Donnerstag, 6. Juli 2017

DTM: Drei Fragen an Gary Paffett

Gary Paffett
Foto: Jens Hawrda
Gary, das war ein heftiger Unfall. Wie fühlst du dich?

Gary Paffett: Ich habe ein paar Prellungen. Hier und da ein paar Schnitte und Schmerzen. Aber alles in allem bin ich in einem Stück und das ist sehr gut nach diesem Unfall. Zunächst möchte ich mich bei all den Leuten bedanken, die das Auto entworfen haben. Wir sprechen immer darüber, wie unglaublich sicher die DTM-Autos heutzutage sind. Am Norisring hat man gesehen, wie sicher sie tatsächlich sind. Die Sanitäter an der Strecke waren sehr gut und auch die Ärzte im Krankenhaus waren fantastisch. Sie haben sehr gute Arbeit geleistet, mich untersucht und Röntgenaufnahmen angefertigt. Alles sah okay aus. Als ich ihnen sagte, wie schnell ich bei dem Unfall war, waren sie total schockiert. Sie waren überrascht, dass ich ohne Verletzungen ausgestiegen bin. Ich hatte sehr viel Glück.

Wie hast du den Unfall im Cockpit erlebt?

Gary Paffett: Es war echt erschreckend. Ich kämpfte Seite an Seite mit Jamie. Das DRS war geöffnet und am Ende der Geraden haben wir uns berührt. Sobald dir das mit geöffnetem DRS passiert, verlierst du die Kontrolle. Ganz besonders auf solchen Bodenwellen, wie es sie am Norisring gibt. Zu diesem Zeitpunkt war ich nur noch ein Passagier. Ich hatte zwei harte Einschläge in der Leitplanke und dann die Kollision mit Rocky in der Kurve – das war nur noch erschreckend. Es fühlte sich an, als ob es nie aufhören würde. Es ging endlos weiter. Das Auto schlug immer wieder hart ein. Es war richtig Angsteinflößend. Sobald es stehen blieb, raste mein Herz. Ich musste erst einmal eine Minute sitzen bleiben und meine Gedanken sortieren. Nach so einem Einschlag weißt du nicht genau, was passiert ist.

Du bist dann aus eigener Kraft aus dem Auto ausgestiegen...

Gary Paffett:
Ja, die Sanitäter kamen zu mir und schätzten die Lage im Auto ein. Sie wollten mich bergen, aber ich fühlte mich okay. Ich hatte keine Rücken- oder Nackenschmerzen. Ich wollte selbst aus dem Auto aussteigen. Ich kann mir nicht ausmalen, wie erschreckend es auf meine Frau und Kinder gewirkt haben muss, das mitanzusehen. Deshalb war es für mich wichtig, aus dem Auto auszusteigen und allen zu zeigen, dass ich okay war. Du willst nie, dass so etwas passiert. Aber dies ist Motorsport und solche Dinge geschehen. Wir müssen dem Team dankbar sein, dass es so ein unglaublich starkes und sicheres Auto gebaut hat. Manchmal hast du Glück und gewinnst ein Rennen, manchmal hast du Glück und du überstehst so einen Unfall in einem Stück. Mehr Glück kannst du nicht haben. Jetzt habe ich etwas Zeit, um mich im Urlaub gemeinsam mit meiner Familie zu erholen. Danach freue ich mich darauf, in Moskau wieder ins Auto zu steigen. Dann werde ich wie immer wieder angreifen.

Interview mit Audi-Pilot Mattias Ekström: „Ich bleibe gelassen“

  • Schwede führt nach dem Norisring die DTM-Fahrerwertung an
  • Gute und schlechte Erinnerungen an Russland
  • DTM-Rennen am Norisring „sehr unterhaltsam“
Mattias Ekström reist als Tabellenführer der DTM zu den nächsten beiden Rennen am 22./23. Juli nach Moskau. Der Audi-Pilot im Kurzinterview.

Mattias Ekström übernimmt Tabellenführung
Foto: Audi-Motorsport

Es hat wieder nicht geklappt mit dem ersehnten Norisring-Sieg. Sind Sie trotzdem zufrieden mit dem Wochenende?


Mattias Ekström: „Absolut. Es waren für mich zwei unterhaltsame Rennen mit vielen guten Punkten und der Tabellenführung. Ich stand am Samstag auf dem Podium und habe es am Sonntag nur ganz knapp verpasst. Das war schon ein gutes Wochenende.“

Wie sehr hat es wehgetan, dass Sie auf den Start bei Ihrem Heimspiel in der Rallycross-Weltmeisterschaft in Höljes verzichten mussten?

