Sonntag, 15. September 2019

DTM: Renè Rast wieder Champion!

  • René Rast feiert seinen zweiten DTM-Titel mit Rang drei am Nürburgring
    Audi-Pilot nun in einer Titel-Liga mit Paffett, Wittmann, Scheider und Ekström
  • Jamie Green siegt nach packendem Zweikampf mit Robin Frijns
Renè Rast macht am Nürburgring seinen zweiten DTM-Titel perfekt
Foto: Jens Hawrda

Mit starker Wochenendleistung zum zweiten DTM-Titel: Audi-Mann René Rast (GER) hat sich auf dem Nürburgring frühzeitig zum Champion gekrönt. Mit Pole-Position und Sieg am Samstag, Startreihe eins und Platz drei am Sonntag sammelte er in der Eifel die entscheidenden Punkte. Gleichzeitig büßten seine letzten verbleibenden Titelkontrahenten Stück für Stück wertvollen Boden ein. Mit 56 Zählern Vorsprung ist der Mindener deshalb bis zum Saisonende nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen – dank seiner sechs Saisonsiege.

Rast ist nicht nur der erst siebte Fahrer in der Geschichte der DTM, der mehr als einen Titel gewinnt – mit zwei Gesamtsiegen steigt er in die Liga von Mattias Ekström (SWE), Timo Scheider (GER), Marco Wittmann (GER) und Gary Paffett (GBR) auf. Mehr als zwei Titel haben nur Klaus Ludwig und Bernd Schneider (beide GER) auf dem Konto. Bereits in seiner dritten vollen Saison feierte Rast nun den zweiten Meisterschaftsgewinn – so schnell wie kein anderer Fahrer vor ihm.

Lucky seven: Audi dominiert zweites Rennen am Sonntag und stellt Rekord ein

Das zweite Nürburgring-Rennen geriet am Sonntag zur Show mit vier Ringen – eingestellter Rekord inklusive: Jamie Green (GBR) siegte von der Pole-Position im packenden Showdown in der Schlussphase vor Audi-Markenkollge Robin Frijns (NED). Den dritten Podestplatz sicherte sich Rast. Für Green war es der erste Sieg seit dem Saisonfinale 2017. Green, der nun siebte DTM-Sieger 2019, führte ein Audi-Septett an, das durch Loïc Duval (FRA), Jonathan Aberdein (RSA), Nico Müller (SUI) und Mike Rockenfeller (GER) komplettiert wurde. Damit stellte Audi einen Marken-Rekord ein: Die Plätze eins bis sieben hatte bisher nur BMW im ersten Lauf in Zandvoort 2015 für sich entschieden. Dabei verzichtete die Ingolstädter Marke auf rechnerische Planspiele und ließ ihre Fahrer frei um die Positionen kämpfen.

Ernüchterung bei BMW und Aston Martin

Für BMW blieben nur drei Punktresultate übrig – zu wenig für eine der erfolgreichsten Marken in der DTM-Historie. Philipp Eng (AUT) hielt die BMW-Fahnen mit Rang acht am höchsten, Timo Glock (GER) wurde Neunter, Bruno Spengler (CDN) Zehnter. Bestplatzierter Aston-Martin-Fahrer war einmal mehr Daniel Juncadella (ESP), der als Zwölfter ins Ziel fuhr.

Trotz der Entscheidungen in Sachen Fahrer- und Herstellermeisterschaft, die frühzeitig an René Rast und an Audi gingen, geht es beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring (4.–6. Oktober) in der Teamwertung noch einmal um alles. Das Audi Sport Team Rosberg (Rast/Green) bringt einen Vorsprung von nur 32 Zählern auf das Audi Sport Team Abt Sportsline (Müller/Frijns) mit. 

