Montag, 3. August 2020

Hyundai und Honda triumphieren beim Saisonauftakt

  • Junior Nico Gruber gewinnt das erste Saisonrennen auf dem Lausitzring
  • Honda-Pilot Dominik Fugel im zweiten Lauf nicht zu schlagen
  • Nico Gruber führt in der Gesamtwertung und der Honda Junior Challenge

Von Nervosität keine Spur: Junior Nico Gruber holt den ersten Sieg
Foto: ADAC-Motorsport
Zwei Rennen, zwei Marken an der Spitze: Hyundai i30 N TCR-Pilot Nico Gruber (19, Österreich, Hyundai Team Engstler) und Dominik Fugel (23, Chemnitz, Profi Car Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR haben die ersten beiden Saisonrennen der ADAC TCR Germany auf dem Lausitzring gewonnen. Als Sieger des ersten Laufs und mit Rang vier im zweiten Rennen sicherte sich Nico Gruber zudem zweimal die volle Punktzahl in der Honda Junior Challenge. Die Gesamtwertung führt der 19-Jährige nach dem ersten von sieben Rennwochenenden ebenso an.

Im ersten Lauf verwies Nico Gruber Honda-Fahrer Mike Halder (24, Meßkirch, Profi Car Honda ADAC Sachsen), Antti Buri (31, Finnland, Hyundai Team Engstler) und Harald Proczyk (44, Österreich, HP Racing International) im Hyundai auf die Plätze. Gruber legte den Grundstein für den Erfolg beim Start: Der Österreicher zog noch vor der ersten Kurve an seinem Teamkollegen Buri vorbei und behauptete in der Folge die Führung. Dahinter reihte sich zunächst Mike Halder ein, der im Honda ebenfalls einen starken Start erwischte und von Rang sechs nach vorne fuhr.

Albert Legutko (20, Polen, Albert Legutko Racing) rutschte im weiteren Verlauf des Rennens mit seinem Honda in den Kies, weshalb das Safety Car auf die Strecke musste. Nach dem Restart behauptete Gruber seine Führung vor Buri erfolgreich und fuhr fehlerfrei seinem ersten Sieg entgegen. "Ich habe das einfach nach Gefühl gemacht, weil das Safety Car für mich neu war", sagte der Österreicher.

Dahinter setzte Halder zum entscheidenden Manöver gegen Buri an, der nicht mehr kontern konnte. Harald Proczyk überholte seinen Teamkollegen Jan Seyffert (20, Stuttgart, HP Racing International), die beiden Hyundai-Piloten beendeten das Rennen auf den Plätzen vier und fünf. Sechster wurde Dominik Fugel vor Rene Kircher und Guido Naumann (Nürnberg, Hyundai Team Engstler), der im VIP Auto unterwegs war. Platz neun ging an Harri Salminen (51, Finnland, Positione Motorsport) im VW Golf GTI TCR, Zehnter wurde Marcel Fugel (19, Chemnitz, Profi Car Team Halder) im Honda.

Im zweiten Rennen des Tages triumphierte Dominik Fugel ähnlich souverän wie zuvor Gruber. Mit einem starken Start ging es für den Chemnitzer von Rang vier bis nach vorne. Zunächst überflügelte er Mike Halder und René Kircher, wenig später fand er auch einen Weg an der kurzzeitig führenden Michelle Halder vorbei und übernahm die Spitze. Sein Teamkollege Mike Halder konnte zunächst noch folgen, er musste seinen Honda Civic TCR aber wenig später in der Box abstellen. Davon profitierte Fugel, der sich Schritt für Schritt einen größeren Vorsprung herausfuhr.

Harald Proczyk, von Platz fünf gestartet, arbeitete sich schnell bis auf Rang zwei vor, konnte dem Tempo von Fugel an der Spitze aber nicht richtig folgen. Auch, weil er den schnellen Finnen Antti Buri im Nacken hatte und sich zunächst verteidigen musste. Weiter hinten im Feld arbeitete sich Nico Gruber Schritt für Schritt nach vorne, in der Schlussphase überholte er auch Michelle Halder und verbesserte sich auf Platz vier. Zwar konnte er den Rückstand auf das Spitzentrio nicht mehr aufholen, seinen vierten Rang brachte Gruber aber souverän ins Ziel.

Auf Platz fünf landete Michelle Halder im Honda Civic TCR vor Jan Seyffert im Hyundai i30 N TCR und dem von der Pole Position gestarteten René Kircher (20, Hünfeld, Volkswagen Team Oettinger) im VW Golf GTI TCR. Harri Salminen (51, Finnland, Positione Motorsport) in einem weiteren Golf sowie die beiden Honda-Fahrer Marcel Fugel (19, Chemnitz, Profi Car Team Halder) und Albert Legutko (20, Polen, Albert Legutko Racing) komplettierten die Top Ten.


