Freitag, 15. September 2017

Jan Bühn und Marvin Fritz starten beim 24-Stunden-Rennen in Le Castellet/Frankreich

Am Wochenende (16.-17. September) findet mit dem legendären Bol d’Or das 24-Stunden-Rennen in Le Castellet/Frankreich als Auftakt zur Endurance-Langstreckenweltmeisterschaft für die Saison 2017/2018 statt. Mit am Start sind auch die Motorradrennfahrer Jan Bühn aus dem badischen Kronau sowie Marvin Fritz aus Neckarzimmern.
Die zwei Supersport-IDM Meister Marvin Fritz (Neckarzimmern/Yamaha) und BMW-Pilot Jan Bühn (Kronau/rechts) freuen sich auf den WM-Auftakt in Südfrankreich
Foto: Hermann Rüger
Der 24-jährige Marvin Fritz wurde mit seinen Teamkollegen Broc Parkes (AUS) und Kohta Nozane (Japan) vom YART-Yamaha Team aus Österreich in seiner ersten kompletten Langstrecken-Saison gleich WM-Dritter. „Wir hatten zweimal nur ganz knapp den Sieg verpasst, nun kennen wir alle die Rennstrecken und möchten um den Titel kämpfen“, ist Marvin Fritz voller Hoffnung. Den WM-Titel holte sich beim letzten Rennen noch das GMT 94 Yamaha-Team vor dem Suzuki Endurance Racing Team. Das Voelpker NRT48-BMW Team by Schubert-Motors von Jan Bühn belegte als bestes deutsches und bestes BMW-Team den 14. Gesamtrang unter 54 Teams. Marvin Fritz wurde mit seinem YART-Team bei den Rennen in Le Mans/Frankreich und Oschersleben jeweils Zweiter und verpasste den ersten WM-Sieg nur um wenige Sekunden. Für Jan Bühn und Marvin Fritz ist es der erste Start in Le Castellet, denn im Vorjahr kollidierte der Termin mit dem Motorrad-IDM Finale in Hockenheim. Die beiden Freunde sind 2008 zusammen im Kiefer-Racing Team in der IDM (125 ccm Klasse) gefahren und wurden beide Supersport-IDM Meister, Marvin Fritz gelang dies 2014 und ein Jahr später 2015 wurde Jan Bühn sein Nachfolger.
 
Das Team vom 26-jährigen Jan Bühn fuhr im Vorjahr in der Stocksport-Wertung, beim Heimrennen in Oschersleben belegte es den zweiten Platz und beim 8-Stunden-Rennen auf dem Slovakia-Ring stand das BMW-Trio mit Jan Bühn, Julian Puffe (Schleiz) und dem Österreicher Stefan Kerschbaumer als Sieger ganz oben auf dem Podium. Im Gesamtklassement belegte das BMW-NRT48-Team den vierten Gesamtrang im FIM Endurance World Cup. Für die neue Saison ist das Team nun in die EWC-Klasse umgestiegen und geht mit Jan Bühn sowie Lucy Glöckner (Krumhermersdorf) und Stefan Kerschbaumer (AUT) an den Start. Der Teamchef vom BMW-NRT48-Team Ingo Nowaczyk konnte den ehemaligen Superbike-WM Sieger Max Neukirchner als Teammanager verpflichten.

Die 5,791 km lange Rennstrecke „Circuit Paul Ricard“ liegt in der Region Provence-Alpes an der Cote d’Azur in Südfrankreich. Das 24-Stunden-Rennen, der 81. Bol d’Or, wird am Samstag um 15 Uhr gestartet. Im WM-Kalender gibt es noch ein weiteres 24-Stunden-Rennen in Le Mans/Frankreich sowie drei 8-Stunden-Rennen. Diese werden auf dem Slovakia-Ring, in Oschersleben (am 8.-9. Juni 2018) in der Nähe von Magdeburg sowie mit dem Finale in Suzuka/Japan ausgetragen. Jan Bühn freut sich auf den WM-Auftakt: „Wir waren in den letzten zwei Jahren immer das Beste deutsche Team und auch das erfolgreichste BMW-Team. Zusätzlich sind wir beim Heimrennen von unserem Teamchef Ingo Nowaczyk als Zweiter auf das Podium gefahren, das Highlight war aber der Sieg auf dem Slovakia-Ring in der Stocksport-Wertung und der fünfte Gesamtrang. Ich möchte an meine guten Leistungen anknüpfen und das 24-Stunden-Rennen erstmals zu Ende fahren.“ Im Vorjahr gewann das Suzuki Endurance Team das Rennen, das Voelpker NRT48-BMW Team belegte den zehnten Rang. Weitere Informationen über das legendäre 24-Stunden-Rennen gibt es im Internet unter
www.boldor.com und www.FIMEWC.com sowie über Jan Bühn unter www.jan-buehn.de.
 
