Donnerstag, 8. März 2018

Formel E: Audi e-tron FE05 bereit für Premierenrunden

  • Motorsportchef Dieter Gass: „Technischer Beweis, wie rasant sich die Elektromobilität weiterentwickelt“
  • Erste Testfahrten im Frühling
Audi etron FE05 für die Saison 2018/2019
Foto: Audi-Motorsport
Während die aktuelle Saison der Formel E in vollem Gang ist, beginnt bei Audi in Neuburg bereits die Zukunft der Elektro-Rennserie: Der erste Streckentest für den neuen Audi e-tron FE05 der Saison 5 (2018/2019) steht unmittelbar bevor.
 
Das futuristische Design des Formel-E-Autos der zweiten Generation sorgt für Aufsehen. „Auch technisch beweist er, wie rasant sich die Elektromobilität weiterentwickelt“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. Der neue Elektro-Rennwagen von Audi startet im Frühling zum ersten Mal bei Testfahrten.
Audi etron FE 05 - es ist phantastisch zu sehen wie schnell sich die Formel-E entwickelt
Foto: Audi-Motorsport
Dank einer leistungsfähigeren Batterie und noch weiter verbesserter Effizienz verdoppelt sich die Reichweite des Formel-E-Rennwagens. Ein Autotausch zur Rennmitte ist dadurch ab der Saison 2018/2019 nicht mehr nötig. Der Audi e-tron FE05 verfügt zudem über deutlich mehr Motorleistung als sein Vorgängermodell. „Wir alle waren gespannt auf das neue Formel-E-Auto“, sagt Allan McNish, Teamchef von Audi Sport ABT Schaeffler. „Es sieht atemberaubend aus, vor allen im Audi-Look. Genauso eindrucksvoll ist die Technik im Rennwagen. Hier macht das Gen-2-Auto noch einmal einen Riesenschritt gegenüber dem Formel-E-Auto der ersten Generation.“
 
Der Formel-E-Rennwagen der zweiten Generation wurde vom Weltverband FIA am Dienstag, 6. März, auf dem Automobilsalon in Genf enthüllt. Audi präsentiert auf seinem Stand in Genf unter anderem das Meisterauto von Lucas di Grassi aus der Formel-E-Saison 2016/2017.

Mittwoch, 7. März 2018

DTM: Drei Fragen an Gary Paffett

Gary Paffett: „Hoffentlich stehen die Fähigkeiten der Fahrer wieder mehr im Mittelpunkt“

Mercedes Werksfahrer Gary Paffett
Foto: Jens Hawrda
Gary, der erste Test des Jahres in Vallelunga liegt hinter Dir. Wie sehen Deine ersten Eindrücke vom neuen Auto aus?
 
Gary Paffett: Es war natürlich super, wieder im Auto zu sitzen. Es war ein langer Winter und es ist sehr schön, wieder testen zu können. Wir hatten am Freitag etwas Glück mit dem Wetter und konnten den gesamten Nachmittag im Trockenen testen und dabei viel lernen. Durch die neuen Einheits-Aero-Teile gibt es weniger Abtrieb und das bringt in diesem Jahr einige große Veränderungen mit sich. Ich finde das großartig. Die Aerodynamik hat sich auch in der DTM zuletzt zu einer Art Wettrüsten entwickelt und je mehr Geld man ausgegeben hat, desto schneller war man. Die Vereinheitlichung der Komponenten bringt alle Teams auf ein ausgeglicheneres Niveau und genau das wollen wir doch alle. Es wurde viel über den geringeren Abtrieb gesprochen, aber ehrlich gesagt fühlt es sich immer noch wie ein DTM-Auto an. Es mag nicht mehr so viel Abtrieb haben, aber es fühlt sich nicht gänzlich anders an. Wenn überhaupt, rutscht es vielleicht etwas mehr. Bislang sieht die Bilanz also positiv aus.
 
Glaubst Du also, dass die neuen Autos auf dem richtigen Weg sind, um die Fähigkeiten der Fahrer mehr in den Mittelpunkt zu stellen?
 
