Mittwoch, 18. Mai 2022

ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring

 GT-Gipfeltreffen in den Alpen

  •     Fünf Österreicher am Start / McLaren kehrt in das ADAC GT Masters zurück
  •     GT-Festival: GT2-, GT3-, GT4-Klassen und Porsche Carrera Cup in Österreich
  •     NITRO sendet live am Samstag und Sonntag ab 12:30 Uhr aus Spielberg

Foto: Jans Hawrda

Der Red Bull Ring wird vom 20. bis 22. Mai Schauplatz eines Motorsport-Spektakels. Auf dem Alpenkurs in der Steiermark geht das ADAC GT Masters mit einer Premiere in die zweite Runde: Der McLaren 720S GT3 debütiert mit dem ehemaligen Formel-1-Fahrer Christian Klien (39/A) in der Deutschen GT-Meisterschaft, im hochkarätigen Fahrerfeld sind damit drei ehemaligen Grand-Prix-Piloten vertreten. Das Österreich-Gastspiel des ADAC GT Masters wird ein GT-Gipfeltreffen mit den Supersportwagen der Fanatec GT2 European Series, in welcher der 734 PS starke Mercedes-AMG GT Track Series sein Renndebüt gibt, der ADAC GT4 Germany und dem Porsche Carrera Cup Deutschland mit einem Feld von über 30 Porsche 911 GT3 Cup. TV-Partner NITRO überträgt die Rennen des ADAC GT Masters live am Samstag und Sonntag jeweils ab 12:30 Uhr.


Keyfacts, Red Bull Ring, Spielberg, Läufe 3 und 4 von 14 Saisonrennen

Streckenlänge: 4.318 Meter
Layout: 10 Kurven (sieben Rechts-, drei Linkskurven), im Uhrzeigersinn befahren
Sieger 2021, Rennen 1: Michael Ammermüller/Mathieu Jaminet (SSR Performance, Porsche 911 GT3 R)
Sieger 2021, Rennen 2: Jeffrey Schmidt/Marvin Kirchhöfer (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R)

Der Kampf um die Spitze

Den zweiten Tourstopp des ADAC GT Masters nimmt Jusuf Owega (20/Köln) im Audi R8 LMS GT3 Evo II #29 als Tabellenführer in Angriff. Der junge Fahrer vom Team Montaplast by Land-Motorsport, der sich in Spielberg das Cockpit mit Dries Vanthoor (24/B) teilt, holte beim Auftakt in Oschersleben den 49. Sieg für Audi im ADAC GT Masters und will auf dem Red Bull Ring Triumph Nummer 50 folgen lassen. Allerdings spricht die Statistik gegen die erfolgreichste Marke der Deutschen GT-Meisterschaft. Noch nie stand ein Audi auf dem Alpenkurs ganz oben auf dem Treppchen. Auch Mercedes-AMG wartet auf den ersten ADAC GT Masters-Erfolg in Spielberg. Die Gesamtzweiten Jonathan Aberdein (24/ZA) und Raffaele Marciello (27/I) könnten diese Durststrecke mit einem Sieg der „Mamba“ auf dem schnellsten Kurs im Kalender beenden. Mit drei ersten Plätzen war BMW in den vergangenen drei Jahren Ton angebend auf dem Red Bull Ring, an diese Erfolge möchte das Team Schubert Motorsport mit dem neuen BMW M4 GT3 anknüpfen.

Das Alpen-Quintett

Fünf Lokalmatadore gehen bei ihrem Heimspiel in Spielberg an den Start und wollen die Nationalfarben vor dem beeindruckenden Alpenpanorama würdig vertreten. Dabei haben Mick Wishofer (22/Wien), Klaus Bachler (30/Unzmarkt), Norbert Siedler (39/Wildschönau) und Simon Reicher (22/Kirchberg bei Mattighofen) kurzfristig eine enorme Verstärkung erhalten. Ex-Formel-1-Pilot Christian Klien (39/A) komplettiert das Alpen-Quintett und feiert mit dem Gaststart von JP Motorsport seinen ersten Einsatz in der Deutschen GT-Meisterschaft. Und das mit einem Kultauto, denn der Österreicher teilt sich zusammen mit Dennis Lind (29/DK) das Cockpit eines McLaren 720S GT3.

