Dienstag, 14. Mai 2019

IDM-Saison startet vom 17. bis 19. Mai 2019 auf dem Lausitzring

Foto: Jens Hawrda
Es geht wieder los. Die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft rollt an den Start. Der Saisonauftakt findet vom 17. bis 19. Mai 2019 auf dem Lausitzring statt. Prognosen über Siege und Niederlagen lassen sich nicht abgeben. Fest steht jedoch, dass bereits zum Beginn der Serie ein Highlight das andere jagen wird.

Die Tage sind gezählt. Ab Freitag bebt der Asphalt in der Lausitz. Mit der Klasse Superbike 1000 präsentiert die IDM die höchste deutsche Kategorie im Motorradstraßenrennsport. Hier geht es um das Prestige der teilnehmenden Marken. BMW, Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha kämpfen um den Meistertitel. Die hochgezüchteten Motorräder haben reichlich über 200 PS und sind locker 300 km/h schnell. Im vergangenen Jahr ging die Markenmeisterschaft eindeutig an BMW, der Titel an den Ukrainer Ilya Mikhalchik. Der 22-Jährige will den Triumph wiederholen. Der Hintergrund: Mit einer ähnlichen Erfolgsbilanz schaffte Ex-Meister Markus Reiterberger den Sprung von der IDM in die Superbike-Weltmeisterschaft. Mikhalchik fährt in der IDM im ehemaligen Team von Reiterberger. Der größte Konkurrent in puncto Titelverteidigung ist für den Ukrainer aber ausgerechnet der eigene Teamkollege. Der 23-jährige Julian Puffe aus Schleiz fuhr bei Tests auf der nagelneuen BMW S 1000 RR schon in seinem Windschatten.

Die IDM Superbike 1000 bietet hochkarätigen Sport und ist hervorragend besetzt. So wie es im Namen der Meisterschaft steht, geht es auch auf der Strecke zu: international. Neben dem ukrainischen Titelverteidiger Ilya Mikhalchik treten Erwan Nigon (Kawasaki) aus Frankreich, Alessandro Polita (Honda) aus Italien, Stefan Kerschbaumer (Yamaha) aus Österreich, Bobby Bos (Suzuki) aus den Niederlanden und viele ihrer Landsleute gegen die Konkurrenz aus Deutschland an. Auf dem Lausitzring werden die ersten beiden Wertungsläufe ausgetragen.

Mit der IDM Supersport 600 tritt die bewährte Mittelklasse an. Mit etwa 135 PS am Hinterrad und Tempo 270 zeigt sich hier, wer das Potenzial hat den nächsten Schritt nach oben zu tun. Das Teilnehmerfeld ist rappelvoll.

Ebenfalls zugelegt hat das Feld in der IDM Supersport 300. Der Kampf zwischen den jungen Wilden spielt sich hauptsächlich auf KTM, Kawasaki und Yamaha ab, wobei vier Damen den Herrschaften ordentlich einheizen möchten. Im Rahmen der Superbike-Weltmeisterschaft fährt die Nachwuchsklasse bereits mit WM-Status. Das Einstiegsalter liegt bei 15 Jahren.  

In der IDM Sidecar hat sich ein Superstar angemeldet: der siebenfache Weltmeister Tim Reeves. Im Schlepptau sind noch mehr WM-Fahrer in der IDM aktiv. Es rollen 600er-Gespanne, wie sie in der WM vorgeschrieben sind, sowie 1000 ccm-Motorräder, wie in der IDM erlaubt, bei getrennter Wertung an den Start.

Es geht rund in der Lausitz, denn es gibt noch mehr Klassen. Egal, ob ADAC Junior Cup, BMW BoxerCup, Suzuki GSX-R 1000 Cup oder Twin Cup – in der IDM wird den Fans richtig was geboten. Am Freitag finden freie Trainings statt. Am Samstag stehen Qualifyings und die ersten Rennen auf dem Plan. Am Sonntag gibt es neun Läufe.

Am Samstag kostet der Eintritt 19,00 Euro, am Sonntag 25,00 Euro. Das Wochenendticket liegt bei 35,00 Euro. Alle Tickets beinhalten den Zugang ins Fahrerlager. Für Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre ist der Eintritt frei.

„Reise ins Ungewisse“: DTM-Comeback in Belgien

  • Populäre Tourenwagen-Rennserie erstmals seit 2002 wieder in Zolder
  • Vier Kilometer lange Rennstrecke gilt als höchst anspruchsvoll
  • Lokalmatador Robin Frijns spricht von „Mini-Nordschleife“
Foto: Jens Hawrda

Nach dem spektakulären Start in die neue Turbo-Ära dürfen sich DTM-Fans gleich auf den nächsten Leckerbissen freuen: Am Wochenende (18./19. Mai) kehrt die populäre Tourenwagen-Rennserie zurück zu ihren Wurzeln ins belgische Zolder.

