Freitag, 11. Juni 2021

Österreicher wollen beim ADAC GT Masters-Heimspiel auf dem Red Bull Ring glänzen

  •  Starke Lokalmatadore in Deutscher GT-Meisterschaft
  •  Österreicher mit 20 Rennsiegen im ADAC GT Masters
  •  Extra-Motivation durch Zuschauer beim Heimspiel

Die beiden Österreicher Norbert Siedler und Simon Reicher im Audi R8 von Yaco Racing
Foto: Jens Hawrda

Rennsieger, Werkspiloten und vielversprechende Nachwuchstalente: Die österreichischen Fahrer sind in der Deutschen GT-Meisterschaft nicht nur quantitativ gut vertreten, am kommenden Wochenende (11.–13. Juni) zählt das Oktett beim Heimspiel auf dem Red Bull Ring zu den Topfavoriten – und will die zehnjährige Siegesflaute der Lokalmatadore auf dem Alpenkurs beenden. Die beiden Rennen werden am Samstag und Sonntag live ab 13 Uhr von TV-Partner NITRO im Free-TV übertragen. Im Livestream sind sie kostenlos bei TVNOW.de und auf adac.de/motorsport zu sehen.

Mit insgesamt acht Piloten ist Österreich die am zweitstärksten vertretene Nation im Fahrerfeld des ADAC GT Masters. In der Historie der Rennserie haben die Piloten aus Austria einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Insgesamt haben sie bereits 20 Rennsiege eingefahren. Auch auf dem Red Bull Ring waren sie schon erfolgreich: zuletzt allerdings 2011 bei der ADAC GT Masters-Premiere, als sich in den beiden Rennen gleich drei heimische Fahrer in die Siegerlisten eintrugen. Am kommenden Wochenende gibt es für die Österreicher eine Extraportion Motivation: Unter Berücksichtigung eines behördlich genehmigten Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes werden sie von bis zu 3.000 Fans pro Tag von den Tribünen angefeuert.

Österreichisches Porsche-Trio

Zu den Favoriten zählt am Wochenende Porsche-Werkspilot Thomas Preining. Der 22-Jährige, der 2019 in seinem Debütjahr einen Sieg feierte, kehrt in dieser Saison in das ADAC GT Masters zurück und teilt sich einen Porsche 911 GT3 R des Küs Team Bernhard mit Titelverteidiger Christian Engelhart. „Ich bin richtig motiviert für das Heimspiel“, sagt Preining. „Das Heimrennen ist immer etwas Besonderes. Ich werde es richtig genießen, vor allem weil ja jetzt auch einige Fans an der Strecke erlaubt sind. Ich freue mich sehr und glaube, es kann richtig was gehen. Denn wir haben uns super vorbereitet und werden volle Attacke geben.“

Der in der Gesamtwertung bestplatzierte Österreicher ist nach dem ersten Rennwochenende Mick Wishofer. Zusammen mit Maximilian Hackländer gelang dem Wiener in Oschersleben im 911 GT3 R von MRS GT-Racing am Sonntag mit Rang drei ein Podestplatz. Der 21-Jährige reist auch als Führender der Pirelli-Junior-Wertung zu seinem Heimspiel. „Unser Ziel ist es, möglichst viele Punkte für die Pirelli-Junior-Wertung zu sammeln“, so Wishofer. „Das Auto ist für unser Team neu, daher müssen wir mal schauen, was in der Gesamtwertung möglich ist. Das Heimspiel gibt immer einen zusätzlichen Motivationsschub. Ich hoffe, dass wir erneut eine gute Performance zeigen können.“

Die kürzeste Anreise zum Red Bull Ring hat Klaus Bachler, der dritte Fahrer des Porsche-Trios. Mit 76 Starts ist er der aktuell erfahrenste Österreicher im Feld. Der zweifache Rennsieger aus dem nur 30 Kilometer vom Red Bull Ring entfernten Unzmarkt wechselte im Winter zu Precote Herberth Motorsport. Seine Teamkollegin ist dort Porsche-Werksfahrerin Simona De Silvestro. Die Schweizerin startete unlängst bei den legendären 500 Meilen von Indianapolis, dem schnellsten Autorennen der Welt. „Es ist toll, dass wieder einige Fans vor Ort sein dürfen. Einige Freunde und Familienmitglieder haben schon Tickets gekauft“, sagt Bachler. „Ich denke, dass der Red Bull Ring uns ganz gut liegen wird. Wir haben in Oschersleben gut analysiert. Es gab einige Dinge, die gut gelaufen sind und ein paar, die noch nicht optimal waren. Daran werden wir arbeiten. Wenn wir dies umsetzen, könnte es sehr gut laufen. Das ist unser Ziel.“

