Mittwoch, 7. August 2019

BMW DTM Teams bereit für das England-Rennen in Brands Hatch

Foto: Jens Hawrda
Der sechste Lauf der DTM-Saison 2019 führt die BMW DTM-Teams nach Großbritannien. Die Rennen elf und zwölf der Saison werden am kommenden Wochenende (10. und 11. August) in Brands Hatch (GBR) ausgetragen. Wie im vergangenen Jahr wird die DTM bei der längeren Grand-Prix-Version der legendären Strecke vor den Toren Londons antreten.

Nach fünf Rennwochenenden belegt Marco Wittmann (GER) mit 118 Punkten den dritten Gesamtrang und ist der bestplatzierte BMW-Pilot in der DTM-Fahrerwertung. Gleich dahinter liegt Philipp Eng (AUT) mit 111 Punkten auf dem vierten Platz. In den bisher zehn Rennen hat der neue BMW M4 DTM mit Turboantrieb fünf Siege eingefahren. Wittmann hat drei Mal den ersten Platz auf dem Podium belegt, während Eng und Bruno Spengler (CAN) je ein Rennen gewonnen haben. Hinzu kommen fünf weitere Podestplätze.

Der Zeitplan für Brands Hatch ist kompakter als an den anderen DTM-Rennwochenenden: Die gesamte Action auf der Strecke wurde auf zwei Tage konzentriert. Zuerst am Samstagmorgen folgt ein freies Training, gefolgt vom Qualifying und um 13.30 Uhr Ortszeit (14.30 Uhr MESZ), dem ersten der beiden Rennen. Der Sonntag beginnt mit dem zweiten Qualifying, bevor um 13:30 Uhr Ortszeit die Lichter für das zweite Rennen ausgehen.

Action in den Dünen beim dritten Wochenende der ADAC GT4 Germany in Zandvoort

  • Ex-Formel-1-Pilot und Formel-1-TV-Experte Christian Danner gibt Seriendebüt
  • YouTuber von der Laden reist auf dem Skateboard von Köln nach Zandvoort
  • Beide Rennen sind live auf SPORT1 zu sehen
Foto: Jens Hawrda

Die Sommerpause ist beendet: Am kommenden Wochenende (9. bis 11. August) bestreitet die ADAC GT4 Germany auf dem Circuit Zandvoort in den Niederlanden ihr drittes Rennwochenende. An der niederländischen Nordseeküste erwartet die neue Serie mit 25 Teilnehmern ihr bisher größtes Teilnehmerfeld, erstmals dabei ich auch Ex-Formel-1-Pilot Christian Danner. Der Formel-1-Experte von RTL gibt sein Seriendebüt in einem dritten McLaren 570S GT4 des TeamGT und teilt sich das Cockpit mit Teamchef Bernhard Laber. SPORT1 zeigt beide Rennen live im Free-TV, Lauf 1 am Samstag ab 11.45 Uhr und Lauf 2 am Sonntag ab 14.30 Uhr. Darüber hinaus werden die Rennen wie üblich auf SPORT1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac im Live-Stream online übertragen. Mit dem kostenlosen "Dünenticket", das unter circuitzandvoort.nl erhältlich ist, ist der Zugang zu den Stehplätzen im Außenbereich der Strecke in Zandvoort kostenlos. 

Als Tabellenführer reist das BMW-Duo Marius Zug (16/Pfaffenhofen) und Gabriele Piana (32/ITA, beide RN Vision STS Racing Team) an den 4,307 Kilometer langen Kurs in mitten der niederländischen Nordseedünen. "Zandvoort ist noch eine Strecke vom alten Schlag. Das Layout passt sich perfekt an das natürliche Auf und Ab der Dünen an. Somit macht das Fahren dort richtig viel Spaß", freut sich Piana auf die beiden Läufe der ADAC GT4 Germany. "Durch den recht hügeligen Charakter dürften vor allem die etwas leichteren Fahrzeuge bevorteilt sein. Ich denke, KTM und Porsche haben am Wochenende die Favoritenrolle inne. Nichtsdestotrotz gibt es einige Stellen, an denen unser BMW M4 GT4 richtig gut funktionieren dürfte. Unser Ziel ist immer das gleiche: Wir wollen beide Rennen gewinnen!" 

