Dienstag, 23. Mai 2017

DTM Lausitzring: Stimmen der Audi-Piloten zum Rennwochenende

67.500 Zuschauer (am Wochenende) erlebten auf dem Lausitzring ein spektakuläres Motorsport-Festival und einen weiteren starken Auftritt des Audi RS 5 DTM. Dem ersten DTM-Podium von René Rast am Samstag folgte am Sonntag ein Doppelsieg. Die Stimmen aus dem Audi-Lager.
Jamie Green
Foto: Jens Hawrda
Jamie Green (Hoffmann Group Audi RS 5 DTM #53) Platz 10 / Platz 1
„Es war ein Wochenende mit Höhen und Tiefen. Der Samstag war mit einem durchschnittlichen Qualifying und nur dem zwölften Startplatz frustrierend. Dann kam der Fehler im Qualifying mit einem von Renés gebrauchten Reifen an meinem Auto. Als Folge musste ich von der letzten Position starten. Ich konnte mich bis auf den zehnten Platz vorkämpfen, was ein harter Kampf war. Am Sonntag lief es besser in Sachen Abstimmung, vielen Dank an das Audi Sport Team Rosberg für die harte Arbeit. Ich habe im Qualifying eine gute Runde geschafft und stand auf dem dritten Startplatz. Im Rennen musste ich mich durchkämpfen, das klappte ganz gut. Es ist toll, zwei Siege in den ersten beiden Rennwochenenden zu feiern.“

Mike Rockenfeller (Schaeffler Audi RS 5 DTM #99) Platz 5 / Platz 5
„Ich habe mir noch ein bisschen mehr erhofft, aber ich glaube, wir können insgesamt zufrieden sein. Wir sind zweimal in die Top Fünf gefahren. Im Qualifying war es beides Mal nicht so ideal, aber im Rennen haben wir uns schön nach vorn gekämpft. Ich glaube, wir lernen mit den neuen Reifen, dem neuen Format und dem neuen Auto ständig dazu. Ich freue mich schon jetzt auf Budapest. Das ist eine Strecke, die ich total cool finde. Ich hoffe, dass wir noch einen Schritt nach vorn machen können.“

Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM #5) Platz 8 / Platz 2
„Von der Qualifying-Leistung her war das Wochenende für mich eher bescheiden – das stört mich schon sehr. Die beiden Rennen waren dafür gut. Ich hatte ein paar schöne Überholmanöver, habe gute Punkte mit nach Hause gebracht und kaum Kratzer am Auto. Unterm Strich: zwei tolle Rennen nach schlechten Qualifyings.“
Renè Rast
Foto: Jens Hawrda
René Rast (AUTO BILD MOTORSPORT Audi RS 5 DTM #33) Platz 3 / Platz 7
„Insgesamt bin ich natürlich zufrieden mit dem Wochenende. Mein erstes Podium am Samstag war gigantisch und am Sonntag konnte ich mit Platz sieben wieder solide Punkte einfahren. Besonders positiv stimmt mich, dass wir konstant schnell sind. Vierter und Sechster in den Qualifyings, zudem zweimal die schnellste Rennrunde: Darauf können wir für die kommenden Rennen auf jeden Fall aufbauen.“
Nico Müller
Foto: Jens Hawrda
Nico Müller (Playboy Audi RS 5 DTM #51) Platz 18 / Platz 6
„Wir waren am Lausitzring über das ganze Wochenende konstant schnell: im Qualifying immer gut für die Top Acht, und auch die Renn-Pace war gut. Leider hat uns am Samstag ein technisches Problem aus dem Rennen geholt, als wir mit Kurs auf ein Top-Fünf-Resultat unterwegs waren. Auch Sonntag hatte ich ein tolles Rennen, in dem ich viele Autos überholt habe. Doch dann kam ein missverständlicher Funkspruch der Rennleitung. Ich habe verstanden, dass ich eine Position zurückgeben soll, nachdem ich gerade Maxime (Martin) überholt hatte. Um keine Durchfahrtstrafe zu riskieren, habe ich ihn vorbeigelassen. Ich musste ihn danach wieder überholen und habe dabei viel Zeit verloren. Das war ärgerlich. Aber die Konstanz, die wir hier gezeigt haben, stimmt mich positiv für die Zukunft.“
Loic Duval
Foto: Jens Hawrda
Loïc Duval (Castrol EDGE Audi RS 5 DTM #77) Platz 15 / Platz 18
„Für mich persönlich war es wieder ein schwieriges Wochenende, aber für Audi immerhin erfolgreich – das freut mich natürlich. Ich versuche mich auf die positiven Dinge zu konzentrieren. Im ersten Rennen bin ich zumindest im zweiten Stint gute Rundenzeiten gefahren und auch am Sonntag lief es nach dem Boxenstopp besser. Ich fuhr die viertschnellste Rundenzeit. Insgesamt passt bei uns aber noch nicht alles zusammen. Daran werden wir weiter arbeiten. Ich bin auf jeden Fall unverändert voll motiviert und möchte mit den Jungs vorne um die Plätze kämpfen. Hoffentlich gelingt uns das schon in Budapest.“

