Donnerstag, 30. September 2021

DTM: Stimmen vor dem Rennwochenende in Hockenheim

 

Lucas Auer (AUT), Mercedes-AMG, Team WINWARD © DTM

 Lucas Auer (AUT), Mercedes-AMG, Team WINWARD

„Assen war großartig. Vor allem das Team hat einen tollen Job gemacht, um das Auto nach dem Schaden am Samstag wieder so perfekt vorzubereiten.“ 

„Hockenheim ist eine tolle Rennstrecke, einer meiner Favoriten. Das Racing ist sehr anspruchsvoll, vor allem das harte Bremsen.“

„Ich fühle keinen Druck, ich werde alles geben und habe eine Podiumsplatzierung im Visier.“

„Ich gehe davon aus, das Liam (Lawson) und Marco (Wittmann) den Titel unter sich ausmachen.“

Timo Glock (GER), BMW, ROWE-Racing © DTM


Timo Glock (GER), BMW, ROWE-Racing

„Das ist eine harte Saison für mich. Leider hatten wir oft nicht die erforderliche Pace. Ich hatte immer wieder solche Jahre in meiner Karriere, die nicht so toll waren. 2019 war auch ein schwieriges Jahr für mich, 2020 war ich der bestplatzierte BMW-Fahrer. Also schauen ich mal, was 2022 bringen wird. Jetzt aber versuche ich erst einmal, in Hockenheim ein gutes Einzelergebnis zu erzielen.“

„Kelvin (van der Linde) war zuletzt etwas unglücklich. Jetzt kommt es darauf an, wessen Auto auf den kommenden Strecken am besten funktioniert. Liam (Lawson) ist überall stak. Ich wünsche mir, dass Marco am Ende den Titel holt.“

Lucas di Grassi (BRA), Audi, ABT Sportsline © DTM

 Lucas di Grassi
(BRA), Audi, ABT Sportsline

„Ich hatte schon mehrere Tests in früheren DTM-Autos, zusammen mit Nico (Müller), und mein letztes GT-Rennen habe ich in Macao mit einem Crash oben beendet, aber nicht oben in den Ergebnislisten. Macao war ein Desaster, daher habe ich im GT-Auto noch eine Rechnung offen.“

„Ich freue mich sehr über dieses Abschiedsgeschenk. Als ABT-Teamchef Thomas Biermaier mir diese Idee in Berlin erzählt hat, dachte ich, er macht einen Witz. Doch dann wurde aus dieser verrückten Idee mehr und mehr Wirklichkeit. Das ABT-Team und ich haben eine sehr gute Verbindung, und ich bin sehr glücklich, mit ABT in der DTM starten zu dürfen.“

„In Hockenheim bin ich zuletzt im Legenden-Rennen des Audi Sport TT Cups gefahren. Beim Test in der vergangenen Woche war jede Runde wertvoll, um die Strecke und das Auto zu lernen. Aber es war nicht genug, denn die Fahrer-Qualität in der DTM schätze ich als sehr stark ein. Da ist es extrem schwierig, mal eben in das Feld zu springen. Ich werde versuchen, mein Bestes zu geben und die Rennen zu genießen.“

Nico Müller (SUI), Audi, Team Rosberg

„Ich bin mit einem neuen Auto und mit einem neuen Team in die Saison gestartet – daran muss man sich erst etwas gewöhnen. Monza war gut, dann kamen etwas härtere Zeiten, dann haben wir uns wieder zurück gekämpft und kommen wieder näher an die Spitze heran. Ich will die Saison auf einem Hoch beenden und peile einen Rennsieg an.“

„Ja, Hockenheim ist ein Heimrennen, vor allem für mein Team Rosberg, aber auch für mich. Am meisten freue ich mich, dass für die Fans wieder alle Türen offen sind. Auch viele meiner Freunde werden kommen. Und ich bin sicher, wir werden gutes Racing sehen.“

„Hockenheim und Norisring sollten Audi liegen, also hat Kelvin (van der Linde) gute Chancen. Auch Liam (Lawson) und Marco (Wittmann) sind auf allen Strecken stark. Ich hoffe aber, dass Kelvin Champion wird.“

Ben Green (GBR), BMW, FK Performance Motorsport – DTM Trophy

„Ich habe in der vergangenen Saison in der DTM Trophy gelernt, wie man regelmäßig punktet. Jetzt habe ich drei Siege erzielt und in jedem Rennen gepunktet. Ich hoffe, dass sich das am Ende auszahlt.“

