Freitag, 19. Januar 2018

Fußballprofi Max Kruse mit Rennstall in der ADAC TCR Germany

  • Max Kruse Racing setzt Volkswagen Golf GTI TCR in der ADAC TCR Germany ein
  • Benjamin Leuchter fährt für das neu formierte Team des Bremer Fußballprofis
Max Kruse, Benjamin Leuchter und Teammanager Patrick Bernhard (v.l.)
Foto: ADAC-Motorsport
Starker Neuzugang für die ADAC TCR Germany: Fußballprofi Max Kruse (29) setzt in  der Tourenwagen-Serie des ADAC einen eigenen Rennstall ein. Max Kruse Racing setzt auf einen  Volkswagen Golf GTI TCR, der bei den insgesamt 14 Rennen von Benjamin Leuchter (30)  gefahren wird.
 
Bei Volkswagen Motorsport in Hannover nahmen der Stürmer des SV Werder  Bremen und der Profi-Rennfahrer am Montag einen 350 PS starken Golf GTI TCR des  Modelljahres 2018 in Empfang. Die dritte Saison der ADAC TCR Germany startet im Rahmen  des ADAC GT Masters vom 13. bis 15. April 2018 in der Motorsport Arena Oschersleben bei  Magdeburg. SPORT1 überträgt auch 2018 die Rennen der ADAC TCR Germany im Fernsehen.  Fahrer Benjamin Leuchter ist ein guter Bekannter in der ADAC TCR Germany. Bereits 2016  startete er in der Serie und beendete die Saison als Fünfter.
 
„Max Kruse Racing führt Fußball und Motorsport zusammen“, erklärt der Duisburger. „In beiden Sportarten führen die gleichen Handlungsmuster zum Erfolg. Man muss jeweils strikt an sich arbeiten.“ Neben den Einsätzen in der ADAC TCR Germany will sich Max Kruse Racing zukünftig auch in  der Fahrsicherheit im Straßenverkehr und in der Nachwuchsförderung engagieren.

Mittwoch, 17. Januar 2018

Audi-Pilot Nico Müller Schnellster beim Rookie-Test der Formel E

Nico Müller - Schnellster beim Rookie-Test in Marrakesch
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Audi-Werksfahrer Nico Müller hat bei seinem ersten Einsatz in der Formel E für Aufsehen gesorgt: Einen Tag nach dem E-Prix in Marrakesch (Marokko) unterbot der Schweizer beim Rookie-Test der Elektro-Rennserie den bestehenden Streckenrekord auf dem Stadtkurs. Mit seiner Tagesbestzeit von 1.19,651 Minuten war er mit dem Audi e-tron FE04 fast eine Sekunde schneller als der Rest des Feldes. Mit 98 absolvierten Runden war der DTM-Pilot auch der fleißigste aller 20 Formel-E-Neulinge. Der Niederländer Nyck de Vries konnte technisch bedingt nur insgesamt 17 Runden drehen, kam aber trotzdem mit einer starken Leistung unter die besten zehn.

Dienstag, 16. Januar 2018

Ergebnisse Formel E Marrakesch

Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel

Ergebnis Rennen Marrakesch (Top-Five):

1. Felix Rosenqvist,
2. Sebastian Buemi,
3. Sam Bird,
4. Neldon Piquet jr.,
5. Jean-Eric Vergne.


Meisterschaftsstand nach 3 Rennen (Top-Five):

1.  Felix Rosenqvist,  54 Pkt.
2. Sam Bird,               50 Pkt.
3. Jean-Eric Vergne,  43 Pkt.
4. Nelson Piquet jr.,   25 Pkt.
5. Edoardo Mortara,   24 Pkt.


Meisterschaftsstand Teamwertung nach 3 Rennen (Top-Five):

1. Mahindra Racing               75 Pkt.
2. DS Virgin Racing               58 Pkt.
3. Techetah                           43 Pkt.
4. Panasonic Jaguar Racing 40 Pkt.
5. Venturi                               30 Pkt.