Montag, 22. Mai 2017

Nicky Hayden verstorben

Nicky Hayden
Foto: Red Bull
Auf der Welt wurde in den letzten Tagen bei Motorsportveranstaltungen dem am Mittwochabend bei einen Radunfall schwer verunglückten ehemaligen MotoGP Weltmeister Nicky Hayden baldige Genesung gewünscht.

Nicky Hayden war am vergangenen Mittwoch in Italien beim Radtraining von einem Auto erfasst worden, als er mit einer Gruppe Radfahrer in der Nähe von Rimini unterwegs war.  Durch die Wucht des Zusammenpralls sei er zunächst auf die Windschutzscheibe des Autos und schließlich auf den Asphalt geschleudert worden. Dabei habe er sich schwere Gehirnverletzungen zugezogen und wurde auf der Intensivstation behandelt, hatte das behandelnde Krankenhaus im italienischen Cesena am Donnerstag mitgeteilt.
auch vor dem Rennen zur Endurance WM am Samstag in Oschersleben
wurden Nicky Hayden Genesungswünsche überbracht
Foto: Jens Hawrda
Trotz der schwere der Verletzungen hofften alle, er findet die Kraft diesen Schicksalsschlag zu überleben. Diese Hoffnung hat sich heute Abend zerschlagen. Nicky Hayden hat sein wichtigstes Rennen verloren.

"Nick ist heute Abend im Maurizio Bufalini Krankenhaus in Cesena gestorben", heißt es in einer Erklärung seines Teams Honda. "Seine Verlobte Jackie, Mutter Rose und Bruder Tommy waren bei ihm."

Hayden bestritt in seiner Karriere 218 Grands Prix. Er stand 28 Mal auf dem Podium und konnte drei Rennen gewinnen. Im Jahr 2006 wurde er MotoGP Weltmeister. Im Herbst 2015 wurde Hayden offiziell zur MotoGP-Legende erklärt. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden.


DTM: Ekström erhält eine Verwarnung

Mattias Ekström wird von den Rennkommisaren verwarnt
Foto: Jens Hawrda
Mattias Ekström fuhr am Lausitzring am Sonntag ein sensationelles Rennen. Nur von Platz acht gestartet, kam er schon in Runde zwei zum Reifenwechsel und fuhr dann  auf diesem Satz Reifen ein Rennen das die Zuschauer von den Sitzen riss.

Nach der Zieldurchfahrt allerding, stelle Ekström sein Auto an der Stecke ab und erreichte nicht aus eigener Kraft den Parc fermè. Über Funk teile er seinem Team mit das irgend etwas gebrochen sei. In der anschließenden Pressekonferenz teile Ekström mit, das er vermute etwas am Antriebsstrang sei kaputt gegangen und er habe das Auto lieber abgestellt hätte als es noch weiter kaputt zu machen.
Ekström und sein Audi wurden durch ein Abschleppfahrzeug zur Siegerehrung gebracht.

Ekström musste dann allerding bangen, den die Rennkommisare untersuchten den Fall, da Sie vermuteten Ekström hätte sein Fahrzeug abgestellt, da er sonst nicht mehr die vorgeschriebenen 500 g Treibstoff im Tank gehabt hätte. Dieser Verdacht bestätigte sich allerding nicht.

Der Audi-Pilot wurde trotzdem vier Stunden nach Rennende wegen eines Verstoßes gegen Artikel 44.3 des Sportlichen Reglements, genauer gesagt wegen einer nicht vollständig gefahrenen Auslaufrunde, verwarnt. Ganz nachvollziehbar ist das nicht, wenn sein Fahrzeug beschädigt war und er nicht weiterfahren konnte hat er sich sogar richtig verhalten. Fahrer, die innerhalb einer Saison drei Verwarnungen kassieren, werden für das anschließende Rennen um fünf Startplätze zurückversetzt.

