auch Still hatte zu Rennende mit sehenswerten Überholmanövern noch einige Plätze gutmachen können. Fünfte wurden die Teamkollegen Nicolaj Møller Madsen (29/DNK) und Finn Zulauf (17/Königstein im Taunus, beide AVIA W&S Motorsport) vor dem Toyota von Marcel Lenerz und Cedric Piro (24/Heusweiler) sowie Springob und Nico Gruber (20/AUT). Die Porsche von Moritz Wiskirchen (19/Euskirchen) und Alexander Hartvig (19/DNK, beide Allied-Racing), Pavel Lefterov (24/BUL) und Stefan Bostandjiev (18/BUL, beide Overdrive Racing) sowie Andronaco und dessen Teamkollege Leo Pichler (20/AUT) komplettierten die Top Zehn. Der Sieg in der Trophy-Wertung ging an Tom Kieffer (47/LUX) und Christian Kosch (45/LUX, beide Allied-Racing) in einem weiteren Porsche.

Ben Dörr – Platz zwei auf Aston Martin: „Platz zwei ist wieder ein super Ergebnis, mit dem wir absolut leben können. Aber natürlich möchten wir bald den ersten Sieg in der ADAC GT4 Germany holen. In der spannenden ersten Rennhälfte ging es heftig zur Sache. Ich bin dabei aber immer ruhig geblieben. Es war von Anfang an der Plan, zunächst etwas vorsichtiger zu agieren. Im Sonntagsrennen ist das nächste Podium das klare Ziel.“

Romain Leroux – Platz zwei auf Aston Martin: „Wir hatten einen unfassbar guten Boxenstopp, mit welchem wir zwei Plätze gutmachen konnten. Gerade in Zandvoort ist es nicht immer einfach zu überholen, somit waren dies zwei einfach gewonnene Positionen. Mein Stint war sehr interessant. Ich konnte die Position halten und mich auf die Regenreifen konzentrieren. Platz zwei ist ein großartiges Resultat. Das Team und auch Ben haben heute wieder einen grandiosen Job gemacht.“

Samstag, 25. Juni 2022

Gut gepokert – Emil Frey-Lamborghini siegt bei wechselhaften Bedingungen in Zandvoort

  • Mick Wishofer und Konsta Lappalainen gewinnen Samstagslauf auf dem Dünenkurs
  • Das Duo Kim-Luis Schramm und Dennis Marschall krönt Aufholjagd mit Rang zwei
  • Zuschauer erleben bei schwierigen Bedingungen spannende Motorsportaction

Mick Wishofer und Konsta Lappalainen gewinnen Samstagslauf auf dem Dünenkurs
Foto: ADAC-Motorsport

Perfekte Strategie, gekonnte Umsetzung: Mick Wishofer (22/A) und Konsta Lappalainen (20/FIN) haben im Lamborghini Huracán GT3 Evo #14 das Samstagsrennen auf dem niederländischen Circuit Zandvoort gewonnen. Auf Platz eins gestartet, zeigte das Fahrer-Duo bei schwierigen Bedingungen eine fehlerlose Leistung und bescherte seinem Team Emil Frey Racing den ersten Sieg bei der Debütsaison in der Deutschen GT-Meisterschaft. „Das ist ein toller Erfolg und der erste Sieg für mich und unser neues Team. Bei den schwierigen Bedingungen hatten wir keine Probleme und konnten unser Rennen von vorn kontrollieren“, sagte der junge Finne nach dem fehlerlosen Auftritt. Dahinter krönten Kim-Luis Schramm (24/Meuspath) und Dennis Marschall (25/Eggenstein) vom Team Rutronik Racing eine tolle Aufholjagd und kämpften sich mit dem Audi R8 LMS GT3 Evo II #27 vom achten auf den zweiten Rang vor. Dritter wurden die Markenkollegen Simon Reicher (22/A) und Norbert Siedler (39/A), die im Audi R8 LMS GT3 Evo II mit der Startnummer 54 den ersten Podiumsplatz für das Eastalent Racing Team im ADAC GT Masters holten.