Die vier Kilometer lange Rennstrecke bei Hasselt gilt als höchst anspruchsvoll. Lokalmatador Robin Frijns, der nur rund 20 Autominuten entfernt in Lanaken lebt, spricht von einer „Mini-Nordschleife – ein kleiner Fehler, und du hängst in der Mauer.“ René Rast nennt es „eine Reise ins Ungewisse“, vor der er Respekt habe. „Keiner von uns kann so richtig einschätzen, wie sich Zolder mit einem DTM-Auto fahren lässt.“ Mike Rockenfeller bestritt dort zuletzt vor 17 Jahren ein Rennen. Loïc Duval, Jamie Green und Nico Müller kennen den Kurs nur aus dem Simulator.

Vor 35 Jahren, am 11. März 1984, war Zolder Schauplatz des ersten DTM-Rennens der Geschichte – noch unter dem offiziellen Namen „Deutsche Produktionswagen-Meisterschaft“. Duval und Green waren damals ein Jahr alt, Rockenfeller vier Monate, Frijns, Müller und Rast noch gar nicht auf der Welt.

Auch für Audi Sport ist Zolder ein Rennen mit besonderer Historie. Im April 1990 startete die Marke beim traditionellen „Bergischen Löwen“ erstmals werkseitig in der DTM. An die Aufholjagd und die wilden Drifts von Hans-Joachim Stuck mit dem im Vergleich zur Konkurrenz riesigen Audi V8 quattro erinnern sich noch viele DTM-Fans. Sie brachte den heutigen DMSB-Präsidenten von Startposition 14 auf Platz drei nach vorn. Es war die erste von inzwischen 312 Podiumsplatzierungen für Audi in der DTM.

Im Mai 2002 gewann Laurent Aiello mit dem kompakten Abt-Audi TT-R das bisher letzte DTM-Rennen in Zolder. Christian Abt, Onkel des heutigen Audi-Formel-E-Piloten Daniel Abt, machte im strömenden Regen einen Audi-Doppelsieg perfekt.

Audi-Motorsportchef Dieter Gass hatte in Zolder seinen ersten Renneinsatz mit Audi Sport. „Das war 1995 beim Saisonstart der Supertourenwagen“, erinnert sich Gass. „Ich war Teambetreuer für das ROC-Team aus Frankreich. Das Rennen wurde im Nassen gestartet und endete auf trockener Strecke. Audi hat einen Doppelsieg geholt – vor drei BMW.“

Aufgrund der Streckencharakteristik erwartet Gass beim Comeback der DTM in Zolder eine „extreme Belastung für die Bremsen“. Gleich an vier Stellen müssen die über 610 PS starken Audi RS 5 DTM aus hoher Geschwindigkeit heruntergebremst werden.

„Es wird ein ganz besonderes Erlebnis, in Zolder mit einem DTM-Auto zu fahren“, sagt Robin Frijns, dessen Leidenschaft für den Motorsport im Alter von sechs Jahren mit einem Rennbesuch in Zolder entflammte. „Ich kenne die Strecke sehr gut und bin dort schon viele Rennen gefahren, zuletzt in der GT3 mit dem Audi R8 LMS. Der Kurs hat seine Tücken, auch das Wetter spielt in Belgien oft verrückt. Im schnellen ersten Sektor kann man besonders viel Zeit gewinnen oder verlieren. Überholen kann man am besten vor der ersten Kurve oder der Schikane vor Start-und-Ziel.“

Frijns kommt als Tabellenzweiter zu seinem Heimrennen. Dem in Belgien lebenden Niederländer fehlen nur drei Punkte auf Spitzenreiter Marco Wittmann (BMW). Mit René Rast, Nico Müller und Mike Rockenfeller liegen drei weitere Audi-Piloten in den Top Fünf der Fahrerwertung. Bei den Herstellern führt Audi mit 110 Punkten vor BMW (93) und Aston Martin (9). Spitzenreiter in der Teamwertung ist das Audi Sport Team Abt Sportsline.

Ein Heimspiel ist Zolder auch für das Audi-Kundenteam WRT Team Audi Sport, das beim Saisonauftakt in Hockenheim mit einem Punkt am Samstag und der schnellsten Rennrunde am Sonntag einen starken Einstand in der DTM feierte.

