Sonntag, 7. November 2021

Klaus Bachler holt Pirelli Pole für Saisonfinale

Pole für Porsche-Pilot Klaus Bachler im letzten Rennen der Saison
Foto: Jens Hawrda

Während die Titelkandidaten auf die Plätze zwei, vier und acht fuhren, holte Porsche-Pilot Klaus Bachler für das Finalrennen der Deutschen GT-Meisterschaft auf dem Nürburgring den besten Startplatz.

Starker Nebel sorgte für eine Verschiebung des letzten Zeittrainings der Saison. Statt um 9.00 Uhr begann die Session um 10.45 Uhr. Im Fokus dabei standen vor allem die Piloten mit Meisterschaftschancen. Die beste Startposition hat hier Porsche-Pilot und Titelverteidiger Michael Ammermüller (SSR Performance), der bei nassen Bedingungen auf Platz zwei fuhr. Dem Bayern und Partner Mathieu Jaminet fehlten 0,257 Sekunden zur Bestzeit, die Markenkollege Klaus Bachler (Precote Herberth Motorspoort) gelang. Dank zweier Bonuspunkte für Platz zwei verringerten Ammermüller/Jaminet ihren Rückstand auf die Tabellenführer Ricardo Feller und Christopher Mies, die im Audi auf Platz vier fuhren, auf 23 Zähler. 25 werden im Rennen noch vergeben.

Die Tabellenzweiten Maro Engel und Luca Stolz (Mercedes-AMG Team Toksport WRT) wurden Achte – eine schwierige Ausgangssituation im Kampf um die Meisterschaft: Ihr Punkterückstand auf die Tabellenführer Feller/Mies beträgt 17 Zähler.

An der Spitze des Feldes wechselten sich hauptsächlich Porsche-Fahrer ab. Mehrmals wechselte in den Schlussminuten die Führung, bis sich Bachler endgültig mit 1.35,470 Minuten an die Spitze setzte. Für den Österreicher, der zusammen mit Simona De Silvestro im 911 GT3 R startet, war es der erste Pirelli Pole Position Award der Saison und die vierte Pole seiner Karriere. Als Lohn bekam Bachler drei Meisterschaftspunkte.

„Mega! Ich bin sehr glücklich“, freute sich Bachler. „Es war kein einfaches Jahr für mich, daher ist es schön, die Saison so zu beenden. Wir haben die richtige Entscheidung beim Set-up und bei den Reifen getroffen. Ich hatte eigentlich erwartet, dass wir am Ende mit Slicks fahren würden, aber zur Mitte der Session hat es angefangen zu nieseln. Da habe ich dann gesagt, dass wir auf Regenreifen bleiben. Wir haben neue Reifen für das Rennen, und von vorne zu starten ist immer am besten. Ich möchte das Rennen auch vorne beenden, aber hinter uns sind viele Meisterschaftskandidaten, da kann viel passieren. Wir schauen mal, wie es läuft.“

Zwischen die Titelkandidaten von SSR und Land schoben sich als Dritte mit 1.35,752 Minuten die Audi-Piloten Dries Vanthoor und Charles Weerts vom Team WRT. Fünfte wurden Joel Eriksson und Marco Holzer im Porsche 911 GT3 R vom Küs Team Bernhard.

Quelle: adac-Motorsport.de


Stimmen nach dem ersten Rennen auf dem Nürburgring

Foto: Jens Hawrda

Das sagten die Fahrer nach dem Samstagsrennen des Saisonfinales der Deutschen GT-Meisterschaft auf dem Nürburgring.

Ricardo Feller (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS), Gesamtplatz 1 und Sieger Pirelli-Junior-Wertung: 

„Das war heute absolut perfekt. Dritte Pole, dritter Rennsieg und Führung ausgebaut, das ist die ideale Ausgangsposition für das Rennen am Sonntag. Wir sind extrem motiviert für morgen. Das Duell am Start mit dem Toksport-Mercedes war eng, aber fair, danach hat der Porsche den Mercedes aber stark attackiert und ich konnte einen guten Abstand herausfahren. Das Auto hat sich heute sehr gut angefühlt, ich konnte meine Runden gut abspulen. Chris hat in seinem Stint das Auto sicher ins Ziel gebracht. Wir sind jetzt sehr nah dran am Meistertitel, es kann aber auch noch sehr viel passieren. Mit 17 Punkten ins letzte Rennen zu gehen ist gut und wir werden alles geben, um die Führung nach Hause zu bringen.“

