Sonntag, 16. Dezember 2018

Formel-E: Drei Fragen an ... António Félix da Costa

Antònio Felix da Costa nach seinem Sieg 
Foto: BMW-Motorsport
António, jetzt haben Sie nach Ihrem Sieg in Ad Diriyah eine Nacht geschlafen, wie fühlt es sich an?

António Félix da Costa: „Um ehrlich zu sein, fühlt es sich immer noch unwirklich an. Als ich in der dritten Staffel zum Andretti-Team kam, wollte ich immer diesen Punkt erreichen. In den letzten zwei Jahren gab es jedoch viele schwierige Rennen und knifflige Momente. Ich wurde in dieser schwierigen Zeit von vielen Teammitgliedern begleitet, die unseren Sieg dieses Mal erlebten. Das ist einfach eine großartige Geschichte und ich bin unglaublich begeistert, wie es gelaufen ist. ”

Wie hat sich der verstärkte Einfluss von BMW auf den Fortschritt des Teams ausgewirkt?

Félix da Costa: „Die Möglichkeiten und das Know-how von BMW haben das Projekt in eine völlig neue Richtung gelenkt. Ich war regelmäßig in der Vorbereitungsphase für die neue Saison in München und habe gesehen, wie die Serienentwickler ihre Arbeit erledigen. Der von mir entwickelte BMW i-Antrieb ist einfach fantastisch. Trotzdem ist es vor dem ersten Rennen unmöglich zu wissen, wo Sie im Vergleich zur Konkurrenz stehen. Wir haben gesehen, dass wir in Ad Diriyah nicht das schnellste Auto im Feld hatten. Das motiviert jeden, etwas härter zu arbeiten. Aber wir haben das Rennen trotzdem gewonnen, weil wir als Team keine Fehler gemacht haben. Deshalb habe ich ein sehr gutes Gefühl für den Rest der Saison. “

Wie bewerten Sie den neuen "ATTACK MODE" und den "FANBOOST"?

Félix da Costa: „Aus strategischer Sicht ist der„ ATTACK-MODUS “eine große Herausforderung, da es sehr schwierig ist, zu entscheiden, wann und wie er richtig im Rennen eingesetzt wird. Das macht das Rennen weniger vorhersehbar, was für die Fans aufregender ist. Ich freue mich, dass ich zum ersten Mal in meiner Karriere in der Formel E die „FANBOOST“ erhalten habe. Das zeigt, dass ich viel Unterstützung bekomme, nicht nur von portugiesischen Fans, sondern auch von BMW-Fans auf der ganzen Welt und von Andretti-Fans in Nordamerika. Das ist wirklich cool. Ich denke, dass diese beiden Boost-Ideen für die Fans großartig sind. “

Samstag, 15. Dezember 2018

Formel E: Abt und di Grassi punkten beim Saisonauftakt

  • Plätze acht und neun für das Team Audi Sport ABT Schaeffler in Ad Diriyah
  • Regen in der Wüste sorgt für Durcheinander im Zeitplan

Daniel Abt, Audi e-tron FE05 #66 (Audi Sport ABT Schaeffler)
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Das Team Audi Sport ABT Schaeffler hat beim Saisonauftakt der Formel E in Ad Diriyah (Saudi-Arabien) mit beiden Autos Punkte gesammelt. Daniel Abt und Lucas di Grassi arbeiteten sich im Rennen nach einem chaotischen Qualifying von den Startpositionen 11 und 18 auf die Plätze acht und neun nach vorn.

Die Teams hatten beim Saisonstart in der Wüste alles erwartet, nur keinen Regen. Der sorgte am Samstagvormittag dafür, dass statt der beiden planmäßigen freien Trainingssitzungen nur eine kurze Session absolviert werden konnte, die noch dazu durch Rote Flaggen unterbrochen wurde. Das normalerweise in eine Gruppenphase und ein Super-Pole-Zeitfahren der schnellsten sechs aufgeteilte Qualifying wurde unmittelbar nach dem Freien Training in zwei Gruppen durchgeführt.

