Sonntag, 14. Oktober 2018

DTM: Lucas Auer holt Pole

Pole am Samstag für Lucas Auer (Mercedes)
Foto: Mercedes-Motorsport
Der Erste des Qualifying am Samstag in Hockenheim hieß Lucas Auer. Als Sieger durfte sich aber Gary Paffett fühlen. Für den Österreicher Auer war das seine dritte Pole Position in der Saison. „Das war ein starkes Qualifying. In den Freien Trainings habe ich viel links und rechts geschaut. Im Setup auch ein bisschen ausprobiert. Deswegen hatte ich kein gutes Gefühl. Wir haben dann auch alles zurückgeschraubt. Über die Pole-Position bin ich selber erstaunt“, sagte Auer.

Zweiter wurde Markenkollege Paffett. Somit verkürzte der Brite den Rückstand auf den Ersten der Fahrerwertung, Paul Di Resta, auf nur noch zwei Punkte. Der Schotte belegte nur Rang acht. „Vor René zu stehen, ist perfekt. Die Lücke zu Paul ist auch kleiner geworden. Das ist alles sehr positiv“, sagte Paffett. Hinter Timo Glock, dem besten BMW-Piloten wurde René Rast Vierter. „Für mich ändert sich jetzt nicht viel. Ich muss vor Paul und Gary ins Ziel kommen. Die Ausgangsposition ist nicht schlecht. Es hätte schlimmer kommen können. Ich bin ganz zufrieden und zuversichtlich“, sagte der Titelverteidiger, der von Platz drei starten wird. Denn Glock und Markenkollege Philipp Eng bekamen in Spielberg ihre dritte Verwarnung und werden deswegen heute beim ersten Rennen in der Startaufstellung um fünf Plätze zurückversetzt.

DTM: Zweites Freies Training Erikson vor Farfus

Innerhalb von drei Tausendstelsekunden lagen die ersten Drei beim zweiten Freien Training am Samstag in Hockenheim. Rookie Joel Eriksson platzierte sich vor Markenkollege Augusto Farfus auf Rang eins. Dahinter folgte mit Gary Paffett im Mercedes-AMG der erste der drei Titelanwärter. „Es ist ein sonniger Tag. Im Freien Training geht es mehr um das Gefühl im Auto. Die Pace war gut. Ich freue mich auf das Qualifying“, sagte Paffett. 

Titelverteidiger René Rast wurde Fünfter hinter Markenkollege Nico Müller. „Im Qualifying wird es sehr eng zugehen. Das war nur ein kleiner Vorgeschmack auf später. Alle werden versuchen, die letzten Tausendstelsekunden aus ihrem Auto raus zu quetschen“, sagte der Schweizer Audi-Pilot.

Freitag, 12. Oktober 2018

DTM: Erstes Freies Training - Renè Rast vorn

Renè Rast
Foto: Jens Hawrda
Titelverteidiger Renè Rast fuhr im ersten Freien Traing zum Saisonfinale in Hockenheim Bestzeit und setzte damit ein deutliches Zeichen. Die beiden Mitfavoriten auf die Meisterschaft Paul Di Resta und Gary Paffett belegten mit ihren Mercedes-AMG hingegen nur die Plätze 13. und 15. 


„Das ist offensichtlich ein guter Start ins Wochenende. P1 ist immer gut. Trotzdem müssen wir noch etwas am Auto arbeiten. Hoffentlich können wir morgen daran anknüpfen“, sagte Rast. 

Zweiter hinter Rast wurde Markenkollege Jamie Green. Dahinter folgten die Mercedes-Piloten Daniel Juncadella und Pascal Wehrlein auf Platz drei und vier. Bester BMW-Pilot war Timo Glock als Sechster. 


Das zweite Freie Training in Hockenheim findet am Samstagmorgen um 9 Uhr statt, das Qualifying zum ersten Rennen beginnt 10.55 Uhr, der Rennstart ist um 13:30 Uhr.

WRT wird Audi-Kundenteam in der DTM

  • Team aus Belgien setzt 2019 zwei neue Audi RS 5 DTM ein
  • Dieter Gass: „WRT hat das Potenzial, sich auch in der DTM zu etablieren“

Vincent Vosse (l.) und Dieter Gass
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel


Audi präsentiert das erste Kundenteam für die neue Ära der DTM: In der Saison 2019 wird das vor allem aus dem GT-Sport bekannte W Racing Team (WRT) in der internationalen Tourenwagen-Rennserie an den Start gehen. Die Mannschaft um Teamchef Vincent Vosse plant den Einsatz von zwei neuen Audi RS 5 DTM.

