Montag, 1. Juli 2019

DTM verlängert Partnerschaft mit Hankook bis 2023

  • Vertrag zwischen ITR und Hankook Tire vorzeitig um vier Jahre verlängert 
  • Premiummarke bereits seit 2011 exklusiver Reifenausrüster
  • Berger: „Ausdruck einer vertrauensvollen Zusammenarbeit“
Hankook Ventus Race
Foto: dtm.com

Die DTM fährt auch in den nächsten vier Jahren exklusiv mit Reifen von Hankook. Die DTM-Dachorganisation ITR und Hankook Tire haben ihre erfolgreiche Partnerschaft vorzeitig bis 2023 verlängert. Der Premium-Reifenhersteller ist seit 2011 offizieller Partner und exklusiver Ausrüster der internationalen Tourenwagen-Rennserie. 

In der DTM treten 2019 die beiden Premiumhersteller Audi und BMW sowie der Luxus-Sportwagenhersteller Aston Martin gegeneinander an. Seit 2000 kommen in der Rennserie Einheitsreifen zum Einsatz. Mit dem neuen Vertrag steht Hankook für die längste Reifenpartnerschaft in der mehr als 30jährigen Geschichte der DTM.

Gerhard Berger lobt professionelle Zusammenarbeit   

„Die DTM fordert höchste Standards in Sachen Technologie und Qualität von ihren technischen Partnern“, sagt Gerhard Berger, Vorsitzender der ITR, und ergänzt: „Insbesondere in dieser Saison sind die Belastungen für die Reifen durch die neuen, mehr als 600 PS starken Turbomotoren noch ein Stück gestiegen. Die Hankook-Rennreifen sind stets allen Anforderungen gerecht geworden und haben hohes Leistungspotenzial bewiesen. Die vorzeitige Verlängerung unserer etablierten Partnerschaft ist Ausdruck einer vertrauensvollen und professionellen Zusammenarbeit.“   

Auch Achim Kostron, Geschäftsführer der ITR GmbH, würdigt die langjährige Partnerschaft. „Wir freuen uns, dass Hankook gemeinsam mit uns die geplante Internationalisierung und das Wachstum der DTM vorantreiben möchte“, sagt Kostron und ergänzt: „Dass Hankook als ein Global Player und Erstausrüster von Premium-Automobilherstellern in unserer Rennserie derart langfristig präsent ist unterstreicht den Stellenwert der DTM als Technologie- und Marketingplattform.“ 

Hankook-Präsenz in der DTM: Technologie und Marketing

Der neue Vertrag sieht vor, dass Hankook auch künftig nicht nur die DTM-Fahrzeuge mit Reifen ausrüsten sowie durch seine Ingenieure technischen Unterstützung vor Ort bei den Rennveranstaltungen geben wird. Zudem wird die Marke mit Werbebanden entlang der Rennstrecke, einer Ausstellungsfläche im Fan Village sowie mit weiteren Marketingmaßnahmen die Partnerschaft aktivieren.

„Wir freuen uns, dass wir erneut zum offiziellen Exklusiv-Ausrüster für die wohl populärste internationale Tourenwagen-Rennserie ausgewählt worden sind“, sagt Hyun Bum Cho, Präsident & CEO von Hankook Tire. „Die DTM bietet uns mit ihrer internationalen Plattform die Möglichkeit, unser etabliertes, technologisches Know-how kontinuierlich unter Beweis zu stellen und unsere globale Präsenz im Motorsport fortlaufend zu stärken.“     

Nächster Einsatz auf dem Traditionskurs Norisring

Die nächste DTM-Veranstaltung wird vom 5. bis 7. Juli am Norisring ausgetragen. Bei dem Traditionsrennen auf dem Stadtkurs werden die Saisonläufe sieben und acht ausgetragen. Tickets für das Rennwochenende gibt es über die offizielle Website DTM.com/tickets und die DTM-Ticket-Hotline 0180 6 386386 (0,20€/Anruf inkl. MwSt aus dem deutschen Festnetz, max. 0,60 €/Anruf inkl. MwSt. aus dem deutschen Mobilfunknetz) montags bis freitags sowie am Veranstaltungswochenende samstags und sonntags jeweils von 8.00 bis 18.00 Uhr. SAT.1 berichtet am Samstag und Sonntag jeweils ab 13.00 Uhr live aus Nürnberg. SPORT1 zeigt am Sonntagabend ab 22.30 Uhr die Höhepunkte des DTM-Wochenendes.