„Ich war schon vor vielen Jahren, als ich 12, 13 Jahre alt war, bei einem Formel-1-Rennen in Hockenheim. Schon damals hat mir diese Stadion-Atmosphäre sehr gut gefallen.“

„In der DTM geht es im Titelkampf genauso eng zu wie in der DTM Trophy. Liam (Lawson) und ich sind gute Freunde, und ich hoffe, er holt den Titel.“

„William (Tregurtha) und ich haben einen großen Respekt voreinander. Das ist wichtig und gut für den Sport.“

DTM: Wichtige DTM-Meisterschaftspunkte in Hockenheim zu holen

  • Lawson Tabellenführer vor Wittmann, Kelvin van der Linde und Götz
  • DTM mit 21 GT-Rennwagen im badischen Motodrom – Di Grassi und Haupt als Gaststarter
  • Nur eine Woche nach Hockenheim: das große Finale auf dem Norisring
  • Fan-Festival mit offenem Fahrerlager, offener Innentribüne, Action im Fan-Village und in der VIP Power Lounge mit Kultmoderator Kai Ebel
  • Tickets auf tickets.dtm.com und unter der DTM-Ticket-Hotline 01806 991166
  • Live aus Hockenheim: weltweit in über 60 Ländern, SAT.1 im deutschsprachigen Raum

 

Vorentscheidung in Hockenheim: DTM Mit 21 GT-Rennwagen am Start © DTM

Wer wird DTM-Champion 2021? Diese Frage steht im Fokus, wenn die DTM am Wochenende (01. bis 03. Oktober) auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg antritt. Waren es vor zwei Wochen in Assen noch sechs Fahrer, die zum Favoritenkreis gehörten, so sind es vor Hockenheim nur noch vier: Liam Lawson, Marco Wittmann, Kelvin van der Linde und Maximilian Götz. Die Zuschauer, die auch in Hockenheim wieder zugelassen sind und denen auch das Fahrerlager samt Pitwalk, Fan-Village, Innentribüne und VIP Power Lounge offen steht, können sich auf einen offenen Schlagabtausch gefasst machen. Die DTM ist so hart umkämpft wie schon lange nicht mehr. Es brodelt förmlich im Titelkampf, doch in Hockenheim wird allenfalls eine Vorentscheidung fallen. Das große DTM-Finale findet nur eine Woche später auf dem Stadtkurs von Nürnberg statt, auf dem traditionsreichen Norisring.

Der jüngste Fahrer in der DTM, der erst 19-jährige Liam Lawson, hat zuletzt in den Niederlanden die Führung von Kelvin van der Linde übernommen. Seit dem Auftaktrennen in Monza lag der Südafrikaner aus dem Kemptener Team ABT Sportsline (Audi) an der Tabellenspitze. Jetzt aber hat Lawson die meisten Punkte auf dem Konto, exakt 175. Wenn der Neuseeländer mit dem Red Bull-Ferrari der italienischen Mannschaft von AF Corse auch am Sonntagnachmittag am Norisring noch die meisten Punkte hat, wäre er der jüngste Champion der DTM-Geschichte, die immerhin schon 1984 begann. Vor allem Marco Wittmann, der nur zehn Zähler (165) zurück liegt, würde ihm gerne einen Strich durch die Rechnung machen. Er war bereits zweimal DTM-Champion, und er würde es auch gerne ein drittes Mal werden. Der BMW-Pilot aus dem Meller Team von Walkenhorst Motorsport setzt auf Konstanz, punktete als einziger Fahrer in allen zwölf bisherigen Rennen. Zwei Siege fuhr Wittmann in Zolder und in Assen ein, Lawson und van der Linde jeweils drei. Kelvin van der Linde hat aktuell 160 Punkte auf dem Konto, Maximilian Götz aus dem Mercedes-AMG Team HRT 155. Ergo trennen nur 20 Zähler das Titel-Quartett bei noch 112 zu holenden Punkten. Rein rechnerisch könnten auch der Schweizer Philip Ellis (Mercedes-AMG Team WINWARD, 109), der Thailänder Alex Albon (AlphaTauri AF Corse, 104) und Assen-Sieger Lucas Auer (AUT, Mercedes-AMG Team WINWARD, 96), in der Meisterschaft auf den Positionen fünf bis sieben liegend, auch noch den Titel erringen. Möglich ist alles in einer so ausgeglichenen Meisterschaft wie der DTM 2021.