Keyfacts, Circuit Zandvoort, Niederlande, Saisonrennen 5 von 14

Streckenlänge: 4,259 Meter

Wetter: 19 Grad, feucht, bewölkt, später trocken und teilweise sonnig

Pole-Position: Mick Wishofer (Emil Frey Racing, Lamborghini Huracán GT3 Evo #14), 1:34,039 Min.

Sieger: Wishofer/Lappalainen (Emil Frey Racing, Lamborghini Huracán GT3 Evo #14)

Schnellste Rennrunde: Christopher Mies (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS GT3 Evo II #1), 1:34,864 Min.

Kurz vor dem Samstagslauf hatte leichter Regen eingesetzt, dennoch entschieden sich die meisten Teams für einen Start auf Slicks. Das wurde Jan Marschalkowski (19/Inning) zum Verhängnis. Der Zweite des Qualifyings verlor in der Einführungsrunde auf nasser Fahrbahn die Kontrolle über seinen Mercedes-AMG GT3 Evo #8 und schlug in der Leitplanke ein. Damit war das Rennen für ihn und seinen Fahrerkollegen Daniel Juncadella (31/E) beendet. Der Restart verlief ohne Zwischenfälle. Pole-Setter Mick Wishofer begann verhalten, baute aber im weiteren Verlauf seine Führung konstant aus und übergab den Lamborghini Huracán GT3 Evo an seinen Kollegen beim Pflicht-Boxenstopp mit einem Vorsprung von knapp acht Sekunden. Konsta Lappalainen kontrollierte an der Spitze das Tempo, schonte seine Reifen und fuhr nach 37 Runden mit einem Vorsprung von 1,3 Sekunden als Erster über die Ziellinie. Dennis Marschall als Zweiter und Norbert Siedler auf Rang drei kamen bis zum Schluss nicht in Schlagdistanz zum späteren Sieger.

Dahinter wurde das Gespann Jusuf Owega (20/Köln) und Ricardo Feller (21/CH) im Audi R8 LMS GT3 Evo II #29 vom Team Montaplast by Land-Motorsport Vierter. Damit übernahm Jusuf Owega erneut die Führung in der Gesamtwertung. Einen Achtungserfolg verbuchten Jannes Fittje (22/Langenhain) und Jaxon Evans (25/NZ) für das Team ID Racing und belegten im Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 44 Platz fünf. Es folgten die Markenkollegen Christian Engelhart (35/Starnberg) und Ayhancan Güven (24/TUR) mit ihrem Neunelfer #91 vom Team Joos Sportwagentechnik auf Rang sechs. Maximilian Paul (22/Dresden) und Marco Mapelli (34/I) vom Team T3 Motorsport verbesserten sich im Lamborghini Huracán GT3 Evo mit der Startnummer 71 als Siebte um zwei Plätze. Ein weiterer Lamborghini Huracán GT3 Evo von Emil Frey Racing mit Franck Perera (38/F) und Arthur Rougier (22/F) beendete das Rennen als Achter. Titelverteidiger Christopher Mies (32/Düsseldorf) sorgte im Audi R8 LMS Evo II von Montaplast by Land-Motorsport, der in diesem Jahr im ADAC GT Masters mit einem nachhaltigen Kraftstoff mit 50% erneuerbaren Komponenten betankt wird, für einen neuen Rundenrekord und landete zusammen mit Tim Zimmermann (25/Langenargen) auf Rang neun. Die Top-Ten komplettierten die Markenkollegen Patric Niederhauser (30/CH) und Luca Engstler (22/Wiggensbach) vom Team Rutronik Racing.

