Sonntag, 7. November 2021

GT4 Germany Titelentscheidung vertagt

 Aston Martin siegt auf dem Nürburgring

  • Hugo Sasse und Mike David Ortmann mit zweitem Saisonsieg
  • Ausfall nach Boxenstopp-Drama für Tabellenführer Schrey/Piana
  • Tom Kieffer und Christian Kosch mit nächsten Trophy-Sieg

Das Podium im Samstagrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring
Foto: ADAC-Motorsport

Drama, Action und ein britisches Siegerauto: Das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring bot packende Unterhaltung, klasse Motorsport und ein spannendes Finale. Am Ende siegten Hugo Sasse (17/Aschersleben) und Mike David Ortmann (22/Ahrensfelde, beide Prosport Racing) im Aston Martin Vantage GT4 vor Pavel Lefterov (23/BUL) und Stefan Bostandjiev (17/BUL, beide Overdrive Racing) sowie Nicolaj Møller Madsen (28/DNK) und Lukas Schreier (26/Leipzig, beide W&S Motorsport, alle Porsche). Aufgrund eines Ausfalls der Tabellenführer Michael Schrey (38/Wallenhorst) und Gabriele Piana (35/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) im BMW M4 ist die Entscheidung in der Fahrer-Meisterschaft auf Sonntag vertagt. „Ich bin einfach nur überglücklich. Unser Team hat uns ein super Auto hingestellt und Hugo ist zu Rennbeginn richtig stark gefahren. Morgen kann gerne schon der nächste Triumph kommen“, jubelte Ortmann über den zweiten Saisonsieg des Aston Martin-Duos.

Hugo Sasse hatte das Rennen von der zweiten Position aus begonnen, verlor jedoch direkt am Start zwei Plätze. Pole-Setter Ben Dörr (16/Butzbach, Dörr Motorsport) setzte sich derweil an der Spitze des Feldes leicht ab. Ihm folgte Tabellenführer Piana auf Platz zwei. Nach rund sechs Rennminuten fuhr Sasse am drittplatzierten Porsche von Christian Kosch (44/LUX, Team Allied-Racing) vorbei und machte sich auf die Verfolgung der beiden Spitzenreiter. Der in der Meisterschaft zweitplatzierte Jan Marschalkowski (18/Inning, Team Zakspeed) kämpfte im Mercedes-AMG währenddessen im Mittelfeld hart um die Positionen und verlor so den Anschluss auf vorderen Positionen. „Ich hatte am Start Probleme, gut weg zu kommen und bin dadurch auf Platz vier zurückgefallen. Mir war es dann wichtig, den Dritten schnell zu überholen, um nicht den Anschluss an die Top-Gruppe zu verlieren. Das ist mir gut gelungen. Ich habe danach die Reifen geschont“, beschrieb Sasse seinen Stint.

In der Phase der Boxenstopps ereignete sich dann das große Drama im Titelkampf: Durch den zweiten Platz von Piana deutete vieles auf einen vorzeitigen Meisterschaftsgewinn für den Italiener und Teamkollege Michael Schrey hin, insbesondere da die Verfolger Marschalkowski/Nouet zurücklagen. Piana verpasste jedoch beim Pflichtboxenstopp seinen Boxenplatz und kollidierte daraufhin in der Boxengasse noch mit einem Porsche. Das sorgte für das vorzeitige Aus und die Vertagung der Titelentscheidung auf Sonntag.

Der führende Dörr hatte inzwischen den Aston Martin an Teamkollege Nico Hantke übergeben. Doch in dessen Rückspiegel machte sich Markenkollege Ortmann immer breiter. Schnell überholte der ADAC GT Masters-Fahrer den Youngster und setzte sich an der Spitze ab. Hinter den beiden Aston Martin hatte Møller Madsen Rang drei inne. Der Champion von 2020 hatte zuvor den Porsche von W&S Motorsport von Teamkollege Schreier übernommen. Ordentlich auftrumpfen konnte im zweiten Rennabschnitt auch Pavel Lefterov im Overdrive-Porsche. Der Bulgare hatte das Fahrzeug auf Position sechs liegend von Stefan Bostandjiev in Empfang genommen und kämpfte sich mit sehenswerten Manövern nach vorne. Während Møller Madsen 16 Minuten vor Rennende Platz zwei von Hantke übernahm, schnappte sich wenige Minuten später auch Lefterov den Aston Martin. In der Schlussphase fighteten Møller Madsen und Lefterov um Platz zwei hinter Ortmann, der final auch den Sieg klar machte. Møller Madsen sah zwar als Zweiter die Zielflagge, wurde aber wegen Vorteilnahme durch Abkürzen in der Schicke auf Platz drei gestuft. Laufsieger Hugo Sasse hatte gleich doppelten Grund zur Freude, da er auch den Triumph in der Junior-Wertung einfahren konnte.

