Dienstag, 16. Mai 2017

Jan Bühn fährt als Zweiter beim IDM-Auftakt auf dem Nürburgring auf das Podium

BMW-Pilot Jan Bühn wird beim IDM-Saisonauftakt auf dem Nürburgring Zweiter
Foto: Michael Sonnick
Am Wochenende fand mit dem ADAC Siegerlandpreis auf dem Nürburgring der Auftakt zur Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) statt. In der Superbike-Klasse wurde Jan Bühn aus dem badischen Kronau im ersten Lauf Fünfter und beim zweiten Rennen stand er als Zweiter auf dem Podium. Der Supersport-IDM Meister von 2015 wurde im Vorjahr als bester BMW-Pilot gleich Gesamtdritter in der Superstock 1000-Klasse und startet wie im Vorjahr für das Van-Zon-Remeha-BMW Team.

Beim Abschlusstraining fuhr der BMW-Pilot die drittschnellste Zeit und ging aus der ersten Startreihe in die zwei Rennen über jeweils 18 Runden und der Gesamtdistanz von 65,124 km. Die erste Reihe komplettierten seine BMW-Teamkollegen Markus Reiterberger (Obing) mit der Bestzeit vor dem Niederländer Danny de Boer. Der erste Lauf am Sonntag musste in der 2. Runde nach einem starken Regenschauer abgebrochen werden und nachdem alle Fahrer auf Regenreifen gewechselt hatten, dann neu gestartet. Jan Bühn hatte in der Einführungsrunde Pech, dass an seiner BMW die Traktionskontrolle nicht funktionierte und er diese neu starten musste. Dadurch war er in der ersten Runde auf der regennassen 3,618 km langen Kurzanbindung des Eifelkurses vorsichtig und kam als Elfter vorbei. Danach kämpfte sich der Badener Runde um Runde bis auf den fünften Platz nach vorne. In der letzten Runde bremste sich Danny de Boer vor der Schikane zu Start und Ziel vorbei und siegte mit 0,477 Sekunden vor Markus Reiterberger sowie Florian Alt (Nümbrecht/Yamaha). Vierter wurde Dominik Vincon (Knittlingen/BMW) vor Jan Bühn, der im Ziel nach 16 Runden 34,653 Sekunden Rückstand hatte.

Im zweiten Rennen auf trockener Piste hatte Jan einen besseren Start und lag als Fünfter direkt hinter dem Niederländer Pepijn Bijsterbosch (Yamaha), den er in der fünften Runde überholte. Zu Rennmitte stürzten die zwei Yamaha-Piloten Florian Alt und Bastien Mackels (Belgien) und Jan war dadurch dann Zweiter. Den zweiten Lauf gewann der zweifache Superbike-Meister von 2013 und 2015 Markus Reiterberger mit 25,257 Sekunden vor Jan Bühn. Dritter wurde Dominik Vincon, der damit BMW einen Dreifachsieg bescherte. „Ich bin bei allen Trainings gleich gut zurechtgekommen, schade dass ich im ersten Lauf Probleme mit der Elektronik hatte, ich hatte dadurch zu Rennbeginn zu viel Zeit verloren. Der zweite Platz gleich beim IDM-Auftakt ist super, allerdings habe ich ein wenig profitiert. Vielen Dank an mein Team und an BMW, auch die Pirelli-Reifen haben super funktioniert. Mein Ziel ist regelmäßig unter die ersten Fünf zu fahren. Mit dem Pokal habe ich noch ein schönes Muttertagsgeschenk für meine Mutter, die leider nicht in die Eifel kommen konnte. Der Nürburgring liegt mir, jetzt stehe ich im dritten Jahr in Folge hier auf dem Podest“, strahlte der Badener. Nach 2 Läufen liegt Jan Bühn mit 31 Zählern auf dem zweiten Platz im Superbike-Gesamtklassement, es führt sein BMW-Teamkollege Markus Reiterberger mit 45 Punkten, Dritter ist Dominik Vincon mit 29 Zählern. Weitere Informationen über die Motorrad-IDM gibt es unter www.IDM.de bzw. über Jan Bühn unter www.jan-buehn.de.

