Sonntag, 21. Juli 2019

DTM: Renè Rast holt Pole für Rennen zwei

Renè Rast holt Pole fürs Sonntagsrennen in Assen
Foto: Jens Hawrda
Renè Rast (Audi) hat sich die Pole und die Zusatzpunkte für das heutige Sonntagsrennen der DTM in Assen  vor Jonathan Aberdein vom Audi Kundenteam WRT und Mike Rockenfeller (Audi) geholt.

Auf den Plätzen vier und fünf folgen mit Nico Müller und Robin Frijns zwei weitere Audi-Piloten vor dem besten BMW von Sheldon Van der Linde auf Platz sechs. Loic Duval (Audi), Philipp Eng (BMW), Timo Glock (BMW) und Pietro Fittipaldi (Audi) vervollständigen die Top-Ten.

Die Aston Martin Piloten belegen nach dem Qualifying die Plätze 14-17. Der gestrige Sieger, Marco Wittmann (BMW) steht als Letzter in der Startaufstellung.
Starke Leistung von Jonathan Aberdein mit Platz zwei im Qualifying
Foto: Jens Hawrda

IDM-Superbike: Puffe siegt und holt Tabellenführung

Julian Puffe holt sich die Tabellenführung zurück
Foto: Jens Hawrda

Das war spannend, den Fahrer von drei verschiedenen Marken standen auf dem Siegerpodest: BMW, Kawasaki, Yamaha. Der erste IDM Superbike 1000-Lauf im Rahmen des Internationalen ADAC Truck-Grand-Prix war ein Kracher.

Ilya Mikhalchik und Polesetter Julian Puffe (beide alpha Racing-Van Zon-BMW) setzten sich an der Spitze ab. Der 23-jährige Schleizer übernahm zunächst die Führungsarbeit. Als ihm in der Kurzanbindung des Nürburgrings das Vorderrad leicht einklappte, zog der Ukrainer, der auch der IDM-Titelverteidiger ist, an Puffe vorbei. 

Das brisante Duell – Mikhalchik und Puffe trennte vor dem Rennen ein einziger Punkt in der Gesamtwertung – endete vorzeitig in der 16. Runde. Mikhalchik rollte aus: technischer Defekt an der S 1000 RR. Der 23-jährige war stinksauer. Puffe sah seinen Konkurrenten vor sich ausfallen und gewann zum zweiten Mal in dieser Saison. „Ich hatte bei beiden Siegen Glück. Ilya ist jedes Mal mit technischem Defekt ausgeschieden. Er hätte sonst gewonnen.“ Puffe war während des Rennens irritiert gewesen durch ein Geräusch an seiner BMW, das er nicht definieren konnte. „Etwa nach acht Runden hat sich die Schraube aus der Auspuffhalterung gelöst. Der Auspuff hat am Motorrad geschliffen. Es war ein total komisches Gefühl. Ich konnte es aber erst im Ziel nachvollziehen.“ Im Endeffekt zählt aber nur, dass Puffe jetzt wieder die Tabellenführung inne hat. Zumindest bis zum morgigen Lauf um 14:50 Uhr hat er 24 Punkte Vorsprung vor Ilya Mikhalchik.

Erwan Nigon (Kawasaki Weber-Motos Racing) fuhr dahinter ein einsames Rennen, hatte eine große Lücke nach vorn und viel Luft nach hinten. Es war der vierte Podiumserfolg für die Grünen in diesem Jahr. Dritter wurde Marc Moser (MGM Racing Performance, Yamaha). Der 25-Jährige hatte zum Saisonbeginn Podestplätze angekündigt, war aber bisher vom Pech verfolgt. Dass ihn der dritte Platz gleichzeitig in die Top Ten der IDM Superbike 1000 brachte, fühlte sich für ihn an wie ein Befreiungsschlag. 

Moser hatte im spannendsten Fight des Laufes gesteckt, in dem sich desweiteren Alex Polita (Holzhauer Racing Promotion, Honda), Jan Mohr (BCC Racing Team, BMW) und Toni Finsterbusch (Suzuki Mayer) beharkt hatten. Keine Runde kam ohne Positionswechsel aus.

Nichts lief aber mehr bei Daniel Kartheininger (HPC-Power Suzuki). Er wurde durch einen technischen Defekt ausgebremst. Teamkollege Kevin Sieder stürzte. Suzuki-Laux-Pilotin Sarah Heide blieb unabhängig davon nur wenige Meter daneben liegen.

