Mittwoch, 13. März 2019

BMWi Andretti Motorsport unter schwierigen Bedingungen in Honkong in den Punkten

Félix da Costa im regnerischen Hongkong in den Punkten 

Punkte für Felix da Costa in Honkong
Foto: BMW-Motorsport
BMW i Andretti Motorsport konnte die beeindruckenden Leistungen der letzten Rennen unter schwierigen Bedingungen beim 50. E-Prix in der Geschichte der ABB FIA Formel E-Meisterschaft nicht untermauern.  Im fünften Rennen der Saison konnte das Team jedoch wieder Punkte sammeln, dank des zehnten Platzes für António Félix da Costa (POR). Alexander Sims (GBR) konnte den Hongkonger E-Prix (CHN) nicht beenden, nachdem er seinen BMW iFE.18 beschädigt hatte, als er die Leitplanken traf.

Wiederholte Regenschauer machten das Qualifying zu einer großen Herausforderung. Bei sich ständig ändernden Streckenbedingungen war die Verfolgung der besten Startpositionen manchmal eine Lotterie. Sims und Félix da Costa hatte schließlich für 13 nieder th und 20 th Platz.

Das Rennen wurde mehrmals nach Zwischenfällen neutralisiert und wurde einmal ausgesetzt, sodass der BMW i8 Coupé Safety Car mehrere Auftritte auf der Strecke hatte. Während Sims infolge einer Reihe von Zwischenfällen zurückfiel, konnte sich Félix da Costa vor seinem Ausscheiden aus dem Trubel heraushalten und arbeitete sich stetig durch das Feld - auch dank FANBOOST. In den letzten Runden wurde sein Kampf mit dem zehnten Platz und einem Punkt in der Gesamtwertung belohnt.

Stimmen der Fahrer zum Rennen:

António Félix da Costa:
„Nach dem Qualifying war klar, dass es schwierig werden würde. Besonders auf einer Rennstrecke, wo es kaum Überholmöglichkeiten gibt. Alle Safety-Car-Zeiten bedeuteten, dass niemand Energie sparen musste, und das Tempo aller Autos war praktisch gleich. Überholmanöver waren fast unmöglich. Trotzdem haben wir einen Punkt erzielt. Wir müssen analysieren, warum unser Tempo bei Nässe so schlecht war, zumal es bei ähnlichen Bedingungen in Ad Diriyah und beim Test in Valencia in Ordnung war. Wir müssen uns jetzt voll auf das nächste Rennen in Sanya konzentrieren. “

Alexander Sims:
„Das war ein aufregender Tag. Einige Sitzungen waren besser als andere. Das Tempo war eigentlich in Ordnung. Im Rennen hatte ich eine fantastische Eröffnungsrunde. Ich war aggressiv aber überlegt, was sich ausgezahlt hat. Ich habe dann aber noch eine Lektion über die Formel E gelernt: In dieser Serie ist es so einfach, einen Fehler in diesen Autos zu machen, da sie am Limit schwer zu fahren sind. Meine Vorderräder blockierten in Runde zwei und ich verpasste die Kurve. Mein Rennen war von diesem Punkt an vorbei. Ich fand mich wieder hinten im Feld. Ich habe die Limits angestoßen und ausprobiert, dann bin ich gegen die Mauer gestoßen und das war das Ende meines Rennens. Ich werde versuchen, das Positive daraus zu ziehen und endlich ein sauberes Wochenende zu haben. Wenn ich das kann, werden wir die Ergebnisse erzielen, die unsere Arbeit tatsächlich verdient. “

Montag, 11. März 2019

Audi-Pilot Lucas di Grassi feiert zweiten Platz beim Formel-E-Jubiläum

  • 29. Podium für den Brasilianer im 50. Rennen der Elektrorennserie
  • Daniel Abt nach starker Aufholjagd Vierter
  • Audi-Kundenteam Envision Virgin Racing holt Plätze drei und sechs

