Donnerstag, 12. August 2021

DTM mit einzigartigem Fahrerfeld am Nürburgring

  •  Volles Starterfeld: DTM mit über 20 Rennwagen und bekannten Fahrern
  •  Volles Programm: Sechs Rennserien sorgen für knackige Action
  •  Zuschauer zugelassen, Tickets online verfügbar

Die DTM am Nürburgring: mit sechs Rennserien und mit Zuschauern © DTM


Die DTM am Nürburgring: Das verspricht ein beeindruckendes Starterfeld mit mehr als 20 Rennwagen und einer Vielzahl bekannter Fahrer. Vom 20. bis 22. August gastiert die Serie auf der besonders zuschauerfreundlichen Sprint-Variante des Nürburgrings. Neben der DTM sorgen fünf weitere Rennserien für Abwechslung im Rahmenprogramm. Und das Beste: Die Tribünen an der Start-Ziel-Geraden werden für Zuschauer geöffnet. Wochenend- und Tagestickets sind exklusiv über den DTM-Ticket-Shop unter tickets.dtm.com und die DTM-Ticket-Hotline (01806 991166) erhältlich. Wer erst einmal DTM-Luft schnuppern möchte, findet auch ein Angebot: Für nur zehn Euro gibt es die Eintrittskarte für den vollgepackten Trainingstag am Freitag.

Sechs Rennen, fünf unterschiedliche Sieger: Die DTM ist 2021 so spannend wie selten zuvor. Nach den aufsehenerregenden Läufen in Monza, am Lausitzring und zuletzt in Zolder gastiert die Serie nun am Nürburgring. Auf der kurzweiligen Sprintstrecke des Eifel-Kurses können sich Fans auf ein erstklassiges Starterfeld mit mehr als 20 Rennwagen von Audi, BMW und Mercedes-AMG sowie Ferrari, Lamborghini und McLaren freuen. Die Fahrer gehören zu den bekanntesten der Welt. Zum Starterfeld gehören Piloten wie Timo Glock, Mike Rockenfeller, die van der Linde-Brüder oder Formel 1-Star Alexander Albon.

Gleich zweimal gehen die Weltklassepiloten der DTM an den Start, jeweils um 13:30 Uhr starten am Samstag und Sonntag ihre Rennen. Es folgen 55 Minuten packende Renn-Action. Doch auch neben der DTM ist auf der Strecke einiges los: Die DTM Trophy sorgt mit seriennahen GT-Sportwagen für spannende Tür-an-Tür-Duelle. Bei der DTM Classic gehen Tourenwagen der vergangenen Jahre an den Start – pilotiert von Altstars wie Klaus Ludwig, Kurt Thiim und Klaus Niedzwiedz. Zudem im Programm: Die DTM Drift-Show mit viel verbranntem Gummi, der BMW M2 Cup sowie der Lotus Cup Europe und die Ferrari Club Deutschland Racing Series.

Die Reise zum Nürburgring lohnt sich, doch Motorsport-Enthusiasten sollten sich mit dem Ticketkauf beeilen, da nur noch eine limitierte Anzahl an Tickets verfügbar ist. Voraussetzung für den Zutritt ist die übliche 3G-Regel, also für negativ Getestete, Geimpfte (zwei Wochen nach der zweiten Impfung) und Genesene (bestätigte Infektion liegt nicht länger als sechs Monate zurück). Darüber hinaus sorgen personalisierte Sitzplätze, die ausschließlich online gebucht werden können sowie die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln (außerhalb des Sitzplatzes muss eine medizinische Maske getragen werden) für einen sicheren Event am Nürburgring. Das Fahrerlager muss aufgrund der Pandemie-Situation noch geschlossen bleiben.