Sonntag, 14. Januar 2018

Formel E: Harter Tag für Audi in Marrakesch

  • Team Audi Sport ABT Schaeffler bei der Formel E in Marrakesch ohne Fortune
  • Daniel Abt holt nach Durchfahrtstrafe noch einen Punkt
  • Titelverteidiger Lucas di Grassi vorzeitig ausgeschieden
Daniel Abt, Audi e-tron FE04 #66 (Audi Sport ABT Schaeffler)
Foto: Audi-Motorsport
Beim dritten Lauf der Elektro-Rennserie Formel E in Marrakesch (Marokko) blieb für das Team Audi Sport ABT Schaeffler nach einem starken Beginn nur ein Punkt auf der Habenseite. Daniel Abt beendete das Rennen nach einer Durchfahrtstrafe und einer für ihn ungünstigen Gelbphase auf Platz zehn. Titelverteidiger Lucas di Grassi musste seinen Audi e-tron FE04 nach nur sieben Runden mit einem technischen Problem in der Box abstellen.
„Das war heute nicht unser Tag und nicht das Ergebnis, das möglich gewesen wäre“, sagte Teamchef Allan McNish. „Wir hatten schnelle Autos, aber das Rennen von Lucas war nach einem technischen Problem, das wir noch analysieren müssen, viel zu früh zu Ende. Fast zeitgleich hatte Daniel eine Kollision mit Alex Lynn, die aus meiner Sicht ein Rennunfall war. Trotzdem bekam er eine Drive-Through. Er war auch danach stark unterwegs, doch die Gelbphase hat ihn 35 Sekunden gekostet und um alle Chancen gebracht.“

Was in Marrakesch für das Team Audi Sport ABT Schaeffler möglich gewesen wäre, zeigten die beiden freien Trainingssitzungen am Vormittag: Im ersten Training fuhr Lucas di Grassi Bestzeit, im zweiten Training lagen mit Daniel Abt und Lucas di Grassi beide Audi e-tron FE04 an der Spitze des Feldes. Auch das Qualifying begann vielversprechend: Obwohl Lucas di Grassi in der ungünstigen ersten Gruppe auf die Strecke gehen musste, schaffte er mit Platz zwei die Qualifikation für die „Super Pole“ der schnellsten fünf. Doch ab diesem Moment war das Team Audi Sport ABT Schaeffler in Nordafrika vom Glück verlassen.

Daniel Abt war im Qualifying auf Bestzeitkurs, als er seine Runde wegen des Unfalls eines anderen Fahrers abbrechen musste. Der Deutsche durfte seine Runde zwar wiederholen, hatte dann aber nur noch eine statt zwei Aufwärmrunden und musste sich so mit Startplatz acht begnügen. Lucas di Grassi begann seine Super-Pole-Runde mit einem starken ersten Sektor, wurde dann aber durch ein technisches Problem eingebremst.
Formel E in Marrakesch
Foto: Audi-Motorsport
Im anfangs turbulenten Rennen lag Lucas di Grassi unmittelbar hinter dem späteren Sieger Felix Rosenqvist auf Position vier, als das Auto verlangsamte und er aufgeben musste. „Unser Auto ist schnell, aber natürlich ist es frustrierend, zwei Rennen in Folge Probleme mit der Zuverlässigkeit zu haben“, sagte Lucas di Grassi. „Wir haben erneut gezeigt, welches Potenzial wir haben, aber ich habe keine Punkte geholt. Da müssen wir besser werden. Doch ich habe volles Vertrauen in Audi, dass die Probleme gelöst werden.“

Daniel Abt war von Startplatz acht bereits auf Platz vier nach vorn gefahren, als gegen ihn die Durchfahrtstrafe verhängt wurde, die ihn auf Platz 14 zurückwarf. „Der heutige Tag hätte richtig gut werden können“, sagte Abt. „Vom Speed her hätten wir dieses Rennen gewinnen müssen. Bei der Kollision mit Alex Lynn war ich machtlos: Ich war beim Anbremsen von Turn 1 neben ihm, als er rüberzog. Auch nach der Drive-Through war ich richtig schnell. Doch kaum war ich in der Box, kam die Gelbphase. Einfach unglaublich!“

„Das heutige Rennergebnis ist besonders schade, weil wir hier in Marrakesch eine wirklich gute Performance in den Autos hatten“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Aber es bringt nichts, einem verlorenen guten Ergebnis nachzuweinen, sondern nach vorne zu blicken und in Chile ein gutes Resultat zu erzielen.“

Am 3. Februar gastiert die Formel E erstmals in Santiago de Chile. Zuvor steht am Sonntag (14. Januar) noch der Young Driver Test in Marrakesch auf dem Programm. Für das Team Audi Sport ABT Schaeffler sind Nico Müller und Nyck de Vries im Einsatz.

