Sonntag, 11. August 2019

Stimmen der Aston Martin Piloten zu Rennen 1 in Brands Hatch

Daniel Juncadella
„Ich hatte einen sehr guten Start, habe dann aber eine Durchfahrtsstrafe erhalten. Dadurch war das Rennen für mich so gut wie gelaufen. Positiv ist, dass ich eine gute Pace hatte. Wir haben hart dafür gearbeitet und es ist schade, dass wir am Ende nur Platz zehn belegt haben. Ohne die Strafe wäre definitiv mehr drin gewesen, vielleicht sogar eine Platzierung in den Top-5.“ 

Paul Di Resta  mit 14 Führungsrunden in Brands Hatch
Foto: Jens Hawrda
Paul Di Resta
„Heute war ein Rennen, bei dem leider einiges schiefgegangen ist. Zunächst bin ich mir sicher, dass ich keinen Frühstart hingelegt habe. Es war toll, 14 Runden lang mit einem Aston Martin Vantage DTM vor meinen britischen Landsleuten in Führung zu liegen. Leider spürte ich gegen Rennende einen totalen Leistungsverlust. Deshalb habe ich das Auto sicherheitshalber an der Box abgestellt. Obwohl wir hier noch einmal ein Zuverlässigkeitsproblem hatten, wissen wir doch, dass es aufwärts geht. Für uns ist jedes Rennen ein Test und wir haben heute gezeigt, dass wir immer besser aufgestellt sind und Schritt für Schritt nach vorne kommen.“ 

Ferdinand von Habsburg
„Die Pace war stark und ich konnte mich gut mit der Spitzengruppe vergleichen, hinter denen ich aus der Box gekommen bin. Im Rennverlauf konnte ich sogar einige von ihnen überholen. Das zeigt, dass der Speed vorhanden ist. Leider gab es ein Problem bei meinem ersten Boxenstopp, aber ich bin mir sicher, dass wir das bis morgen lösen können.“

Jake Dennis
„Das Rennen war für mich schon nach wenigen Metern vorbei. Ich hatte nicht den besten Start. Meine Räder drehten ein wenig durch und dann hat mich Timo Glock von links getroffen. Dadurch bin ich in der Mauer gelandet und das Auto war leider zu beschädigt, um weiter zu fahren. Davon abgesehen hatte der Tag gut begonnen und unsere Pace scheint im Vergleich zu den letzten beiden Rennen besser zu sein. Jetzt müssen wir das Auto über Nacht reparieren und morgen gestärkt zurückschlagen.“

Daniel Juncadella bei der Heimpremiere des Aston Martin Vantage DTM in den Punkten

  • Heimdebüt für den Aston Martin Vantage DTM in Brands Hatch: Daniel Juncadella sichert sich Platz zehn
  • Daniel Juncadella: „Positiv ist, dass ich eine gute Pace hatte. Wir haben hart dafür gearbeitet und es ist schade, dass wir am Ende nur Platz zehn belegt haben.“
  • Dr. Florian Kamelger: „Nach den Qualifying-Plätzen vier und sieben haben wir uns für das Rennen weit mehr ausgerechnet als auf Rang zehn ins Ziel zu kommen. Alles in allem ein Rennen mit Höhen, aber leider auch mit einem enttäuschenden Ausgang.“

Daniel Juncadella holt Punkte beim Heimrennen von Aston Martin
Foto: Jens Hawrda
Ereignisreiches Rennen in Brands Hatch: Erstes Punkteergebnis für den Aston Martin Vantage DTM auf britischem Boden. 

Beim Heimrennen von Aston Martin in Brands Hatch starteten zum ersten Mal in der noch jungen DTM-Geschichte des Teams drei Fahrer aus dem R-Motorsport Quartett aus den Top-10 der Startaufstellung.

Daniel Juncadella (28, Spanien) erlebte ein ereignisreiches Rennen, das er aus den Top-10 in Angriff nahm. Bereits am Start kam es zu einer Berührung mit einem anderen Fahrzeug, für die er eine Durchfahrtsstrafe erhielt. In Runde 17 fuhr Juncadella zum zweiten Mal an die Box, diesmal für seinen Pflichtreifenwechsel. In der zweiten Rennhälfte kämpfte er sich Schritt für Schritt wieder nach vorne und sicherte sich im Schlussspurt den zehnten Platz.

