Freitag, 8. April 2022

Porsche mit Bestzeit bei Testtagen der ADAC GT4 Germany

  •  Drei neue 718 Cayman GT4 RS CS lagen in Oschersleben an der Spitze
  •  Absolute Bestzeit an Nachwuchstalent Vincent Andronaco
  •  Mit Gabriela Jílková auch eine Dame im Feld vertreten

Bestzeit für den Porsche 718 Cayman GT4 RS CS von Allied-Racing
Foto: Jens Hawrda

Porsche ist stark in die Saison 2022 der ADAC GT4 Germany gestartet. Die ADAC Serie absolvierte in der Motorsport Arena Oschersleben die offiziellen Testtage. Dabei konnten drei Exemplare des im Winter neu vorgestellten GT4-Cayman die Spitze markieren. Auch Mercedes-AMG präsentierte sich auf der nördlichsten Rennstrecke Deutschlands gut in Form. Bei über acht Stunden Streckenzeit probierten die insgesamt 15 teilnehmenden Teams zudem erstmals auch den exklusiv von Shell entwickelten umweltschonenden Kraftstoff „Blue Gasoline 98 GT Masters“ aus, der zu rund 50 Prozent aus regenerativ erzeugten Komponenten besteht. Die ADAC GT4 Germany startet vom 22. bis 24. April ebenfalls in Oschersleben in die neue Saison. Eintrittskarten dafür sind ab 28 Euro online unter adac.de/motorsport erhältlich. ADAC Mitglieder sparen im Online-Vorverkauf 10 Prozent. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben freien Eintritt. Die Rennen der ADAC GT4 Germany sind 2022 kostenlos auf der Sportplattform sport.de zu sehen und können auch weiterhin auf adac.de/motorsport angeschaut werden.


Die absolute Bestzeit der Testtage ging mit 1:30,311 Minuten an Vincent Andronaco (16/Wentorf bei Hamburg). „Darüber bin ich natürlich super happy“, erklärt der Porsche 718 Cayman GT4 RS CS-Pilot, der aus dem Nachwuchsprogramm vom Allied-Racing stammt und 2022 sein Debüt in der ADAC GT4 Germany gibt. Andronaco setzte seine schnellste Runde erst in den letzten Sekunden der siebten von sieben Testsessions. „Wir haben zuvor neue Reifen montiert und auch nach einer guten Track-Position gesucht. Das hat alles perfekt geklappt. Uns war es wichtig, eine Referenzzeit zu setzen, damit wir wissen, wo wir im starken Feld der ADAC GT4 Germany stehen.“ Andronaco teilte sich das Porsche-Steuer während der Testtage mit den beiden amtierenden Trophy-Champions Tom Kieffer (47/LUX) und Christian Kosch (45/LUX). „Ich hatte über die Testtage für die beiden als Coach zur Verfügung gestanden und auch ein wenig Set-up-Arbeit erledigt. Insgesamt hatte ich aber nicht sonderlich viel Fahrzeit im Auto“, fügte Andronaco an.

Mit einer Zeit von 1:30,880 Minuten ging die zweitbeste Zeit der Testtage an Nicolaj Møller Madsen (29/DNK, AVIA W&S Motorsport) in einem weiteren Porsche. „Wir haben in den letzten beiden Tagen viel gelernt und in jeder Session einen guten Speed gezeigt. Das ist das Wichtigste. Wir haben eine Quali-Simulation durchgeführt. Ich hatte jedoch ein wenig Verkehr und bin somit nicht komplett mit der Runde zufrieden. Für die Testtage gibt es aber keine Trophäen und Punkte“, so Møller Madsen, der sich das Fahrzeug mit Finn Zulauf (17/Königstein im Taunus) teilt. „Ich denke, wir haben ein gutes Set-up für die Longruns gefunden. In zwei Wochen beim Saisonstart greifen wir voll an. Wir sind bereit.“