Nico Hantke beendete das Rennen auf Platz vier vor dem zweiten Aston Martin Vantage von Dörr Motorsport mit Andreas Wirth (36/Waghäusel) und Phil Dörr (20/Butzbach). Joel Sturm (19/Brühl) und Paul-Aurel König (17/Hameln, beide Team Allied-Racing) kamen auf Rang sechs vor Tom Kieffer (46/LUX) und Christian Kosch (44/LUX, beide Team Allied-Racing, alle Porsche), die somit zum sechsten Mal in Folge die Trophy-Wertung für sich entschieden. Platz acht ging an das Mercedes-AMG-Duo Marc de Fulgencio (22/ESP) und Robin Falkenbach (19/Niederkassel, beide Leipert Motorsport). Durch Rang neun konnten Marschalkowski/Nouet den Rückstand in der Gesamtwertung auf Piana/Schrey auf zwölf Punkte verkürzen. Die Top Zehn komplettierten John Paul Southern (19/USA) und Jan Philipp Springob (20/Köln, beide T3 Motorsport) im Audi R8 LMS GT4.

Stefan Bostandjiev – Zweiter im Porsche: „Ich bin unglaublich glücklich. Zuletzt hatte ich mit Platz drei in Hockenheim mein erstes Podium im Automobilsport geholt. Nun haben wir durch Platz zwei noch einen drauf gesetzt. Mein Stint war hart. Ich hatte mit einem Aston Martin für fünf oder sechs Runden richtig intensiv gekämpft. Pavel hat im zweiten Rennabschnitt dann eine absolut mega Leistung geboten. Wir werden dieses Resultat heute im Team ein wenig feiern.“

Pavel Lefterov – Zweiter im Porsche: „Das gesamte Team hat wieder einmal einen richtig guten Job gemacht. Man kann unseren Fortschritt über die Saison sehr gut an den Ergebnissen ablesen. Stefan hatte eine starke Pace zu Rennbeginn. Ich wollte dann so schnell wie möglich ins Auto, um noch weiter nach vorne zu fahren. Ich habe jede Runde gepusht. Der Kampf mit Nicolaj Møller Madsen am Ende hat richtig Spaß gemacht. Es war einfach nur ein super Rennen.“

Das Saisonfinale der ADAC GT4 Germany wird am Sonntag um 11:45 Uhr gestartet und auf RTL+ sowie auf adac.de/motorsport im Livestream übertragen. In allen vier Wertungen stehen die Meisterschaftsentscheidungen noch aus.

Tabellenführer Feller/Mies siegen am Nürburgring

Dreikampf um die Deutsche GT-Meisterschaft entscheidet sich am Sonntag

  • Dritter Saisonsieg der Audi-Fahrer und Tabellenführer Ricardo Feller/Christopher Mies
  • Drei Fahrerduos vor Finalrennen noch mit Meisterschaftschancen
  • Team-Wertung sowie Pirelli-Junior- und Pirelli-Trophy-Wertung ebenfalls noch offen

Feller/Mies gehen mit 17 Punkten Vorsprung in das letzte Saisonrennen
Foto: ADAC-Motorsport