Text : Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof

Woche der Entscheidung in der ADAC TCR Germany beginnt auf dem Sachsenring

  • Files in Führung – Halder, Langeveld & Co. lauern auf ihre letzte Chance
  • Heimspiel für Steve Kirsch und das Honda Team ADAC Sachsen
Foto: Jens Hawrda
Die Sommerpause ist vorbei, von Entspannung aber keine Spur: Am Wochenende startet die ADAC TCR Germany auf dem Sachsenring (15. bis 17. September) den Titel-Countdown, der nur eine Woche später beim großen Saisonfinale am Hockenheimring (22. bis 24. September) mit der Kür der Meister vollendet wird. Liefern die Saisonrennen elf und zwölf bereits die Vorentscheidung zu Gunsten von Titelverteidiger Josh Files (26, Großbritannien, Target Competition) oder wird das Gesamtklassement am Sachsenring noch einmal durchgerüttelt? Beide Rennen werden von SPORT1 und SPORT1+ übertragen, zudem gibt es Livestreams auf www.SPORT1.de, www.adac.de/motorsport und www.youtube.com/adac.
 
 osh Files kann an diesem Wochenende in Sachen Titelverteidigung alles klarmachen, weiß aber auch, dass er sich auf seinen 77 Punkten Vorsprung nicht ausruhen darf. Der Brite war zwar immer konstant dabei, wenn es um die Siegerpokale und Punkte ging, musste aber zuletzt im zweiten Rennen am Nürburgring – nach einer Kollision und trotz schneller Reparatur ohne Aussicht auf Punkte – den Motor vorzeitig abstellen. Das soll aber die Ausnahme bleiben. „Alle Positionen – inklusive der Spitzenplätze – können sich noch ändern. Wir werden wie gewohnt Vollgas geben und nichts anbrennen lassen“, sagt Files, der sich auf die Rückkehr freut: „Der Sachsenring ist ein phantastischer Kurs, in Großbritannien kaum bekannt. Auch ich war erst einmal dort und freue ich mich darauf, erstmals mit dem Honda an den Start zu gehen.“
 
Stärkste Verfolger von Files sind der Seat-Pilot Mike Halder (21, Meßkirch, Wolf-Power Racing) sowie die Audi-Fahrer Niels Langeveld (29, Niederlande, Racing One) und Sheldon van der Linde (18, Südafrika, AC Mayen e.V. im ADAC). Sie alle haben den Titel noch nicht aus den Augen verloren und sich vorgenommen, den Spitzenreiter zu ärgern.
 
Insbesondere der von der ADAC Stiftung Sport geförderte Halder, mit 211 Punkten aktuell Zweiter, brachte Champion Files am Nürburgring sogar an den Rand einer Niederlage. „Ärgern können wir Josh noch auf jeden Fall. Wenn er einen Ausfall hat, würde es sicher nochmal richtig eng“, sagt Halder, der den Sachsenring neben Zandvoort zu seinen Lieblingsstrecken zählt. Er reist mit der positiven Erinnerung an, dass er es im letzten Jahr von Platz 19 auf den vierten Rang schaffte. „Dadurch, dass man dort vorher nicht viel trainieren kann, rechne ich mir relativ gute Chancen aus.“
Foto: Jens Hawrda
Auch Niels Langeveld zieht den Schlussstrich unter die Saison erst nach dem letzten Rennen. Bis dahin will der Niederländer um die Top-Positionen mitkämpfen „Ich kenne den Kurs zwar nicht, aber von dem was ich auf den Onboards gesehen habe, ist er ziemlich eng und verzeiht mit seinen vielen blinden Ecken keine Fehler“, sagt Langeveld, der den Druck auf Files und Halder noch einmal verstärken will. „Halder ist nicht weit weg, Files schon. Aber ich gebe nicht auf, bevor das letzte Rennen vorbei ist. Bis dahin gebe ich Vollgas in Sachen Meisterschaft.“
 