Für den Nürburgring bedeutet die Austragung des vierten DTM-Rennwochenendes das Ende der Rennpause als Folge der Flutkatastrophe im Ahrtal. Dabei bleibt der Nürburgring weiterhin das Einsatzzentrum für die Hilfskräfte, die allerdings vom Fahrerlager auf angrenzende Areale der Rennstrecke umgezogen sind und somit durch die Veranstaltung nicht beeinträchtigt werden. Da die Region um den Nürburgring außerhalb des Ahrtals vom Unwetter am 14. Juli weitgehend verschont geblieben ist, freuen sich auch die Übernachtungsbetriebe und Gaststätten auf viele Gäste am Nürburgring. Über die uneingeschränkte Anreise zum Nürburgring informiert der Nürburgring über seine Webseite (nuerburgring.de).

Mittwoch, 11. August 2021

Prominenz aus aller Welt am Start

Foto: Jens Hawrda

Im niederländischen Assen sprintet die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) am kommenden Wochenende in die zweite Saisonhälfte. Auf dem legendären TT Circuit in den Niederlanden wird vom 13. bis 15. August 2021 der vierte Saison-Event ausgetragen. Das Besondere an der Strecke ist, dass sie speziell für Motorräder konzipiert wurde. Und es handelt sich weltweit um den einzigen Kurs, auf dem seit Einführung der offiziellen Motorrad-Weltmeisterschaft im Jahr 1949 in jedem Jahr ein Grand-Prix ausgetragen wird. Auch die IDM ist hier mittlerweile eine feste Größe im Rennkalender, jetzt auch wieder mit Zuschauern.

Hier hat sich der Titelkampf in der IDM-Königsklasse Superbike 1000 zur Saisonhalbzeit zugespitzt. BMW und Kawasaki machen Jagd auf Yamaha. Für IDM-Leader Dominic Schmitter aus der Schweiz (Hess Racing) ist die Luft an der Spitze dünner geworden. Der  Yamaha-Fahrer hat nur noch sechs Punkte Vorsprung vor seinem Verfolger Ilya Mikhalchik. Und der 24-jährige Ukrainer ist nicht zu unterschätzen. Der Pilot vom Team EGS-alpha-Van Zon-BMW hat die Meisterschaft bereits zwei Mal gewonnen. Sein diesjähriges Fehlen im tschechischen Most kostete ihn zwar wichtige Punkte und er fiel in der Gesamtwertung stark zurück, doch seine beiden Podiumsplätze auf dem Schleizer Dreieck brachten ihn schlagartig auf die Siegerstraße zurück. Mickhalchik hat aber auch nur ein Vier-Punkte-Polster vor Valentin Debise (Kawasaki Weber-Motos-Racing), einem der beiden Kawasaki-Fahrer im gesamten Feld. Im Windschatten des Franzosen lauert wiederum mit nur einem Punkt Rückstand der Belgier Bastien Mackels (Team SWPN) auf Yamaha. Es könnte also nicht enger und internationaler zugehen. In der IDM Superbike 1000 kämpfen die Marken ums Prestige. Honda hat mit Alessandro Polita nur eine einzige Speerspitze im Feld. Der HRP-Pilot aus Italien hält derzeit den Anschluss auf Platz acht und ist der richtige Mann für Überraschungen. Als bester deutscher Superbiker und IDM-Sechster reist Julian Puffe (GERT56) nach Assen. Insgesamt 27 Fahrer haben sich für die Rennen in der Königklasse in Assen angemeldet. Spektakulär dürfte der Gastauftritt von Daniel Kartheininger auf der Ducati Panigale V4R werden. Teamchef Denis Hertrampf will wissen, wie sich die rote Diva im aktiven Rennzirkus auf höchster Ebene verhält.

