Donnerstag, 6. September 2018

ADAC TCR Germany mit spannendem Schlussspurt

  • Langeveld in Führung - Proczyk, Engstler und Halder lauern auf dem Sachsenring
  • Kopf-an-Kopf-Rennen in der Honda Rookie Challenge
  • Heimspiel für Dominik und Marcel Fugel, Steve Kirsch und das Team Honda ADAC Sachsen
Foto: Jens Hawrda
Die Entscheidung in der ADAC TCR Germany rückt näher: Auf dem Sachsenring (7. bis 9. September) biegt die Tourenwagenserie am Wochenende mit den Saisonrennen elf und zwölf in ihre vorletzte Runde ein. Nur zwei Wochen später (21. bis 23. September) wird der Meister beim großen Saisonfinale am Hockenheimring gekürt. Nach zehn Rennen trennen die Top Drei nur 22 Punkte. Liefert das vorletzte Rennwochenende bereits eine Vorentscheidung zugunsten des Führenden Audi-Piloten Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One) oder rütteln die Verfolger das Gesamtklassement noch einmal durcheinander? SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV, zudem sind sie online im Livestream auf SPORT1.de., adac.de/motorsport, auf Facebook sowie im YouTube-Kanal des ADAC zu sehen. 

Das Wochenende am Sachsenring verspricht erneut Hochspannung, der Titelkampf ist bei noch vier verbleibenden Läufen offen wie nie zuvor. Tabellenführer Langeveld reist mit neun Punkten Vorsprung auf Verfolger Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International) im Opel nach Sachsen. Aber auch Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler), der in Zandvoort im neuen Hyundai i30 N seinen ersten Sieg in der ADAC TCR Germany - und gleichzeitig den ersten Sieg für Hyundai in der deutschen TCR-Serie - feierte, ist mit 22 Zählern Rückstand noch in Schlagdistanz. Und auch Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen), der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport, hat als Vierter mit 39 Punkten Rückstand im Honda Civic TCR ebenfalls noch Chancen auf den Titel. 

Seine Führung will Langeveld jedoch nach einem erfolgreichen Wochenende mit einem Sieg und Platz drei auf seiner Heimstrecke in Zandvoort Mitte August nicht wieder hergeben. "Ich bin so glücklich. Das Team hat einen überragenden Job gemacht. Ich bin stolz. Es bleibt spannend bis zum Schluss", sagte Langeveld: "Ich hoffe, wir sind am Sachsenring genauso erfolgreich wie wir in Zandvoort waren. Jetzt bin ich in der Gesamtwertung vorne, und natürlich will ich an der Spitze bleiben." 

Doch da möchte auch Proczyk noch ein Wörtchen mitreden. "Wir gehen die restlichen Wochenenden genauso an wie die ersten fünf und schauen, dass wir das Maximum herausholen", sagte der Vizemeister von 2016: "Wir wissen aber noch nicht, wie der Opel auf dem Sachsenring funktioniert." Entsprechend stark schätzt der 42-Jährige seine Konkurrenten ein: "Langeveld und Halder haben sich alle Pole Positions in diesem Jahr gesichert. Das sagt schon viel aus. Engstler hat mit seinem neuen Unterbau auch alle Chancen, meiner Meinung nach sogar das beste Auto im Feld zurzeit. Für mich wird es schwer, aber wir geben alles!" 

Für das Brüder-Paar Dominik (21, Chemnitz, Team Honda ADAC Sachsen) und Marcel Fugel (17, Chemnitz, Profi-Car Team Halder) im Honda sowie Steve Kirsch (39, Chemnitz, Besagroup Racing) im Renault Megane TCR werden die Rennen auf dem Sachsenring ein besonderes Wochenende, wenn es auf die Heimstrecke der Chemnitzer geht. Honda-Pilot Dominik Fugel: "Mal schauen, was drin ist. Ich freue mich auf den Sachsenring - meine Heimstrecke. Ich hoffe auf bessere Resultate als in Zandvoort." 