Matchball für die Tabellenführer, Dämpfer für die Verfolger: Die Titelentscheidung in der Deutschen GT-Meisterschaft fällt im letzten Saisonrennen am Sonntag auf dem Nürburgring. Zwar holten die Audi-Fahrer Ricardo Feller (21/CH) und Christopher Mies (32/Düsseldorf, beide Montaplast by Land-Motorsport) dank einer souveränen Leistung im vorletzten Saisonrennen ihren dritten Sieg und bauten damit ihren Punktevorsprung deutlich aus. Doch vor dem Finalrennen haben noch drei Fahrerpaarungen Chancen auf den Titel. Darunter auch die Zweitplatzierten des Rennens, Mathieu Jaminet (27/F) und Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster, beide SSR Performance). Rang drei ging am Samstag an deren Porsche-Markenkollegen Christian Engelhart (34/Starnberg) und Thomas Preining (23/A, beide Küs Team Bernhard). „Das war heute absolut perfekt. Dritte Pole, dritter Rennsieg und Führung ausgebaut, das ist die perfekte Ausgangsposition für das Rennen am Sonntag“, so Sieger Feller. „Wir sind extrem motiviert für morgen.“


Keyfacts, Nürburgring, Nürburg, Saisonrennen 13 von 14

Streckenlänge: 3,629 Meter

Wetter: 7 Grad, sonnig

Pole-Position: Ricardo Feller (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS), 1.26,688 Min.

Sieger: Ricardo Feller/Christopher Mies (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS)

Schnellste Rennrunde: Ricardo Feller, 1.27,741 Min.


Feller mit starkem Auftritt

Ricardo Feller legte in der ersten Rennhälfte den Grundstein für den Sieg der Tabellenführer. Nach der Pole-Position im Qualifying wurde er zu Rennbeginn zwar vom Tabellenzweiten Luca Stolz (26/Brachbach, Mercedes-AMG Team Toksport WRT) bedrängt, fuhr dann aber sukzessive einen Vorsprung heraus. Beim Fahrerwechsel zur Rennmitte lag er fast sieben Sekunden vor Stolz. Partner Mies brachte anschließend den Sieg ohne Probleme ins Ziel. Sein Vorsprung betrug am Ende 3,490 Sekunden. Dank ihres Triumphs haben Feller und Mies vor dem letzten Saisonrennen am Sonntag 17 Punkte Vorsprung, 28 werden am Sonntag noch maximal vergeben. Feller holte sich gleichzeitig auch seinen sechsten Klassensieg in der Pirelli-Trophy-Wertung für Nachwuchsfahrer, in der er auch die Tabelle anführt. Dank des Sieges übernahm ihr Rennstall Montaplast by Land-Motorsport die Führung in der Team-Wertung.

Während an der Spitze alles klar war, wirbelten die Boxenstopps die Verfolgerpositionen noch einmal durcheinander. Die Porsche-Fahrer Jaminet und Ammermüller lagen in der ersten Rennhälfte auf Rang drei, setzten aber zur Rennmitte auf einen frühen Fahrerwechsel. Das zahlte sich aus: Die SSR-Piloten zogen am Mercedes-AMG vorbei auf Platz zwei, den sie auch ins Ziel brachten. Damit haben Jaminet und Titelverteidiger Ammermüller am Sonntag weiterhin Titelchancen. Ihr Punkterückstand beträgt jedoch 25 Zähler. Auch die Porsche-Piloten Christian Engelhart (34/Starnberg) und Thomas Preining (23/A, beide Küs Team Bernhard) kamen während des Boxenstoppfensters am Mercedes-AMG von Stolz und Engel vorbei und holten sich als Dritte ihr zweites Podium der Saison. Die Mercedes-Werksfahrer Stolz und Engel mussten sich daher mit Rang vier begnügen, liegen aber weiterhin auf dem zweiten Tabellenrang. Mit 17 Punkten Rückstand auf die Spitzenreiter bleiben sie deren engste Verfolger.

Die Mercedes-Werksfahrer Raffaele Marciello (26/I) und Maximilian Buhk (28/Hamburg, beide Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR) kamen als Fünfte ins Ziel und mussten sich so von ihren zuvor noch rechnerischen Titelchancen verabschieden. Dahinter holten die Lamborghini-Junioren Maximilian Paul (21/Dresden) und Luca Ghiotto (26/I) mit Platz sechs das bisher beste Ergebnis ihres Rennstalls T3 Motorsport im ADAC GT Masters. Die Markenkollegen Rolf Ineichen (43/CH) und Franck Perera (37/F, beide GRT Grasser Racing Team) fuhren dahinter als Siebte ins Ziel, Ineichen holte damit seinen neunten Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung in dieser Saison. Rang acht holten sich die Audi-Fahrer Kim-Luis Schramm (24/Meuspath) und Dennis Marschall (25/Eggenstein, beide Rutronik Racing by Tece), dahinter platzierten sich die BMW-Werksfahrer Jesse Krohn (31/FIN) und Nick Yelloly (30/GB, beide Schubert Motorsport). Die Top 10 komplettierten die Audi-Fahrer Charles Weerts (20/B) und Dries Vanthoor (23/B, beide Team WRT).

