Sonntag, 2. Juli 2017

Maxime Martin gewinnt Rennkrimi am Norisring

  • Maxime Martin feiert auf dem Norisring ersten Saisonsieg
  • Schwerer Unfall sorgt für Rennunterbrechung
  • Mattias Ekström verteidigt die Tabellenführung
Maxime Martin
Foto: Jens Harwrda
Der zweite Lauf der DTM am Rennwochenende auf dem Norisring war an Spannung nicht zu überbieten: Maxime Martin holte im BMW M4 DTM seinen ersten Saisonsieg vor Lucas Auer im Mercedes-AMG C 63 DTM. Die Entscheidung um Platz drei fiel erst auf den letzten Metern: Edoardo Mortara (Mercedes-AMG) setzte sich in einem dramatischen Fotofinish mit einem Vorsprung von nur zwei Tausendstelsekunden gegen Mattias Ekström (Audi) durch. Dieser rettete seinerseits hauchdünne 25 Tausendstel vor Lokalmatador Marco Wittmann (BMW) ins Ziel.

Das Sonntagsrennen der DTM musste nach einem schweren Unfall in Runde 33 mit der Roten Flagge unterbrochen werden. Nach einer Berührung mit Jamie Green (Audi) schlug Gary Paffett (Mercedes-AMG) in der Anfahrt zur ersten Kurve in die Streckenbegrenzung ein, verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte mit Mike Rockenfeller (Audi). Paffett und Rockenfeller wurden vorsorglich im Klinikum Süd in Nürnberg untersucht. Während der Brite mit Prellungen davonkam, hat sich Rockenfeller am linken Fuß eine kleine Fraktur des fünften Mittelfußknochens zugezogen. Nach der rund halbstündigen Unterbrechung wurde das Rennen mit einer Restzeit von 25 Minuten fortgesetzt.

„Nach zwei Ausfällen jetzt drei Mal in Folge auf dem Podium zu stehen ist fantastisch“, sagte Maxime Martin nach dem Rennen. „Ich konnte das Potenzial des Autos voll ausschöpfen und so endlich meinen ersten Sieg in diesem Jahr holen.“ In der Schlussphase lieferte sich der Belgier einen spannenden Zweikampf mit dem Österreicher Auer um den Sieg. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass Lucas nach dem Restart an mir vorbeigehen würde“, sagte er. „Zum Glück konnte ich die Situation schnell wieder zu meinen Gunsten klären.“

Auer war mit Platz zwei sehr zufrieden, vor allem weil er in den drei Rennen zuvor punktelos geblieben war. „Ich habe gleich zu Beginn einige Positionen gutmachen können“, so der Österreicher. „In der Schlussphase hatte ich mit Krämpfen im linken Fuß zu kämpfen, mit dem ich normalerweise bremse – und das gerade auf dem Norisring, wo das Bremsen so wichtig ist. Ich habe dann mit dem rechten Fuß gebremst, was zu kleineren Fehlern geführt hat. Unter diesen Vorzeichen bin ich froh, dass ich Platz zwei ins Ziel retten konnte.“

Über seinen ersten Podestrang in Diensten von Mercedes-AMG freute sich Edoardo Mortara. „An die letzten Meter dieses Rennens werde ich mich noch lange erinnern“, ist sich der 30-Jährige sicher „Es war einfach ein Wahnsinnsgefühl, zu dritt nebeneinander auf die Ziellinie zuzufahren. Dass ich am Ende die Nase vorne hatte – umso besser. Gar nicht so schlecht, angesichts Startplatz 16.“

Die Fahrerwertung der DTM spitzt sich nach dem achten Lauf zu. Fahrer aller Hersteller sind auf den ersten drei Plätzen vertreten. Der erfahrene Audi-Mann Ekström führt das Tableau mit 89 Punkten knapp vor Mercedes-Youngster Auer an, der 87 Punkte hat. Rennsieger Martin holte auf dem Norisring im BMW insgesamt 46 Zähler und schob sich so auf Platz drei nach vorne. Mit Jamie Green (75), der im Sonntagsrennen Achter wurde, und René Rast (72) folgen zwei weitere Audi-Piloten auf den Ränegn vier und fünf.

