Mittwoch, 17. Juli 2019

Die DTM erstmals zu Gast in der „Cathedral of Speed“

  • Debüt: Am kommenden Wochenende fährt die DTM im niederländischen Assen
  • Volles Programm: W Series, Porsche Carrera Cup Benelux, Lotus Cup Europe, BOSS GP sorgen für Rennaction
  • Mutprobe namens „Ram Hoek“: Mit 265 km/h durch die schnellste Kurve der DTM
Foto: Jens Hawrda

Öfter mal was Neues: Nachdem die DTM im vergangenen Jahr zum ersten Mal auf dem Grand-Prix-Kurs von Brands Hatch (GBR) sowie auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli (ITA) Rennen austrug, gastiert Europas beliebteste Tourenwagen-Rennserie am kommenden Wochenende (19.–21. Juli) zum ersten Mal auf dem legendären TT Circuit im niederländischen Assen, wenn die Saisonläufe neun und zehn auf dem Programm stehen.

Auf dem 4,542 Kilometer langen Kurs sind üblicherweise Motorräder zuhause. So ist Assen seit 1949 ununterbrochen jedes Jahr Gastgeber der Motorrad-Weltmeisterschaft. Die DTM-Fahrer erwartet in Assen zur Saisonhalbzeit demnach eine besondere Rennstrecke mit flachen Randsteinen sowie vielen schnellen, leicht überhöhten Kurven.

Vier Mal Kurvengeschwindigkeiten von mehr als 200 km/h

In Motorrad-Kreisen wird Assen deshalb auch ehrfurchtsvoll die „Cathedral of Speed“ genannt. Ein passender Name, auch für die DTM. Denn die über 600 PS starken DTM-Fahrzeuge des Jahrgangs 2019, das haben Simulationen ergeben, werden in vier Kurven Geschwindigkeiten von mehr als 200 km/h erreichen.

Zu den Favoriten in Assen gehört unter anderem Audi-Werksfahrer René Rast (GER). Der DTM-Champion von 2017 baute seine Führung (127 Punkte) in der Gesamtwertung dank eines Sieges und eines siebten Platzes am vergangenen Rennwochenende auf dem Nürnberger Norisring weiter aus. Bester Pilot aus dem Hause BMW ist derzeit Philipp Eng (AUT), der mit 101 Zählern Dritter der Gesamtwertung ist. Daniel Juncadella (ESP) unterstrich mit zwei Top-Ten-Resultaten am Norisring den Aufwärtstrend des neuen Aston-Martin-Teams R-Motorsport.

Laut. Nah. Dran.

Spektakuläre Rennen verspricht am Wochenende aber nicht nur die DTM. So trägt die W Series – die neue Formel-Rennserie für Frauen – in Assen erstmals zwei Rennen an einem Wochenende aus, wobei für den Lauf am Sonntag keine Meisterschaftspunkte vergeben werden. Für reichlich Rennaction sorgen zudem der Porsche Carrera Cup Benelux, der Lotus Cup Europe sowie die spektakulären – und wunderbar lauten – Formel 1- und GP2-Fahrzeuge der BOSS GP.

Apropos laut: Bei der DTM-Premiere in Assen wird Fedde Le Grand am Samstagabend ein Heimspiel feiern. Der House-DJ und Produzent aus Utrecht feiert seit vielen Jahren regelmäßig Erfolge mit eigenen Kompositionen, darunter der Hit „Put Your Hands Up for Detroit“, der 2006 den ersten Platz der britischen Charts belegte. Superstars wie beispielsweise Madonna, Coldplay, Michael Jackson und Fatboy Slim haben Remix-Versionen ihrer Hits von Fedde Le Grand veröffentlicht. Zu dem Konzert (Beginn: 17:45 Uhr) haben alle Inhaber eines am Samstag gültigen Tribünentickets freien Eintritt.

Dienstag, 16. Juli 2019

Vizetitel und Finalsieg für Audi in der Formel E

  • Audi Sport ABT Schaeffler Zweiter der Teammeisterschaft
  • Lucas di Grassi im Audi e-tron FE05 Dritter der Fahrermeisterschaft
  • Robin Frijns vom Kundenteam Envision Virgin Racing gewinnt letztes Rennen
Daniel Abt
Foto: Audi-Motorsport / Michael Kunkel

Audi hat die Formel E bis zur letzten Runde spannend gemacht. Das Team Audi Sport ABT Schaeffler sicherte sich beim Finale in New York die Vizemeisterschaft in der Elektrorennserie. Audi-Pilot Lucas di Grassi beendete die Saison 2018/2019 auf dem dritten Platz der Fahrermeisterschaft. Das letzte Rennen gewann Robin Frijns im Audi e-tron FE05 des Kundenteams Envision Virgin Racing, das Platz drei in der Teamwertung holte.