Christopher Mies (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS), Gesamtplatz 1: 

„Wir sind etwas überrascht, dass der Audi hier so gut funktioniert, wir hatten uns eigentlich als dritte Kraft gesehen. Wir müssen sehen, dass wir morgen die Punkte gut verwalten, uns in keine Kämpfe verwickeln lassen und dann das Beste daraus machen. Im ADAC GT Masters geht es immer sehr eng zu und ich weiß, wie gut die anderen Fahrer sind, das wird auf jeden Fall eine enge Kiste morgen.“

Mathieu Jaminet (SSR Performance, Porsche 911 GT3 R), Gesamtplatz 2: 

„Ich bin wirklich glücklich mit dem Ergebnis, Land-Motorsport hat an diesem Tag einfach einen besseren Job gemacht und den Sieg verdient. Wir haben das Beste aus dem Qualifying-Ergebnis gemacht. Der Start des Rennens war sehr aufregend, ich hatte gesehen, dass viele Fahrzeuge nach innen ziehen, ich habe dann lieber versucht, außen zu bleiben und spät zu bremsen. Der drehende Lamborghini hat uns zum Glück nicht erwischt, wir sind gut durch die erste Runde gekommen. Später im Rennen habe ich versucht, an den Audi ranzukommen, zum Überholen hat es aber leider nicht gereicht. Morgen ist es unser Ziel, die Pole und den Sieg zu holen.“

Michael Ammermüller (SSR Performance, Porsche 911 GT3 R), Gesamtplatz 2: 

„Morgen gibt es nur eine Chance, wir müssen auf jeden Fall das Rennen gewinnen und dazu müssen wir von der Pole starten. Wir wussten, das der Audi hier schnell fahren kann, von der tatsächlichen Pace waren wir dann aber schon etwas überrascht. Hoffentlich ist die Strecke morgen nass, das würde uns bestimmt helfen. Aus eigener Kraft den Titel zu gewinnen wird morgen schwer, es muss auf jeden Fall was im Rennen passieren, damit wir das noch schaffen können.“

Thomas Preining (Küs Team Bernhard, Porsche 911 GT3 R), Gesamtplatz 3: 

„Wir hatten einen schwierigen Saisonstart, aber vielen Dank an das Team, dass wir uns zurückkämpfen konnten. Wir sind mittlerweile glücklicherweise sehr konstant und endlich da angekommen, wo wir hingehören. Christian hat mir das Auto in einer sehr guten Position übergeben, ich musste dann gar nicht mehr sehr viel machen. Wenn alles passt, können wir morgen sicher wieder ein Resultat wie heute einfahren.“

Christian Engelhart (Küs Team Bernhard, Porsche 911 GT3 R), Gesamtplatz 3: 

„Wir hatten heute ein sehr starkes Auto, mit dem viel möglich ist. Hoffentlich läuft das Qualifying morgen besser als heute.“

Maximilian Buhk (Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR), Gesamtplatz 4: 

„Lello hatte schon über Funk gemeldet, dass der Wagen beim Startcrash einiges abbekommen hatte, also wusste ich, was mich erwartet. Die Mamba war nicht leicht zu fahren, sodass ich zwar meine Position gut halten, aber nach vorne nichts mehr ausrichten konnte. Gegen Ende ließ dann die Performance deutlich nach, sodass ich gar nicht unglücklich war, als ich die schwarz-weiß karierte Flagge gesehen habe. Der fünfte Platz geht angesichts der Umstände voll in Ordnung. Mit drei Nullern im Saisonverlauf, davon zwei durch unverschuldete Kollisionen, wird’s eben schwierig. Dass wir vor dem Finalwochenende mit 26 Punkten Rückstand bestenfalls noch Außenseiterchancen haben würden, war uns auch klar. Und nachdem alle unsere Vorderleute in der Tabelle heute auch vor uns ins Ziel gekommen sind, brauchen wir jetzt nicht mehr zu rechnen. Gratulation an die bärenstarke Konkurrenz, die morgen um den Titel fighten wird! Wir haben mit der Meisterschaft nichts mehr am Hut und werden noch mal alles geben, um uns mit einem starken Ergebnis in die Winterpause verabschieden zu können.“