Auch Rang drei ging an einen Porsche. Pavel Lefterov (24/BUL, Overdrive Racing) umrundete die 3,667 Kilometer lange Strecke in der Magdeburger Börde in 1:30,964 Minuten. „Wir haben die neuen Fahrzeuge sehr spät bekommen, konnten uns über die Testtage aber stetig verbessern. Unser Team hat wirklich ausgezeichnete Arbeit geleistet. Aber natürlich gibt es immer noch ein paar kleine Dinge zu optimieren“, analysiert Lefterov, der zusammen mit Stefan Bostandjiev (17/BUL) startet. „Auch wir hatten eine Quali-Simulation probiert, hatten aber noch recht viel Sprit an Bord. Wir sind auf jeden Fall mit bei der Musik und gehen optimistisch ins erste Rennwochenende.“

Bestplatzierter Mercedes-AMG GT4 war das Fahrzeug von Jan Philipp Springob (21/Köln) und Nico Gruber (20/AUT, beide Drago Racing Team ZVO) mit 1:31,107 Minuten auf Gesamtrang vier. Deren Teamkollegen Robert Haub (32/USA) und Gabriela Jílková (27/CZE) komplettierten die Top Fünf der Testtage von Oschersleben. Jílkovás Zeit von 1:31,147 Minuten wurde als einzige schnelle Runde der Spitzengruppe nicht in der letzte Session gefahren. Die Tschechin ist zudem die einzige Dame im Feld der ADAC GT4 Germany 2022. „Ich freue mich sehr auf diese Saison. Letztes Jahr ging es darum die Stecken und das Auto kennenzulernen“, so Jílková, die 2021 bereits zwei Podiumsergebnisse einfuhr. „Dieses Jahr möchten wir in die Top Drei der Meisterschaft kommen. Das ist unser großes Ziel. Wir haben an den Testtagen gute Arbeit geleistet und gesehen, dass wir zu den schnellsten gehören. Das ist ein gutes Gefühl.“

Die Top Fünf der Testtage von Oschersleben

1. V. Andronaco/C. Kosch/T. Kieffer, Allied-Racing, Porsche 718 Cayman GT4 RS CS,
2. N. Møller Madsen/F. Zulauf, AVIA W&S Motorsport, Porsche 718 Cayman GT4 RS CS,
3. S. Bostandjiev/P. Lefterov, Overdrive Racing, Porsche 718 Cayman GT4 RS CS,
4. J.P. Springob/N. Gruber, Drago Racing Team ZVO, Mercedes-AMG GT4,
5. R. Haub/G. Jílková, Drago Racing Team ZVO, Mercedes-AMG GT4.

Die ADAC TCR Germany ist startklar für die siebte Saison

  • Markenvielfalt mit Audi, Cupra, Holden, Honda und Hyundai in ADAC TCR Germany
  • Mehr Engagement für Nachhaltigkeit mit innovativem Kraftstoff
  • Engstler-Pilot Ladniak schnellster Fahrer der Testtage

Engster-Pilot Szymon Ladniak schnellster Fahrer der Testtage im Honda Civic TCR
Foto: Jens Hawrda

Die ADAC TCR Germany ist startklar für die siebte Saison. Beim offiziellen Vorsaisontest in der Motorsport Arena Oschersleben bereiten sich Teilnehmer mit sieben verschiedenen Fahrzeugmodellen von Audi, Cupra, Holden, Honda und Hyundai am Montag und Dienstag auf den Saisonstart vor. Dabei gab es gleich drei Premieren: Die Tourenwagen fuhren erstmals mit dem exklusiv für das ADAC GT Masters und seine Rahmenrennserien entwickelten, umweltschonenden Kraftstoff Shell „Blue Gasoline 98 GT Masters“, der zu rund 50% aus regenerativ erzeugten Kompenenten besteht. Getestet wurden bei wechselhafter Witterung auf Reifen vom neuen Exklusivreifenpartner Hankook. Erstmals zu sehen war der Hyundai Veloster TCR, der neben dem bekannten Hyundai i20 N TCR an den Start geht. Eine weitere Premiere folgt beim Saisonstart vom 22. bis 24. April in der Motorsport Arena Oschersleben: Dann sind die Rennen der Tourenwagenserie erstmals im kostenlosen Livestream auf der Sportplattform sport.de zu sehen. Unverändert steht der Livestream auch auf adac.de/motorsport zur Verfügung, der TV-Sender NITRO zeigt Highlights im Rahmen der ADAC GT Masters-Übertragungen.