Die erste Saison mit den neuen Gen2-Rennwagen war voller Spannung, Dramatik und Abwechslung. In 13 Rennen auf fünf Kontinenten gab es neun verschiedene Sieger von acht Teams. Zehn verschiedene Piloten standen auf der Pole-Position. Vor dem letzten Rennen in New York hatten noch vier Fahrer und drei Teams Titelchancen.

Mit fünf Siegen ist der Audi e-tron FE05 der erfolgreichste Formel-E-Rennwagen der Saison. Zehn Podiums, eine Pole-Position und acht Zusatzpunkte für die schnellste Rennrunde gehen auf das Konto des FE05, dessen größte Stärke sein effizienter Antrieb war.

Dem Team Audi Sport ABT Schaeffler wäre es am Finalwochenende beinahe gelungen, sich wie im Vorjahr im Endspurt noch die Teamwertung zu sichern. 24 Punkte holten Daniel Abt und Lucas di Grassi in den beiden Rennen in New York auf DS Techeetah auf. Am Ende fehlten nur 19 Punkte zur erfolgreichen Titelverteidigung.

„Das ganze Team hat bis zuletzt gekämpft und alles gegeben“, sagte Teamchef Allan McNish. „Es war unheimlich knapp. Wir haben DS Techeetah wie im vergangenen Jahr im Finale viele Punkte abgenommen, aber dieses Mal hat es nicht ganz zum Teamtitel gereicht. Ich bin trotzdem stolz auf das Team, das so viel harte Arbeit, Energie und Entschlossenheit in diese Saison gesteckt hat. Diese Entschlossenheit nehmen wir mit in Saison sechs. Wir freuen uns schon jetzt auf das erste Rennen im November.“

Audi-Motorsportchef Dieter Gass: „Es war eine aufregende Saison mit Höhen und Tiefen für jeden. Wir haben im letzten Rennen noch um beide Meisterschaften gekämpft und es ging bis zur Ziellinie. Für das Werksteam ist das letzte Rennen nicht ganz nach Wunsch verlaufen. Aber unser Kundenteam Envision Virgin Racing hat es geschafft, das Rennen zu gewinnen. Damit sind sie hinter uns auf Platz drei der Teammeisterschaft. Das ist ein sehr gutes Ergebnis für Audi.“

Audi Sport ABT Schaeffler ist bisher in jeder Saison unter die besten drei der Gesamtwertung gekommen. Dasselbe gilt für Lucas di Grassi, der sich nach dem Meistertitel in der Saison 2016/2017 und zwei Vizemeisterschaften zum zweiten Mal den dritten Platz in der Fahrerwertung der Elektrorennserie sicherte. 

Im letzten Rennen kämpfte sich der Brasilianer vom elften Startplatz auf Rang sieben nach vorn, ehe er kurz vor dem Ziel von Jaguar-Pilot Mitch Evans in die Mauer gedrückt wurde und aufgeben musste. „Der Unfall hat zum Glück nichts am Ergebnis in der Meisterschaft geändert“, sagte der zweifache Saisonsieger. „Ich bin stolz, im fünften Jahr in Folge in die Top Drei gekommen zu sein. Danke an Audi, ABT und Schaeffler für ein so tolles Team.“

Daniel Abt schaffte es in New York an beiden Tagen im Qualifying in die Super Pole der schnellsten sechs. Er holte beide Male den Zusatzpunkt für die schnellste Runde und im Rennen am Sonntag den fünften Platz. „Mehr war heute nicht möglich“, sagte Abt. „Es war ein gutes Ende einer harten Saison. Natürlich wollten wir die Teamwertung gewinnen, aber in einer so stark umkämpften Meisterschaft Zweiter zu werden, darauf kann jeder im Team stolz sein.“

Robin Frijns vom Kundenteam Envision Virgin Racing feierte in New York seinen zweiten Sieg in der Formel E. Der Niederländer überholte den von der Pole-Position gestarteten BMW von Alexander Sims mit einem spektakulären Manöver in Turn 1 und fuhr anschließend einen überlegenen Sieg heraus. Teamkollege Sam Bird komplettierte das starke Ergebnis mit Platz vier.

