Sonntag, 18. April 2021

Starterfeld der DTM 2021 mit 19 Fahrern und fünf Marken

  • Aus elf Nationen: internationaler Fahrer-Mix aus Formel 1, DTM-Champions, GT3-Assen, Jungstars und einer Fahrerin
  • Gut zwei Monate vor dem Saisonauftakt: elf Teams mit Rennwagen von fünf Marken
  • Neu in der DTM: Ferrari und McLaren – Rückkehr von Rekordsieger Mercedes  

Alex Albon (THA) Ferrari 488 GT3 Evo, Alpha Tauri AF Corse © DTM

19 Fahrer aus elf Nationen stehen in der vorläufigen Starterliste der DTM 2021, die eine erlesene Mischung von Fahrern mit Formel-1-Erfahrung, ehemaligen DTM-Champions, erfahrenen GT3-Assen und aufstrebenden Jungstars widerspiegelt. Fünf verschiedene Marken – von Audi und BMW über Rückkehrer Mercedes bis zu den Neueinsteigern Ferrari und McLaren – werden von elf Rennteams an den Start gebracht. Noch sind es zwei Monate, bis die 35. Saison der DTM im italienischen Monza (18.-20. Juni) mit dem ersten von acht Rennwochenenden eröffnet wird.

Mit Erfahrung aus der Formel 1 gehen in der DTM Alex Albon (THA), Timo Glock (GER) und Christian Klien (AUT) an den Start. Während der deutsche Publikumsliebling Glock alle Rennen bestreitet, steht Albon auch bei Red Bull Racing als Ersatz- und Testfahrer in der Pflicht und übergibt bei ausgewählten Rennen das Ferrari-Cockpit an Nick Cassidy (NZL). Wie Albon, der schon zu Formel-3-Zeiten in Deutschland fuhr, ist auch Cassidy in der DTM kein Unbekannter. Im November 2019 gewann er im japanischen Fuji das SUPER GT x DTM Dream Race. Der ehemalige GP-Fahrer Klien ist im McLaren 720S bei drei Rennen am Start. Zwei junge Piloten mischen sich mit Erfahrung aus der Formel 2 ins DTM-Feld: das erst 19 Jahre alte Toptalent Liam Lawson (NZL), F2-Auftaktsieger in Bahrain, sowie der 23-jährige Inder Arjun Maini.

Gleich fünf DTM-Titel weist das vorläufige Fahrerfeld auf: Je zweimal wurden Marco Wittmann (GER) und Rückkehrer Gary Paffett (GBR) Champion, einmal Mike Rockenfeller (GER). Dazu gesellen sich der amtierende Vizemeister Nico Müller (SUI) sowie die DTM-Sieger Lucas Auer (AUT), Daniel Juncadella (ESP) und Sheldon van der Linde (RSA). Dem gegenüber steht eine Schar erfahrener und erfolgreicher GT3-Stars wie Kelvin van der Linde (RSA), Maximilian Götz (GER), Vincent Abril (MON) und Philip Ellis (SUI). Mit Sophia Flörsch (GER) geht erstmals seit 2012 wieder eine Rennfahrerin an den Start.

Mindestens fünf internationale Premium-Automobilmarken kämpfen in der DTM 2021 um die Meisterschaft

Die Internationalität des DTM-Starterfeldes mit elf Nationen spiegelt auch die weltweite Bekanntheit der DTM wider. „Schon heute, zwei Monate vor dem Saisonstart, steht fest, dass die DTM in über 50 Ländern live übertragen wird. Das ist enorm. Dazu haben wir mit SAT.1 einen langjährigen und starken Partner für den deutschsprachigen Raum. Über Streamingdienste wie unsere eigene Online-Plattform DTM Grid kann die DTM weltweit sogar auf jedem Smartphone verfolgt werden“, verweist Benedikt Böhme, Geschäftsführer der für die Organisation und die Vermarktung zuständigen ITR GmbH, auf die beachtliche Reichweite der DTM.

Während Audi und BMW zuletzt in der DTM unter sich waren, kehrt Mercedes-AMG als langjähriger Teilnehmer der DTM zurück. Aus Italien und England kommen mit Ferrari und McLaren zwei neue Herausforderer hinzu. Damit erlangt die DTM eine beeindruckende Markenvielfalt, einhergehend mit unterschiedlichen Konzepten mit Front- und Mittelmotoren mit acht und zehn Zylindern, Sauger und Turbo.