Quelle: adac-motorsport.de

GT4 Germany Titelentscheidung vertagt

 Aston Martin siegt auf dem Nürburgring

  • Hugo Sasse und Mike David Ortmann mit zweitem Saisonsieg
  • Ausfall nach Boxenstopp-Drama für Tabellenführer Schrey/Piana
  • Tom Kieffer und Christian Kosch mit nächsten Trophy-Sieg

Das Podium im Samstagrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring
Foto: ADAC-Motorsport

Drama, Action und ein britisches Siegerauto: Das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring bot packende Unterhaltung, klasse Motorsport und ein spannendes Finale. Am Ende siegten Hugo Sasse (17/Aschersleben) und Mike David Ortmann (22/Ahrensfelde, beide Prosport Racing) im Aston Martin Vantage GT4 vor Pavel Lefterov (23/BUL) und Stefan Bostandjiev (17/BUL, beide Overdrive Racing) sowie Nicolaj Møller Madsen (28/DNK) und Lukas Schreier (26/Leipzig, beide W&S Motorsport, alle Porsche). Aufgrund eines Ausfalls der Tabellenführer Michael Schrey (38/Wallenhorst) und Gabriele Piana (35/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) im BMW M4 ist die Entscheidung in der Fahrer-Meisterschaft auf Sonntag vertagt. „Ich bin einfach nur überglücklich. Unser Team hat uns ein super Auto hingestellt und Hugo ist zu Rennbeginn richtig stark gefahren. Morgen kann gerne schon der nächste Triumph kommen“, jubelte Ortmann über den zweiten Saisonsieg des Aston Martin-Duos.

Hugo Sasse hatte das Rennen von der zweiten Position aus begonnen, verlor jedoch direkt am Start zwei Plätze. Pole-Setter Ben Dörr (16/Butzbach, Dörr Motorsport) setzte sich derweil an der Spitze des Feldes leicht ab. Ihm folgte Tabellenführer Piana auf Platz zwei. Nach rund sechs Rennminuten fuhr Sasse am drittplatzierten Porsche von Christian Kosch (44/LUX, Team Allied-Racing) vorbei und machte sich auf die Verfolgung der beiden Spitzenreiter. Der in der Meisterschaft zweitplatzierte Jan Marschalkowski (18/Inning, Team Zakspeed) kämpfte im Mercedes-AMG währenddessen im Mittelfeld hart um die Positionen und verlor so den Anschluss auf vorderen Positionen. „Ich hatte am Start Probleme, gut weg zu kommen und bin dadurch auf Platz vier zurückgefallen. Mir war es dann wichtig, den Dritten schnell zu überholen, um nicht den Anschluss an die Top-Gruppe zu verlieren. Das ist mir gut gelungen. Ich habe danach die Reifen geschont“, beschrieb Sasse seinen Stint.

In der Phase der Boxenstopps ereignete sich dann das große Drama im Titelkampf: Durch den zweiten Platz von Piana deutete vieles auf einen vorzeitigen Meisterschaftsgewinn für den Italiener und Teamkollege Michael Schrey hin, insbesondere da die Verfolger Marschalkowski/Nouet zurücklagen. Piana verpasste jedoch beim Pflichtboxenstopp seinen Boxenplatz und kollidierte daraufhin in der Boxengasse noch mit einem Porsche. Das sorgte für das vorzeitige Aus und die Vertagung der Titelentscheidung auf Sonntag.

Der führende Dörr hatte inzwischen den Aston Martin an Teamkollege Nico Hantke übergeben. Doch in dessen Rückspiegel machte sich Markenkollege Ortmann immer breiter. Schnell überholte der ADAC GT Masters-Fahrer den Youngster und setzte sich an der Spitze ab. Hinter den beiden Aston Martin hatte Møller Madsen Rang drei inne. Der Champion von 2020 hatte zuvor den Porsche von W&S Motorsport von Teamkollege Schreier übernommen. Ordentlich auftrumpfen konnte im zweiten Rennabschnitt auch Pavel Lefterov im Overdrive-Porsche. Der Bulgare hatte das Fahrzeug auf Position sechs liegend von Stefan Bostandjiev in Empfang genommen und kämpfte sich mit sehenswerten Manövern nach vorne. Während Møller Madsen 16 Minuten vor Rennende Platz zwei von Hantke übernahm, schnappte sich wenige Minuten später auch Lefterov den Aston Martin. In der Schlussphase fighteten Møller Madsen und Lefterov um Platz zwei hinter Ortmann, der final auch den Sieg klar machte. Møller Madsen sah zwar als Zweiter die Zielflagge, wurde aber wegen Vorteilnahme durch Abkürzen in der Schicke auf Platz drei gestuft. Laufsieger Hugo Sasse hatte gleich doppelten Grund zur Freude, da er auch den Triumph in der Junior-Wertung einfahren konnte.

