Donnerstag, 13. Juni 2019

R-Motorsport blickt nach erstem Saisondrittel auf guten Einstand in die DTM zurück

  • R-Motorsport sammelt im zweiten Lauf in Misano erneut wichtige Rennkilometer mit dem Aston Martin Vantage DTM
  • Ferdinand Habsburg: „Andrea Dovizioso ist eine absolute Legende auf dem Motorrad und es ist sehr cool, einmal einen Zweikampf mit ihm geführt zu haben.“
  • Dr. Florian Kamelger: „Die beiden Rennen hier haben gezeigt, dass wir noch einiges an Aufholarbeit vor uns haben. Jetzt heißt es, in die Hände zu spucken, nach vorne zu schauen und unser Technikpaket konsequent weiter zu entwickeln.“
Die Piloten von R-Motorsport mit dem Aston Martin Vantage DTM
Foto: Jens Hawrda

Hockenheim, Zolder & Misano: R-Motorsport schloss beim sechsten Saisonlauf in Italien das erste Drittel der DTM-Saison 2019 ab.

Gerade einmal drei Monate nach dem Streckendebüt des neuen Aston Martin Vantage DTM Anfang März absolvierte R-Motorsport an diesem Wochenende in Misano bereits seine DTM-Rennen Nummer fünf und sechs.

An seinem dritten Rennwochenende in der noch jungen Teamgeschichte konnte die Mannschaft in den beiden Läufen am Samstag und Sonntag insgesamt 268 Rennrunden respektive 1.132 Rennkilometer zurücklegen. Damit konnte das Team weitere Erfahrung mit dem in Rekordzeit entwickelten und gebauten Aston Martin Vantage DTM sammeln.

Anders als im ersten Rennen am Samstag entschied sich Ferdinand von Habsburg (21, Österreich) am Sonntag für einen längeren ersten Stint. Entsprechend legte er seinen Pflichtboxenstopp erst in Runde 19 ein. Am Ende überquerte Ferdinand die Ziellinie auf Position zwölf knapp außerhalb der Punkteränge.

Jake Dennis (23, Großbritannien) kam in Runde 27 als letzter Fahrer im Feld zu seinem planmäßigen Boxenstopp herein. So sammelte er in den Umläufen vor seinem Reifenwechsel erneut Führungskilometer mit dem neuen Auto. Nach seinem Stopp arbeitete er sich bis auf Rang 13 nach vorne.

Sein Teamkollege Daniel Juncadella (28, Spanien) setzte hingegen auf eine Strategie mit einem frühen Pflichtstopp. Der Spanier kam bereits nach der Startrunde zum Reifenwechsel an die Box und beendete das Rennen auf Position 14.

Für einen der beiden Vorjahressieger, Paul Di Resta (33, Großbritannien), endete das Rennen leider schon nach sechs Runden vorzeitig. Der DTM-Champion des Jahres 2010 musste sein Auto mit einem technischen Problem am Streckenrand abstellen.

Aus Misano geht es für das Team in seiner Debütsaison in der DTM weiter an den Norisring. Dort erwartet die Mannschaft vom 05. bis 07. Juli zum ersten Mal das Saisonhighlight in den Straßen von Nürnberg.

Mittwoch, 12. Juni 2019

IDM: Große Trauer um Dennis Lippert

Wir trauern um Dennis Lippert
Foto: Motor Presse Stuttgart / Dino Eisele
Dennis Lippert ist seinen schweren Verletzungen in Folge seines Sturzes erlegen. Der 23-jährige war am 8. Juni 2019 beim ersten Lauf der IDM Supersport 600 in Oschersleben verunglückt. Nach der sofort eingeleiteten Erstversorgung wurde er zur weiteren Behandlung mit dem Rettungshubschrauber in die Universitätsklinik Magdeburg geflogen. Dort ist er nach Angaben der IDM am 11. Juni 2019 gestorben. Dennis Lippert wurde am 1. April 1996 in Brunnthal bei München geboren.

Die ganze IDM -Gemeinde trauert um einen Fahrer, der den Rennsport mit Leidenschaft betrieb und in Zukunft noch viele Pläne verwirklichen wollte. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden und dem Team Ravenol Endurance Motorsport.

