Samstag, 23. November 2019

Nick Cassidy gewinnt erstes SUPER GT x DTM Dream Race

  • Überzeugender Start-Zielsieg für den Neuseeländer
  • Benoît Tréluyer bester DTM-Fahrer auf Platz sechs
  • Super Qualifikation für Duval, aber kein Start nach Unfall auf dem Weg in die Startaufstellung
Nick Cassidy holt Pole und Sieg beim ersten Rennen in Fuji
Foto:dtm.com
SUPER-GT-Star Nick Cassidy feierte auf dem Fuji Speedway im ersten Dream Race als gemeinsamen Event der japanischen SUPER-GT-Serie und der DTM am Samstag einen überzeugenden Start-Zielsieg.

Im KeePer TOM’s Lexus LC 500 startete Cassidy von der Pole-Position. Der Platz neben ihm in der ersten Startreihe hingegen blieb leer: Loïc Duval, Zweitschnellster im Qualifying, schlitterte auf dem Weg in die Startaufstellung auf leicht feuchtem Asphalt von der Strecke und konnte wegen der Beschädigungen an seinem Audi nicht am Rennen teilnehmen.

In der Anfangsphase baute Cassidy relativ schnell einen Vorsprung auf das Verfolgerfeld auf, das von SUPER-GT-Rekordchampion Ronnie Quintarelli (MOTUL AUTECH Nissan GT-R) und Naoki Yamamoto (RAYBRIG Honda NSX-GT) angeführt wurde. Auch dank seines stetig gewachsenen Vorsprungs konnte Cassidy einen leichten Zeitverlust beim Boxenstopp wettmachen, als sein Team beim schnellen Wechsel der beiden vorderen Räder Schwierigkeiten hatte. Selbst eine Safety-Car-Phase in den letzten zehn Minuten des Rennens brachte seinen Erfolg nicht in Gefahr: Obwohl der Indy-Car-Restart für die SUPER-GT-Fahrer ungewohnt ist, verteidigte Cassidy seine Führung gegen Koudai Tsukakoshi, der im Keihin Honda NSX-GT vor Yamamoto auf Platz zwei ins Ziel kam.

Tréluyer bestplatzierter DTM-Fahrer

Etwas überraschend war der Franzose Benoît Tréluyer (Audi Sport Japan RS 5 DTM) der Bestplatzierte der insgesamt sieben Fahrer mit einem DTM-Auto. Nachdem er sich während des gesamten Wochenendes stetig verbessern konnte, fuhr der dreimalige Le-Mans-Sieger und Ex-SUPER-GT-Champion auf Platz sechs ins Ziel. Hinter ihm belegte der aktuelle DTM-Champion René Rast (Audi Sport RS 5 DTM) Position acht. Zuvor war Rast nahezu während des gesamten Rennens in spannenden Positionskämpfen mit mehreren Fahrern involviert gewesen. Die beiden überholten sich mehrmals.
Renè Rast holt im ersten Rennen in Fuji Platz acht
Foto: dtm.com
Mike Rockenfeller (Audi Sport RS 5 DTM) hatte von Platz vier einen guten Start, fiel aber während des Rennens zurück und wurde kurz vor der Zielflagge von Tréluyer durch eine Berührung der beiden Audi RS 5 DTM umgedreht, als das Feld sich nach dem Restart in einer engen Kurve sortierte. Der Deutsche wurde als 13. gewertet. BMW-Fahrer Kamui Kobayashi zeigte ebenfalls eine solide Leistung und kam nach einem sehenswerten Duell mit Rockenfeller auf Platz 14 ins Ziel.

Seine BMW-Kollegen Marco Wittmann und Alex Zanardi hatten beide Schwierigkeiten: Der Deutsche pokerte, indem er bereits am Ende der ersten Runde seinen Pflicht-Boxenstopp zum Reifenwechsel einlegte, musste aber später dem starken Reifenabbau Tribut zollen und einen weiteren Boxenstopp einlegen. Zanardi hatte es nur ganz knapp ins Rennen geschafft, nachdem sein Team während der Installationsrunde ein technisches Problem an seinem Auto feststellte. Auch während des Rennens verbrachte er lange Zeit in der Box. Zum Schluss fuhr er wieder auf die Strecke, hatte aber im Ziel acht Runden Rückstand.

Vorzeitges Aus für Duval

Für Duval, der aus der ersten Startreihe ins Rennen gegangen wäre, war der Einsatz bereits vor dem Start zu Ende. Während der Installationsrunde vor dem Rennen verbremste sich der Franzose und rutschte in die Streckenbegrenzung. Durch den Einschlag brach die linke Vorderradaufhängung seines Autos und auch die Verkleidung wurde so stark beschädigt, dass er nicht mehr am Rennen teilnehmen konnte. Sein Audi RS 5 DTM wird jedoch rechtzeitig für das Rennen am Sonntag repariert.