"Wir haben mit unserem KTM X-Bow GT4 in Zandvoort in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen gesammelt. Es ist definitiv eine Strecke, die dem Auto liegt. Die Top Fünf sollten für uns am Wochenende somit auf jeden Fall möglich sein", erklärt Laura Kraihamer (28/AUT), die zusammen mit Reinhard Kofler (34/AUT, beide True Racing) für KTM fährt. "Zandvoort hat wahnsinnig viel Charme. Die Strecke gefällt mir genauso, wie sie ist. Einige Ecken sind extrem fordernd." 

Gemeinsam mit Mike Beckhusen (19/Berlin) fährt Trophy-Pilot Markus Lungstrass (36/Köln, beide racing one) einen Audi R8 LMS GT4. "Ich vergleiche Zandvoort immer mit Old-School-Strecken wie Bathurst in Australien oder der Nordschleife des Nürburgrings. Da Wiesen und Kiesbetten sehr nahe sind, darf man sich keine Fehler erlauben. Es ist somit immer höchste Vorsicht und ein sauberes Fahren geboten", blickt Lungstrass voraus. "Ich mag den Kurs und möchte in beiden Rennen die Trophy-Wertung gewinnen. Im Gesamtklassement ist für uns in Zandvoort ein Platz in den Top Ten absolut machbar." 

Hochmotiviert tritt auch Junior-Pilot Luca Trefz (17/Wüstenrot, Leipert Motorsport) an. "Zandvoort ist sehr anspruchsvoll und verfügt über viele schnelle Kurven. Genau das kommt unserem Mercedes-AMG GT4 entgegen. Ich würde sogar sagen, dass es unsere beste Strecke im Kalender ist. Somit freue ich mich riesig auf die beiden Rennen", strahlt Trefz, der sich das Fahrzeug mit Morgan Haber (25/AUS) teilt. "Ich schaue in diesem Jahr vor allem auf die Junior-Wertung der ADAC GT4 Germany. Hier möchte ich in Zandvoort in Top Drei fahren." 

Eine ganz besondere Anreise nach Zandvoort haben Felix von der Laden (25/Köln) und Alain Valente (22/CHE, beide Team GT). Die Sieger des Sonntagsrennens vom Red Bull Ring fahren mit einem Longboard von von der Ladens Wahlheimat Köln über rund 300 Kilometer nach Zandvoort. Die außergewöhnliche Tour begann bereits am Samstag. Planmäßige Ankunft im Fahrerlager ist am Mittwochnachmittag. 

Dienstag, 6. August 2019

IDM-Comeback im nordböhmischen Most

Die IDM zurück in Most
Foto: Jens Hawrda
Nur selten gibt es die Gelegenheit, die Fahrer und ihre Rennmotorräder in einer Serie so nah zu erleben wie bei der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM). Mit dem offenen Fahrerlager und den Autogrammstunden der IDM-Fahrer ist sie ein Garant für ein erlebnisreiches Fan-Wochenende. Vom 9. bis 11. August 2019 kehrt die IDM nach zwölf Jahren Abstinenz auf die Rennstrecke von Most zurück.

Das tschechische Autodrom in Nordböhmen liegt verkehrsgünstig in Mitteleuropa und ist von Deutschland, Österreich und auch Polen aus schnell zu erreichen. Die modernisierte Rennstrecke ist schnell und flüssig zu fahren. Zuletzt wurden 75 Prozent neu asphaltiert.

Es ist viel Zeit vergangen, seit die IDM das letzte Mal in Most (deutsch: Brüx) gastierte. Der IDM-Superbiker Christer Lindholm aus Schweden stellte einst den Rundenrekord auf der alten Streckenführung auf. Gelingt es einem Superbiker, auch beim Comeback der IDM eine neue Rekordmarke aufzustellen? Wer absolviert die neun Links- und zwölf Rechtskurven am schnellsten?

