Mittwoch, 20. April 2022

ADAC GT Masters startet in Oschersleben in die 16. Saison

  • Hochklassiges Fahrerfeld beim Auftakt der Deutschen GT-Meisterschaft in Oschersleben
  • Premiere: ADAC GT Masters setzt als erste deutsche Serie auf umweltschonenden Kraftstoff
  • NITRO zeigt alle Rennen live samstags und sonntags ab 12.30 Uhr

Foto: Jens Hawrda

Das Warten hat ein Ende, das ADAC GT Masters meldet sich vom 22. bis 24. April in der Motorsport Arena Oschersleben bei Magdeburg aus der bisher kürzesten Winterpause zurück. Das hochkarätig besetzte Feld der Deutschen GT-Meisterschaft startet mit einer Premiere in die 16. Saison: Als erste deutsche Rennserie setzt das ADAC GT Masters in den bis zu 600 PS starken Supersportwagen von fünf Marken auf einen umweltschonenden Kraftstoff und übernimmt dabei eine Vorreiterrolle. NITRO zeigt den Saisonstart des ADAC GT Masters Samstag und Sonntag ab 12.30 Uhr live, online gibt es die Rennen bei RTL+ und auf adac.de/motorsport zu sehen. Tickets gibt es ab 28 Euro online unter adac.de/motorsport. ADAC Mitglieder sparen im Online-Vorverkauf 10 %, Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.

Ex-Champions, Werksfahrer und junge Talente kämpfen um Siege und Punkte

Das hochklassige Fahrerfeld besteht aus rund 20 Werkspiloten und erfolgreichen GT-Assen, die mit Erfahrung aus der Formel 1, WEC und IMSA an den Start gehen. Junge ehrgeizige Talente wollen mit den Supersportwagen der Marken Audi, BMW, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche in einer der stärksten GT-Ligen überhaupt wertvolle Erfahrungen sammeln. Davon gehen 14 gleichzeitig bei der Pirelli-Junior-Wertung auf Punktejagd. Das Team Schubert Motorsport, nur 500 Meter Luftlinie von der Motorsport Arena Oschersleben entfernt ansässig, will den Heimvorteil beim Saisonstart für sich nutzen. Der Lokalmatador greift mit zwei BMW M4 GT3 an und setzt dabei auf zwei Werksfahrer sowie ein Youngster-Duo.

Sieben ehemalige ADAC GT Masters-Champions machen an sieben Rennwochenenden in Deutschland, Österreich und den Niederlanden Jagd auf einen weiteren Titel in der Deutschen GT-Meisterschaft. Zu den Favoriten gehört der aktuelle Meister Christopher Mies (32/Düsseldorf), der mit Tim Zimmermann (25/Lochau) erneut für Montaplast by Land-Motorsport einen Audi R8 LMS GT3 Evo II steuert. Sein erfolgreicher Fahrerkollege von 2021 Ricardo Feller (21/CH) hat das Cockpit gewechselt und geht zusammen mit Nachwuchspilot Jusuf Owega (20/Köln) für dasselbe Team an den Start. Auch Christian Engelhart (35/Starnberg) und Ayhancan Güven (24/TR) im Porsche 911 GT3 R von Joos Sportwagentechnik oder Raffaele Marciello (27/I) und Jonathan Aberdein (24/ZA) im Mercedes-AMG GT3 Evo vom Mann-Filter Team Landgraf haben gute Erfolgsaussichten. Ebenfalls ein Wörtchen im Titelkampf mitreden möchten die Fahrer der Teams Emil Frey Racing und T3-Motorsport in ihren Lamborghini Huracán GT3 Evo.

Nachhaltigkeit an allen Rennstrecken

Neben der spektakulären Rennaction bestimmt Nachhaltigkeit die 16. Saison des ADAC GT Masters. Erstmals wird der neue innovative Kraftstoff „Shell Blue Gasoline 98 GT Masters“ eingesetzt, der zu rund 50 Prozent aus erneuerbaren Komponenten besteht. Der langjährige Lieferant Shell hat den umweltschonenden Treibstoff exklusiv für die Deutsche GT-Meisterschaft entwickelt. Das 2021 mit dem Partner BWT gestartete Projekt „Bottle Free Zone“ zur Vermeidung von Plastikmüll wird ausgeweitet.