Turbo-Power und Hochleistungsbremsen: Heimspiel für Audi in Nürnberg

  • Tabellenführer René Rast mit ungewöhnlicher Norisring-Bilanz und neuem Design
  • Rekordsieger Jamie Green nach Blinddarm-Operation wieder fit
  • Audi-Motorsportchef Dieter Gass: „Norisring ist ein absolutes Highlight“
Bisher konnte Renè Rast am Norisring noch nie punkten, das will er dieses Jahr ändern
Copyright: Audi Communications Motorsport / Malte Christians 

Am Wochenende (6./7. Juli) blickt die Motorsport-Welt gespannt nach Nürnberg: Zum ersten Mal starten die neuen Class-1-Rennwagen der DTM mit ihren mehr als 610 PS starken Vierzylinder-Turbomotoren auf einem Stadtkurs.

„Der Norisring war schon immer ein absolutes Highlight im DTM-Kalender“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „In diesem Jahr dürfen sich die Zuschauer aber auf ein ganz besonderes Spektakel freuen. Die neuen Autos sind stärker und schneller. Wir erwarten Rundenrekorde, über 270 km/h Topspeed und dadurch natürlich eine noch extremere Belastung für die Bremsen. Durch die höheren Geschwindigkeiten werden die Bremswege länger, die Bremsen dadurch heißer.“

Bereits im vergangenen Jahr wurden die Bremssättel des Audi RS 5 DTM in Nürnberg zusätzlich mit Wasser gekühlt. In diesem Jahr kommen außerdem stärker durchlüftete Bremsscheiben zum Einsatz, die auch mit der zu erwartenden großen Hitze klarkommen.

„Die Strecke ist wegen der beiden Spitzkehren am Ende der schnellen Geraden superhart für die Bremsen“, sagt Audi-Pilot Nico Müller. „Im Rennen müssen wir mit den Bremsen haushalten. Es wird ein Härtetest nicht nur für uns Fahrer, sondern auch für das Material. Noch dazu hat die Strecke sehr viele Bodenwellen, die sich jedes Jahr verändern.“

Müller gewann 2016 auf dem 2,3 Kilometer kurzen Stadtkurs zwischen Dutzendteich und Max-Morlock-Stadion sein erstes DTM-Rennen. Auch im vergangenen Jahr war er in Nürnberg der erfolgreichste Audi-Pilot. Nach seinem Sieg in Misano Anfang Juni liegt der Schweizer auf dem dritten Tabellenrang und kann es kaum erwarten, erstmals mit einem Turboauto auf dem Norisring zu starten.

Mit dem neuen Audi RS 5 DTM setzt Audi Sport seine Erfolgsgeschichte in der DTM nahtlos fort. Mit drei Siegen und zwölf von achtzehn möglichen Podiumsplätzen ist die Bilanz des neuen Class-1-Rennwagens eindrucksvoll. Dank der starken Auftritte bei den ersten drei Veranstaltungen kommt Audi als Spitzenreiter aller drei Wertungen zum Norisring und möchte seine führende Position beim DTM-Heimspiel behaupten.

Mit René Rast (4), Nico Müller (3), Robin Frijns (2), Loïc Duval (1), Jamie Green (1) und Mike Rockenfeller (1) haben alle sechs Audi-Werksfahrer in diesem Jahr bereits Podiumsergebnisse erzielt. Alle sechs liegen vor dem Norisring in der Top Ten der Meisterschaft.