DTM-Rennen zum Abschied: Di Grassis Audi in den Farben seines Formel E-Meisterautos

Auf dem 4,574 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs von Hockenheim sorgen 21 GT-Rennwagen für reichlich Action. Nur bei den ersten beiden Rennwochenenden in Monza und am Lausitzring waren weniger als 20 Autos am Start. Auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg tritt der Münchner Hubert Haupt, der schon 1991/1992 und 2001 in der DTM mitmischte, zum zweiten Gaststart an. Haupt steuert den dritten Mercedes-AMG seines eigenen Teams HRT mit Sitz am Nürburgring. Außergewöhnlich ist die Geschichte hinter dem DTM-Debüt von Lucas di Grassi. Der Audi-Werksfahrer aus der Formel E erhält die Gaststarts in Hockenheim und am Norisring als Abschiedsgeschenk von ABT Sportsline, da der Brasilianer nach den Jahren mit ABT und nach dem Ausstieg von Audi aus der Formel E zum Team Venturi von Susie Wolff wechselt. Mit dem bunten Audi R8 LMS in den Farben seines Formel E-Rennwagens aus dem Meisterjahr 2016/2017 wird Di Grassi mehr als nur ein Farbtupfer im Feld der Weltklassepiloten sein.

Seit 1984 startet die DTM in Hockenheim, 97 DTM-Rennen wurden bisher im badischen Motodrom ausgetragen, fast immer auch das Finale. Diese Tradition sollte eigentlich auch in diesem Jahr fortgesetzt werden. Das Rennen am Norisring konnte Corona-bedingt im Sommer nicht stattfinden, der nur 2,3 Kilometer lange Stadtkurs rund um die geschichtsträchtige Steintribüne wird nun nur eine Woche später (08. bis 10. Oktober) zum Schauplatz des alles entscheidenden Finales.

Wie schon am Red Bull Ring und in Assen, können auch in Hockenheim und am Norisring die Fans die DTM wieder in vollen Zügen genießen. Die mitreißende Atmosphäre gerade in der Startaufstellung in Assen hat jeden angesteckt. Zu den offenen Zuschauerplätzen zählt in Hockenheim auch die Innentribüne eingangs Motodrom – Plätze, die einen Stadion-ähnlichen Rundumblick ermöglichen. Auch das Fahrerlager wird am kommenden Wochenende mit zwei DTM-Rennen und vielen Rahmenrennen wieder offen sein, mitsamt dem beliebten Pitwalk und der Möglichkeit, heißbegehrte Autogramme und Fotos zu ergattern. Auch die VIP Power Lounge mit Stage-Talks von und mit Kultmoderator Kai Ebel und tollen Programmpunkten wird in Hockenheim aufgebaut sein. Sowohl in Hockenheim als auch in Nürnberg sorgten das Fan-Village für ein besonderes DTM-Erlebnis, mit jeder Menge Action und Entertainment.

Die DTM als Top-Event sowie die Nachwuchsserie DTM Trophy mit seriennahen GT-Sportwagen, die DTM Classic mit den Tourenwagen-Legenden aus den Achtziger- und Neunzigerjahren sowie der Porsche Carrera Cup Benelux sorgen für reichlich Action auf dem GP-Kurs von früh bis spät. Eintrittskarten gibt es bis zum Renntag online über den DTM-Ticket-Shop (tickets.dtm.com) und via DTM-Ticket-Hotline (01806 991166). Wie üblich werden die DTM-Rennen am Samstag und Sonntag – Start jeweils um 13:30 Uhr – ab 13:00 in SAT.1 und in über 60 Ländern live übertragen.