Stimmen – 2. Rennen, Nürburgring

Jamie Green (Sieger)
„Heute war ein hartes Rennen, ein großer Kampf bis zum Ende. Heute durften wir frei kämpfen, es zu gewinnen ist großartig. Glückwunsch an Audi und René Rast zum Titelgewinn! In Hockenheim geht es jetzt nochmal um die Teammeisterschaft und hoffentlich haben wir am Ende noch etwas zu feiern.“

Robin Frijns (2.Platz)
„Im ersten Stint hatte ich kleinere Probleme und kam an Loïc Duval nicht so recht vorbei, obwohl ich schneller war. Im zweiten Stint habe ich schnell auf René Rast aufgeschlossen und bin an ihm vorbei. Und auch die Lücke zu Jamie Green konnte ich schnell schließen. Mein Überholversuch war etwas überstürzt, denn ich habe geglaubt, es wäre mein einziger Versuch. Doch es war nicht die letzte, sondern die vorletzte Runde. Am Ende hat es trotz des Stresses viel Spaß gemacht. Diesmal war Jamie vorn, das nächste mal hoffe ich darauf, dass ich es bin.“

Renè Rast (3. Platz)
„Ich bin mega-happy, klar. Bis zum Schluss wusste ich nicht, ob es gereicht hat, denn ich wusste nicht, auf welcher Position Nico Müller ins Ziel gekommen ist. Es ist ein bisschen wie beim ersten Titelgewinn, der unverhofft kam. Trotzdem hat sich dieser hier angekündigt. Wir hatten eine großartige Saison, waren immer konkurrenzfähig. Jetzt können wir das Finale in Hockenheim genießen – mit tollem Racing zusammen mit der SUPER GT.“

DTM Qualifying 2: Pole für Jamie Green

Jamie Green startet am Sonntag von der Pole
Foto: Jens Hawrda
Das Qualifying zum zweiten Rennen am Nürburgring am heutigem Sonntag waren eine klare Sache für einen Hersteller. Die sechs schnellsten Piloten kamen aus dem Hause Audi,
Der Schnellste war Jamie Green vor Renè Rast, Mike Rockenfeller, Robin Frijns, Jonathan Aberdein und Loic Duval. Erst auf den Plätzen sieben bis elf folgen die BMW-Piloten Timo Glock, Marco Wittmann, Bruno Spengler, Sheldon van der Linde und Philipp Eng.

Meisterschaftsmitfavorit Nico Müller konnte sich nur auf Platz 14 qualizieren und war damit der langsamste Audi-Pilot im Qualifying. Die Aston Martin Piloten belegten die 15-18 am Ende der Startaufstellung.

Jamie Green sicherte sich damit zum zweiten Mal in diesem Jahr die Pole-Position und wiederholte damit seinen Erfolg im Sonntagsqualifying zuletzt auf dem Lausitzring. „Ich bin sehr froh, dass ich auf der Pole stehe“, sagte Green nach dem Training. „Auch zuletzt auf dem Lausitzring hatte ich schon die Pole-Position inne, aber diese Leistung hier macht mich vielleicht noch zufriedener, denn der Nürburgring ist eine Strecke, auf der ich bislang noch nicht wirklich erfolgreich gewesen bin. Außerdem glaube ich, dass René auf dieser Strecke sehr stark ist. Daher ist es ein wirklich tolles Gefühl, im Zeittraining heute schneller gewesen zu sein als alle anderen Fahrer.“

Samstag, 14. September 2019

Bortolotti/Engelhart machen mit drittem Sieg Titelkampf spannend

  • Lamborghini-Duo siegt im Samstagsrennen des ADAC GT Masters 
  • Indy Dontje und Maximilian Götz im Mercedes-AMG auf Platz zwei 
  • Gesamtplatz drei und Pirelli-Junior-Sieg für Carrie Schreiner und Dennis Marschall 
Christian Engelhart (l.) und Mirko Bortolotti siegen am Samstag am Hockenheimrinf
Foto: ADAC-Motorsport

Die Lamborghini-Piloten Mirko Bortolotti (29/I) und Christian Engelhart (32/Starnberg, beide Orange1 by GRT Grasser) holten im Samstagsrennen des ADAC GT Masters in Hockenheim ihren dritten Saisonsieg und bleiben im Titelrennen der "Liga der Supersportwagen". Platz zwei ging auf dem badischen Kurs an Indy Dontje (26/NL) und Maximilian Götz (33/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP) im Mercedes-AMG, Dritte wurden Pole-Setter Dennis Marschall (23/Eggenstein-Leopoldshafen) und Partnerin Carrie Schreiner (21/Völklingen, beide HCB-Rutronik Racing) im bestplatzierten Audi. "Ein perfekter Tag", so Sieger Bortolotti. "Ich freue mich sehr über unseren dritten Saisonsieg. Der Erfolg war extrem wichtig für uns." 