Spitzenreiter der Fahrerwertung ist René Rast, der in der DTM im Eiltempo von Rekord zu Rekord fährt. Nur auf dem Norisring hat der Champion des Jahres 2017 und amtierende Vizemeister bisher eine für ihn äußert ungewöhnliche Bilanz: Rast kam in Nürnberg bei vier Starts in der DTM noch nie in die Punkte. Ein zwölfter Platz ist sein bisher bestes Ergebnis auf dem Stadtkurs.

„Höchste Zeit, das zu ändern“, sagt der Audi-Pilot. „Vielleicht ist ja das Design meines Autos ein gutes Omen.“ Rast startet am Norisring und auch 14 Tage später in Assen mit einem Audi RS 5 DTM in den Farben des FC Bayern München. Mit dem Logo des Fußball-Rekordmeisters auf dem Dach wirbt der DTM-Star für den Audi Cup, der am 30. und 31. Juli in der Allianz Arena in München ausgetragen wird.

Rast selbst ist kein Fußballfan, wohl aber sein Teamkollege Jamie Green. Rechtzeitig vor dem Highlight-Rennen in Nürnberg, das er schon viermal gewinnen konnte, hat sich der Brite von einer Blinddarm-Operation erholt und ist wieder einsatzbereit. „Auch wenn die Narben noch nicht ganz verheilt waren, konnte ich bereits zwei Wochen nach der OP wieder mit dem Training beginnen“, sagt Green. „Bisher verläuft der Heilungsprozess planmäßig.“

Die beiden DTM-Rennen starten am Samstag und am Sonntag jeweils um 13.30 Uhr. SAT.1 überträgt an beiden Tagen ab 13 Uhr live. Tickets und Fan Packages für den Besuch vor Ort sind online unter www.audi.com/dtm erhältlich. Auch am Norisring gibt es eine Audi Thrill Zone. Der Treffpunkt im DTM Fan Village bietet virtuelle Rennen, Autogrammstunden, Interviews und viele andere Fanaktionen.

Mittwoch, 26. Juni 2019

Dominik Vincon vom EGS-Team fährt als Dritter auf das Podium – Tim Eby holt seine ersten IDM-Punkte

Das EGS-Motoracing Team freut sich über den ersten Podestplatz
Foto: Felix Wiessmann
Bei der dritten Veranstaltung zur Superbike-IDM im belgischen Zolder holte Dominik Vincon für das neue EGS-Motoracing Team als Dritter den ersten Podestplatz. Der 27-jährige ersetzte im EGS-Team den verletzten Jan Bühn und kam mit dem BMW-Motorrad gleich gut zurecht. Der Knittlinger belegte im ersten Zeittraining den sechsten Platz und konnte im zweiten Training seine Rundenzeit nochmals verbessern und wurde Vierter. Für das Rennen am Sonntag ging er als Sechster aus der zweiten Startreihe ins Rennen. Beim Start verlor Dominik Vincon einen Platz, den er sich beim Überholmanöver gegen Toni Finsterbusch (Suzuki) wieder zurück erobern konnte.

Danach kämpfte Vincon gegen die zwei Niederländer Pepijn Bijsterbosch (BMW) und Ricardo Brink (Yamaha) um den dritten Platz. Mit nur 0,403 Sekunden Vorsprung fuhr Vincon als Dritter vor Bijsterbosch und Brink über die Ziellinie und bescherte dem neuen EGS-Team das erste Podium. Das Superbike-Rennen über 13 Runden auf dem 3,977 km langen Circuit Zolder gewann der Ukrainer Ilya Mikhalchik mit 1,231 Sekunden vor seinem BMW-Teamkollegen Julian Puffe (Schleiz). 