Stimmen der Sieger

Nico Gruber (Sieger des ersten Rennens, Hyundai Team Engstler): 
"Es ist verrückt, ich bin sprachlos. Der Schlüssel war sicherlich der gute Start. Ich habe versucht, das zu managen. Und dann habe ich meine Runden abgespult und versucht, konstante Zeiten zu fahren. Eigentlich liegt mein Fokus auf dem Sieg in der Honda Junior Challenge, aber ich nehme natürlich alles gerne mit."

Dominik Fugel (Sieger des zweiten Rennens, Profi Car Honda ADAC Sachsen): 
"Ich hatte einen ordentlichen Start und bin gleich an Mike Halder und René Kircher vorbeigekommen. Wenig später konnte ich mir Michelle Halder schnappen, aber Mike hat von hinten echt Druck gemacht. Er war sehr schnell unterwegs. Dass er dann technische Probleme hatte, ist auch für die Teamwertung ärgerlich. Aber nichtsdestotrotz bin ich glücklich und zufrieden. Ich gehe zuversichtlich ins Rennwochenende am Nürburgring."

Ben Green gewinnt zweites DTM Trophy-Rennen

  • Britischer BMW-Fahrer revanchiert sich mit Sieg für Ausfall am Vortag
  • Pole-Position, zweiter Platz und Tabellenführung für Tim Heinemann
  • Beherzte Kämpfe im Feld begeistern die Motorsportfans

Siegerehrung Rennen 2 DTM Trophy
Foto: dtm.com
Rennsport vom Feinsten gab es im zweiten Rennen der neuen DTM Trophy auf dem legendären Kurs von Spa-Francorchamps in den belgischen Ardennen: Der Brite Ben Green, nach seinem Ausfall am Vortag sehr enttäuscht, revanchierte sich am Sonntag mit seinem ersten Sieg im BMW M4 des Teams FK Performance Motorsport. Auf Platz zwei fuhr wie schon am Samstag Tim Heinemann, der Deutsche startete von der Pole-Position aus ins Rennen. Nach zwei von insgesamt zwölf Saisonrennen führt der Mercedes-AMG-Fahrer des Teams HP Racing International nun auch in der Punktewertung. Auch der drittplatzierte Fahrer war ein Wiederholungstäter, nämlich der Niederländer Max Koebolt im Walkenhorst-Motorsport-BMW.

Turbulenzen gab es bereits vor dem Start, als der Spanier Marc de Fulgenicio wegen eines technischen Problems seinen dritten Platz in der Startaufstellung nicht einnehmen konnte – er musste das Rennen aus der Boxengasse in Angriff nehmen. Beim rollenden Start setzte sich dann Pole-Sitter Tim Heinemann vor ein Trio von BMW-Fahrern mit Ben Green, Max Koebolt und Ben Tuck. In der zweiten Runde musste das Safety-Car auf die Strecke, nachdem der Niederländer Kelvin Snoeks im Racing-One-Audi bei Blanchimont in die Streckenbegrenzung eingeschlagen war.

Erst in Runde fünf wurde das Rennen wieder freigegeben. Zunächst konnte Heinemann seine Führung behaupten, machte aber später in der Runde einen kleinen Fehler und mussteden  angreifenden Ben Green passieren lassen. Green fuhr daraufhin souverän den Sieg nach Hause, Heinemann sicherte sich zum zweiten Mal in Folge den zweiten Platz. Rang drei ging an Max Koebolt. Ex-DTM-Profi Peter Terting, am Vortag ebenfalls ausgefallen, wurde für ein starkes Rennen mit Platz vier belohnt. Auch im weiteren Feld gab es unterhaltsame Positionskämpfe, unter anderem um die Plätze neun bis elf mit Marc de Fulgencio, Lucas Mauron und Jan Philipp Springob sowie um die Positionen zwölf bis 14 mit Rudolf Rhyn, Fidel Leib und Felix Von der Laden.

