Samstag, 25. Juni 2022

Viele Highlights beim großen DTM-Motorsport-Festival am Norisring

  • DTM-Zukunft: Fossilfreier Kraftstoff und nachhaltige DTM Electric  
  • DTM Norisring powered by BWM M: DTM, DTM Trophy, DTM Classic, BMW M2 Cup, Ferrari Club Deutschland Racing Series, TCR Europe
  • BMW-Pilot Marco Wittmann: „Große Vorfreude auf das Heimrennen“

Wie immer ein Saisonhöhepunkt, das Rennwochenende auf dem Norisring
Foto: Jens Hawrda

Die Vorfreude auf den Saisonhöhepunkt am Norisring (1. bis 3. Juli) ist groß, nicht nur bei Lokalmatador Marco Wittmann. „Ich freue mich sehr darauf, vor heimischer Kulisse und bei dieser tollen Atmosphäre am Norisring zu fahren, das ist immer etwas ganz Besonderes“, sagte der zweimalige DTM-Champion aus Fürth bei der Pressekonferenz des ausrichtenden Motorsport Club Nürnberg (MCN). Dabei verleiht der Podiumsplatz zuletzt in Imola dem BMW-Werksfahrer ein zusätzliches Momentum für das Heimrennen. Die Traditionsserie mit ihrem Rekord-Starterfeld und faszinierenden Rennwagen von Audi, BMW, Ferrari, Lamborghini, Mercedes-AMG und erstmals Porsche steht einmal mehr im Rampenlicht. Mit der Talentschmiede DTM Trophy, den historischen Rennwagen aus der DTM Classic sowie der TCR Europe, dem BMW M2 Cup und der Ferrari Club Deutschland Racing Series sorgen gleich sechs Rennserien für einen vollen Zeitplan und abwechslungsreichen und packenden Motorsport auf dem 2,3 Kilometer langen Kurs.

„Das DTM-Paket mit sechs Rennserien ist hochinteressant, der Zeitplan vollgefüllt – ein absolut attraktives Angebot für die Zuschauer“, äußerte Jürgen Schielein, zweiter Vorsitzender des MCN. „Dazu kommt das familienfreundliche Angebot im Fahrerlager und das besondere Flair am Norisring. Der Vorverkauf läuft bisher ziemlich gut, und die Wetterprognosen sagen Sonne und Temperaturen jenseits der 25 Grad voraus – wir können uns also auf ein heißes Norisring-Wochenende einstellen.“ Noch bis einschließlich Donnerstag (30. Juni) gibt es Eintrittskarten im Vorverkauf via tickets.dtm.com, unter 01806 991166 und via ebay.de, am Rennwochenende sind die Tageskassen geöffnet.

Im Fahrerlager wird auch wieder das futuristische DTM Electric Design Model präsentiert. „Die DTM Electric ist derzeit eines der größten Projekte im Motorsport weltweit, ein langfristiges Projekt mit dem Ziel, die Motorsport-Welt zu verändern und Einfluss auf die Mobilität der Zukunft zu haben“, untermauerte Martin Tomczyk im Rahmen der Pressekonferenz. Mit dem klaren Ziel, einen stärkeren Fokus auf Nachhaltigkeit und Umwelt zu legen, kündigte der DTM Representative Brand & Sport der DTM-Organisation ITR an, dass aktuell hart daran gearbeitet wird, bereits 2023 in der DTM und der DTM Trophy mit einhundert Prozent fossilfreiem Kraftstoff zu fahren. Zudem erklärte der ehemalige DTM-Champion: „Zusammen mit der Stadt Nürnberg und dem MCN soll der Norisring als Leuchtturmprojekt das erste CO2-neutrale DTM-Event werden.“

Als DTM-Spitzenreiter startet der südafrikanische BMW-Pilot Sheldon van der Linde (Schubert Motorsport) am Norisring. Zweiter ist der Italiener Mirko Bortolotti (GRT Lamborghini) vor dem Schweizer Nico Müller (Rosberg Audi). Marco Wittmann ist aktuell Tabellensiebter. Nicht nur für sich selbst hofft Wittmann auf ein erfolgreiches Wochenende. Der 32-Jährige drückt auch seinem Vater Herbert und seinem Bruder Nico die Daumen, die mit einem klassischen BMW-Tourenwagen im DTM Classic Cup an den Start gehen. „In der DTM Classic fahren richtig klasse Rennwagen, die ich mir immer gerne anschaue und auch anhöre“, so der zweimalige DTM-Champion Marco Wittmann.

