Samstag, 14. September 2019

DTM Nürburgring-Rennen 1: Titel für Rast zum Greifen nah

  • Pole-Position und Sieg für den Tabellenführer: Audi-Mann René Rast punktet im großen Stil
  • Nico Müller büßt nach Frühstart-Strafe wertvollen Boden ein
  • Bruno Spengler und Marco Wittmann für BMW auf dem Podium
Audi Sport RS 5 DTM #33 (Audi Sport Team Rosberg), René Rast
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Big Points im Wettstreit um die Meisterschaft: René Rast (GER, Audi) hat mit maximaler Punktausbeute im Samstagsrennen auf dem Nürburgring einen Riesenschritt in Richtung DTM-Titel gemacht. Der Tabellenführer sicherte sich die Pole-Position und damit drei Zusatzzähler und anschließend einen dominanten Start-Ziel-Sieg. Gleichzeitig ließen seine Konkurrenten im Kampf um den Titel wertvolle Punkte liegen. Allen voran Nico Müller (SUI, Audi), der mit einem deutlichen Frühstart seine Chance auf ein Podiumsresultat einbüßte. Nach der fälligen Durchfahrtsstrafe fiel der Tabellenzweite ans Ende des Feldes zurück – und blieb am Ende im Rennen ohne Punkte.

Lediglich Marco Wittmann (GER, BMW) machte das Beste aus seiner Situation. Nur von Platz elf startend arbeitete sich Wittmann auf das Podium vor und wahrte mit Platz drei seine Chancen auf den Titel. Bei noch 84 maximal zu erreichenden Punkten liegt Wittmann mit 80 Punkten in Rückstand. Müller ist mit 47 Punkten Rückstand auf Rast weiterhin Zweiter der Gesamtwertung.

Somit kann Rast bereits am Rennsonntag (ab 13:00 Uhr live in SAT.1) den Fahrertitel 2019 gewinnen. Dazu müsste der Champion von 2017 neun Zähler mehr als Müller einfahren. Mit Pole-Position und Rennsieg – so wie am Samstag – wären es bereits mindestens acht.

Doppelpodium für BMW – dank Spengler und Wittmann

Das zweite Podiumsresultat nach dem emotionalen Sieg auf dem Norisring: Bruno Spengler (CDN, BMW) hat eine starke Leistung auf dem Nürburgring mit Rang zwei gekrönt. Bereits im Zeittraining hatte er sich diese Position gesichert, musste sich am Start allerdings nicht nur René Rast, sondern auch Mike Rockenfeller (GER, Audi) geschlagen geben – profitierte allerdings auch vom Ausfall-Pech Rockenfellers und fuhr so ungefährdet auf Platz zwei vor seinem BMW-Markengefährten Marco Wittmann ins Ziel.

Aston Martin verpasste beim Nürburgring-DTM-Debüt der Marke ein Punkteresultat nur knapp. Daniel Juncadella (ESP), Ferdinand von Habsburg (AUT) und Paul Di Resta (GBR) landeten auf den Plätzen elf bis 13.

Stimmen – 1. Rennen, Nürburgring

René Rast, Sieger

„Ein perfekter Tag! Genauso, wie man ihn sich wünschen würde, mit Pole-Position, Sieg und Führung in der Meisterschaft ausgebaut. Dazu hat die Technik perfekt funktioniert. Ich bin mega-happy mit den 47 Punkten Vorsprung. Jetzt hoffe ich, dass ich morgen den Sack schon zumachen kann. Aber dazu muss man morgen ebenfalls hellwach sein.“


Bruno Spengler, 2. Platz
„Mein Start war okay, doch ich habe ein paar Positionen verloren. Von Platz drei habe ich versucht, Mike Rockenfeller zu überholen und hatte einen guten Zweikampf mit ihm. Die Pace von René Rast konnten wir aber nicht mitgehen. Das Team hat einen guten Job mit der Strategie gemacht – mit einem etwas späteren Stopp. Schon im Qualifying haben wir einen guten Fortschritt mit dem Auto gemacht.“