Text: Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof

Kevin Wahr feiert Doppelsieg beim Motorrad-Auftakt auf dem Nürburgring

Doppelsieg für Yamaha-Pilot Kevin Wahr
Foto: Michael Sonnick
Am Wochenende fand auf dem Nürburgring der Auftakt zur Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) statt. Bei den Rennen in der Supersport 600-Klasse gelang Kevin Wahr aus Nagold gleich ein Doppelsieg und ist damit auf dem besten Wege zu seinem zweiten IDM-Titel nach 2013. Beim Zeittraining am Samstagmorgen erzielte der Schwarzwälder hinter seinem Yamaha-Markenkollegen Thomas Gradinger (AUT) mit nur 0,29 Sekunden Rückstand die zweitbeste Zeit.

Da es beim zweiten Zeittraining regnete ging Kevin Wahr aus der ersten Startreihe in das 16 Runden Rennen über die Gesamtdistanz von  57,89 km. Der 28-jährige Nagolder hatte einen guten Start und lag bis zur siebten Runde auf dem zweiten Platz, dann überholte er den Österreicher, der dann in der 10. Runde stürzte. Kevin Wahr überquerte mit 13,32 Sekunden Vorsprung vor Max Enderlein (Hohenstein-Ernstthal) und dem Ungar Alen Györfi (beide auf Yamaha) die Ziellinie. Beim zweiten Lauf am Sonntag beim ADAC Siegerlandpreis lag Kevin Wahr die ganze Zeit direkt hinter dem Führenden Thomas Gradinger, er ging erst in der letzten Runde an seinem Yamaha-Markengefährten vorbei und feierte seinen 17. IDM-Sieg und den sechsten Doppelerfolg in seiner Karriere.

Nach dem Rennen freute sich Kevin Wahr: „Im ersten Lauf habe ich Gradinger beobachtet, er war dann etwas nervös und machte ein paar Fehler. Ich ging dann vorbei und fuhr meinen ersten IDM-Sieg auf dem Nürburgring souverän zu Ende. Im zweiten Lauf hatte ich alles kontrolliert und ging dann erst in der letzten Runde an ihm vorbei. Vielen Dank an Yamaha, dies ist ein Premierensieg für das neue Supersport-R 6 Modell. Danke auch an Diego Romero und sein Team sowie an unseren Reifenpartner Dunlop. Das war ein perfekter Saisonauftakt und für meine Mutter habe ich mit den zwei Siegerpokalen gleich ein schönes Muttertaggeschenk.“ Auch Teamchef Diego Romero strahlte: „Dies ist der erste Doppelsieg in unserer langen Teamkarriere und dies hier beim Heimrennen in der Eifel. Wir haben hier am Wochenende viele Freunde und Sponsoren am Nürburgring. Vielen Dank auch für die tolle Unterstützung von Yamaha und an Dunlop, wir sind seit dieser Saison Entwicklungspartner. Für Dunlop war es der erste Supersport-Sieg seit vielen Jahren.“ In der Gesamtwertung nach 2 Rennen führt Kevin Wahr mit dem Punktemaximum von 50 Zählern die Tabelle an, zweiter ist Max Enderlein mit 36 Punkten. Weitere Informationen über die Motorrad-IDM gibt es unter www.IDM.de.


Text: Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof

Supersportwagen des ADAC GT Masters begeistern beim Motorsport-Festival Lausitzring

  • „Liga der Supersportwagen“ startet wie im Vorjahr im Paket mit der DTM
  • SPORT1 überträgt beide Rennen am Samstag und Sonntag live
  • Heimspiel für BWT Mücke Motorsport, Stefan Mücke und Mike David Ortmann
Für Mike David Ortmann (r.) und Teamchef Peter Mücke ist der Lausitzring ein Heimspiel
Foto: ADAC-Motorsport
Vorhang auf für Runde zwei: Am kommenden Wochenende (19.–21. Mai) trägt das ADAC GT Masters auf dem Lausitzring eines der Saisonhighlights aus. Beim Motorsport-Festival Lausitzring startet die „Liga der Supersportwagen“ gemeinsam mit der DTM. Nach dem Saisonstart in Oschersleben mit Siegen von Porsche und BMW werden die Karten in der Lausitz neu gemischt. Beide Rennen des ADAC GT Masters werden am Samstag (ab 12.45 Uhr) und am Sonntag (ab 13.00 Uhr) bei SPORT1 live und in voller Länge übertragen.

Das bevorstehende Motorsport-Festival ist einer der Höhepunkte im Kalender des ADAC GT Masters. Es ist das einzige Mal in der Saison, dass die Rennsport-Fans die bulligen Supersportwagen des ADAC GT Masters und die Hightech-Tourenwagen der DTM an einem Rennwochenende sehen können.