Audi Sport Team Phoenix: erstes Podium der Saison für Loïc Duval

  • Franzose am Samstag in Misano Dritter, Durchfahrtstrafe am Sonntag
  • Mike Rockenfeller sammelt in beiden Rennen Punkte
Loìc Duval
Foto: Audi Communications Motorsport / Malte Christians

Das Audi Sport Team Phoenix freute sich am Samstag über das erste Podiumsergebnis von Loïc Duval in der laufenden DTM-Saison. Mike Rockenfeller sammelte in Italien in beiden Rennen Punkte.

Im vergangenen Jahr holte Loïc Duval in Misano seine erste Pole-Position in der DTM. Und auch dieses Mal zeigte der Franzose auf dem Kurs an der Adria von Anfang an eine starke Leistung. „Am Samstag waren wir im Freien Training, im Qualifying und im Rennen konstant schnell“, sagte Duval nach seinem dritten Platz im ersten Rennen. „Ich denke, das Podium ist verdient, wenn man unsere Leistungen an diesem Wochenende sieht. Ohne das Safety-Car hätte es sogar ein zweiter Platz werden können.“

Am Sonntag kämpfte Duval erneut um ein Podium, ehe er sich für eine Berührung mit Robin Frijns eine Durchfahrtstrafe einhandelte. „Das hat mein Rennen ruiniert“, sagte Duval. „Wir waren auch heute sehr stark. Es wäre mindestens ein Podium gewesen, vielleicht sogar ein Sieg. Stattdessen hat sich meine Serie schwarzer Sonntage fortgesetzt.“

Mike Rockenfeller wurde am Samstag Sechster und am Sonntag Zehnter. Im zweiten Rennen kam „Rocky“ schon nach einer Runde an die Box, weil nach einem Unfall von Marco Wittmann ein Safety-Car-Einsatz möglich schien. „Leider kam das Safety-Car nicht“, sagte Rockenfeller. „Es war ein Poker, der nicht aufging, denn das ganze Rennen mit einem Reifensatz zu fahren, ist in Misano extrem schwierig. Am Ende bin ich Zehnter geworden, obwohl ich nach einem guten Start schon auf Platz acht lag.“

„Loïc war hier wie schon im letzten Jahr sehr stark“, sagte Teamchef Ernst Moser. „Es ist schade, dass er am Sonntag die Berührung mit Robin hatte, sonst wäre in beiden Rennen das Podium möglich gewesen. Bei Mike lief es an diesem Wochenende nicht optimal. Trotzdem hat er zweimal gepunktet.“

Seinen 65. Geburtstag feierte in Misano Teammanager Dirk Theimann, dem das Team am Sonntagmorgen einen speziellen Sitz und eine Torte überreichte. Ein zweiter Kuchen landete medienwirksam im Gesicht des Geburtstagskindes. Der „Täter“: Mike Rockenfeller.

Dienstag, 11. Juni 2019

R-Motorsport sammelt wertvolle Erfahrungen in Misano

  • Test unter Wettbewerbsbedingungen: Die R-Motorsport Fahrer legten beim fünften Saisonlauf der DTM in Misano wichtige Kilometer zurück
  • Daniel Juncadella: „Das Duell gegen Andrea Dovizioso auf der letzten Runde war richtig gut. Das war für die italienischen Fans sicher schön anzusehen.“
  • Dr. Florian Kamelger: „Das Rennen heute hat gezeigt, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben, aber wir werden uns Schritt für Schritt mit unserer Performance weiterentwickeln, bis wir vorne mitfahren können.“
Aston Martin Vantage DTM
Foto: Jens Hawrda

R-Motorsport stellte sich beim fünften DTM-Rennen der Saison den Herausforderungen von Misano und sammelte dabei wertvolle Erfahrung mit dem neuen Aston Martin Vantage DTM.

Das dritte Rennwochenende in der Debütsaison von R-Motorsport führte das Team auf den „Misano World Circuit Marco Simoncelli“ in Italien, auf dem die DTM in dieser Saison zum zweiten Mal Station machte. Das Fahrer-Quartett von R-Motorsport nahm den fünften Saisonlauf in der noch jungen Geschichte des Teams aus der zweiten Hälfte der Startaufstellung in Angriff.