Ferdinand von Habsburg (22, Österreich) kam als einer der ersten Fahrer in Runde neun zu seinem Pflichtboxenstopp herein. Nach 28 Runden legte er einen weiteren Boxenstopp ein, kurz vor Rennende schied er mit einem technischen Defekt aus, wurde aber noch auf Position 15 gewertet.

Paul Di Resta (33, Großbritannien) ging von Position vier ins Rennen und übernahm direkt am Start die Führung. Diese behielt er bis Runde 16, als er zu seinem Pflichtstopp hereinkam und in diesem Zuge in Folge einer Stewards-Entscheidung auch eine 5-Sekunden-Zeitstrafe absaß. Danach kam Di Resta außerhalb der Punkteränge auf die Strecke zurück und kämpfte sich in den verbleibenden Runden wieder bis auf Platz sieben nach vorne. Kurz vor Rennende musste er sein Auto mit einem technischen Problem in der Box abstellen.

Jake Dennis (24, Großbritannien) qualifizierte sich bei seinem Heimrennen als Siebter, wurde dann am Start jedoch ohne eigenes Verschulden in Folge einer Kettenreaktion von einem Konkurrenten in die Boxenmauer gedrückt. Sein Auto war danach zu stark beschädigt, um das Rennen fortzusetzen.

Samstag, 10. August 2019

IDM: Nigon holt die Pole in Most für Kawasaki

Erwan Nigon (Kawasaki) startet morgen in Most von der Pole
Foto: Jens Hawrda
Das Wetter hat die Startaufstellung in der IDM Superbike 1000 zum Glücksspiel gemacht. Waren die Verhältnisse in den freien Trainings in gewohnter Ordnung schnell geklärt, so geriet im regnerischen Qualifying alles durcheinander. Erwan Nigon (Weber-Motos Racing) stellte die Kawasaki nach sieben Runden und einer Bestzeit von 1:38,232 Minuten in der Box ab. Der Langstrecken-Weltmeister hat in seiner Karriere gefühlt Tausende von Kilometern unter solchen Bedingungen abgespult. Folgt jetzt der zweite Saisonsieg auf der Sprintstrecke in der IDM Superbike 1000?

Ilya Mikhalchik (alpha Racing-Van Zon-BMW) brachte in nur fünf Runden eine Zeit von 1:38,489 Minuten zustande. Alessandro Polita (Honda Holzhauer Racing Promotion) absolvierte acht Runden und kam auf eine Zeit von 1:39,599 Minuten. Das heißt auch: Kawasaki, BMW und Honda besetzen die erste Startreihe. Das gab es in diesem Jahr noch nicht.

BMW-Pilot Stefan Kerschbaumer, der den verletzten Jan Mohr im BCC-Team vertritt, ist Vierter vor Julian Puffe (alpha Racing-Van Zon-BMW) und Bobby Bos (HPC-Power Suzuki Racing). Puffe erklärt, was da passiert ist und weshalb er für seine Verhältnisse so weit hinten steht: „Im ersten Qualifying hat es genieselt. Wir dachten, das gibt sich wieder und haben gewartet, dass das Wetter besser wird. Leider zu lange. Es ist nur noch schlechter geworden. Zum Glück hat es für mich noch für den fünften Startplatz gereicht.“

Die nächsten Startplätze werden belegt von Philipp Gengelbach (Suzuki), Toni Finsterbusch (Suzuki), Marc Neumann (BMW) und dem besten Yamaha-Fahrer Marc Moser.

Im zweiten Qualifying blieben bis auf Ricardo Brink SWPN, Yamaha), Leon Langstädtler (MPB Racing) und Kevin Sieder (HPC-Power Suzuki Racing) sämtliche Fahrer in der Box. Der Grund: Regen. Brink musste auf jeden Fall raus. Er hatte am Morgen keine einzige komplette Runde gedreht, die er für die Qualifikation dringend benötigte. Der Niederländer hatte die 115 %-Regel nicht erfüllt. Nach dem zweiten verregneten Qualifying entschied die Rennleitung, dass er trotzdem starten darf, aber von ganz hinten. Brink: „Ich muss unter die ersten Neun kommen. Das heißt Vollgas.“ Auf dem Lausitzring war der 21-Jährige zum Saisonbeginn aufs Podium gefahren.