Freitag, 24. Juni 2022

2. Freies Training ADAC GT-Masters am Freitag in Zandvoort

Die Mamba beißt im ADAC GT Masters wieder zu

Foto: Jens Hawrda

Die Youngster machen beim ADAC GT Masters weiter die Pace. Der erst 18-jährige Elias Seppänen (FIN) vom Mann-Filter Team Landgraf war am Freitagnachmittag beim zweiten Freien Training in Zandvoort schnellster Pilot und erzielte im Mercedes-AMG GT3 Evo #84 mit 1:34,223 Minuten die absolute Tagesbestzeit. Der junge Finne und sein Fahrerkollege Frank Bird (22/GB) zeigten damit beim Auftakt des dritten Tourstopps der Deutschen GT-Meisterschaft, dass auf dem Dünenkurs in den Niederlanden mit ihnen zu rechnen sein wird. Das junge Duo war erstmalig im gelb-grünen Mamba-Design am Start und biss sofort zu.

Einen erneut starken Eindruck hinterließen Franck Perera (38/F) und Arthur Rougier (22/F) vom Team Emil Frey Racing, die das erste Kräftemessen am Vormittag im Lamborghini Huracán GT3 Evo #19 mit 1:34,467 Minuten gewonnen hatten. In der zweiten, schnelleren Session am Nachmittag steigerte sich die Besatzung noch einmal und wurde mit dem hauchdünnen Rückstand von sieben Tausendstelsekunden Zweiter. Bester Porsche war der Neunelfer von Joel Sturm (20/Brühl) und Sven Müller (30/Bingen), die im Boliden von Allied-Racing mit der Nummer 22 den dritten Platz belegten.

Von Beginn an entwickelte sich beim zweiten Freien Training in Zandvoort ein harter Kampf um die schnellste Runde. Bei Streckentemperaturen von über 35 Grad gab es kein Abtasten, schon früh wurden Bestzeiten gesetzt. Lange Zeit sah das Team Allied-Racing wie der Sieger aus, ehe Elias Seppänen in seiner 22. Runde und Arthur Rougier in seinem 27. Umlauf die Plätze eins und zwei eroberten und den Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 22 auf Rang drei verwiesen. Dahinter wurden Christopher Mies (32/Düsseldorf) und Tim Zimmermann (25/Langenargen) vom Team Montaplast by Land-Motorsport im besten Audi R8 LMS GT3 Evo II Vierte. Jack Aitken (26/GB) und Albert Costa Balboa (32/E) steuerten einen weiteren Lamborghini Huracán GT3 Evo von Emil Frey Racing auf den fünften Platz. Einmal mehr zeigte sich bei der zweiten Session auf dem 4,259 Kilometer langen Nordseekurs die hohe Leistungsdichte in der Deutschen GT-Meisterschaft. Alle Fahrzeuge lagen innerhalb von sieben Zehntelsekunden.

Quelle: adac-motorsport.de

Franck Perera setzt erste Bestzeit am Freitag in Zandvoort

Franck Perera, Lamborghini Huracan GT3 Evo
Foto: Jens Hawrda

Franck Perera (38/F) vom Team Emil Frey Racing hat beim dritten Tourstopp des ADAC GT Masters in Zandvoort die erste Bestzeit markiert. Der Franzose war am Freitagvormittag im ersten Freien Training im Lamborghini Huracán GT3 Evo #19 mit 1:34,467 Minuten schnellster Fahrer und verwies die Paarung Norbert Siedler (39/A) und Simon Reicher (22/A) vom Eastalent Racing Team im Audi R8 LMS GT3 Evo II #54 auf den zweiten Platz.

Einen guten Einstand in der der Deutschen GT-Meisterschaft feierte Lorenzo Ferrari (19/I). Der junge Italiener, der Jonathan Aberdein (24/ZA) im Team Mann-Filter Team Landgraf ersetzt, wurde zusammen mit seinem Fahrerkollegen Raffaele Marciello (27/I) im Mercedes-AMG GT3 Evo mit der Startnummer 48 Dritter. Rang vier belegte die Kombination Jan Marschalkowski (19/Inning) und Daniel Juncadella (30/E) im Mercedes-AMG GT3 Evo #8 vor Patric Niederhauser (30/CH) und Luca Engstler (22/Wiggensbach) im Audi R8 LMS GT3 Evo II mit der Startnummer 15 vom Team Rutronik Racing.

Kühle Temperaturen empfingen die Fahrer am Freitagvormittag auf dem Dünenkurs in Zandvoort. Auf feuchter Strecke dauerte es mehrere Runden lang, ehe die Fahrer die Reifen auf die optimale Arbeitstemperatur bringen konnten. Im 28. Umlauf fuhr Frank Perera, der sich das Cockpit des Lamborghini mit Arthur Rougier (22/F) teilt, die schnellste Zeit, die von keinem Piloten mehr unterboten wurde. Das Team ID Racing verkündete einen Neuzugang. Jannes Fittje (22/Langenhain) wird künftig zusammen mit Jaxon Evans (25/AUS) im Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 44 im ADAC GT Masters auf Punktejagd gehen.


