Freitag, 9. Juni 2017

Starker ADAC GT Masters-Einstand von DTM-Tabellenführer Lucas Auer

  • DTM-Tabellenführer Auer Zweitschnellster im ersten Freien Training
  • Mercedes-AMG-Markenkollege Maximilian Götz fährt Bestzeit
  • Beide Rennen am Samstag und Sonntag live und in voller Länge bei SPORT1
starker Einstand mit Platz 2 im ersten Freien Training für Lucas Auer
Foto: Jens Hawrda
Einen gelungenen Einstand feierte DTM-Spitzenreiter Lucas Auer (22/A, BWT Mücke Motorsport) auf dem Red Bull Ring im ADAC GT Masters. Als Zweiter im ersten Freien Training des dritten Saisonlaufs fehlten dem Österreicher lediglich 0,132 Sekunden auf die Bestzeit von Mercedes-AMG-Markenkollege Maximilian Götz (31/Uffenheim, Mercedes-AMG Team HTP Motorsport). Die beiden Rennen der „Liga der Supersportwagen“ werden am Samstag und Sonntag live und in voller Länge ab jeweils 13.00 Uhr von SPORT1 übertragen.

Götz trotzte den Temperaturen von fast 30 Grad und fuhr im Mercedes-AMG GT3 mit 1.28,427 Minuten die Bestzeit in der 90-minütigen Sitzung. „Wir haben während des Trainings ein paar Änderungen am Fahrzeug vorgenommen, die sehr positiv waren“ so Götz. „Ich bin am Ende des Trainings noch einmal rausgefahren. Dabei ist mir die Rundenzeit gelungen. Aber das sagt noch nicht viel aus, da wahrscheinlich alle Teams mit gebrauchten Reifen gefahren sind. Ich denke, wir sind gut aussortiert. Ich freue mich immer, hier in Österreich zu starten – auch weil mein Fanclub von hier kommt. Morgen werde ich sogar eine Lederhose tragen. Das ist bei mir Tradition.“
Maximilian Götz, Schnellster im ersten Freien Training
Foto: Jens Hawrda
Hinter Götz kam Markenkollege Lucas Auer auf den zweiten Rang. Der Kufsteiner, der nach zwei Siegen in den ersten vier Rennen derzeit die DTM anführt, bestreitet am Wochenende seine ersten Rennen im GT-Sportwagen. Rang drei ging in der Auftaktsitzung an die Corvette von Jules Gounon (22/F) und Daniel Keilwitz (27/Villingen, beide Callaway Competition), dahinter platzierte sich mit Luca Stolz (21/Brachbach) und Luca Ludwig (27/Bornheim, beide MercedesAMG Team ZAKSPEED) ein weiterer Mercedes-AMG. Den fünften Rang sicherten sich Filip Salaquarda (33/CZ) und Markus Winkelhock (36/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) im besten Audi R8 vor den Tabellenzweiten Ezequiel Perez Companc (22/RA) und Mirko Bortolotti (27/I, beide GRT Grasser-Racing-Team). Direkt dahinter platzierten sich die Tabellenführer Robert Renauer (32/Jedenhofen) und Sven Müller (25/Bingen, beide Precote Herberth Motorsport) im besten Porsche 911.

Lucas Auer freut sich auf Debüt im ADAC GT Masters

Lucas Auer freut sich auf seine Premiere im ADAC GT Masters an diesem Wochenende. „Ich wollte schon in den vergangenen Jahren erste Rennerfahrungen im GT-Sportwagen sammeln, leider hat sich dies bisher nicht realisieren lassen. Jetzt hat es endlich geklappt“, so Auer. „Meine ersten Eindrücke vom Fahrzeug sind sehr positiv, auch wenn ich mich noch etwas an alles gewöhnen muss, denn der GT-Sportwagen unterscheidet sich schon ziemlich vom DTMFahrzeug. Aber ich habe mit Sebastian Asch einen sehr erfahrenen Teamkollegen, von dem ich viel lernen kann.“


Lamborghini mit Testbestzeit am Donnerstag

Mit einem Test am Donnerstag stimmten sich die Teams des ADAC GT Masters auf das Rennwochenende des ADAC GT Masters in Spielberg ein. Gesamtschnellster und Bester in der dritten Session des Tests war der Lamborghini Huracán von Rolf Ineichen (39/CH) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser-Racing-Team) mit einer Rundenzeit von 1.27,983 Minuten. Den Bestwert in der ersten Sitzung markierten die Mercedes-Piloten Luca Stolz und Luca Ludwig mit 1.28,062 Minuten, in der zweiten platzierten sich Jules Gounon und Daniel Keilwitz mit 1.28,072 Minuten in ihrer Corvette an der Spitze des Zeitentableaus.