Blomqvist (BMW) holt Pole für`s Sonntagsrennen

Die Pole-Position am Sonntag sicherte sich Tom Blomqvist im BMW M4 DTM mit einem Vorsprung 4 Tausendstelsekunden vor Robert Wickens im Mercedes-AMG C 63 DTM. Audi-Pilot Nico Müller holt Platz drei. Platz vier bis sechs belegen Bruno Spengler (BMW), Mattias Ekström (Audi) und Lucas Auer (Mercedes-AMG).

Tom Blomqvist holt Pole für`s Sonntagsrennen
Foto: Jens Hawrda
Stimmen nach dem Qualifying:


Tom Blomqvist
(BMW), Platz eins:
„Ich hatte eine sehr gute Runde, aber es ist alles so eng beieinander. Ich bin sehr froh, mein erster Lauf war nicht so gut, von meiner Seite aus. Wenn Du auf der Pole Position stehst, willst Du natürlich auch das Rennen gewinnen. Es ist ein langer Weg, das Auto ist gut, wir werden sehen.“


Robert Wickens
(Mercedes-AMG), Platz zwei:
„Heute bin ich viel zufriedener als gestern. Das ist das verrückte am Norisring. Auch gestern hatten wir ein gutes Auto, aber du musst hier eine perfekte Runde hinbekommen. Mein Team hat über Nacht hart gearbeitet, um das Auto zu reparieren. Sie haben einen phantastischen Job gemacht. Wir haben einige Veränderungen an der Balance vorgenommen, im Freien Training war das noch nicht optimal, aber im Qualifying hatte ich genau das zur Verfügung, was ich brauchte. Mir ist auch eine gute Runde gelungen. Ich will jedes Rennen gewinnen, es fehlt noch an der Konstanz. Auf dem Podium zu stehen, wäre ein Traum. Zu gewinnen wäre ein Märchen.“


Nico Müller
(Audi), Platz drei:
„Im Vergleich zu gestern haben wir den Schritt gemacht, den wir machen mussten. Mit dem ersten Satz bin ich nicht so auf Touren gekommen, mit dem zweiten Satz ging es dann. Von P3 loszufahren, ist eine schöne Ausgangslage, das kenne ich vom letzten Jahr. Erst mal einen guten Start und eine saubere erste Runde erwischen, dann schauen wir weiter. Ich freue mich, dass es aus den ersten beiden Reihen losgeht, das war das Ziel. Jetzt schauen wir weiter.“

3. Freies Training Norisring: Lucas Auer Schnellster

Lucas Auer
Foto: Jens Hawrda
Die schnellste Zeit im dritten Freien Training fährt Lucas Auer (Mercedes), hinter ihm folgen vier Audi - Piloten mit Rast, Müller, Rockenfeller  und Green, auf Platz sechs folgt der schnellste BMW-Pilot und Sieger des Vortages Bruno Spengler.

Ergebnis des 3. Freien Trainings:

Quelle: dtm.com



BMW holt ersten DTM-Sieg am Norisring nach 25 Jahren

Spengler gewinnt vor Martin - Fünf BMW in den Top Ten


Bruno Spengler (l.) und Maxime Martin hohlen Doppelsieg für BMW
Foto: BMW-Motorsport
Bruno Spengler (CAN) holt den ersten Sieg in der aktuellen DTM-Saison für BMW im Samstagsrennen am Norisring. Der erste Sieg des Kanadier seit dem Rennen 2013 in Spielberg (AUT) war nicht nur ein besonderer Moment für ihn, sondern auch ein historischer Sieg für BMW. Der letzte BMW Fahrer, der auf der Straßenkurs in Nürnberg (GER) gewann, war Steve Soper (GBR) in einem BMW M3 im Jahr 1992.

Bruno Spengler: "Ich bin absolut begeistert über Erfolg, dies ist mein vierter Sieg am Norisring - und der erste Sieg seit 25 Jahren für BMW auf dieser Strecke. Ich bin sehr stolz, das heute erreicht zu haben - und freut mich sehr für das gesamte Team. Sie haben so hart gearbeitet, und es war nicht immer einfach für uns. Allerdings hat es sich heute endlich ausgezahlt und wir können das jetzt alle genießen."