Comeback von Max Hofer

Zwei österreichische Piloten hat das heimische GRT Grasser Racing Team in seinen Reihen – allerdings auf zwei Fahrzeuge verteilt. Im Lamborghini Huracán GT3 Evo mit der Startnummer 82 fährt neben dem Deutschen Tim Zimmermann an diesem Wochenende der zweimalige ADAC GT Masters-Rennsieger Max Hofer (22). „Ich freue mich riesig, wieder im ADAC GT Masters an den Start zu gehen“, so der Pilot aus Perchtoldsdorf. „Es ist wirklich toll, auf dem Red Bull Ring für ein österreichisches Team an den Start zu gehen. Wir haben ein sehr gutes Paket und ich möchte beweisen, was ich kann.“ Im Schwesterauto mit der Startnummer 16 tritt Clemens Schmid auf dem österreichischen Formel-1-Kurs an. Der Jochen-Rindt-Fan aus Gries am Brenner wechselt sich in dem italienischen GT3-Sportwagen mit Mike David Ortmann ab. Das GRT Grasser Racing Team hat seinen Teamsitz unweit der Rennstrecke in Knittelfeld. „Die Vorfreude ist groß. Wir haben ein sehr schnelles Auto, was man schon in Oschersleben gesehen hat. Ich kann es kaum erwarten, dass es losgeht.“

Yaco Racing gleich mit zwei Österreichern

Auf ein rein österreichisches Fahrerduo setzt in dieser Saison Yaco Racing. Den Audi R8 LMS pilotieren Routinier Norbert Siedler (38) und Youngster Simon Reicher (21). Siedler hat beste Erinnerungen an den Red Bull Ring: Der Fahrer aus Wildschönau siegte 2011 bei der Premiere des ADAC GT Masters auf dem Kurs und ist damit im aktuellen Starterfeld der einzige „Local Hero“, dem dies bereits gelungen ist. Sein Teamkollege Simon Reicher ist der jüngste Österreicher im Feld. Der Student aus Kirchberg bei Mattighofen bestreitet nach einigen Gaststarts 2021 seine erste komplette Saison in der Deutschen GT-Meisterschaft. Für das Heimspiel seiner Piloten hat Yaco Racing den Audi noch einmal komplett zerlegt, bei Audi vermessen lassen und wieder neu aufgebaut. „Prinzipiell gibt es keinen Unterschied, ob wir am Red Bull Ring, in Oschersleben oder am Nürburgring fahren“, sagt Reicher. „Wir als Team und Fahrer haben die Verpflichtung, eine perfekte Performance abzuliefern. Der Red Bull Ring ist für uns aber ein kleines bisschen anders. Da kommt eine emotionale Komponente hinzu. Du bist zu Hause, in deinem eigenen Land, auf deiner Heimstrecke. Umso mehr möchtest du natürlich dein Bestes zeigen.“

Der achte Österreicher im Feld ist Constantin Schöll. Für ihn ist es das zweite Jahr in der Meisterschaft. Der aus Wien stammende 22-Jährige startet in diesem Jahr erstmals mit einem Mercedes-AMG GT3 Evo des Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing, sein Partner ist der Deutsche Hendrik Still. „Beim Heimspiel erwartet man sich immer mehr“, sagt Schöll. „Ich kenne die Strecke ganz gut und wir waren vor Kurzem dort auch noch einmal testen. Wir sind gut vorbereitet und ich bin startklar. Ich bin gespannt, wie das Wetter wird. Es könnte regnen, was für uns wohl ein Vorteil sein könnte.“

Heimspiel für die Österreicher: ADAC TCR Germany in Spielberg

  • Nico Gruber will die Führung in der Honda Junior Challenge auf dem Red Bull Ring ausbauen
  • Kann Tabellenführer Luca Engstler an sein starkes Auftaktwochenende anknüpfen?
  • Drei Gäste ergänzen das Starterfeld