Starkes Rahmenprogramm

Fans dürfen sich beim Österreich-Gastspiel des ADAC GT Masters auf die Premiere der Fanatec GT2 European Series freuen, dazu ist der Porsche Carrera Cup Deutschland ab nun an bei allen ADAC GT Masters-Rennwochenenden am Start. Die ADAC GT4 Germany und die ADAC TCR Germany komplettieren das umfangreiche Rahmenprogramm. Auf einen Blick hinter die Kulissen dürfen sich Fans am Samstag ab 10 Uhr und am Sonntag ab 10:20 Uhr beim Pitwalk freuen, Autogrammjäger sollten sich die „Meet the Drivers“ Sessions am Samstag um 12 und um 15 Uhr auf der Event-Bühne im Fahrerlager vormerken.

DTM Trophy mit hochkarätigem Starterfeld und noch internationaler

 Saisonauftakt auf dem Lausitzring

  •  Dritte Saison für die Talentschmiede der DTM
  •  Elf Nationen, 20 Rennwagen, sechs Marken
  •  Neuer TV-Partner: ServusTV berichtet live im Stream und zeitversetzt im Fernsehen

E. Cauhaupé (FRA), Mercedes-AMG, BWT Mücke © DTM  


Die Anziehungskraft der DTM wirkt auch in der Talentschmiede DTM Trophy: Fahrer aus elf Nationen bilden am Wochenende (20.-22. Mai) das Starterfeld beim Saisonauftakt auf dem Lausitzring Turn 1 powered by Autohero. 20 seriennahe GT-Sportwagen von sechs Automobil-Herstellern – Aston-Martin, Audi, BMW, Mercedes-AMG, Porsche und Toyota – starten am Samstag und Sonntag jeweils um 15.15 Uhr MESZ zu den ersten zwei von insgesamt 14 Rennen der DTM Trophy 2022.

„Das Starterfeld der DTM Trophy ist nicht nur international, sondern auch hochkarätig. Schon die Testfahrten in Hockenheim haben einen ersten Vorgeschmack geliefert, wie eng das Starterfeld beieinander liegt und wie hartumkämpft diese Serie sein wird“, sagt Martin Tomczyk. Der ehemalige DTM-Champion ist seit Jahresbeginn als DTM Representative Brand & Sports bei der DTM-Organisation ITR unter anderem für das Serienmanagement der DTM Trophy verantwortlich. „Dass die DTM Trophy, die 2020 erstmals ausgerichtet wurde, ein so großes internationales Ansehen genießt, ist im Wesentlichen auf die Strahlkraft der professionellen DTM-Plattform zurückzuführen. Zudem verfügen die DTM Trophy wie die DTM über die gleiche DNA: ein Fahrer, ein Auto. Das macht beide Serien so einzigartig.“

Die Talentschmiede DTM Trophy wird auch in ihrer dritten Saison live übertragen. Alle 14 Rennen zeigt der neue Partner ServusTV live auf seiner Video- und Streaming-Plattform ServusTV On (servustv.com), im Fernsehprogramm von ServusTV werden die beiden Rennen in der Lausitz am Samstag von 16:50 bis 17:35 Uhr und am Sonntag von 16:55 bis 17:40 Uhr MESZ übertragen.

Mit acht Fahrern kommen die meisten Fahrer aus Deutschland, drei Piloten aus den USA sowie je einer aus Australien, Bulgarien, Brasilien, Spanien, Finnland, Frankreich, Mosambik, den Niederlanden und Südafrika.. Als einzige Rennfahrerin im Feld startet Sophie Hofmann (GER) in ihre zweite Saison. Bemerkenswert: Aus dem BMW M2 Cup, dem Markenpokal für Einsteiger auf der DTM-Plattform, haben vier Fahrer den Sprung in die DTM Trophy geschafft: Louis Henkefend (GER) als Cup-Gewinner sowie Colin Caresani (NLD), Nick Hancke (GER) und Rodrigo Dias Almeida (Mosambik).