Lucas di Grassi holt in Honkong Platz zwei
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 
50. Rennen der Formel E und ein weiteres Podiumsergebnis für Audi Sport ABT Schaeffler: Lucas di Grassi fuhr beim turbulenten E-Prix in Hongkong mit kühlem Kopf auf Rang zwei. Teamkollege Daniel Abt kämpfte sich von Startposition zwölf auf Platz vier nach vorn. Insgesamt kamen alle vier Audi e-tron FE05 in die Top Sechs.
Die FIA Formel-E fuhr in Honkong ihr 50igstes Rennen
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 
Wechselhaftes Wetter sorgte beim Jubiläumsrennen der Elektrorennserie für extrem schwierige Bedingungen. Beide freien Trainingssitzungen und das Qualifying fanden bei Regen statt. Beim Start des Rennens war die Strecke noch feucht, trocknete dann aber immer weiter ab. Insgesamt drei Mal kam das Safety-Car zum Einsatz, kurz nach dem Start musste das Rennen sogar mit der Roten Flagge unterbrochen werden.

Lucas di Grassi bewies einmal mehr Nervenstärke und glänzte bereits im Qualifying mit einer starken Leistung. Als einziger Fahrer der ersten Qualifying-Gruppe schaffte der Audi-Pilot bei den schlechtesten Bedingungen mit viel Aquaplaning den Sprung in die Super Pole der besten sechs. Von Startplatz fünf ins Rennen gegangen, verlor di Grassi zunächst zwei Positionen. Dank einer souveränen Fahrt kam der Brasilianer aber noch auf Rang zwei nach vorn. Damit verbesserte er sich in der Fahrerwertung auf Gesamtrang drei.

„Heute mussten wir mit Köpfchen fahren“, sagte der Brasilianer. „Bei solchen Bedingungen kann man nur mit Gewalt überholen und riskiert dabei einen Ausfall oder eine Strafe. Ich habe Ruhe bewahrt und wurde dafür belohnt. Das ist mein 29. Podium in der Formel E. Aber nicht nur darauf bin ich sehr stolz. Es ist einfach fantastisch, wie sich diese Rennserie entwickelt hat. Für mich gibt es derzeit keine bessere.“
Starke Leistung in Honkong: Daniel Abt
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 
Auch Teamkollege Daniel Abt zeigte eine starke Leistung. Der Deutsche hatte in der dritten Qualifying-Gruppe mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen. Von Startplatz zwölf verbesserte sich der Audi-Pilot in der Startrunde um zwei Positionen und kam anschließend Platz um Platz nach vorn. „Der Anfang war total verrückt“, sagte Abt. „Es ging drunter und drüber. Es war wichtig, sich aus dem ganzen Wahnsinn herauszuhalten. Am Ende haben wir acht Plätze gutgemacht. Ich bin sehr glücklich, denn wir haben auch als Team eine starke Leistung gezeigt und wertvolle Punkte gesammelt.“
Lucas di Grassi und Daniel Abt in der Autogrammstunde
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 
In der Teamwertung liegt Audi Sport ABT Schaeffler nach fünf von 13 Läufen nun auf Position zwei. „Nach diesem Rennen sind wir in der Meisterschaft in einer wesentlich besseren Position als vorher, da einige unserer wichtigsten Gegner heute keine Punkte geholt haben“, sagte Teamchef Allan McNish. „Die Straßen von Hongkong sorgen jedes Mal für reichlich Aufregung. Es war ein total verrücktes Rennen, in dem es für uns immer weiter nach vorn ging. Lucas hat schon im Qualifying eine außergewöhnliche Leistung gezeigt und Daniel im Rennen eine tolle Aufholjagd. Es gibt also einige Gründe zu feiern.“

Zum dritten Mal in Folge überquerte in der Formel E ein Audi e-tron FE05 die Ziellinie als Erster. Sam Bird vom Audi-Kundenteam Envision Virgin Racing lieferte sich an der Spitze des Feldes das ganze Rennen über ein spektakuläres Duell mit dem DS Techeetah von André Lotterer. In der vorletzten Runde kam es dabei zu einer Berührung, infolge derer Lotterer mit einem defekten Hinterreifen ausfiel und Bird den Sieg durch eine nachträgliche Zeitstrafe verlor. Sein Teamkollege Robin Frijns rückte damit auf Platz drei vor.