Kopf-an-Kopf-Rennen in der Honda Rookie Challenge 

Aber nicht nur der Titelkampf bietet Spannung pur, auch die Fahrer der Honda Rookie Challenge liefern sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Opel-Pilot Luke Wankmüller (17, Straubenhardt, HP Racing International) führt mit nur zweieinhalb Zählern vor ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Max Hesse (17, Wernau, Prosport Performance) im Audi. "Es ist wie Ping Pong zwischen Max und mir. Die Führung in der Honda Rookie Challenge wechselt ständig, es bleibt bis zum Schluss spannend", so Wankmüller. "Das Team bereitet alles perfekt vor. Wir sind bereit für die Rookie-Meisterschaft", so Hesse: "Ich freue mich auf den Sachsenring. Dort, wo vor einem Jahr alles begann." 2017 hatte Hesse auf dem Kurs in Sachsen in der ADAC TCR Germany debütiert. 

Aber auch Michelle Halder (19, Meßkirch, Profi-Car Team Halder), die als erste Frau in der Geschichte der ADAC TCR Germany einen Podiumsplatz einfuhr, lauert im Cupra TCR auf Rang drei mit 24,5 Punkten Rückstand auf einen Fehler der beiden Führenden. Als besonderer Lohn winkt dem Sieger der Nachwuchswertung ein Honda Civic als Prämie. 

Sein Debüt in der ADAC TCR Germany feiert am Sachsenring der Schweizer Nachwuchsfahrer Francesco Ruga, der als einer von drei Kandidaten im Rahmen der "AutoScout 24 Young Driver Challenge powered by SEAT" die Chance erhält, im Cupra TCR DSG seine ersten Schritte im Tourenwagensport zu absolvieren. 

Mittwoch, 5. September 2018

DTM: Drei Fragen an Lucas Auer

Lucas Auer: „Die DTM ist so ‚crazy‘, dass man Kopfschmerzen bekommt, wenn man zu viel darüber nachdenkt...“

Lucas Auer
Foto: Jens Hawrda
Lucas, jetzt geht es zum Nürburgring. Das war in den vergangenen Jahren vor allem im Qualifying ein sehr gutes Pflaster für Dich...

Lucas Auer: Es ist immer gut, auf einer Strecke zu fahren, auf der man in der Vergangenheit stark gewesen ist – sogar schon im ersten DTM-Jahr. Aber das ist keine Versicherung für das kommende Wochenende. Jedes Jahr steht für sich und ich muss wieder von vorne anfangen. Nur wenn mir das gelingt, sieht es gut aus.

In den letzten Rennen hattest Du viel Pech. Wie gehst Du damit um?

Lucas Auer: Man zieht das Pech oder Glück auch ein bisschen selbst an. Ich glaube, das gehört zu einem ganz normalen Lernprozess dazu, den man durchlaufen muss, um stärker zu werden. Wichtig ist, dass man die richtigen Schlüsse daraus zieht und etwas daraus lernt. Man muss immer das Beste aus der Situation herausholen.

An den letzten Rennwochenenden ging es in der Meisterschaft hin und her. Noch stehen sechs Rennen aus – schielst Du da noch etwas nach oben?

Lucas Auer: Für mich ist die Meisterschaft nicht das Entscheidende. Ich versuche, mich selbst bestmöglich weiterzuentwickeln. Wenn mir das gelingt, bin ich happy. Meistens geht das auch miteinander einher: Wenn man am meisten lernt, ist auch die Entwicklung in der Meisterschaft gut. Aber mir geht es allen voran darum, mich selbst zu verbessern. Ich blicke nicht nur auf den Punktestand, sondern auf meine eigene Entwicklung. So lange es mit dieser vorangeht, sind normalerweise auch die Resultate gut. Deshalb achte ich nicht so sehr auf die Tabelle. Außerdem ist es in der DTM so „crazy“, da gibt es so viele Punkte an einem Rennwochenende, dass man Kopfschmerzen bekommt, wenn man sich zu viele Gedanken darüber macht...