Mick Wishofer: „Ich bin sehr glücklich über meinen zweiten Erfolg im ADAC GT Masters. Es war als Führender mit den Slicks am Anfang schwierig, die richtigen Brems- und Einlenkpunkte zu finden. Auf der schnell abtrocknenden Strecke konnte ich dann die Führung ausbauen, die Konsta sicher nach Hause gefahren hat.“

Konsta Lappalainen: „Mick hat einen tollen Job gemacht und mir das Fahrzeug mit einem großen Vorsprung übergeben. So konnte ich das Tempo von vorn kontrollieren und die Reifen schonen. Es war für uns ein perfektes Rennen.“

Mick Wishofer holt Pole für's Samstagsrennen in Zandvoort

Mick Wishofer, Lamborghini Huracàn GT3 Evo #14
Foto: Jens Hawrda

Die frühe Attacke brachte den Erfolg: Mick Wishofer (22/A) vom Team Emil Frey Racing schaltete beim ersten Qualifying in Zandvoort am Samstagvormittag schon nach wenigen Minuten in den Angriffsmodus. Und diese Taktik zahlte sich aus. Im siebten Umlauf umrundete der Österreicher im Lamborghini Huracán GT3 Evo #14 den 4,259 Kilometer langen Dünenkurs bei trockenen Bedingungen in 1:34,039 Minuten.

Danach setzte der Regen ein und machte es für die Konkurrenz unmöglich, Wishofers Bestzeit zu unterbieten. Damit geht der Lamborghini-Pilot zusammen mit seinem Fahrerkollegen Konsta Lappalainen (20/FIN) von der Pole-Position aus in den fünften Lauf der Deutschen GT-Meisterschaft und erhält drei Zusatzpunkte für den Gewinn des Pirelli Pole Position Awards. „Das Qualifying war trotz der schwierigen Bedingungen super. Wir haben das kurze Zeitfenster erwischt, in dem die Strecke trocken war und konnten unsere Push-Runde abliefern. Danke an alle, das war eine ganz tolle Teamleistung“, freute sich Mick Wishofer.

Das Zeittraining war bei Streckentemperaturen von 21 Grad auf teilweise feuchter Fahrbahn am Samstagmorgen gestartet worden. Nachdem die Fahrer die Slicks in den ersten drei Runden angewärmt hatten, begann schon früh die Jagd nach der Bestzeit. Hinter dem Pole-Setter Mick Wishofer fuhren Jan Marschalkowski (19/Inning) und Daniel Juncadella (31/E) vom Mercedes-AMG Team ZVO die zweitschnellste Runde und stehen mit dem Mercedes-AMG GT3 Evo #8 in der ersten Startreihe. Dahinter beendeten Jannes Fittje (22/Langenhain) und Jaxon Evans (25/NZ) das Qualifying im Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 44 von ID Racing als Dritte. Ezequiel Perez Companc (27/RA) und Rückkehrer Maximilian Götz (36/Uffenheim) gehen mit dem Mercedes-AMG GT3 Evo #90 von Madpanda Motorsport auf Platz vier in das Samstagsrennen. 

Die Top-Fünf komplettieren Jusuf Owega (20/Köln) und Ricardo Feller (21/CH) im besten Audi R8 LMS GT3 Evo II von Montaplast by Land-Motorsport. Das Team Schubert Motorsport des Führungs-Duos Niklas Krütten (19/Trier) und Ben Green (24/GB) verpokerte sich und griff mit dem BMW M4 GT3 #10 erst in das Geschehen ein, als es zu regnen begann. Das Ergebnis war der letzte Platz. Nicht viel besser erging es den Tagesschnellsten vom Freitag, Elias Seppänen (18/FIN) und Frank Bird (22/GB) vom Mann-Filter Team Landgraf. Auch sie warteten im Mercedes-AMG GT3 Evo #84 zu lange und standen auf verlorenem Posten, als die Niederschläge einsetzten. 