„Die ADAC TCR Germany steht nun schon in der siebten Saison für spannenden Tourenwagensport. Wir haben ein kompaktes, aber sehr abwechslungsreiches Feld mit einer großen Modellvielfalt und freuen uns auf eine spannende Saison. Mit dem Einsatz eines umweltschonenden Kraftstoff in der ADAC TCR Germany übernehmen wir auch im Tourenwagensport eine Vorreiterrolle für mehr Nachhaltigkeit im Motorsport“. sagt ADAC Sportpräsident Dr. Gerd Ennser.

Die Titelverteidiger vom Liqui Moly Team Engstler stellen gleich drei Fahrer und Autos. Der Rennstall aus dem Allgäu schaffte es im Jahr 2021, als erstes Team der ADAC TCR Germany, alle vier möglichen Titel abzuräumen. Jedoch gibt es auch eine große Änderung beim Team Engstler. Statt einem Hyundai steuern die Engstler-Piloten in dieser Saison Honda vom Typ Civic TCR. Für den Rennstall aus Wiggensbach gehen Vizemeister Martin Andersen (27, Dänemark), Szymon Ladniak (18, Polen) und Trophy-Champion Roland Hertner (62, Heilbronn) an den Start.

Die Testsessions verliefen für den Titelverteidiger sehr gut. In drei von vier Sessions war ein Engstler-Pilot der schnellste Pilot und zudem fuhr Ladniak mit 1:31.390 die insgesamt schnellste Runde in siebeneinhalb Stunden Fahrzeit. „Es waren gute Sessions. Die gemischten Bedingungen haben es etwas schwieriger gemacht, da wir so immer wieder etwas ändern mussten. Für mich als Fahrer war es durchaus hilfreich auch mal in nassen Konditionen zu fahren. Hoffentlich kann ich dann auch in der Saison ganz oben im Tableau stehen, dafür habe ich beim Team Engstler unterschrieben“, betonte der Pole nach dem Test.

Zweitschnellster war ebenfalls ein Engstler-Pilot. Mit 0,328 Sekunden Rückstand musste sich Martin Andersen, der in zwei Sessions der Schnellste war, seinem Teamkollegen knapp geschlagen geben.

Auch ROJA Motorsport by ASL Lichtblau ist in dieser Saison mit drei Rennwagen auf der Rennstrecke vertreten. ROJA setzt drei Hyundai ein, ein i30 N TCR ist und zwei Veloster N TCR, die neu in der Serie sind. Teamchef Robin Jahr (30), Newcomerin Jessica Bäckman (24, Schweden), die die schnellste Zeit in der letzten Trainingssession fuhr, und Junior-Pilot Reece Barr (21, Irland) waren in den Hyundai des Potsdamer Teams unterwegs. „Ich bin sehr froh, meinen Traum, einen Veloster in der ADAC TCR Germany zu fahren, in dieser Saison verwirklichen zu können“, freut sich Robin Jahr auf die anstehende TCR-Saison. Neben ROJA Motorsport fahren auch Jonas Karklys (32, Litauen, NordPass), der die drittschnellste Runde beim Test fuhr, und Patrick Sing (29, Crailsheim, RaceSing) einen Hyundai.

Zu den vier Neueinsteigern in der Serie zählen zwei Audi-Teams. Einen neuen Audi RS3 LMS TCR setzt Gruhn Stahlbau Racing ein, K-Ro Racing vertraut auf den Vorgänger. Für das Team Gruhn sitzt Max Frederik Gruhn (22) am Lenkrad, bei K-Ro Racing heißt der Fahrer Kai Rosowski (29). Für Gruhn Stahlbau Racing verliefen die Tests zufriedenstellend: „Wir haben etwas gebraucht, um reinzukommen sind aber sehr zufrieden mit dem Test. Zum Ende hin wurde es dann immer besser und Max hat sich im Auto auch deutlich wohler gefühlt. Unser Ziel war es, so viel zu fahren wie möglich und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Das haben wir geschafft“, sagt Teamchef Berthold Gruhn.