Im Titelkampf der Pirelli-Trophy-Wertung führt vor dem 14. Saisonrennen Audi-Pilot Florian Spengler (33/Ellwangen, Car Collection Motorsport) vor Markenkollege und Titelverteidiger Elia Erhart (33/Röttenbach, Rutronik Racing by Tece).

Stimmen der Sieger

Ricardo Feller: 

„Das Duell am Start mit dem Toksport-Mercedes war eng, aber fair, danach hat der Porsche den Mercedes aber stark attackiert und ich konnte einen guten Abstand herausfahren. Das Auto hat sich heute sehr gut angefühlt, ich konnte meine Runden gut abspulen. Chris hat in seinem Stint das Auto sicher ins Ziel gebracht. Wir sind jetzt sehr nah dran am Meistertitel, es kann aber auch noch sehr viel passieren. Mit 17 Punkten ins letzte Rennen zu gehen ist gut und wir werden alles geben, um die Führung nach Hause zu bringen.“

Christopher Mies: 

„Wir sind etwas überrascht, dass der Audi hier so gut funktioniert, wir hatten uns eigentlich als dritte Kraft gesehen. Wir müssen sehen, dass wir morgen die Punkte gut verwalten, uns in keine Kämpfe verwickeln lassen und dann das Beste daraus machen. Im ADAC GT Masters geht es immer sehr eng zu und ich weiß, wie gut die anderen Fahrer sind, das wird auf jeden Fall eine enge Kiste morgen.“

Samstag, 6. November 2021

Tabellenführer Ricardo Feller holt Pole

Spannender geht es nicht: Tabellenführer Ricardo Feller holte sich für das Samstagsrennen beim Finalwochenende des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring die Pole-Position – und die schärfsten Titelrivalen folgen direkt dahinter.

Ricardo Feller holt Pole für's vorletzte Saisonrennen
Foto: Jens Hawrda

Unter den ersten sechs platzierten sich die fünf Punktbesten der Gesamtwertung.

Angeführt wurde das Quintett der Meisterschaftskandidaten von Audi-Fahrer Feller, der sich zum dritten Mal in dieser Saison den Pirelli Pole Position Award und damit drei wertvolle Meisterschaftspunkte für sich und Partner Christopher Mies sicherte. Feller setzte sich in der Schlussphase des 20-minütigen Zeittrainings erstmals mit einer Zeit von 1.26,873 Minuten an die Spitze des Feldes und legte anschließend mit 1.26,688 Minuten noch einmal nach. Das reichte für den besten Startplatz.

„Ein perfektes Qualifying“, sagte Feller. „Die drei Punkte sind sehr wichtig im Titelkampf, denn es ist extrem eng an der Spitze. Der Schlüssel für die Pole war es, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Vor allem bei den Vorderreifen war es nicht einfach. Das Rennen wird sehr spannend mit unseren Titelrivalen direkt hinter uns. Ich freue mich drauf.“

Neben Feller und Mies starten die Tabellenzweiten Luca Stolz und Maro Engel (Mercedes-AMG Team Toksport WRT) aus der ersten Startreihe. Stolz war lediglich 0,072 Sekunden langsamer als der Pole-Setter. Mirko Bortolotti, als Tabellenfünfter ebenfalls noch mit Meisterschaftschancen, folgte als Dritter mit nur weiteren 11 Tausendstelsekunden Abstand. Der Italiener teilt sich am Finalwochenende den Huracán GT3 Evo des GRT Grasser Racing Teams erneut mit Lamborghini-Werksfahrerkollege Marco Mapelli.