Die IDM in Assen sorgt für Nervenkitzel

Die spannende Schlussphase beginnt: Auf dem TT Circuit Assen läutet die Motor Presse Stuttgart als Promotor die vorletzte Runde der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) ein. Vom 7. bis 9. September 2018 geht es rund auf der Rennstrecke in den Niederlanden, auf der jährlich auch ein Lauf zur Motorrad-Weltmeisterschaft ausgetragen wird.
Foto: Jens Hawrda
Es ist das zweite Auslandsgastspiel der IDM, und das steckt voller Überraschungen. Denn für die Rennen auf dem Geschlängel aus 17 Kurven sind etliche einheimische Gastfahrer angemeldet. Welche Auswirkungen hat das? Die Fans erwartet purer Nervenkitzel. Vier IDM-Klassen rollen an den Start. Die  IDM Superbike 1000 ist die Königsklasse. Ihre Kennzeichen: hochgezüchtete Motorräder von BMW, Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha mit einer Leistung von über 200 PS. Der Titel geht an einen BMW-Fahrer - das steht schon fest. Nur an wen, ist die große Frage. Ilya Mikhalchik (alpha Racing-Van Zon-BMW) führt die Gesamtwertung an. Der Ukrainer hat 13 Punkte Vorsprung auf seinen Verfolger Bastien Mackels (Wilbers-BMW). Dem Belgier folgt wiederum Mikhalchiks Teamkollege Julian Puffe. Der Deutsche aus der Rennstadt Schleiz hat zwar weitere 61 Punkte Rückstand, doch abgerechnet wird zum Schluss. Auch wenn nur noch vier Rennen ausstehen, kann sich das Blatt noch komplett wenden. Nicht zuletzt, weil sich das Fahrerkarussell nach der Sommerpause gedreht hatte. Konstant geblieben ist auf jeden Fall Stefan Kerschbaumer aus Österreich als bester Yamaha-Fahrer und Gesamt-Vierter. Ihm folgt mit Dominic Schmitter aus der Schweiz der schnellste Suzuki-Fahrer. Sechster ist Jan Halbich aus Tschechien, der von Honda zu Kawasaki gewechselt ist. Honda hat mit dem Italiener Alessandro Polita in Assen das zweite Mal einen IDM-Neuzugang am Start. Das Feld ist hochkarätig und international aufgestellt und mittendrin der niederländische Lokalmatador Pepijn Bijsterbosch. Der BMW-Fahrer aus Heerde ist momentan Tabellen-Achter, und es geht verdammt eng zu in den Top Ten der Meisterschaft. Nur 13 Punkte mehr und Bijsterbosch wäre Fünfter. In den Top Ten konnte sich auch Bobby Bos auf Yamaha etablieren. Der erst 19-jährige Niederländer ging zuletzt auf dem Lausitzring zwar erstmals ohne Punkte nach Hause, aber in Assen will er auftrumpfen. Spannung verspricht, wie sich IDM-Rückkehrer Danny de Boer zu Hause schlägt. „Bis zum Saisonende können wir ein Ergebnis unter den ersten Fünf erreichen“, glaubt der Kawasaki-Neuling nach der ersten Veranstaltung mit den Grünen.

In der IDM Supersport 600 deutet alles auf einen Titelgewinn den Sachsen Max Enderlein auf der Freudenberg-Yamaha hin. Theoretisch könnte er sich sogar einen Ausfall leisten, ohne dass er die IDM-Führung verlieren würde. Die Markenkollegen Marc Buchner, Daniel Rubin und Kevin Wahr, der für das niederländische mvr-Racing-Team antritt, sind aber immer noch in der Lage, die Entscheidungen zu ihren Gunsten zu drehen. In der IDM Supersport 600 trifft die Konkurrenz mit Motorrädern aufeinander, die etwa 135 PS Leitung haben und 270 km/h Spitze fahren. Als Gastfahrer für die IDM-Runde in Assen haben sich unter anderem der Supersport-300-WM-Pilot Scott Deroue und Rob Hartog angemeldet. Viel Bewegung ist auch dank der Superstock 600-Piloten vorhanden. Sie fahren im gleichen Feld, dürfen nicht so viel an ihren Serienmotorrädern ändern und werden getrennt gewertet.