24-Stunden-Sieger hoch motiviert für Red Bull Ring

Mit Rückenwind starten an diesem Wochenende Christopher Mies (28/Heiligenhaus), Kelvin van der Linde (20/ZA), Connor De Phillippi (24/USA) und Markus Winkelhock beim dritten Lauf des ADAC GT Masters. Vor knapp zwei Wochen gewann das Quartett das ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Bereits am Donnerstag drehten sie einen Bericht für den ADAC GT Masters-TV-Partner SPORT1. Das Siegerfahrzeug, der Audi R8 LMS vom Audi Sport Team Land, wird bis zum 19. Juni im Audi Forum Ingolstadt ausgestellt.

Donnerstag, 8. Juni 2017

Drei Fragen an Lucas Auer

Debüt beim Heimrennen: Lucas Auer ist einer von fünf Österreichern, die am kommenden Wochenende beim ADAC GT Masters in Spielberg an den Start gehen. Der Führende in der DTM-Fahrerwertung gibt sein Debüt im BWT Mercedes-AMG GT3 von BWT Mücke Motorsport. „Ich freue mich auf das Wochenende“, sagt Lucas, der noch nie ein GT3-Rennen gefahren ist. „Daher bin ich schon sehr gespannt, was mich erwartet. Ich habe riesigen Respekt vor dem Starterfeld. Es ist sehr gut besetzt.“ Die Umstellung auf ein anderes Auto sieht er nicht als problematisch an: „Beide Fahrzeuge haben ihre speziellen Eigenschaften. Aber als Rennfahrer muss man in der Lage sein, zwischen verschiedenen Fahrzeugen zu wechseln.“
Lucas Auer startet am Wochenende beim ADAC GT-Masters am Red Bull Ring
Foto: Jens Hawrda
Luggi, du bist nach zwei Rennwochenenden Gesamtführender in der DTM. Was hättest du jemandem gesagt, der dir das vor der Saison prophezeit hätte?

Lucas Auer: Schau, es ist doch so: Wir haben bisher vier von achtzehn Rennen gefahren. Davon konnte ich zwei gewinnen, was an sich ja schon ein Wahnsinn ist. Aber wenn du mal die letzten Jahre zurückblickst, da gab es immer mal Fahrer, die nach zwei Rennwochenenden ganz vorne waren. Und da hat auch gleich jeder geschrien: Der ist der Favorit und der wird Meister. Und am Ende war es gar nix. Hinterher hast du dich nicht einmal mehr daran erinnert, dass er einen guten Saisonstart gehabt hat. Ich genieße es gerade einfach, dass es gut läuft und ich mich im Team und im Auto wohl fühle. Aber ich wäre ja deppert, wenn ich jetzt anfangen würde, mir Gedanken über die Meisterschaft oder sonstiges zu machen.

Das heißt, voller Fokus liegt jetzt erst einmal auf Budapest?

Lucas Auer: Richtig. Und ich sag es gleich. Leicht wird es dort nicht für uns. Wir haben in den letzten Rennen auf dieser Strecke nicht wirklich gut ausgesehen. Klar, jetzt haben wir ein neues Auto, das bisher super funktioniert hat, aber ich bin dennoch vorsichtig mit Prognosen. Aber selbst wenn es nicht perfekt laufen sollte, ist es wichtig, so viele Punkte wie möglich mitzunehmen.

Bevor es nach Budapest geht, steht am kommenden Wochenende erst einmal dein Auftritt bei dem ADAC GT Masters in Spielberg an. Was sind deine Erwartungen für das Wochenende?

Lucas Auer: Ich freue mich natürlich sehr, dass ich mein erstes Rennen in einem Mercedes-AMG GT3 fahren darf. Noch dazu in Spielberg und zusammen mit Sebastian Asch, der ja ein richtig starker Fahrer auf dem GT3 ist. Ich selber habe noch nicht ganz so viel Erfahrung mit dem Auto, von daher muss ich erst einmal schauen, dass ich ein Gefühl dafür entwickele. Aber eine gute Show will ich schon bieten.