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek

Schwieriges Regenrennen für Aston-Martin in Assen

  • Neuntes von achtzehn Saisonrennen: R-Motorsport schließt erste Saisonhalbzeit auf dem TT Circuit Assen ab
  • Jake Dennis: „Mit Platz zwölf kamen wir nicht weit von den Punkterängen ins Ziel. Alles in allem bin ich mit dem Tag nicht unzufrieden.“
  • Dr. Florian Kamelger: „Jetzt heißt es nach vorne zu schauen und am Sonntag zu versuchen, wieder einmal Punkte zu holen.“
  • R-Motorsport beendet die erste Hälfte der DTM-Saison 2019 mit einem fordernden Regenrennen in Assen. 
Paul Di Resta
Foto: Jens Hawrda

Kurz vor dem Start öffneten sich die Schleusen über dem TT Circuit Assen. Ein heftiger Regenschauer setzte die Strecke unter Wasser, sodass es zu einer starken Gischt-Entwicklung kam. Nachdem alle Trainings und das Qualifying zuvor bei trockenen Bedingungen stattgefunden hatten, wurde das Rennen aus Sicherheitsgründen hinter dem Safety Car gestartet.

Das Fahrer-Quartett von R-Motorsport ging aus der zweiten Hälfte der Startaufstellung ins Rennen und setzte gesammelt auf einen Boxenstopp in Runde sieben. Jake Dennis (24, Großbritannien) machte im Vergleich zu seiner Startposition sechs Plätze gut und überquerte die Ziellinie als Zwölfter.

Sein Teamkollege Ferdinand von Habsburg (22, Österreich) verbesserte sich im Rennverlauf um vier Positionen und kam auf Rang 13 ins Ziel. Paul Di Resta (33, Großbritannien) beendete den ersten Lauf in Assen direkt hinter seinen beiden Markenkollegen auf dem 14. Platz. Der DTM-Champion des Jahres 2010 verbesserte auf abtrocknender Strecke mehrmals die zu diesem Zeitpunkt jeweils schnellste Rennrunde.

Für Daniel Juncadella (28, Spanien) war das neunte Saisonrennen leider schon kurz nach dem Start beendet. Der Spanier rollte nach wenigen Minuten mit einem technischen Defekt am Streckenrand aus.

Samstag, 20. Juli 2019

Wittmann gewinnt spektakuläre DTM-Premiere in Assen

  • Saisonsieg Nummer drei: BMW-Fahrer Marco Wittmann in hart umkämpftem Regenrennen vorn
  • Mutige Strategie: Audi-Mann Nico Müller wird nach kämpferischer Leistung Zweiter
  • Audi-Speerspitze René Rast als Dritter „Halbzeitmeister“

Marco Wittman vor Renè Rast
Foto: Jens Hawrda
Marco Wittmann (GER, BMW) hat die packende Premiere der DTM in der „Kathedrale des Motorsports“ für sich entschieden. Von der Pole-Position nutzte er bei denkbar schwierigen, weil extrem nassen Bedingungen den Start hinter dem Safety-Car klug aus, setzte sich vor seinem Pflichtboxenstopp um das entscheidende Quäntchen von seinem direkten Konkurrenten René Rast (GER, Audi) ab und kämpfte sich in der Schlussphase gekonnt am Führenden Nico Müller (SUI, Audi) vorbei. Müller hatte von allen Fahrern am längsten mit seinem Pflichtboxenstopp gewartet und hatte seine zwischenzeitliche Führung auch nach dem Reifenwechsel zunächst behalten. Auf kalten Regenreifen hatte der Schweizer dem glänzend aufgelegten Wittmann in der Schlussphase allerdings nichts entgegenzusetzen.

Zum Abschluss der ersten Saisonhälfte standen damit nicht nur drei der vier Fahrer auf dem Podium, die den Saisonverlauf bisher bestimmt haben, sondern auch der vierte im Bunde, Philipp Eng (AUT, BMW), landete unter den Top Vier. Rast führt die Meisterschaft nun mit 145 Zählern an, gefolgt von Müller (121 Punkte), Eng (111 Punkte) und Wittmann (100 Punkte), der in Assen zum zweiten Mal in dieser Saison von der Pole-Position ein Rennen gewann.

Knifflige Bedingungen – höchstes Tempo bei minimalem Grip

Die Rennstrecke in Assen gilt im DTM-Rennkalender als eine der schnellsten. Mit der „Ramshoek“ steht hier die schnellste Kurve der Saison auf der Agenda – Höchstgeschwindigkeit im Trockenen mit 270 Kilometern in der Stunde und rund 3g Querbeschleunigung inklusive. Das Wetter brachte im Samstagsrennen zusätzliche Würze: Ergiebige Regenschauer setzten die Strecke in Assen vor dem Start kräftig unter Wasser, sodass auf Anweisung des Renndirektors dieser erst nach drei Runden hinter dem Safety-Car fliegend freigegeben wurde. In der Folge trocknete der Kurs immer mehr ab, sodass sich eine trockenere Fahrspur bildete. Ein vorhergesagtes, schweres Gewitter blieb bis Rennende aus.