Nerven zerreißende Duelle spielen sich in der in der IDM Supersport 300 ab. Hier tummeln sich die jungen Wilden. Das Einstiegsalter liegt laut FIM-Reglement bei 15 Jahren. In der kleinsten IDM-Klasse ist 2018 erstmals auch KTM als Partner vertreten. Gewichts- und Drehzahllimits für die einzelnen Motorräder in der Klasse sorgen für eine Chancengleichheit der Beteiligten. Victor Steeman aus den Niederlanden hat nur vier Punkte Vorsprung auf seinen deutschen Verfolger Toni Erhard, der in der Lausitz sein erstes IDM-Rennen gewonnen hat. Was passiert zwischen den KTM-Piloten in Assen? Oder funkt Lokalmatador Dion Otten dazwischen? Der Meisterschafts-Dritte ist der einzige Honda-Pilot im ganzen Feld, das vor Niederländern nur so strotzt.

In der IDM Sidecar ist Bennie Streuer das Aushängeschild aus den Niederlanden, doch der IDM-Titelverteidiger wird ausgerechnet am Wochenende bei seinem IDM-Heimrennen fehlen. Der neue Titel liegt zwar in Reichweite, doch seine Sponsoren haben ihn für den WM-Lauf in Rijeka verpflichtet. Streuer und sein Beifahrer Gerard Daalhuizen haben ein Punktepolster von 30 Zählern auf die Zweitplatzierten Josef Sattler/Uwe Neubert, doch das wird nun gefährlich schrumpfen. Ein Sieg der Gesamt-Dritten André Kretzer/Björn Bosch in Assen würde die Angelegenheit enger machen. 

Im Rahmenprogramm der IDM tragen auch der Twin Cup 700 sowie der Suzuki GSX-R 1000-Cup jeweils zwei Rennen aus. BMW lässt Kunden und betuchte Interessenten die HP4 auf der Strecke erfahren. Die Zuschauer erwartet ein Non-Stop-Programm auf und neben der Rennstrecke. Bei den öffentlichen Pressekonferenzen erfahren die Fans alle Details aus erster Hand. Beim Pitwalk mit Autogrammstunde gibt es eine Nähe zu den Idolen wie sonst nirgendwo. Tickets für das PS-Spektakel gibt es ab 19,00 Euro. Der Eintritt für das ganze Wochenende kostet 35,00 Euro. Die Preise gelten für Zuschauer ab 18 Jahren, darunter ist der Eintritt frei.

Dienstag, 4. September 2018

Nürburgring am Wochenende: 150. DTM-Rennen für Audi-Pilot Mike Rockenfeller

  • DTM-Champion von 2013 wünscht sich zum Jubiläum einen Heimsieg
  • Nürburgring auch für das Audi Sport Team Phoenix ein Heimrennen
  • DTM-Action kombiniert mit Konzerten und großer After-Race-Party
Mike Rockenfeller, Schaeffler Audi RS 5 DTM #99 (Audi Sport Team Phoenix) vor
René Rast, Audi Sport RS 5 DTM #33 (Audi Sport Team Rosberg)
Foto: Audi Communications Motorsport / Malte Christians
Nach drei spektakulären internationalen Events kehrt die DTM am Wochenende zurück nach Deutschland. Vom 7. bis 9. September starten die über 500 PS starken Tourenwagen auf dem Nürburgring in der Eifel. Für den aus Neuwied stammenden Audi-Fahrer Mike Rockenfeller ist es ein ganz besonderes Heimspiel: Der DTM-Champion 2013 nimmt am Samstag sein 150. DTM-Rennen mit Audi in Angriff.
 