Cassidy unschlagbar im Zeittraining am Vormittag

Im morgendlichen Zeittraining zeigte Cassidy bereits seine gute Form und fuhr gegen Halbzeit eine Runde von 1:41,827 Minuten. Obwohl es auf einer abtrocknenden Strecke danach noch viele Fahrer mit neuen Reifen versuchten, war bis zum Schluss keiner von ihnen mehr in der Lage, die Zeit des Neuseeländers zu unterbieten.

„Wir sind schon die ganze Woche hier stark, daher war ich zuversichtlich“, sagte er. „Nach meinem Rennen in Hockenheim wollte ich zeigen, dass wir eine gute Performance haben“, ergänzte er rückblickend auf sein Gastspiel in Deutschland, wo er nach einer Kollision bereits in der ersten Runde ausschied.

Freitag, 22. November 2019

Freies Training in Fuji bei Starkregen und Nebel

Mardenborough und Rast stark im Regen

Jann Mardenborough
Foto: dtm.com
Jann Mardenborough und René Rast haben das Tempo in den zwei 45-minütigen Freien Trainings auf dem Fuji Speedway am Freitag zur Vorbereitung auf das spektakuläre „‚SUPER GT x DTM Dream Race“’ am Wochenende bestimmt.

Wie viel eine Nacht ausmachen kann: Nach dem strahlenden Sonnenschein vom Donnerstag gab es heute Starkregen und dichten Nebel über der Strecke. Das bedeutete, immer wieder Unterbrechungen mit der roten Flagge, da die Sicht für die Fahrer stark eingeschränkt war.

Schwerer Unfall im ersten freien Training

Das erste Freie Training am Vormittag musste bereits nach fünf Minuten unterbrochen werden, nachdem Hideki Mutoh im Motul-Mugen-Honda NSX-GT in die Reifenstapel gekracht war. Der japanische Fahrer konnte unverletzt aussteigen, der Schaden an seinem Auto war allerdings erheblich. Der zweimalige DTM-Champion Marco Wittmann hatte ebenfalls mit den Bedingungen zu kämpfen, konnte aber nach Leitplankenkontakt seinen BMW M4 DTM selbständig zurück an die Box fahren.

Der Brite Jann Mardenborough fuhr in 1:47,733 Minuten im Realize Corporation Advan-Nissan GT-R die schnellste Zeit des Trainings und des gesamten Tages. Er war 0,937 Sekunden schneller als der Neuseeländer Nick Cassidy im KeePer TOM’s-Lexus LC 500. Mit dem Japaner Koudai Tsukakoshi im Keihin Honda NSX-GT auf Rang drei gab es drei verschiedene Marken auf den ersten drei Positionen. Bei seinem ersten Besuch in Japan war Mike Rockenfeller im Akrapovic-Audi RS 5 DTM auf Platz vier schnellster DTM-Fahrer. Lokalmatador Kamui Kobayashi schloss das Training als bestplatzierter BMW-Fahrer auf Rang 17 ab. Fünf Minuten vor dem geplanten Ende wurde das Training wegen stärker werdenden Nebels abgebrochen.

Rast schlägt zurück

DTM-Champion René Rast schloss das Training am Nachmittag, das ebenfalls für fünf Minuten aufgrund schlechter Sichtverhältnisse unterbrochen werden musste, als Schnellster ab. Im Audi Sport-Audi RS 5 DTM fuhr der Mindener eine Zeit von 1:50,385 Minuten, während der Franzose Loïc Duval mit einem Rückstand von 0,493 Sekunden auf Rast die Audi-Doppelspitze komplettierte. Tadasuke Makino fuhr im Modulo-Epson-Honda NSX-GT auf Platz drei.
Renè Rast, Schnellster im zweiten Freien Training
Foto: dtm.com
„Endlich konnte ich in FP2 einige Runden fahren, nachdem wir in FP1 ein paar Schwierigkeiten hatten“, sagte Rast anschließend. „Jetzt funktioniert alles tadellos. Großes Lob an die Jungs, die alles wieder gerichtet haben. Es regnete sehr stark und es war wirklich rutschig, aber die Atmosphäre mit den japanischen Fans und die Strecke hier in Fuji war großartig. Es ist toll, hier zu sein, und ich freue mich auf morgen.“