„Gemeinsam mit der ITR haben wir in den vergangenen Monaten intensiv daran gearbeitet, die DTM wieder für Kundenteams zu öffnen“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Wir freuen uns, das erste Kundenteam der neuen DTM-Ära präsentieren zu können. Ich kenne Vincent Vosse schon aus der STW und sein Team von der langjährigen Zusammenarbeit im GT-Sport sehr gut und weiß, wie stark WRT aufgestellt ist. Ich bin überzeugt, dass WRT das Potenzial hat, sich auch in der DTM zu etablieren.“

Das im belgischen Baudour beheimatete W Racing Team wurde 2009 gegründet und war vom ersten Tag an erfolgreich. International einen Namen gemacht hat sich die Mannschaft vor allem durch zahlreiche Siege und Meistertitel mit dem GT3-Rennwagen Audi R8 LMS. Dazu zählen Triumphe bei den 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, in Spa, Zolder und Dubai, den 12-Stunden-Rennen in Sepang und Bathurst sowie mehrere Meistertitel in den Blancpain-GT-Serien, unter anderem mit den aktuellen Audi-DTM-Piloten Robin Frijns, Nico Müller und René Rast.

Seit 2016 engagiert sich WRT zudem erfolgreich in der TCR-Kategorie im Tourenwagen-Sport, aktuell mit dem Audi RS 3 LMS. „Der Aufstieg in die DTM war ein Traum von uns“, sagt Vincent Vosse. „Als Teil der Audi-Familie haben wir die DTM mit Interesse verfolgt. Die Bühne war schon immer großartig. Der Zeitpunkt für einen Einstieg war nie besser als jetzt: 2019 kommen erstmals die neuen Zweiliter-Turbomotoren zum Einsatz, mit denen alle Teams bei null starten. Und wir bekommen dasselbe Material wie die Werksteams. Das macht die DTM für uns und in Zukunft sicher auch für andere Teams so interessant.“

DTM-Kalender 2019 mit neuen Rennstrecken und neuem Rahmenprogramm

  • Rahmenprogramm u.a. mit der neuen W Series, Formel 3 und Porsche Markenpokalen
  • Künftig dabei: Der legendäre TT Circuit in Assen und der Circuit Zolder
  • Tickets für den Auftakt 2019 bereits am Wochenende in Hockenheim erhältlich
Foto: Jens Hawrda

Nächster Paukenschlag in der DTM: Einen Tag nach der Verkündung des Einstiegs von R-Motorsport als lizensiertes Team von Aston Martin verkündet die DTM-Dachorganisation ITR die Kooperation mit der neu geschaffenen W Series. Die Rennserie, in der ausschließlich Mädchen und junge Frauen gegeneinander antreten und gefördert werden, trägt ihre Rennen zunächst exklusiv im Rahmenprogramm der DTM aus.

Der heute veröffentlichte DTM-Kalender 2019 umfasst neun Rennwochenenden. Die Saison beginnt wie gewohnt auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg (3.–5. Mai 2019), wo auch das Saisonfinale (4.–6. Oktober 2019) stattfinden wird. Die Standorte der drei weiteren Rennwochenenden in Deutschland, der Norisring, der Lausitzring sowie der Nürburgring, gehören ebenfalls weiterhin zum festen Stamm des DTM-Kalenders. Darüber hinaus macht die DTM viermal im europäischen Ausland Station. Während die Rennstrecken in Misano (Italien) und Brands Hatch (Großbritannien) schon 2018 zum Programm der Tourenwagen-Serie gehörten, ist mit dem legendären TT Circuit im niederländischen Assen eine neue Rennstrecke erstmals im Kalender vertreten. Zudem feiert die DTM auf dem Circuit Zolder (Belgien) ihr Comeback – also an dem Ort, an dem die DTM am 11. März 1984 ihr erstes Rennen austrug, damals noch unter dem Titel „Deutsche Produktionswagen-Meisterschaft“.

„Wir setzen weiterhin auf eine ausgewogene Mischung aus Veranstaltungen an Deutschlands beliebtesten Motorsport-Standorten sowie attraktiven Rennstrecken in weiteren, großen europäischen Märkten“, sagt ITR-Geschäftsführer Achim Kostron. „2018 haben wir nach längeren Pausen unsere Comebacks in Großbritannien und Italien gegeben – zwei Länder mit großer Motorsport-Tradition und begeisterungsfähigem Publikum. Hier ist es uns sehr wichtig, als DTM weiter Fuß zu fassen und unsere Fan-Basis zu erweitern. Ganz besonders freue ich mich auf die DTM-Premiere auf der Grand-Prix-Strecke in Assen. Die Niederlande ist traditionell fester Bestandteil unseres Kalenders und 2019 präsentieren wir uns zum ersten Mal auf dem traditionsreichen TT Circuit. Und das Comeback in Zolder, sozusagen der ‚Geburtsstätte‘ der DTM, hat natürlich einen ganz besonderen Charme.“

Weltpremiere: W Series zunächst exklusiv im DTM-Rahmenprogramm

In der kommenden Saison dürfen sich Motorsport-Fans auf ein komplett neu gestaltetes sportliches Rahmenprogramm bei den DTM-Veranstaltungen freuen – inklusive einer echten Weltpremiere. Die neu geschaffene, internationale W Series trägt ihre Rennen zunächst exklusiv bei der DTM aus. Die Ankündigung der Serie hat in dieser Woche für weltweite Aufmerksamkeit gesorgt. In baugleichen Formel-Fahrzeugen, die von 4-Zylinder-Turbomotoren mit 1,8 Litern Hubraum angetrieben werden und den neuesten Sicherheitsanforderungen des Automobil-Weltverbands FIA entsprechen, kämpfen die jungen Fahrerinnen aus der ganzen Welt nicht nur um Pole-Positions und Siege, sondern auch um ein Preisgeld in Höhe von 1,5 Millionen US-Dollar, um sich für höhere Aufgaben im internationalen Motorsport zu empfehlen.