Nico Hantke beendete das Rennen auf Platz vier vor dem zweiten Aston Martin Vantage von Dörr Motorsport mit Andreas Wirth (36/Waghäusel) und Phil Dörr (20/Butzbach). Joel Sturm (19/Brühl) und Paul-Aurel König (17/Hameln, beide Team Allied-Racing) kamen auf Rang sechs vor Tom Kieffer (46/LUX) und Christian Kosch (44/LUX, beide Team Allied-Racing, alle Porsche), die somit zum sechsten Mal in Folge die Trophy-Wertung für sich entschieden. Platz acht ging an das Mercedes-AMG-Duo Marc de Fulgencio (22/ESP) und Robin Falkenbach (19/Niederkassel, beide Leipert Motorsport). Durch Rang neun konnten Marschalkowski/Nouet den Rückstand in der Gesamtwertung auf Piana/Schrey auf zwölf Punkte verkürzen. Die Top Zehn komplettierten John Paul Southern (19/USA) und Jan Philipp Springob (20/Köln, beide T3 Motorsport) im Audi R8 LMS GT4.

Stefan Bostandjiev – Zweiter im Porsche: „Ich bin unglaublich glücklich. Zuletzt hatte ich mit Platz drei in Hockenheim mein erstes Podium im Automobilsport geholt. Nun haben wir durch Platz zwei noch einen drauf gesetzt. Mein Stint war hart. Ich hatte mit einem Aston Martin für fünf oder sechs Runden richtig intensiv gekämpft. Pavel hat im zweiten Rennabschnitt dann eine absolut mega Leistung geboten. Wir werden dieses Resultat heute im Team ein wenig feiern.“

Pavel Lefterov – Zweiter im Porsche: „Das gesamte Team hat wieder einmal einen richtig guten Job gemacht. Man kann unseren Fortschritt über die Saison sehr gut an den Ergebnissen ablesen. Stefan hatte eine starke Pace zu Rennbeginn. Ich wollte dann so schnell wie möglich ins Auto, um noch weiter nach vorne zu fahren. Ich habe jede Runde gepusht. Der Kampf mit Nicolaj Møller Madsen am Ende hat richtig Spaß gemacht. Es war einfach nur ein super Rennen.“

Das Saisonfinale der ADAC GT4 Germany wird am Sonntag um 11:45 Uhr gestartet und auf RTL+ sowie auf adac.de/motorsport im Livestream übertragen. In allen vier Wertungen stehen die Meisterschaftsentscheidungen noch aus.

Tabellenführer Feller/Mies siegen am Nürburgring

Dreikampf um die Deutsche GT-Meisterschaft entscheidet sich am Sonntag

  • Dritter Saisonsieg der Audi-Fahrer und Tabellenführer Ricardo Feller/Christopher Mies
  • Drei Fahrerduos vor Finalrennen noch mit Meisterschaftschancen
  • Team-Wertung sowie Pirelli-Junior- und Pirelli-Trophy-Wertung ebenfalls noch offen

Feller/Mies gehen mit 17 Punkten Vorsprung in das letzte Saisonrennen
Foto: ADAC-Motorsport

Matchball für die Tabellenführer, Dämpfer für die Verfolger: Die Titelentscheidung in der Deutschen GT-Meisterschaft fällt im letzten Saisonrennen am Sonntag auf dem Nürburgring. Zwar holten die Audi-Fahrer Ricardo Feller (21/CH) und Christopher Mies (32/Düsseldorf, beide Montaplast by Land-Motorsport) dank einer souveränen Leistung im vorletzten Saisonrennen ihren dritten Sieg und bauten damit ihren Punktevorsprung deutlich aus. Doch vor dem Finalrennen haben noch drei Fahrerpaarungen Chancen auf den Titel. Darunter auch die Zweitplatzierten des Rennens, Mathieu Jaminet (27/F) und Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster, beide SSR Performance). Rang drei ging am Samstag an deren Porsche-Markenkollegen Christian Engelhart (34/Starnberg) und Thomas Preining (23/A, beide Küs Team Bernhard). „Das war heute absolut perfekt. Dritte Pole, dritter Rennsieg und Führung ausgebaut, das ist die perfekte Ausgangsposition für das Rennen am Sonntag“, so Sieger Feller. „Wir sind extrem motiviert für morgen.“