Maxime Martin:"Platz eins und zwei für BMW: Das ist fantastisch. Es ist sehr Schade, dass ich so schlecht gestartetz bin. Ich weiß nicht, ob es wegen der nassen Strecke oder etwas anderes war. Allerdings konnte ich mich bald wieder auf den zweiten Platz vorkämpfen. Ich war ziemlich schnell im Nassen und konnte gut überholen. Ich war auch in der Lage, ein schnelles Tempo unter den abtrocknenden Bedingungen zu gehen. Es war wirklich hart am Ende gehen Mattias Ekström aber ich konnte mich durchsetzen und wir haben die 18 Punkte für den zweiten Platz geholt. "

Samstag, 1. Juli 2017

Audi-Pilot Ekström neuer DTM-Spitzenreiter

  • Schwede in turbulentem Samstagsrennen auf dem Norisring Dritter
  • Drei Audi-Piloten an der Spitze der Fahrerwertung
  • Vorsprung in der Hersteller- und Teamwertung vergrößert 
Mattias Ekström - Platz 3 und Tabellenführung
Foto: Audi-Motorsport
Mattias Ekström ist der neue Spitzenreiter der DTM. Der Schwede aus dem Audi Sport Team Abt Sportsline sicherte sich die Tabellenführung auf dem Norisring mit einem dritten Platz im Samstagsrennen.

Nach einem kräftigen Regenschauer kurz vor dem Start gingen alle Autos auf Regenreifen ins Rennen. Routinier Ekström verbesserte sich bei den schwierigen Bedingungen gleich vom sechsten auf den zweiten Platz und lieferte sich anschließend während des gesamten Rennens ein Duell mit BMW-Pilot Maxime Martin. „Im Regen war Maxime schneller, deshalb habe ich ihn vorbeigelassen“, sagte Ekström. „Im Trockenen habe ich dann richtig hart gekämpft, kam wieder an ihn ran und einmal sogar vorbei. Leider war mein Tempo in Kurve eins etwas zu hoch, dadurch hat er den zweiten Platz zurückgeholt. Aber ich kann mich nicht beklagen: Ich habe ein Podium, viele Punkte und die Meisterschaftsführung geholt.“

Mit Ekström, René Rast und Jamie Green (beide Audi Sport Team Rosberg) liegen nach dem siebten Saisonrennen gleich drei Audi-Piloten auf den ersten drei Plätzen der Fahrerwertung. Rast sicherte sich bereits zum vierten Mal in diesem Jahr einen Platz in der ersten Startreihe und damit zwei weitere Punkte. Im Rennen absolvierte Rast seine ersten DTM-Kilometer auf nasser Strecke und behauptete Platz vier, ehe er nach dem Reifenwechsel die Linie an der noch nassen Boxenausfahrt überfuhr und dafür eine Durchfahrtsstrafe kassierte. Als Zwölfter ging Rast im Rennen leer aus.

Rasts Teamkollege Jamie Green verbesserte sich vom neunten auf den siebten Platz. Nico Müller kam als Neunter ins Ziel und half so ebenfalls mit, dass Audi seinen Vorsprung in der Herstellerwertung der DTM auf 70 Punkte vergrößerte. In der Teamwertung liegen die Audi Sport Teams Rosberg und Abt Sportsline auf den ersten beiden Positionen.

Ohne Punkte blieb am Samstag in Nürnberg das Audi Sport Team Phoenix. Mike Rockenfeller lag in der Anfangsphase auf Rang sechs, musste auf Anordnung der Rennleitung dann aber drei Konkurrenten vorbeilassen, weil er im Getümmel der ersten Kurve innen ausgewichen war. Später wurde gegen ihn wegen einer Kollision mit Mercedes-Benz-Pilot Edoardo Mortara eine Durchfahrtsstrafe ausgesprochen. Rockenfeller wurde 13., sein Teamkollege Loïc Duval bei seinem ersten DTM-Rennen auf einem Stadtkurs 15.

„Ich habe heute etwas gemischte Gefühle“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Mattias (Ekström) ist ein sauberes Rennen gefahren und hat mit einem Podium die Meisterschaftsführung übernommen. Ich bin froh, dass er hier ist. Von den Punkten her wäre für uns aber mehr möglich gewesen. Das mit René (Rast) war sehr ärgerlich, weil er gut Punkte mit nach Hause hätte nehmen können.“