NITRO bleibt bewährter TV-Partner

Alle Rennen im ADAC GT Masters werden in dieser Saison einheitlich um 13 Uhr gestartet. Der TV-Sender NITRO präsentiert die Läufe ab 12.30 Uhr live und in voller Länge im frei empfangbaren Fernsehen. Das bewährte On-Air-Team mit Eve Scheer, Anna Nentwig, Dirk Adorf und Nico Menzel moderiert und kommentiert wie im vergangenen Jahr das Geschehen auf und neben den Rennstrecken. Die Zuschauer können die Motorsportaction auf RTL+ der führenden Streaming- Plattform Deutschlands, verfolgen oder sie anschließend in der Mediathek abrufen. Auch auf adac.de/motorsport gibt es einen kostenlosen Livestream. Die Qualifyings laufen bei sport.de und adac.de/motorsport.

Dienstag, 19. April 2022

ADAC GT Masters mit attraktivem Rahmenprogramm, neuen Rennserien und Motorsport-Legenden

  •  Porsche Carrera Cup Deutschland wieder bei sechs Veranstaltungen am Start
  •  GT2 European Series und Prototype Cup Germany debütieren im ADAC GT Masters

Foto: Jens Hawrda

Packender Motorsport, starke Rennserien und spektakuläre Fahrzeuge – das ADAC GT Masters bietet Zuschauern und Fans in dieser Saison ein noch attraktiveres und abwechslungsreicheres Rahmenprogramm. Mit GT3- und GT4-Serien sowie unterschiedlichen Markenpokalen präsentiert sich die Deutsche GT-Meisterschaft erneut als eine der größten Plattformen für GT-Fahrzeuge in Europa. Das ADAC GT Masters startet vom 22. bis 24. April in der Motorsport Arena Oschersleben in die neue Saison, alle Rennen werden beim TV-Sender NITRO samstags und sonntags jeweils ab 12.30 Uhr live übertragen.


Die ADAC GT4 Germany geht mit ihrem bisher grössten Feld mit 30 Sportwagen von sechs Marken sechs Mal im Rahmen des ADAC GT Masters ins Rennen. Ebenfalls sechs Mal dabei: Die ADAC TCR Germany, in der in diesem Jahr sieben verschiedene Fahrzeugmodelle für Abwechslung sorgen. Die Formel-1-Stars von morgen sind in der ADAC Formel 4 drei Mal im Rahmen der Deutschen GT-Meisterschaft unterwegs. Zwei Porsche-Markenpokale, die Tourenwagen Legenden, die GT2 European Series und der neue Prototype Cup Germany sorgen für zusätzliches Motorsport-Spektakel.

Der Porsche Carrera Cup Deutschland ist auch 2022 fester Bestandteil des ADAC GT Masters. In der anstehenden Saison startet der Markenpokal sechs Mal im Rahmenprogramm, als Einheitsfahrzeug kommt ausschließlich der Porsche 911 GT3 Cup zum Einsatz. Fans dürfen sich auf eine spannende Saison mit 32 Startern von 13 Teams freuen. Einer der erfolgreichsten Piloten im Fahrerfeld ist der ADAC GT Masters-Champion von 2020 Michael Ammermüller. Der 20-jährige Laurin Heinrich aus dem Förderkader des Motorsport Team Germany gehört ebenfalls zum Fahreraufgebot. In Zandvoort wird zusätzlich der Porsche Carrera Cup Benelux ausgetragen.

Zum Saisonauftakt der Deutschen GT-Meisterschaft sorgen die Tourenwagen Legenden für nostalgisches Flair in der Motorsport Arena Oschersleben. Fahrzeuge vom Audi V8 und BMW M3 E30 über den Ford Mustang 5.0 GT bis hin zum Alfa Romeo 155 ITC und der AMG-Mercedes C-Klasse nehmen die Zuschauer mit auf eine Zeitreise durch den Motorsport.

