Sonntag, 10. September 2017

DTM: Schnellster im Qualifying: Marco Wittmann (BMW)

Marco Wittmann
Foto: Jens Hawrda
Marco Wittmann holt sich die Pole-Position für das Sonntagsrennen der DTM auf dem Nürburgring. Wittmann blieb in seiner schnellsten Runde (1:20,936 Minuten) als einziger Fahrer unter 1:21 Minuten und verwies die beiden Mercedes-AMG-Fahrer Paul Di Resta und Robert Wickens auf die Plätze zwei und drei. Lucas Auer der in den vergangenen drei Jahren die Qualifyings auf dem Traditionskurs in der Eifel dominiert hatte, kam über Rang vier nicht hinaus und komplettiert Startreihe zwei.


BMW und Mercedes-AMG machten die besten Startplätze bei trockenen Bedingungen auf dem Nürburgring unter sich aus. Tom Blomqvist, Timo Glock und Augusto Farfus belegten die Positionen fünf bis sieben. Die besten zehn Plätze vervollständigen Gary Paffett (Mercedes-AMG), Bruno Spengler (BMW) und Edoardo Mortara (Mercedes-AMG). Den schnellsten Audi RS5 DTM pilotierte Jamie Green. Der Brite büßte auf Wittmanns Bestzeit 0,550 Sekunden ein.

Marco Wittmann:
„Das Schwierigste war heute bei zehn Grad Außentemperatur, den Reifen auf Betriebstemperatur zu bekommen. Mit einer Pole-Position kann man immer zufrieden sein. Am Ende haben wir alles richtig gemacht. Es gab heute keine Regen-Lotterie und keine Poker-Spielchen. Ich bin happy auf der Eins zu stehen. Gestern war ich in der ersten Reihe, heute starte ich noch weiter vorne. Das ist eine optimale Ausgangslage. Jetzt hoffe ich, dass der Regen wegbleibt. Oder, dass es zumindest ganz klare Bedingungen gibt.“

DTM: Mercedes im dritten Freien Training vorne

Lucas Auer wieder vorn
Foto: Jens Hawrda
Das dritte Freie Training der DTM auf dem Nürburgring war fest in der Hand von Mercedes-AMG. Schnellster war der gestrige Rennsieger Lucas Auer in 1:21,258 Minuten. „Man versucht im Freien Training ein paar Sachen, man fährt ein bisschen rechts, links und schaut, was das Schnellste ist. Im Qualifying werden die Karten erst auf den Tisch gelegt. Die Tabelle ist mir wurscht. Ich weiß nicht mal wie viele Punkte ich habe“, sagte der Gesamtzweite der DTM in gewohnt lockerer Art.

Zweiter wurde Gary Paffett (1:21,351). Damit fuhr der Brite in allen drei Freien Trainings unter die Top zwei. Den dritten Platz schaffte Robert Wickens (1:21,406). Dahinter folgten mit Marco Wittmann (1:21,486), Tom Blomqvist (1:21,520) und Timo Glock (1:21,549) drei BMW-Piloten. Bester Audi-Pilot war als Siebter erneut René Rast (1:21,557). „Es sieht nicht so schlecht aus, aber ich glaube, die anderen können im Qualifying noch eine Schippe drauflegen. Das hat man in der Vergangenheit oft gesehen, dass die anderen da noch konkurrenzfähiger waren. P7 war nicht so verkehrt für mich“, sagte Rast.

Herzlichen Glückwunsch zum Sieg am Samstag an Lucas Auer !