„Wenn alle vier Audi e-tron FE05 die Ziellinie unter den ersten fünf überqueren, kann man nur von einem exzellenten Ergebnis für Audi sprechen“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Es war ein Rennen voller Zwischenfälle bei schwierigen Bedingungen mit der am Start feuchten und dann abtrocknenden Strecke. Unsere Fahrer haben das ganze Rennen über eine starke Leistung gezeigt und keine Fehler gemacht. Und wir haben erneut gesehen, wie stark unser Auto vor allem im Rennen ist.“

Das sechste Saisonrennen der Formel E steht bereits in zwei Wochen auf dem Programm. Am 23. März gastiert die Elektro-Rennserie erstmals in Sanya auf der chinesischen Hainan-Insel.

Sonntag, 10. März 2019

Mortara holt den ersten Sieg in der Formel E in Hongkong

  • Mortara holt den ersten Sieg in der ABB FIA Formula E Championship
  • Bird gab fünf Sekunden Strafe wegen Kollision im Kampf um die Führung
  • Lotterer nach Kollision mit Bird enttäuscht

Edoardo Mortara Siegt in Honkong
Foto: Alastair Staley / LAT Images
Edoardo Mortara erbte seinen ersten Sieg in der Formel E in Hongkong, nachdem gegen Sam Bird wegen einer Kollision mit Andre Lotterer in der vorletzten Runde eine Zeitstrafe verhängt wurde. Bird und Lotterer führten ein Rundenlanges Duell um den Sieg. Das Paar wurde während des gesamten E-Prix um Sekunden getrennt. Wenige Runden vor Schluss setzte Bird alles auf eine Karte und setzte ein Überholmanöver, dabei kontaktierte die Rückseite von Lotterer. Trotz des Treffers von hinten hielt Lotterer seine Position und schaffte es, Bird in Schach zu halten, aber Lotterer hatte einen schleichenden Plattfuss aufgrund des Kontaktes mit Bird, wurde langsamer und musste schließlich aufgeben.

Dies sicherte Bird den Sieg. Allerdings wurde Bird später mit einer Fünf-Sekunden-Strafe belegt und fiel damit auf den sechsten Platz zurück. Edoardo Mortara erbte somit den ersten Platz - ein erster Sieg für den Schweizer und ein erster Sieg für das VENTURI Formula E Team. Mortara verbesserte sich vom sechsten Startplatz nach vorne und holte sich damit den zweiten Podestplatz in Folge - nach seinem dritten Platz in Mexiko-Stadt.

Vandoorne der die Pole herausfuhr unterstrich den Trend in dieser Saison, dass kein Fahrer bisher die Pole in einen Sieg verwandeln konnte. Dies unterstreicht erneut, dass in der Formel E nichts selbstverständlich ist. 

Mit Änderungen in der Wertung wurde Lucas di Grassi Zweiter und Birds Teamkollege Robin Frijns rundete die Podestplätze für Envision Virgin Racing ab. Trotz des Verlustes bei den maximalen Punkten steigt Bird an die Spitze der Rangliste - mit einem zusätzlichen Punkt für die schnellste Runde.

Mit einem weiteren unterschiedlichen Sieger und nur zwei Punkten zwischen den ersten vier Fahrern kehrt die Formel E für das 6.Saisonrennen am 23. März in Sanya nach China zurück.

Formel E: Stoffel Vandoorne holt Pole in Hongkong

Stoffel Vandoorne holt Pole im Jubileumsrennen
Foto: Alastair Staley / LAT Images
Im 50. Formel-E Rennen in Honkong holt der ehemalige Formel-1 Pilot Stoffel Vandoorne die Pole-Position für das deutsche HWA-Team. Der Rennstall holt sich damit seine ersten drei Punkte in der Formel-E. Zweiter wurde Oliver Rowland im Nissan. Dritter wird der Deutsche Andre Lotterer (DS Techeetah), vor Gary Paffet (HWA) gefolgt von Lucas di Grassi von Audi Sport Abt Scheaffler.