Der Saisonstart in Oschersleben verspricht eine spannende Saison. Supersportwagen von vier der sieben im Feld vertretenen Marken und sechs Teams schafften bei den beiden ersten Saisonläufen den Sprung auf das Podium. Erstmals auf das Treppchen will an diesem Wochenende auch das Team BWT Mücke Motorsport. Die Berliner debütieren 2017 in der „Liga der Supersportwagen“ und bestreiten in der Lausitz mit zwei Audi R8 LMS und einem Mercedes-AMG GT3 ihre Heimrennen. „Ich freue mich sehr auf das Heimspiel“, sagt Mercedes-AMG-Pilot Stefan Mücke (36/Berlin). „Ich starte erstmals seit der DTM 2006 wieder auf dem Lausitzring. Die Strecke ist nur 45 Minuten von meinem Zuhause entfernt. Das ist sehr angenehm, da ich durch meine WEC-Einsätze viele Überseerennen gewohnt bin. Die hohe Leistungsdichte im ADAC GT Masters macht eine Prognose schwierig, es wäre aber toll, wenn wir es auf das Podium schaffen.“ Mückes junger Teamkollege Mike David Ortmann (17/Ahrensfelde), der sich einen der beiden Audi mit Frank Stippler (42/Bad Münstereifel) teilt, freut sich auf das Rennwochenende: „Es werden viele Freunde und Sponsoren an die Rennstrecke kommen. Das Motorsport-Festival war schon im vergangenen Jahr eine wirklich tolle Veranstaltung und in diesem Jahr wird es sicher auch wieder super.“ Der Lokalmatador aus Brandenburg ist zuversichtlich: „Wir haben auf dem Lausitzring schon getestet und sind gut vorbereitet. Wir wollen in die Punkte fahren.“

Porsche-Teams gut gerüstet

Erfolgreichste Marke im ADAC GT Masters auf dem Lausitzring ist Porsche. Die Stuttgarter zählen auch dieses Jahr zu den Favoriten, haben sie doch von den 20 bisher ausgetragenen Rennen acht mit verschiedenen Varianten des 911 gewonnen. So auch am Samstag im vergangenen Jahr, als Precote Herberth Motorsport nicht zu schlagen war. Das Team aus Jedenhofen holte bereits beim diesjährigen Saisonauftakt in Oschersleben dank Robert Renauer (32/Jedenhofen) und Sven Müller (25/Bingen) mit Rang drei im zweiten Rennen einen Podestplatz. Ihren Markenkollegen Klaus Bachler (25/A) und Alex Macdowall (26/GB, beide Schütz Motorsport) gelang vor knapp zwei Wochen ebenfalls ein starker Start in die Saison, als sie am Samstag Zweite wurden. Noch besser lief es für ein weiteres Porsche-Duo: Mathieu Jaminet (22/F) und Michael Ammermüller (31/Pocking, beide KÜS Team75 Bernhard) gewannen das erste Rennen in Oschersleben.

Auf Topplatzierungen hofft am kommenden Wochenende auch das Corvette-Duo Jules Gounon (22/F) und Daniel Keilwitz (27/Villingen, beide Callaway Competition). 2016 waren sie in der Lausitz mit einem dritten Platz und einem Sieg das erfolgreichste Team. „Wir würden gerne die Ergebnisse aus dem Vorjahr wiederholen, denn wir wollen auch in dieser Saison um den Titel kämpfen“, so Keilwitz. „Die Strecke kommt unserem Auto mit der langen Geraden und den vielen mittelschnellen Kurven entgegen. Es wäre toll, wenn uns der erste Saisonsieg gelingt.“ Als Tabellenführer kommen Ricky Collard (20/GB) und Philipp Eng (27/A, beide BMW Team Schnitzer) in die Lausitz. Sie holten mit ihrem BMW M6 GT3 am Sonntag in Oschersleben ihren Debütsieg im ADAC GT Masters. Collard führt zudem zusammen mit Audi-Pilot Jeffrey Schmidt (23/CH, Montaplast by Land-Motorsport) die Junior-Wertung für Fahrer unter 25 Jahre an.