Tabellenführer Luca Engstler
Foto: Jens Hawrda

Heimspiel für die Österreicher: Die ADAC TCR Germany macht an ihrem zweiten Rennwochenende in diesem Jahr in der Steiermark Halt. Auf dem Red Bull Ring geht es am Wochenende vom 11. bis 13. Juni zur Sache – für die österreichischen Starter der ADAC TCR Germany steht also schon früh ein Highlight auf dem Programm. Und das sogar vor Fans: Unter Berücksichtung eines vom Red Bull Ring gemeinsam mit dem ADAC GT Masters erstellten und behördlich genehmigten Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes dürfen maximal 3000 Zuschauer pro Tag die Rennen live auf der Tribüne erleben. Aus Österreich stammen sechs Fahrer sowie die Teams Wimmer Werk Motorsport und Mair Racing Osttirol. Die Rennen der ADAC TCR Germany gibt es live, kostenlos und exklusiv auf TVNOW sowie auf adac.de/motorsport. Um die Rennen auf TVNOW.de zu sehen, ist keine Anmeldung oder Registrierung erforderlich.

„Ich freue mich extrem auf den Red Bull Ring. Im vergangenen Jahr musste ich das Rennen auslassen, weil ich bei der WTCR im Einsatz war. Jetzt kann ich es kaum erwarten, ich kenne die Strecke vom Formelsport, sie ist auf jeden Fall eine meiner Lieblingsstrecken“, sagt Nico Gruber, der für das Hyundai Team Engstler seine zweite Saison in der ADAC TCR Germany absolviert und aktuell in der Honda Junior Challenge vorne liegt: „Wir haben in Oschersleben unsere Pace gezeigt, mein Ziel ist es, wieder in der Honda Junior Challenge zu gewinnen und meinen Vorsprung auszubauen – und natürlich auch wichtige Punkte für mein Team zu holen.“

Auch für Wimmer Werk Motorsport ist das Heimrennen ganz besonders. 2020 war das Team bereits als Gast auf dem Red Bull Ring dabei, nun absolvieren die Österreicher die gesamte Saison in der ADAC TCR Germany und schicken gleich vier Autos ins Rennen. Die beiden Cupra León Competición TCR-Fahrer Günter Benninger und Christian Voithofer sowie Audi RS3 LMS-Pilot Peter Gross (alle Österreich) starten in der neuen Trophy-Wertung. Eric Scalvini (26, Italien) hat im Cupra beim Saisonauftakt in Oschersleben bereits bewiesen, dass er mit der Spitze mithalten kann.

„Ich sehe den zwei Rennen mit einem sehr guten Gefühl entgegen“, sagt Teamchef Felix Wimmer von Wimmer Werk Motorsport. Topfahrer Scalvini soll in der Steiermark an die guten Leistungen anknüpfen. „Eric hat sich großartig bei uns akklimatisiert. Dafür, dass er die Strecke in Oschersleben und auch unser Auto praktisch nicht gekannt hat, war er sogar sensationell unterwegs.“, so Wimmer: „Wenn alles passt, kann Eric in der Topklasse sicher ganz vorne mitfahren.“ Die drei Trophy-Piloten „kennen den Red Bull Ring gut, somit können wir auch hier sicherlich gute Ergebnisse erzielen.“

An der Spitze thront aktuell Luca Engstler (21, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler), dem ein fast perfektes Auftaktwochenende in Oschersleben gelungen ist. Dort feierte er zwei Siege und holte die Startplätze eins und zwei – entsprechend führt der WTCR-Fahrer die Meisterschaft mit 68 Zählern an. Maximal sind an einem Wochenende 70 Punkte möglich. Platz zwei belegt Dominik Fugel (24, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen), der Honda Civic TCR-Fahrer hat 46 Punkte auf dem Konto. Nico Gruber (43 Punkte) folgt dicht dahinter.

Am Red Bull Ring begrüßt die ADAC TCR Germany zudem drei Gäste. Sandro Soubek (27, Österreich, Mair Racing Osttirol) war bereits 2020 dabei und zeigte mit seinem Audi RS3 LMS eine starke Leistung. Lubner Motorsport setzt an diesem Wochenende drei Opel Astra TCR ein: Neben Stammfahrer Philipp Regensperger (22, Neumarkt St. Veit) sind auch Andreas Höfler (43, Österreich) und Mario Klammer (36, Österreich) am Start.