Titelkandidaten müssen Federn lassen

Das elfte Saisonrennen begann mit einem Schreckmoment in der ersten Runde: In der Parabolika-Kurve drehte sich nach einer Berührung der Audi von Maximilian Hackländer (29/Rüthen, Aust Motorsport) und löste damit eine Kettenreaktion aus, die auch zwei Fahrzeuge aus dem Titelkampf betraf: Beim Ausweichen kollidierten mehrere Fahrzeuge, darunter die Corvette der Tabellenzweiten Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) sowie der Audi der auf Gesamtplatz drei liegenden Max Hofer (20/A) und Christopher Mies (30/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport). Beide Autos wurden so stark beschädigt, dass sie das Rennen beim anschließenden Restart nach einer Unterbrechung nicht wiederaufnehmen konnten. 

Pole-Setter Dennis Marschall verteidigte auch beim zweiten Start seine Spitzenposition, wurde aber anschließend von Lamborghini-Fahrer Bortolotti unter Druck gesetzt. Dieser versuchte mehrere Male vergeblich vorbeizukommen. Kurz vor seinem Pflichtboxenstopp startete Bortolotti einen neuen Angriff, als Marschall von einem zu überrundenden Fahrzeug aufgehalten wurde. Diesmal gelang das Manöver und Bortolotti ging vor der Spitzkehre in Führung. Kurze Zeit später übergab er an Partner Christian Engelhart, der den Sieg danach souverän ins Ziel brachte. Dank ihres dritten Saisonsieges verbesserte sich das Duo auf den zweiten Rang der Gesamtwertung. Mit 38 Punkten Rückstand auf die Tabellenführer Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (23/ZA, beide HCB-Rutronik Racing) wahrten Bortolotti und Engelhart bei 75 noch zu vergebenden Zählern in den drei noch ausstehenden Rennen ihre Titelchancen. 

Spannend verlief der Kampf um die weiteren Podestplätze. Nach den Boxenstopps lag Carrie Schreiner, die von Dennis Marschall übernommen hatte, kurzzeitig auf Platz zwei, ehe sie von Mercedes-AMG-Pilot Maximilian Götz und Teamkollege Kelvin van der Linde auf Platz vier verdrängt wurde. Götz und van der Linde lieferten sich danach ein spannendes Duell um Platz zwei. In der Schlussrunde schaffte es van der Linde, am gelben Mercedes-AMG vorbeizuziehen. Nach der Zieldurchfahrt erhielten der Südafrikaner und Partner Niederhauser jedoch nachträglich eine 30-Sekunden-Strafe wegen Überholens unter Gelben Flaggen, die sie auf den neunten Rang zurückwarfen. Dontje und Götz rückten damit auf den zweiten Platz vor. Dennis Marschall und Geburtstagskind Carrie Schreiner holten als Dritte ihren ersten Podestplatz und siegten zudem in der Pirelli-Junior-Wertung für Nachwuchsfahrer. Schreiner ist damit nach Claudia Hürtgen und Rahel Frey die dritte Frau, die es im ADAC GT Masters in die Top Drei geschafft hat. 

Daniel Keilwitz (30/Villingen) und Jimmy Eriksson (28/S) verpassten als Vierte mit ihrem Mercedes-AMG das Podium nur um 0,5 Sekunden, holten aber das bisher beste Saisonergebnis für das Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing. Der fünfte Platz ging an die Porsche-Fahrer Timo Bernhard (38/Homburg/Saar) und Klaus Bachler (28/A, beide Küs Team75 Bernhard). 

Als Sechste führten Ricardo Feller (19/CH) und Dries Vanthoor (21/B, beide Montaplast by Land-Motorsport) ein Audi-Quintett auf den weiteren Positionen an. Dahinter folgten Filip Salaquarda (35/CZ) und Frank Stippler (44/Bad Münstereifel, beide Team ISR), Maximilian Paul (19/Dresden) und William Tregurtha (19/GB, beide T3 Motorsport), die als Achte erstmals in die Top Ten fuhren, die nachträglich bestraften Tabellenführer Niederhauser und van der Linde sowie Jeffrey Schmidt (25/CH) und Christopher Haase (31/Kulmbach, beide BWT Mücke Motorsport) auf dem zehnten Rang. 