Einen vielversprechenden Vorgeschmack auf die Saison 2021 lieferten die ersten offiziellen Testtage in der vergangenen Woche in Hockenheim. „Die große Lust der Fahrer, endlich wieder ins Rennauto einsteigen zu können und Gas zu geben, war an beiden Tagen spürbar. Über mehr als 2.300 Runden haben sich die Piloten eine spannende Zeitenjagd geliefert. Das war ein starker erster Aufschlag. Wir können uns auf heiße Rennen gefasst machen“, sagt Frederic Elsner, Director Event & Operations der Dachorganisation ITR. Zu einem weiteren DTM-Test treffen sich Teams und Fahrer vom 04. bis 06. Mai auf dem DEKRA Lausitzring.

Vorläufige Starterliste der DTM 2021 (Stand: 16.04.2021)

# NAME                 TEAM

3 Kelvin van der Linde ABT Sportsline

4 Maximilian Götz Mercedes-AMG Team HRT

5 Vincent Abril         Mercedes-AMG Team HRT

8 Daniel Juncadella Mercedes-AMG Team GruppeM Racing

9 Mike Rockenfeller ABT Sportsline

11 Marco Wittmann Walkenhorst Motorsport

12 Dev Gore                 Team Rosberg

15 Christian Klien** JP Motorsport

16 Timo Glock         ROWE Racing

18 Gary Paffett        Mercedes-AMG Team Mücke Motorsport

22 Lucas Auer         Mercedes-AMG Team WINWARD

23 Alex Albon*         Alpha Tauri AF Corse

30 Liam Lawson         Red Bull AF Corse

31 Sheldon van der Linde ROWE Racing

36 Arjun Maini                 Mercedes-AMG Team GetSpeed

37 Nick Cassidy*         Alpha Tauri AF Corse

51 Nico Müller         Team Rosberg

57 Philip Ellis        Mercedes-AMG Team WINWARD

99 Sophia Flörsch         ABT Sportsline  


Albon und Cassidy wechseln sich ab / ** - nicht-permanenter Starter

Freitag, 16. April 2021

IDM Superbike 1000-Läufe auf Sachsenring aufgrund der Corona-Situation nicht durchführbar

Foto: Jens Hawrda

Nur einen Tag nach der Absage des IDM-Auftaktes auf dem Lausitzring, wurde heute die „ADAC Sachsenring Classic 2021“ abgesagt. Auch die Prestige-Veranstaltung auf der Traditionsrennstrecke ist wegen der anhaltenden Corona-Pandemie nicht durchführbar. Im Rahmen des Kult-Events waren vom 7. bis 9. Mai auch Trainings und zwei Rennen der IDM Superbike 1000 als Highlights vorgesehen.

Trotz des Ausschlusses von Zuschauern ist aber bis zum heutigen Tag keine sichere Genehmigung der Veranstaltung durch die Behörden gegeben. Dadurch steht dem ADAC Sachsen e.V. nicht mehr der nötige zeitliche Vorlauf zur Organisation zur Verfügung, um die Veranstaltungsplanung im vollen Umfang zu gewährleisten.

Donnerstag, 15. April 2021

Vollgas in Oschersleben: ADAC GT Masters startet mit Testfahrten in die neue Saison

  •  Neue Teams, Fahrer und 30 GT3-Sportwagen läuten die Saison ein
  •  Pressekonferenz am kommenden Dienstag mit allen Infos zur neuen Saison
  •  Umfangreiche Liveberichterstattung aus Oschersleben

Foto: Jens Hawrda

Vorhang auf für das ADAC GT Masters 2021: Mit dem offiziellen Vorsaisontest startet die Deutsche GT-Meisterschaft in der kommenden Woche (20./21. April) in der Motorsport Arena Oschersleben in die Saison. Rund 30 GT3-Sportwagen treten beim ersten Kräftemessen für die bevorstehenden sieben Rennwochenenden an. Alle News zur neuen Saison gibt es am Dienstag, 20. April, ab 12 Uhr im Livestream bei einer Pressekonferenz. Zwei Sendungen von PS on Air – Der Ravenol ADAC GT Masters-Talk runden die umfangreiche Liveberichterstattung beim Test ab. Vom 14.–16. Mai trägt das ADAC GT Masters ebenfalls in Oschersleben ihren Saisonauftakt aus.