Beim Heimspiel seines Teams AC Mayen e.V. im ADAC am Nürburgring meldete sich auch Sheldon van der Linde (18, Südafrika) in der Spitze zurück. Dreimal schaffte es der 18-Jährige in seiner ersten Saison aufs Podium, nur ganz oben stand er noch nicht. „Ein Sieg fehlt mir noch, dafür werde ich hart kämpfen“, verspricht van der Linde. „Allerdings ist der Sachsenring komplett neu für mich. Es wird wichtig sein, bei den Trainingssessions am Freitag viel zu fahren und ein gutes Gefühl für die Strecke zu entwickeln.“ Der Südafrikaner hofft mit Blick auf die Meisterschaft noch auf Änderungen an der Spitze. „Wenn man die diesjährige Qualität des Starterfeldes betrachtet, wäre ein Platz in den Top 3 schon zufriedenstellend. Zu Platz 1 ist es ein langer Weg, aber man konnte sehen, dass sich von Rennen zu Rennen noch viel ändern kann.“

Kirsch will beim Heimspiel sein ganzes Potenzial zeigen: „Wir müssen uns nicht verstecken“
Auch Steve Kirsch (38, Chemnitz, Team Honda ADAC Sachsen hat sich für sein Heimspiel viel vorgenommen. Eigentlich wollte der Gesamtdritte von 2016 in dieser Saison um den Titel mitfahren, aber sowohl technische Probleme, als auch Ausfälle in den Rennen machten seine Planungen zunichte. Am Sachenring, den der Chemnitzer in- und auswendig kennt, will er aber zumindest Sponsoren, Fans und Freunden etwas bieten. „Ehrlich gesagt hatte ich mir viel mehr vorgenommen, aber das Glück war in dieser Saison manchmal nicht auf unserer Seite“, sagt der 38-Jährige, an dessen Seite im zweiten Honda Moritz Oestreich (25, Fulda) antritt. „Wir müssen uns aber nicht verstecken, denn das Level in der ADAC TCR Germany ist in diesem Jahr viel höher als 2016. Bei den letzten Rennen, und besonders bei unserem Heimrennen, wollen wir natürlich unser ganzes Potenzial zeigen. Das sind wir unseren Sponsoren und Fans schuldig.“

Luca Engstler fährt Sieg in der Honda Rookie Challenge entgegen

Golf-Pilot Luca Engstler (17, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler) ist der Sieg in der Honda Rookie Challenge kaum noch zu nehmen. Schon siebenmal stand der Youngster im VW Golf GTI TCR in dieser Saison als bester Nachwuchsfahrer auf dem Siegerpodest und führt Wertung mit 83 Punkten klar an. Als besonderer Lohn winkt dem Sieger der Nachwuchswertung ein neuer Honda Civic als Prämie.
Foto: Jens Hawrda
Debüts für Hesse, Braun, Brinkmann und Holdener – Dino Calcum im Opel am Start

Ihre Debüts in der ADAC TCR Germany feiern am Sachsenring ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Max Hesse (16, Wernau, Aust Motorsport) im Audi RS3 LMS, Georg Braun (46, Kusterdingen), der den zweiten Opel Astra TCR beim Team Lubner Motorsport pilotiert, sowie im Seat Manuel Brinkmann (36, Bielefeld, TOPCAR Sport) und der Schweizer Nachwuchsfahrer Oliver Holdener (20, Bennau, TOPCAR Sport), der als zweiter von drei Kandidaten im Rahmen der „AutoScout24 Young Driver Challenge powered by SEAT” die Chance erhält, seine ersten Schritte im Tourenwagensport zu absolvieren. Nach der Kollision am Nürburgring ist auch der Opel von Dino Calcum (27, Bochum, Schläppi Race-Tec) gerade noch rechtzeitig zum Rennwochenende fertig geworden, einem Start des Bochumers auf der ‚Berg- und Talbahn‘ in Sachsen steht nichts im Weg
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Donnerstag, 14. September 2017

DTM: Drei Fragen an Robert Wickens

Robert Wickens
Foto: Jens Hawrda
Rob, du hast auf dem Nürburgring deinen ersten Saisonsieg eingefahren. Wie fühlst du dich mit ein paar Tagen Abstand?
 