Mittwoch, 29. September 2021

ADAC TCR Germany startet beim Fugel-Heimspiel auf dem Sachsenring in den Meisterschafts-Countdown

  •  Hyundai-Pilot Luca Engstler reist als Führender zum Sachsenring
  •  Heimspiel für Honda-Piloten Dominik und Marcel Fugel
  •  Beide Rennen live und in voller Länge im Stream

Heimspiel am Sachsenring für Honda-Pilot Marcel Fugel
Foto: Jens Hawrda

Die ADAC TCR Germany nähert sich langsam, aber sicher mit sechs noch ausstehenden Rennen der meisterschafts-entscheidenden Phase. Am kommenden Wochenende (1. bis 3. Oktober 2021) gastiert die spektakuläre Tourenwagen-Serie auf dem Sachsenring, wo das fünfte von sieben Rennwochenenden der Saison 2021 zusammen mit dem ADAC GT Masters auf dem Programm steht. Fans sind am Sachsenring willkommen, auch der Zugang zum Fahrerlager ist möglich. Beide Rennen sind am Samstag um 14.10 Uhr sowie am Sonntag ab 11.45 Uhr live bei TVNOW.de und auf adac.de/motorsport zu sehen. Der TV-Sender NITRO zeigt am Sonntag ab 17.55 Uhr die Highlights vom Sachsenring.


Als inoffizieller Halbzeitmeister reist Luca Engstler (21, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) zum Sachsenring. Fünf Saisonsiege hat der Allgäuer inzwischen auf dem Konto, bei allen acht Rennen in diesem Jahr stand er auf dem Podium. Sein Vorsprung in der Meisterschaft auf den Zweiten, Eric Scalvini, ist auf stattliche 63 Punkte angewachsen. Die Konzentration des Hyundai-Piloten vom Team Engstler gilt dennoch dem nächsten Rennen.

„Der Sachsenring ist meine Lieblingsstrecke in der ADAC TCR Germany und ich war dort vor drei Jahren schon erfolgreich“, so der 21-Jährige. „Der Kurs ist sehr schnell und man muss Risiken eingehen. Aber solch eine Streckencharakteristik liegt mir. Ich bin guter Dinge, denn das Team hat mir zuletzt immer ein super Auto hingestellt. Das werden wir natürlich jetzt noch etwas feintunen für die Rennen. Ich bin mir sicher, dass es ein gutes Wochenende werden wird.“

Auch Eric Scalvini (26, ITA, Wimmer Werk Motorsport) rechnet sich auf dem Berg-und-Tal-Kurs, auf dem gegen den Uhrzeigersinn gefahren wird, einiges aus. Scalvini, der für den österreichischen Rennstall im Cupra Leon Competición TCR bisher in dieser Saison dreimal auf dem obersten Siegertreppchen stand und insgesamt viermal aufs Podium fuhr, kommt als einer der beiden Laufsieger von Hockenheim nach Sachsen.

Wenn es am Sachenring rund geht, sind auch immer die Lokalgrößen mit vorne dabei. „Wir gehen zuversichtlich in unser Heimrennen“, sagt Honda Civic-Fahrer Dominik Fugel (24, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen), der sich – ebenso wie sein jüngerer Bruder Marcel - auf das Heimspiel vor den Toren seiner Heimatstadt Chemnitz freut. „2019 und 2020 konnten wir hier immer ein Rennen gewinnen. Im letzten Jahr haben wir sogar einen Doppelsieg geholt, von daher schauen wir optimistisch auf das Heimrennen.“

Fugel rechnet angesichts der starken Konkurrenz mit Luca Engster und Eric Scalvini mit einem „heißen Fight, aber natürlich werde ich nicht nachgeben.“ Freude herrscht bei den Fugel-Brüdern insbesondere über die Tatsache, dass Zuschauer wieder an der Strecke und ihm Fahrerlager erlaubt sind. „Klar kommen uns Freunde, Familie, Fans, Mitarbeiter und Kunden besuchen, die die Daumen drücken“, freut sich Dominik auf zahlreiche Unterstützung aus der Region. „Der Meisterschaftszug ist mit über 100 Punkten Rückstand für mich zwar wohl abgefahren, aber ich versuche, möglichst schöne Rennen zu absolvieren und viel Spaß dabei zu haben.“ Ein Familien-Doppelsieg wie im Vorjahr wäre ein Traum und sicher das schönste Geburtstagsgeschenk für Marcel, den jüngeren der beiden Brüder, der am Sonntag seinen 21. Geburtstag feiert.

Auf Kurs: Hyundai-Pilot Gruber mit großem Vorsprung in der Junior-Wertung

Im Kampf um die Podestplätze will neben Fugel auch Martin Andersen (27, Dänemark, Hyundai Team Engstler) im Hyundai eine Rolle spielen. Den aktuell auf Rang drei liegenden Dänen und Fugel auf Rang vier trennen lediglich sechs Punkte. Auch Nico Gruber mit seinen 129 Punkten in der Gesamtwertung darf sicher noch von einem Podestplatz träumen.