Mittwoch, 7. Juni 2017

Heimspiel für schnelle Österreicher auf dem Red Bull Ring

  • Fünf Österreicher hoffen auf gute Ergebnisse auf dem Red Bull Ring
  • Vizemeister Harald Proczyk: "Strecke hat ein tolles Ambiente"
  • Saisondebüt für Lukas Niedertscheider: "Freue mich, ein Teil des Feldes zu sein"
Foto: Jens Hawrda
Die Anfahrt ist kürzer, die Umgebung bekannter, die Atmosphäre heimatlicher: Die fünf Österreicher im Fahrerfeld der ADAC TCR Germany fiebern ihrem Heimspiel auf dem Red Bull Ring (9. bis 11. Juni) entgegen und freuen sich auf "ganz besondere Rennen" in Spielberg im Schatten der Berge. "Klar, schließlich ist das meine Heimat, meine Familie wohnt ein paar Kilometer von der Strecke weg. Deshalb freue ich mich natürlich auf die Rennen", sagt etwa Vizemeister Hari Proczyk (41, HP Racing): "In der Steiermark ist es immer schön, die Strecke hat ein tolles Ambiente, und sie war für mich persönlich sehr wichtig, um überhaupt in den Motorsport zu kommen. Ich habe hier arbeitstechnisch viele Jahre verbracht."

Auch Jürgen Schmarl (43, Target Competition), Simon Reicher (17, Certainty Racing), Max Hofer (18, AC 1927 Mayen e.V. im ADAC) und Saison-Debütant Lukas Niedertscheider (22, Niedertscheider Motorsport) wollen in Spielberg besonders überzeugen.

Für die ADAC TCR Germany-Piloten ist der Red Bull Ring kein Neuland. Bereits im vergangenen Jahr wurde auf dem spektakulären Rundkurs in der Steiermark gefahren - ein Sieg sprang dabei für die Piloten aus der Alpenrepublik allerdings nicht heraus. Am nächsten dran waren Proczyk, der im zweiten Rennen auf Rang zwei fuhr, und Schmarl, der das Podium als Vierter im ersten Rennen nur knapp verpasste.

In diesem Jahr soll es dann etwas werden mit dem Heimsieg. "Aber das wird sicher nicht einfach. Bei einem Fahrerfeld mit mehr als 40 Teilnehmern wird es wichtig sein, im Qualifying vorne zu landen", sagt Seat Leon TCR-Pilot Proczyk, der auf dem Highspeedkurs insbesondere die Konkurrenz im Audi RS3 LMS oder im Honda Civic TCR stark einschätzt.

In einem Honda und zwei Audi gehen Proczyks Landmänner Reicher und Hofer (beide Audi) sowie Routinier Schmarl (Honda) auf Punktejagd. Für den Osttiroler Niedertscheider ist das Abschneiden dagegen fast zweitrangig. Nachdem der 22 Jahre alte Seat-Pilot den Saisonauftakt krankheitsbedingt verpasst hatte und am ersten Rennwochenende von seinem Vater Martin vertreten wurde, fiebert er nun seinem "persönlichen Saisonauftakt" entgegen.

Einen besseren Rahmen als das Heimrennen könnte es dafür kaum geben. "Es war nicht sehr schön, in Oschersleben aussetzen zu müssen. Aber ich freue mich nun umso mehr auf den Red Bull Ring, mein letztes Rennen in der ADAC TCR Germany in Hockenheim ist ja doch schon acht Monate her. Das ist meine Heimstrecke, ich werde da ein bekanntes Umfeld vorfinden."

Wo Niedertscheider dann tatsächlich landet, ist erstmal zweitrangig. "Ich mache mir keinen Druck und sehe das alles ganz entspannt", sagt er: "Ich freue mich jetzt einfach, ein Teil des Feldes zu sein. Und eigentlich ist es egal, ob man vorne oder in der Mitte ist. Um Positionen gekämpft wird überall."