In der mittleren Hubraumklasse, der IDM Supersport 600, hat sich Patrick Hobelsberger (Bonovo action by MGM Racing) mit Doppelsiegen in Most und Schleiz schon ein Punktepolster an der Spitze schaffen können. Der Bayer hofft, an seine Erfolgsserie anknüpfen zu können, um sich auch persönlich wieder aufzubauen. Der Yamaha-Fahrer  hatte am vergangenen Wochenende mit einer Wildcard an der Supersport-WM teilnehmen dürfen. Der Ausflug begann mit besten Zeiten im Training, endete aber als Desaster und mit null

Punkten wegen seines Arm-Pumps. Valentin Debise (Kawasaki Weber-Motos Racing), der auch in der 1000 cm³-Klasse fährt, hatte ebenfalls an der WM teilgenommen und einen siebten Platz geholt. In der IDM liegt der Franzose auf dem zweiten Rang. Die Differenz zu Hobelsberger beträgt 30 Punkte. Max Enderlein (M32 Racing, Yamaha) ist mit weiteren 29 Zählern Rückstand Gesamt-Dritter. Zwischen Glenn Van Straalen (Kawasaki), Martin Vugrinec (ferQuest UNIOR Racing Team, Yamaha), Rob Hartog (füsport-RT Motorsports by SKM-Kawasaki) und Chris Beinlich (Roto Store BRT, Yamaha) geht es dahinter deutlich enger zu.

In der Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 hat Dirk Geiger den Siegeszug seines Teamkollegen Lennox Lehmann gestoppt. Lehmann, der Titelverteidiger kann zwar noch von einem großen Punktevorsprung in der Tabelle profitieren, doch nur ein kleiner Fehler genügt, damit sich das Blatt dreht. Gegen das Führungsduo des Freudenberg KTM WorldSSP Teams sind bisher Marvin Siebdrath und Luca de Vleeschauwer (beide füsport-RT Motorsports by SKM-Kawasaki) am erfolgreichsten in die Offensive gegangen. Siebdrath gewann den Saisonauftakt und stand in Schleiz auf dem Podest. Sein Kollege aus den Niederlanden konnte bislang zwei dritte Plätze erringen. In Assen wird das Team durch Tom Booth-Amos verstärkt. Der Brite tritt aber als Gaststarter an und erhält demzufolge keine IDM-Punkte. Er ist der Gesamt-Zweite in der aktuellen Supersport 300-Weltmeisterschafts-Wertung.

In der IDM Sidecar gingen bisher alle Siege an das deutsche Team (Josef Sattler/Luca Schmidt) im Adolf RS F1-Gespann. Ihm folgen die Gespanne von Markus Schwegler/Ondrej Kopecky und Peter Kimeswenger/Kevin Kölsch. In Assen müssen sich aber auch die Seriensieger an der Spitze warm anziehen. Auf dem TT Circuit wird die halbe Weltelite an den Start gehen - von Multichampion Tim Reeves bis Pekka Päivärinta -  und die IDM als sportlich attraktive Abwechslung zur WM nutzen.

Für weitere Highlights in Assen sorgen der IDM Superstock 600 Cup, der Northern Talent Cup und der Yamaha R3 bLU cRU Cup.

Sonntag, 8. August 2021

Fünfter Sieger im sechsten DTM-Rennen: Wittmann triumphiert in Zolder

  • Erster Saisonsieg für den zweimaligen DTM-Champion im Walkenhorst-BMW
  • Maximilian Götz und Liam Lawson auf dem Podium
  • Kelvin van der Linde führt weiter in der Gesamtwertung

Nach der Pole auch der Sieg für Marco Wittmann im BMW
Foto: Hoch Zwei

Enges Rennen, spannende Duelle und am Ende der fünfte Sieger im sechsten Rennen: Marco Wittmann hat am Sonntag das sechste Saisonrennen der DTM im belgischen Zolder gewonnen. Der DTM-Gesamtsieger von 2014 und 2016 gewann von der Pole Position aus vor Maximilian Götz im HRT-Mercedes-AMG und Liam Lawson im Red Bull-Ferrari. Für Wittmann und BMW ist es der erste Saisonsieg, für sein Team Walkenhorst sogar der erste Sieg in der DTM überhaupt.