Ferdinand von Habsburg (21, Österreich) entschied sich bereits nach der ersten Runde für einen frühen Boxenstopp und profitierte dabei von der kurz darauffolgenden Safety-Car-Phase. Diese Strategie brachte ihm, nachdem alle Fahrer ihre Pflichtstopps absolviert hatten, zwischenzeitlich den zweiten Platz ein. Am Ende hatte er mit abbauenden Reifen zu kämpfen und verpasste seine zweite Punkteplatzierung in der DTM als Vierzehnter leider knapp.

Daniel Juncadella (28, Spanien) hatte vor seinem Boxenstopp in Runde 15 ebenfalls die Top-10 im Visier, verpasste diese als Dreizehnter aber ebenso. Sein Teamkollege Jake Dennis (23, Großbritannien) lag lange Zeit direkt hinter Daniel. Der Brite fuhr den längsten ersten Stint aller Fahrer im Feld und kam erst in Runde 17 zum Reifenwechsel an die Box. Das Rennen beendete er auf Position 15.

Paul Di Resta (33, Großbritannien) gewann im Vorjahr das erste DTM-Nachtrennen der Geschichte in Misano. In diesem Jahr erlebte der Schotte jedoch ein schwieriges erstes Rennen und musste sein Auto wenige Minuten vor Rennende mit einem technischen Defekt an der Box abstellen. Seinen regulären Boxenstopp hatte der Schotte in Runde 16 eingelegt.

R-Motorsport blickt auf vielversprechenden Saisonstart zurück

Das Team blickt nach den ersten beiden Rennwochenenden in Hockenheim und Zolder auf einen vielversprechenden Saisonstart zurück, bei dem es in den ersten vier Saisonläufen jeweils mit mindestens einem Fahrer in die Punkteränge fahren konnte. In diesem Zuge konnten alle vier Piloten des Teams bereits Zähler auf ihrem Konto verbuchen, auch die beiden DTM-Rookies Jake Dennis und Ferdinand von Habsburg.

Eine beachtliche Mannschaftsleistung des Teams, das den ersten Test mit dem neuen Aston Martin Vantage DTM nur zwei Monate vor dessen Renndebüt absolvierte. Angesichts der Rekordentwicklungs- und Bauzeit von gerade einmal 90 Tagen sieht das Team die ersten Rennwochenenden in dieser Saison auch als „Testfahrten unter Wettbewerbsbedingungen“ an.

Zweiter Karriere-Sieg von Nico Müller am Sonntag von Misano

  • Audi-Mann Nico Müller siegt im dramatischen Sonntagsrennen der DTM
  • Titelkandidaten Philipp Eng und René Rast komplettieren Podium
  • Samstagssieger Marco Wittmann im Pech – frühes Aus in Runde eins
Nico Müller holt am Sonntag in Misano seinen zweiten DTM Karriere-Sieg
Foto: Audi Communications Motorsport / Malte Christians


Ein Sieg der Cleverness: Nico Müller (SUI) hat das Sonntagsrennen der DTM in Misano (Italien) souverän für sich entschieden. Der Audi-Mann erwischte nicht nur einen guten Start, sondern machte auch in Sachen Rennstrategie und Reifenmanagement alles richtig. Sein zweiter DTM-Karriere-Sieg – der erste für das Audi Sport Team Abt Sportsline seit 624 Tagen – blieb allerdings nicht die einzige Schlagzeile des Tages. Denn die Titelkandidaten Marco Wittmann (GER, BMW), René Rast (GER, Audi) und Philipp Eng (AUT, BMW) trugen ebenfalls wesentlich zum großen Unterhaltungswert bei.