Dominik Vincon hatte im Ziel einen Rückstand von 12,236 Sekunden und war nach dem Rennen überglücklich: „Ich habe mich in Zolder gleich super wohl gefühlt und konnte mich von Training zu Training steigern. Von den Rundenzeiten im Training lagen wir ab Platz drei alle dicht zusammen. Gegen Rennende konnte ich auf die zwei Niederländer Bijsterbosch und Brink aufschließen und in der vorletzten Runde überholen. Wir sind dann zu dritt über die Kuppe, ich habe mich raustragen lassen und breitgemacht. Vor der Schikane habe ich dann spät gebremst und konnte als Dritter den Podestplatz heimfahren. Es ist ein super geiles Ergebnis, das ganze EGS-Team hat sich gefreut. Vielen Dank auch an Hafeneger-Renntraining, dort wäre ich normal als Instruktor an diesem Wochenende unterwegs gewesen und wurde freigestellt.“ 

Auch für seinen 25-jährigen Teamkollegen vom EGS-Moto-Racing Team Tim Eby aus Blumberg war Zolder erfolgreich. Vom 17. Startplatz ging der BMW-Pilot ins Rennen und holte sich mit dem 13. Rang seine ersten vier IDM-Punkte. Nach dem Rennen war Tim Eby sehr zufrieden: „Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl und habe von dem Test vorher in Zolder profitiert. Ich konnte jetzt auch die ganzen Daten mit meinem Teamkollegen vergleichen. Wir sind auch im Training zusammen rausgefahren und Dominik konnte mir die Linien zeigen. Wir haben uns super verstanden und ich habe mich erneut gesteigert. Im Ziel konnte ich mich knapp mit 0,127 Sekunden gegen Leon Langstädtler durchsetzen. Ich bin mit dem Wochenende sehr zufrieden.“ 

Leider mussten der zweite Superbike-Lauf und die anderen Rennen wegen einer Ölspur aus Sicherheitsgründen dann abgesagt werden. Teamchef Jan Bühn aus dem badischen Kronau konnte wegen seiner Handverletzung auch in Zolder noch nicht starten, aber er freute sich sehr über den Erfolg vom EGS-Team: „Super, dass Dominik gleich in seinem ersten Rennen für unser neues EGS-Team auf das Podium fährt und Tim auch noch seine ersten IDM-Punkte holt. Alle im Team haben einen super Job erledigt, es war ein sehr positives Wochenende.“ In der Superbike-IDM hat Titelverteidiger Ilya Mikhalchik mit 95 Punkten die Führung vor Julian Puffe mit 94 Zählern nach fünf Läufen übernommen. Tim Eby liegt mit vier Punkten auf dem 20. Gesamtrang. Da Dominik Vincon als Gaststarter ins Rennen ging bekam er leider keine Punkte. Weitere Informationen über Tim Eby und Jan Bühn vom EGS-Motoracing Team gibt es unter www.egs-motoracing.de sowie über die Superbike-IDM unter www.IDM.de. 

Text: Michael Sonnick 

Dienstag, 25. Juni 2019

Erfolgreiches Heimspiel für das alpha Racing-Van Zon-BMW Team auf der Rennstrecke Zolder

Mikhalchik und Puffe führen die Meisterschaft an

Ilya Mikhalchik übernimmt in Zolder die Meisterschaftsführung
Foto: Jens Hawrda

Ein erfolgreiches Wochenende beim Heimrennen des alpha Racing-Van Zon-BMW Teams auf der belgischen Rennstrecke in Zolder wurde vorzeitig unterbrochen. Nachdem beim Seitenwagenrennen Öl auf die Fahrbahnoberfläche ausgetreten war, musste erst gründlich gereinigt werden. 

Leider ereignete sich während des folgenden Supersport 600-Rennens ein zweiter Zwischenfall mit Flüssigkeiten auf der Strecke, und in Zolder kam alles wieder zum Stillstand. Nach einer Probefahrt durch den Boxer Cup und Supersport wurde aus Sicherheitsgründen entschieden, alle folgenden Aktionen auf der Strecke abzusagen. Daher fand das zweite Rennen der Superbike 1000-Klasse nicht statt.
Julian Puffe liegt nun auf Platz zwei in der Meisterschaft
Foto: Jens Hawrda
Abgesehen davon verlief das Wochenende für das Team von Werner Daemen erfolgreich. Die beiden Fahrer Ilya Mikhalchik und Julian Puffe hatten an diesem Wochenende alle Sessions auf den Plätzen eins und zwei beendet. Mikhalchik überholte seinen Teamkollegen in der Gesamtwertung der Internationalen Deutschen Meisterschaft aufgrund seines Sieges im ersten Rennen und liegt nun mit 95 Punkten insgesamt nur noch einen einzigen Punkt vor Julian Puffe, der nun auf dem zweiten Platz liegt. 