Freitag, 8. März 2019

Porsche legt erste Testkilometer im neuen Forme-E-Fahrzeug zurück

Neel Jani absolviert erfolgreichen Rollout für Porsche


erstes Rollout für den Porsche Formel-E-Rennwagen
Foto: Porsche-Motorsport / Richard Pardon
Porsche-Werksfahrer Neel Jani (Schweiz) hat auf dem Porsche-Testgelände in Weissach am gestrigen Dienstag die ersten Kilometer im neuen Formel-E-Fahrzeug zurückgelegt und damit einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum Werkseinstieg in die ABB FIA-Formel-E-Meisterschaft zur Saison 6 (2019/20) gesetzt. Die erste Ausfahrt mit dem neu entwickelten vollelektrischen Porsche-Antriebsstrang verlief ohne Zwischenfälle. Sie lieferte wertvolle Erkenntnisse, die den Motorsport-Ingenieuren dabei helfen, das Fahrzeug in den kommenden Monaten im Rahmen intensiver Tests auf den ersten Renneinsatz in der Formel E vorzubereiten.

Stimmen zum Rollout

Fritz Enzinger (Leiter Porsche Motorsport): „Der neu entwickelte Porsche-Antriebsstrang für die Formel E hat seine Feuertaufe bestanden. Das ist ein wichtiger Tag für alle, die an diesem Projekt beteiligt sind. Vielen Dank an all diejenigen, die in den vergangenen Monaten viel Arbeit und Herzblut in die Konstruktion von Antriebsstrang und Fahrzeug gesteckt und diesen erfolgreichen Rollout möglich gemacht haben. Auf dem Weg zu unserem Werkseinstieg in die Formel E haben wir noch viel Arbeit vor uns, aber ein erster wichtiger Schritt ist nun getan. Jetzt werden wir mit voller Konzentration weiter daran arbeiten, uns mit den besonderen Herausforderungen der Formel E vertraut zu machen.“

Neel Jani am Steuer des Porsche-Formel-E-Rennwagens
Foto: Porsche-Motorsport / Richard Pardon
Neel Jani (Porsche-Werksfahrer): 
„Ich bin sehr stolz darauf, bei der ersten Ausfahrt unseres Formel-E-Rennwagens am Steuer gewesen zu sein. Den Rollout fahren zu dürfen, ist nicht nur eine große Ehre, sondern auch sehr spannend. Wir betreten hier Neuland. Für mich war es ein großartiges Gefühl. Jeder im Team spürt: Jetzt kommt das Projekt richtig in Schwung. Natürlich sind wir heute noch nicht ans Limit gegangen, aber der Antriebsstrang und das Fahrzeug machen insgesamt einen sehr guten ersten Eindruck. Ich kann es kaum erwarten, die Testarbeit fortzusetzen.“

Amiel Lindesay (Team Manager):
„Wir wissen, dass wir in der Formel E auf sehr starke Konkurrenz treffen werden, die größtenteils mehr Erfahrung hat als wir. Umso wichtiger ist es für uns, dass wir mit dem Rollout den nächsten Schritt in der Entwicklung gemacht haben. Mit jedem weiteren Test werden wir neue Erkenntnisse sammeln und die Performance des Fahrzeugs optimieren.“

Foto: Porsche Motorsport/Richard Pardon
Malte Huneke (Technischer Projektleiter): 
„Die Entwicklungsarbeit für ein voll auf Effizienz und Leichtbau getrimmtes Formel-E-Fahrzeug ist eine großartige Herausforderung für unser Ingenieur-Team. Das Auto jetzt zum ersten Mal im Einsatz zu sehen, hat uns schon ein bisschen Gänsehaut beschert. Im Vergleich zur Serienentwicklung sind die Anforderungen bezüglich Effizienz und Gewicht des Antriebs in der Formel E auf einem ganz anderen Niveau. Nun werden wir uns nach und nach ans Limit herantasten. Das ist essenziell, um in der Formel E zu bestehen.“