Die IDM befindet sich bereits in der zweiten Saisonhälfte. Vor ihrem Auftritt in Nordböhmen hat sich gerade der Kampf um den Titel in der IDM Superbike 1000 noch einmal zugespitzt. Die Entscheidung fällt zwischen zwei Fahrern, die zugleich Teamkollegen sind: Julian Puffe und Ilya Mikhalchik. Die beiden BMW-Piloten trennen nur neun Meisterschaftspunkte voneinander. Der Deutsche ist im Vorteil, doch der Ukrainer hat trotz zweier Ausfälle durch technische Defekte nie den Anschluss verloren und immer wieder aufgeholt. Falls Mikhalchik in Most zwei Rennen gewinnt, würde er Puffe an der Spitze ablösen und seiner Mission Titelverteidigung näher rücken. Soweit will es sein 23-jähriger Konkurrent aus der Rennstadt Schleiz aber nicht kommen lassen.

Während das deutsch-ukrainische Duo die Entscheidung an der Tabellenspitze derzeit allein unter sich ausmacht, geht es in der IDM-Königsklasse auch um die nachfolgenden Plätze hoch her. Der französische Langstrecken-Weltmeister Erwan Nigon (Kawasaki) hat 110 Punkte, der Niederländer Pepijn Bijsterbosch (BMW) verfügt über 106 Zähler und der Italiener Alessandro Polita (Honda) hat 99 Punkte in der Zwischenwertung des besonders spektakulären IDM-Championats.

In der IDM Superbike 1000 geht es um das Prestige der Marken. Die hochgezüchteten Motorräder mit 1000 cm³ Hubraum haben reichlich über 200 PS und sind über 300 km/h schnell. Fünf Hersteller beteiligen sich an Deutschlands höchster Klasse im Straßenrennsport: BMW, Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha. Jede Marke hat derzeit mindestens einen Fahrer in den Top Ten der Gesamtwertung platziert. 

Für Max Enderlein und Stefan Ströhlein ist die Lage weitaus entspannter. Sie haben in der 600 ccm-Klasse einen so großen Vorsprung vor ihren Verfolgern, dass sie sich einen Ausfall leisten könnten, ohne die Führung in ihrer jeweiligen Wertung zu verlieren. Enderlein ist der Titelverteidiger in der IDM Supersport 600 und Ströhlein führt den DMSB Superstock 600-Cup an, in dem nicht so viel an den Motorrädern  verändert werden darf. Beide Kategorien fahren im gleichen Feld, werden aber separat gewertet. Hinter den Spitzenreiten ist in der Top Ten reichlich Bewegung. Jedes Rennen kann für einen Positionswechsel in der Gesamtwertung sorgen. Interessant dabei ist, wie sich die beiden Kawasaki-Piloten Gabriel Noderer und Christoph Beinlich innerhalb der mächtigen Yamaha-Armada schlagen. Was möglich ist, zeigte Luca Grünwald zuletzt auf dem Schleizer Dreieck. Der lange verletzte Bayer gewann auf Kawasaki einen Lauf in der IDM Supersport 600. Um den Titel kann er auf Grund seiner unfreiwilligen Verletzungspause jedoch nicht mehr mitkämpfen.

Um jeden einzelnen Punkt und jeden einzelnen Zentimeter wird in der IDM Supersport 300 gekämpft. Die Nachwuchsklasse hat sich als heimlicher Star der IDM-Wochenenden herauskristallisiert, wenn es um Zweikämpfe und dramatische Zieleinläufe geht. Mit Angelo Licciardi führt ein Belgier die Wertung an, gefolgt vom Niederländer Rick Dunnik mit nur vier Punkten Rückstand. Bester Deutscher ist Troy Beinlich auf dem fünften Platz. Titelverteidiger Toni Erhard wird als Gesamt-Siebter notiert. Wenn der 18 Jahre alte Sachse seine Chancen wahren will, muss er jetzt siegen. In Most führt Erhards Weg auf die Siegerstraße auch über den hoch motivierten Lokalmatador David Kuban. Der 17-jährige KTM-Fahrer aus Brünn kommt mit dem Rückenwind seines Laufsiegs in Schleiz zum Rennen in seiner Heimat. Kuban, Zweiter im ADAC Junior Cup des Vorjahres, zählt zum erweiterten Kreis der Meisterschaftskandidaten in der IDM Supersport 300.