Stimmen – 2. Rennen, Spa-Francorchamps

Ben Green, FK Performance Motorsport
„Der Sieg heute ist das versöhnliche Ende des Wochenendes für mich. Und natürlich eine gute Vorbereitung auf die Zukunft. Ich hatte heute in ‚Eau Rouge‘ und ‚Blanchimont‘ guten Grip und konnte Tim Heinemann so überholen. Er war im Zweikampf super-fair. Genau so muss Racing sein.“

Tim Heinemann, HP Racing International
„Wenn man Pole-Position hat, möchte man natürlich den Sieg. Aber ich bin mit Platz zwei super-zufrieden. Zweimal auf dem Podium zu landen beim ersten Event der Saison ist ein gutes Resultat. Ben Green hat im Rennen heute viel Druck gemacht. Beim Restart habe ich mich noch gut behauptet, doch danach habe ich einen kleinen Fehler gemacht und Ben konnte überholen. Aber ich denke, dass es faires und feines Racing war.“

Max Koebolt, Walkenhorst Motorsport
„Das gesamte Wochenende verlief gut für mich. Ich habe heute den Fehler gemacht, zu lange darauf zu setzen, meine Reifen zu schonen. Kompliment an das gesamte Team der DTM Trophy, das wirklich eine tolle Rennserie auf die Beine gestellt hat. Die Sprint-Rennen mit nur einem Fahrer sind super. Und das Highlight ist es natürlich, Teil des DTM-Wochenendes zu sein.“

Sonntag, 2. August 2020

Gelungene Revanche: Rast besiegt Müller in Spa-Francorchamps

  • Champion René Rast siegt am Sonntag, Müller knapp auf Platz 2
  • Packendes Racing bis zur Ziellinie beim Saisonauftakt-Wochenende der DTM
  • Audi dominiert mit Fünffach-Siegen sowohl am Samstag als auch am Sonntag

Rast vor Müller (beide Audi)
Foto: dtm.com
Lauter Schlussakkord in der letzten Runde: René Rast hat das Sonntagsrennen der DTM in Spa-Francorchamps für sich entschieden und damit für den Lauf am Samstag erfolgreich Revanche genommen. Während sein Audi-Markenkollege Nico Müller (SUI) am Samstag durch ein beherztes Manöver in „Eau Rouge“ und „Raidillon“ den Champion niederrang, war es am Sonntag Rast, der am Ende der langen „Kemmel-Geraden“ das entscheidende Manöver gegen Müller setzte. Müller blieb Rast bis zum Zielstrich auf den Fersen, musste sich allerdings mit 0,483 Sekunden Rückstand geschlagen geben. Ein weiteres Traumergebnis für Audi komplettierte Robin Frijns (NED), der am Samstag die erste Pole-Position seiner DTM-Karriere feierte.

Verhaltener Start für BMW: Sheldon van der Linde als Marken-Bester auf Rang sechs

BMW hat für den anstehenden „Double-Header“ auf dem Lausitzring einiges an Hausaufgaben aus Spa-Francorchamps mitgenommen. Als bester Vertreter der Münchner kam Sheldon van der Linde (RSA) als Sechster ins Ziel. Lucas Auer (AUT), Jonathan Aberdein (RSA) und Marco Wittmann kamen als Achte, Neunte und Zehnte ebenfalls in die Punktränge.

Stimmen – 2. Rennen, Spa-Francorchamps

Gerhard Berger, 1. Vorsitzender ITR e. V.
„Ein spannendes zweites Rennen, in dem bis zur letzten Runde um den Sieg gekämpft wurde. Genau so soll es sein. Mit zwei würdigen Gewinnern an diesem Wochenende, die auch im letzten Jahr schon die Topleute waren. Auch Robin Frijns hat einen guten Eindruck hinterlassen. Dieses Wochenende war auch teilweise geprägt von der Reifensituation, besonders bei den heißen Bedingungen am Samstag, aber auch das gehört zum Motorsport. Das einzige, das ich mir noch gewünscht hätte, ist, dass BMW mehr auf Augenhöhe mit Audi wäre. Das waren sie an diesem Wochenende ganz klar nicht. Ich hoffe, dass BMW bis zum nächsten Rennen seine Hausaufgaben so macht, dass sie auch im Kampf um den Sieg eine Rolle spielen können. Ansonsten war es ein gelungenes Wochenende.“

René Rast, Audi, Sieger
„Es war ein sehr anspruchsvolles Rennen. Ich hatte einen sehr guten Start, das Auto war viel besser als gestern. Nico war in seinem ersten Stint sehr stark, und Robin auch. Im zweiten Stint konnte ich das gleiche Tempo wie Nico gehen und ihn überholen. Ich wusste, er würde es in der letzten Runde probieren, und habe mich entsprechend vorbereitet. Es war kein perfektes Wochenende, aber wir haben gesehen, was gestern nicht optimal lief. Das haben wir geändert und es hat funktioniert.“