Präsentation der Saison am Dienstag

Bei einer Pressekonferenz geben ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk und ADAC Vorstand Lars Soutschka einen Ausblick auf die kommende Saison des ADAC GT Masters und die Pläne für die Liveübertragungen des neuen TV-Partners NITRO, der alle 14 Saisonrennen live und in voller Länge überträgt. Zu sehen sein wird die Pressekonferenz im Livestream auf adac.de/motorsport und unter youtube.com/adac. Dazu gibt es einen Ausblick auf die Rahmenrennserien ADAC GT4 Germany, ADAC Formel 4 und ADAC TCR Germany sowie auf die Saisonaktivitäten der Motorsport Arena Oschersleben.

Wer fährt für SSR Performance?

Schon am Montagabend ab 19 Uhr stimmt PS on Air – Der Ravenol ADAC GT Masters auf den Test ein. Dann lüftet SSR Performance-Chef Stefan Schlund das bisher gut gehütete Geheimnis, wer im Porsche 911 der Titelverteidiger in diesem Jahr an den Start geht. Dienstag gibt es dann ab 17 Uhr auf adac.de/motorsport und youtube.com/adac zum Abschluss des ersten Testtages Livebilder aus der finalen Session und alle Infos vom Testauftakt.

Premieren, Debütanten und Rückkehrer

Insgesamt nehmen rund 30 GT3-Sportwagen an der Generalprobe des ADAC GT Masters teil. Seinen ersten Auftritt feiert in Oschersleben der Honda NSX GT3 Evo, der vom Proficar Team Honda eingesetzt wird. Gespannt sein darf man auch auf das Comeback von Phoenix Racing: Die Erfolgsmannschaft aus der Eifel setzt erstmals seit 2018 wieder einen Audi R8 LMS im ADAC GT Masters ein. Ebenfalls zurück im ADAC GT Masters ist Jules Gounon (26/F), der Champion von 2017. Der Mercedes-AMG-Werksfahrer bestreitet seine ersten Testkilometer für das Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing.

Vorfreude bei Fahrern

Der offizielle Vorsaisontest beendet die fast fünfmonatige Winterpause des ADAC GT Masters. „Der Test ist der Startpunkt für das ganze Jahr“, sagt Titelverteidiger Christian Engelhart (34/Starnberg), der nach seinem Teamwechsel in einem Porsche 911 GT3 R des Küs Team Bernhard antreten wird. „Da zum ersten Mal das ganze Starterfeld zusammenkommt, ist der Test eine gute Standortbestimmung. Danach kann man erstmals abschätzen, wo man steht. In unserer neuen Konstellation kommt es darauf an, dass wir Fahrer uns mit unserem Ingenieur einspielen und viel lernen. Außerdem geht es darum, bestimmte Abläufe oder auch Boxenstopps zu trainieren.“

Der Vorsaisontest findet unter strengen Auflagen und gemäß einem vom ADAC GT Masters entwickelten und behördlich genehmigten Infektionsschutzkonzept statt. Nach Maßgabe der behördlichen Auflagen sind Zuschauer beim Test nicht zugelassen. Neben dem ADAC GT Masters absolvieren in Oschersleben auch die Teilnehmer der ADAC GT4 Germany, der ADAC TCR Germany und der ADAC Formel 4 ihren offiziellen Vorsaisontest.

IDM-Auftakt auf dem Lausitzring wegen COVID-19 abgesagt

Foto: Jens Hawrda

Steigende Corona-Infektionszahlen und die unübersichtliche Entwicklung der Pandemielage haben die IDM-Organisatoren jetzt dazu veranlasst, den geplanten IDM-Saisonstart auf dem Lausitzring abzusagen.