In der IDM Sidecar rollt fast die ganze Weltelite an den Start, angeführt vom siebenfachen Weltmeister Tim Reeves und seinem Beifahrer Mark Wilkes. Er hat bisher jedes Rennen in der Klasse bis 600 ccm gewonnen. Hinter ihm tummeln sich namhafte Konkurrenten wie Bennie Streuer/Kevin Rousseau sowie das deutsche Duo Josef Sattler/Uwe Neubert. In der IDM wird aber auch weiterhin an der Klasse bis 1000 ccm festgehalten. Kann der gebürtige Sachse Mike Roscher mit Anna Burkard im Boot in Most für einen Wechsel an der Tabellenspitze sorgen? Er hat nur sechs Punkte Rückstand zu Andres Nussbaum/Manuel Hirschi aus der Schweiz. Die Sidecars genießen im Osten traditionell Kultstatus. Zwei Siege wären für Roscher der Hauptgewinn.

Die Zuschauer erwarten tolle Tage in Most. Der ADAC Junior Cup, der BMW Motorrad BoxerCup sowie der Suzuki GSX-R 1000-Cup und der Twin Cup geben der Veranstaltung eine zusätzliche Würze. Am Freitag ist der Eintritt frei. Ein Samstagsticket kostet 19,00 Euro und das Sonntagsticket 25,00 Euro, Fahrerlagerbesuch inklusive. Das Kombiticket für das ganze Wochenende ist für 35,00 Euro erhältlich. Für Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre ist der Eintritt am gesamten Wochenende frei.

Schneller Strandausflug beim GT-Masters in Zandvoort

Foto: Jens Hawrda
Der Circuit Zandvoort liegt in den Nordseedünen und hat durch seine Nähe zum Meer eine einzigartige Atmosphäre. Zandvoort gilt als "Old-School-Strecke" mit schnellen Kurven, vielen Höhenunterschieden und Auslaufzonen mit Kiesbetten, die keinen Fehler verzeihen. "Ich freue mich extrem auf das Wochenende", so Tabellenführer van der Linde, der bei den bisherigen sechs Rennen der Saison immer in den Top Vier ins Ziel kam. "Zandvoort liegt dem Audi sehr gut. Und ich mag die Strecke, da sie zu meinem Fahrstil passt. Als Tabellenführer müssen wir aber nicht siegen. Unser Ziel sind die Top Fünf." Teamkollege Niederhauser ergänzt: "Die Zeichen stehen ganz klar in Richtung Meisterschaftsführung ausbauen. Wir werden nicht auf Biegen und Brechen versuchen, zu gewinnen, sondern werden uns darauf fokussieren, möglichst viele Punkte mitzunehmen." 

Bereits drei Saisonsiege haben bisher die Corvette-Fahrer und Tabellenzweiten Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) eingefahren. Für Zandvoort hält sich Kirchhöfer mit Prognosen jedoch zurück: "Es ist schwierig einzuschätzen, wie stark wir sein werden", so der gebürtige Leipziger. "Wir müssen erst mal das Freie Training abwarten, um zu sehen, wo wir wirklich stehen. Zandvoort ist eine Strecke, die unserem Auto nicht so gut liegt wie Most oder der Red Bull Ring. Aber wir haben uns gegenüber dem vergangenen Jahr verbessert, als wir es zwei Mal nicht in die Punkte geschafft haben." 