„Ich denke, unter den Bedingungen haben auf dieser schwierigen und für alle neuen Rennstrecke alle Teams sehr gelitten“, sagte Teamchef Allan McNish. „Das Qualifying glich einer Lotterie und niemand konnte sich perfekt vorbereiten. Am Ende müssen wir uns damit zufriedengeben, dass Daniel (Abt) und Lucas (di Grassi) noch in die Punkteränge nach vorn gefahren sind. Aber das Ergebnis entspricht natürlich nicht unseren Erwartungen. Wir nehmen reichlich Hausaufgaben mit nach Neuburg und werden alles daransetzen, uns bis zum nächsten Rennen in Marrakesch deutlich zu steigern.“
Lucas di Grassi, Audi e-tron FE05 #11 (Audi Sport ABT Schaeffler)
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Auf der regennassen Rennstrecke klagten beide Piloten des Teams Audi Sport ABT Schaeffler im Qualifying über zu wenig Grip an der Hinterachse. Zudem wurde Lucas di Grassi – genau wie mehreren anderen Piloten – aufgrund einer kurzzeitigen Leistungsspitze nachträglich die schnellste Qualifyingrunde gestrichen.

Im Rennen zeigten sich beide Audi-Piloten kämpferisch. „Wir waren heute aber einfach nicht schnell genug“, sagte Daniel Abt. „Entsprechend hart mussten wir um unsere Positionen kämpfen. Es war ein schwieriges Rennen für uns.“ Das zweite Rennen der neuen Formel-E-Saison findet am 12. Januar 2019 in Marokko statt.

Triumphales Debüt: Beim Saisonauftakt der Formel E gewinnt Félix da Costa für BMW und Andretti Motorsport

Antonio Felix da Costa siegt für BMW i Andretti Motorsport 
Foto: BMW-Motorsport
Perfekter Start für BMW i Andretti Motorsport und den BMW iFE.18 in der ABB FIA Formel E-Meisterschaft: António Félix da Costa (POR) feierte den Sieg beim Debüt des BMW-Werksteams in Ad Diriyah (KSA). Félix da Costa holte die Pole Position. Im Rennen half ihm die Unterstützung der Fans durch den „FANBOOST“, den ersten Platz in einem hart umkämpften Duell mit dem amtierenden Champion Jean-Eric Vergne (FRA) bis ins Ziel zu verteidigen.

Antonio Felix da Costa
Foto: BMW-Motorsport
Es war Félix da Costas zweiter Sieg in seiner Formel-E-Karriere. Alexander Sims (GBR) war in seinem ersten Formel-E Rennen in vielen Duell verwickelt und überquerte die Ziellinie auf dem in 18.Platz.

Das Rennen fand unter trockenen Bedingungen statt. Der neu eingeführte „ATTACK MODE“ und der „FANBOOST“ sorgten zusätzlich für Spannung. Félix da Costa war einer von fünf Fahrern, die diesen zusätzlichen Energieschub in der Schlussphase des Rennens nutzen konnten. Das Safety Car von BMW i8 Coupé war beim Saisonauftakt im Einsatz.

Das näcjste Rennen der ABB FIA Formel E Meisterschaft findet am 12. Januar 2019 in Marrakesch statt.

Formel E : Antonio Felix da Costa holt erste Pole-Position der Saison in Riad

da Costa holt die Pole für BMW
Foto: Jens Hawrda
Die Formel-E Saison 2018/2019 ist eröffnet und das erste Ausrufezeichen setzt ein Newcomer. Der BMW-Pilot Antonio Felix da Costa holt die Pole in Riad. Der Vorjagresmeister Vergne konnte das Tempo nicht gant mitgehen und startet von Platz sieben. Auch für Daniel Abt (Audi) lief das Qualifying nicht optimal, er wurde nur achtzehnter, sein Teamkollege die Grassi startet von Platz elf. Der zweite Deutsche im Feld, Andreas Lotterer startet von Platz 10.Die ehemalige DTM-Pilot Gary Paffet und Edoardo Mortara starten von Platz 15 und 16. Der frühere Formel-1 Pilot Fillippe Masse startet von Platz 19. Das Rennen startet heute in Riad um 13.05 Uhr deutscher Zeit.
Ergebnis des Qualifyings zum Ersten Rennen in Riad