Nico Müller, Audi, Platz zwei
„Ich habe irgendwie das Gefühl, dass ich auch das Rennen heute hätte gewinnen können. René hat das in der letzten Runde sehr klug gemacht. Ich dachte, dass sein Abwehrmanöver früher kommen würde, so waren meine beiden Überholwerkzeuge zu früh vergeben. René hat heute seine ganze Erfahrung eingebracht. Er hat diesen Sieg verdient, aber ich hätte ihn auch verdient. Unser Tempo war sehr gut, die Jungs haben mir ein sehr gutes Auto gegeben. Robin war auch das ganze Wochenende über extrem stark, ich bin sicher, dass wir im Laufe der Saison viele Fahrer im Kampf um die Meisterschaft sehen werden. Wir hoffen nur, dass wir unseren Schwung beibehalten können.“

Robin Frijns, Audi, Platz drei
„Gestern war ich mit meiner allerersten Pole-Position wirklich zufrieden, und das war ich auch im heutigen Qualifying mit meiner Runde. Mein Start war nicht sehr gut, ich war Dritter. Ich habe versucht, meine Reifen zu schonen und lange draußen zu bleiben, weil ich mich im Auto sehr wohl fühlte. Nach dem Reifenwechsel schloss ich auf Nico und René auf. Ich hätte wahrscheinlich noch ein paar Runden gebraucht, um sie einzuholen.“

Ergebnis – 2. Rennen, Spa-Francorchamps (Top_Five)

01. René Rast (GER), Audi, 26 Runden in 57.17,254 Minuten
02. Nico Müller (SUI), Audi, + 0,483 Sek.
03. Robin Frijns (NED), Audi, + 5,393 Sek.
04. Jamie Green (GBR), Audi, + 11,080 Sek.
05. Mike Rockenfeller (GER), Audi, + 23,435 Sek.

Schnellste Rennrunde: René Rast (GER), Audi RS 5 DTM, 2.08,715 Min.
Pole-Position: René Rast (GER), Audi RS 5 DTM, 2.04,199 Min.
Wetter: 20°C, sonnig
Strecke: 25–27°C, trocken 

Audi gewinnt zweites Saisonrennen auf dem Lausitzring

  • Charles Weerts und Dries Vanthoor dominieren am Sonntag
  • Weerts gewinnt auch in der Pirelli-Junior-Wertung
  • Rolf Ineichen bester Pilot in der Pirelli-Trophy-Wertung

Start-Ziel-Sieg für das Audi Team WRT mit Vathoor/Weerts
Foto: ADAC-Motorsport
Starker Einstand für das Team WRT aus Belgien im ADAC GT Masters. Der Audi-Rennstall, der zu den renommiertesten Teams im internationalen GT-Sport zählt, holte gleich beim ersten Rennwochenende im ADAC GT Masters den ersten Sieg. Nachdem sich Dries Vanthoor (22/B, Team WRT) im knappsten Qualifying in der Geschichte des ADAC GT Masters die Pole-Position gesichert hatte, waren der Belgier und Teamkollege Charles Weerts (19/B) auch im Sonntagsrennen auf dem Lausitzring nicht zu schlagen. Mit einer souveränen Leistung fuhr das Duo zu einem ungefährdeten Sieg. Platz zwei ging an die Rennsieger vom Vortag, Luca Stolz (25/Brachbach) und Maro Engel (34/Monte Carlo, beide Toksport WRT). Ebenfalls auf das Podium kamen als Dritte Robert Renauer (35/Vierkirchen) und Sven Müller (28/Bingen am Rhein, beide Precote Herberth Motorsport) im besten Porsche. „Das war ein super Rennen für uns“, freute sich Sieger Vanthoor. „Es freut mich sehr, dass Charles und das Team WRT an ihrem ersten Rennwochenende im ADAC GT Masters gleich einen Sieg einfahren konnten.“

Vanthoor in einer Liga für sich

Die erste Hälfte des zweiten Saisonrennens stand ganz im Zeichen von Pole-Setter Dries Vanthoor. Der Audi-Sport-Fahrer verlor zwar direkt nach dem Start kurz die Führung an Porsche-Fahrer Sven Müller, doch bereits in der ersten Kurve war der Belgier wieder vorn. Danach setzte sich Vanthoor stetig an der Spitze ab. Zeitweise fuhr er mehr als eine halbe Sekunde schneller als seine Verfolger. Als er zur Rennmitte den schwarzen Audi mit der Nummer 32 an Partner Charles Weerts übergab, betrug sein Zeitpolster knapp 14 Sekunden. Weerts baute den Vorsprung sogar noch leicht aus. Doch eine späte Safety-Car-Phase zum Bergen des Bentley von Constantin Schöll (21/A) und Jordan Pepper (24/ZA, beide T3-HRT-Motorsport), der bei einer Kollision umgedreht wurde, schob das Feld noch einmal zusammen. Doch trotz Außentemperaturen von mehr als 30 Grad hielt Weerts, der in diesem Jahr der jüngste Pilot im Starterfeld ist, dem großen Druck stand und blieb beim Restart vorn. Bis ins Ziel fuhr er einen Vorsprung von knapp 3,8 Sekunden heraus und holte sich an seinem Premierenwochenende in der „Liga der Supersportwagen“ gleich seinen ersten Gesamtsieg, zudem triumphierte er in der Pirelli-Junior-Wertung für Nachwuchsfahrer.