Gary Paffett: Wir Fahrer haben uns etwas weniger Abtrieb gewünscht. Wenn man viel Abtrieb hat, nimmt das viel von deiner Leistung weg. Außerdem ist es dadurch sehr schwierig, anderen Autos nah zu folgen und sie zu überholen. Es gibt viele Vorteile, wenn man weniger Abtrieb hat. Wir haben seit Jahren betont, dass wir den Abtrieb verringern können. Dafür müssen wir ihn aber durch mechanischen Grip ersetzen. Genau das haben wir letztes Jahr gemacht. Die weicheren Reifen ersetzten den verlorenen Downforce. In diese Richtung müssen wir gehen. Wir brauchen Reifen mit viel Haftung, mit denen wir schnell durch die Kurven fahren können, die es aber nicht erschweren, hinter anderen Autos herzufahren. Ich glaube, in diesem Jahr haben wir eine ziemlich gute Balance gefunden und die Autos werden im Trockenen wie im Nassen etwas schwieriger zu fahren sein. Hoffentlich stehen dadurch die Fähigkeiten der Fahrer wieder etwas mehr im Mittelpunkt als die reine Performance der Autos.
 
Es gibt nicht mehr so viele Testgelegenheiten bis zum Saisonstart in Hockenheim. Wie groß ist der Einfluss des verlorenen Testtages am vergangenen Wochenende in Vallelunga? Und welche Bedeutung hat Deine Bestzeit vom Freitag?
 
Gary Paffett: Wir konnten am Freitag viel von unserer Arbeit erledigen, mehr als wir gedacht haben. Wir haben viele Daten gesammelt und hatten dann am Samstag ein wenig Glück im Unglück. Die Bedingungen waren früh ziemlich schlecht und dann machte Lucas leider einen Fehler, der unseren Test vorzeitig beendete. Aber wir hatten das Glück, dass die Strecke nicht abtrocknete. Die schnellste Rundenzeit war 14 Sekunden langsamer als am Vortag. Der Asphalt war noch sehr nass und rutschig und man konnte so nur sehr wenig lernen. Aus Fahrersicht wäre es schön gewesen, noch ein paar Runden zu fahren, aber ich glaube nicht, dass wir aus Sicht des Teams sehr viel verloren haben. Aber hoffentlich sind die Bedingungen in Hockenheim besser, damit wir dort so viel wie möglich lernen können. Wir sollten nicht allzu viel in die Rundenzeiten bei den Testfahrten hineininterpretieren. Im letzten Jahr waren wir beim Test in Hockenheim vor dem ersten Rennen auch sehr schnell und dann lief es in der Saison nicht so, wie wir es zu diesem Zeitpunkt gedacht hatten. Aber man kann es als ein positives Anzeichen sehen, dass wir am Freitag fast eine Sekunde schneller waren als alle anderen. Wir haben uns nicht darauf konzentriert, sehr schnell zu fahren. Wir haben getestet und uns auf unsere Arbeit fokussiert. Es ging uns nicht darum, schnelle Rundenzeiten abzuliefern. Es liegt noch viel Arbeit vor uns, aber es war ein schöner Anfang, die Zeitentabelle anzuführen.

Dienstag, 6. März 2018

BMW testete BMW M4 DTM in Vallelunga

Foto: BMW-Motorsport
BMW Motorsport ging mit dem ersten Test des Jahres in Vallelunga, Italien, in die entscheidende Vorbereitungsphase für die DTM-Saison 2018. Den Ingenieuren auf der Rennstrecke nördlich von Rom (ITA) am Freitag und Sonntag war es wichtig, den BMW M4 DTM, der in vielen Bereichen modifiziert wurde, genauer zu betrachten. Der Fahrer in Aktion war Marco Wittmann (GER). In Übereinstimmung mit den DTM-Vorschriften wurde der BMW M4 DTM für die kommende Saison in einigen Bereichen modifiziert. Die Änderungen betreffen in erster Linie die Aerodynamik und führen zu einer signifikanten Reduzierung des erzeugten Abtriebs. BMW Motorsport nutzte den Test in Vallelunga, um diese Veränderungen auf der Rennstrecke erstmals zu bewerten und genau zu untersuchen, welchen Einfluss sie auf das Verhalten des Autos haben. So war es möglich, wichtige Informationen für den Rest der Saison zu sammeln.
 