Sonntag, 21. Mai 2017

Jamie Green feiert souveränen Sieg in der Lausitz

  • Jamie Green feiert zweiten Saisonsieg
  • Mattias Ekström mit extremer Strategie erfolgreich
  • Lucas Auer verteidigt die Tabellenführung
Das Podest vom Sonntag
Foto: Jens Hawrda
Große Genugtuung für Jamie Green: Nach Pech am Samstag feierte der Brite im Sonntagsrennen der DTM auf dem Lausitzring vor 67.500 Zuschauern einen souveränen Sieg. Nach 43 Runden wurde er mit einem Vorsprung von 6,2 Sekunden vor seinem Markengefährten Mattias Ekström abgewinkt, der mit einer extremen Strategie von Position acht aus gestartet bis auf zwei nach vorne fuhr. Platz drei rettete Mercedes-AMG-Fahrer Robert Wickens ins Ziel, der von der Pole-Position das Rennen aufgenommen hatte.

Nach einem schwierigen Rennen am Samstag war das Sonntagsrennen eine 180-Grad-Kehrtwende. Nach Startplatz drei waren nicht nur die Vorzeichen deutlich besser, sondern am Ende auch das Ergebnis. „Wir tun uns im Qualifying sehr schwer“, gestand Green. „Im Rennen klappt es hingegen viel besser. Das hat mir eine Menge Spaß gemacht.“ In der Tabelle hat er mit seinem zweiten Saisonsieg auch alles wieder geradegerückt: Platz zwei nach vier Rennen mit 16 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Auer (69 Punkte), der sich heute schwer tat. Im heutigen Qualifying kam der Österreicher nicht über Rang 15 hinaus, im Rennen arbeitete sich der 22-Jährige bis auf Platz zehn nach vorne.

Ekströms Mut und sein Können wurden belohnt
Foto: Jens Hawrda
Für viel Spannung sorgte vor allem Mattias Ekström. Der Schwede wählte eine sehr mutige und radikale Reifenstrategie und absolvierte bereits nach einer Runde seinen Boxenstopp. Damit zog er sich – von Platz acht gestartet – zunächst selber aus dem Verkehr und fuhr sein eigenes Rennen. Nachdem die meisten Fahrer ihre Stopps rund um die Rennhalbzeit absolvierten, zeigte sich Ekström als wahrer Reifenflüsterer und hielt seine Pneus bis ins Ziel am Leben. „Ich habe gestern Zeit verloren, als ich nach fünf Runden stoppte“, erklärte Ekström. „Daher habe ich vorgeschlagen, heute noch tiefer in die Trickkiste zu greifen. Mein Team war nicht sicher, ob das funktionieren würde, ich hingegen schon.“

Mike Rockenfeller tat es Ekström gleich und stoppte ebenfalls nach nur einer Runde. Mit dieser Taktik machte er sechs Plätze gut und kam hinter DTM-Veteran Gary Paffett (Mercedes-AMG) auf Platz fünf ins Ziel. Nico Müller und René Rast rundeten auf den Plätzen sechs und sieben das starke Audi-Resultat ab.


Die BMW-Piloten blieben im Sonntagsrennen hinter den Erwartungen zurück. Nur Maxime Martin und Marco Wittmann schafften es auf den Plätzen acht und neun in die Punkte.


Nach den spektakulären Veranstaltungen in Hockenheim und in der Lausitz steht vom 16. bis 18. Juni das erste Auslandsrennen der DTM-Saison an. Nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest finden auf dem Hungaroring die Rennen fünf und sechs statt.

Perez Companc/Bortolotti holen ersten Saisonsieg für Lamborghini

  • Vierte verschiedene Siegerpaarung im vierten Saisonlauf des ADAC GT Masters
  • Platz eins und drei für die Lamborghini des GRT Grasser-Racing-Teams
  • Vorjahreschampions Connor De Phillippi und Christopher Mies werden Zweite
souveräner Start-Ziel-Sieg für Comanc/Bortolotti
Foto: Jens Hawrda
Platz drei am Samstag, Pole-Position und souveräner Start-Ziel-Sieg im ADAC GT Masters am Sonntag: Für das Lamborghini-Duo Ezequiel Perez Companc (22/RA) und Mirko Bortolotti (27/I, beide GRT Grasser-Racing-Team) hat sich der Ausflug zum Motorsport Festival Lausitzring vor 67.500 Zuschauern (am Wochenende) gelohnt. Das argentinisch-italienische Duo holte im vierten Saisonlauf der „Liga der Supersportwagen“ den ersten Saisonsieg für Lamborghini. Zweite wurden die aktuellen Titelträger Connor De Phillippi (24/USA) und Christopher Mies (27/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) im Audi R8 vor Rolf Ineichen (39/CH) und Christian Engelhart (30/Wolnzach) im zweiten Lamborghini des GRT Grasser-Racing-Teams. „Das war ein perfektes Rennen und ein grandioser Sieg“, freute sich Bortolotti nach seinem zweiten Laufsieg im ADAC GT Masters. „Wir haben alles richtig gemacht. Ich bin sehr glücklich.“