Neu beim ADAC GT Masters ist die GT2 European Series mit einem Gastauftritt am Red Bull Ring. In dieser Serie sitzen vor allem Gentleman-Fahrer am Steuer renommierter Marken wie Audi, KTM, Lamborghini oder Porsche. Die Zuschauer können sich auf zwei jeweils 50 Minuten lange Rennen der teilweise mehr als 600 PS starken Sportwagen mit je einem Pflicht-Boxenstopp freuen.

Der Prototype Cup Germany feiert in diesem Jahr seine Premiere und wird im Rahmen der Deutschen GT-Meisterschaft am Lausitzring und beim Finale in Hockenheim präsentiert. In der neuen Rennserie kommen über 450 PS starke LMP3-Fahrzeuge zum Einsatz. Diese Kategorie ist die Einsteigerklasse im schnell wachsenden Bereich der Le-Mans-Prototypen.

Für Familien und ihren Nachwuchs werden die Rennwochenenden des ADAC GT Masters 2022 preislich noch attraktiver: Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in dieser Saison freien Eintritt in Begleitung eines Erwachsenen. Eintrittskarten gibt es online unter adac.de/motorsport.

Termine ADAC GT Masters 2022 inkl. Rahmenserien:

22.04. – 24.04.2022    Motorsport Arena Oschersleben
- ADAC TCR Germany
- ADAC GT4 Germany
- Tourenwagen Legenden

20.05. – 22.05.2022    
Red Bull Ring / A

- ADAC TCR Germany
- ADAC GT4 Germany
- Porsche Carrera Cup Deutschland
- GT2 European Series

24.06. – 26.06.2022    
Circuit Zandvoort / NL

- ADAC GT4 Germany
- ADAC Formel 4
- Porsche Carrera Cup Deutschland
- Porsche Carrera Cup Benelux

05.08. – 07.08.2022    
Nürburgring

- ADAC TCR Germany
- ADAC GT4 Germany
- ADAC Formel 4
- Porsche Carrera Cup Deutschland

19.08. – 21.08.2022    
Family & Friends Festival DEKRA Lausitzring

- ADAC TCR Germany
- ADAC Formel 4
- Porsche Carrera Cup Deutschland
- Prototype Cup Germany

23.09. – 25.09.2022    
Sachsenring

- ADAC TCR Germany
- ADAC GT4 Germany
- Porsche Carrera Cup Deutschland

21.10. – 23.10.2022    
Hockenheimring Baden-Württemberg

- ADAC TCR Germany
- ADAC GT4 Germany
- Porsche Carrera Cup Deutschland
- Prototype Cup Germany

Montag, 18. April 2022

FK Performance Motorsport mit internationalem Fahrer-Quartett und DTM-Test für Ben Green

  • Meister-Team der DTM Trophy 2021 setzt erstmals vier BMW M4 ein
  • Löhner und de Fulgencio mit Erfahrung, Wallace und Folev als Neuling
  • DTM-Trophy-Champion 2021 Ben Green freut sich auf seinen DTM-Test im Mercedes-AMG von HRT

Jordan Wallace (USA), BMW, FK Performance © DTM


Erneute Erweiterung des Engagements: FK Performance Motorsport hat im Debütjahr 2020 zwei BMW M4 in der DTM Trophy eingesetzt, 2021 drei und bringt in der Saison 2022 sogar vier GT-Sportwagen des Münchner Herstellers an den Start. Dabei setzt das Team aus Bremen auf ein internationales Fahrer-Quartett: den Deutschen Moritz Löhner, den Spanier Marc de Fulgencio, den Amerikaner Jordan Wallace und den Bulgaren Steriyan „Terry“ Folev. Mit dem Briten Ben Green stellte FK Performance Motorsport 2020 den Gewinner in der Junior-Trophäe und 2021 – nach fünf Saisonsiegen – den Champion in der Talentschmiede DTM Trophy. Für seinen Triumph erhält Green von der DTM-Organisation ITR im Rahmen des offiziellen DTM-Tests in Portimão eine Testgelegenheit im Mercedes-AMG des Teams HRT.