Der Roll-Out am Donnerstag fand im Winter statt, mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und Schnee neben der Strecke. An den beiden Testtagen am Freitag und Samstag war es wärmer, aber das Wetter war unbeständig - manchmal sehr regnerisch, manchmal sonnig.
 
"Es ist immer etwas Besonderes und Aufregendes, ein neues Paket zum ersten Mal auf die Strecke zu bringen und zu sehen, wie es sich verhält", sagte BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. "Darüber hinaus sieht der neue BMW M4 DTM im neuen BMW M Motorsport Design einfach gut aus. Der Vallelunga-Test war für uns eine wichtige erste Einschätzung, auch wenn die Bedingungen nicht ideal waren. Die Ergebnisse, die wir in Italien gemacht haben, bilden eine gute Grundlage für unsere Ingenieure und Teams, sowohl während der Vorbereitung als auch während der Saison. Gleichzeitig war es für unser Team eine gute Gelegenheit, nach der Winterarbeit wieder zusammen zu kommen und die Abläufe auf der Rennstrecke zu üben. "
 
"Mein erster Eindruck ist, dass das Auto trotz des deutlich reduzierten Abtriebs immer noch gut ausbalanciert ist", sagte Wittmann. "Die Herausforderung hat jedoch zugenommen, besonders bei den nassen Bedingungen, die wir beim Test erlebt haben. Wir werden mehr über das Verhalten des neuen Pakets in Hockenheim mit unterschiedlichen Strecken- und Wetterbedingungen erfahren. Insgesamt habe ich es genossen, meine neue BMW Driving Experience M4 DTM auf die Strecke zu bringen - ich fühle mich in den neuen BMW M Motorsport Farben wirklich wohl! "
 
Der zweite offizielle ITR-Test des Jahres findet vom 9. bis 12. April auf dem Hockenheimring (GER) statt. Derselbe Austragungsort ist auch Gastgeber für die ersten beiden Rennen der DTM-Saison am 5. und 6. Mai.

Montag, 5. März 2018

Schnee und Regen fordern Mercedes-AMG Motorsport DTM Team beim Testauftakt in Vallelunga

Schwierige Wetterverhältnisse beim ersten Test der Saisonvorbereitung 2018 in Italien
 
  • Erster DTM-Test des Jahres in Vallelunga (01.-03. März)
  • Gary Paffett: „In diesem Jahr gibt es einige große Veränderungen an den Aerodynamikteilen des Autos und auch mehr Standardteile. Das Auto fühlte sich dadurch aber nicht wahnsinnig anders an.“
  • Ulrich Fritz: „Bis zum Abflug von Lucas hatten wir trotz der herausfordernden Wetterbedingungen einen guten Test und konnten bis dorthin auch unser Programm wie erwartet bewältigen.“
Garry Paffet beim Test in Vallelunga
Foto: Mercedes-Motorsport
Erst Schnee, dann Regen: Das Mercedes-AMG Motorsport DTM Team erwarteten beim ersten Test des Jahres im italienischen Vallelunga knifflige Wetterbedingungen. Neben Team-Captain Gary Paffett kam im Verlauf der Tests auch Lucas Auer zum Einsatz.
 
„Wir können froh sein, dass wir gestern so viel Glück mit dem Wetter hatten“, sagte Gary, der am Freitag 119 Runden bei warmen Temperaturen im Trockenen absolvieren konnte. „In diesem Jahr gibt es einige große Veränderungen an den Aerodynamikteilen des Autos und auch mehr Standardteile. Das sollte hoffentlich dabei helfen, dass das Feld noch ausgeglichener ist. Obwohl man sich das manchmal gar nicht vorstellen kann, so eng wie es in der DTM zugeht. Das Auto fühlte sich dadurch aber nicht wahnsinnig anders an. Es hat etwas weniger Abtrieb, aber es ist immer noch ein DTM-Auto. Wir haben in diesem Winter nur sehr eingeschränkte Zeit für Testfahrten, deshalb ist es wichtig, dass wir wie gestern das Maximum herausholen.“
 
In 1:26.751 Minuten erzielte der DTM-Champion von 2005 die Tagesbestzeit. Der Brite fuhr dabei in allen drei Streckensektoren die Bestzeit, was eine theoretische Bestzeit von 1:26.666 Minuten bedeutete.
 