Stimmen der Sieger: 

Mirko Bortolotti (Orange1 by GRT Grasser, Lamborghini Huracán GT3 Evo): "Ich hatte einen guten Restart, war sofort neben Dennis Marschall, musste dann allerdings nachgeben, weil alles ziemlich eng war. Danach bin ich lieber hinter ihm geblieben und habe erst gegen Ende meines Stints noch mal attackiert. Ich hatte dabei etwas Glück mit dem Verkehr aus der Boxengasse und konnte dann vorbeigehen. Der Sieg freut mich vor allem fürs gesamte Team, das so hart arbeitet." 

Christian Engelhart (Orange1 by GRT Grasser, Lamborghini Huracán GT3 Evo): "Heute ist alles perfekt gelaufen. Vor allem, wenn man sieht, wie eng in Hockenheim die Autos zusammenliegen. In der momentanen Meisterschaftssituation ist es extrem wichtig für uns und das gesamte Team, Rennen zu gewinnen und viele Punkte zu sammeln. Ich kann mich nur bedanken für die sensationell gute Vorbereitung. Was das Grasser-Team derzeit abzieht, ist gigantisch."

Hyundai-Pilot Proczyk dominiert am Hockenheimring

  • Proczyk gewinnt erstes Rennen der ADAC TCR Germany 
  • Österreicher holt in der Meisterschaft auf Audi-Fahrer Buri auf 
  • Zweites Rennen der Tourenwagenserie am Sonntag 
Harald Proczyk siegt am Samstag
Foto: ADAC-Motorsport

Zweiter Saisonsieg für Titelverteidiger Harald Proczyk in der ADAC TCR Germany: Der 43-jährige Österreicher vom Team HP Racing International hat im Hyundai i30 N TCR das erste Rennen der Tourenwagenserie am Hockenheimring gewonnen und sich im Kampf um den Meistertitel zurückgemeldet. In einem von Hyundai-Fahrern geprägten Lauf verwies Proczyk Max Hesse (18, Wernau, Hyundai Team Engstler) auf Rang zwei, dessen Teamkollege Theo Coicaud (Frankreich) durfte sich einen Tag nach seinem 20. Geburtstag über Rang drei freuen. 

"Ich freue mich natürlich über den Sieg. So einen Tag hatten wir als Team noch nie. In der ADAC GT4 Germany holen wir die Pole und den Sieg - und in der ADAC TCR Germany ebenfalls", sagte Proczyk: "Aber: Morgen ist ein neuer Tag, da kann sich das Blatt ganz schnell wieder wenden. Wir müssen von Rennen zu Rennen schauen." 

Der ohnehin schon spannende Kampf in der Meisterschaft nahm durch das Rennen nochmals Fahrt auf. Der Gesamtführende Antti Buri (30, Finnland, LMS Racing) belegte im Audi RS3 LMS Rang zehn und hat nun 340 Punkte auf dem Konto. Vor dem zweiten Rennen am Sonntag (ab 14.40 Uhr) liegt Hesse nur drei Punkte zurück, Proczyk ist Dritter (327 Punkte). 

Proczyk erwischte keinen guten Start, konnte seine Führung aber dennoch verteidigen. An der Führung des Titelverteidigers konnte auch eine Safety-Car-Phase nach zehn Rennminuten nichts ändern, als Marcel Fugel (18, Chemnitz, Profi-Car Team Halder) beim Einbiegen auf die Start-und-Ziel-Gerade ins Kiesbett rutschte und sein Honda geborgen werden musste. Nach dem Restart zogen Proczyk, Coicaud und Hesse an der Spitze wieder davon, Buri arbeitete sich in der Zwischenzeit auf Rang sechs nach vorn. Einen Umlauf später zog Hesse an Coicaud vorbei. 

Während Proczyk das Rennen weiter diktierte, kam es zwischen Buri und Proczyks Teamkollegen Lukas Niedertscheider zu einem Kontakt. Niedertscheider drehte den Finnen um, Buri konnte das Rennen fortsetzen, der 24-jährige Österreicher hingegen musste sein Auto abstellen. Die zweite Safety-Car-Phase des Rennens war die Folge, die bis zum Fallen der Zielflagge andauerte. 