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek

Vier in den Top Fünf: Audi stark auf der Insel

  • René Rast und Nico Müller holen weiteres DTM-Doppelpodium für Audi
  • Vorsprung in der Herstellermeisterschaft wächst auf 225 Punkte an

Castrol EDGE Audi RS 5 DTM #51 (Audi Sport Team Abt Sportsline), Nico Müller, 
Aral Ultimate Audi RS 5 DTM #4 (Audi Sport Team Abt Sportsline), Robin Frijns
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Mit einem starken Teamergebnis hat Audi im Samstagsrennen in Brands Hatch (England) die Führung in allen drei Meisterschaften der DTM behauptet beziehungsweise ausgebaut. Mit René Rast auf Platz zwei und Nico Müller auf Platz drei standen im elften Saisonrennen zum zehnten Mal zwei Audi-Fahrer auf dem Podium.

Regenschauer und Sturmböen sorgten am Samstag in Brands Hatch für wechselhafte und teils schwer vorhersehbare Bedingungen. Am Ende standen mit Marco Wittmann (BMW), René Rast und Nico Müller erneut jene drei Piloten auf dem Podium, die auch in der Fahrermeisterschaft die ersten drei Plätze behaupten.

Im teilweise verregneten Qualifying musste sich René Rast im Kampf um die Pole-Position nur um 69 Tausendstelsekunden Marco Wittmann geschlagen geben. Im Rennen fehlten dem Fahrer des Audi Sport Team Rosberg nach 42 Runden lediglich 0,374 Sekunden zu einem weiteren Sieg. „Zwei Runden mehr hätten mir wohl gereicht“, meinte Rast, der Wittmann in der letzten Runde einholen, aber nicht mehr überholen konnte. „Ich war heute wahrscheinlich etwas zu konservativ mit den Reifen. Nach dem Erlebnis von Assen wusste ich nicht so genau, wie hart ich sie rannehmen kann. Nun konzentrieren wir uns darauf, für morgen alles zu maximieren.“

Nico Müller vom Audi Sport Team Abt Sportsline fuhr nach einem nicht optimalen Qualifying von Startplatz acht auf Rang drei nach vorn und behauptete so seinen zweiten Platz in der Fahrerwertung hinter Spitzenreiter René Rast. „Der Schlüssel dazu war ein guter Start“, sagte der Schweizer. „Anschließend hat die Strategie gepasst und ich konnte im zweiten Stint meine Reifen gut managen. Das hat uns heute den dritten Platz ermöglicht. Damit dürfen wir nach dem Qualifying zufrieden sein. Wir wissen, woran wir für morgen arbeiten müssen. Wir können die Balance des Autos definitiv noch verbessern. Und wir haben heute einen Satz Reifen gespart – auch das ist positiv für morgen.“

Teamkollege Robin Frijns fuhr nach einem späten Reifenwechsel in der Schlussphase vom achten auf den vierten Platz nach vorn. Loïc Duval vom Audi Sport Team Phoenix sorgte mit seinem fünften Platz dafür, dass vier Audi RS 5 DTM in die Top Fünf fuhren und Audi seinen Vorsprung in der Herstellermeisterschaft auf 225 Punkte vergrößerte. In der Teammeisterschaft liegt das Audi Sport Team Rosberg weiter vor dem Audi Sport Team Abt Sportsline an der Tabellenspitze.

Assen-Sieger Mike Rockenfeller beendete das Samstagsrennen auf dem siebten Platz. Jamie Green verpasste als Elfter knapp die Punkteränge, nachdem eine Zweistopp-Strategie für den Briten nicht aufging.

DTM-Rookie Jonathan Aberdein vom Kundenteam WRT Team Audi Sport holte als Neunter zum fünften Mal in diesem Jahr Punkte, obwohl er nach einem Unfall im Qualifying vom letzten Platz starten musste. Pietro Fittipaldi musste auf einen Start im Rennen verzichten, weil sein Audi RS 5 DTM bei einem fast zeitgleichen Unfall in der berühmt-berüchtigten Paddock Hill Bend zu stark beschädigt wurde. Er selber blieb dabei unverletzt.

„Mit Platz zwei, drei, vier und fünf war es ein weiteres sehr gutes Teamergebnis für uns“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Natürlich wollten wir auch den Sieg, und am Ende war es ganz knapp. Aber für einen Rennsieg muss halt alles passen und das war heute nicht der Fall. Insgesamt können wir heute zufrieden sein. Wir führen weiter alle drei Meisterschaften an. Darauf werden wir aufbauen, um morgen zurückzuschlagen.“

Das zweite Rennen in Brands Hatch startet am Sonntag um 13.30 Uhr Ortszeit (14.30 Uhr MESZ). SAT.1 überträgt ab 14 Uhr deutscher Zeit live aus England.