BMW i Andretti Motorsport beendet erste Formel-E-Saison mit hervorragendem Ergebnis - erstes Podium für Sims

BMW i Andretti Motorsport hat die ABB FIA Formel E Meisterschaft 2018/19 mit einem weiteren Podiumserfolg abgeschlossen. Am Steuer des # 27 BMW iFE.18 sicherte sich Alexander Sims (GBR) nach dem Start von der Pole Position den zweiten Platz im New Yorker E-Prix. Nach dem 13. und letzten Rennen der Saison stand Sims zum ersten Mal in seiner Formel-E-Karriere auf dem Podium. Er konnte den ersten Platz bis zur 18. Runde verteidigen, bevor er die Führung an den späteren Sieger Robin Frijns (NED, Virgin) abgab. António Félix da Costa (POR) erreichte im zweiten BMW iFE.18 den neunten Platz.
 

Platz zwei für Alexander Sims bei  E-Prix New York
Foto: BMW-Motorsport
Zusammen mit dem vierten Platz am Samstag ermöglichte dieses Ergebnis Sims einen weiteren Sprung nach vorne in der Fahrerwertung und er beendete die Saison mit 57 Punkten auf dem 13. Platz. Félix da Costa erreichte mit 99 Punkten den sechsten Platz in der Gesamtwertung. Der Titel ging an den Techeetah-Piloten Jean-Éric Vergne (FRA). BMW i Andretti Motorsport sicherte sich mit 156 Punkten den fünften Platz in der Teamwertung.
Das Team kann nach einem Sieg, zwei Pole-Positionen und insgesamt fünf Podestplätzen auf eine erfolgreiche Debütsaison in der Formel E zurückblicken. Félix da Costa begann mit einem Sieg beim Auftakt in Ad Diriyah (KSA). Der Portugiese folgte mit Podestplätzen in Mexiko-Stadt (MEX), Sanya (CHN) und am Samstag in New York (USA). Nachdem Sims bereits zwei vierte Plätze belegt hatte, machte er das Finale am Sonntag mit seiner Pole Position und dem zweiten Platz zu seinem erfolgreichsten Formel-E-Renntag.

Alexander Sims:
„Es fühlt sich fantastisch an, auf dem Podium zu stehen, da ich gerade einige verpasst hatte Zeiten in der Vergangenheit. Natürlich hätte ich gerne von der Pole Position gewonnen. Trotzdem bin ich mit dem Gesamtergebnis sehr zufrieden. Das Finale als Vierter und Zweiter zu beenden, ist eine große Anstrengung. Ich habe in dieser Saison so viel gelernt und es gab viele Höhen und Tiefen. Vor diesem Hintergrund freue ich mich sehr, dass wir nach so einem Rennen in die Sommerpause starten. “

António Félix da Costa:
„Es war heute wirklich nicht einfach, aus der Mitte aufzusteigen der Packung. Wir haben es jedoch geschafft, den neunten Platz zu erreichen. Genau wie gestern erzielten beide Fahrer einige Punkte für das Team. Es ist eine Schande, dass wir kein drittes Rennen haben, da wir hier in New York sehr gut gefahren sind. Ich habe die Saison als Sechster in der Fahrerwertung beendet. Wir waren die ganze Saison in der Spitzengruppe und der Gewinn des ersten Rennens bleibt natürlich der Höhepunkt. Ich denke, wir hatten insgesamt eine gute Saison. “

Formel-E-Thriller: Audi Sport ABT Schaeffler und Lucas di Grassi weiter mit Titelchancen

  • Entscheidung in beiden Meisterschaften erst im letzten Rennen
  • Erstes Rennen in New York voller Spannung und Dramatik

Lucas di Grassi
Foto: Audi-Motorsport / Michael Kunkel

Nach dem ersten der beiden Finalrennen der Formel E in New York (USA) hat das Team Audi Sport ABT Schaeffler weiter die Chance auf den Gewinn beider Titel. Audi-Pilot Lucas di Grassi ist einer von vier Fahrern, die sich im letzten Rennen am Sonntag (Start um 16 Uhr Ortszeit/22 Uhr MESZ) noch den Titel sichern können. In der Teamwertung hat Audi Sport ABT Schaeffler den Rückstand auf DS Techeetah auf 24 Punkte reduziert.


Während Tabellenführer Jean-Eric Vergne und DS Techeetah im dramatischen ersten Rennen am Samstag bei glühender Hitze ohne Punkte blieben, kamen Lucas di Grassi und Daniel Abt mit ihren beiden Audi e-tron FE05 auf den Plätzen fünf und sechs ins Ziel. Di Grassi glänzte von Startplatz 14 einmal mehr mit einer Aufholjagd. Abt kämpfte nach einer starken Leistung im Qualifying von Anfang an um den Sieg, verlor bei einem harten Kampf um Platz zwei aber mehrere Positionen. 