Quelle: adac-motorsort.de

Verstappen drückt die Daumen: Niederländer wollen beim Heimspiel glänzen

  •  Nicky Catsburg hat vor heimischem Publikum einen Podiumsplatz im Visier
  •  Thierry Vermeulen will unter die Top Ten und setzt auf den Rat von Max Verstappen
  •  Dünenkurs im niederländischen Zandvoort ist dritte Station der Deutschen GT-Meisterschaft

Thierry Vermeulen setzt auf den Rat von Formel-1-Weltmeister Max Verstappen
Foto: ADAC-Motorsport


Das ADAC GT Masters zieht ans Meer. Die Deutsche GT-Meisterschaft macht vom 24. bis 26. Juni für den dritten Saisonstopp auf dem Circuit Zandvoort Halt, der nur einen Steinwurf weit von der Nordseeküste entfernt liegt. Der Dünenkurs in den Niederlanden genießt bei Zuschauern und Fans Kultstatus und ist für zwei Piloten des Starterfeldes ein ganz besonderes Saison-Highlight. Der 19 Jahre alte Niederländer Thierry Vermeulen und BMW-Werksfahrer Nicky Catsburg haben in Zandvoort ein Heimspiel und wollen zusammen mit den Fans, der Familie, Freunden und Bekannten ein Motorsport-Fest feiern. Vermeulen kann dabei auf Tipps von Formel-1-Weltmeister Max Verstappen setzen.

Nicky Catsburg hat als Gaststarter im ADAC GT Masters bereits Erfahrungen auf seinem Heimatkurs gesammelt und wurde in Zandvoort 2015 zusammen mit Albert von Thurn und Taxis in einem Lamborghini Zweiter. In diesem Jahr teilt er sich als permanenter Fahrer das Cockpit eines BMW M4 GT3 mit seinem Werksfahrerkollegen Jesse Krohn (31/FIN) und peilt mit dem Team Schubert Motorsport einen Platz auf dem Treppchen an. „Wir müssen das richtige Fahrzeug-Setup finden, dann ist ein Podium oder auch mehr möglich. Wir dürfen uns keine Fehler erlauben, denn das ADAC GT Masters ist eine der besten GT-Serien überhaupt. Und als Tabellenvierte haben wir natürlich die Meisterschaft im Visier“, erklärt der 34-Jährige, für den der Start vor seiner Familie, den Freunden und den niederländischen Fans eine Portion Extra-Motivation bedeutet.

Von einem Heimvorteil will Nicky Catsburg jedoch nicht reden. „Ich habe nicht so viele Rennen in Zandvoort bestritten, sodass ich dort kein absoluter Experte bin. Es ist eine Old-School-Strecke mit verrückten Banking-Kurven, auf denen wir den Zuschauern fantastischen Motorsport bieten wollen“, erklärt er und räumt gleichzeitig mit einem Vorurteil auf. „Viele sagen, dass der Sand aus den Dünen, der auf die Strecke geweht wird, ein großes Problem darstellt. Ich habe davon nie etwas bemerkt.“

Sein Landsmann Thierry Vermeulen war bereits mit verschiedenen Serien in Zandvoort zu Gast und belegte dort 2021 im Porsche Carrera Cup Benelux Platz zwei. In diesem Jahr startet der 19-Jährige zum ersten Mal im ADAC GT Masters und will seinen Landsleuten als Lokalmatador zusammen mit dem Werkspiloten Mattia Drudi (23/I) am Steuer eines Audi R8 LMS GT3 Evo II von Car Collection Motorsport „eine tolle Show“ bieten. Der junge Niederländer kann dabei nicht nur auf die Erfahrung seines Fahrerkollegen zurückgreifen, sondern auch auf die Ratschläge seines schnellen Landsmannes Max Verstappen. Mit dem Formel-1-Weltmeister ist Thierry Vermeulen aufgewachsen, sein Vater Raymond ist Verstappens Manager. „Ich hole mir von Max häufig Tipps und speziell in Zandvoort weiß er, wie man gewinnt. Zudem unterstützt er mich, indem er Content von mir auf seiner Webseite teilt. Aber ich muss meinen eigenen Weg finden und eine so starke Serie wie das ADAC GT Masters hilft mir dabei sehr.“