„Wir setzen unser erfolgreiches Programm in der DTM Trophy fort und bauen es sogar noch weiter aus“, sagt Fabian Finck, gemeinsam mit Martin Kaemena Teamchef von FK Performance Motorsport. „Wir fühlen uns in der DTM Trophy und auf der DTM-Plattform sehr wohl. Der Fakt, dass auf der Rennstrecke jeder Fahrer für sich kämpft, ist für uns der entscheidende Unterschied.“

Bei seinen Fahrern sieht Fabian Finck vor allem Moritz Löhner, der als DTM-Esports-Champion den Sprung in die DTM Trophy schaffte, und Marc de Fulgencio in einer guten Ausgangslage, um regelmäßig um Podiumsplätze zu kämpfen. „Für Moritz, der als erfolgreicher Sim-Racer zu uns in den realen Motorsport kam, war 2021 ein Lehrjahr. Mit zwei Podiumsplatzierungen hat er aber gezeigt, was in ihm steckt. Marc hat schon 2020 eine Saison in der DTM Trophy bestritten. Er hat sich bewusst für die Rückkehr in die DTM Trophy und für BMW entschieden.“ Als Rookies gehen Jordan Wallace und Steriyan Folev in die neue Saison. „Jordan ist ein Quereinsteiger und fuhr in den USA vor allem in Porsche-Serien. Ben Green hat ihn zu uns gebracht und unterstützt ihn auch, beispielsweise auch vor Ort beim offiziellen Test vergangene Woche in Hockenheim. Jordan ist wegen seines Engagements in Europa extra nach England gezogen. Steriyan verfügt noch über wenig Rennerfahrung. Für ihn gilt wie für all unsere Fahrer, dass wir sie bestmöglich unterstützen werden“, so Fabian Finck.

„Jordan Wallace kam im vergangenen Oktober auf dem Norisring zu uns, war sofort begeistert und wollte in diesem Jahr mitfahren. Das ist toll für das Team und für die Meisterschaft“, erzählt Ben Green. Der 23-jährige Brite, der am Norisring überschwänglich seinen Titel feierte, wird beim zweiten offiziellen DTM-Test in Portimão am 26. April seinen speziellen Preis einlösen: Testfahrten in einem DTM-Rennwagen, diesmal im Mercedes-AMG des Teams HRT. „Es wird großartig sein, ein neues Auto mit einem professionellen Team wie HRT kennenzulernen. Ich bin zuversichtlich, dass ich mit ihrer Unterstützung in Portimão, das auch für mich eine neue Strecke ist, schnell auf Touren kommen werde“, ist Ben Green voller Vorfreude und blickt positiv auf seine zwei Jahre auf der DTM-Plattform zurück: „Die DTM Trophy ist eine der am stärksten umkämpften Rennserien, an der ich je teilgenommen habe. Und ich habe sie geliebt! Der ganze Druck liegt bei den Fahrern, die ihr Potenzial voll ausschöpfen müssen, um Rennen zu gewinnen, und nicht auf Teamkollegen oder dass man gar auf schnelle Boxenstopps des Teams angewiesen ist.“ Ben Green, in Waltham Abbey in Essex Zuhause, hat sein großes Ziel, seinen Traum fester denn je im Visier: „Mein Plan ist es, weiter Erfahrungen zu sammeln und darauf hinzuarbeiten, 2023 in die DTM zu kommen. Ich war schon nah dran, aber nach einem Jahr in der GT3 werde ich der Verwirklichung meines Traums noch näher sein!“

Die DTM Trophy wird 2022 in 14 Sprintrennen auf der DTM-Plattform ausgetragen. Saisonauftakt ist vom 20. bis 22. Mai auf dem DEKRA Lausitzring Turn 1.