Die Brüder Dominik (24, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) und Marcel Fugel (19, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) waren am vergangenen Wochenende noch beim ADAC Total 24-Rennen am Start, nun wollen sie in der ADAC TCR Germany nachlegen. Beim Auftakt waren die beiden aufs Podium gefahren, in der Teamwertung belegen sie den zweiten Rang hinter dem Hyundai Team Engstler.

„Der Red Bull Ring ist keine klassische Honda-Strecke, das hat die Vergangenheit gezeigt. Dazu kommt, dass Hyundai auf den Geraden sehr stark ist“, sagte Marcel Fugel vor dem zweiten Rennwochenende der Saison: „Das wird sich eine Herausforderung. Wir müssen schauen, dass wir es auf die Distanz hinbekommen.“

Willkommen zur Highspeed-Hatz: Deutsche GT-Meisterschaft startet auf dem Red Bull Ring

  •     Titelverteidiger Michael Ammermüller und Mathieu Jaminet sind Tabellenführer
  •     Sieben Fahrer aus Österreich wollen den Heimsieg
  •     Bis zu 3.000 Fans pro Tag können das ADAC GT Masters live verfolgen

Foto: Jens Hawrda

Auf in die Alpen! Die Deutsche GT-Meisterschaft bestreitet am kommenden Wochenende (11.–13. Juni) auf dem Red Bull Ring ihren zweiten Saisonlauf und erstmals in diesem Jahr dürfen Fans an der Rennstrecke wieder mitfiebern. Als Tabellenführer des ADAC GT Masters reisen zwei Porsche-Piloten zum schnellsten Kurs im Kalender: Titelverteidiger Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster) und Werksfahrer Mathieu Jaminet (26/F, beide SSR Performance). Dank eines vom Red Bull Ring gemeinsam mit dem ADAC GT Masters erstellten Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes dürfen bis zu 3.000 Fans pro Tag an der Strecke dabei sein. Die beiden Rennen werden am Samstag und Sonntag live ab 13 Uhr von TV-Partner NITRO im Free-TV übertragen. Im Livestream sind sie kostenlos und ohne Registrierung bei TVNOW.de und auf adac.de/motorsport zu sehen.


Keyfacts, Red Bull Ring, Spielberg

Streckenlänge: 4.318 Meter

Layout: 10 Kurven (sieben Rechts-, drei Linkskurven), im Uhrzeigersinn befahren

Sieger 2020, Rennen 1: Henric Skoog/Nick Yelloly (Schubert Motorsport, BMW M6 GT3)

Sieger 2020, Rennen 2: Jens Klingmann/Erik Johansson (MRS GT-Racing, BMW M6 GT3)

ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring im TV und im Stream: Übersicht über die Sendezeiten im Anhang.


Die Favoriten

Nach ihrer Pole-Position und ihrem Sieg am Sonntag beim Auftakt in Oschersleben haben Michael Ammermüller und Mathieu Jaminet in der Gesamtwertung vier Punkte Vorsprung. Der Red Bull Ring favorisiert jedoch die Tabellenzweiten, Vorjahressieger Nick Yelloly (29/GB) und BMW-Werksfahrer-Kollege Jesse Krohn (30/FIN, beide Schubert Motorsport): Der BMW M6 GT3 gewann drei der vergangenen sechs Rennen in Spielberg. Zu den Siegkandidaten zählt auch die Corvette C7 GT3-R von Callaway Competition. Der bullige US-Sportwagen hat bereits fünf Mal in Österreich gewonnen. Der dreimalige Red-Bull-Ring-Gewinner Marvin Kirchhöfer (27/Luzern) und Partner Jeffrey Schmidt (27/CH) wollen diese Erfolgsbilanz ausbauen.


Die Lokalmatadoren

Gleich sieben Österreicher wollen am kommenden Wochenende vor heimischem Publikum glänzen: Porsche-Werksfahrer Thomas Preining (22/A, Küs Team Bernhard), Klaus Bachler (29/A, Precote Herberth Motorsport) und Mick Wishofer (21/A, MRS GT-Racing), der führende in der Pirelli-Junior-Wertung, pilotieren einen Porsche 911 GT3 R. Constantin Schöll (22/A) startet in einem Mercedes-AMG der Traditionsmannschaft Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing, Clemens Schmid (30/A) für das unweit vom Red Bull Ring ansässige GRT Grasser Racing Team in einem Lamborghini Huracán GT3 Evo. Ein rein österreichisches Fahrerduo hat Yaco Racing: Simon Reicher (21/A) und Norbert Siedler (38/A) steuern den Audi R8 LMS des Rennstalls, der ebenfalls mit österreichischer Lizenz antritt.