Keyfacts, Nürburgring, Nürburg, Saisonrennen 13 von 14

Streckenlänge: 3,629 Meter

Wetter: 7 Grad, sonnig

Pole-Position: Ricardo Feller (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS), 1.26,688 Min.

Sieger: Ricardo Feller/Christopher Mies (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS)

Schnellste Rennrunde: Ricardo Feller, 1.27,741 Min.


Feller mit starkem Auftritt

Ricardo Feller legte in der ersten Rennhälfte den Grundstein für den Sieg der Tabellenführer. Nach der Pole-Position im Qualifying wurde er zu Rennbeginn zwar vom Tabellenzweiten Luca Stolz (26/Brachbach, Mercedes-AMG Team Toksport WRT) bedrängt, fuhr dann aber sukzessive einen Vorsprung heraus. Beim Fahrerwechsel zur Rennmitte lag er fast sieben Sekunden vor Stolz. Partner Mies brachte anschließend den Sieg ohne Probleme ins Ziel. Sein Vorsprung betrug am Ende 3,490 Sekunden. Dank ihres Triumphs haben Feller und Mies vor dem letzten Saisonrennen am Sonntag 17 Punkte Vorsprung, 28 werden am Sonntag noch maximal vergeben. Feller holte sich gleichzeitig auch seinen sechsten Klassensieg in der Pirelli-Trophy-Wertung für Nachwuchsfahrer, in der er auch die Tabelle anführt. Dank des Sieges übernahm ihr Rennstall Montaplast by Land-Motorsport die Führung in der Team-Wertung.

Während an der Spitze alles klar war, wirbelten die Boxenstopps die Verfolgerpositionen noch einmal durcheinander. Die Porsche-Fahrer Jaminet und Ammermüller lagen in der ersten Rennhälfte auf Rang drei, setzten aber zur Rennmitte auf einen frühen Fahrerwechsel. Das zahlte sich aus: Die SSR-Piloten zogen am Mercedes-AMG vorbei auf Platz zwei, den sie auch ins Ziel brachten. Damit haben Jaminet und Titelverteidiger Ammermüller am Sonntag weiterhin Titelchancen. Ihr Punkterückstand beträgt jedoch 25 Zähler. Auch die Porsche-Piloten Christian Engelhart (34/Starnberg) und Thomas Preining (23/A, beide Küs Team Bernhard) kamen während des Boxenstoppfensters am Mercedes-AMG von Stolz und Engel vorbei und holten sich als Dritte ihr zweites Podium der Saison. Die Mercedes-Werksfahrer Stolz und Engel mussten sich daher mit Rang vier begnügen, liegen aber weiterhin auf dem zweiten Tabellenrang. Mit 17 Punkten Rückstand auf die Spitzenreiter bleiben sie deren engste Verfolger.

Die Mercedes-Werksfahrer Raffaele Marciello (26/I) und Maximilian Buhk (28/Hamburg, beide Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR) kamen als Fünfte ins Ziel und mussten sich so von ihren zuvor noch rechnerischen Titelchancen verabschieden. Dahinter holten die Lamborghini-Junioren Maximilian Paul (21/Dresden) und Luca Ghiotto (26/I) mit Platz sechs das bisher beste Ergebnis ihres Rennstalls T3 Motorsport im ADAC GT Masters. Die Markenkollegen Rolf Ineichen (43/CH) und Franck Perera (37/F, beide GRT Grasser Racing Team) fuhren dahinter als Siebte ins Ziel, Ineichen holte damit seinen neunten Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung in dieser Saison. Rang acht holten sich die Audi-Fahrer Kim-Luis Schramm (24/Meuspath) und Dennis Marschall (25/Eggenstein, beide Rutronik Racing by Tece), dahinter platzierten sich die BMW-Werksfahrer Jesse Krohn (31/FIN) und Nick Yelloly (30/GB, beide Schubert Motorsport). Die Top 10 komplettierten die Audi-Fahrer Charles Weerts (20/B) und Dries Vanthoor (23/B, beide Team WRT).