Samstag, 9. April 2022

Bestzeit im letzten Moment: Rutronik-Audi toppt Vorsaisontest in Oschersleben

  • Dennis Marschall und Kim-Luis Schramm Gesamtschnellste
  • Neueinsteiger Vermeulen sorgt für zusätzliches Formel-1-Feeling im ADAC GT Masters
  • Fahrer legen in Oschersleben insgesamt 3.182 Runden zurück

Marschall/Schramm im Audi R8 LMS GT3 Evo II waren die Schnellsten in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda

Schnelle Rundenzeiten, Boxenstopp-Training, hochmotivierte Fahrer und Teams: Der offizielle Vorsaisontest des ADAC GT Masters in Oschersleben gab einen Vorgeschmack auf das, was Zuschauer und Fans beim Saisonstart am 22. April an gleicher Stelle erwartet. In sechs Sessions mit einer Länge von insgesamt über acht Stunden legten die Fahrer 3.182 Runden und eine Distanz von 11.668,394 Kilometern zurück. Zum ersten Mal testeten die Piloten dabei den neuen Reifen von Serienpartner Pirelli aus. Dieser überzeugte sowohl in trockenen als auch nassen Bedingungen. Erstmals tankten die Teams den neuen innovativen Kraftstoff „Shell Blue Gasoline 98 GT Masters“, der zu rund 50 Prozent aus erneuerbaren Komponenten besteht und von Shell exklusiv für die Deutsche GT-Meisterschaft entwickelt wurde. Während sich die Piloten am Dienstag auf feuchter Strecke noch zurückhielten, wurden die Rundenzeiten am Mittwoch auf trockener Fahrbahn immer schneller. Das ADAC GT Masters startet vom 22. bis 24. April in der Motorsport Arena Oschersleben in die neue Saison, alle Rennen werden beim TV-Sender NITRO samstags und sonntags jeweils ab 12.30 Uhr live übertragen.

Gut acht Minuten vor Ende des letzten Stints setzte sich Rutronik Racing mit Dennis Marschall (25/Karlsruhe) und Kim-Luis Schramm (24/Ilmenau) an die Spitze. In 1:22,893 Minuten umrundete der Audi R8 LMS GT3 Evo II #27 den 3,667 Kilometer langen Kurs am schnellsten. Dennis Marschall: „Wir haben ein neues Team, das sich finden und einspielen muss. Deshalb waren die Testtage in Oschersleben sehr wichtig. Am Ende hat es kurz vor Schluss noch für Platz eins gereicht. Das ist eine gute Basis, denn wir wollen vorne mitfahren.“

Mit dem knappen Rückstand von 13 Hundertstelsekunden belegten Christian Engelhart (35/Ingolstadt) und Ayhancan Güven (24/TR) im Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 91 Platz zwei. „Es war der erste Test mit dem Auto und dem Team und ich musste mich noch an einige Dinge gewöhnen. Mit Christian habe ich einen sehr erfahrenen Kollegen, der mir viel hilft. Wir konnten in Oschersleben viel ausprobieren und haben ein tolles Ergebnis erzielt. Ich freue mich ich auf den Saisonstart“, erklärte Ayhancan Güven. Nur 0,037 Sekunden dahinter wurden Sven Müller (30/Bingen) und Joel Sturm (20/Brühl) von Allied-Racing im Porsche 911 GT3 R #22 Dritter. Sven Müller: „Wir haben verschiedene Rennsituationen simuliert, mehrere Setups ausprobiert und schließlich eine sehr gute Abstimmung gefunden. Schon zuvor haben wir getestet, doch es ist aufschlussreicher, zusammen mit der Konkurrenz auf die Strecke zu gehen, weil man dann weiß, wo man steht. Wir sind für den Saisonstart gut gerüstet.“

Auch ein Hauch von Formel 1 wehte über die Motorsport Arena Oschersleben, als mit Thierry Vermeulen (19/NL) ein neuer Fahrer für die Deutsche GT-Meisterschaft bekanntgegeben wurde. Der Niederländer, der für Car Collection Motorsport im Audi R8 LMS GT3 Evo II #33 an den Start gehen wird, ist der Sohn von Raymond Vermeulen, dem Manager von Max Verstappen. Thierry Vermeulen ist mit dem Formel-1-Weltmeister aufgewachsen und versprach, dass Motorsport-Content von ihm und dem ADAC GT Masters auch über die Plattform Verstappen.com geteilt wird.