Alle Fahrer aus der Alpenrepublik haben sich bei dem Heimrennen viel vorgenommen, auch Jürgen Schmarl, der im ersten Saisonrennen einen starken fünften Platz belegt hatte und seinen Honda durchaus zu den Siegerautos zählt. "Ziel ist natürlich das Podium, den Speed dazu haben wir auf jeden Fall", sagt der Tiroler und ergänzt augenzwinkernd: "Nachdem es das einzige Rennen in Österreich ist, ist das selbst für einen Tiroler in der Steiermark ein Heimrennen. Aber es macht einfach Riesenspaß, auf der Superanlage am Red Bull Ring vor heimischem Publikum zu fahren. Im TCR-Segment ist die ADAC TCR Germany sicher die stärkste Meisterschaft momentan in Europa. Und ich bin stolz, dass ich sie fahren kann."

Dienstag, 6. Juni 2017

Auer, Eng, Siedler und Co: Starkes Alpenquintett beim ADAC GT Masters-Gastspiel auf dem Red Bull Ring

  • Fünf Fahrer und zwei Teams aus Österreich wollen beim Heimspiel für Furore sorgen
  • DTM-Tabellenführer Auer feiert Premiere in der „Liga der Supersportwagen“
Fünf Piloten stehen am kommenden Wochenende beim dritten Saisonlauf des ADAC GT Masters besonders im Fokus: Mit DTM-Shooting-Star Lucas Auer (22, BWT Mücke Motorsport), Klaus Bachler (25, Schütz Motorsport), Philipp Eng (27, BMW Team Schnitzer), Christopher Höher (20, Audi Sport racing academy) und Norbert Siedler (34, HB Racing) bestreitet ein österreichisches Quintett sein Heimspiel auf dem Red Bull Ring. Mit HB Racing und dem GRT Grasser-Racing-Team sind zudem zwei Rennställe aus der Alpenrepublik am Start.

Auer kommt als aktueller Tabellenführer der DTM nach Spielberg. Auf dem Red Bull Ring feiert er im Mercedes-AMG GT3 sein Debüt in der „Liga der Supersportwagen“. „Ich freue mich auf das Wochenende“, so der Pilot aus Kufstein. „Ich habe die Serie zuletzt immer mehr verfolgt. Ich habe riesigen Respekt vor dem Starterfeld. Es ist sehr gut besetzt.“

Für Porsche-Pilot Bachler ist die Veranstaltung einer der Höhepunkte der Saison: „Ich hoffe auf zwei spannende Rennen. Der Red Bull Ring ist eine wunderschön gelegene Strecke. Es ist toll, dass ich diesmal fast vor der Haustür Rennen bestreiten kann. Ich kann sogar zu Hause schlafen, da ich nur 20 Kilometer von der Rennstrecke entfernt wohne.“
Hat Philipp Eng Siegchancen beim Heimrennen ?
Foto: Jens Hawrda
BMW-Werksfahrer Philipp Eng ist bisher der einzige Österreicher, der 2017 ein Rennen im ADAC GT Masters gewonnen hat. Zusammen mit Partner Ricky Collard (20/GB) siegte er sonntags beim Auftakt in Oschersleben. „Dieses Wochenende ist nicht nur das Heimspiel von mir, sondern in gewisser Weise auch vom BMW Team Schnitzer, das seinen Teamsitz in Freilassing unmittelbar an der deutsch-österreichischen Grenze hat. Die Strecke sollte dem BMW M6 GT3 liegen. Es wäre ein Traum, vor heimischer Kulisse zu siegen. Viele Freunde und Familienmitglieder kommen an die Strecke. Ich hoffe, es wird ein großes Fest.“

Mit 20 Jahren ist Christopher Höher der Jüngste im österreichischen Fahrerquintett. Der Pilot der Audi Sport racing academy bestreitet seine erste Saison in der „Liga der Supersportwagen“. „Wir lernen von Rennen zu Rennen dazu“, so der Kärntner, der einen Audi R8 pilotiert. „Ich hoffe, dass wir an diesem Wochenende eine gute Leistung zeigen werden. Ich möchte eine gute Show liefern, damit die Zuschauer ein schönes Wochenende haben.“