Freitag, 14. Dezember 2018

DTM: Sieben Kandidaten testeten Audi RS 5 DTM in Jerez

  • Piloten begeistert vom Audi RS 5 DTM des Modelljahrs 2018
  • DTM-Projektleiter Andreas Roos: „Erneut sehr guter Test für Audi Sport“
  • Testträger des neuen Audi RS 5 DTM ebenfalls im Einsatz
Foto: Audi-Motorsport / Malte Chtistians


Zum Ende des DTM-Jahres 2018 bot Audi Sport sieben Piloten die Gelegenheit neue Rennsport-Erfahrung zu sammeln: Beim gemeinsamen Test von Audi, BMW und Mercedes-Benz in Jerez zeigten sich die Rennfahrer zum Abschied noch einmal begeistert von der 2018er-Version des Audi RS 5 DTM.

Für Audi Sport ging mit den Testfahrten im spanischen Jerez das DTM-Jahr 2018 erfolgreich zu Ende. Insgesamt sieben Piloten aus sechs verschiedenen Nationen erhielten die Gelegenheit, erstmals den Audi RS 5 DTM der diesjährigen Saison zu testen. Von Montag bis Mittwoch teilten sich Jonathan Aberdein (20/Südafrika), Andreas Bakkerud (27/Norwegen), Mattia Drudi (20/Italien), Sacha Fenestraz (19/Frankreich), Sergey Sirotkin (23/Russland), Benoît Tréluyer (42/Frankreich) und Frédéric Vervisch (32/Belgien) die Zeit im Cockpit von insgesamt zwei RS 5 DTM. Die DTM-Mannschaft vom Audi Sport Team Rosberg und das Audi-DTM-Kundenteam WRT setzten dabei jeweils einen der DTM-Tourenwagen von Audi mit V8-Saugmotor ein. Wertvolle Tipps erhielten die Rennfahrer von Jamie Green. Der Brite war als Referenzfahrer für Audi Sport im Einsatz und läutete am Montag die Testfahrten ein.

Parallel setzten Mike Rockenfeller und Nico Müller mit einem Testträger des neuen Audi RS 5 DTM in Jerez die Arbeit für die Saison 2019 fort. Rockenfeller übernahm am Montag und Dienstag die Testarbeit im rund 600 PS starken DTM-Boliden mit dem neuen Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotor. Der ehemalige DTM-Champion spulte auf dem 4,428 Kilometer langen MotoGP-Kurs insgesamt 211 Runden ab. Am Mittwoch übernahm der Schweizer Audi-DTM-Pilot Nico Müller das Cockpit und absolvierte mit 118 gefahrenen Runden ebenfalls eine beachtliche Tagesdistanz.

„Es war erneut ein sehr guter Test für Audi Sport hier in Jerez“, sagte Projektleiter Andreas Roos. „Die sieben Fahrer auf unserem Audi RS 5 DTM haben allesamt einen sehr guten Job gemacht. Mich hat besonders gefreut, wie hellauf begeistert sich die Piloten hinterher von unserem Auto gezeigt haben. Auch jemand wie Sergey (Sirotkin), der schon in der Formel 1 gefahren ist, hat hinterher ein Grinsen im Gesicht gehabt. Auch mit unserem Testträger konnten wir sehr viele Punkte unseres Testprogramms abhaken. An den drei Tagen sind wir insgesamt 1.457 Kilometer gefahren und das weitestgehend ohne Probleme. Nun werden wir die doch lange Winterpause nutzen, um die Daten auszuwerten, bis wir im März für den nächsten offiziellen DTM-Test wieder nach Jerez zurückkehren.“

Stimmen der Fahrer des Audi RS 5 DTM (2018):

Jonathan Aberdein (220 gefahrene Runden)
„Den Audi RS 5 DTM auf der Rennstrecke zu fahren hat sehr viel Laune gemacht. Ich bin einfach dankbar, dass ich das Auto hier in Jerez testen konnte. Die Tage vergingen wirklich wie im Flug. Ich fand erstaunlich, wie viel Performance das Auto angesichts seiner Größe an den Tag legt. Ich bin sonst nur Formelautos gefahren, die zum einen kein Dach und schon gar nicht so ein großes Cockpit haben. Der Blick raus auf die Rennstrecke war daher anfangs ungewohnt.“