Das alpha Racing-Van Zon-BMW Team konnte am vergangenen Wochenende seinen mehr als 400 Gästen bei ihrem Heimrennen eine großartige Show präsentieren und reist zuversichtlich in die vierte Runde der IDM, die vom 19. bis 21. Juli als Supportrennen des Truck-Grand-Prix auf dem berühmten Nürburgring stattfinden wird. 

Montag, 24. Juni 2019

IDM: Führungswechsel in der Königsklasse in Zolder

Das Programm der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) war prall gefüllt. Im belgischen Zolder standen Entscheidungen in drei IDM-Prädikatsklassen an. In Folge zweier Ölspuren, die nicht im vorgesehenen Zeitfenster gereinigt werden konnten, musste die Veranstaltung gekürzt und vorzeitig beendet werden.

Ilya Mikhalchik übernimmt Meisterschaftsführung
Foto: Jens Hawrda
In der IDM Superbike 1000 wurde ein Lauf ausgetragen. Julian Puffe (alpha Racing-Van Zon-BMW) und Erwan Nigon (Kawasaki Weber Motos Racing) waren punktgleich als Tabellen-Erste nach Belgien gereist. Doch die Doppelspitze wurde von Ilya Mikhalchik geknackt. Er gewann das Rennen. Der Triumph brachte den 22-jährigen Ukrainer auf die Ideallinie in der Mission Titelverteidigung zurück. Teamkollege Julian Puffe ist nun Zweiter und der Franzose Nigon, der in Oschersleben den ersten Kawasaki-Sieg in der IDM SBK 1000 nach langer Zeit feiern konnte, liegt jetzt auf dem dritten Platz.

Puffe und Mikhalchik hatten den Fight an der Spitze unter sich ausgemacht. Nach ihnen kam eine Weile Nichts. Neun Sekunden später wurde Gastfahrer Dominik Vincon (BMW, EGS Moto Racing) als Dritter des Rennens abgewunken. Er erhielt aber keine Meisterschaftspunkte. Die Punkte für den Podiumsplatz wurden  an den Vierten Pepijn Bijsterbosch (BMW, Team Dutch Comfort Houses) weitergereicht. Der Niederländer ist im Gegensatz zu Vincon  fest in die IDM eingeschrieben, was die Voraussetzung für den Punkteerhalt ist.

Der fünftplatzierte Ricardo Brink war der erste Nicht-BMW-Fahrer in der Wertung und brachte die meisten Punkte für Yamaha nach Hause. Oschersleben-Sieger Erwan Nigon hatte eine Berührung mit Mark Weihe (MGM Racing Performance). Beide stürzten. Toni Finsterbusch (Suzuki Mayer) wurde Sechster vor Alex Polita  (HRP-Honda).

Max Enderlein feierte im ersten Rennen der IDM Supersport 600 einen Start-Ziel-Sieg. Mit einem sehr guten Start behauptete der 22-jährige Sachse die Spitze vor dem starken Australier Tom Toparis. „Tom war zwar im ersten Sektor sehr schnell, mir lag dafür der dritte besser. Auf diesen Streckenteil hatte ich mein Motorrad abgestimmt“, schildert der Fahrer des Freudenberg WorldSSP Teams das Rennen aus seiner Sicht. Hinter Enderlein und Toparis zeigte Marc Buchner eine starke Leistung. Mit 1:35,258 Minuten erzielte er die schnellste Rennrunde. Der Yamaha-Fahrer aus Königswinter wurde mit einer halben Sekunde Rückstand auf den Australier Dritter. „Vorne waren wir ein paar Jungs, die eine richtig gute Pace hatten. Das spricht für das hohe Niveau dieser Meisterschaft“, fasste Rennsieger Enderlein zusammen.