„Ich kann mich ja nicht zweiteilen. Mein Chef (Dieter Gass) hat entschieden, dass ich am Norisring starten soll, und das war gut so. Ich habe wirklich die Chance, meinen dritten DTM-Titel zu holen. Im letzten Jahr durfte ich das DTM-Finale auslassen und habe den Rallycross-Titel geholt. Vielleicht klappt es in diesem Jahr andersherum.“

Wie gut sind Ihre Chancen denn?

„Sehr gut. Wir haben ein schnelles Auto, das bisher auf allen Strecken gut funktioniert hat. Die Punkteabstände sind noch immer sehr klein, aber mit jedem Wochenende reduziert sich der Kreis der Titelanwärter. Ich hoffe, ich bin bis zum letzten Wochenende in diesem Kreis dabei und kann um den Titel fahren.“

Haben Sie verfolgt, wie es für Ihr EKS-Team in Höljes gelaufen ist?

„Klar. Ich habe das Live-Timing auf meinem Handy verfolgt und war über WhatsApp und Handy immer informiert. Und natürlich habe ich mir auch das Finale im Livestream angeschaut. Schade, dass kein Audi dabei war. Das muss sich beim nächsten Lauf in Kanada wieder ändern. Wir arbeiten an ein paar Updates am Auto.“

Zuvor stehen in Moskau die beiden nächsten DTM-Rennen an. Freuen Sie sich darauf?

„Also, ich bin kein großer Russland-Fan. Vor der Reise grault es mir jedes Jahr. Aber die Strecke ist prima. Ich habe gute wie schlechte Erinnerungen an Moskau. Ich hoffe, dieses Mal werden es wieder gute. Wir sollten dort sehr stark sein, deshalb wird es für den Titelkampf ein wichtiges Wochenende. Wir haben dort ja Halbzeit.“

Das Qualifying war lange nicht Ihre Stärke, zuletzt lief es deutlich besser. Woran liegt das?

„Es ist ja bekannt, dass ich die Reifen nicht so hart rannehme wie andere Fahrer. Das ist für mich ein Vorteil im Rennen, aber ein Nachteil im Qualifying. Wir haben etwas am Set-up geändert, damit es im Qualifying besser läuft. Das hat am Norisring ganz gut funktioniert.“

Im Rennen am Sonntag fehlten Ihnen ganze 0,002 Sekunden zum Podium …

„Ja, das war noch enger als 2014 bei der Rallycross-WM auf dem Estering, als mich Petter (Solberg) um fünf Tausendstel geschlagen hat. Damals hatte ich im Ziel die Nase vorn, aber der Transponder in meinem S1 war weiter hinten montiert als in seinem Auto. Vielleicht müssen wir das auch mal an meinem DTM-Auto checken … Im Ernst: Edo war wirklich ein paar Zentimeter vorn. Ich teile auf jeden Fall seine Meinung: Das war ein sehr cooles Finish.“

Seit dem Norisring ist die Kommunikation zwischen Box und Fahrer noch weiter eingeschränkt worden. Wie war das für Sie?

„Ich hatte das Gefühl, dass jeder volle Attacke gefahren ist – und so soll es auch sein. Beide Rennen waren sehr unterhaltsam. Ich würde als Fan bei den Rennen in Moskau auf jeden Fall wieder den Fernseher einschalten.“

Marco Wittmann hat Sie nach dem Rennen als „unfair“ bezeichnet. Ihre Meinung dazu?

„Ich bleibe da ganz gelassen.“

Mittwoch, 5. Juli 2017

Rückkehr nach Oschersleben: Dritte Runde der ADAC TCR Germany

  • Gemeinsames Rennwochenende mit der TCR International
  • Meister Josh Files: "Oschersleben hat einen besonderen Platz in meinem Herzen"
  • Honda Rookie Challenge: Engstler und Reicher liegen gleichauf an der Spitze
Foto: Jens Hawrda
Hochspannung in der Magdeburger Börde: Setzt Josh Files (26, Großbritannien, Target Competition) seine Siegsträhne auch bei der Rückkehr nach Oschersleben vom 7. bis 9. Juli fort oder schlägt die Konkurrenz in der ADAC TCR Germany zurück? Der britische Champion strebt in der Motorsport Arena seine nächsten Erfolge an - doch seine Rivalen wollen den Rückstand auf den in der Gesamtwertung führenden Honda Civic TCR-Piloten verkürzen. Mit den Rennen fünf und sechs steuert die Tourenwagenserie des ADAC auf die Halbzeit in ihrer zweiten Saison zu.