Ebenfalls fester Bestandteil des DTM-Rahmenprogramms 2019: Die neu ausgeschriebene Formel-Serie der ITR-Tochter Formel 3 Vermarktungs GmbH, in der Fahrzeuge der aktuellen Formel-3-Europameisterschaft zum Einsatz kommen. Die Formel 3 wird bei allen DTM-Rennwochenenden dabei sein. Außerdem kehren Porsche Cup-Rennfahrzeuge nach einem Jahr Abwesenheit ins Rahmenprogramm der DTM zurück. So trägt u.a. der Porsche Carrera Cup Deutschland Rennen bei der DTM am Hockenheimring (Saisonauftakt) und am Norisring aus. In Zolder, Assen und am Nürburgring bereichert die Porsche GT3 CUP Challenge Benelux das DTM-Programm. Ebenfalls dreimal bei der DTM zu Gast: der beliebte Lotus Cup Europe (Assen, Brands Hatch, Nürburgring). Weitere Rennserien des DTM-Rahmenprogramms 2019 werden zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

Stärkung des sportlichen Rahmenprogramms genießt Priorität

„Die Stärkung und Ausweitung unseres sportlichen Rahmenprogramms stand für 2019 ganz oben auf unserer To-Do-Liste“, sagt Kostron. „Wir sind sehr froh, dass wir mit der W Series eine innovative und professionelle Rennserie bei der DTM begrüßen dürfen. Dass die Organisatoren der W Series für ihr großartiges Vorhaben die DTM als Plattform gewählt haben, spricht für sich. Ganz besonders freuen wir uns auch auf die Rückkehr der beliebten Porsche-Rennfahrzeuge. Durch die Auftritte verschiedener Porsche Markenpokale ist der Sportwagen-Hersteller bei den meisten DTM-Events dabei. Nicht zu vergessen die Fortsetzung der Formel 3 im Rahmenprogramm der DTM, die uns ebenfalls am Herzen liegt. Kurzum: Wir bieten den Fans an der Rennstrecke reichlich Action.“

Die offiziellen ITR-Testfahrten vor Beginn der Rennsaison 2019 werden vom 15.–18. April 2019 auf dem Lausitzring ausgetragen – und markieren zudem den Auftakt zu einem besonderen Jubiläumsjahr in der DTM. DEKRA, eine der weltweit führenden Expertenorganisationen, ist nicht nur Eigentümer der östlichsten Rennstrecke Deutschlands, sondern auch seit 1989 Partner der DTM.

Vorverkauf startet bereits beim Saisonfinale 2018

Zuschauer, die an diesem Wochenende (12.–14. Oktober 2018) auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg das große DTM-Saisonfinale verfolgen, haben erstmals die Gelegenheit, vor Ort Tickets für den Saisonauftakt 2019 (3.–5. Mai 2019) zu erwerben und sich als Erste die besten Plätze zu sichern. Der allgemeine Ticket-Vorverkauf für die gesamte DTM-Saison 2019 wird im November beginnen. Tickets werden dann wie gewohnt auf der offiziellen Webseite www.DTM.com/tickets sowie unter der Telefon-Hotline 01806 386 386 (0,20 Euro/Anruf inkl. MwSt. aus dem dt. Festnetz, max. 0,60 Euro/Anruf inkl. MwSt. aus dem dt. Mobilfunknetz) erhältlich sein.

Die DTM-Termine 2019

15.–18. April, Lausitzring 
ITR-Test

3.–5. Mai, Hockenheim 
u.a. mit W Series, Formel 3, Porsche Carrera Cup Deutschland

17.–19. Mai, Zolder 
u.a. mit W Series, Formel 3, Porsche GT3 CUP Challenge Benelux, Belcar Endurance Championship

7.–9. Juni, Misano 
u.a. mit W Series, Formel 3

5.–7. Juli, Norisring 
u.a. mit W Series, Formel 3, Porsche Carrera Cup Deutschland

19.–21. Juli, Assen 
u.a. mit W Series, Formel 3, Porsche GT3 Cup Challenge Benelux, Lotus Cup Europe

10.–11. August, Brands Hatch 
u.a. mit W Series, Formel 3, Lotus Cup Europe

23.–25. August, Lausitzring 
u.a. mit Formel 3

13.–15. September, Nürburgring 
u.a. mit Formel 3, Lotus Cup Europe, Porsche GT3 CUP Challenge Benelux

4.–6. Oktober, Hockenheim 
u.a. mit Formel 3

Vorbehaltlich der Zustimmung durch die DTM-Kommission. Die Termine und Austragungsorte der beiden gemeinsamen Events mit der japanischen SUPER-GT-Serie werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.