Sonntag, 7. Juli 2019

Deshalb verloren Duval, Rockenfeller und Eng ihre Startplätze im ersten Rennen

Foto: Jens Hawrda
Weil das Audi Sport Team Phoenix an beiden Audi RS 5 DTM unter Parc-Fermé-Bestimmungen arbeitete, wurden Loïc Duval und Mike Rockenfeller aus der Wertung des ersten Qualifyings genommen. Sie verloren die Startplätze drei und acht und mussten Renen 1 vom Ende des Feldes antreten.

Philipp Eng wurde von den Sportkommissaren wegen einer Blockade gegenüber Mike Rockenfeller für schuldig gesprochen und muste deswegen statt von der zweiten von der fünften Startposition ins Rennen gehen. 

Anders als Duval (ursprünglich Dritter) darf Eng seine zwei Zusatzzähler für Rang zwei behalten. Duval, der eigentlich einen Punkt herausgefahren hat, verliert diesen wegen des Wertungsausschlusses jedoch an Bruno Spengler.

Samstag, 6. Juli 2019

From Zero to Hero: Rast siegt beim Audi-Heimspiel

  • Dritter Saisonsieg für René Rast mit fast 35 Sekunden Vorsprung
  • Pole-Position, Streckenrekorde und Platz zwei für Nico Müller
  • Loïc Duval fährt aus der letzten Startreihe auf Rang vier

Renè Rast siegt am Norisring überlegen
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Großer Tag für Audi beim Heimspiel in Nürnberg: René Rast gewann auf dem Norisring vor ausverkauften Tribünen das Samstagsrennen der DTM mit einem Vorsprung von fast 35 Sekunden, obwohl er am Start auf den letzten Platz zurückgefallen war. Der Trainingsschnellste Nico Müller schnappte sich in der letzten Runde noch Platz zwei und machte so einen Audi-Doppelsieg perfekt. Loïc Duval komplettierte die starke Vorstellung des neuen Audi RS 5 DTM mit Platz vier.

René Rast vom Audi Sport Team Rosberg erlebte auf dem Weg zu seinem dritten Saisonsieg und dem insgesamt 13. Sieg seiner DTM-Karriere ein Wechselbad der Gefühle. Am Start blieb der DTM-Champion des Jahres 2017 stehen. Rast musste den Motor neu starten und fiel auf den letzten Platz zurück. Als sich eine Safety-Car-Phase abzeichnete, reagierte sein Team blitzschnell und holte Rast nach nur drei Runden zum Reifenwechsel an die Boxen. Nach kurzer Zeit hatte er alle Konkurrenten überholt und im Ziel einen Vorsprung von fast 35 Sekunden.

„Das war ein verrücktes Rennen“, sagte Rast. „Natürlich hatten wir mit dem Safety-Car etwas Glück. Aber wir waren heute sehr schnell und wären auch so vorne mitgefahren. Nur das mit dem Start muss ich noch etwas üben. Ich habe die Kupplung zu schnell kommen lassen und den Motor abgewürgt. Auch im Qualifying müssen wir morgen besser werden.“ Rast musste sich mit Startplatz drei begnügen, nachdem er mit dem zweiten Reifensatz im Verkehr hängen geblieben war. Nico Müller vom Audi Sport Team Abt Sportsline sicherte sich dagegen die drei Zusatzpunkte für die Pole-Position. Seine Zeit von 46,337 Sekunden ist die schnellste auf der aktuellen Streckenvariante jemals gefahrene Runde – ein klares Indiz für die Leistungsfähigkeit der neuen Class-1-Rennwagen und des neuen Audi RS 5 DTM mit einem mehr als 610 PS starken Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotor.

Im Rennen gelang Müller ein neuer Rundenrekord. Der Schweizer erwischte einen perfekten Start und setzte sich mühelos von den Verfolgern ab, wurde dann aber ein Opfer des Safety-Cars. Müller zählte zu jenen Fahrern, die ihren Boxenstopp noch nicht absolviert hatten, als das Safety-Car auf die Strecke ging. Nach seinem Reifenwechsel in Runde 30 kam der Audi-Pilot als Siebter wieder auf die Strecke, überholte auf den frischeren Reifen einen Konkurrenten nach dem anderen und schnappte sich mit einem Überraschungsangriff in der letzten Kurve auch noch den bis dahin zweitplatzierten BMW von Joel Eriksson.