In der Superstock 600-Klasse, in der nicht ganz so viel geschraubt werden darf und die für Teilnehmer mit B-Lizenz geöffnet ist, jubelte der Niederländer Joep Overbeeke über seinen ersten IDM-Erfolg. Dabei profitierte er allerdings vom Ausfall des Klassenpolesetters Jan Schmidt. Moritz Jenkner, Sohn des ehemaligen Grand Prix-Piloten Steve Jenkner wurde Zweiter. Der Belgier Tom Kohnen erkämpfte sich bei seinem  Heimrennen den dritten Platz.

In der IDM Sidecar fanden zwei Rennen statt. Dabei überschlugen sich die Ereignisse. John Smits/Gunter Verbrugge starteten von der Pole Position. Die beiden Niederländer konnten sich im ersten Rennen auch drei Runden an der Position behaupten, bevor der siebenfache Weltmeister Tim Reeves/Mark Wilkes die Übernahme anmeldete. Nebeneinander ging es in die Schikane. Das war zu eng, Smits krachte mit der Spitze an Reeves‘ Gespann. Ein Polyesterstück brach ab und landete durch den Fahrtwind direkt auf Smits Visier, das daraufhin hinüber war. Der Niederländer musste das Rennen ohne Visier bis zu Ende fahren: „Ich habe teilweise gar nichts gesehen.“ Mit dem fünften Platz bei der Zieldurchfahrt war Smits zum Schluss bestens bedient. Nach 13 Runden stand das Ergebnis fest. Wie immer gab es für die 600er- und 1000 ccm-Teams getrennte Wertungen. In der kleinen Klasse, die in der WM aufgerufen wird, gewannen Reeves/Wilkes vor Schlosser/Fries und Streuer/Rousseau. In der 1000 ccm-Abteilung ging der Sieg an Nussbaum/Hirschi. Zweite wurden Smits/Verbrugge, Dritte Roscher/Burkard. Auch im zweiten Lauf dominierte in der 600er-Wertung das Weltmeistergespann von Tim Reeves und sicherte sich den vierten Sieg in Folge. In der 1000 ccm-Klasse gewann Mike Roscher mit seiner Beifahrerin Anna Burkard (LCR F1 BMW) das Rennen.

Mit Sekt gespritzt wurde bei den Siegerehrungen nicht. Vor knapp zwei Wochen hatte die IDM mit Dennis Lippert einen Fahrerkollegen aus der Supersport 600-Klasse nach einem schweren Unfall in Oschersleben verloren. Am Freitagabend verabschiedete sich die IDM-Fahrergemeinde von Dennis Lippert auf der Rennstrecke. Mit einem Korso auf dem Circuit, einer Gedenkminute und lautem Motorengebrüll wurde ihm die letzte Ehre erwiesen. 


Die IDM in Zolder bildete auch die Bühne für den Suzuki GSX-R-Cup, den Twin Cup sowie den BMW Motorrad BoxerCup. Zudem fand das zweite europäische Suzuki GSX-R-Treffen statt. Als Stargast war das MotoGP-Team von Suzuki mit Alex Rins und Joan Mir vor Ort. 

Wegen einer großen Ölspur nach dem Sidecar-Rennen und einer weiteren Ölspur nach der Einführungsrunde der IDM Supersport 600-Klasse musste die Veranstaltung zumindest auf der Strecke abgebrochen werden. Die Sicherheit der Fahrer ging vor. Die professionelle Reinigung der Fahrbahn hätte den Zeitplan gesprengt. Trotz größter Bemühungen hätte die Veranstaltung nicht im vorgegebenen Rahmen fortgeführt werden können denn ab 17.30 Uhr darf auf dem Circuit Zolder nicht mehr gefahren werden.