„Ich bin selten sprachlos, aber heute bin ich es“, sagte Teamchef Allan McNish. „In diesem Rennen ist derart viel passiert. Wir konnten nie sicher sein, ob es für uns gut oder schlecht ausgehen würde. Während DS Techeetah beide Autos durch Unfälle verloren hat, sind unsere beiden Fahrer stark gefahren. Das heißt, wir sind weiter im Titelkampf und nehmen viel frische Energie mit in das morgige Finale.“

„Mein Auto wurde gleich nach dem Start durch Kollisionen vor und hinter mir stark beschädigt und war unheimlich schwierig zu fahren“, sagte Lucas di Grassi. „Ich bin trotzdem ins Ziel gekommen und die Meisterschaft ist weiter offen. Wir werden auch morgen kämpfen und alles geben.“

„Natürlich bin ich etwas enttäuscht, denn heute war das Podium möglich“, sagte Daniel Abt. „Bis zum Safety-Car lief es super. Der ganze Schlamassel begann, als mich Alexander Sims abgedrängt hat und ich dann auch noch einen heftigen Schlag von Mitch Evans bekommen habe. Das war heute etwas wie Autoscooter da draußen. Aber wir wissen nun, dass wir hier superschnell sind. Wir werden uns auf unsere Stärken fokussieren und morgen neu angreifen.“

Donnerstag, 11. Juli 2019

Daniel Abt startet weiter für Audi in der Formel E

  • Erfolgreichster deutscher Formel-E-Fahrer bleibt Audi treu
  • Audi bestätigt Teamkollegen von Lucas di Grassi für Saison sechs
  • Finale der Formel E an diesem Wochenende (13./14. Juli) in New York

Daniel Abt startet auch in der kommenden Saison für Audi in der Forme-E
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 
Noch vor dem Finale der aktuellen Saison stellt Audi die Weichen für seine Zukunft in der Formel E: Daniel Abt wird auch in der kommenden Saison mit Lucas di Grassi für das Team Audi Sport ABT Schaeffler in der rein elektrischen Rennserie an den Start gehen. Es ist die einzige Paarung, die seit Gründung der Serie 2014 Bestand hat.

Mit 40 Podiumsplätzen und 1.027 Punkten bilden Abt und di Grassi das erfolgreichste Duo in der Formel E. Seit dem Debüt der Serie im September 2014 haben sie 56 Rennen Seite an Seite bestritten und dabei in der vergangenen Saison den Titel in der Teamwertung gefeiert. Jetzt ist klar: Wenn die Formel E Ende November in Ad Diriyah in ihre sechste Saison geht, ist das deutsch-brasilianische Duo erneut im Zeichen der Vier Ringe am Start.

„Mit acht Titelkandidaten vor dem Finalwochenende erleben wir gerade die spannendste Saison der Formel E und wir erwarten, dass sich der Wettbewerb mit dem Einstieg von Mercedes und Porsche noch weiter verschärft“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Mit der frühen Bestätigung unserer beiden Fahrer wollen wir auch ein klares Zeichen in Richtung Konkurrenz setzen: Wir werden optimal vorbereitet sein und nehmen die Herausforderung gern an. Dazu gehört neben der akribischen Entwicklung und Erprobung des neuen Autos auch das klare Bekenntnis zu unseren beiden Fahrern.“

Schon vor den beiden Finalrennen in New York City, in denen sich sowohl die Fahrer- als auch die Teammeisterschaft entscheiden wird, blickt Audi Sport ABT Schaeffler auf eine erfolgreiche Saison zurück: Daniel Abt und Lucas di Grassi punkteten als einziges Team in zehn von elf Rennen, holten dabei zwei Siege und drei weitere Podiumsplätze.

„Wir haben für New York noch große Ziele. Deshalb ist es umso schöner, die beiden letzten Rennen und danach die Vorbereitung auf die neue Saison mit so einer Bestätigung und positiven Gedanken anzugehen“, sagt Daniel Abt, der zum ersten Mal mit – wenn auch recht theoretischen – Titelchancen zu einem Finalwochenende kommt. „Ich habe mich noch nie so wohl in einem Team und einer Serie gefühlt wie bei Audi in der Formel E. Ich bin stolz auf das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird, und werde alles tun, um mich mit Leistung dafür zu bedanken.“

Audi Sport ABT Schaeffler belegte in den vergangenen Jahren einmal den dritten, zweimal den zweiten und einmal den ersten Platz in der Teamwertung. Jetzt kommt die Mannschaft mit 43 Zählern Rückstand auf dem zweiten Platz zum Finale. Saison-3-Champion Lucas di Grassi liegt mit 32 Punkten Rückstand auf Platz zwei der Fahrerwertung ebenfalls noch in Schlagweite.