Norbert Siedler gewann 2011 das Premierenrennen des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring. Der Tiroler startet in einem Lamborghini Huracán für die oberösterreichische Mannschaft HB Racing: „Nachdem wir zuletzt am Lausitzring viel Pech hatten, wollen wir diesmal unter die ersten fünf fahren. Für die Zuschauer ist der Red Bull Ring toll, da man dort viel vom Kurs sehen kann. Die Zeitenabstände sind hier immer sehr gering. Wenn man einen kleinen Fehler macht, liegt man immer weit hinten.“

Mit dem GRT Grasser-Racing-Team kommt noch ein zweiter Rennstall aus Österreich. Das Team aus dem unmittelbar am Red Bull Ring liegenden Knittelfeld siegte 2015 als Gaststarter mit dem Lamborghini vor der eigenen Haustür. Einer der damaligen Piloten: Mirko Bortolotti. Der in Wien lebende Italiener startet auch 2017 im Lamborghini Huracán der Lokalmatadoren. Nach dem Sieg im Sonntagsrennen auf dem Lausitzring reist er als Tabellenzweiter in die Steiermark. „Ich habe tolle Erinnerungen an die Strecke. Ich habe auf dem Red Bull Ring nicht nur meinen ersten Sieg im ADAC GT Masters geholt, sondern auch in anderen Rennserien dort gewonnen“, so Bortolotti. „Für mich als Wahl-Wiener sind die Rennen auch immer ein Heimspiel. Wir haben ein Paket, das dort gut funktionieren sollte. Zudem haben sowohl das Team als auch ich viel Erfahrung auf der Strecke. Aber bei der hohen Leistungsdichte des ADAC GT Masters muss am Auto alles passen, damit man dann auch wirklich vorn dabei ist. Wenn es am Rennwochenende heiß werden sollte, wird der Reifenverschleiß eine große Rolle spielen. Es kommt dann darauf an, dass man eine Abstimmung hat, mit der man auch am Rennende noch angreifen kann.“

Wer siegt beim ADAC GT Masters-Debüt von Lucas Auer?

  • Erstes von zwei Auslandsgastspielen des ADAC GT Masters
  • ADAC GT Masters-Premiere von DTM-Tabellenführer Lucas Auer
  • SPORT1 überträgt beide Rennen am Samstag und Sonntag live
Vier Rennen, vier Sieger: Das ADAC GT Masters präsentiert sich in dieser Saison bisher äußerst abwechslungsreich. Am kommenden Wochenende (9.-11. Juni) tritt die "Liga der Supersportwagen" auf dem Red Bull Ring (A) zu ihrem ersten Auslandsgastspiel des Jahres an. Die große Frage vor dem dritten von sieben Saisonläufen: Werden auf dem schnellsten Kurs im Kalender abermals neue Gesichter ganz oben auf dem Podest stehen? Ebenfalls im Mittelpunkt des Interesses steht Lucas Auer (22/A, BWT Mücke Motorsport). Der DTM-Tabellenführer gibt sein Debüt im ADAC GT Masters. Die beiden Rennen werden am Samstag und am Sonntag (jeweils ab 13.00 Uhr) bei SPORT1 live und in voller Länge übertragen.

Als Tabellenführer treten am Wochenende die Porsche-Fahrer Robert Renauer (32/Jedenhofen) und Sven Müller (25/Bingen, beide Precote Herberth Motorsport) an. Das Duo gewann zuletzt auf dem Lausitzring das Rennen am Samstag. "Wir sind gut aufgestellt und haben auf dem Red Bull Ring auch schon getestet", so Porsche-Werksfahrer Müller. "Wir hoffen, wieder auf das Podium zu fahren und die Tabellenführung zu verteidigen. Die Strecke sollte dem 911 GT3 R liegen. Ich erwarte jedoch, dass alle Fahrzeuge sehr eng zusammenliegen." Mit zwei Triumphen ist Porsche die bisher erfolgreichste Marke im ADAC GT Masters 2017. Beim Saisonauftakt in Oschersleben holten Mathieu Jaminet (22/F) und Michael Ammermüller (31/Rotthalmünster, beide KÜS Team75 Bernhard) den ersten Sieg des Jahres.
Kann das Grasser-Racing-Team beim Heimrennen einen Sieg hohlen ?
Foto: Jens Hawrda
Nur sechs Punkte hinter Renauer und Müller liegen als Tabellenzweite Ezequiel Perez Companc (22/RA) und Mirko Bortolotti (27/I). Ihnen gelang mit ihrem Lamborghini Huracán GT3 auf dem Lausitzring am Sonntag von der Pole-Position aus ein souveräner Start-Ziel-Sieg. Sie starten für das nur wenige Kilometer vom Red Bull Ring entfernt ansässige GRT Grasser-Racing-Team aus Knittelfeld. 2015 holte der Rennstall auf dem österreichischen Grand-Prix-Kurs bei der Premiere des Huracán im ADAC GT Masters auf Anhieb einen Sieg.
Collard/Eng waren in diesem Jahr schon erfolgreich
Foto: Jens Hawrda
Ebenfalls einmal in der aktuellen Saison siegreich waren Ricky Collard (20/GB) und Philipp Eng (27/A, beide BMW Team Schnitzer) mit dem BMW M6 GT3. Sie waren am Sonntag in Oschersleben das Maß der Dinge. Eng ist neben ADAC GT Masters-Debütant und DTM-Tabellenführer Lucas Auer im Mercedes-AMG, Klaus Bachler (25, Schütz Motorsport) im Porsche, Christopher Höher (20, Audi Sport racing academy) und Lamborghini-Fahrer Norbert Siedler (34, Team HB Racing) einer von fünf Österreichern, die auf dem Red Bull Ring ihr Heimspiel bestreiten.