Ein weiteres Team, das sein Debüt feiert, ist Maurer Motorsport. Der Schweizer Rennstall startet mit zwei Holden Astra TCR und den Fahrern Michael Maurer (Schweiz) und Vincent Radermecker (Belgien), der in der Trophy-Wertung antreten wird. Das vierte Team, das sein Debüt in der ADAC TCR Germany feiert, ist NS Competition mit dem Franzosen Dorian Guldenfels, der einen Cupra Leon Competición TCR fährt.

Donnerstag, 7. April 2022

Offizieller Test der DTM in Hockenheim

 Rookie Marius Zug und Rückkehrer René Rast führen Zeitentabelle an

  •  Karten noch nicht aufgedeckt: Kälte und Nässe bremst das Rekord-Starterfeld
  •  Neuer Renndirektor Elkins: „29 Rennautos sind fantastisch, aber eine Herausforderung“
  •  DTM-Einstieg Rallye-Legende Sébastian Loeb sorgt für Gesprächsstoff

Ricardo Feller (SUI), Audi, Team ABT Sportsline © DTM

Der Jüngste war der Schnellste. Der 19-jährige Marius Zug (Pfaffenhofen) ist im Audi R8 von Attempto Racing mit einer Bestzeit (1:38,344 Minuten) am ersten offiziellen Testtag in Hockenheim in seine erste DTM-Saison gestartet. Bei seinem Comeback war der dreimalige DTM-Champion René Rast (GER/1:38,682) im Audi des Teams ABT Zweitschnellster vor dem Österreicher Lucas Auer (1:39,082/Team WINWARD) im schnellsten Mercedes-AMG. Mit 113 Runden war BMW-Pilot Esteban Muth (BEL/Walkenhorst Motorsport) der eifrigste Fahrer des Tages. Der offizielle Test der DTM wird am Mittwoch fortgesetzt.

 

S. vd Linde (RSA), BMW, Schubert Motorsport © DTM

Niedrige Temperaturen und eine überwiegend feuchte Rennstrecke sorgte für wenig aussagekräftige Testbedingungen. Trotzdem nutzte das Rekord-Starterfeld mit 29 GT-Rennwagen und Fahrern aus 15 Nationen, um unter allen Bedingungen wichtige Erkenntnisse zur Vorbereitung auf die 16 Sprintrennen umfassende Saison zusammenzutragen. Die ersten beiden Rennen werden vom 29. April bis 1. Mai im portugiesischen Portimão ausgetragen.

„Mit 29 Rennwagen haben wir das größte Starterfeld seit dem Neustart der DTM im Jahr 2000, und mit 15 Nationen ist das Feld in der 36. Saison so international wie nie zuvor in der DTM-Geschichte“, unterstrich Frederic Elsner, Director Event & Operations der DTM-Organisation ITR. Nicht nur aufgrund des Rekord-Starterfeldes hatte das ITR-Team mit Gerhard Berger an der Spitze am ersten Testtag Anlass zur Freude. So hat Serienpartner Autohero sein Engagement nicht nur verlängert, sondern auch erweitert. Vom Wechsel innerhalb der Senderfamilie, von SAT.1 zu ProSieben, erhofft sich das ran-racing-Team steigende Quoten. Mit dem ehemaligen DTM-Champion Mike Rockenfeller präsentierte der Sender auch gleich einen neuen, hochkarätigen TV-Experten.