Vom 30. April bis zum 2. Mai 2021 hätte auf der Motorsport-Anlage in der Niederlausitz der Auftakt der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) 2021 stattfinden sollen. „Wir haben lange gekämpft, um die Rennen wie geplant durchführen zu können. Aber wir brauchen Sicherheit für alle Beteiligten, um solch ein Event zu realisieren. Das betrifft die Organisatoren, die Partner, Teams und Fahrer. Diese Sicherheiten fehlten uns sowohl in Form von behördlichen Zusagen als auch dem Sicherstellen der nötigen medizinischen Versorgung in der Region. Dadurch hätten wir ein unkalkulierbares Risiko eingehen müssen. Dies können wir aufgrund unserer Verantwortung gegenüber allen Beteiligten und dem Respekt gegenüber der Pandemiesituation nicht tun. Zusätzlich lassen die aktuellen nationalen und internationalen Beschränkungen einen geregelten und fairen Ablauf der Meisterschaftsläufe nicht zu. Folglich mussten wir zwei Wochen vor dem angesetzten IDM-Auftakt diese Entscheidung treffen“, erklärt Serienmanager Normann Broy die Absage.

Die IDM hat sich in den letzten fünf Jahren wieder zu einem Highlight im Motorradstraßenrennsport entwickelt. Allein in der Königsklasse IDM Superbike 1000 haben sich in diesem Jahr Fahrer aus zehn Ländern angemeldet. Der Zulauf ist trotz der wenigen Rennen, die in der vergangenen Saison stattfanden, ungebrochen. Die IDM-Organisatoren setzten trotz der Corona-Krise als einer der wenigen Veranstalter bereits 2020 alle Hebel in Bewegung, um wenigstens eine kurze und kompakte Saison zu realisieren.

„Das Coronavirus hat uns jetzt einen Strich durch den Saisonauftakt 2021 gemacht“, bemerkt Broy, „aber das wird uns nicht daran hindern, wie schon im Vorjahr Lösungen für eine erfolgreiche Saison zu finden.“

Mittwoch, 14. April 2021

Opel zurück in der ADAC TCR Germany

  • Das Traditionsteam aus Thüringen bringt den Opel zurück in die Tourenwagenserie
  • Philipp Regensperger steuert den 350 PS starken Astra
  • Teamchef Mirko Lubner: Mittelfristig in die Top Ten fahren

Lubner Motorsport absolviert die gesamte Saison mit einem Opel Astra TCR
Foto: ADAC-Motorsport

Highlight für alle Opel-Fans: Das Team Lubner Motorsport wird die komplette Saison der ADAC TCR Germany mit einem Opel Astra TCR bestreiten. Gesteuert wird das 350 PS starke Kraftpaket von Philipp Regensperger (22, Neumarkt St. Veit), der die ADAC TCR Germany bereits von einem Gastauftritt am Sachsenring 2019 kennt. Nun geht der frühere Kartpilot in seine erste vollständige Saison im Tourenwagen. Der Saisonstart erfolgt vom 14. bis 16. Mai in der Motorsport Arena Oschersleben.

„Wir freuen uns riesig, wieder in der ADAC TCR Germany präsent zu sein. Mit Philipp sitzt ein Fahrer mit gutem Potenzial im Astra TCR“, sagt Teamchef Mirko Lubner: „Ziel wird es sein, ab der dritten Veranstaltung regelmäßig in die Top Ten zu fahren.“ Dieses dritte Rennwochenende der Saison steigt vom 6. bis 8. August auf dem Nürburgring, doch auch davor wollen sich die Lubners keinesfalls verstecken.

Das Team aus dem thüringischen Georgenthal war bereits in der Premierensaison der ADAC TCR Germany im Jahr 2016 als Gast am Start und absolvierte im Jahr darauf die gesamte Saison. Lubner setzt fast ausnahmslos auf den Opel Astra TCR, nur im Jahr 2019 stieg Jan Seyffert während der Saison auf den Lada Vesta TCR um. 2020 waren Steffen Redlich und Philipp Welsdorf beim Event auf dem Hockenheim für Lubner am Start – wieder im gewohnten Opel Astra TCR.

Philipp Regensperger betrieb seit seinem achten Lebensjahr Kartsport, später war er beim AFR Remus Formel Pokal am Start und gewann dort mehrere Rennen. Anschließend ging es für ihn für ein Wochenende in die ADAC TCR Germany, auf dem Sachsenring schied er einmal aus und holte zudem einen 16. Platz. Nun freut er sich, die Herausforderung einer ganzen Saison in der ADAC TCR Germany anzugehen.

„Wir werden den Opel Astra TCR wieder dorthin bringen, wo er hingehört“, sagte er. Die zahlreichen Opel-Fans würden das nur zu gern erleben.