Im Titelkampf der Pirelli-Trophy-Wertung führt vor dem 14. Saisonrennen Audi-Pilot Florian Spengler (33/Ellwangen, Car Collection Motorsport) vor Markenkollege und Titelverteidiger Elia Erhart (33/Röttenbach, Rutronik Racing by Tece).

Stimmen der Sieger

Ricardo Feller: 

„Das Duell am Start mit dem Toksport-Mercedes war eng, aber fair, danach hat der Porsche den Mercedes aber stark attackiert und ich konnte einen guten Abstand herausfahren. Das Auto hat sich heute sehr gut angefühlt, ich konnte meine Runden gut abspulen. Chris hat in seinem Stint das Auto sicher ins Ziel gebracht. Wir sind jetzt sehr nah dran am Meistertitel, es kann aber auch noch sehr viel passieren. Mit 17 Punkten ins letzte Rennen zu gehen ist gut und wir werden alles geben, um die Führung nach Hause zu bringen.“

Christopher Mies: 

„Wir sind etwas überrascht, dass der Audi hier so gut funktioniert, wir hatten uns eigentlich als dritte Kraft gesehen. Wir müssen sehen, dass wir morgen die Punkte gut verwalten, uns in keine Kämpfe verwickeln lassen und dann das Beste daraus machen. Im ADAC GT Masters geht es immer sehr eng zu und ich weiß, wie gut die anderen Fahrer sind, das wird auf jeden Fall eine enge Kiste morgen.“

Samstag, 6. November 2021

Tabellenführer Ricardo Feller holt Pole

Spannender geht es nicht: Tabellenführer Ricardo Feller holte sich für das Samstagsrennen beim Finalwochenende des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring die Pole-Position – und die schärfsten Titelrivalen folgen direkt dahinter.

Ricardo Feller holt Pole für's vorletzte Saisonrennen
Foto: Jens Hawrda

Unter den ersten sechs platzierten sich die fünf Punktbesten der Gesamtwertung.

Angeführt wurde das Quintett der Meisterschaftskandidaten von Audi-Fahrer Feller, der sich zum dritten Mal in dieser Saison den Pirelli Pole Position Award und damit drei wertvolle Meisterschaftspunkte für sich und Partner Christopher Mies sicherte. Feller setzte sich in der Schlussphase des 20-minütigen Zeittrainings erstmals mit einer Zeit von 1.26,873 Minuten an die Spitze des Feldes und legte anschließend mit 1.26,688 Minuten noch einmal nach. Das reichte für den besten Startplatz.

„Ein perfektes Qualifying“, sagte Feller. „Die drei Punkte sind sehr wichtig im Titelkampf, denn es ist extrem eng an der Spitze. Der Schlüssel für die Pole war es, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Vor allem bei den Vorderreifen war es nicht einfach. Das Rennen wird sehr spannend mit unseren Titelrivalen direkt hinter uns. Ich freue mich drauf.“

Neben Feller und Mies starten die Tabellenzweiten Luca Stolz und Maro Engel (Mercedes-AMG Team Toksport WRT) aus der ersten Startreihe. Stolz war lediglich 0,072 Sekunden langsamer als der Pole-Setter. Mirko Bortolotti, als Tabellenfünfter ebenfalls noch mit Meisterschaftschancen, folgte als Dritter mit nur weiteren 11 Tausendstelsekunden Abstand. Der Italiener teilt sich am Finalwochenende den Huracán GT3 Evo des GRT Grasser Racing Teams erneut mit Lamborghini-Werksfahrerkollege Marco Mapelli.

Vierte wurden Sven Müller und Robert Renauer (Precote Herberth Motorsport) im besten Porsche, auf Platz fünf folgten die Tabellenvierten Raffaele Marciello und Maximilian Buhk im Mercedes-AMG vom Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR. Marciellos Bestzeit betrug 1.26,836 Minuten. Sechste wurden die Tabellendritten Mathieu Jaminet/Michael Ammermüller (SSR Performance). Ihnen fehlten 0,172 Sekunden auf die Pole-Position.

Quelle: adac-motorsport.de