DTM: Wittmann entscheidet Brands-Hatch-Thriller für sich

  • DTM-Führungstrio geschlossen auf dem Podium: Wittmann siegt vor Rast und Müller
  • Dramatisches Finale in der letzten Runde – nur drei Zehntelsekunden entscheiden
  • Alle drei DTM-Marken greifen nach dem Sieg: Aston-Martin, Audi und BMW
Die Sieger aus Rennen 1 in Brands Hatch
Foto: dtm.com

Die drei Männer der Stunde in der DTM: BMW-Mann Marco Wittmann (GER) hat das Samstagsrennen der DTM in Brands Hatch äußerst knapp für sich entschieden – vor seinen Meisterschaftsrivalen aus dem Audi-Lager, René Rast (GER) und Nico Müller (SUI). In einem Renn-Thriller, der auf einen Qualifying-Krimi folgte, setzen sich damit die drei konstantesten Piloten der Saison durch. Dabei reichte es für Marco Wittmann – erfolgreichster BMW-Pilot in der DTM-Geschichte – um gerade einmal drei Zehntelsekunden zum Sieg. In der Schlussrunde machte der Meisterschaftsführende René Rast um ein Haar einen Fünf-Sekunden-Rückstand gut.

Wittmann, der nach einem dramatischen Zeittraining auf abtrocknender Strecke vor Rast auch von der Pole-Position aus gestartet war, macht damit Boden im Dreikampf um die Meisterschaft gut. Rast führt die Tabelle mit 178 Zählern weiterhin an, Müller (151 Punkte) ist Zweiter, Wittmann hat als Dritter 146 Punkte auf dem Konto. Der BMW-Fahrer holte am Samstag schon zum dritten Mal in dieser Saison die vollen 28 Punkte, die für den Rennsieg (25) und die Pole-Position (3) vergeben werden. Audi-Werksfahrer Müller setzte seine beeindruckende Serie fort und punktete auch im elften Lauf dieser Saison. Kein anderer DTM-Pilot hat in allen Rennen 2019 Punkte eingefahren.

Paul Di Resta verblüfft Konkurrenz im Aston Martin

Beinahe hätte Paul Di Resta die Party der Drei gestört – von der vierten Startposition aus preschte er mit seinem Aston Martin beim Start in Führung. Einen Hauch zu früh, wie die Rennleitung nach der Videoanalyse entschied und ihn zur 5-Sekunden-Boxenstopp-Strafe zitierte. Das hielt den Schotten bei seinem Heimspiel nicht davon ab, das Feld im ersten Renndrittel nicht nur anzuführen, sondern auch der Konkurrenz von BMW und Audi Stück für Stück davonzufahren. Die bravouröse Fahrt blieb am Ende unbelohnt – Di Resta musste seinen Aston Martin Vantage DTM kurz vor Schluss in der Box abstellen.

Stimmen – 1. Rennen, Brands Hatch

Marco Wittmann, Sieger
„Für die Fans war das sicher ein spannendes Finale, aber aus meiner Perspektive war der Sieg nie in Gefahr. Natürlich: Meine Reifen sind am Ende etwas in die Knie gegangen, nachdem wir früh gestoppt hatten. Die Nachfolgenden dürfen zudem am Ende eines Rennens Push-to-pass und DRS frei benutzen, der Führende nicht. Bis dahin hatte ich den Abstand gut verwaltet. Schön, dass Aston Martin das Rennen zu Beginn angeführt hat. Kompliment.“ 

René Rast, 2. Platz
„Ich hatte gehofft, es wären mehr Runden gewesen. Wir waren von 43 ausgegangen, am Ende waren es 42. Die eine Runde hatte wohl gefehlt. Nachdem ich in Assen die Reifen zu hart rangenommen hatte, hatte ich hier noch was Luft. Es hat nicht sollen sein. Ich bin trotzdem zufrieden mit Platz zwei.“ 

Nico Müller, 3. Platz
„Mit Platz drei sind wir heute sehr zufrieden. Nach dem schwierigen Qualifying und nur Platz acht für uns, ist ein Podiumsresultat ein starkes Ergebnis. Mehr wäre nicht drin gewesen. Wir haben mit einem frühen Stopp wohl die richtige Taktik gewählt. Die Reifen habe ich mir gut eingeteilt.“