Christopher Haase (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS GT3 Evo II #28): „Bei den Tests in Oschersleben hat sich gezeigt, wie gut das Gesamtpaket des neuen Audi ist, was Aerodynamik und Motor-Charakteristik angeht. Das Setup-Fenster ist wesentlich größer geworden, man muss nicht mehr so stark feintunen, was die Arbeit für Fahrer und Ingenieure einfacher macht. Man setzt sich in das Auto und fühlt sich wohl. Das ist ein wichtiger Faktor in einer Serie wie dem ADAC GT Masters, wo Hundertstelsekunden entscheiden.“

Nicky Catsburg (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 #20): „Die Testzeiten waren nicht besonders lang und leider stand uns hier nur ein BMW M4 GT3 zur Verfügung. Aber wir sind zuversichtlich, dass das zweite Auto zum Saisonstart in zwei Wochen fertig sein wird. Unser Team ist klasse und wird sicher bis zum Saisonauftakt alles gut hinbekommen. Die neuen Reifen haben sich sehr gut angefühlt.“

Daniel Juncadella (Mercedes-AMG Team ZVO, Mercedes-AMG GT3 Evo #8): „Es war sehr gut und wichtig, mit dem neuen Team in Oschersleben Erfahrungen zu sammeln. Mein junger Fahrerkollege Jan ist als Neuling im GT3-Sport im letzten Stint eine Team-Bestzeit gefahren. Das ist ein gutes Zeichen. Die Tests liefen sehr gut, das Auto ist stark: Ich bin sicher, wir haben eine erfolgreiche Saison vor uns.“

Maximilian Paul (T3 Motorsport, Lamborghini Huracán GT3 Evo #71): „Das war in Oschersleben unser erster Test überhaupt und wir haben einiges gelernt und unsere Schlüsse daraus gezogen. Vor allen Dingen sind wir mit dem neuen Reifen von Pirelli gut klargekommen. Das Auto lief reibungslos und ich freue mich auf die Saison mit Marco Mapelli. Ich denke, wir haben ein starkes Paket und können beim ADAC GT Masters eine gute Rolle spielen.“ 

Freitag, 8. April 2022

Audi an beiden Testtagen der DTM in Hockenheim vorne

 Team Rosberg und Nico Müller setzen zum Abschluss die Bestmarke

  •     Trotz April-Wetter: 29 DTM-Piloten absolvieren an beiden Tagen 3.804 Runden
  •     DTM-Rookie David Schumacher: „Die letzten eineinhalb Stunden waren sehr wertvoll“
  •     Gelungene Rückkehr: Dreimaliger DTM-Champion René Rast mit der viertbesten Zeit

DTM 2022 mit sechs Marken © DTM

Zweimal Audi vorn: Beim offiziellen Test der DTM in Hockenheim erzielte an beiden Tagen ein Audi-Fahrer die Bestzeit. Der zweimalige Vizemeister Nico Müller (SUI) führte im Audi R8 von Team Rosberg am zweiten Tag mit 1:38,532 Minuten die Zeitenliste an, am Vortag war der 19-jährige Marius Zug (GER/Attempto Racing) mit 1:38,344 sogar noch etwas schneller gewesen. Hinter Zug und Müller folgte in in der Zeitenliste beider Tage Lamborghini-Pilot Mirko Bortolotti (ITA/Grasser Racing Team) mit 1:38,644 vor dem dreimaligen DTM-Champion René Rast (GER/1:39,682), der nach einem Jahr Pause im Audi von Team ABT in die Traditionsserie zurückkehrt.