Zwei Fahrer aus dem 2022-er Starterfeld haben bereits Siege in der DTM Trophy erzielt, zum einen der erst 17-jährige Theo Oeverhaus (GER), der weiterhin einen BMW M4 von Walkenhorst Motorsport steuert, sowie Tim Heinemann (GER), der erste Champion der DTM Trophy, der im Toyota Supra von Ring-Racing startet. Heinemann zählt genau wie Moritz Löhner (GER) zu jenen Fahrern, die vom Sim-Racing erfolgreich in den realen Motorsport gewechselt sind. Löhner, DTM Esports Champion von 2021, erzielte 2021 zwei Podiumsplatzierungen in der DTM Trophy und startet in dieser Saison unverändert im BMW M4 von FK Performance Motorsport. Ben Green, Champion der DTM Trophy 2021,  absolvierte in Portimão einen Test im Mercedes-AMG des HRT-Teams und empfahl sich damit für die DTM 2023.

Dass die DTM-Plattform nicht nur hohes Ansehen genießt, sondern auch wertvolle Synergie-Effekte bietet, nutzen in dieser Saison gleich vier Teams aus der DTM. Neben Walkenhorst Motorsport (BMW) sind erstmals auch KÜS Team Bernhard (Porsche), BWT Mücke Motorsport (Mercedes-AMG) und T3 Motorsport (Audi) sowohl in der DTM als auch in der DTM Trophy am Start.

Dienstag, 17. Mai 2022

Vorschau: IDM in die Motorsport Arena Oschersleben

Foto: Jens Hawrda

Das große IDM-Spektakel in der Motorsport Arena Oschersleben steht vor der Tür. Vom 20. bis 22. Mai 2022 gastiert Deutschlands höchste Motorradmeisterschaft in der Magdeburger Börde. Zwei Wochen nach dem Saisonauftakt auf dem Lausitzring geht es in Oschersleben wieder um wichtige Meisterschaftspunkte. Die Saison ist noch jung und mit zwei Rennen je Klasse gibt es ausreichend Gelegenheiten sich von seinen Gegnern abzusetzen, oder zumindest es zu versuchen.


Was passiert in der IDM Superbike? Bekommt der dreifache deutsche Meister Markus Reiterberger jetzt in Form von Florian Alt seinen Gegner? Die Spannung in der Königsklasse des deutschen Motorradrennsports könnte nicht größer sein. Die beiden BMW-Fahrer waren zum Saisonauftakt auf dem Lausitzring als Titelfavoriten in die Saison gestartet. Während Reiterberger (BCC-alpha-Van Zon-BMW) ohne große Anstrengungen einen lupenreinen Doppelsieg ablieferte, blieb Alt (Wilbers-BMW) bereits in der Anfangsphase in beiden Läufen mit technischen Problemen auf der Strecke.

Doch nun steht Alt erneut am Start und die Probleme an seinem Motorrad scheinen behoben zu sein. Er war am vergangenen Wochenende im Rahmen des Thüringer Motorsport Meetings auf dem Schleizer Dreieck testen und hat in diesem Zug auch gleich ein Rennen gewonnen. Den Gewinn des Titels in der IDM Superbike hat der 26-Jährige nach dem desaströsen Saisonbeginn nun nicht auf dem Zettel, das Siegen dagegen schon. Und Reiterberger kennt seinen Gegner, wenn er sagt: „Im Trockenen ist Flo eine Macht.“