Große Hoffnungen auf einen nagelneuen Honda Civic als Prämie für den Sieger der Junior-Wertung darf sich Gruber auf jeden Fall machen. In sieben der acht TCR-Rennen war der Österreicher bester Nachwuchsfahrer und führt aktuell die Honda Junior Challenge mit 92 Punkten deutlich vor Opel-Fahrer Philipp Regensperger (54 Punkte) an.

Von einer vorzeitigen Vorentscheidung in Sachen Junior-Wertung will der 20-jährige Hyundai-Pilot allerdings nichts wissen. „Der Sachsenring ist auf jeden Fall der schwierigste Kurs im Kalender. Es gibt sehr viele Bergauf- und Bergab-Passagen, sehr viele technische Abschnitte und langgezogene Kurven. Dies wird vor allem im Rennen die Vorderreifen sehr beanspruchen“, sagt Gruber. „Ich bin aber zuversichtlich. Wir haben in Hockenheim bezüglich der Punktestände einen wichtigen Schritt gemacht. Mein Ziel ist es, auch am Sachsenring die volle Punktzahl in der Junior-Wertung mitzunehmen. Ich freue mich schon riesig auf das Wochenende.“

Ähnlich klar mit 90 Punkten führt Roland Hertner (61, Heilbronn, Hyundai Team Engstler) im Hyundai in der 2021 neu eingeführten Trophy-Wertung. Er trifft am Sachsenring wieder auf die Konkurrenz der Cupra Leon Competición TCR-Fahrer Günter Benninger (60, AUT, 54 Punkte) und Christian Voithofer (44, AUT, 51 Punkte) sowie Peter Gross (51, AUT, 38 Punkte, alle drei Wimmer Werk Motorsport) im Audi RS3 LMS TCR.

Spannung auf dem Sachsenring: Der Titelkampf in der Deutschen GT-Meisterschaft nimmt weiter Fahrt auf

  •     Audi-Piloten Feller und Mies führen Gesamtwertung knapp an
  •     Top Drei in der Meisterschaft nur durch neun Punkte getrennt
  •     Zuschauer auf den Tribünen und auch im Fahrerlager willkommen

Foto: Jens Hawrda

Die Spannung steigt: Der Titelkampf in der Deutschen GT-Meisterschaft geht am kommenden Wochenende (1.–3. Oktober) auf dem Sachsenring in die drittletzte Runde, die Meisterschaftskandidaten dürfen sich auf der anspruchsvollen Berg-und-Tal-Bahn keine Schwäche erlauben. Lediglich drei Punkte trennen die Tabellenführer Ricardo Feller (21/CH) und Christopher Mies (31/Düsseldorf, beide Montaplast by Land-Motorsport) im Audi von ihren engsten Verfolgern, den Mercedes-AMG-Werksfahrern Raffaele Marciello (26/I) und Maximilian Buhk (28/Hamburg, beide Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR). Auch am Sachsenring können die Fans die Rennaction nicht nur von den Tribünen verfolgen, sondern dürfen auch ins Fahrerlager, wo sie mitten im Geschehen sind. Die beiden Rennen werden am Samstag und Sonntag ab 16 Uhr live bei NITRO im Free-TV übertragen. Im Livestream sind sie kostenlos und ohne Registrierung bei TVNOW.de und auf adac.de/motorsport zu sehen.