Die Strecke

Der Red Bull Ring mit seinem einzigartigen Alpenpanorama ist eine der beliebtesten Strecken des ADAC GT Masters. Der 4,318 Kilometer lange Kurs ist auch der schnellste im Kalender und favorisiert Fahrzeuge mit einem hohen Topspeed. Am Wochenende wird reichlich packender Motorsport geboten: Neben dem ADAC GT Masters starten auch die ADAC GT4 Germany, die ADAC Formel 4 und die ADAC TCR Germany sowie der Porsche Carrera Cup Deutschland.


Die Fans

Für Fans sind am Wochenende die Haupttribüne sowie die Tribünen „Steiermark“ und „Red Bull“ geöffnet. Besucher können ihre Tickets online sitzplatzgenau im Vorverkauf unter adac.de/motorsport buchen, der Online-Vorverkauf ist noch bis zum 10. Juni geöffnet. Für alle Zuschauer gelten die in Österreich üblichen 3G-Regeln: „Geimpft, Getestet, Genesen“. Voraussetzungen für den Zutritt zum Rennstreckengelände sind ein negativer Antigen-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, oder ein negativer PCR-Test, der maximal 72 Stunden vorher durchgeführt worden ist, eine überstandene Covid-19-Infektion oder eine Corona-Impfung. Weitere Informationen zu Tickets gibt es online unter adac-motorsport.de/adac-gt-masters/faq-ticketing. Zuschauer, die aus Deutschland eine Reise zum zweiten Lauf des ADAC GT Masters planen, finden stets aktualisierte Informationen zu Einreise und Aufenthalt in Österreich unter adac.de/news/oesterreich-urlaub-corona/.


Die Berichterstattung

TV-Partner NITRO berichtet ausführlich vom Red Bull Ring. Jeweils ab 13.00 Uhr überträgt der Sender am Samstag und Sonntag im Free-TV live von der Strecke. Online im Livestream werden die Rennen von TVNOW.de und auf adac.de/motorsport zu sehen sein, dort gibt es auch die Liveübertragungen der beiden Qualifyings. TVNOW, Deutschlands führende Streamingplattform, zeigt darüber hinaus auch alle Rennen von ADAC GT4 Germany, ADAC TCR Germany und ADAC Formel 4 im kostenlosen Stream. Eine Anmeldung oder Registrierung ist nicht erforderlich.


Stimmen vor dem Rennwochenende

Nick Yelloly (Schubert Motorsport, BMW M6 GT3): „Nach dem starken Ergebnis im Vorjahr glaube ich, dass wir in diesem Jahr ein noch stärkeres Paket haben werden. Es ist das zweite Jahr im ADAC GT Masters, davon sollten wir profitieren. Das Ziel ist ganz klar, in beiden Rennen von dabei zu sein. In Oschersleben ist uns das schon geglückt. Der Red Bull Ring passt sehr gut zum BMW M6 GT3 und ich fahre dort auch sehr gerne.“

Klaus Bachler (Precote Herberth Motorsport, Porsche 911 GT3 R): „Die Erwartungen für den Red Bull Ring sind groß. Wir waren in Oschersleben unter bestimmten Bedingungen schon extrem schnell und haben mit Platz sechs auch ein solides Ergebnis eingefahren. Jetzt soll es noch besser laufen. Wenn wir ein gutes Qualifying-Ergebnis schaffen, ist vieles möglich. Ich bin optimistisch und freue mich auf mein Heimrennnen.“

Nächster Halt der IDM: Autodrom Most

Foto: Jens Hawrda

EGS-alpha-Van Zon-BMW Team geht in die zweite Runde

Es ist wieder „Rennwoche“ und die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft startet am kommenden Wochenende in ihre zweite Runde. Erstmals in dieser Saison können die Zuschauer diesmal das IDM-Starterfeld auf der Rennstrecke im tschechischen Most anfeuern. Darauf freuen sich die Fahrer des EGS-alpha-Van Zon-BMW Teams.