Jan Mohr, der österreichische Teamkollege von Reiterberger, konnte sich beim Saisonauftakt den ersten Podiumsplatz in seiner fünfjährigen Superbike-Karriere sichern. Er hofft in Oschersleben auf eine Wiederholung. Der 24-Jährige will seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung verteidigen. Julian Puffe (GERT56) hat auf dem gleichen Fabrikat aber nur einen einzigen Punkt Rückstand. Wie Florian Alt trainierte der 26-jährige Rennfahrer aus Schleiz am vergangenen Wochenende auf seiner Hausstrecke. Mit Bastien Mackels, dem Tabellen-Vierten, kommt Abwechslung ins Spiel. Er sitzt den drei BMW-Fahrern an der Spitze mit der grünen Weber-Kawasaki im Nacken. Mit Honda und Yamaha sind noch zwei weitere starke Marken, die man nicht unterschätzen sollte in der IDM-Königsklasse am Start. Die Teilnehmer selbst kommen aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Polen, Österreich und sogar aus Japan. Die IDM Superbike ist bekannt dafür, dass die Spitze auf Weltklasseniveau fährt.

In der von Yamaha dominierten Supersport-Klasse reist Max Enderlein als Spitzenreiter nach Oschersleben. Der 25-jährige Sachse spekuliert auf seinen dritten Titelgewinn, bekommt aber Gegenwind von Thomas Gradinger aus Österreich. Der ebenfalls 25-Jährige ist ein Ex-WM-Fahrer, der in der IDM neuen Anlauf für die Fortsetzung seiner WM-Laufbahn nehmen will. Die IDM Supersport hat sich dafür als Sprungbrett hervorragend bewährt. Eine  Überraschung hatte zuletzt Rookie Luca de Vleeschauwer parat. Er ist als Gesamt-Dritter des letzten Jahres aus der Nachwuchsklasse Supersport 300 in die höhere IDM Supersport aufgestiegen und stürmte zum Saisonauftakt mit 135 PS statt wie bisher mit 50 PS auf Anhieb aufs Siegerpodest. Den Namen des Kawasaki-Fahrers aus Belgien sollte man sich merken.

Die Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 beinhaltet immer eine extra Prise an Action. Nicht selten werden die Rennen erst in der letzten Kurve entschieden, gerne auch im Foto-Finish. Spitzenreiter Marvin Siebdrath (Füsport - RT Motorsports by SKM-Kawasaki) kam auf seiner Kawasaki auf dem Lausitzring mit nur 0,136 Sekunden Vorsprung vor Scott Deroue (Freudenberg KMT - Paligo Racing) ins Ziel. Schafft es der Sachse in Oschersleben erneut vor dem Ex-Vizeweltmeister, der nicht nur wie er den IDM-Titel holen soll, sondern auch die neue Generation der KTM RC 390 R entwickelt wird, anzukommen? Und welche Rolle spielt Leo Rammerstorfer in der Magdeburger Börde? Der junge Österreicher zeigte vor zwei Wochen auf seiner KTM einen deutlichen Aufwärtstrend und ist derzeit Tabellen-Zweiter.

Nicht am Start ist diesmal Lennox Lehmann, der jüngste Meister aller Zeiten in der kleinsten IDM-Klasse. Mit 16 Jahren ist der Senkrechtstarter 2022 in die Supersport-Weltmeisterschaft aufgestiegen. Gleich beim ersten Rennen fuhr er aufs Podium. Wenn es keine Terminüberschneidungen gibt, startet der Dresdner auch weiterhin in der IDM. Der Grund: Das ausgeglichene Fahrerfeld auf KTM, Yamaha und Kawasaki sorgt für Herzklopfen. Neben Schnelligkeit und Rennintelligenz zählt zum Erreichen des Titels vor allem die Konstanz während der ganzen Saison.

IDM - das ist Motorsport am laufenden Band und eine Serie zum Anfassen. Im Rahmenprogramm sorgen der Yamaha R3 bLU cRU Cup, der Northern Talent Cup, der Pro Superstock Cup und der Twin Cup für eine fesselnde Unterhaltung. Das Beste ist: So nah wie bei der IDM kommen die Fans sonst nirgendwo an die Akteure heran. Der Zugang zum Fahrerlager ist beim Kauf eines Eintrittstickets inklusive. Besonders beliebt ist der IDM-Pitwalk am Sonntag, bei dem die Boxengasse geöffnet wird und die IDM-Stars Autogramme geben.