Die beiden DTM-Rennen starten am Samstag und am Sonntag jeweils um 13.30 Uhr. SAT.1 überträgt an beiden Tagen ab 13 Uhr live. Tickets und Fan Packages für den Besuch vor Ort sind online unter www.audi.com/dtm erhältlich. Nicht entgehen lassen sollten sich die Fans in Zolder die Audi Thrill Zone. Der Treffpunkt im DTM Fan Village bietet virtuelle Rennen, Autogrammstunden, Interviews und viele andere Fanaktionen.

Montag, 13. Mai 2019

E-Prix Monaco: Stimmen der Sieger

Jean Eric Vergne siegt in Monaco
Foto: www.FIAFormulaE.com
JEAN-ERIC VERGNE (DS TECHEETAH)

Mein erstes Podium in Monaco und auch noch als Sieger freut mich außerordentlich und es ist ein unglaubliches Gefühl. Ich denke, ich hatte das Rennen ziemlich unter Kontrolle. Als ich pushen wollte, konnte ich eine ausreichend große Lücke schaffen und Oliver immer auf Disatanz halten am Ende wurde es aber doch noch einmal eng. Es ging darum, auf der Strecke zu bleiben und das Rennen zu beenden, und das wusste ich wenn ich die Tür zum richtigen Zeitpunkt schloss, würde er mich nicht passieren können, es sei denn er riskierte zuviel, also fühlte ich mich ziemlich sicher! "

OLIVER ROWLAND (NISSAN E.DAMS)

"Wenn Du nach Monaco kommst weißt Du das es sehr schwierig ist zu überholen. Du must also ein maximal gutes Qualifying abliefern und ich denke das haben wir getan. Um ehrlich zu sein, ist es erstaunlich, mit einer Strafversetzung von drei Plätzen Zweiter zu werden. Ich denke, dass ich heute mit meiner Rennleistung zufrieden sein kann. Es war wahrscheinlich mein erstes wirklich gutes Rennen und ich habe auch einen bedeutenden Fortschritt im Verständnis des Energiemanagements gemacht. Alles in allem verlasse ich Monaco mit postiven Gefühlen."

FELIPE MASSA (VENTURI FORMULA E TEAM)

"Nun, es war auf jeden Fall ein schönes Rennen und ein schönes Qualifying. Ein sehr sauberes Rennen - also bin ich glücklich! Das beste Rennen hier in Monaco für das Team, unseren Heim-E-Prix. Es war etwas Besonderes auf dem Podium zu stehen. Vom Podium habe ich gesehen wie mein Sohn mir zugejubelt hat, das ist ein wirklich tolles Gefühl. Das macht mich besonders glücklich. Ich tue, was ich gerne tue, und dann noch Top Ergebnisse zu erzielen, ist immer die beste Leistung. Unser Chef hat geweint und er ist von hier und ich denke, dass es nach allem, was er durchgemacht hat, ein wirklich großartiger Tag war. "

Sonntag, 12. Mai 2019

Formel E: Kein Rennglück in Monaco für Audi

  • Audi Sport ABT Schaeffler beim E-Prix im Fürstentum ohne Punkte
  • Lucas di Grassi nach unverschuldeter Kollision ausgeschieden
  • Daniel Abt verliert Platz acht durch eine Zeitstrafe
Audi e-tron FE05 #66 (Audi Sport ABT Schaeffler), Daniel Abt
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel

Kein Rennglück hatten Daniel Abt und Lucas di Grassi beim E-Prix in Monaco. Beide Audi-Piloten blieben trotz starker Leistungen im Rennen ohne Punkte.

Auch auf der kürzesten Strecke der Formel-E-Saison spielte das Qualifying eine vorentscheidende Rolle. Erneut waren die führenden Fahrer der Gesamtwertung deutlich benachteiligt, da sie als Erste auf die Strecke gehen mussten. Keiner der ersten Gruppe schaffte es in die „Super Pole“ der besten sechs. 

Lucas di Grassi musste sich mit Startplatz 13 begnügen, Daniel Abt mit Startplatz 16 – und das auf einer Strecke, auf der das Überholen extrem schwierig ist. Trotzdem arbeiteten sich beide Piloten des Teams Audi Sport ABT Schaeffler im Rennen nach vorn. Lucas di Grassi überholte mehrere Konkurrenten und lag schon auf Position acht, als er von BMW-Pilot Alexander Sims in die Leitplanken gedrückt wurde und aufgeben musste. „Bei den Stewards hat er nach dem Rennen gesagt, dass er mich nicht gesehen hat“, sagte di Grassi. „Wenn er beim Bremsen seine Linie verlässt, muss er sich vergewissern, dass dort niemand ist. Der Ausfall ist extrem ärgerlich, denn es wären heute wichtige Punkte im Titelkampf gewesen.“ 