Positive Resultate für Aston Martin

Nicht nur Timo Glock (GER, BMW) erlebte in Assen mit Rang fünf ein positives Resultat nach einem eher verkorksten Saisonstart, auch die Mannschaft von Aston Martin hinterließ einen guten Eindruck. Jake Dennis (GBR) und Ferdinand von Habsburg (AUT) beendeten das schwierige Rennen auf den Plätzen zwölf und 13, Paul Di Resta (GBR) nach starken Rundenzeiten auf der 14. Position.


Ergebnis – 1. Rennen, Assen

01. Marco Wittmann (GER), BMW,
02. Nico Müller (SUI), Audi,
03. René Rast (GER), Audi,
04. Philipp Eng (AUT), BMW,
05. Timo Glock (GER), BMW,
06. Jonathan Aberdein (RSA),
07. Jamie Green (GBR), Audi,
08. Loïc Duval (FRA), Audi,
09. Mike Rockenfeller (GER), Audi,
10. Sheldon van der Linde (ZAF), BMW.

Doppelpodium für Audi bei Regenschlacht in Assen

  • René Rast nach Platz drei am Samstag DTM-Halbzeitmeister
  • Nico Müller verpasst Sieg im Regenrennen nur knapp
  • Audi nach der ersten Saisonhälfte Spitzenreiter aller drei Meisterschaften
Renè Rast ist Halbzeitmeister
Foto: Jenbs Hawrda

Audi hat bei der mit Spannung erwarteten DTM-Premiere auf der berühmten Motorrad-Rennstrecke in Assen ein weiteres Doppelpodium erzielt und behauptet zur Halbzeit der Saison 2019 die Führung in allen drei Meisterschaften.

Mit 18 von 27 möglichen Podiumsplatzierungen ist Audi mit dem neuen RS 5 DTM ein eindrucksvoller Start in die Turbo-Ära der DTM gelungen. Nach der ersten Saisonhälfte liegen mit René Rast (145 Punkte) und Nico Müller (121) zwei Audi-Piloten an der Tabellenspitze. Beide vergrößerten am Samstag mit starken Leistungen bei schwierigen Bedingungen ihren Vorsprung auf den drittplatzierten BMW-Fahrer Philipp Eng. In der Herstellerwertung führt Audi mit 508 Punkten klar vor BMW (388). In der Teamwertung liegen mit dem Audi Sport Team Rosberg und dem Audi Sport Team Abt Sportsline zwei Audi-Teams vorn. 

Starker Regen machte das erste DTM-Rennen in der „Cathedral of Speed“ vor allem in der Anfangsphase zu einer tückischen Angelegenheit. „Wir hatten an vielen Stellen Aquaplaning. Es war schwierig, das Auto auf der Strecke zu halten“, sagte Nico Müller, der sich in den ersten zehn Runden vom sechsten Startplatz auf Position drei nach vorn kämpfte. „Dabei habe ich etwas zu viel Zeit auf die Führenden verloren.“

Müller wechselte erst kurz vor Rennende die Reifen und behauptete beim Boxenstopp den ersten Platz vor Marco Wittmann (BMW) und René Rast, die sich vom Start weg ein Duell um die Führung geliefert hatten. „Leider hat es etwas länger als erhofft gedauert, die kalten neuen Regenreifen zum Arbeiten zu bringen, deshalb ist Marco an mir vorbeigekommen“, sagte Müller. „Er hat heute verdient gewonnen.“

„Der Zweikampf mit Marco hat natürlich viel Zeit gekostet, deshalb kam Nico vor uns auf die Strecke zurück“, sagte Rast, der hinter Wittmann und Müller Dritter wurde. „Es war alles andere als ein perfektes Rennen. Trotzdem ist ein Podium dabei herausgesprungen und ich führe weiter in der Meisterschaft. Morgen greifen wir neu an.“

Drittbester Audi-Pilot im Samstagsrennen war Jonathan Aberdein vom Kundenteam WRT Team Audi Sport auf Platz sechs. Jamie Green kämpfte sich nach einem schwierigen Qualifying vom zwölften Startplatz auf den siebten Platz nach vorn. Mit Loïc Duval und Mike Rockenfeller auf den Plätzen acht und neun kamen auch die beiden Fahrer des Audi Sport Team Phoenix und damit insgesamt sechs Audi RS 5 DTM in die Punkteränge.

Äußerst unglücklich verlief am Samstag das Heimspiel von Robin Frijns. Nach einem Leck am Öltank im Qualifying musste der Niederländer vom letzten Startplatz aus ins Rennen gehen. Frijns lag schon wieder in den Punkterängen, ehe er sich bei einem Dreher das Heck beschädigte und ausschied.

„Das war ein sehr spannendes Rennen“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Bei den nassen Bedingungen wusste vorher keiner, was passieren würde. Aber fast alle Fahrer waren kontrolliert unterwegs. Mit Nico und René haben zwei unserer Piloten um den Sieg gekämpft. Es war sehr knapp und hat am Ende nicht ganz gereicht, aber auch die Plätze zwei und drei sind ein gutes Ergebnis für Audi.“