Mit dem Triumph in Zolder macht Wittmann auch einen großen Sprung in der Gesamtwertung, wo der gebürtige Fürther jetzt auf Rang vier unmittelbar vor dem Thailänder Alex Albon (AlphaTauri-Ferrari) liegt. In Führung ist nach wie vor Kelvin van der Linde (ABT-Audi), der am Sonntag Achter wurde. Mit 101 Punkten liegt der Südafrikaner 21 Zähler vor Lawson, auf Rang 3 folgt Götz mit 72 Punkten.

BMW zählte vor dem Renn-Wochenende in Zolder eigentlich nicht zu den Favoriten, umso mehr freute sich Wittmann über seinen Sieg: „Ich kann es nicht ganz glauben, um ehrlich zu sein. Zwei Jahre seit meinem letzten Sieg, das klingt nach einer zu langen Zeit. Wir hatten keine hohen Erwartungen hier, weil die Strecke unserem Auto eigentlich nicht liegen sollte. Aber wir hatten ein wirklich gutes Paket.“

Wittmann nutzte seinen ersten Startplatz geschickt und übernahm direkt die Führung. Nach einer Kollision zwischen Philip Ellis (WINWARD Mercedes AMG) und Vincent Abril (HRT Mercedes AMG), nach der Abril nicht weiterfahren konnte, musste das Safety Car auf die Strecke. Wittmann behauptete auch beim Re-Start die Führung, obwohl er von Lucas Auer im WINWARD-Mercedes-AMG unter Druck gesetzt wurde. Pech für Auer: Der Österreicher kassierte für ein Boxenstoppvergehen fünf Strafsekunden und wurde am Ende nur Fünfter.

Profiteure waren Götz und Lawson, die nicht nur auf dem Podium landeten, sondern auch in der Meisterschaft zu Kelvin van der Linde aufschließen konnten. „Wir sind wieder im Spiel, wir sind dran“, freute sich Götz. „Ich hätte das nicht unbedingt erwartet, aber heute haben wir es sehr gut gemacht.“ Auch Lawson wittert Titel-Luft: „Ich bin sehr glücklich mit den Punkten. Leider hat mein Overcut nicht funktioniert, so konnte ich Marco und Maxi nicht einholen.“

Für Action im Feld sorgte wie schon am Samstag vor allem Esteban Muth. Der belgische Lokalmatador zeigte im T3-Lamborghini einige brachiale Überholmanöver und lieferte sich vor allem mit dem Gesamtführenden van der Linde großartige Duelle. Am Ende wurde Muths Auftritt mit Platz neun belohnt. Der große Triumphator aber war Marco Wittmann.

Das nächste Renn-Wochenende der DTM findet vom 20. bis 22. August statt. Dann steht das Traditionsrennen am Nürburgring powered by Mercedes-AMG an, wo die Weltklassepiloten auf der kurzen Sprintstrecke ganz sicher wieder spannendes Racing liefern werden.


Wittmann holt für BMW die Pole fürs Sonntagsrennen in Zolder

Maco Wittmann holt im BMW die Pole für das Rennen am Sonntag in Zolder
Foto: Hoch Zwei

Im Vorfeld hat es immer geheißen, die Rennstrecke in Zolder läge dem BMW nicht besonders. Marco Wittmann ließ sich davon nicht beirren. Im Zeittraining für das DTM-Sonntagsrennen auf dem ehemaligen belgischen Grand-Prix-Kurs sicherte sich der Franke im Walkenhorst-BMW mit einer Zeit von 1:26,687 Minuten den besten Startplatz, vor Lucas Auer im WINWARD-Mercedes und Mike Rockenfeller im ABT-Audi. Für Wittmann und sein Team ist es jeweils die erste Pole-Position der Saison.