Luca Stolz (GER), Mercedes-AMG Team HRT © DTM


Begeistert zeigte sich auch der neue Renndirektor Scot Elkins. „29 Rennautos – das ist fantastisch. Aber es ist auch eine Herausforderung, so viele Autos zu überwachen“, weiß der Amerikaner um seine schwierige Aufgabe. „Ich bin wirklich begeistert, denn der Level der Professionalität der Fahrer und Teams ist beeindruckend, und ich habe schon in sehr vielen Rennserien gearbeitet.“ Sowohl Frederic Elsner als auch Lutz Leif Linden, Generalsekretär des Automobilclub von Deutschland (AvD) und neuer Präsident der GT-Kommission des Automobil-Weltverbandes FIA, sind überzeugt, dass der erfahrene Scot Elkins, weiterhin auch Renndirektor der FIA Formel-E-Weltmeisterschaft, einen wertvoller Zugewinn für die hochkarätige DTM ist. Der AvD fungiert weiterhin als sportlicher Organisator auf der DTM-Plattform.

„Schau Dir all die Jungs an! Der Wettbewerb wird so hart werden wie nie zuvor“, ist der Österreicher Lucas Auer überzeugt, der im Mercedes-AMG Team WINWARD Titelverteidiger Maximilian Götz (GER) als ersten Gegner hat. „Die DTM ist eine großartige Meisterschaft, und ich freue mich, endlich dabei sein zu können“, so Porsche-Werksfahrer Laurens Vanthoor (BEL/SSR Performance) zum DTM-Einstieg der Zuffenhausener. Für DTM-Legende Kurt Thiim (DEN) und seinen Sohn Nicki war der Testtag ein besonderes Fest mit dem DTM-Einstieg des zweimaligen FIA-WEC-Weltmeisters. Es ist ein Novum, dass der Sohn eines Ex-Champions in der DTM antritt. „Das war unser gemeinsamer Traum, der nun in Erfüllung geht – sehr emotional. Aber jetzt heißt es, viel zu arbeiten und sich voll zu konzentrieren“, so Nicki Thiim (Lamborghini/T3 Motorsport).

„Ich fühle mich ehrlich gesagt eher als Rookie“, stellte der dreimalige DTM-Champion René Rast (Audi/Team ABT) fest, der nach einem Jahr Pause zurückkehrt. „Die Autos, die Regeln – es ist so viel neu für mich. Und im Feld sind über 20 Fahrer, die gewinnen können und für den Titel in Frage kommen.“ Mit Unterstützung seines brasilianischen Landsmannes und des ehemaligen Formel-1-Piloten Felipe Massa geht Felipe Fraga im Ferrari 488 von Red Bull AlphaTauri AF Corse in seine erste DTM-Saison. „Wir haben regelmäßig Kontakt und ich bekomme den einen oder anderen Tipp von ihm“, so Fraga. „Die DTM ist jedenfalls eine große Chance für mich. Ich verfolge diese tolle Meisterschaft schon seit Jahren.“

Nicht nur im Fahrerlager sorgt der DTM-Einstieg des neunmaligen Rallye-Weltmeisters Sebastian Loeb für Gesprächsstoff. „Ich werde überall auf Sébastian Loeb angesprochen, vor allem in meiner Heimat“, erzählt Teamkollege Felipe Fraga. „Er ist so unglaublich berühmt, ein toller Kerl, und ich bin stolz, mit ihm in einem Team fahren zu dürfen.“ Auch Teamchef Ron Reichert von Red Bull AlphaTauri AF Corse berichtet begeistert von ersten Erfahrungen mit dem Franzosen: „Er spring ins Auto und ist sofort da. Er hat ein außergewöhnliches Gespür für die Dinge, sein Feedback an die Ingenieure ist exzellent.“ Ein Rückkehrer ins DTM-Fahrerlager ist auch Ex-Champion Manuel Reuter als Sportlicher Leiter von Grasser Racing Team: „Es fühlt sich richtig gut an, wie die Rückkehr zur Familie“, so der zweimalige Le-Mans-Sieger, und blickt mit Vorfreude auf die DTM 2022: „Das Starterfeld ist vom Feinsten, höchste Qualität. Für einige der Top-Piloten wird es schwierig werden, regelmäßig in die Punkteränge zu fahren. Die Fans können sich jedenfalls auf eine Megasaison freuen.“