„Das war mir persönlich besonders wichtig, weil ich in Zolder praktisch das ganze Rennen hinter ihm hing und einfach nicht vorbeikam“, sagte Müller. „Nach dem Safety-Car habe ich nicht mehr damit gerechnet, noch aufs Podium zu kommen, weil viele Autos schon ihren Boxenstopp absolviert hatten. Ich bin stolz auf mein Team, dass wir es trotzdem geschafft haben. Wir haben heute alles richtig gemacht.“

Für Audi war es der insgesamt sechste DTM-Sieg auf dem Norisring. Zuletzt hatte 2016 Nico Müller das Audi-Heimspiel auf dem Norisring gewonnen. „Wir haben uns ausgerechnet vor unseren Fans und Mitarbeitern traditionell immer ziemlich schwergetan“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Wir haben gehofft, dass sich das mit dem neuen Audi RS 5 DTM ändert. René war heute unglaublich schnell. Er ist am Ende trotz des frühen Boxenstopps auf den alten Reifen noch konstant schnelle Zeiten gefahren. Auch Nicos Rennen war vom Start bis zur Zielflagge perfekt. Er hatte etwas Pech mit dem Safety-Car, hat sich aber wieder zurückgekämpft. Loïcs Aufholjagd aus der letzten Startreihe auf Platz vier war ebenfalls eindrucksvoll. Es ist ein fantastisches Ergebnis für uns und ein toller Einstand für Hildegard Wortmann, die seit Montag neuer Vorstand für Vertrieb und Marketing ist und heute an der Box mitgefiebert hat.“

Ohne Punkte blieben am Samstag Jamie Green, Mike Rockenfeller und Robin Frijns. Green kam auf Platz elf ins Ziel, nachdem er sich bei einer Kollision die Frontpartie seines Audi RS 5 DTM beschädigt hatte. Rockenfeller und Frijns mussten mit Defekten im Bereich der Ladeluftzufuhr aufgeben.

DTM: René Rast siegt souverän am Norisring

  • Champion von 2017 holt zum ersten Mal Punkte in Nürnberg – und triumphiert deutlich
  • Aston Martin glänzt mit Daniel Juncadella – Rang sechs
  • Müller-Eriksson-Show bis zur letzten Kurve 

Renè Rast besigt den Fluch vom Norisring
Foto: dtm.com
Start suboptimal, Aufholjagd brillant: René Rast (GER) hat am Norisring mit einer bravourösen Strategie seinen dritten Saisonsieg gefeiert. Im Samstagsrennen der DTM auf dem Stadtkurs in Nürnberg fiel der DTM-Champion von 2017 am Start von Position drei mit einem abgewürgten Motor ganz ans Ende des Feldes zurück, nutzte eine frühe Safety-Car-Phase allerdings geschickt für ein kluges taktisches Manöver, das ihn an die Spitze brachte. Für Furore sorgte auch DTM-Neuling Aston Martin. Daniel Juncadella (ESP) fuhr in einem turbulenten, action-reichen Rennen zwischenzeitlich auf der vierten Position – beendete Lauf eins des Wochenendes auf Platz sechs. 

Um die Podiumsplätze kämpften derweil Nico Müller (SUI, Audi) und Joel Eriksson (SWE, BMW). Die Reihenfolge entschied sich nach einem rundenlangen und äußerst sehenswerten Kampf erst in der allerletzten Kurve, als Polesitter Müller sich am lange Zeit auf Platz zwei fahrenden Eriksson vorbeiquetschte. Rang vier ging an Loïc Duval (FRA, Audi), Fünfter wurde Bruno Spengler (CDN, BMW).

Fluch eindrucksvoll besiegt: erste Norisring-Punkte mit Triumph am Norisring

Die Geschichte des Tages schrieb René Rast. Vor dem ersten Durchgang auf dem Norisring zwischen Dutzendteich und Alpha-Kurve bisher noch ohne Punkte in seiner DTM-Karriere, besiegte Rast seinen Norisring-Fluch nachhaltig. Mit dem dritten Saisonsieg baute der Spitzenreiter der Gesamtwertung seine Führung in der in der Tabelle aus. Und das mit dem dominantesten Sieg in der Norisring-DTM-Geschichte: 34,4 Sekunden betrug sein Vorsprung im Ziel. 2014 hatte Robert Wickens (CDN, Mercedes-Benz) Jamie Green (GBR, Audi) mit 23,906 Sekunden Vorsprung besiegt.