Dienstag, 9. Januar 2018

Formel E: Audi-Piloten startklar für Rennen in Marrakesch

  • Team Audi Sport ABT Schaeffler will zurück an die Spitze
  • Telefon-Pressekonferenz mit Daniel Abt am Mittwoch, 10. Januar
 
Zurück in die Erfolgsspur – das ist das Ziel des Teams Audi Sport ABT Schaeffler beim Gastspiel der Formel E in Marrakesch (Marokko). Nach einem schwierigen Auftakt in Hongkong reisen die beiden Piloten Daniel Abt und Lucas di Grassi hoch motiviert zum dritten Saisonlauf der Elektro-Rennserie, der am 13. Januar auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragen wird.
 
Audi e-tron FE04 #1 (Audi Sport ABT Schaeffler), Lucas di Grassi
Foto: Audi-Motorsport
Von den Straßen der Metropole Hongkong in den Nordwesten Afrikas: Die Formel E, in der sich Audi in der Saison 2017/2018 erstmals werkseitig engagiert, macht in Marokko Station. An diesem Samstag kämpfen zehn Teams und zwanzig Piloten auf dem Circuit International Automobile Moulay El Hassan beim zweiten Rennwochenende der Elektro-Rennserie um Punkte und Pokale. Das Team Audi Sport ABT Schaeffler hat sich viel vorgenommen. „Ich spüre eine riesige Motivation im ganzen Team – bei unseren beiden Fahrern, bei jedem Mechaniker und jedem Ingenieur“, sagt Teamchef Allan McNish. Daniel Abt hatte in Hongkong seinen ersten Formel-E-Sieg erobert, wurde dann aber wegen eines Formfehlers seines Teams beim Ausfüllen des Wagenpasses disqualifiziert. „Auch wenn wir den Pokal nicht behalten durften, wissen wir, dass unser Audi e-tron FE04 das Zeug hat, Rennen zu gewinnen. Dieses gute Gefühl nehmen wir mit nach Marrakesch.“
 
Im Gegensatz zum Straßenkurs in Hongkong wird der dritte Saisonlauf auf einer permanenten Rennstrecke ausgetragen. „Die beiden Kurse sind nicht vergleichbar, aber genau das macht ja unter anderem die Faszination an der Formel E aus“, sagt McNish. „Es kommt darauf an, bestmöglich vorbereitet anzureisen und sich schnell auf die Gegebenheiten vor Ort einzustellen. Teamwork ist gefragt, und genau das ist eine unserer großen Stärken. Marrakesch ist eine der wenigen Rennstrecken im Kalender, auf denen unsere Mannschaft noch nie auf dem Podium stand – genau das ist für beide Piloten das Ziel.“
 
Daniel Abt hat den Rückschlag von Hongkong längst verdaut. „Mein Sieg wurde zwar nachträglich aberkannt, aber gefühlt haben wir das Rennen trotzdem gewonnen“, sagt der Deutsche. „Vom Flair, von der Kultur, von den Menschen her unterscheidet sich Marrakesch sehr von den anderen Events der Formel E. In der vergangenen Saison sind wir hier am Freitag vor dem Rennen sogar auf Kamelen geritten – das war schon speziell. Der Kurs ähnelt in manchen Passagen einem Stadtkurs. Es gibt viele Mauern, von denen man sich fernhalten sollte.“
 
Ungewohnte Situation für den amtierenden Champion Lucas di Grassi: Erstmals in seiner Formel-E-Karriere hat der Brasilianer nach dem Saisonauftakt noch keinen Punkt auf dem Konto. „Marrakesch hat für uns eine enorme Bedeutung“, sagt di Grassi. „Wir wissen, dass wir ein starkes Auto haben, auf das wir uns verlassen können. Ich bin mir also sicher, dass wir auch in Marrakesch schnell sein werden. Der Kurs ist sehr speziell und untypisch für die Formel E, weil wir auf einer permanenten Rennstrecke fahren. Das Ziel ist, wieder zur Spitze aufzuschließen.“