Vierte wurden Sven Müller und Robert Renauer (Precote Herberth Motorsport) im besten Porsche, auf Platz fünf folgten die Tabellenvierten Raffaele Marciello und Maximilian Buhk im Mercedes-AMG vom Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR. Marciellos Bestzeit betrug 1.26,836 Minuten. Sechste wurden die Tabellendritten Mathieu Jaminet/Michael Ammermüller (SSR Performance). Ihnen fehlten 0,172 Sekunden auf die Pole-Position.

Quelle: adac-motorsport.de

Dries Vanthoor Schnellster im 2. Freien Training

Audi-Pilot Dries Vanthoor fuhr im zweiten Freien Training des Saisonfinales die beste Rundenzeit und schließt damit den Freitag mit der Tagesbestzeit ab.

Dries Vanthoor Schnellster im zweiten Freien Training
Foto: Jens Hawrda

Auf der inzwischen komplett abgetrockneten Nürburgring-Sprintstrecke war der Fahrer vom Team WRT mit 1.27.354 Minuten knapp 0,8 Sekunden schneller als Porsche-Werksfahrer Mathieu Jaminet (SSR-Porsche) im Training am Vormittag. „Im zweiten Training lief es ziemlich gut“, so Vanthoor, der sich im R8 LMS mit Charles Weerts abwechselt. „Im ersten Training hatte ich einen kleinen Ausrutscher, daher ist es gut, jetzt so zurückzukommen und Schnellster zu sein. Aber es ist natürlich noch früh am Wochenende. Bei so kalten Bedingungen fahren wir nicht oft, aber sie sind ja für alle gleich. Wir haben eine eher schwierige Saison, aber zuletzt einen Aufwärtstrend. Unser Ziel ist, die Saison mit einem Sieg abzuschließen.“

Nach Platz drei im ersten Training fuhren Titelverteidiger Christian Engelhart und Porsche-Werksfahrer Thomas Preining diesmal auf die zweite Position. Preining war 0,237 Sekunden langsamer als Vanthoor. Auf dem dritten Rang folgten mit den Tabellendritten Jaminet und Michael Ammermüller die bestplatzierten Titelkandidaten. Jaminet fuhr im zweiten Training eine Zeit von 1.27,811 Minuten. Als Vierte folgten mit 1.27,873 Minuten Markus Winkelhock und Florian Spengler (Car Collection-Audi), der Führende in der Pirelli-Trophy-Wertung. Die Fünfte Position ging an Igor Waliłko und Jules Gounon im Mercedes-AMG des Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing.

Die Tabellenführer Ricardo Feller und Christopher Mies wurden im Audi von Montaplast by Land-Motorsport diesmal Sechste, direkt dahinter platzierten sich Luca Stolz und Maro Engel (Mercedes-AMG Team Toksport WRT), mit vier Punkten Rückstand aktuell Gesamtzweite.

„Ich bin happy“, sagt Ex-Meister Mies. „Wir haben keine neuen Reifen eingesetzt, daher bin ich mit der Zeit zufrieden. Ricardo ist ein guter Qualifyer. Ich hoffe, dass wir morgen unter den ersten drei stehen. Tendenziell haben hier Mercedes und Porsche einen leichten Vorteil, deswegen würde ich sagen: Ein Platz in den Top 5 wäre gut.“

Mercedes-AMG-Werksfahrer Luca Stolz prophezeit einen engen Titelkampf: „Wir fahren immer noch unserem ersten Saisonsieg hinterher, daher wäre es cool, hier auf der Heimstrecke vom Team und mir endlich den Sieg zu holen. Aber es wird bei diesen kalten Temperaturen nicht einfach. Beim Wetter kann man nicht so richtig abschätzen, wie es sich entwickelt. Das Ziel im Titelkampf muss sein, vor dem Land-Audi anzukommen. Aber Land ist hier auch immer stark und der SSR-Porsche natürlich auch.“

Quelle: adac-motorsport.de

Andersen greift mit Debütsieg nach dem Vizetitel in der ADAC TCR Germany

  • Hyundai-Fahrer aus Dänemark springt auf Platz zwei der Fahrerwertung
  • Kollision zwischen Dominik Fugel und Scalvini kostet beiden Piloten wertvolle Punkte
  • Marcel Fugel feiert sein bestes Saisonergebnis