Auf Platz 14 war Marco Wittmann bestplatzierter BMW-Fahrer. „Leider war es für uns ein schwieriger Tag. Im ersten Training hatte ich Aquaplaning und habe ich leider die Kontrolle verloren. Daher konnte ich gar nicht fahren“, sagte er. „Im zweiten Training war es extrem nass und es fehlt uns noch etwas Pace. Daher gibt es kein richtiges Fazit. Wir müssen sehen, dass wir morgen noch etwas Leistung finden.“

Am Samstag geht es mit der DTM und der SUPER GT weiter mit dem 20-minütigen Zeittraining von 9.25–9.45 Uhr Ortszeit (1.25–1.45 Uhr MEZ), gefolgt vom ersten Rennen des Wochenendes ab 14.26 Uhr Ortszeit (6.26 Uhr MEZ). Das Rennen gibt es auch hier im Livestream.

Donnerstag, 21. November 2019

Fuji Test: DTM Fahrer liegen noch zurück

Das Dream-Race Wochenende in Fuji hat mit zwei offiziellen Test-Sessions am Donnerstag begonnen
Foto: dtm.com
Mit zwei offiziellen Testsessions a 45 Minuten startete das Dream-Race Wochenende auf dem Fuji-Speedway. Dabei gaben die Super GT Piloten  Ryo Hirakawa und Tadasuke Makino den Ton an und fuhren die schnellsten Zeiten. Für die DTM - Piloten war erst einmal auf dem 4,5 Km langen Kurs Erfahrungen sammeln angesagt, aber auch die Supoer GT Piloten mussten sich umstellen, Sie mussten sich an das Handling der Hankook-Reifen gewöhnen.

Loic Duval bester DTM-Pilot

In beiden Durchgängen war Loïc Duval schnellster DTM-Fahrer: Im ersten Test war er Achter, den zweiten Test schloss er sogar als Drittschnellster ab. Dabei profitierte der Franzose zweifelsohne von seinen Ortskenntnissen: Vor seiner DTM-Karriere gewann der Audi-Fahrer sowohl in der SUPER-GT als auch in der Super-Formula jeweils den Titel und fuhr dabei natürlich auch regelmäßig in Fuji. Marco Wittmann war in beiden Test-Sessions schnellster BMW-Fahrer.

Im KeePer TOM’S-Lexus LC500 fuhr Hirakawa am Vormittag mit 1:31,002 Minuten die Bestzeit. Damit war er 0,313 Sekunden schneller als Koudai Tsukakoshi, der am Wochenende als Einzelfahrer im Keihin-Honda NSX-GT an den Start geht. Die drittschnellste Zeit fuhr Tsugio Matsuda im Motul Autech-Nissan GT-R. Duval war im BMC Airfilter-Audi RS 5 DTM Achtschnellster.

Das erste Training wurde kurz mit der roten Flagge unterbrochen, nachdem René Rast hinten links einen Reifenschaden hatte und mit seinem Audi in der Streckenbegrenzung gelandet war. Nachdem der geringfügige Schaden behoben war, konnte der aktuelle DTM-Champion bald wieder ins Geschehen eingreifen.

Training bei Sonnenschein - Rennen bei Regen?

Die Bedingungen waren den gesamten Testtag über warm und sonnig, während der teilweise schneebedeckte Mount Fuji majestätisch über die Strecke ragte. Für den Rest des Wochenendes wurden jedoch Regen und kühlere Temperaturen vorhergesagt. Daher könnte der Donnerstag sehr wohl der einzige Tag gewesen sein, an dem die Fahrer den berühmten Berg zu Gesicht bekamen.

Im Nachmittagstest schafften es viele Fahrer bereits auf Rundenzeiten unter 1:31 Minuten. Im Modulo-Epson-Honda NSX-GT schloss Tadasuke Makino mit 1:30,421 Minuten den Tag als Schnellster ab. Auf Platz zwei hatte Kenta Yamashita im WAKO’s-4CR-Lexus LC500 einen Rückstand von 0,227 Sekunden.

Lediglich 0,047 Sekunden hinter Yamashita überzeugte Duval mit der drittschnellsten Zeit. Die Rundenzeiten der ersten 16 Fahrer lagen innerhalb von nur acht Zehntelsekunden, was deutlich die Leistungsdichte im Feld unter Beweis stellt. Auch der Nachmittagstest wurde aus technischen Gründen für kurze Zeit unterbrochen.

Quelle: dtm.com

Mittwoch, 20. November 2019

Interessante Infos zum Dream-Race in Fuji

Foto: dtm.com
Über 13.200 PS am Start
Beim Dream Race stehen insgesamt 22 jeweils über 600 PS starke Fahrzeuge am Start. Das größte Kontingent schickt Lexus mit sechs LC500 ins Rennen, gefolgt von Honda mit fünf NSX-GT. Nissan nimmt wie Audi mit jeweils vier Autos teil, während BMW drei M4 DTM nach Japan gebracht hat.