29 Fahrer sorgten mit insgesamt 3.804 Runden an beiden Tagen für reichlich Betrieb auf dem 4,574 Kilometer langen Hockenheimring, obwohl die Witterungsbedingungen an beiden Tagen nur kurze trockene Abschnitte zur Zeitenjagd zuließ. Am 26./27. April steht der zweite offizielle DTM-Test auf dem Programm, dann in Portimão. Auf dem portugiesischen Grand-Prix-Kurs werden dann vom 29. April bis 1. Mai die ersten beiden von 16 Sprintrennen der 36. DTM-Saison ausgetragen, die im deutschsprachigen Raum auf ProSieben live übertragen werden.

Viel beachtet, von den Fahrerkollegen genauso wie von den Fans, war der neunmalige Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb (FRA), der sich mit dem Neuseeländer Nick Cassidy den Ferrari von Red Bull AlphaTauri AF Corse teilte. Beim Auftakt wird Loeb den verhinderten Cassidy ersetzen. Cassidy und Loeb waren fleißig und spulten mit dem Ferrari 488 mit der Startnummer 37 zusammen 194 Runden ab. Am fleißigsten war der Belgier Esteban Muth mit 195 Runden im neuen BMW M4 von Walkenhorst Motorsport. Gut schlug sich beim Hockenheim-Test auch der 20-jährige David Schumacher, Sohn des ehemaligen Formel-1-Piloten Ralf Schumacher. Im Mercedes-AMG des Teams WINWARD wurde der DTM-Rookie mit 1.39,916 auf Rang 24 notiert. Wie eng das hochkarätig besetzte Feld schon beim Test zusammenlag, verdeutlich der Fakt, dass die Rundenzeiten fast aller 29 Piloten innerhalb nur eineinhalb Sekunden lagen.

„Diese beiden Testtage der DTM in Hockenheim und der vorangegangene Testtag der DTM Trophy haben unsere Vorfreude auf die Saison noch erhöht. Auch wenn das Wetter nicht ganz mitgespielt hat, haben die Teams und Fahrer fast jede Minute ausgenutzt. Das DTM-Starterfeld ist einfach mega, mit 29 Autos, Fahrern aus 15 Nationen und mit sechs Marken. Und es war super, wieder die Fans auf der Tribüne und im offenen Fahrer zu sehen“, äußerte Frederic Elsner, Director Event & Operations der DTM-Organisation ITR. „Es war ein erfolgreicher Test und eine gelungene Vorbereitung für alle.“ Das bestätigte auch der Amerikaner Scot Elkins, der neue Renndirektor der DTM und der Talentschmiede DTM Trophy: „Ich bin wirklich happy, wie der gesamte Test gelaufen ist. Wir haben alle Abläufe getestet, die neue Zeitnahme, die Überwachung der Track-Limits, die geänderten Abläufe bei Starts und Boxenstopps – das hat gut geklappt. Für mich war natürlich auch prima, alle persönlich kennenzulernen. Jetzt bin ich noch mehr begeistert und freue mich auf die Saison.“

Der dreimalige Champion René Rast fühlte sich sichtlich wohl. „Ich bin gegen Testende noch zwei Longruns gefahren, um den R8 noch besser kennenzulernen. Jetzt müssen wir die Daten analysieren, um gut vorbereitet nach Portimão zu reisen“, so der Audi-Werksfahrer. Auch Porsche-Werksfahrer Laurens Vanthoor, der im 911-er von SSR Performance in 1:39,532 Rang 17 belegte, zog ein positives Fazit: „Für uns war es ein erstes Kennenlernen der DTM. Es geht in die richtige Richtung, und die Boxenstopps funktionieren schon ganz gut“, so der Belgier. Und auch Titelverteidiger Maximilian Götz, der mit dem Mercedes-AMG Team WINWARD in die neue Saison startet, hatte trotz des April-Wetters Grund zur Freude. „Es hat einen Riesenspaß gemacht. Ich war beeindruckt, wie viele Journalisten beim Medientag anwesend waren und wie groß das Interesse generell an der DTM ist. Angesichts dieses eindrucksvollen Teilnehmerfeldes ist das durchaus nachvollziehbar.“