ADAC GT4 Germany geht mit Rekordfeld in die Saison 2022

  •  60 Fahrer, 30 Fahrzeuge von sechs Marken sorgen für viel Abwechslung
  •  Vier Rennställe geben 2022 das Seriendebüt in der ADAC GT4 Germany
  •  Größere Reichweite durch Live-Übertragung aller Rennen auf sport.de

Die ADAC GT4 Germany ist 2022 mit starken Fahrerfeld am Start
Foto: Jens Hawrda

Die ADAC GT4 Germany startet mit einem hochkarätigen Feld von 30 Sportwagen in die Saison 2022. Im bisher teilnehmerstärksten Feld in der Geschichte der Serie mit 60 Fahrern treten Sportwagen von Aston Martin, BMW, KTM, Mercedes-AMG, Porsche und Toyota an. Die ADAC GT4 Germany setzt dabei in diesem Jahr auf den für das ADAC GT Masters und seine Rahmenrennserien exklusiv von Shell entwickelten umweltschonenden Kraftstoff „Blue Gasoline 98 GT Masters“, der zu rund 50 Prozent aus regenerativ erzeugt Komponenten besteht. Die ADAC GT4 Germany präsentiert sich am Dienstag und Mittwoch im Rahmen des offiziellen Vorsaisontests in der Motorsport Arena Oschersleben. An gleicher Stelle findet vom 22. bis 24. April auch der Saisonstart 2022 statt. Eintrittskarten sind ab 28 Euro online unter adac.de/motorsport erhältlich. ADAC Mitglieder sparen im Online-Vorverkauf 10 Prozent. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben freien Eintritt.

Für die Saison 2022 wird die mediale Reichweite der ADAC GT4 Germany ausgebaut: Livestreams der Rennen sind erstmals kostenlos auf der Sportplattform sport.de zu sehen, auch auf adac.de/motorsport können sie weiterhin angeschaut werden. Bei sport.de stehen alle Rennen zudem auf Abruf zur Verfügung. Im Fernsehen zeigt der TV-Sender NITRO die Highlights im Rahmen der Berichterstattung zum ADAC GT Masters. Rund eine Woche nach den Events überträgt n-tv ein Highlight-Magazin mit Inhalten zur ADAC GT4 Germany.

„Die Attraktivität der ADAC GT4 Germany wächst weiter und untermauert mit ihrem bisher größten Feld ihren Ruf als Top-Ausbildungsplattform im Automobilsport und Sprungbrett in das ADAC GT Masters“, sagt ADAC Sportpräsident Dr. Gerd Ennser. „Die mediale Präsenz der Serie werden wir in diesem Jahr mit kostenlosen Livestreams bei sport.de nochmals steigern. Unser Engagement für mehr Nachhaltigkeit im Motorsport weiten wir in diesem Jahr auch auf die ADAC GT4 Germany aus und setzen wie im ADAC GT Masters auf einen neuen umweltschonenden Kraftstoff von Shell.“

Ihren Meistertitel verteidigen wollen Michael Schrey (39/Wallenhorst) und Gabriele Piana (35/ITA). Die amtierenden Champions gehen in ihre dritte gemeinsame Saison und fahren einen von zwei BMW M4 GT4 von Hofor Racing by Bonk Motorsport. Ebenfalls auf das GT4-Modell aus Bayern setzt Schubert Motorsport. Das Team aus Oschersleben absolviert auch 2022 ein Doppelprogramm aus ADAC GT Masters und ADAC GT4 Germany.