Marco Wittmann, 3. Platz
„Mit dem Rennen bin ich zufrieden, gerade weil wir ohne Schützenhilfe von der elften auf die dritte Position vorgefahren sind. Mit eigener Pace, mit eigener Strategie. Ich hätte mir aber gewünscht, noch mit Bruno die Plätze zu tauschen. Aber mein Kampf um die Meisterschaft ist ohnehin quasi vorbei.“


DTM Qualifying 1: Renè Rast holt Pole

Renè Rast holt Startplatz 1 fürs Rennen am Samstag am Nürburgring
Foto: Jens Hawrda
Der Meisterschaftsführende Renè Rast holte sich im ersten Qualifying die Bestzeit für das heutige Rennen am Nürburgring vor Bruno Spengler (BMW) und Nico Müller (Audi). Das BMW mit Bruno Spengler in die erste Startreihe fuhr darf als echte Überraschung gelten, hatte sich duch inn den freien Trainings eine deutliche Überlegenheit der Audis gezeigt. Audi scheint dennoch überlegen, aber BMW schaffte es zumindest mit drei Piloten in die Top-Ten.

Hinter Müller, schaffte es sein Markenkolege Mike Rockenfeller auf Platz vier vor Jonathan Aberdein (Audi), Sheldon van der Linde, Timo Glock  (beide BMW), Loic Duva, Jamie Green und Robin Frijns (alle Audi). Marco Wittmann der als einziger BMW-Pilot in den freien Traings in die Top-Ten fahren konnte schaffte es nur auf Startplatz 11. Bester Aston Martin Pilot ist Paul Di Resta auf Startplatz 14.

Während sich Renè Rast nach dem Qualifying sehr zufrieden zeigte, war sein Meisterschaftskonkurrent und Markenkollege Nico Müller unzufrieden: "Ich habe bei meiner schnellen Runde im letzten Sektor Verkehr gehabt, und in der nächsten Runde gab es dann gelbe Flaggen im zweiten Sektor oder Ende des ersten Sektors. Das hat alles wieder nicht so richtig zusammengepasst. Ich glaube, wir haben da zwei Zehntel verschenkt. Das nervt mich ein bisschen."

Nico Müller glaubt trotzdem nicht das er heute Renè Rast im Qualifying hätte schlagen können: "Rene ist wie immer hier saustark am Nürburgring. Er wäre auch mit einer sauberen Runde schwer zu schlagen gewesen", Jetzt ist es uns wegen des Verkehrs ein wenig durch die Finger geglitten." sagte Müller nach dem Qualifying.

Freitag, 13. September 2019

DTM Nürburgring: 2. Freies Training

Audi dominiert wieder - Acht Audi in den Top-Ten

Mike Rockenfeller - Schnellster im zweiten Freien Training
Foto: Jens Hawrda
Das Bild des ersten freien Trainings wiederholt sich am späten Nachmittag im zweiten Freien Training. Audi dominiert wieder, alle acht Audi-Piloten schaffen es in die Top-Ten. Trainingsschnellster ist diesmal Mike Rockenfeller, nach Platz zwei am Vormittag der sich als ersthafter Siegkandidat positioniert. Hinter Rockenfeller platzieren sich seine Markenkollegen Jonathan Aberdein, Robin Frijns, Nico Müller, Renè Rast und Loic Duval auf den Plätzen 2-6. Auf Platz 7 der erste BMW-Pilot mit Marco Wittman vor Wieder ist es der konstante Marco Wittmann und Jamie Green und Pietro Fittipaldi auf den Plätze 8 und 9. Auf Platz 10 schafft es diesmal mit Philipp Eng ein weiterer BMW-Pilot. Bester Aston Martin Pilot ist wieder Paul Di Resta, diesmal auf Plart 12.