Am verregneten Samstag nahm Lucas am Steuer des Mercedes-AMG C 63 DTM Platz. Aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse konnte der Österreicher am Vormittag nur 14 Runden zurücklegen, bevor ein Abflug den Testtag vorzeitig beendete. „Es war super und cool, wieder in einem DTM-Auto zu sitzen“, sagte Lucas. „Leider war es nur sehr kurz, da ich einen Fehler gemacht und einen Unfall gebaut habe. Das tut mir sehr leid für das Team und ganz besonders natürlich auch für Pascal. Aber jetzt blicke ich nach vorne und freue mich auf den nächsten Test.“
 
Pascal Wehrlein sollte eigentlich am Nachmittag das Steuer des Autos übernehmen, um seinen ersten DTM-Test seit seinem Titelgewinn vor über zwei Jahren zu bestreiten. „Bis zum Abflug von Lucas hatten wir trotz der herausfordernden Wetterbedingungen einen guten Test und konnten bis dorthin auch unser Programm wie erwartet bewältigen“, sagte Mercedes-AMG Motorsport DTM Teamchef Ulrich Fritz. „Leider fehlt uns nun natürlich ein halber Testtag. Pascals Rückkehr verschiebt sich damit auch nochmal bis zum Test in Hockenheim. Aber so ist es nun einmal: wo gehobelt wird, da fallen Späne.“
 
Das Team erlebte im Laufe der drei Tage eine breite Palette an Wetterverhältnissen: Während die Mannschaft beim Rollout am Donnerstag eisige Temperaturen und Schnee erwarteten, mussten die Fahrer am Abschlusstag am Samstag Regenreifen aufziehen. Zum Glück konnte das Team auf die Expertise von Karl Schneemann (Twitter: @KarlSnowmanF1) zurückgreifen, der in der zurückliegenden Woche bereits bei den Formel 1-Wintertests in Barcelona vorbeischneite und Mercedes-AMG Petronas Motorsport mit seiner Coolness aushalf.
 
Das Team kehrt nun in die Fabrik nach Affalterbach zurück, um die Daten der Testwoche in Vallelunga auszuwerten und die Vorbereitung auf den Saisonstart vom 04.-06. Mai in Hockenheim fortzusetzen. Der nächste Test findet vom 09.-12. April ebenfalls auf dem Hockenheimring statt.
 

Rennstrecken-Premiere für den neuen Audi RS 5 DTM

Jamie Green im 2018er Audi RS 5 DTM in Vallelunga
Foto: Audi-Motorsport
Die 2018er-Version des Audi RS 5 DTM hat im italienischen Vallelunga die ersten Testkilometer absolviert. Am Freitag und am Samstag haben sich Audi, BMW und Mercedes-Benz bei gemeinsamen Testfahrten auf der 30 Kilometer nördlich von Rom gelegenen Rennstrecke auf die neue DTM-Saison vorbereitet. Jamie Green (GB) läutete am Donnerstagnachmittag die Testfahrten mit dem Roll-out ein und leistete auch am Freitag die Arbeit im Cockpit. Am Samstag übernahm der amtierende DTM-Champion René Rast (D) den RS 5 DTM-Testträger, mit dem Audi die neue Einheits-Aerodynamik erprobt. Auch DTM-Neuling Robin Frijns (NL) kam zu zwei kurzen Einsätzen im Rennauto. An beiden Tagen sorgte zunächst Dauerregen immer wieder für Unterbrechungen aufgrund schwieriger Streckenbedingungen. Nur am ersten Testtag waren am Nachmittag längere Stints auf trockener Strecke möglich. „Trotz der schwierigen Wetterverhältnisse, vor allem am Samstag, bin ich insgesamt zufrieden mit dem Testverlauf. Wir haben über 200 Runden absolviert, somit rund 900 Kilometer zurückgelegt und uns damit eine gute Datengrundlage geschaffen, um unser Auto nun Schritt für Schritt auf die neue Aerodynamik abstimmen zu können“, sagt DTM-Projektleiter Andreas Roos.