„Rocky“ startet seit 2007 in der populären Tourenwagen-Serie für die Vier Ringe. „Zwölf Jahre sind eine lange Zeit“, sagt er. „Es waren viele coole Rennen dabei und ich hoffe, es kommen noch eine ganze Menge dazu. Die DTM ist extrem hart und macht gerade deswegen viel Spaß. Auf die neuen Vierzylinder-Turbomotoren mit noch mehr Leistung, die ab 2019 zum Einsatz kommen, freue ich mich schon jetzt.“ Ein Sieg beim DTM-Heimrennen blieb Rockenfeller bisher verwehrt. „Das Jubiläum wäre natürlich ein perfekter Anlass“, sagt er. „Dass in der DTM nichts unmöglich ist, haben die vergangenen Rennen gezeigt.“ Zuletzt stand „Rocky“ beim Saisonauftakt in Hockenheim als Zweiter auf dem Podium. Sein bestes Ergebnis auf dem Nürburgring ist bisher ebenfalls ein zweiter Platz. Auch für Rockenfellers Team ist der Nürburgring ein Heimrennen. Das Audi Sport Team Phoenix hat seinen Firmensitz nur wenige Hundert Meter vom Fahrerlager entfernt im Industriegebiet in Meuspath. Auch die Mannschaft von Ernst Moser, die 2011 und 2013 für Audi den Champion stellte, hat auf dem Nürburgring noch kein DTM-Rennen gewonnen.
Ernst Moser, Mike Rockenfeller, Laurent Fedacou (v.l.)
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Im vergangenen Jahr machten Audi neben dem launischen Eifelwetter die unpopulären Performance-Gewichte einen Strich durch die Rechnung. Unmittelbar nach dem Rennen auf dem Nürburgring wurden sie abgeschafft. „Dass es der richtige Schritt war, steht für mich nach wie vor außer Frage“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Wir erleben in der DTM pures Racing.“ In Misano sei man zuletzt unter schweren Bedingungen extrem gut zurechtgekommen. „Das zeigt die Qualität der gesamten Mannschaft“, sagt Gass. „Und auch am Nürburgring ist wettertechnisch alles möglich.“
 
Die DTM startet in der Eifel auf dem nur 3,629 Kilometer langen Sprintkurs. „Am liebsten würde ich ja die komplette Strecke fahren – inklusive der Nordschleife“, sagt Mike Rockenfeller. „Aber auch die Kurzanbindung macht viel Spaß und ist technisch sehr anspruchsvoll. Es gibt zwei lange Geraden, auf denen man dank DRS gute Überholmöglichkeiten hat.“
 
Als punktbester Audi-Pilot reist René Rast vom Audi Sport Team Rosberg in die Eifel. Nach dem schwierigen Saisonstart stand der Titelverteidiger in den letzten fünf Rennen drei Mal auf dem Podium. Bemerkenswert verläuft auch die Premierensaison von Robin Frijns: Der Niederländer aus dem Audi Sport Team Abt Sportsline ist der zweitbeste Audi-Pilot in der Tabelle. Da er nur knapp 170 Kilometer entfernt in Maastricht lebt, ist der Nürburgring für Frijns fast wie ein zweites Heimspiel.
 
Die Fans dürfen sich nicht nur auf zwei actiongeladene DTM-Rennen freuen. Am Samstagabend laden die Rennserie und die gleichzeitig stattfindende „Olé Party“ alle Zuschauer zu einer „DTM After Race Party“ ein. Bei der größten Open-Air-Party Deutschlands sind viele Größen der Schlagerszene dabei: Mickie Krause, Michelle, Mia Julia, Michael Wendler, Maite Kelly und Oli. P. Auch ein Konzert von „Mia Julia & Friends“ am Freitagabend ist im Wochenendticket enthalten.

SAT.1 überträgt die beiden DTM-Rennen am Samstag (8. September) und am Sonntag (9. September) jeweils ab 13 Uhr live.