Ebenfalls schon auf der Siegerstraße waren Titelverteidiger Robert Renauer (34, Jedenhofen), 2018 Sieger in Zandvoort, und Partner Thomas Preining (21, A) im Porsche von Precote Herberth Motorsport) sowie die BMW-Paarung Nicolai Sylvest/Jens Klingmann von MRS GT-Racing. Hinter den Corvette-Piloten David Jahn (28/Leipzig) und Sven Barth (38/Eberbach, beide RWT Racing) folgt mit Indy Dontje (26, NL) als Gesamtvierter der bestplatzierte Niederländer, zusammen Maximilian Götz (33/Uffenheim), seinem Partner im Mercedes-AMG GT3 vom Mann-Filter Team HTP. Das Duo holte zuletzt in Spielberg seinen ersten Podestplatz der Saison. "In der Meisterschaft haben wir dadurch einen schönen Sprung nach vorne gemacht", so Ex-Champion Götz. "Und die Rennstrecken, die uns am besten liegen, kommen erst noch. Wir greifen weiter an!" Neben Dontje starten noch zwei weitere Lokalmatadore in Zandvoort: Sportwagen-Routinier Jeroen Bleekemolen (37/NL) und Kelvin Snoeks (31/NL), die sich mit Jimmy Eriksson (28/S) beziehungsweise Mick Wishofer (19/A) die Mercedes-AMG des Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing teilen. 

Auf ein gutes Ergebnis in Zandvoort hofft auch die österreichische Mannschaft Orange1 by GRT Grasser, die im vergangenen Jahr das Samstagsrennen gewann. In dieser Saison hat der Rennstall bereits mehrere Podestplätze eingefahren, ist aber mit den drei neuen Lamborghini Huracán GT3 Evo noch ohne Sieg. "Wir wollen voll angreifen", sagt Christian Engelhart (32/Starnberg), der sich das Auto mit Bortolotti teilt. "Wir wissen, dass Zandvoort unserem Auto liegt. Der Kurs macht sehr viel Spaß und ist eine echte Fahrerstrecke. In Zandvoort regnet es auch oft, das würde uns sicherlich in die Karten spielen. Denn bei den bisherigen Regenrennen in dieser Saison hatten wir immer ein gutes Set-up." 

Mit der neuen ADAC GT4 Germany, den Tourenwagen der ADAC TCR Germany, den zukünftigen Motorsportstars der ADAC Formel 4 sowie dem spektakulären Porsche Carrera Cup Deutschland gibt es für die Fans in Zandvoort ein umfangreiches Motorsportpaket zu sehen. Beim Pitwalk (Samstag, 11.05-11.35 Uhr und Sonntag, 10.30-11.15 Uhr) können die Zuschauer zudem in der Boxengasse hinter die Kulissen des ADAC GT Masters blicken. Autogrammsammler kommen beim Meet the Drivers an Bernie's Paddock Bar auf ihre Kosten (Samstag, ab 10.25 Uhr). Mit dem unter www.circuitzandvoort.nl/bezoeker/adac-gt-masters-tickets als Download erhältlichen "Dünenticket" ist der Eintritt zu den Stehplätzen im Außenbereich der Rennstrecke kostenlos. 

London Calling: Audi-Piloten schwärmen von der DTM in Brands Hatch

  • DTM zu Gast auf Traditionskurs in der Nähe der britischen Hauptstadt
  • Grand Prix Circuit gilt als eine der anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt
  • DTM-Spitzenreiter René Rast: „Brands Hatch ist eine echte Männerstrecke“
Foto: Jens Hawrda

DTM-Fans dürfen sich auf das nächste Highlight freuen: Am Samstag und am Sonntag (10./11. August) starten die über 610 PS starken Class-1-Rennwagen in Brands Hatch. Der Traditionskurs in der Nähe der britischen Hauptstadt London gilt als eine der anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt.