DTM Nürburgring: 1. Freies Training

Acht Audi in den Top-Ten


Renè Rast Schnellster im ersten Freien Training am Nürburgring
Foto: Jens Hawrda
Eine erdrückende Dominanz im ersten Freien Training am Nürburgring für Audi. Insgesamt acht Audi Piloten landen am Ende in den Top-Ten. Trainingsschnellster war der Meisterschaftsführende Renè Rast vor seinen Markenkollegen Mike Rockenfeller, Nico Müller, Jonathan Aberdein (vom Privaten Audi-Kundenteam WRT), Jamie Green, Loic Duval und Robin Frijns auf den Platzen 1-7. Erst auf Platz 8 gelingt es Marco Wittmann als einzigem BMW-Piloten in die Top-Ten vorzudringen. Platz 9 belegt mit Pietro Fittipaldi ein weiterer Audi-Pilot vor Paul Di Resta im Aston Martin auf Platz 10. Damit stellt Audi alle seine Piloten in die Top Ten während dies BMW und Aston Martin nur mit jeweils einem Piloten schaffen.

Christopher Mies beginnt Hockenheim-Wochenende mit Bestzeit

  • Audi-Pilot Schnellster im 1. Freien Training
  • Drei Marken auf den ersten drei Positionen
  • Titelfavoriten Niederhauser/van der Linde auf Platz vier
Christopher Mies setzt erste Bestzeit in Hockenheim
Foto: Jens Hawrda

Audi-Pilot Christopher Mies (30/Heiligenhaus, Montaplast by Land-Motorsport) gelang in Hockenheim ein optimaler Auftakt in das vorletzte Rennwochenende des ADAC GT Masters. Der Champion von 2016 fuhr im ersten Freien Training Bestzeit. Auf Platz zwei folgte Porsche-Fahrer Matteo Cairoli (23/I, Küs Team75 Bernhard) vor Jimmy Eriksson (28/S, Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing) im schnellsten Mercedes-AMG GT3. SPORT1 überträgt die beiden Rennen in Hockenheim live und in voller Länge. Am Samstag ist der Start um 14.45 Uhr, Sonntag geht es bereits um 13.05 Uhr los. Außerdem sind die Rennen online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Mies setzte sich in der einstündigen Sitzung nach knapp 45 Minuten mit einer Rundenzeit von 1.39,508 Minuten an die Spitze des Feldes – eine Zeit, die er anschließend mit 1.39,285 Minuten noch einmal unterbot. Damit war der Audi-Fahrer am Ende 0,108 Sekunden schneller als der Zweitplatzierte Matteo Cairoli im Porsche. „Das Training war ganz gut“, bilanzierte Mies, der sich das Fahrzeug mit Max Hofer (20/A) teilt. „Allerdings haben wir lange Zeit keine freie Runde erwischt. Deswegen sind wir unsere besten Rundenzeiten erst ziemlich spät gefahren. Nicht alle Teams sind in der Session mit neuen Reifen gefahren, deshalb ist es schwer zu beurteilen, wo wir stehen. Aber generell funktioniert das Auto gut, auch wenn ich denke, dass Corvette und Mercedes-AMG hier stärker sein sollten.“

Der Zweitplatzierte Cairoli, der sich im „Neunelfer“ mit Adrien de Leener (30/B) abwechselt, war mit dem Training zufrieden: „Das Training war gut – vor allem, nachdem wir gestern ein paar technische Probleme gehabt haben. Wir hatten noch nicht das richtige Set-up für Hockenheim gefunden. Jetzt haben wir aber einen Schritt nach vorne gemacht, das Auto wird immer besser. Trotzdem müssen wir noch das Set-up optimieren. Mit neuen Reifen wird es noch besser, denke ich.“

Jimmy Eriksson, der an diesem Wochenende erstmals ADAC GT Masters-Rekordsieger Daniel Keilwitz (30/Villingen) als Partner hat, fuhr mit einer Rundenzeit von 1.39,465 Minuten auf Platz drei. Position vier ging an die Tabellenführer Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (23/ZA, beide HCB-Rutronik Racing) in einem weiteren Audi R8 LMS. Ihre Markenkollegen Ricardo Feller (19/CH) und Dries Vanthoor (21/B, beide Montaplast by Land-Motorsport) vervollständigten die Top fünf.