Startprozedur
Im Gegensatz zur DTM werden beide Läufe des Dream Race fliegend gestartet. Dies entspricht auch dem seit Jahren in der SUPER-GT-Serie praktizierten Modus, in dem jeweils zwei Fahrzeuge pro Startreihe gruppiert werden. Die Pole-Position befindet sich auf dem Fuji Speedway in Fahrtrichtung auf der rechten Seite.

Und dann ist da noch…
… der Livestream. Das Dream Race markiert den Beginn einer öffentlichen Beta-Phase der neuen OTT-Plattform der DTM. Nutzer können sich auf DTM.com registrieren und bis zum Jahresende kostenfrei DTM-Inhalte genießen. So sind bei den Live-Übertragungen aus Fuji neben dem üblichen TV-Bild auch vier Onboard-Kanäle anwählbar – sowohl im Vollbild als auch in individuell anpassbaren Multiscreens.

Start der Rennen am Samstag und Sonntag ist jeweils um 14:26 Uhr Ortszeit (6:26 Uhr MEZ). Im deutschsprachigen Raum wird der TV-Sender SAT.1, TV-Partner der DTM, beide Rennen live übertragen. Die Sendungen beginnen jeweils um 6:25 Uhr MEZ. Darüber hinaus wird das Dream Race unter anderem in Japan, Russland, Nordamerika, Malaysia, Indonesien und in den Niederlanden live im TV gezeigt. Motorsport.TV streamt die Rennen ebenfalls live.

Das „Dream Race“ in Fuji: Ein Traum wird Wirklichkeit

  • Meilenstein: 22 Fahrzeuge von fünf Marken beim „SUPER GT x DTM Dream Race“ am Start
  • Starpower: Audi und BMW schicken große Namen ins Rennen
  • Neue Regeln für alle: fliegender Start, kein DRS und kein Push-to-Pass, aber Pflicht-Boxenstopps
Nissan GT-R NISMO GT500
Foto: dtm.com

Die DTM überwindet Motorsport-Grenzen – sowohl wörtlich als auch im übertragenden Sinn: Am kommenden Wochenende steht die erste gemeinsame Rennveranstaltung mit der japanischen SUPER-GT-Serie auf dem Programm. Nach jahrelanger strategischer und technischer Vorarbeit wird das Meilenstein-Event auf dem legendären Fuji Speedway mit zwei Rennen über 55 Minuten plus eine Runde, jeweils eines am Samstag und Sonntag, ausgetragen.

Nach der Generalprobe auf dem Hockenheimring im Oktober, als drei japanische GT500-Autos beim DTM-Saisonfinale bereits erste Daten für das Dream Race sammelten, wird nun ein komplettes Starterfeld von 22 Autos zu bestaunen sein: sieben DTM-Boliden von Audi und BMW sowie 15 japanische Fahrzeuge von Lexus, Honda und Nissan.

Es verspricht ein aufregendes Wochenende zu werden – mit vielen interessanten Fragestellungen. In Fuji werden alle Autos ohne die in der DTM üblichen Überholhilfen Drag-Reduction-System (DRS) und Push-to-Pass (P2P) fahren – ein Vorteil für die SUPER-GT-Teams? Alle Teilnehmer gehen indes mit den aus der DTM bekannten Hankook-Einheitsreifen an den Start – ein Vorteil für Audi und BMW? Zu guter Letzt: Beide Rennen werden im SUPER-GT-Stil fliegend gestartet.

Große Namen vertreten DTM in Japan

Hinzu kommt das einzigartige Layout des Fuji Speedway, das Kurven mit langen Radien und eine mächtige Gerade von 1.475 km Länge enthält. Bei der Fahrzeugabstimmung ein zufriedenstellendes Gleichgewicht zwischen Topspeed und Anpressdruck zu finden, wird insbesondere für die DTM-Teams nicht einfach sein.

Während die Fahrer von Audi und BMW an beiden Renntagen an den Start gehen, wird die überwiegende Mehrheit der SUPER-GT-Teams am Sonntag einen anderen Fahrer stellen als am Samstag – mit Ausnahme des Raybrig-Honda-Teams, das ausschließlich mit Naoki Yamamoto (JPN) antritt. Audi schickt neben den DTM-Champions René Rast und Mike Rockenfeller (beide GER) mit dem französischen Duo Loïc Duval und Benoît Tréluyer auch zwei frühere SUPER-GT-Meister ins Rennen. BMW bietet neben dem zweimaligen DTM-Champion Marco Wittmann (GER) zwei ehemalige Formel-1-Piloten auf: Motorsport-Legende Alessandro Zanardi (ITA) und Lokalmatador Kamui Kobayashi (JPN).