Hinter dem Hyunda-Trio wurde Mike Halder im Honda Civic TCR Vierter und hat mit 305 Punkten ebenfalls noch Titelchancen. Sein Teamkollege Dominik Fugel (22, Chemnitz) wurde Fünfter. Dahinter reihte sich ein starkes Gastfahrer-Paket mit Cupra-Pilot Pascal Eberle sowie den Geschwistern Jessica und Andreas Bäckman (beide Hyundai) ein. Sebastian Steibel (23, Walkertshofen, Steibel Motorsport) im VW Golf GTI TCR und Buri komplettierten die Top Ten. Bestplatzierter Fahrer in der Honda Junior Challenge war Volkswagen-Pilot Mitchell Cheah aus Malaysia. 

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Max Hesse (Zweiter, Hyundai Team Engstler): "Wir haben hart gearbeitet und noch ein paar Reserven gefunden. Es war heute Morgen schon perfekt, im Qualifying wäre auch noch mehr möglich gewesen. Im Rennen konnte ich mich gut nach vorne arbeiten. Es war das Maximum heute, Hari war etwas besser. Wir sind super happy und schauen nun, dass wir auch morgen so weit wie möglich nach vorne kommen." 

Theo Coicaud (Dritter, Hyundai Team Engstler): "Das war ein tolles nachträgliches Geburtstagsgeschenk. Besser könnte es kaum sein. Wir hatten zuletzt viel Pech, vieles lief nicht, wie wir es wollten. Jetzt aber ist endlich wieder ein Erfolgserlebnis da - entsprechend erleichtert bin ich. Morgen kann ich einfach wieder angreifen." 

Mitchell Cheah (Sieger Honda Junior Challenge, VW Team Oettinger): "Das war eines der härtesten Rennen meiner Karriere. Dass ich es geschafft habe, bester Junior zu sein, freut mich sehr und ist der Lohn für die harte Arbeit, die wir geleistet haben. Wir hatten bislang hier große Probleme und haben das Tempo nicht gefunden. Letztlich hat es sich aber ausgezahlt, hartnäckig zu bleiben und zu arbeiten."

Stimmen der Aston Martin Piloten nach dem ersten Rennen am Nürburgring

Daniel Juncadella:
„Ich hatte einen guten Start und verbesserte mich von P14 bis auf P10. Das war richtig cool. Nach ein paar Runden bekam ich Schwierigkeiten, den Autos vor mir zu folgen. Zudem wurde ich von einem BMW überholt. Nach meinem Boxenstopp war meine Pace erneut sehr gut, aber leider kam ich nicht über Rang elf hinaus. Damit habe ich zwar einen Punkt knapp verpasst, aber wir waren nicht so weit weg von unseren Konkurrenten. Das ist ermutigend für das gesamte Team. Jetzt müssen wir unsere Performance von heute analysieren und sehen, was wir morgen besser machen können.“ 

Ferdinand von Habsburg:
„Das Rennen ist ganz gut gelaufen. Ich konnte am Anfang den Vorteil der frischeren Reifen nicht nutzen, weil ich mich in einem Duell mit einem Audi befunden habe. Es gibt von meiner Seite also genügend zu verbessern. Aber das Gefühl im Auto hat sich seit gestern extrem gebessert.“ 

Paul Di Resta:
„Ich hatte einen sehr guten Start, wurde danach aber zweimal eingeklemmt. Wir sind einen langen ersten Stint gefahren, aber leider habe ich beim Boxenstopp etwas Zeit verloren und steckte dann mehrere Runden hinter Nico Müller fest. Er hatte einen sehr guten Topspeed auf den Geraden, weshalb ich ihn nicht einfach überholen konnte. Vor dem Stopp lag ich innerhalb von drei Sekunden zu Timo Glock und er ist in die Punkte gefahren. Wenn wir freie Fahrt gehabt hätten, hätte es möglicherweise ein gutes Rennen werden können.“ 

Jake Dennis:
„Wir hatten schon gegen Ende des Qualifyings ein Problem mit der Wasserpumpe und es scheint, als ob sich das im Rennen wiederholt hätte. Es wäre so oder so schwierig geworden, in die Punkteränge zu fahren, aber vielleicht wären ohne den Ausfall ein oder zwei Zähler drin gewesen. Vorsichtshalber haben wir uns aber dazu entschieden, das Auto aus dem Rennen zu nehmen.“