Die Favoriten

Dank ihres zweiten Saisonsiegs sicherten sich Feller und Mies zuletzt auf dem Lausitzring den inoffiziellen Halbzeittitel. Für den Sachsenring hat das Audi-Duo gute Karten, denn Mies triumphierte dort bereits vier Mal und ein R8 hat dort bereits 13 Rennen gewonnen – was einer stattlichen Siegquote von 46 Prozent entspricht. Aber auch die Tabellenzweiten Marciello/Buhk machen sich Hoffnungen auf Topplatzierungen, denn auch der Mercedes-AMG zählte zuletzt zu den stärksten Fahrzeugen auf dem anspruchsvollen Kurs. Nur neun Punkte hinter der Tabellenspitze liegen die Tabellendritten Mirko Bortolotti (31/I)/Albert Costa Balboa (31/E, beide GRT Grasser Racing Team). Die Lamborghini-Werksfahrer zeichnen sich bisher vor allem durch ihre Konstanz aus und haben am Sachsenring den überfälligen ersten Saisonsieg im Visier. Ganz oben auf das Podest wollen auch die Tabellenvierten Luca Stolz (26/Brachbach) und Maro Engel (36/Monte Carlo, beide Mercedes-AMG Team Toksport WRT), deren Formkurve mit zuletzt zwei zweiten Plätzen steil nach oben zeigt. Vor Titelverteidiger Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster) und Porsche-Werksfahrer Mathieu Jaminet (26/F, beide SSR Performance), liegt eine schwere Aufgabe: Das Duo von SSR Performance hat bereits zwei Rennen gewonnen, jedoch ist der Sachsenring die einzige Strecke im Kalender des ADAC GT Masters, auf der der 911 bisher ohne Sieg ist.

Die Strecke

Der Sachsenring gilt als eine der anspruchsvollsten Strecken im Kalender der Deutschen GT-Meisterschaft und wird aufgrund seiner Charakteristik oft als „Mini-Nordschleife“ bezeichnet. Auf die Fahrer warten schnelle Bergauf-und-Bergab-Passagen, die oft nicht einsehbar sind. Eine weitere Besonderheit des 3,645 Kilometer langen Traditionskurses: Er wird gegen den Uhrzeigersinn befahren und setzt sich fast ausschließlich aus Linkskurven zusammen, was besonders die Reifen auf der rechten Fahrzeugseite beansprucht. Daher kommt es auf die richtige Taktik für die Pirelli-Reifen an.

Die Lokalmatadore

Traditionell ist das sächsische Aufgebot an Fahrern und Teams im ADAC GT Masters stark vertreten. Der gebürtige Leipziger Marvin Kirchhöfer (27/Luzern, Callaway Competition) hat mit der Corvette C7 GT3-R bereits in dieser Saison ein Rennen gewonnen. Auf ein starkes Heimspiel hofft auch Lamborghini-Junior Maximilian Paul (21), der wie sein Rennstall T3 Motorsport aus Dresden kommt. Ebenfalls ein Heimspiel hat Yaco Racing aus Plauen. Der Rennstall setzt einen Audi R8 LMS für Simon Reicher (21/A) und Norbert Siedler (38/A) ein. Für das Team Joos Sportwagentechnik tritt zudem der Wahlleipziger David Jahn (30) in einem Porsche 911 GT3 R an.

Die Fans

Ihre Premiere beim ADAC GT Masters am Sachsenring feiert die neue ADAC Vorteilswelt Lounge. ADAC Mitglieder erhalten in der Vorteilswelt Lounge kostenlos Kaffee von Vorteilsweltpartner Eni, können ihr Mobiltelefon aufladen und mit kostenlosen W-Lan im Internet surfen oder sich über das vielfältige Angebot der ADAC Vorteilswelt informieren. Auch am Sachsenring dürfen die Zuschauer an die Strecke und in das Fahrerlager. Die „Meet the Drivers“-Autogrammstunde (Samstag 11.25 Uhr) ist ebenso ein Muss wie die populären Pitwalks (Samstag 10.50 / Sonntag 10.45 Uhr). Während der Open Pitlane am Samstagabend (ab 17.45 Uhr) können die Zuschauer das Online-Magazin „PS on Air – Der Ravenol ADAC GT Masters-Talk“ live (20 Uhr) verfolgen. Aus der eBay Box bekommen die Besucher spannende Einblicke in die Boxengasse. Von dort wird am Sonntag auch die neue Folge von „ADAC GT Masters Backstage“ gesendet. Nach der gelungenen Premiere am Lausitzring ermöglicht auch am kommenden Wochenende der rund neun Meter hohe eBay-Tower den Fans spektakuläre Blicke auf die Rennstrecke. Tickets gibt es online im Vorverkauf unter adac.de/motorsport. Das Tagesticket kostet für ADAC Mitglieder ab 22,50, das Wochenendticket ab 36 Euro. (Nicht-Mitglieder 25 Euro und 40 Euro). Für Familien gibt es ein besonderes Angebot: Für Kinder bis einschließlich zwölf Jahre ist der Eintritt in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen frei.