Martin Andersen holt ersten Sieg in der ADAC TCR Germany
Foto: Jens Hawrda

Martin Andersen (27, Dänemark, Hyundai Team Engstler) macht mit seinem ersten Sieg in der ADAC TCR Germany seine Ambitionen auf den Vizemeistertitel deutlich. Der Hyundai-Pilot setzt sein starkes Wochenende fort und gewinnt das erste Rennen der ADAC TCR Germany am Nürburgring. Nach 20 Runden überquerte Andersen die Ziellinie mit einem deutlichen Vorsprung von 13 Sekunden vor dem Zweitplatzierten Honda von Marcel Fugel (21, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) und jubelte über seinen ersten Sieg. Für Fugel, der mit einem ersten und zweiten Platz bereits eine starke Qualifikation fuhr, war der zweite Platz das bisher beste Saisonergebnis. Als Dritter kam der bereits als Sieger der Honda Junior Wertung feststehende Nico Gruber (20, Österreich, Hyundai Team Engstler) in seinem Hyundai i30 N TCR ins Ziel.

„Das Rennen war sensationell. Es war mein erster Sieg in der Serie. Die 25 Punkte sind sehr wichtig, besonders in diesem Rennen, in dem meine beiden Gegner etwas weiter hinten waren. Für die Fahrerwertung ist das ein super Ergebnis“, freute sich Andersen: „Morgen werden wir versuchen, das heutige Ergebnis zu wiederholen. Das Auto ist super und die Strecke liegt mir immer besser. Der Kampf um den zweiten Platz ist super eng, aber wir werden alles geben, um diesen Fight zu gewinnen.“

Andersens ärgste Konkurrenten um Platz zwei der Fahrerwertung standen sich hingegen am Samstag selbst im Weg. In Runde zwei kam es zur Kollision zwischen Dominik Fugel (24, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) im Honda und Eric Scalvini (26, Italien, Wimmer Werk Motorsport) im Cupra. Die Rennleitung belegte Fugel mit einer Durchfahrtsstrafe, Scalvini drehte sich bei dem Kontakt und fiel bis ans Ende des Feldes zurück. Der Italiener konnte sich von diesem Zwischenfall nicht mehr erholen und beendete das Rennen schließlich auf Platz zehn. Fugel allerdings zeigte gleich zweimal eine herausragende Aufholjagd. Der von Platz neun ins Rennen gestartete Chemnitzer fiel durch den Kontakt mit dem Cupra bis an das Ende des Feldes, kämpfte sich bis Rennende aber noch bis auf Rang vier nach vorn.

Der Start in das vorletzte Rennen der Saison 2021 verlief geordnet: Marcel Fugel erwischte einen guten Start, Andersen konnte seine Pole Position jedoch in die Führung ummünzen. Der Däne vergrößerte seinen Vorsprung mit jeder Runde und fuhr souverän zum Sieg.

Der spannendste Kampf des Feldes ereignete sich zwischen Marcel Fugel und Nico Gruber. Beide Fahrer lieferten sich über mehrere Runden ein atemberaubendes Duell um den zweiten Platz. Fugel konnte seinen Platz aber behaupten und sicherte sich sein bestes Saisonergebnis.

„Wir hatten durch das Qualifying eine gute Ausgangslage und hatten gehofft beim Start den ersten Platz zu erobern, das hat leider nicht funktioniert. Den zweiten Platz dann zu verteidigen war eine große Sache und wir sind super happy mit dem Ergebnis“, betonte Marcel Fugel nach dem Rennen: „Morgen starten wir dann von P1. Wenn wir einen ähnlich guten Start erwischen wie heute, könnte das morgen sehr gut werden.“

Auf dem fünften Platz beendete Robin Jahr (30, Deutschland, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) das Rennen, als sechster kam Patrick Sing (29, Ellwangen, RaceSing) im Hyundai i30 N TCR ins Ziel.

Das zweite Rennen der ADAC TCR Germany findet am Sonntag um 10.45 Uhr statt. Das Rennen ist auf adac.de/motorsport und bei RTL+ (rtlplus.com) im Livestream zu sehen.