Wie bereits 2021 ist Porsche die zahlenmäßig am stärksten vertretene Marke im Feld der ADAC GT4 Germany. Der Hersteller aus Schwaben hat im Winter mit dem 718 Cayman GT4 RS Clubsport eine neue GT4-Variante vorgestellt. Allied-Racing und Overdrive Racing bieten jeweils drei der neuen Fahrzeuge auf. W&S Motorsport und das Schwesterteam AVIA W&S Motorsport setzen jeweils einen neuen Porsche ein. Hier greift mit Nicolaj Møller Madsen (29/DNK) auch der Meister der Saison 2020 ins Lenkrad. Auch das Black Falcon Team Textar setzt auf einen neuen Porsche. W&S Motorsport bringt für Leo Pichler (20/AUT) und Leon Wassertheurer (19/Stuttgart) mit dem 718 Cayman GT4 CS MR zudem das Vorgängermodell an den Start.

Für britische V8-Power und einig wenig James-Bond-Flair sorgen in der ADAC GT4 Germany insgesamt acht Aston Martin Vantage GT4. Dörr Motorsport aus Frankfurt baut sein Engagement auf vier Fahrzeuge aus. Mit Ben Dörr (17/Butzbach) und Phil Dörr (21/Butzbach) greifen hier auch die beiden Söhne von Teamchef Rainer Dörr ins Lenkrad. Vor der ersten vollen Saison in der ADAC GT4 Germany steht Prosport Racing. Das Team setzt auf zwei Aston Martin. Eines der Fahrzeuge teilen sich Hugo Sasse (17/Aschersleben) und Mike David Ortmann (22/Ahrensfelde), die in der zweiten Saisonhälfte 2021 drei von sechs Rennen gewinnen konnten. Ihr Ziel für 2022 ist ganz klar der Meistertitel. Mit zwei Aston Martin kehrt auch Racing One in der ADAC GT4 Germany zurück. Das Team aus der Eifel war bereits 2019 und 2020 in der Serie unterwegs.

Mit dem Stern im Kühlergrill treten sechs Mercedes-AMG GT4 in der ADAC GT4 Germany an. Alle Fahrzeuge werden von neuen Teams eingesetzt. Das Drago Racing Team ZVO startet mit zwei Exemplaren. Robert Haub (32/USA) und Gabriela Jílková (26/CZE) haben bereits 2021 mit zwei Top-Drei-Resultaten auf sich aufmerksam gemacht. Das Schwesterfahrzeug teilen sich Jan Philipp Springob (21/Köln) und Nico Gruber (20/AUT), der aus der ADAC TCR Germany aufsteigt. Auch das Drago Racing Team ZVO absolviert einen Doppeleinsatz mit ADAC GT Masters und ADAC GT4 Germany. Ebenfalls auf zwei Mercedes-AMG setzt die CV Performance Group. EastSide Motorsport und Schnitzelalm Racing bieten jeweils ein Auto auf.

Zurück in der ADAC GT4 Germany sind auch wieder Razoon - more than Racing aus Österreich und RTR Projects aus Tschechien, die beide einen KTM X-Bow GT4 an den Start bringen. Erstmals überhaupt absolviert ein Toyota GR Supra GT4 die komplette Saison der ADAC GT4 Germany. Das japanische Fahrzeug wird von Piro Sports - Burg Zelem Foundation aufgeboten und von Cedric Piro (24/Heusweiler) und Marcel Lenerz (24/Ludwigsau) pilotiert.

Mittwoch, 6. April 2022

Rallye-Legende Sébastien Loeb startet zum Saisonauftakt 2022 in der DTM

Der neunfache WRC-Champion Sébastien Loeb wird seine beeindruckende Siegesserie auch auf der Rundstrecke versuchen fortzusetzen, wenn er im Cockpit des Red Bull AlphaTauri AF Corse den Saisonauftakt der DTM bestreiten wird. Sein erstes DTM-Rennen wird der Franzose im portugiesischen Portimão bestreiten, jedoch keinesfalls als Rookie. Er kann auf viel Rennerfahrung zurückgreifen und die bislang hervorragende Rallye-Saison gibt Selbstvertrauen.
 