Nach mehreren Gastspielen auf dem bei den DTM-Fahrern nicht besonders populären Indy Circuit nutzt die DTM seit dem vergangenen Jahr den 3,916 Kilometer langen Grand Prix Circuit, der früher Schauplatz des britischen Formel-1-Grand-Prix war. „Die Strecke ist ein absolutes Highlight für die DTM“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Nach der tollen Premiere im vergangenen Jahr fragt man sich, warum wir da eigentlich nicht schon immer gefahren sind.“

Die berühmten Streckenabschnitte wie Paddock Hill, Druids, Hawthorn, Dingle Dell oder Clearways lassen auch die Audi-Piloten nicht kalt. „Es ist cool, dass wir mit der DTM dieselben Kurven fahren wie vor 40 Jahren Niki Lauda und James Hunt oder später Nigel Mansell“, sagt Jamie Green. „Das waren die Helden meiner Kindheit. Brands Hatch ist ein Ort mit großer Historie.“

„Ich freue mich schon sehr auf die beiden Rennen“, sagt Tabellenführer René Rast, der im vergangenen Jahr in Brands Hatch mit einem dritten und einem vierten Platz bester Audi-Pilot war. „Brands Hatch ist eine echte Männerstrecke. Es gibt viele schnelle Kurven und fast keine Auslaufzonen. Da wird jeder Fehler direkt bestraft und man muss immer extrem konzentriert sein. Die erste Kurve – Paddock Hill – kennt wohl jeder im Motorsport. Das ist eine Kurve mit Charakter und Historie.“

„Mit den neuen Turboautos wird die Strecke noch einmal eine größere Herausforderung“, glaubt Mike Rockenfeller, der 2013 in Brands Hatch auf dem nur knapp zwei Kilometer kurzen Indy Circuit siegte und zuletzt auch in Assen ganz oben auf dem Podium stand. „Mit der Leistung, die wir jetzt haben, wird es noch mehr Spaß machen. Die Strecke ist richtig klasse und hat ein paar Mutkurven. Im Trockenen werden die Reifen wieder eine entscheidende Rolle spielen.“

„Es wird echt spektakulär ausschauen, wenn wir mit unseren Turbo-Biestern durch den Wald fliegen und sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen“, sagt der Tabellenzweite Nico Müller. „Ich durfte diese richtig coole Old-School-Rennstrecke im vergangenen Jahr im Rahmen des DTM-Wochenendes entdecken. Die Strecke macht wirklich viel Spaß. Ich freue mich extrem darauf – auch auf die sehr passionierten englischen Fans.“

Teamkollege Robin Frijns sagt: „Es ist toll, dass wir mit der DTM auf traditionellen Strecken wie Zolder oder Brands Hatch fahren. Mit unserem neuen Audi RS 5 DTM und den stärkeren Turbomotoren ist jede Rennstrecke schön – sogar Zolder mit seinen 90-Grad-Kurven. Brands Hatch ist eine jener legendären Strecken, auf der die Formel 1 früher gefahren ist. Es gibt viele schwierige Kurven. Ein Fehler und du hängst in der Wand. So muss es sein!“

„Schon im vergangenen Jahr hat sich jeder von uns Fahrern darüber gefreut, auf dem Grand Prix Circuit zu fahren“, sagt Loïc Duval. „Brands Hatch ist eines der Highlights der Saison. Motorsport spielt in England eine große Rolle. Deshalb ist es gut, dass wir mit der DTM dort fahren, schließlich ist sie eine der wichtigsten Rennserien der Welt. London ist nicht weit entfernt. Schon bei der Premiere im vergangenen Jahr kamen viele Zuschauer. Die Strecke ist cool, es geht rauf und runter. Der Kurs ist sehr eng, das Überholen nicht einfach. Trotzdem sind wir letztes Jahr in der DTM teilweise zu dritt nebeneinander gefahren. Und eine perfekte Runde im Qualifying zu schaffen, ist fahrerisch eine große Herausforderung.“

Eine besondere Herausforderung ist für die Teams auch der Zeitplan. „Brands Hatch ist eine Zweitages-Veranstaltung mit einem extrem kompakten Programm“, sagt Dieter Gass. „Da darf nichts schiefgehen!“ Am Samstagmorgen stehen nur 45 Minuten freies Training zur Verfügung. Eine Stunde später geht es bereits ins Qualifying für das erste Rennen.