Perez Companc/Bortolotti dominieren


Das Siegerduo bestimmte vom Start an das Rennen. Von der Pole-Position aus setzte sich Bortolotti an die Spitze des Feldes, die er bis zum Pflichtboxenstopp behauptete. Auch Partner Perez Companc, der in Runde 24 den Lamborghini übernahm, ließ danach nichts mehr anbrennen und sah schließlich mit einem Vorsprung von 1,5 Sekunden als Erster die Zielflagge – und triumphierte damit auch in der Junior-Wertung für Piloten unter 25 Jahren. Perez Companc/Bortolotti sind im vierten Saisonlauf der „Liga der Supersportwagen“ die vierte Siegerpaarung.

Den zweiten Rang behauptete lange Zeit der BMW M6 von Ricky Collard (20/GB) und Philipp Eng (27/A, beide BMW Team Schnitzer). Eng hatte sich mit einem sensationellen Start vom siebten auf den zweiten Rang verbessert. Auch Partner Collard lag nach dem Fahrerwechsel anfangs auf der zweiten Position, fiel aber am Ende noch auf die fünfte Position zurück. Der zweite Rang ging schließlich an die Audi-Fahrer De Phillippi und Mies vor dem Lamborghini von Trophy-Sieger Ineichen und Engelhart. Auf Platz vier landeten Jules Gounon (22/F) und Daniel Keilwitz (27/Villingen, beide Callaway Competition), die von Startposition elf kommend eine starke Aufholjagd zeigten.

Hinter den Fünftplatzierten Collard/Eng folgten Patrick Assenheimer (25/Lehrensteinsfeld) und Maximilian Götz (31/Uffenheim, beide Mercedes-AMG Team HTP Motorsport) im besten Mercedes-AMG GT3. Dahinter fuhren die beiden Audi R8 von Aust Motorsport als Siebte und Achte ins Ziel. Markus Pommer (26/Neckarsulm) und Kelvin van der Linde (20/ZA) schlugen hier ihre Teamkollegen Dennis Marschall (20/Eggenstein-Leopoldshafen) und Patric Niederhauser (25/CH).

Philip Geipel (30/Plauen) und Rahel Frey (31/CH, beide YACO Racing) wurden in einem weiteren Audi R8 Neunte, den letzten Meisterschaftszähler fuhren auf Rang zehn die Mercedes-AMG-Fahrer Indy Dontje (24/NL) und Marvin Kirchhöfer (23/Markkleeburg, beide Mercedes-AMG Team HTP Motorsport) ein.

Die Samstagssieger und Tabellenführer Robert Renauer (32/Jedenhofen) und Sven Müller (25/Bingen, beide Precote Herberth Motorsport) kamen im Porsche 911 nach einem Kontakt mit anschließendem Reifenschaden nicht ins Ziel.


Stimmen der Sieger


Mirko Bortolotti
(GRT Grasser-Racing-Team, Lamborghini Huracán GT3): „Ich konnte beim Start in der ersten Kurve die Führung verteidigen. Angangs bin ich von Philipp Eng stark unter Druck gesetzt worden, doch im Laufe des Rennens habe ich mich immer weiter abgesetzt. Wir haben so spät wie möglich unseren Boxenstopp absolviert und dadurch den Vorsprung noch etwas ausgebaut. Da die Verfolger sich heftig bekämpft haben, hatte Ezequiel zwischenzeitlich rund sieben Sekunden Vorsprung. Das war eine wunderbare Leistung. Ich freue mich sehr für ihn und das ganze Team.“

Ezequiel Perez Companc (GRT Grasser-Racing-Team, Lamborghini Huracán GT3): „Ich bin sehr glücklich, das ist mein erster Sieg mit dem Team. Heute hat alles geklappt. Das Team hat einen tollen Job gemacht. Der erste Stint von Mirko war mega, ich musste danach den Vorsprung nur noch ins Ziel bringen. Es ist ein großartiges Gefühl, hier gewonnen zu haben.“