38 Fahrzeuge werden dabei wieder für umkämpfte Rennen und Spektakel sorgen. Motorsport-Fans können sich erneut auf die Tourenwagen Audi RS3 LMS, Honda Civic TCR, Seat Leon TCR, VW Golf GTI TCR und Opel Astra TCR freuen. SPORT1 überträgt beide Rennen live, zudem wird es wie gewohnt Livestreams auf www.SPORT1.de und www.adac.de/motorsport geben. In Oschersleben fährt die ADAC TCR Germany gemeinsam mit der TCR International Series, und die Motorsport Arena feiert ihr 20-jähriges Jubiläum mit einem großen Fest. Am Samstagabend werden die Kult-Ostrocker von "City" ein Konzert im Infield der Strecke geben.

Nach den ersten beiden Rennwochenenden der laufenden Saison ist klar: Auch in diesem Jahr ist Josh Files einer der Favoriten in der Meisterschaft. Drei der bisherigen vier Rennen hat der 26-Jährige gewonnen, darunter den ersten Lauf in Oschersleben und beide Rennen auf dem Red Bull Ring. Einzig Florian Thoma (21, Schweiz, Liqui Moly Team Engstler) im VW Golf GTI TCR und Tim Zimmermann (20, Langenargen, Target Competition) im Audi RS3 LMS waren im zweiten Rennen in Oschersleben schneller.

Files hat neun der bisherigen 18 Rennen der ADAC TCR Germany-Geschichte gewonnen, und in Oschersleben stand er in vier von sechs Läufen ganz oben. Deshalb hat der Kurs "einen besonderen Platz in meinem Herzen", betont der Brite lächelnd. In der Gesamtwertung hat er 152 Punkte auf dem Konto und liegt damit souverän in Führung. "Ich konzentriere mich nur auf mich, und mit Target habe ich ein Team im Rücken, das mir die Arbeit leicht macht", sagt er.

Die Konkurrenz will sich jedoch noch längst nicht geschlagen geben. "Die Saison ist noch lang, es kann noch viel passieren", sagt etwa Moritz Oestreich (25, Fulda, Honda Team ADAC Sachsen), der am Red Bull Ring seine erste Podiumsplatzierung in seinem Honda Civic TCR einfuhr und in der Gesamtwertung auf Rang 13 liegt: "Und auch Josh Files kann mal einen schlechten Tag haben und ausfallen." Auch Audi-Fahrer Max Hofer (18, Österreich, AC Mayen e.V. im ADAC) will angreifen. "Ich habe immer gesagt, mein Ziel sind die Top Five. Dort will ich hin, und dort gehöre ich auch hin", sagt der Österreicher.

Zweiter der Gesamtwertung ist Audi-Pilot Sheldon van der Linde (18, Südafrika, AC Mayen e.V. im ADAC) mit 97 Zählern vor Kris Richard (22, Schweiz, Target Competition) im Honda, der 82 Punkte hat. Honda-Pilot Steve Kirsch (37, Chemnitz, Honda Team ADAC Sachsen) folgt mit 78 Zählern auf Rang vier vor Mike Halder (21, Meßkirch, Wolf-Power Racing) im Seat Leon TCR und Dino Calcum (27, Lubner Motorsport) im Opel Astra TCR. Bester VW-Pilot ist Florian Thoma als Siebter.

Der Bochumer Calcum holte auf dem Red Bull Ring die erste Pole Position für den Opel Astra TCR - im Rennen reichte es dann zu Rang drei. Daran will der 27-Jährige, der im Team mit Jasmin Preisig (24, Schweiz) fährt, in Oschersleben anknüpfen. "Ich reise zuversichtlich und positiv gestimmt nach Oschersleben", sagt er und nannte als Ziel "eine Top-Ten-Platzierung. Wir werden alles daran setzen, an den jüngsten Erfolg anzuknüpfen."
Auch Florian Thoma kehrt "mit einem guten Gefühl nach Oschersleben" zurück, wo er als Sieger des zweiten Saisonrennens den bisher größten Erfolg seiner Karriere feiern konnte. "Die Strecke liegt mir, und der Golf scheint dort auch besser zu funktionieren, als am Red Bull Ring. Ich bin zuversichtlich, dass ich ein ähnlich gutes Resultat erzielen kann, das Podest ist mein Ziel."