Die Samstagssieger Luca Stolz und Maro Engel mussten sich diesmal mit Rang zwei begnügen, reisen aber als erste Tabellenführer der Saison aus der Lausitz ab. Nach einer Nachtschicht zur Reparatur ihres am Vortag stark beschädigten Porsche bedankten sich Robert Renauer und Sven Müller mit Platz drei bei ihrem Team. In einem weiteren 911 GT3 R fuhren Michael Ammermüller (34/Rotthalmünster) und Christian Engelhart (33/Starnberg, beide SSR Performance) auf Platz vier ins Ziel. Dahinter führten die Titelverteidiger Patric Niederhauser (28/CH) und Kelvin van der Linde (24/ZA, beide Rutronik Racing) als Fünfte ein Audi-Trio an, das von Kim-Luis Schramm (23/Meuspath) und Christopher Mies (31/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land Motorsport) auf Rang sechs und Rolf Ineichen (42/CH) und Mirko Bortolotti (30/I, beide Team WRT) als Siebte komplettiert wurde. Ineichen holte zudem den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung.

Auf den Plätzen acht bis zehn kamen mit Indy Dontje (27/NL) und Maximilian Götz (34/Uffenheim, beide Mann-Filter-Team HTP-Winward), Jimmy Eriksson (29/S) und Daniel Keilwitz (30/Villingen, beide Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing) sowie Philip Ellis (27/GB) und Raffaele Marciello (25/I, beide Knaus-Team HTP-Winward) drei Mercedes-AMG GT3 Evo ins Ziel.

Sieger von Rennen zwei Dries Vanthoor (l.) und Charles Weerts
Foto;: ADAC-Motorsport
Stimmen der Sieger:

Dries Vanthoor (Team WRT, Audi R8 LMS): 
„Der Start war etwas schwierig, da von hinten der Porsche von Sven Müller herangeflogen kam. Aber ich bin gut durch die erste Kurve gekommen und war in Führung. Danach habe ich gepusht und bis zum Fahrerwechsel einen Vorsprung herausgefahren. Charles hat danach einen guten Job gemacht. Leider hat er den großen Vorsprung durch den Safety-Car-Einsatz verloren, doch er hat danach wieder eine Lücke herausfahren können.
Wir haben gezeigt, dass das Team WRT eine der besten Mannschaften im GT-Sport ist. Natürlich ist die Serie neu für die Mannschaft, aber es sind alles tolle Leute. Das haben sie heute wieder gezeigt.“

Charles Weerts (Team WRT, Audi R8 LMS): 
„Dries hat mir das Auto mit einem schönen Vorsprung übergeben. Leider kam dann das Safety-Car und hat diesen zunichtegemacht. Das war etwas ärgerlich. Aber unser Auto war extrem stark und ich habe mich nach dem Restart wieder etwas absetzen können. Nach unseren guten Testfahrten hatten wir schon hohe Erwartungen, aber dass es gleich so läuft, hätten wir nicht gedacht.“

2.Qualifying Spa: Renè Rast schlägt zurück

Renè Rast holt Pole für Rennen 2 am Sonntag in Spa
Foto: Jens Hawrda
Die schnellste Zeit im Qualifying für das heutige Rennen am Sonntag in Spa holte sich Rene Rast vor seinen Markenkollegen Robin Frinjns und Nico Müller (alle Audi). Bester BMW-Fahrer auf Platz vier war Sheldon van der Linde vor Mike Rockefeller (Audi) auf  Platz  fünf. Auf Platz 6 und 7 folgen mit Philipp Eng und Timo Glock zweit weitere BMW Piloten. Jamie Green (Audi), Marco Wittmann (BMW) und Lucas Auer (BMW) komplettieren die Top Ten.

Insgesamt sieht es nach dem zweiten Qualifying für BMW nicht mehr so finster aus, immerhin bringen Sie 5 Piloten in die Top-Ten und damit genau so viele wie Markenkontrahent Audi. Trotzdem stehen wieder drei Audi auf den ersten drei Startplätzen.