Robert Wickens: Das war ein unglaubliches Wochenende. Im Vorfeld war ich ziemlich optimistisch, aber in der DTM darf man nie so ein Wochenende erwarten, wie wir es dann am Nürburgring erlebt haben. Am Samstag hatten wir viel Glück mit dem Wetter, denn wir dachten, dass wir im Trockenen nicht so stark sein würden. Ich denke, die Tatsache, dass es den ganzen Samstag über geregnet hat, war ein wichtiger Grund für unser Ergebnis – einen Vierfach-Sieg und alle sechs Autos in den Punkten. Es war ein fantastischer Tag für die Marke. Am Sonntag im Trockenen konnten wir diese Performance mehr oder weniger wiederholen. Das zeigt, wie weit wir als Team gekommen sind und dass wir stetig weiter Gas geben. Wir haben die schlechten Nachrichten über den Ausstieg Ende 2018 weggesteckt und zeigen nun, dass wir weiter hart kämpfen und nicht aufgeben. Zwei Podestplätze an einem Wochenende sind in der DTM nahezu unmöglich und die Tatsache, dass mir das in diesem Jahr schon zweimal gelungen ist, zeigt, was für ein starkes Team wir sind.
 
Es sind noch 100 Punkte in dieser Saison zu vergeben und du liegst 36 Punkte hinter dem Führenden in der Fahrerwertung, Mattias Ekström. Siehst du dich noch als Titelanwärter?
 
Robert Wickens: Ehrlich gesagt, möchte ich gar nicht richtig über die Meisterschaft nachdenken. Ich fahre, weil es meine Leidenschaft ist und es mir Spaß macht, in der DTM zu sein. Vor dem Wochenende am Nürburgring war die Meisterschaft für mich weit weg. Ich wollte es einfach genießen und es war ein fantastisches Wochenende, das mich wieder zum Jäger gemacht hat. Ich habe die gesamte Saison über nur von Rennen zu Rennen und von Tag zu Tag gedacht. Ich habe nicht allzu weit in die Zukunft geschaut, da ich diese nicht kontrollieren kann. Ich kann nur beeinflussen, was ich und mein Team machen. Es ist eine fantastische Saison und dass es zehn Fahrer gibt, die alle noch eine gute Chance auf den Titelgewinn haben, hat es bislang noch nicht gegeben. Dass es zehn Fahrer gibt, die innerhalb eines Wochenendes mathematisch die Meisterschaftsführung übernehmen könnten, ist fantastisch und absolut unglaublich. So etwas habe ich in meiner ganzen Zeit im Motorsport noch nicht erlebt.
 
Im zweiten Rennen am Sonntag haben sich relativ viele Fahrer über die harte Gangart auf der Strecke beschwert. Ist das normal für die DTM oder kommen wir nun in die entscheidende Phase, in der die Ellenbogen weiter ausgefahren werden?
 
Robert Wickens: Aus meiner Erfahrung heraus, ist es normal in der DTM, dass es jetzt noch härter zur Sache geht. Mich hat am letzten Wochenende zum Beispiel die Strategie von Audi getroffen. Ich bin mir sicher, dass andere Fahrer es vielleicht anders sehen, aber als ich nach dem Boxenstopp in Führung lag und auf Duval und Müller aufholte, hatte ich schon das Gefühl, dass beide bei ihrer Teamtaktik ein wenig zu weit gingen. Besonders, wenn man bedenkt, dass ich keine direkte Gefahr in der Meisterschaft war. Aber sie versuchten einfach, jeden einzubremsen, um den Titelkandidaten von Audi zu helfen. Ich weiß, dass das Teil der DTM ist, aber ich denke, dass wir bei Mercedes erhobenen Hauptes sagen können, dass wir das nicht machen. Wir versuchen, den Fans die bestmögliche Show zu bieten, faires und echtes Racing. Der Kampf zwischen Marco (Wittmann) und mir war das ganze Rennen lang einfach nur pures „Old School“-Racing. Für mich war das sehr gute Unterhaltung, die mir sehr gefallen hat. Das hat richtig Spaß gemacht.

ADAC GT-Masters Sachsenring kommendes Wochenende


Champion im ADAC GT Masters gesucht: Die Tipps der Experten

  • Corvette-Pilot Jules Gounon in der Favoritenrolle
  • Experten setzen auch auf Verfolger von BMW und Audi
  • SPORT1 überträgt Rennen live und in voller Länge
Foto: Jens Hawrda
Im ADAC GT Masters beginnt die heiße Phase der Titelentscheidung. Bei vier noch ausstehenden Rennen auf dem Sachsenring (15. bis 17. September) und in Hockenheim (22. bis 24. September) führt Corvette-Pilot Jules Gounon (22/F, Callaway Competition) die Tabelle mit 38 Zählern Vorsprung an. 100 Punkte sind noch zu vergeben. Wer wird nach Meinung von Experten am Ende im Titelkampf die Nase vorn haben? Die Rennen auf dem Sachsenring werden am Samstag und am Sonntag (jeweils ab 13.00 Uhr) bei SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und unter youtube.com/adac zu sehen.
 