Stimmen zum Dream Race, Fuji Speedway

Gerhard Berger, 1. Vorsitzender ITR e. V.
„Die gemeinsame Veranstaltung von DTM und SUPER GT an diesem Wochenende ist ein bahnbrechendes Ereignis. Seit langer Zeit hat es den Wunsch gegeben, gemeinsam ein Rennen auszurichten. Der Umsetzung sind viele Jahre harter Arbeit vorausgegangen. Die zwei deutschen Hersteller in der DTM, Audi und BMW, bringen einige ihrer größten Champions nach Japan: die zweimaligen Meister René Rast und Marco Wittmann, dazu Mike Rockenfeller. Loïc Duval und Benoît Tréluyer haben im Laufe ihrer langen und preisgekrönten Karrieren in Japan große Erfolge gefeiert. Dazu kommen noch Lokalmatador Kamui Kobayashi und der legendäre Alex Zanardi, dessen Erfolge keiner weiteren Erwähnung bedürfen. Während wir ein neues Kapitel in der Geschichte beider Rennserien schreiben, hoffe ich zugleich, dass wir eine sichere und erfolgreiche Veranstaltung erleben werden – und dass die Zuschauer den Spaß und den Nervenkitzel genießen, welcher durch die Kombination von DTM und SUPER GT zweifelsohne entstehen wird.“

René Rast, Audi, DTM-Champion 2017 & 2019
„Ich bin noch nie in Japan gewesen, insofern bin ich auf alles schon sehr gespannt. Ich habe mich gut anderthalb Tage lang im Simulator auf Fuji vorbereitet sowie einige Videos auf YouTube gesehen – hauptsächlich, um die Rennstrecke kennenzulernen und um wieder in den Rennmodus zu schalten. Aber es gibt keinen Druck: Meiner Meinung nach wird es für uns vor allem darum gehen, das Wochenende zu genießen und den Fans eine gute Show zu bieten. Aufgrund des einzigartigen Streckenprofils ist in Fuji eine besondere Fahrzeug-Abstimmung gefragt: Einerseits will man so viel Höchstgeschwindigkeit wie möglich auf der langen Geraden erzielen, andererseits benötigt man in den anderen Abschnitten möglichst viel Abtrieb, vor allem im letzten Sektor. Das wird nicht so einfach – vor allem, wenn man sich das starke Teilnehmerfeld ansieht. Da sind wirklich einige sehr bekannte Namen dabei. Praktisch alle haben schon Rennen gewonnen und jeder hat es absolut verdient, in Fuji am Start zu stehen.“

Marco Wittmann, BMW, DTM-Champion 2014 & 2016
„Es ist wirklich schön, dass wir nun endlich die ersten richtigen gemeinsamen Rennen mit der SUPER GT fahren werden. Da der Fuji Speedway Neuland für mich ist, war ich in meiner Vorbereitung ebenfalls auf den Simulator sowie die zahlreichen Onboard-Videos angewiesen, die es auf YouTube gibt. Im Grunde genommen unterscheidet sich da unsere Vorbereitung auf das Dream Race nicht besonders von unserem normalen Ablauf in der DTM – in der zurückliegenden Saison hatten wir es dort ja ebenfalls mit zwei für uns neuen Rennstrecken zu tun. Das Streckenlayout in Fuji sieht cool aus, insbesondere durch die extrem lange Start-Ziel-Gerade. Dort sollten hohe Topspeeds möglich sein. Ob wir aber die 300-km/h-Marke knacken werden, hängt vielleicht auch ein bisschen vom Windschatten ab. Es ist großartig, mit Kamui Kobayashi und Alex Zanardi als Teamkollegen sowohl einen Lokalmatador als auch eine absolute Sportlegende dabeizuhaben. Das ist eine gute Mischung. Alex kennt unser DTM-Auto von seinem Gaststart im vergangenen Jahr, auch wenn wir damals noch nicht mit den neuen Turbo-Motoren gefahren sind. Eine Ergebnisprognose traue ich mir nicht zu: Während die SUPER-GT-Teams die Rennstrecke deutlich besser kennen als wir, verfügen wir über deutlich mehr Erfahrung mit den Hankook-Reifen. Das Wichtigste ist, dass wir eine gute Show abliefern und damit die Grundlage schaffen für mehr Rennen dieser Art in der Zukunft.“