Stimmen – 1. Rennen, Norisring

René Rast, Sieger
„Trotz des schlechten Starts haben wir heute kühlen Kopf bewahrt und die frühe Safety-Car-Phase gut genutzt. Wir hatten eine gute Pace und konnten das Rennen dann von vorn diktieren. Das Auto war von vorn bis hinten perfekt, ein richtig großes Dankeschön an mein Team. Alles in allem: Unvermögen von mir am Start, aber Glück mit dem Safety-Car.“ 

Nico Müller, 2. Platz
„Von der Safety-Car-Phase war ich natürlich nicht begeistert. Ich hatte einen guten Start, alles lief super – doch die Neutralisation hat alles zunichte gemacht. Wir haben dann versucht, mit der Strategie das Maximum herauszuholen. Am Ende war es mir super wichtig, Joel Eriksson noch zu überholen. Das ist mir gelungen und das war mein persönliches Highlight des Tages.“ 

Joel Eriksson, 3. Platz
„Am Start habe ich einige Treffer bekommen – wie am Norisring üblich, ging es gut zur Sache. Nach dem Re-Start hatte ich nach vorn und hinten etwas Luft und bin mein eigenes Rennen gefahren. Am Ende habe ich den Kampf mit Nico Müller sehr genossen – das ist immer fair. Ich bin nicht allzu enttäuscht, Platz zwei kurz vor dem Ziel verloren zu haben. Dann gibt’s eben Revanche im Rennen morgen.“ 


Ergebnis – 1. Rennen, Norisring

01. René Rast (GER), Audi, 69 Runden in 57.31,554 Minuten
02. Nico Müller (SUI), Audi, + 34,498 Sek.
03. Joel Eriksson (SWE), BMW, + 34,692 Sek.
04. Loïc Duval (FRA), Audi, + 39,521 Sek.
05. Bruno Spengler (CAN), BMW, + 42,111 Sek.
06. Daniel Juncadella (ESP), Aston Martin, + 43,581 Sek.
07. Philipp Eng (AUT), BMW, + 45,357 Sek.
08. Marco Wittmann (GER), BMW, + 48,526 Sek.
09. Jake Dennis (GBR), Aston Martin, - 1 Rd.
10. Ferdinand von Habsburg (AUT), Aston Martin, - 1 Rd.

DTM Norisring - Qualifying 1: Pole für Nico Müller

Nico Müller (Audi) holt Startplatz 1 fürs heutige Rennen am Norisring
Foto: Jens Hawrda
Die Pole für das erste Rennen am Norisring am heutigen Samstag holt sich Nico Müller (Audi) vor Philipp Eng (BMW) und Loic Duval (Audi).

In die Top-Ten schaffen es nach dem Qualifying 6 Audi Piloten und 4 BMW-Fahrer. Auf Platz vier qualifizierte sich Bruno Spengler im BMW vor Renè Rast (Audi). Von Startplatz 6 geht Joel Eriksson (BMW) vor Markenkollege Marco Wittman ins Rennen. Auf Startplatz acht folgt Mike Rockenfeller im Audi vor J. Aberdein und Jamie Green (alle Audi).

Als bester Aston Martin Pilot qualifiziert sich Daniel Juncadella auf Startplatz 13.

Das heutige Samstagsrennen startet um 13.30 Uhr.

Freitag, 5. Juli 2019

DTM: Zweites Freies Training Norisring

Loic Duval (Audi  #28) Schnellster im zweiten Freien Training
Foto: dtm.com
Nachdem im ersten Freien Training heute Mittag Audi noch dominierte, zeigt das zweite Freie Training am Nachmittag ein ausgeglicheneres Bild. Zwar belegen mit Loic Duval und Mike Rockenfeller wieder zwei Audi die ersten beiden Plätze, aber danach folgen mir Bruno Spengler und Philipp Eng zwei BMW-Piloten.

Danach folgen auf Platz fünf und sechs wieder zwei Audi mit Nico Müller und Rene Rast vor drei weiteren BMW-Piloten mit Timo Glock, Joel Erikson und Marco Wittmann. Den letzten Platz in den Top-Ten belegt Robin Frijns im Audi.

Im Gegensatz zu heute Mittag hat Aston Martin mehr Probleme den Anschluss zu halten ihr bester Pilot ist Daniel Juncadella auf Platz 14.