Drittes Live-Event der ADAC GT Masters Esports Championship

Nächste Runde der ADAC GT Masters Esports Championship: In Hockenheim wird heute ab 19:00 Uhr in den Boxen 20–22 das dritte von vier Live-Events der neuen SimRacing-Serie ausgetragen. Die acht permanenten Starter treten dabei gegen vier Wild-Card-Fahrer an. Das Rennen wird live auf der Facebook-Seite des ADAC GT Masters sowie auf dem YouTube-Kanal und dem Twitch-Kanal von RaceRoom übertragen. SPORT1 und der Pay-TV-Sender eSPORTS1 berichten ebenfalls umfangreich. Für die Fans in Hockenheim gibt es am Sonntag ein besonderes Bonbon: Sie können dann selbst Runden in den Simulatoren drehen.

Überstunden bei T3 Motorsport

Viel Arbeit gab es nach dem Nürburgring-Wochenende bei T3 Motorsport: Nachdem Maximilian Paul (19/Dresden) in der Startrunde des zweiten Rennens mit einem sich drehenden Konkurrenten kollidierte und der Audi R8 LMS des Teams stark beschädigt wurde, musste der Rennstall aus Radebeul den GT-Sportwagen aufwendig wieder herrichten. Unterstützung gab es dabei von Montaplast by Land-Motorsport, wo das Fahrzeug auf die Richtbank gestellt wurde. „Sonst hätten wir das Auto nicht fertigbekommen. Vielen Dank dafür“, so Jens Feucht, Geschäftsführer von T3. „Die Reparatur war am Dienstagabend um 20 Uhr beendet. Und dann haben wir sofort den Truck beladen.“

Neues Fahrerduo bei Propeak Performance

Nachdem Prosport Performance, die unter dem Bewerbernamen Propeak Performance GT-Fahrzeuge von Aston Martin einsetzen, den Lauf auf dem Nürburgring ausgesetzt hatte, kehrt der Rennstall in Hockenheim mit einem Aston Martin Vantage GT3 in das ADAC GT Masters zurück. Pilotiert wird das Fahrzeug mit der Startnummer 98 von den Serienneulingen Matthew George (24/GB) und David Griessner (25/A). Beide sind bisher GT4-Rennen mit Aston Martin gefahren. „Mit David Griessner und Matthew George ebnet Prosport Performance einmal mehr zwei jungen Fahrern den Weg zum nächsten Level, in diesem Fall der enorm starken ,Liga der Supersportwagen‘“, so Teamchef Christoph Esser. „Wir wollen jetzt vielversprechenden Talenten die Möglichkeit bieten, sich bei den zwei letzten Rennwochenenden der Saison zu präsentieren und Prosport eine erste Vorauswahl für die Saison 2020 ermöglichen. Die Förderung junger Talente ist seit jeher Teil der DNA von Prosport Performance und ein Invest in unsere Zukunft.“ In der ADAC GT4 Germany tritt für den Rennstall aus der Eifel Doppelstarter Mike David Ortmann (19/Ahrensfelde) an, der im ADAC GT Masters einen Audi von BWT Mücke Motorsport pilotiert.

„PS on Air“ mit Fabian Vettel und Felix von der Laden

Mercedes-AMG-Pilot Fabian Vettel (20/Heppenheim, Mann-Filter Team HTP) sowie ADAC GT4-Germany-Fahrer und YouTuber Felix von der Laden (25/Köln) sind am Samstag die Gäste bei „PS on Air – Der ADAC GT Masters-Talk“. Ab 20.30 Uhr empfängt Moderator Patrick Simon im Fahrerlager von Hockenheim den jüngeren Bruder von Formel-1-Star Sebastian Vettel und den Social-Media-Star. Ausgestrahlt wird die Folge online live auf youtube.com/adac, dem Facebook-Kanal des ADAC GT Masters und dem YouTube-Kanal von Patrick Simon: youtube.com/Patsimon75.