Weltpremiere mit 734 PS

 Neuer Mercedes-AMG GT Track Series mit Renndebüt am Red Bull Ring

  •     Renndebüt für streng limitierten Supersportwagen in der Fanatec GT2 European Series
  •     Rennsportlegende Bernd Schneider fährt gemeinsam mit Stéphane Ratel

Renndebüt im Rahmen des ADAC GT Masters: Mercedes-AMG GT Track Series
Foto: ADAC-Motorsport
 
 

Hochkarätige Weltpremiere beim ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring vom 20. bis 22. Mai: In der Fanatec GT2 European Series, die in Österreich erstmals im Rahmen der Deutschen GT-Meisterschaft startet, feiert ein hochkarätiger neuer Supersportwagen sein Renndebüt. Der 734 PS starke und auf 55 Exemplare limitierte Mercedes-AMG GT Track Series startet in der GT2-Serie und wird von einem prominenten Fahrerduo gesteuert: Ex-Formel-1-Pilot und Rennlegende Bernd Schneider steuert den Mercedes-AMG zusammen mit Stephane Ratel, dem Gründer und CEO der SRO Motorsports Group und Initiator der GT3-, GT2- und GT4-Klassen. Der ADAC kooperiert seit vielen Jahren in vielen Bereichen eng mit der SRO Motorsports Group.

Mit dem Renndebüt des Mercedes AMG GT Track Series sind im Rahmen des ADAC GT Masters in Österreich drei Fahrzeuge auf Basis des Mercedes-AMG GT am Start: das GT3-Modell im ADAC GT Masters, die GT4-Version in der ADAC GT4 Germany und die neue Track Series in der Fanatec GT2 European Series. Der Start des exklusiven Sportwagens erfolgt auf Initiative der SRO Motorsports Group. Für den für Trackdays und Clubsports-Events vorgesehenen Sportwagen ist es zum Abschluss der umfangreich Test- und Entwicklungsphase ein ausgiebiger Probelauf unter Rennbedingungen. Aufgrund der exklusiven Limitierung wird dies auch eine der wenigen Möglichkeiten sein, den Mercedes-AMG GT Track Series hautnah erleben zu können. Eingesetzt wird der Mercedes-AMG in Österreich von SPS Automotive Performance.

„Ich freue mich sehr auf diesen Einsatz“, sagt Bernd Schneider. „Gemeinsam mit Stéphane Ratel und SPS automotive performance den Mercedes-AMG GT Track Series unter Wettbewerbsbedingungen bewegen zu dürfen, ist eine großartige und einmalige Gelegenheit. Mercedes-AMG hat ein tolles Fahrzeug konstruiert, welches die langjährige Erfahrung im Motorsport und in der Entwicklung von Performancefahrzeugen miteinander vereint.“

Montag, 16. Mai 2022

Die Tourenwagen-Historie lebt: DTM Classic Cup debütiert am Lausitzring

  •  Legendäre Tourenwagen aus der DTM der Achtziger und Neunziger
  •  Altstars geben beherzt Vollgas: Kris Nissen, Marc Hessel, Olaf Manthey, Stefan Mücke
  •  Wie DTM und DTM Trophy: Rennen zum DTM Classic Cup am Samstag und Sonntag

Tourenwagen der Achtziger und Neunziger sind am Lausitzring am Start
Foto: Jens Hawrda


Die DTM ist Deutschlands traditionsreichste Rennserie, die in diesem Jahr bereits die 36. Saison austrägt. Wenn die DTM vom 20. bis 22. Mai mit einem Rekord-Starterfeld zum ersten Saisonrennen in Deutschland auf dem Lausitzring Turn 1 powered by Autohero startet, feiert auch der DTM Classic Cup Premiere. Diese neue Rennserie mit legendären Tourenwagen aus der DTM-Ära zwischen 1984 und 2007 richtet die DTM-Organisation ITR auf der hochkarätigen DTM-Plattform aus und bietet damit den Motorsport-Enthusiasten einen zusätzlichen Leckerbissen neben der Top-Liga DTM, der Talentschmiede DTM Trophy und dem Einsteiger-Markenpokal BMW M2 Cup sowie weiteren Rennserien. Den DTM Classic Cup gibt es jeweils im Doppelpack, mit zwei spannenden Rennen am Samstag und am Sonntag. Die Tourenwagen-Historie lebt auch im Fahrerlager auf, wo es nicht nur die PS-Schätze aus nächster Nähe zu bewundern gibt, sondern auch so mancher Altstar aus früheren DTM-Zeiten zum Plauschen und für Autogramme anzutreffen ist.