Montag, 3. September 2018

ADAC GT Masters auf dem Sachsenring

Spannender Titelkampf geht in die vorletzte Runde

  • Mercedes-AMG-Duo Pommer/Götz will Tabellenführung ausbauen
  • Top Drei trennen lediglich 19 Punkte, Lokalmatador Kirchhöfer mit dabei
  • Piloten von vier Marken noch mit Titelchancen
Foto: Jens Hawrda
Der Titelkampf im ADAC GT Masters spitzt sich zu: Vor dem vorletzten Saisonlauf auf dem Sachsenring am kommenden Wochenende (7.-9. September) führen die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) mit nur acht Punkten Vorsprung auf die Porsche-Rivalen Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) die Gesamtwertung an. Und auch die Corvette-Paarung mit Lokalmatador Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (29/Villingen, beide Callaway Competition) liegt mit 19 Zählern Rückstand in Schlagdistanz. Die beiden Rennen der "Liga der Supersportwagen" werden am Samstag (ab 14:45 Uhr) und Sonntag (ab 13:00 Uhr) von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

 Keyfacts, Sachsenring, Hohenstein-Ernstthal, Saisonläufe 11 und 12 von 14
 
Streckenlänge: 
3.671 Meter 

Layout: 
14 Kurven (vier Rechts-, zehn Linkskurven),
gegen den Uhrzeigersinn befahren 

Sieger 2017, Rennen 1: 
Connor De Phillippi/Christopher Mies
(Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS) 

Sieger 2017, Rennen 2: 
Sebastian Asch/Edoardo Mortara
(BWT Mücke Motorsport, Mercedes-AMG GT3) 

ADAC GT Masters auf dem Sachsenring im TV: 
Beide Rennen werden bei SPORT1 am Samstag und am Sonntag live übertragen. Eine Übersicht über die TV-Sendezeiten im Anhang 
 

100 Punkte werden in den verbleibenden vier Rennen des ADAC GT Masters 2018 noch vergeben. Am Sachsenring messen sich die Titelkandidaten von Mercedes-AMG, Porsche, Corvette und Lamborghini zum vorletzten Mal in dieser Saison - um keinen Boden im Meisterschaftskampf zu verlieren, sind Topplatzierungen am Wochenende oberstes Gebot. Das Mercedes-AMG-Duo Markus Pommer und Maximilian Götz übernahm zuletzt in Zandvoort die Tabellenführung. 2018 haben die Deutschen bisher einen Sieg und drei weitere Podestplätze eingefahren. In Hohenstein-Ernstthal wollen sie daran anknüpfen und die Spitzenposition verteidigen. Götz, der bereits 2012 das ADAC GT Masters gewann, ist optimistisch: "Wir sollten wieder vorn dabei sein. Aber die Zeitenabstände werden sicher wieder sehr eng. Wenn man im Qualifying eine gute Runde hinbekommt und von vorn starten kann, ist alles möglich."

Acht Punkte hinter den Piloten der "gelben Mamba" folgt die Porsche-Paarung Robert Renauer/Mathieu Jaminet. Die Fahrer von Precote Herberth Motorsport holten am Sonntag in Zandvoort ihren ersten Saisonsieg und unterstrichen damit ihre Titelambitionen. Renauer/Jaminet waren im zehnten Rennen der Saison die neunte Fahrerpaarung, der 2018 ein Sieg in der "Liga der Supersportwagen" gelang. Ihre Aufgabe am Wochenende wird nicht leicht: Noch nie hat in den 22 Rennen des ADAC GT Masters auf dem Sachsenring ein "Neunelfer" gewonnen. "Der Kurs kommt leider dem Porsche 911 GT3 R nicht so entgegen", sagt Renauer. "Wir wollen aber möglichst viele Punkte sammeln, um den Titelkampf offen zu halten."