Das Rahmenprogramm

Neben dem ADAC GT Masters starten gleich vier weitere hochinteressante Rennserien auf dem Sachsenring. In der ADAC GT4 Germany können sich die Fans auf das abwechslungsreiche Starterfeld der „kleinen“ GT-Sportwagen freuen, die ADAC TCR Germany bietet knallharte Tourenwagenaction und in der Nachwuchsserie ADAC Formel 4 sehen die Zuschauer Motorsportstars von morgen. Ebenfalls dabei: der traditionsreiche Porsche Carrera Cup Deutschland.

Stimmen vor dem Rennwochenende

Christopher Mies (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS): 

„Ich sehe uns nicht als die Topfavoriten. Audi war auf dem Sachsenring immer schnell, aber in den vergangenen Jahren waren Mercedes-AMG und Porsche auch gut. Deswegen glaube ich, dass es sehr ausgeglichen und Sachsenring-typisch sehr eng sein wird. Unser Ziel ist gut zu punkten und am besten möglichst vor den Titelkonkurrenten ins Ziel zu kommen. Wenn wir einen Sieg und viele Punkte – vielleicht sogar zwei Podien – einfahren könnten, wäre das natürlich super. Zwei Siege sind natürlich immer gut.“

Raffaele Marciello (Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR, Mercedes-AMG GT3 Evo): 

„Der Sachsenring ist eine der besten Strecken in Deutschland. Ich freue mich darauf. Es geht ständig bergab und bergauf und man darf sich keinen Fehler erlauben, da überall Kiesbetten lauern. Bis auf den ersten Sektor, der eher langsam ist, sollte die Strecke unserem Auto liegen. Aber ich rechne damit, dass deswegen auch Audi und BMW stark sein werden. Auch die Corvette könnte für Überraschungen sorgen. Eine Vorhersage ist immer schwierig, weil das Wetter Einfluss haben könnte.“

Dienstag, 28. September 2021

Titelkampf in der ADAC GT4 Germany spitzt sich bei vollem Feld auf dem Sachsenring zu

  •  Starkes Feld mit 26 Fahrzeugen auf dem Sachsenring
  •  Michael Schrey/Gabriele Piana wollen Tabellenführung verteidigen
  •  Beide Qualifikationen und Rennen wieder im Livestream ; Highlights im TV bei NITRO

Foto: Jens Hawrda


Die ADAC GT4 Germany startet am Sachsenring (1. bis 3. Oktober) spektakulär mit dem bisher größten Feld des Jahres in die zweite Saisonhälfte. Insgesamt 26 GT-Sportwagen von sieben Marken machen den Titelkampf auf der anspruchsvolle Berg-und-Talbahn bei Chemnitz noch spannender. Auf dem Sachsenring sind auch wieder Fans an der Strecke und im Fahrerlager willkommen. Tickets gibt es für ADAC Mitglieder bereits ab 22,50 Euro (Nicht-Mitglieder 25 Euro), Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt. Die beiden Rennen der ADAC GT4 Germany sind online bei TVNOW.de und auf adac.de/motorsport im Livestream zu sehen. Außerdem zeigt der TV-Sender NITRO die Highlights.


Im Titelkampf der ADAC GT4 Germany bringen die Tabellenführer von Hofor Racing by Bonk Motorsport einen zweiten BMW M4 GT4 zum Sachsenring, der von Christopher Rink und Philipp Stahlschmidt pilotiert wird. Dazu gibt es in Sachsen weiteren Zuwachs: East Racing betreut einen Porsche für Lokalmatador Steve Kirsch (42/Chemnitz) und TV-Moderator Niki Schelle (55/Böbing, beide ADAC Sachsen e.V.), RTR Projects gibt das Saisondebüt mit einem KTM X-Bow GT4 und Prosport Racing kehrt mit einem Aston Martin für Hugo Sasse (17/Aschersleben) und Mike David Ortmann (21/Ahrensfelde) zurück. Sasse und Ortmann absolvieren einen Doppelstart und geben auf dem Sachsenring zusätzlich noch in der Deutschen GT-Meisterschaft Vollgas. Viel ADAC GT Masters-Erfahrung haben auch Seriendebütant Indy Dontje (28/NLD), der einen McLaren von Dörr Motorsport fährt und Christopher Dreyspring (23/Nürnberg, Schubert Motorsport), der in einem BMW M4 GT4 in die ADAC GT4 Germany zurückkehrt.