René Rast (Audi-DTM-Pilot und ADAC GT Masters-Champion 2014): "Ich drücke Kelvin van der Linde und Markus Pommer die Daumen. Kelvin ist durch die vielen Rennen, die wir zusammen bestritten haben, inzwischen ein enger Freund geworden. Es ist schwierig, aber mathematisch ist noch alles drin. Es kann noch viel passieren. Sollte Jules Gounon zum Beispiel zwei Nuller haben, sind die Karten wieder neu gemischt."
 
Peter Mücke (Teamchef BWT Mücke Motorsport): "Ich tippe auf die Corvette. Das Auto ist eigentlich auf jeder Rennstrecke schnell. Und das ist der Schlüssel zum Erfolg. Sollte nichts Unvorhergesehenes passieren, sollte Jules Gounon der Titel nicht mehr zu nehmen sein."
 
Timo Bernhard (Zweimaliger Le-Mans-Sieger und Teamchef KÜS Team75 Bernhard): "Ich hoffe natürlich, und wir arbeiten hart daran, dass unser KÜS Team75 Bernhard mit Michael Ammermüller und Mathieu Jaminet noch in den Titelkampf eingreifen kann. Die Corvette hat allerdings zuletzt ziemlich dominiert und einen riesigen Punktevorsprung."
 
Maximilian Götz (ADAC GT Masters-Champion 2012): "Jules Gounon ist in einer sehr komfortablen Position. Er muss am Sachsenring und in Hockenheim nicht auf Biegen und Brechen um vordere Positionen kämpfen, sondern kann auch mal zurückstecken, um Punkte mitzunehmen. Es wird für die anderen Fahrer nicht einfach, ihn noch abzufangen."
 
Maxime Martin (BMW-DTM-Pilot und fünffacher ADAC GT Masters-Rennsieger): "Auch wenn Jules Gounon einen recht großen Vorsprung hat, hat Philipp Eng als Tabellenzweiter immer noch ein gute Ausgangsposition. Bei ihm ist alles möglich. Ich bin sicher, dass er alles geben wird, und ich hoffe, dass er noch den Titel gewinnen wird. Mit dem BMW Team Schnitzer hat er ein tolles Team hinter sich und mit Nicky Catsburg einen sehr erfahrenen Teamkollegen. Er hat auf jeden Fall ein Paket, das für Siege gut ist."
 
Sarah Winkhaus (SPORT1-Moderatorin): "Klar, Gounon ist aktuell der Favorit, aber das ADAC GT Masters ist immer für eine Überraschung gut. Bei einem Punktestand von 127 für Gounon und 89 für Verfolger Eng ist noch nichts entschieden. Aufgrund der Zweikämpfe oder eines möglichen Ausfalls kann sich das Blatt noch wenden. Da ja noch vier Rennen anstehen, würde ich Eng noch nicht abschreiben."
 
Klaus Ludwig (zweimaliger DRM- und dreimaliger DTM-Meister): "Noch ist nichts entschieden. Aber ich würde momentan auf Gounon tippen. Warum? Weil er einen guten Job macht und weil die Corvette eine Granate ist. Sie ist schnell auf der Geraden und kann dabei auch noch mit viel Zusatzgewicht leben. Bisher hat sie auf jeder Strecke gezeigt, dass sie vorn mit dabei ist. Auch das Team macht einen super Job."
 
Christopher Haase (ADAC GT Masters-Champion 2007): "Mit so einem Punktevorsprung tippe ich auf Jules Gounon. Außerdem leistet sein Team Callaway Competition gute Arbeit."
 
Christian Abt (ADAC GT Masters-Champion 2009): "Auch wenn sein Rückstand mit 46 Punkten schon recht groß ist, hoffe ich auf Kelvin van der Linde. Ich kenne ihn gut und wir alle wissen: Im Motorsport ist alles möglich, bis die letzte Zielflagge gefallen ist. Kelvin hat bereits 2014, als er für mein Team fuhr, mit nur 18 Jahren das ADAC GT Masters gewonnen. Es wäre toll, wenn er es auch in diesem Jahr schafft. Ich wünsche ihm und seinem Teamkollegen Markus Pommer viel Glück."