Nachdem alle Fahrer ihren ersten Anlauf beendet hatten, waren die BMW noch keineswegs vorne mit dabei. An der Spitze lag zunächst Kelvin van der Linde im ABT-Audi, der Sieger des Samstagsrennens, vor Daniel Juncadella im GruppeM-Mercedes und Nico Müller im Rosberg-Audi. In der zweiten Trainingshälfte jedoch purzelten die Zeiten und wurde erstmals an diesem Wochenende auch die 1:27er-Marke unterboten.

Das gelang zunächst Lucas Auer, der sich kurz darauf jedoch Marco Wittmann geschlagen geben musste. Der Franke startet zum 15. Mal in seiner Karriere von der Pole-Position, erstmals wieder seit dem Samstagsrennen in Brands Hatch am 10. August 2019.

"Das ist mega für uns. Es ist die erste Pole-Position für Walkenhorst-Motorsport in der DTM. Das Auto war das ganze Wochenende über unheimlich stark, ich fühle mich sehr wohl – und das auf einer Strecke, auf der wir gedacht haben, dass wir uns sehr schwer tu würden. Ein riesiges Dankeschön an das Team, das fast die ganze Nacht gearbeitet hat. Da wir noch einen Folgeschaden vom gestrigen Rennen hatten. Daher ist es umso schöner, mit der Pole etwas zurückzugeben. Jetzt heißt es, im Rennen eine gute Performance hinlegen. Aber der erste Grundstein ist gelegt. Ich freue mich jetzt aufs Rennen."

Lucas Auer startet im WINWARD-Mercedes als Zweiter vor den beiden ABT-Audi-Teamkollegen Mike Rockenfeller und Kelvin van der Lind , der Sieger des Samstagrennens.

Fünfter im Zeittraining war Daniel Juncadella im GruppeM-Mercedes, der allerdings als Verursacher des Unfalls in der ersten Runde des Samstagsrennens ausgemacht wurde und daher um zehn Plätze zurückversetzt wurde. Somit rückt Nico Müller (SUI) im Rosberg-Audi auf Startplatz fünf vor, vor Liam Lawson (Red-Bull-AF-Corse-Ferrari,  Christian Klien (JP-McLaren), Maximilian Götz (HRT-Mercedes), Maximilian Buhk (Mücke-Mercedes) und Esmee Hawkey (T3-Lamborghini). Die Britin startet somit erstmals aus den Top 10.

Quelle: dtm.com


Drei Minuten vor Schluss wurde das Training abgebrochen und nicht wieder aufgenommen, nachdem Timo Glock im ROWE-BMW auf der Strecke ausgerollt war und abzusehen war, dass die Bergung des gestrandeten Fahrzeugs länger dauern würde.

Samstag, 7. August 2021

Erster Doppelsieg der DTM-Saison: Kelvin van der Linde triumphiert vor ABT-Kollege Rockenfeller

  • Zweiter Saisonsieg für den Südafrikaner in Zolder
  • Audi-Pilot baut Führung in der Gesamtwertung aus
  • Rockenfeller holt sich nach packendem Kampf mit Albon Platz zwei
  • Zweites Rennen im „Home of DTM“ am Sonntag, 13:30 Uhr 

Sieger am Samstag in Zolder: Kelvin van der Linde (RSA), Audi, ABT Sportsline © DTM

Zweiter Sieg für Kelvin van der Linde, Tabellenführung ausgebaut, packender Dreikampf an der Spitze – auch das fünfte DTM-Rennen der Saison auf der Old-School-Rennstrecke von Zolder in Belgien hatte wieder jede Menge zu bieten. Großer Triumphator war am Ende das Kemptener Team ABT Sportsline, das den ersten Team-Doppelsieg der Saison holte.