Samstag, 9. September 2017

DTM: Auer gewinnt turbulentes Regenrennen am Nürburgring

  • Dritter Saisonsieg katapultiert Auer in der Fahrerwertung auf Platz 2
  • Vierfacherfolg von Mercedes-AMG im Samstagsrennen
  • Tabellenführer Ekström verpokert sich und bleibt ohne Punkte
Das Podest vom Samstag
Foto: dtm.com
Lucas Auer ist im Kampf um den DTM-Titel wieder im Rennen. Beim 13. Saisonrennen fuhr der Mercedes-AMG -Pilot bei widrigen Wetterbedingungen auf dem Nürburgring von der Poleposition zum Sieg und verbesserte sich damit in der Fahrerwertung von der sechsten auf die zweite Position. Für Auer ist es der vierte Sieg in seiner DTM-Karriere, der dritte in der aktuellen Saison. Für eine Sternstunde in der Eifel sorgte nicht nur der Österreicher: Den Triumph für Mercedes machten Paul Di Resta, Robert Wickens und Maro Engel auf den Positionen zwei bis vier perfekt.


„Das war ein mega Rennen für uns“, freute sich Auer im Ziel. „Ich war nach meinem Boxenstopp etwas verwirrt, aber unsere Strategie ist bei den schwierigen Bedingungen aufgegangen.“ Hinter dem Mercedes-Quartett kam René Rast als bester Audi-Pilot auf Rang fünf vor seinem Markenkollegen Jamie Green ins Ziel. Augusto Farfus, der das Rennen in der Anfangsphase souverän angeführt hatte, wurde hinter Edoardo Mortara (Mercedes-AMG) Achter und war damit bester BMW-Fahrer.

Vierfachsieg für Mercedes bei widrigen Bedingungen
Foto: dtm.com
Das 13. DTM-Saisonrennen war ein echter Reifenpoker: Nach starkem Regen kurz vor dem Start trocknete die Strecke bis zur Rennhälfte ab. Zu diesem Zeitpunkt entschieden sich einige Piloten für einen Wechsel auf Slicks, andere blieben auf Regenreifen draußen - die richtige Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Pech hatten bei der Reifenwahl vor allem Tabellenführer Mattias Ekström und Augusto Farfus. Beide wechselten zu einem Zeitpunkt auf Slicks, als es Augenblicke später wieder zu regnen begann. Beide mussten einen zweiten Boxenstopp einlegen und verloren dadurch den Anschluss an die Spitze. Die am Ende erfolgreichen Mercedes-AMG DTM-Piloten, sowie Rast und Green wechselten alle erst sehr spät auf einen frischen Satz Regenreifen. „Als die Strecke abgetrocknet war, bauten meine Regenreifen immer mehr ab, aber wir sind noch ein bisschen länger draußen geblieben“, erklärte Sieger Auer. „Erst spät auf neue Regenreifen zu wechseln hat sich ausgezahlt.“


Pech hatte der Schwede Ekström, der das Rennen nur als 15. beendete, die Führung in der DTM-Fahrerwertung aber behält. „In dem Moment, als ich zum Reifenwechsel an die Box gekommen bin, hat es wieder angefangen zu regnen. Die eingeschränkte Kommunikation mit dem Team war sicher nicht vorteilhaft – aber das gilt ja für alle Fahrer. Es ist bei dem Wetter für uns einfach blöd gelaufen.“


Mit dem Rennergebnis aus dem Samstagsrennen am Nürburgring rückt die Fahrerwertung noch enger zusammen. Ekström führt die Tabelle nach 13 von 18 Saisonrennen mit 128 Punkten vor Auer (127), Rast (124), Rockenfeller (110), Green (107), Glock (104), Martin (102) und Titelverteidiger Wittmann (97) an. Bei noch 140 zu vergebenden Punkten in den verbleibenden fünf Rennen und Qualifyings bleibt der Titelkampf äußerst spannend.

Am Sonntag steht am Nürburgring das zweite Rennen des Wochenendes auf dem Programm. Start ist um 15:15 Uhr. Das Erste überträgt ab 15:00 Uhr live aus der Eifel. Zuvor entscheidet sich im Qualifying um 12:00 Uhr die Startaufstellung. Das wird auf dem Sender ONE ebenfalls live übertragen.

DTM: Lucas Auer holt Pole am Nürburgring