Daniel Abt zeigte eine kämpferische Leistung, die ihn auf Rang acht nach vorn brachte. Wegen einer Berührung mit Oliver Turvey (Nio) wurde der Deutsche aber nachträglich auf Platz 15 zurückversetzt. „In Monaco so viele Plätze gutzumachen, ist fast unmöglich“, sagte Daniel Abt. „Deshalb ist die Zeitstrafe für mich und das Team besonders enttäuschend. Beim Start der Full-Course-Yellow-Phase hat ein Auto vor mir so hart abgebremst, dass ich einfach machtlos war.“ 

„Wir wussten, dass es von diesen Startpositionen für uns auf einer so engen Strecke ein extrem hartes Rennen werden würde“, sagte Teamchef Allan McNish. „Dass Lucas so ausgeschieden ist, ist bitter. Er wäre ganz sicher in die Top Sechs gekommen. Daniels achter Platz wäre zumindest ein kleiner Trost gewesen. Dass wir heute sehr enttäuscht sind, steht außer Frage.“ 

Ohne Punkte blieb in Monaco auch das Audi-Kundenteam Envision Virgin Racing. Robin Frijns und Sam Bird fielen beide durch Kollisionen in der Schlussphase aus den Punkterängen. 

Weiter geht es in der Formel E in 14 Tagen in Berlin. Beim Heimrennen holte das Team Audi Sport ABT Schaeffler im vergangenen Jahr mit einem Doppelsieg, der Pole-Position und der schnellsten Rennrunde die maximale Punktzahl.

Vergne hält Rowland rund um den Hafen von Monaco in Schach

  • Jean-Eric Vergne rückt nach dem Sieg auf den Straßen von Monaco an die Spitze der Gesamtwertung
  • Der zweite Saisonsieg des amtierenden Meisters  
  • Felipe Massa holt für das VENTURI Formula E Team das erste Podium in der ABB FIA Formel E Meisterschaft auf heimischem Boden
Jean-Eric Vergne holt den Sieg in Monaco und damit die Meisterschaftsführung
Foto: www.FIAFormulaE.com
Jean-Eric Vergne kehrte mit einem Sieg auf den Straßen von Monaco in den Titelkampf zurück und beendete die Serie von acht Siegen in Folge in dieser Saison.

Der amtierende Champion wehrte alle Angriffsversuche von Oliver Rowland in der Schlussphase ab und schaffte es die Führung bis ins Ziel zu behaupten. Das Ergebnis ist Vergnes erster Sieg im Fürstentum Monaco.

Vergne führte das Feld von der der Pole-Position ins Rennen, Rowland überholte Wehrlein kurz nach dem Start, nachdem dieser einen kleine Fehler in Sainte-Devote gemacht hatte. In Folge verlor Wehrlein auch seinemn dritten Platz der Abfahrt zur Haarnadelkurve 3 an Felipe Massa. Damit war Wehrlein vierter.

Das Führungsquartett baute in Folge seinen Vorsprung auf das weitere Feld systematisch aus. Es zeichnete sich ab das die vier führenden Fahrer die Poidiumsplätze unter sich ausmachen werden und damit wurde in Folge der Führungskampf auch ein strategischen Kampf um den Einsatz des ATTACK MODE. Rowland war der erste, der den Attak Mode nutzte, dann folgten Vergne und Massa mit der Aktivierung, keiner konnte daraus aber einen richtigen Vorteil ziehen. Obwohl es zum Schluss noch einmal richtig eng zwischen den vier Spizenfahrer wurde, änderte sich an der Reihenfolge bis zum Überqueren der Ziellienie nichts mehr. Wehrlein als vierter, sicherte sich noch einen Extrapunkt für die schnellste Rennrunde.

Buemi konnte seinen ungeschlagenen Rekord in Monaco nach dem Gewinn der letzten beiden Formel-E Rennen nicht ausbauen und landete fünf Sekunden hinter Wehrlein auf dem fünften Platz. Mitch Evans lag auf dem sechsten Platz, nachdem Antonio Felix da Costa wegen Überschreitung des maximalen Stromverbrauchs disqualifiziert worden war.

Der derzeitige Spitzenreiter der voestalpine-Europarennen, Andre Lotterer, wurde auf dem siebten Platz abgewunken und liegt im Titelrennen nun einen Punkt hinter Vergne. Alex Lynn erzielte seine ersten Punkte seit seiner Rückkehr für Panasonic Jaguar Racing als Achter.