Derzeit ist es vor allem die Konstanz, die Files von der Konkurrenz abhebt. Der Honda-Pilot spult sein Programm nahezu fehlerfrei und dabei auf dauerhaft hohem Niveau ab. "In der TCR haben viele Faktoren Einfluss. Das Setup muss stimmen, das Fahrerische natürlich auch", sagt Harald Proczyk (41, Österreich, HP Racing), der 2017 noch auf eine Spitzenplatzierung wartet: "Und wenn alles passt, dann geht's auch weit nach vorne. So ist das aktuell bei Files und Target."

In der Honda Rookie Challenge liegen derzeit Luca Engstler (17, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler) und Simon Reicher (17, Österreich, Certainty Racing) mit jeweils 24 Punkten gleichauf an der Spitze. Dicht dahinter folgt Robin Brezina (18, Dauchingen, Aust Motorsport) mit 23 Punkten und Rudolf Rhyn (19, Schweiz, Topcar Sport) mit 17 Zählern. Sie alle haben einen besonderen Anreiz: Der Sieger der Nachwuchswertung darf sich am Saisonende über einen Honda Civic als Prämie freuen.

Auf Engstler, der beim Saisonauftakt in Oschersleben zweimal bester Rookie war, wartet ein besonders spannendes und aufreibendes Wochenende. Der 17-Jährige wird als Gaststarter auch in der TCR International fahren. "Ich werde beide Rennserien mit einem VW Golf GTI TCR bestreiten", sagt Engstler junior, der aber klarstellt: "Priorität hat die Rookie-Meisterschaft der ADAC TCR Germany. Dort versuche ich, meine Meisterschaftsführung zu verteidigen mit dem klaren Ziel, zweimal maximale Punkte zu sammeln."

Stimmen der Audi-Piloten nach den Rennen am Norisring

Die Zuschauer in Nürnberg erlebten ein spektakuläres Norisring-Wochenende. Audi verteidigte seine Führung in allen drei Wertungen der DTM. Neuer Spitzenreiter der Fahrerwertung ist Mattias Ekström. Das Sonntagsrennen wurde von einem schweren Unfall überschattet, bei dem sich Mike Rockenfeller eine Verletzung am linken Fuß zuzog. Die Stimmen aus dem Audi-Lager.
Foto: Audi-Motorsport
Mattias Ekström:
„Ein schönes Wochenende mit vielen Punkten, sehr abwechslungsreich, nur leider kein Sieg. Aber ich bin jetzt Meisterschaftsführender. Im ersten Rennen war es zunächst sehr nass. Als es abtrocknete, musste ich kämpfen. Über Platz drei am Samstag kann ich mich nicht beklagen. Mein Rennen am Sonntag war sehr abwechslungsreich. Ich habe auf dem Weg zu Platz vier viel Staub geschluckt. Der Start war nicht so toll, aber dann war ganz schön viel los bis zur Roten Flagge. Danach bin ich hinter der Spitze gefahren, habe von den Kämpfen vor mir profitiert und hatte ein Podium vor Augen. Leider gab es in der letzten Kurve einen kleinen Schubser von Marco Wittmann. Damit bin ich wieder auf Platz vier gelandet.“


Jamie Green:

„Das war ein hartes Wochenende. Schon im Freien Training haben wir keine gute Balance hinbekommen. Unsere Abstimmung hat sich nicht ausgezahlt und wir waren zu langsam. Wenn am Norisring auch nur ein oder zwei Zehntel fehlen, steht man in der Startaufstellung weit hinten. Die Trainings und Qualifyings waren schwierig. So ging es in den Rennen einfach nur darum, durchzukommen. Das haben wir geschafft und ein paar Punkte gesammelt.“


Nico Müller:

„Wir waren eigentlich gut unterwegs, haben aber leider aus unserer Pace deutlich zu wenig gemacht. Am Samstag wäre mehr als Platz neun drin gewesen, aber die Bedingungen waren sehr schwierig. Am Sonntag hatten wir von Startplatz drei das Podium anvisiert, doch dann ging alles schief. Ich hatte keinen allzu guten Start und nach dem Boxenstopp habe ich die Reifen nicht auf Temperatur gebracht und Zeit verloren. Als ich versuchte, meine Position zu verteidigen, habe ich mir einen Bremsplatten eingefahren. Außerdem hatte ich einen Kontakt mit Bruno (Spengler), danach ging gar nichts mehr.“


René Rast:

„Wir haben am Norisring nur zwei Punkte herausgeholt, und die nicht einmal aus dem Rennen, sondern im Qualifying. Die Pace war in beiden Qualifyings da. Am Samstag bin ich im Rennen leider über die gelbe Linie an der Boxenausfahrt gefahren, sonst wäre ein Podium drin gewesen. Am Sonntag habe ich es im Qualifying nicht auf den Punkt gebracht. Im Rennen hatte ich eine Kollision mit Robert Wickens. Insgesamt kein schönes Wochenende.“


Mike Rockenfeller:

„Der Start zum zweiten Rennen war okay, dann wurde es turbulent. Unsere Strategie war nicht perfekt, aber das müssen wir noch besprechen. Dann passierte der Unfall mit Gary (Paffett). Ich konnte nichts machen, ich war bereits in der Kurve. Es gab einen Riesenschlag. Ich bin froh, dass unsere Autos so sicher sind. Aber ich habe leider einen gebrochenen Mittelfuß, vielleicht ist es halb so schlimm. Ich hoffe, dass ich in Moskau wieder dabei bin.“

Loïc Duval:

„Auch wenn es ein paar positive Momente gab, war das definitiv kein gutes Wochenende und ich habe keine Punkte gesammelt. Das Rennen am Sonntag war besser als der Lauf am Samstag. Die Strecke ist sehr speziell. Zuletzt bin ich hier vor 13 Jahren gefahren und ich habe ein bisschen gebraucht, um mich wieder daran zu gewöhnen. Leider war mein letzter Sektor nie so gut. Bis zur Safety-Car-Phase sah es ganz ordentlich aus, auch wenn da noch viele Runden zu fahren waren. Leider kann man nie abschätzen, ob und wann es eine Gelbphase geben könnte. So musste ich an die Box kommen, als alle anderen ihre Stopps schon erledigt hatten. Das hat mir mein Rennen ruiniert. Aber generell zeigt meine Lernkurve in der DTM nach oben.“

Montag, 3. Juli 2017

DTM: Doppel-Podium für die „Pink Panther“ von Mercedes

Platz zwei und drei für die "Pink Panther" von Mercedes
Foto: Mercedes-Motorsport
Spektakulärer Schluss-Spurt im zweiten Rennen auf dem Norisring: Die beiden „Pink Panther“ Lucas Auer und Edoardo Mortara fuhren im zweiten Lauf vor 125.000 Zuschauern (am gesamten Wochenende) in ihren BWT Mercedes-AMG C 63 DTM auf den Plätzen zwei und drei auf das Podium. Lucas Auer verbesserte sich in einem dramatischen Rennen, das nach einem Unfall für eine halbe Stunde unterbrochen wurde, von Startplatz sechs bis auf Rang zwei nach vorne. Damit liegt er in der Fahrerwertung mit 87 Punkten nur noch zwei Zähler hinter dem Tabellenführer Mattias Ekström (Audi).
 
Sein Teamkollege Edoardo Mortara erkämpfte sich auf den letzten Metern des Rennens im Foto-Finish gegen Mattias Ekström und Marco Wittmann (BMW) den dritten Platz. Mortara fuhr damit zum zweiten Mal an diesem Rennwochenende auf dem Norisring in die Punkteränge. Nach seinem achten Platz im ersten Rennen am Samstag, belegte er im zweiten Lauf am Sonntag Position drei.
 
Dahinter überquerte Paul Di Resta (Mercedes-AMG C 63 DTM) die Ziellinie auf Platz sechs. Robert Wickens (Mercedes-AMG C 63 DTM Mercedes me) ging am Start von Startplatz zwei in Führung, fiel im Rennverlauf aber nach einer Berührung mit Audi-Pilot René Rast aus den Punkterängen heraus. Im weiteren Rennverlauf kämpfte er sich wieder bis auf den elften Platz nach vorne. Maro Engel (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG C 63 DTM) beendete sein 50. DTM-Rennen auf Platz 14.
 
Gary Paffett (Mercedes-AMG C 63 DTM Mercedes me) schied nach einem Unfall kurz nach der Safety Car-Phase aus. Gary verlor nach einer leichten Berührung im Zweikampf mit Jamie Green (Audi) auf einer Bodenwelle die Kontrolle über sein Auto, schlug in der Streckenbegrenzung ein und krachte dann seitlich in das Auto von Mike Rockenfeller (Audi). Das Rennen wurde danach für eine halbe Stunde unterbrochen. Die beiden Fahrer konnten aus eigener Kraft aus ihren Autos aussteigen.