Zu den großen Favoriten auf dem Alpenkurs und damit zu den Kandidaten, die die Serie der unterschiedlichen Sieger fortsetzen könnten, zählt die Corvette C7 GT3-R der Tabellendritten Jules Gounon (22/F) und Daniel Keilwitz (27/Villingen, beide Callaway Competition). Im Vorjahr gewann das Duo das Rennen am Sonntag, Keilwitz siegte bei fünf der zwölf bisher auf dem 4,326 Kilometer langen Kurs ausgetragenen Rennen des ADAC GT Masters. Der ADAC GT Masters-Champion von 2013 ist auch für dieses Jahr zuversichtlich: "Der Red Bull Ring ist die Strecke im Kalender, die am besten zur Corvette passt. Wir wollen endlich unseren ersten Saisonsieg holen und damit wichtige Punkte für die Meisterschaft sammeln. Ich freue mich jedes Jahr auf die Rennen auf dem Red Bull Ring. Die Lage der Rennstrecke ist wirklich toll und das Layout mit den vielen Höhenunterschieden ist klasse. Es macht sehr viel Spaß, dort zu fahren."

Die ADAC GT Masters-Titelverteidiger Connor De Phillippi (23/USA) und Christopher Mies (28/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) kommen hoch motiviert nach Österreich. Zusammen mit Kelvin van der Linde (20/ZA, Aust Motorsport) und Markus Winkelhock (36/Schorndorf) gewannen sie Ende Mai das ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Für den Red Bull Ring stapelt Audi-Fahrer Mies jedoch tief: "Die Strecke kommt uns von ihrer Charakteristik nicht so entgegen. Wir wollen aber Punkte sammeln, Top-fünf-Platzierungen wären jedoch eine Überraschung. Die Strecke ist für mich dennoch eine der besten im Kalender." Lediglich sechs Punkte trennen nach vier Saisonrennen die Top vier der Junior-Wertung für Piloten unter 25 Jahre. Hier führt Ricky Collard (59 Punkte) mit vier Zählern vor Mercedes-Fahrer Luca Stolz (21/Brachbach, Mercedes-AMG Team ZAKSPEED), dahinter liegen Audi-Fahrer Jeffrey Schmidt (23/CH, Montaplast by Land-Motorsport, 54) und Ezequiel Perez Companc (53).

Spannende Unterhaltung an drei Tagen

Die Besucher des Red Bull Rings erwartet mit dem ADAC GT Masters, der ADAC Formel 4, der ADAC TCR Germany, dem Porsche Carrera Cup, der GT4 European Series und der Trofeo Abarth Europe ein volles Programm mit insgesamt 13 Rennen. Abseits der Strecke können die Fans sowohl am Samstag als auch am Sonntag von jeweils 12:00-12:30 Uhr beim Pitwalk Boxengassenluft schnuppern. Am Samstag gibt es zudem von 15:45-16:15 Uhr auf der Bull's Lane Terrasse das "Meet the Drivers", bei dem die Fahrer für Autogramme und Fotos zur Verfügung stehen.