Als Tabellenführer reisen Michael Schrey (38/Wallenhorst) und Gabriele Piana (35/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) an den Sachsenring. Das BMW M4 GT4-Duo hat in dieser Saison bereits vier Laufsiege erzielt. „Für uns ist es wichtig, auf dem Sachsenring gut zu punkten. Die Strecke liegt unserem BMW nicht sonderlich. Deswegen sind Top-Fünf-Platzierungen das Ziel. Mehr wäre schön, dürfen wir aber nicht erwarten“, schaut Schrey auf das Wochenende voraus. „Mit Blick auf den Titel fahren wir nun noch mehr mit Köpfchen. Dennoch werden wir weiterhin mutig unterwegs sein und in Situationen, in denen sich Chancen ergeben, gewisse Risiken eingehen. Nur konservativ und defensiv fahren, ist sicherlich auch nicht richtig. Mercedes-AMG, Aston Martin, Porsche und KTM sind auf dem Sachsenring die Favoriten. Aufgrund seiner Topographie und der verschiedenen Kurvengeschwindigkeiten macht der Kurs viel Spaß und ist für mich eine kleine Nordschleife.“

Nach einem Doppelsieg beim Rennwochenende in Zandvoort in den Niederlanden haben sich die Mercedes-AMG GT4-Piloten Jan Marschalkowski (18/Inning) und Théo Nouet (19/FRA, beide Team Zakspeed) im Titelrennen zurückgemeldet. Die Tabellenzweiten kommen auf 90 Meisterschaftspunkte. „Ganz klar, wir greifen für den nächsten Doppelsieg an und gehen volle Attacke. Wir brauchen so viele Punkte wie möglich, um noch eine Chance auf den Titel zu haben. Gerade Zandvoort hat gezeigt, dass Schrey/Piana schlagbar sind. Daran wollen wir anknüpfen“, ist Marschalkowski motiviert. „Auf dem Sachsenring haben wir eine sehr gute Chance, Punkte gutzumachen. Denn das Layout passt dem Mercedes-AMG aufgrund seiner langgezogenen Kurven gut. Wir sollten absolut siegfähig sein.“ Für Marschalkowski hat der Sachsenring zudem eine ganz besondere Bedeutung. 2020 feierte er dort seinen ersten Laufsieg in der ADAC GT4 Germany.

Auch die Zakspeed-Teamkollegen Robert Haub (32/USA) und Gabriela Jílková (26/CZE) haben mit 76 Punkten noch gute Chancen im Titelrennen. Auf Platz vier liegen mit 72 Punkten Marc de Fulgencio (22/ESP) und Robin Falkenbach (19/Niederkassel, beide Leipert Motorsport) in einem weiteren Mercedes-AMG. „Schrey/Piana zählen natürlich immer zu den Favoriten. Aber auch unsere Teamkollegen Jílková/Haub sollte man auf dem Sachsenring auf der Rechnung haben, genauso wie das Leipert-Duo“, prognostiziert Marschalkowski spannende Rennen. „Ich schätze auch die Gaststarter Hugo Sasse und Mike David Ortmann im Aston Martin stark ein.“

Das Heimspiel absolviert auf dem Sachsenring T3 Motorsport. Der Rennstall aus Dresden bringt zwei Audi R8 LMS GT4 an den Start, die von John Paul Southern (19/USA) und Jan Philipp Springob (20/Köln) sowie von Oliver Mayer (63/Ingolstadt) und Lukas Mayer (26/Ingolstadt) pilotiert werden. „Zu einem Heimrennen kommen natürlich immer mehr Freunde, Fans und Bekannte, als zu anderen Strecken. Denen möchten wir eine gute Show bieten. Sportlich macht das für uns aber keinen Unterschied, denn wir wollen bei jedem Rennwochenende eine gute Leistung zeigen und möglichst weit vorne fahren“, erläutert Springob. „Unser Ziel auf dem Sachsenring ist die Fahrt auf das Podium. Den Speed dafür haben wir. Auch in der Qualifikation sind die Top Drei der Anspruch. Den Audi schätze ich auf dem Sachsenring richtig gut ein. Insbesondere der zweite Streckenabschnitt nach der dreifachen Linkskurve macht Spaß.“