Der Tabellenführer Ilya Mikhalchik (UKR) wird beim nächsten Lauf nicht anwesend sein, da er zum EWC-Team von Werner Daemen, dem BMW Motorrad World Endurance Team, gehört und am 24-Stunden-Rennen der World Endurance Championship in Le Mans teilnehmen wird . Die verbleibenden drei Fahrer Pepijn Bijsterbosch (NED), Tim Eby (GER) und Jan Mohr (AUT) kämpfen um weitere WM-Punkte für das belgische Team.

Die Rennstrecke in Most wurde in den letzten Wochen für mehr als 15 Millionen Tschechische Kronen aufwendig saniert, da sie im August dieses Jahres auch erstmals Austragungsort der Superbike-Weltmeisterschaft ist. Auf die IDM-Fahrer wartet nicht nur eine verbesserte Strecke, auch ein neuer Asphalt wurde errichtet und die Auslaufzonen wurden vergrößert und erneuert. Die Strecke hat jetzt ein neues FIM-Sicherheitszertifikat, von dem auch die Internationale Deutsche Meisterschaft profitiert. Nach der Veranstaltung im Autodrom Most legt die IDM eine kurze Sommerpause ein und kehrt am 17. Juli im Rahmen des Truck GP auf den Nürburgring in Deutschland zurück.

Quelle: alpha Racing-Van Zon-BMW

Dienstag, 8. Juni 2021

Spannung pur und prominente Gäste bei der IDM in Most

Foto: Jens Hawrda

Am kommenden Wochenende biegt die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) in die zweite Saisonrunde ein. In  Most sind vom 11. bis 13. Juni 2021  zum ersten Mal wieder Zuschauer zugelassen. Denjenigen Fans allerdings, die noch auf ihren IDM-Besuch warten müssen, bietet das IDM-Action-Team der Motor Presse Stuttgart den bewährten Livestream im Internet an, um die Rennen in Echtzeit erleben zu können.

Vor allem in der Königsklasse IDM Superbike 1000 stehen delikate Entscheidungen bevor. Ilya Mikhalchik (EGS-alpha-Van Zon-BMW) wird auf jeden Fall seine Führung in der Gesamtwertung verlieren. Der Ukrainer fehlt in Most genauso wie sein BMW-Markenkollege Florian Alt (Wilbers-BMW-Racing). Die beiden Titelfavoriten treten am selben Wochenende in der Endurance-Weltmeisterschaft an. Demzufolge werden sie keine IDM-Punkte einfahren können, was sie in der Tabelle zurückwerfen wird. Das macht den Weg nach vorn frei für die Yamaha-Piloten Dominic Schmitter (CHE, Hess Racing), Bastien Mackels (BEL, Team SWPN), Vladimir Leonov (RUS, Hertrampf MO Yamaha Racing Team) und Marc Moser (DEU, Bonovo Action by MGM Racing). Diese Fahrer aus der Schweiz, Belgien, Russland und Deutschland liegen nach zwei IDM-Läufen jeweils in Schlagdistanz zueinander.            

Oder ergreift Luca Grünwald die Chance, die Spitze der Meisterschaft auf BMW zu übernehmen? Mit dem renommierten Kiefer-Racing-Team, das beim Saisonauftakt seine Premiere in der höchsten Klasse feierte, raste der IDM-600-Meister gleich beim Auftakt aufs Podium. Auch an den Bayer geht der Auftrag, den Titel wieder ins BMW-Lager zu holen, nachdem im vergangenen Jahr Yamaha die Meisterschaft einfahren konnte. Die Rechnung, wird aber auch nicht ohne den einzigen Honda-Piloten im Feld gemacht: Das italienische Temperamentsbündel Alessandro Polita (HRP Honda) ist immer für Überraschungen gut. Zwar hat sich der französische Kawasaki-Fahrer Valentin Debise (Kawasaki Weber-Motos Racing) in der Königsklasse zum Saisonauftakt noch nicht alles gezeigt, aber dafür in der französischen Meisterschaft bisher alle Rennen gewinnen können. Mit ihm ist in der IDM-Spitze auch auf jeden Fall zu rechnen. Insgesamt zehn Fahrern werden Siegchancen auf den über 200 PS starken Motorrädern in den einzelnen Rennen eingeräumt.                                        