In Schlagdistanz zur Tabellenführung liegt auch Lokalmatador Marvin Kirchhöfer. Der Corvette-Pilot aus Markkleeberg ist zusammen mit Callaway-Competition-Partner Daniel Keilwitz aktuell Tabellendritter und hat 19 Punkte Rückstand auf die Führenden. Als einzige Fahrerpaarung haben sie 2018 bereits zwei Rennen gewonnen, aber - anders als die Titelkonkurrenten - auch bereits sechs Nuller eingefahren. "Ich freue mich sehr aufs Heimspiel. Wir werden alles geben", so Kirchhöfer. "Es wird nicht leicht für uns. Aber in den letzten vier Rennen kann noch viel passieren, wie die Vergangenheit gezeigt hat."

Mit der Audi-Mannschaft YACO Racing starten am Wochenende weitere Lokalmatadore. Die Plauener setzen einen R8 LMS für Philip Geipel (31/Rosenbach/Vogtland) und Rahel Frey (32/CH) ein. "Das Wochenende ist für uns immer ein Highlight", so Frey. "Der Sachsenring ist anspruchsvoll, eine echte Fahrerstrecke. Wir hatten hier schon Höhen und Tiefen: Wir standen schon auf dem Podest, aber hatten auch Ausfälle. Der Kurs gilt auch als Audi-Strecke, daher sind wir optimistisch." Dass den Fahrzeugen mit den vier Ringen der Sachsenring liegt, zeigt auch der Blick in die Statistik: Mit insgesamt zehn Triumphen ist Audi hier Rekordgewinner. Um den Sieg kämpfen will auch Markenkollege und Vorjahressieger Christopher Mies (29/Heiligenhaus, Montaplast by Land-Motorsport), der in den Niederlanden zusammen mit Jake Dennis (23/GB) seinen ersten Podestplatz der Saison einfuhr. Am Sachsenring teilt sich Mies das Auto mit dem Spanier Alex Riberas (24), mit dem er zusammen den Blancpain GT Series Sprint Cup anführt. "Ich freue mich, meinen Freund Christopher und das Land-Team am Sachsenring zu unterstützen", sagt Riberas, der bereits 2014 zwei Rennen im ADAC GT Masters bestritten hat. "Mit einem so starken Line-up in einer derart hart umkämpften Serie anzutreten, ist toll. Ich freue mich riesig."

 Außenseiter im Titelkampf sind die Lamborghini-Werksfahrer Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser), die jedoch bereits 43 Punkte Rückstand auf die Tabellenführung haben. Nach drei Nullern in Folge müssen die beiden Italiener auf dem Sachsenring kräftig punkten, um ihre Chancen zu wahren.

Auf ein gutes Resultat hofft auch Mercedes-Pilot Sebastian Asch (32/Ammerbuch, Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing), der in den beiden vergangenen Jahren auf dem Sachsenring jeweils einen Sieg einfuhr. Der zweimalige ADAC GT Masters-Champion wartet 2018 zusammen mit Partner Luca Stolz (23/Brachbach) noch auf das erste Top-Drei-Ergebnis. "Ich habe dort in den vergangenen beiden Jahren gewonnen, das sollte eigentlich ein gutes Omen sein", so Asch. "Wenn es uns gelingt, das Thema Qualifying abzuhaken, bin ich recht optimistisch. Die Strecke gefällt mir sehr gut. Eine Berg- und-Tal-Bahn im alten Stil mit flüssigen Kurven. Durch die Kiesbetten darf man sich keine Fehler erlauben. Mir gefällt auch die Gegend rund um den Sachsenring und dort sind jedes Jahr viele begeisterte Zuschauer."

Die Fans am Sachsenring können sich auf reichlich Motorsportaction freuen. Neben dem ADAC GT Masters startet dort auch die ADAC TCR Germany, der Porsche Carrera Cup Deutschland sowie die Spezial Tourenwagen Trophy (STT). Karten können im offiziellen Ticket-Shop des ADAC GT Masters unter adac.de/motorsport bestellt werden und sind auch an der Tageskasse erhältlich.