Quelle: adac-motorsport.de

Viele Highlights beim großen DTM-Motorsport-Festival am Norisring

  • DTM-Zukunft: Fossilfreier Kraftstoff und nachhaltige DTM Electric  
  • DTM Norisring powered by BWM M: DTM, DTM Trophy, DTM Classic, BMW M2 Cup, Ferrari Club Deutschland Racing Series, TCR Europe
  • BMW-Pilot Marco Wittmann: „Große Vorfreude auf das Heimrennen“

Wie immer ein Saisonhöhepunkt, das Rennwochenende auf dem Norisring
Foto: Jens Hawrda

Die Vorfreude auf den Saisonhöhepunkt am Norisring (1. bis 3. Juli) ist groß, nicht nur bei Lokalmatador Marco Wittmann. „Ich freue mich sehr darauf, vor heimischer Kulisse und bei dieser tollen Atmosphäre am Norisring zu fahren, das ist immer etwas ganz Besonderes“, sagte der zweimalige DTM-Champion aus Fürth bei der Pressekonferenz des ausrichtenden Motorsport Club Nürnberg (MCN). Dabei verleiht der Podiumsplatz zuletzt in Imola dem BMW-Werksfahrer ein zusätzliches Momentum für das Heimrennen. Die Traditionsserie mit ihrem Rekord-Starterfeld und faszinierenden Rennwagen von Audi, BMW, Ferrari, Lamborghini, Mercedes-AMG und erstmals Porsche steht einmal mehr im Rampenlicht. Mit der Talentschmiede DTM Trophy, den historischen Rennwagen aus der DTM Classic sowie der TCR Europe, dem BMW M2 Cup und der Ferrari Club Deutschland Racing Series sorgen gleich sechs Rennserien für einen vollen Zeitplan und abwechslungsreichen und packenden Motorsport auf dem 2,3 Kilometer langen Kurs.

„Das DTM-Paket mit sechs Rennserien ist hochinteressant, der Zeitplan vollgefüllt – ein absolut attraktives Angebot für die Zuschauer“, äußerte Jürgen Schielein, zweiter Vorsitzender des MCN. „Dazu kommt das familienfreundliche Angebot im Fahrerlager und das besondere Flair am Norisring. Der Vorverkauf läuft bisher ziemlich gut, und die Wetterprognosen sagen Sonne und Temperaturen jenseits der 25 Grad voraus – wir können uns also auf ein heißes Norisring-Wochenende einstellen.“ Noch bis einschließlich Donnerstag (30. Juni) gibt es Eintrittskarten im Vorverkauf via tickets.dtm.com, unter 01806 991166 und via ebay.de, am Rennwochenende sind die Tageskassen geöffnet.

Im Fahrerlager wird auch wieder das futuristische DTM Electric Design Model präsentiert. „Die DTM Electric ist derzeit eines der größten Projekte im Motorsport weltweit, ein langfristiges Projekt mit dem Ziel, die Motorsport-Welt zu verändern und Einfluss auf die Mobilität der Zukunft zu haben“, untermauerte Martin Tomczyk im Rahmen der Pressekonferenz. Mit dem klaren Ziel, einen stärkeren Fokus auf Nachhaltigkeit und Umwelt zu legen, kündigte der DTM Representative Brand & Sport der DTM-Organisation ITR an, dass aktuell hart daran gearbeitet wird, bereits 2023 in der DTM und der DTM Trophy mit einhundert Prozent fossilfreiem Kraftstoff zu fahren. Zudem erklärte der ehemalige DTM-Champion: „Zusammen mit der Stadt Nürnberg und dem MCN soll der Norisring als Leuchtturmprojekt das erste CO2-neutrale DTM-Event werden.“

Als DTM-Spitzenreiter startet der südafrikanische BMW-Pilot Sheldon van der Linde (Schubert Motorsport) am Norisring. Zweiter ist der Italiener Mirko Bortolotti (GRT Lamborghini) vor dem Schweizer Nico Müller (Rosberg Audi). Marco Wittmann ist aktuell Tabellensiebter. Nicht nur für sich selbst hofft Wittmann auf ein erfolgreiches Wochenende. Der 32-Jährige drückt auch seinem Vater Herbert und seinem Bruder Nico die Daumen, die mit einem klassischen BMW-Tourenwagen im DTM Classic Cup an den Start gehen. „In der DTM Classic fahren richtig klasse Rennwagen, die ich mir immer gerne anschaue und auch anhöre“, so der zweimalige DTM-Champion Marco Wittmann.