Als Ersatzfahrer für Nick Cassidy: Sébastien Loeb im Ferrari
von Red Bull AlphaTauri AF Corse © Red Bull


Die DTM-Fans können sich beim Saisonauftakt 2022 in Portimão auf eine neue Motorsportlegende in der Startaufstellung freuen: Der französische Rallye-Star Sébastien Loeb übernimmt das Steuer des Red Bull AlphaTauri AF Corse Ferrari. Als Ersatzfahrer für Nick Cassidy, dessen Formel-E-Verpflichtungen mit dem Kalender kollidierten, wird Loeb ein Auto mit den Farben von Red Bulls Premium-Modemarke AlphaTauri pilotieren, während er und sein Teamkollege Felipe Fraga aus Brasilien die Verteidigung des DTM-Teammeistertitels in Angriff nehmen.

Der ITR-Vorsitzende Gerhard Berger sagt: "Den erfolgreichsten Rallyefahrer aller Zeiten bei unserem Saisonauftakt in Portimão zu haben, ist ein echtes Highlight für unsere Fans. Die Erfolge in seiner Karriere sprechen für sich, aber es wird auch ein harter Kampf für Sébastien Loeb gegen 28 andere sehr starke Fahrer. Er wird im AlphaTauri-Ferrari um Punkte kämpfen, daher bin ich mir sicher, dass ein Champion seines Kalibers hoch motiviert an die Rennstrecke kommen wird."

Mit neun WRC-Meisterschaften und 80 Rallye-Siegen gilt Loeb als größter Fahrer aller Zeiten in dieser Disziplin und als einer der besten Fahrer in der Geschichte des Motorsports überhaupt - und mit 48 Jahren gibt es keine Anzeichen dafür, dass er langsamer wird. Bereits 2022 führt er die FIA World Rally Raid Championship an, nachdem er bei der Rallye Dakar am Steuer des BRX Hunter T1+ Zweiter wurde. Nur eine Woche nach der Rallye Dakar gewann der Prodrive-Pilot auch die Rallye Monte Carlo, wo er sich mit seinem langjährigen Rivalen Sébastien Ogier ein spannendes Duell lieferte.

Insgesamt umfasst Loebs Rennprogramm für 2022 Fahrten in der WRC, der Dakar, der FIA World Rally Raid Championship, Extreme E und nun auch der DTM. "In meiner Karriere habe ich immer gerne die Disziplinen gewechselt", sagt er. "Die DTM ist eine berühmte Meisterschaft, und als sich mir die Gelegenheit bot, daran teilzunehmen, habe ich sie natürlich ergriffen - es ist eine spannende Herausforderung, weil der Fahrstil völlig anders ist."

Loebs Fans erinnern sich gerne an seine früheren Höhepunkte im Rundstreckensport, darunter der zweite Platz bei den 24 Stunden von Le Mans im Jahr 2006, der dritte Gesamtrang in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft in den Jahren 2014 und 2015 und der Triumph im Februar dieses Jahres, als er das Race of Champions - auf einer Eisbahn - zum vierten Mal in Folge vor dem Formel-1-Piloten Sebastian Vettel gewann.

Angesichts des bevorstehenden DTM-Auftakts sagt Loeb: "Jetzt geht es an die Arbeit. Ich werde bei solchen Rennen gegen Spezialisten antreten müssen, und mein letztes richtiges GT3-Rennen ist schon lange her. Mein Ziel wird es sein, meinen Rhythmus so gut wie möglich zu finden, und ich werde versuchen, meine Erfahrung zu nutzen, um dem Team gutes Feedback zu den Einstellungen des Autos zu geben. Ich weiß, dass es schwierig sein wird, aber die Autos machen wirklich Spaß zu fahren - wirklich schnelle, schöne Autos - also freue ich mich darauf."

Die Saison 2022 ist die zweite Saison der DTM in der leistungsstarken neuen Ära des GT3-Reglements. Bei jedem der acht Läufe der Saison werden zwei Sprintrennen über 55 Minuten plus eine Runde ohne Fahrerwechsel ausgetragen. Auf der DTM-Strecke in Portimão wird Loeb mit dem Red Bull AlphaTauri AF Corse Ferrari 488 GT3 EVO 2020 antreten.