Andreas Bakkerud (59 Runden)
„Für mich als Rallycross-Fahrer ein komplett neues Kapitel. Letzte Woche konnte ich mich schon ein wenig im Simulator beim Team Rosberg auf den Test vorbereiten. Den RS 5 DTM dann hier auf der Rennstrecke zu fahren war natürlich noch um einiges beeindruckender. Ich konnte kaum glauben, wie spät man mit den DTM-Autos bremsen kann. Jamie (Green) und René (Rast) haben mir da wertvolle Tipps gegeben. Danke an (Audi-Motorsportchef) Dieter Gass, Audi Sport und das gesamte Testteam für die geniale Erfahrung.“

Mattia Drudi (50 Runden)
„Die DTM ist für mich das höchste Level im Tourenwagensport. Die Chance den Audi RS 5 DTM zu testen war der bislang bedeutendste Moment in meiner Karriere. Ehrlich gesagt war ich anfangs etwas eingeschüchtert von der Teamgröße, doch dann schnell begeistert in so einem professionellen Umfeld zu arbeiten. Die ersten drei, vier Runden konnte ich gar nicht mehr aufhören zu grinsen. Diese Power, wenn man aufs Gaspedal tritt, und die Kurvengeschwindigkeiten – ein ganz besonderes Erlebnis.“

Sacha Fenestraz (57 Runden)
„Ich hätte nicht erwartet, dass die DTM-Rennautos so unglaublich schnell sind. Meine Stints liefen richtig gut. Bis auf den Ausrutscher kurz vor Testende, als ich von der Strecke abgekommen und eingeschlagen bin. Mir ist nichts passiert, aber natürlich war es mir unangenehm, dass das Auto dabei beschädigt wurde. Nichtsdestotrotz war es eine einmalige Erfahrung für mich.“

Sergey Sirotkin (91 Runden)
„Als Kind habe ich schon die DTM verfolgt. Daher war die Vorfreude auf den Test riesig. Selbst in einem RS 5 DTM Platz nehmen zu dürfen war einmalig. Aber auch ganz schön tricky. Bis zum Ende meines Stints hatte ich noch nicht ganz das perfekte Gefühl für das Auto gefunden. Bisher bin ich noch kein Rennauto gefahren, das dem RS 5 DTM nahekommt – am ehesten in der Formel 3. Die Ingenieure und die Mechaniker haben mich bestmöglich unterstützt und haben mir die Eingewöhnungszeit so gut wie möglich verkürzt – vielen Dank noch mal an alle.“

Benoît Tréluyer (70 Runden)
„Der Test hier in Jerez hat mich an meine Zeit in der Super GT erinnert und auch an die LMP-Prototypen. Viel Abtrieb und hoher Speed in den Kurven. Bei Taxifahrten bin ich schon einmal den RS 5 DTM gefahren, aber das ist auf keiner Ebene hiermit zu vergleichen. Es hat wahnsinnig Spaß gemacht wieder am Setup zu tüfteln und Runde für Runde den Fahrstil zu verbessern. Ich bin es zwar nicht anders gewohnt, aber noch mal Danke an Audi Sport und Team Rosberg für die perfekte Organisation.“

Frédéric Vervisch (47 Runden)
„Es war eine lang ersehnte Premiere für mich, ich wollte schon immer mal ein DTM-Auto fahren. Von Fahrerkollegen hatte ich zuvor schon gehört, dass die Tourenwagen sehr viel Abtrieb generieren – das kann ich nun bestätigen. Für mich persönlich war das die größte Umstellung verglichen mit einem GT3-Sportwagen oder einem TCR-Fronttriebler. Mit dem RS 5 DTM durch die Kurven zu jagen macht richtig Laune. Allerdings war es nicht einfach direkt das Limit zu finden, da man den Abtrieb im Lenkverhalten kaum wahrnimmt.“