Von Startplatz eins aus eroberte der Südafrikaner Kelvin van der Linde im ABT-Audi seinen zweiten Saisonsieg nach dem Sonntagerfolg in Monza. Sein Teamkollege Mike Rockenfeller (GER) erkämpfte sich als Zweiter einen weiteren Podestrang und hielt in einem packenden Duell Alex Albon (THA) im Red Bull-Ferrari in Schach. Mit Vincent Abril (MON) im HRT-Mercedes-AMG, Marco Wittmann (GER) im Walkenhorst-BMW und Lokalmatador Esteban Muth im T3-Lamborghini auf den Plätzen vier bis sechs waren fünf Marken auf den ersten sechs Plätzen vertreten.

Vor dem zweiten Rennen in Zolder am Sonntag (13.30 Uhr/live bei SAT.1 und grid.dtm.com) baute Kelvin van der Linde seine Führung in der Gesamtwertung auf 32 Punkte aus. Mit insgesamt 97 Zählern führt der Südafrikaner vor dem 19 Jahre alten Neuseeländer Liam Lawson (Red Bull-Ferrari, AF Corse), der früh ausfiel und bei 65 Punkten bleibt. Dahinter folgt Lausitzringsieger Maximilian Götz (HRT Mercedes AMG) mit 54 Punkten.

Kelvin van der Linde: „Wir hatten einen Test in Zolder vor ein paar Wochen und waren dadurch als Team wirklich gut vorbereitet. Ich bin gespannt, wie es am Sonntag wird, wenn alle dann Erfahrung hier haben werden.“ Sein Teamkollege Rockenfeller holte sein bestes Saisonergebnis: „Kelvin ist eine ziemlich gute Messlatte, er ist so gut in diesen Autos. Ich bin echt glücklich, dass es nach vorne geht, ich bin hier, um um Siege zu kämpfen.“

Bereits direkt nach dem Start ging es heftig zur Sache, als Daniel Juncadella (Gruppe M Racing Mercedes AMG) und Arjun Maini kollidierten. Leidtragender des Crashs war auch einer der Führenden in der Gesamtwertung: Liam Lawson wurde von Mainis GetSpeed-Mercedes-AMG ins Kiesbett geschoben – das Aus für den Meisterschafts-Zweiten. „Das ist natürlich enttäuschend, ich konnte nichts machen“, so der Neuseeländer, „aber es geht morgen gleich weiter.“ Das Safety Car kam auf die Strecke, an der Spitze lag Pole-Sitter Kelvin van der Linde vor Marco Wittman (GER) im Walkenhorst-BMW.

Enges Racing wurde den Fans auch beim Re-Start wieder geboten, bei dem van der Linde seine Führung behauptete. Ein Großteil des Feldes kam dann direkt an die Box, um sich frische Reifen zu holen, nicht so Alex Albon. Der Formel-1-erfahrene Red Bull-Star hatte mit seinem AF Corse-Team eine andere Strategie, blieb länger draußen und legte mit älteren Reifen beeindruckende Zeiten hin. Folge: Ein packender Kampf auf der Strecke, wo Rockenfeller, DTM-Champion von 2013, sich mit Routine und Klasse gegen den Druck von Albon zur Wehr setzte. Albon: „Auf jeder anderen Strecke hätten wir das Rennen gewonnen. Aber Kelvin und Mike mit ihrer Erfahrung machen keine Fehler, deshalb war nur Platz drei drin.“

Dass Überholen aber auch in Zolder nicht unmöglich ist, zeigte weiter hinten Lokalmatador Esteban Muth: Der 19-jährige Belgier im T3-Lamborghini presste sich mit einem starken Manöver an Lausitz-Sieger Philip Ellis (Mercedes-AMG, Team WINWARD) vorbei, schnappte sich auch noch Maximilian Götz und sicherte sich Rang sechs beim Heimspiel. Somit lagen am Ende fünf Marken unter den ersten sechs Autos. Noch nicht für die Punkte reichte es für Christian Klien bei seinem ersten DTM-Einsatz im JP Motorsport-McLaren, am Ende landete der Österreicher auf Platz zwölf.