Der Lauf an der Nordsee ist für Vermeulen das Saison-Highlight: „Ich liebe den technisch anspruchsvollen Circuit Zandvoort. Er hat High-Speed-Passagen, Banking-Kurven und ist ein Old-School-Kurs, der keine Fehler verzeiht. Die modernen Strecken haben breite asphaltierte Auslaufzonen, dort kann man mehr Risiko nehmen. In Zandvoort landet man im Kies oder an einer Mauer, wenn man es übertreibt. Und dann ist das Rennen meistens vorbei“, erklärt Thierry Vermeulen, der auf seiner Heimstrecke aber keine Wunderdinge verspricht. „Das ADAC GT Masters ist eine unheimlich starke und ausgeglichene Serie mit erstklassigen Marken und extrem schnellen Fahrern. Ich bin im dritten Jahr als professioneller Motorsportler aktiv, will auf meiner Heimstrecke ein paar Schritte nach vorn machen und weiter lernen. Ein einstelliger Platz wie in Oschersleben wäre ein Erfolg. Voraussetzung dafür ist ein Qualifying-Ergebnis unter den Top Ten.“


Novum am Norisring: DTM-Qualifying in zwei Gruppen

  •  Freie Fahrt zur Bestzeit auf dem nur 2,3 km langen Stadtkurs in Nürnberg
  •  Faire Bedingungen für das Rekord-Starterfeld der DTM
  •  Fanspektakel: DTM-Saisonrennen sieben und acht am ersten Juli-Wochenende

Foto: Jens Hawrda

Ungehinderter Sprint zur Pole-Position: Beim DTM Norisring powered by BMW M bestreitet das Rekord-Starterfeld der Traditionsserie das Qualifying ausnahmsweise in zwei Gruppen. Damit schafft die DTM-Organisation ITR für alle 29 Piloten die Voraussetzung für eine möglichst freie Runde bei der Jagd nach der Pole-Position und dem besten Startplatz auf dem nur 2,3 Kilometer langen Stadtkurs in Nürnberg. Am ersten Juli-Wochenende (1. bis 3. Juli) trägt die DTM die Saisonrennen sieben und acht in der Franken-Metropole aus. Eintrittskarten für das traditionelle Motorsport-Spektakel mit der hochkarätigen DTM, der Talentschmiede DTM Trophy und dem historischen DTM Classic Cup, dem Markenpokal BMW M2 Cup sowie der TCR Europe Series und der Ferrari Club Deutschland Racing Series sind online unter tickets.dtm.com, über die Hotline 01806 991166 und auch via ebay.de erhältlich.

„Faire Bedingungen – das ist das Ziel dieser Ausnahme“, bekräftigt Frederic Elsner, Director Event & Operations der ITR. „Durch das Luxusproblem der großen Anzahl der Autos waren wir zur Aufteilung gezwungen. Mit der jetzigen Variante erhält jeder Fahrer bestmögliche Bedingungen für die Zeitenjagd auf dieser kurzen Rennstrecke. Für Gerechtigkeit sorgt der Tausch der Reihenfolge der beiden Gruppen für das zweite Qualifying am Sonntag. Die Zuschauer können sich auf einen offenen, ungehinderten Schlagabtausch um die Pole-Position freuen.“

Das Prozedere sieht wie folgt aus: Das Starterfeld wird zu Beginn des Events, anhand des zu diesem Zeitpunkt gültigen Punktestands der Fahrerwertung, in zwei Qualifying-Gruppen (A und B) aufgeteilt und für die Qualifying-Sessions am Samstag und Sonntag nicht mehr geändert. Die Fahrer auf den ungeraden Positionen in Gruppe A, die auf den geraden Positionen in Gruppe B. Am Samstagvormittag geht zunächst die Gruppe A in das 20-minütige Qualifying A, nach einer fünfminütigen Pause folgt das gleichlange Qualifying B. Die Zeitschnellsten je Gruppe gehen aus der ersten Startreihe ins Rennen, wobei der Fahrer mit der besten Zeit sich wie üblich die Seite für die Pole-Position aussuchen darf und sich die Fahrer seiner Gruppe dahinter aufreihen. Die Meisterschaftspunkte für das Qualifying (drei, zwei, ein Punkt(e)) werden wie gewohnt an die Startpositionen eins bis drei vergeben. Zum zweiten Qualifying am Sonntag ändert sich die Reihenfolge, dann startet zuerst Gruppe B und im Anschluss Gruppe A.

„Es gab einen regen und guten Austausch mit den Fahrern und den Teams“, berichtet Layla Wagener, ITR-Managerin Competition & Technology und damit unter anderem zuständig für das Reglement. „Unter Federführung von Renndirektor Scot Elkins wurde die Qualifying-Situation für den Norisring mit allen Beteiligten diskutiert und am Ende eine faire Lösung gefunden.“ Das resultierende Bulletin ist bereits vom Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) als verantwortliche Sportbehörde genehmigt worden.