Allein unter Audi-Fahrern – BMW-Mann Eng nutzt turbulentes Rennen: Platz zwei

Eng entwickelte sich gegen Rennmitte zum Nutznießer einer Kette dramatischer Ereignisse. Zunächst hatte sich Wittmann im Startgetümmel unverschuldet einen Lenkungsschaden eingefangen und musste frühzeitig aufgeben. In Runde 14 erwischte es Polesitter René Rast in Führung liegend, der mit einem Reifenschaden wertvolle Zeit verlor. Er fand sich in der Folge in einem packenden Zweikampf mit Eng wieder – den der Österreicher in Runde 21 für sich und zugunsten seines fünften Podiumsresultats im Jahr 2019 entschied. Damit sicherte sich Eng Rang zwei innerhalb einer Meute von vier Audi-Fahrern. Dass es nicht fünf waren, dafür sorgte Joel Eriksson (SWE, BMW) in der letzten Runde mit einem atemberaubenden Manöver auf der Außenbahn, bei dem er Jonathan Aberdein (RSA, Audi) überholte.

Starke Leistung bleibt unbelohnt: Andrea Dovizioso lange Zeit auf Top-Ten-Kurs

Gaststarter Andrea Dovizioso (ITA, Audi) erlebte im Sonntagsrennen der DTM in Misano die ganze Bandbreite von Höhen und Tiefen. Schon in Runde drei hatte sich der MotoGP-Star auf die neunte Position vorgekämpft, die er in Folge der Pflichtstopps und nach einem Highspeed-Dreher in Runde 30 jedoch wieder herschenken musste – Rang 15 hinter den Aston Martin von Ferdinand von Habsburg (AUT), Jake Dennis (GBR) und Daniel Juncadella (ESP). Dennoch beeindruckte das Zweirad-Ass in seinen ersten beiden Automobilrennen mit Tempo, unermüdlicher Analyse und sehenswerten Manövern.

Stimmen – 2. Rennen, Misano

Gerhard Berger, 1. Vorsitzender ITR e. V.
„Wir hatten eine tolle Atmosphäre bei unserem zweiten DTM-Auftritt in Misano und wir haben zwei gute Rennen gesehen. Audi und BMW haben jeweils ein Rennen gewonnen und Neuling Aston Martin hat hier und da wieder sein Potenzial gezeigt. Der Auftritt von Andrea Dovizioso hat für viel Stimmung und Aufmerksamkeit gesorgt. ‚Dovi‘ hat einen starken Eindruck hinterlassen, er war mit einem ungewohnten Fahrzeug auf Anhieb schnell. Für mich war das keine Überraschung. MotoGP-Fahrer bändigen tagtäglich ein Leistungsgewicht, das jenseits von Gut und Böse ist. Sie wissen, was Grip ist. Und sie wissen, wie man mit Reifen umgehen muss.“

Nico Müller, Sieger
„Einfach genial! Wir haben extrem hart für den Sieg gearbeitet. Die neuen Autos sind super schön zu fahren, aber für die Mechaniker auch jede Menge Arbeit. Die Jungs haben sich das verdient – und ich glaube, ich mir auch. Der Samstag hätte besser laufen können, denn wir streben immer nach Perfektion. Die gibt’s selten. Der Sieg tut aus diesem Grund richtig, richtig gut.“

Philipp Eng, 2. Platz
„Von Platz neun startend darf man in der DTM nicht davon ausgehen, auf das Podium zu fahren. Ich muss mich heute vor meinem Team verneigen, das einen herausragenden Job gemacht hat. Ich habe heute versucht, die Reifen in dieser Hitze über die Distanz zu bringen – das ist mir gut gelungen. Die Punkte sind natürlich Gold wert.“

René Rast, 3. Platz
„Ich hatte keinen guten Start, dazu einige Berührungen in der ersten Runde. Dann später der Reifenschaden – gut gelaufen ist es heute nicht. Platz drei ist daher ein richtig gutes Ergebnis. Im Team Rosberg sind wir ein eingespieltes Team, wo jeder weiß, was er tut. Wir hätten heute zusammen mehr erreichen können. Aber ich bin nicht unzufrieden.“

Andrea Dovizioso, 15. Platz
„Ich habe das Wochenende in der DTM richtig genossen. Die Autos sind schön zu fahren. Sie haben jede Menge Leistung, Tempo und Abtrieb. Aber auf diesem fahrerischen Niveau mitzuhalten, ist schwierig. Alles in allem aber eine tolle Erfahrung.“