In der IDM Supersport 600 hat sich der Franzose hingegen ein dünnes Punktepolster geschaffen. Der Franzose tritt wie in seiner Heimat auch in der IDM als Doppelstarter an. Das heißt: Er hat sich in zwei Klassen eingeschrieben und führt das Feld in der mittleren 600 cm³-Liga vor Rob Hartog (Füsport - RT Motorsports by SKM-Kawasaki) und Patrick Hobelsberger (Bonovo Action by MGM) an. Weil das unbeständige Wetter bei der ersten Veranstaltung in Oschersleben für viel Trubel und Ausfälle in den Rennen sorgte, müssen viele Teilnehmer nun in Most darauf hoffen, ihr Potential in Most endlich auf trockener Strecke ausschöpfen zu können. Das gilt vor allem für das neue M32 Racing Team, in dem sich Max Enderlein und Jan-Ole Jähnig verbündet haben. Im ersten Rennen waren beide gestürzt. Im zweiten Lauf holte sich Jähnig auf seiner Yamaha die ersten drei Meisterschaftspunkte, während der zweifache Meister Enderlein erneut leer ausging. In Most stellt sich zudem die Frage: Wie schneidet Gaststarter Thomas Gradinger ab? Er gewann die IDM Supersport 600 im Jahr 2017 und stieg als Meister anschließend in die WM auf. In Tschechien gibt er ein Comeback, fährt aber als Gaststarter außerhalb der Meisterschaftswertung.

In der Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 spielt sich der Kampf zwischen den Markenvertretern von Kawasaki, KTM und Yamaha ab. Titelverteidiger Lennox Lehmann (Freudenberg KTM World SSP Team) hat schon wieder die Führung eingenommen. Der 15-jährige Gymnasiast aus Dresden konnte zum Saisonbeginn auch seinen ersten IDM-Sieg feiern, an dem er sich im vergangenen Jahr noch die Zähne ausgebissen hatte. In seinem Windschatten fahren die Teamkollegen Marvin Siebdrath und Luca de Vleeschauwer (Füsport - RT Motorsports by SKM-Kawasaki). Die kleinste IDM-Klasse, die mit über 50 PS starken Motorrädern ausgetragen wird, hat sich zur größten IDM-Klasse entwickelt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus neun Nationen sind vertreten. Die Entscheidung über Sieg und Niederlage fällt der hart umkämpften Nachwuchsklasse oft erst auf den letzten Metern vor dem Zielstrich.

Elf Teams haben sich mit ihren 600 cm³-Gespannen für die komplette IDM Sidecar-Saison und somit auch für Most angemeldet. Dazu kommen Gastauftritte von Fahrern mit 1000 cm³-Sidecars. Sie werden im Feld integriert sein, aber wegen der geringen Teilnehmerzahl erfolgt für diese Klasse keine eigene Wertung mehr. Die auch in der Weltmeisterschaft ausschließlich eingesetzten 600 cm³-Motoren haben sich endgültig durchgesetzt. Es gibt zwei Neueinsteiger im Feld: Nils Köster und Beifahrer Wouter Zwiers. Sie kommen aus der Oldtimerszene und geben in Most ihr Debüt in einem modernen F1-Gespann, das aus dem gebrauchten Bestand von Multi-Weltmeister Tim Reeves stammt. Als Gäste haben sich Josef Sattler/Luca Schmidt angemeldet. Theoretisch sollte der Bonovo Action-Team-Pilot bei der WM um Punkte fahren, doch seine im Testbetrieb erlittenen Unfallverletzungen lassen den Kampf auf der ganz großen Bühne noch nicht zu. Um dennoch auf hohem Niveau gemeinsam in Fahrt zu bleiben, hat sich die bayrisch-thüringische Kombination deshalb für den Einsatz bei der IDM in Most entschieden.

Der Pro Superstock Cup, der Twin Cup und der in den Rahmen der IDM Supersport 600 integrierte Superstock 600-Cup garantieren ebenso Windschattenschlachten und spektakuläre Positionskämpfe. 1.000 Zuschauer sind in Most pro Tag an der Strecke erlaubt. Tickets gibt es im Vorverkauf unter https://www.autodrom-most.cz/de/tickets/. Wer keines ergattert, kann die Rennen im Livestream auf dem MOTORRAD YouTube Channel und auf der IDM-Facebookseite miterleben.