„Historische Rennwagen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Daher ist es nur logisch, dass wir mit der DTM Classic das hochkarätige Programm an DTM-Rennwochenenden ergänzen und damit auch die einzigartige Historie der DTM wertschätzen“, sagt Peter Oberndorfer. Der ehemalige DTM-Pilot ist seit dem Vorjahr Serienmanager der ITR für die DTM Classic. „Mit Spannung erwarten wir die Premiere des DTM Classic Cup auf dem Lausitzring mit dem spektakulären Turn 1.“

Bei der DTM am Lausitzring Turn 1 powered by Autohero werden gleich vier ehemalige DTM-Piloten im neuen DTM Classic Cup mitmischen und zeigen, dass sie auch im fortgeschrittenen Alter immer noch beherzt Gas geben können und vom alten Kampfgeist nichts verloren haben. Dazu zählt beispielsweise Kris Nissen, der vor allem mit BMW, aber auch mit Alfa Romeo und ABT-Audi in der DTM antrat. Mit einem BMW M3 E30, dem erfolgreichen DTM-Klassiker des Münchner Herstellers, kehrt der Däne auf die DTM-Bühne zurück. Eingesetzt wird der BMW von Schnitzer Classic, mit dem Stefen und Yannik Trautwein das Erbe des erfolgreichen Teams Schnitzer Motorsport fortführen.

Auch Olaf Manthey, der Rheinländer mit dem markanten Zwirbelbart, meldet sich auf der DTM-Bühne zurück und startet zusammen mit Jürgen Schumann im BMW 635 CSi. Mit diesem Fahrzeugtyp wurde Volker Strycek 1984 der erste DTM-Champion. Manthey selbst steuerte einen Rover Vitesse zweimal zum DTM-Vize-Titel. Und auch Marc Hessel setzt im DTM Classic Cup auf BMW. Der Vizemeister von 1987 erhält ab dem zweiten Lauf zum DTM Classic Cup vom 1 bis 3. Juli auf dem Norisring prominente Verstärkung im Cockpit durch den ehemaligen DTM-Piloten Leopold Prinz von Bayern.

Auf dem Lausitzring, bei dem die legendären Tourenwagen ebenso wie die DTM-Boliden durch den spektakulären Turn 1, die überhöhte erste Kurve, fahren werden, startet Stefan Mücke nicht nur als Lokalmatador, sondern gleich auf zwei Fahrzeugen. Der Berliner, der mit seinem Vater Peter Mücke im eigenen Team Klassiker unterschiedlichen Marken aufbereitet, startet mit Ronny Scheer in einem Ford Sierra Cosworth RS500. Mit einem solchen Fahrzeug gewann Klaus Ludwig 1988 seinen ersten von drei Titeln. Mit seinem zweiten Einsatzfahrzeug will Stefan Mücke für eine Überraschung sorgen.

Während der zweimalige DTM-Champion Marco Wittmann mit der Startnummer 11 im neuen BMW M4 GT3 in der DTM Siege anpeilt, mischt Vater Herbert Wittmann im BMW M3 E30 im DTM Classic Cup mit. Mit zwölf Fahrzeugen stellt BMW den Löwenanteil am Starterfeld. Ebenfalls im DTM Classic Cup dabei ist TV-Star Tim Schrick, der sich mit Klaus Hoffmann das Cockpit eines Opel Astra V8 Coupé teilt. Mit diesem Fahrzeug-Typ wurde Manuel Reuter, heute Sportdirektor im Lamborghini-Team Grasser Racing in der DTM, im DTM-Comeback-Jahr 2000 Vizemeister.