Im anderen Audi R8 LMS des Teams von Wolfgang Land starten die Vorjahreschampions Connor De Phillippi (23/USA) und Christopher Mies (27/Heiligenhaus). Auch ihnen gelang in Oschersleben der Sprung auf das Podest. Eine vielversprechende Frühform zeigte beim Saisonauftakt auch Lamborghini. Marco Mapelli (29/I) und Norbert Siedler (34/A, beide Team HB Racing) verpassten als Vierte am Sonntag mit ihrem Huracán nur knapp das Podium. Markenkollege Rolf Ineichen (39/CH, GRT Grasser-Racing-Team) führt zudem nach zwei Siegen die Trophy-Wertung für nicht professionelle Piloten an.

Spannende Unterhaltung am Rennwochenende

Die Besucher des Lausitzrings erwartet mit dem ADAC GT Masters, der DTM, der ADAC Formel und dem Porsche Carrera Cup ein volles Programm mit neun Rennen. Abseits der Strecke können die Fans sowohl am Samstag (18.20–19.10 Uhr) als auch am Sonntag (10.35–11.20 Uhr) beim Pitwalk Boxengassenluft schnuppern. Am Samstag gibt es zudem von 10:40–11:05 Uhr an der Showbühne in der Markenwelt ein „Meet the Drivers“, bei dem die Fahrer für Autogramme und Fotos zur Verfügung stehen.

Gipfeltreffen zwischen ADAC GT Masters und DTM beim Motorsport-Festival auf dem Lausitzring

  • René Rast, Maximilian Götz und Maxime Martin fuhren vor ihrer DTM-Karriere in der "Liga der Supersportwagen"
  • Zahlreiche Fahrer und Teams starteten bereits in beiden Rennserien
  • SPORT1 überträgt die Rennen am Samstag und Sonntag jeweils live
Maximilian Götz trifft am Lausitzring auf seine ehemaligen DTM-Fahrerkollegen
Foto: ADAC-Motorsport
René Rast (30/Bregenz), Markus Winkelhock (36/Berglen-Steinach), Maxime Martin (31/B), Maximilian Götz (31/Uffenheim) oder Stefan Mücke (36/Berlin) - für viele Fahrer und Teams aus dem ADAC GT Masters und der DTM gibt es am nächsten Wochenende (19.-21. Mai) beim Motorsport-Festival auf dem Lausitzring ein großes Wiedersehen mit alten Bekannten. Nach der gelungenen Premiere des Rennsport-Highlights im vergangenen Jahr bestreiten die beiden Rennserien erneut zusammen ein Rennwochenende. Beide Rennen des ADAC GT Masters werden am Samstag (ab 12.45 Uhr) und am Sonntag (ab 13.00 Uhr) bei SPORT1 live und in voller Länge übertragen.

Gleich mehrere Piloten wechselten vom ADAC GT Masters in die DTM. Einer von ihnen ist René Rast (30/Bregenz). Der Deutsche gewann 2014 die "Liga der Supersportwagen" und bestreitet in diesem Jahr für Audi seine erste komplette Saison in der DTM. "Meine Zeit im ADAC GT Masters war sehr wichtig für meine Karriere. Der Titelgewinn 2014 war mein erster mit Audi", so Rast. "Im Jahr danach bin ich zum Audi-Werksfahrer aufgestiegen und bin im Audi R18 e-tron quattro beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans gestartet." Vergleichbar sind für Rast die beiden Rennserien nur schwer: "Die Renndauer ist ähnlich lang. Aber im ADAC GT Masters teilt man sich das Auto mit einem Teamkollegen und geht daher bei der Abstimmung Kompromisse ein, in der DTM ist man alleiniger Herr über sein Auto. In der DTM ist der Druck höher und der Zeitplan viel enger." Die Fahrzeuge des ADAC GT Masters und der DTM verlangen unterschiedliche Fahrweisen. Rast: "Die GT-Sportwagen sind schwerer und haben weniger Abtrieb, deswegen ist es wichtig, den Kurvenausgang gut zu erwischen, um auf den Geraden schnell zu sein. Die DTM-Autos dagegen sind leichter und haben mehr Abtrieb. Man kann mit ihnen mehr Schwung in die Kurven mitnehmen. Sie fahren sich daher fast wie Formelautos."

Auch Maxime Martin und Maximilian Götz stiegen über das ADAC GT Masters in die DTM auf. Martin gewann zwischen 2009 und 2012 insgesamt fünf Rennen im ADAC GT Masters, bevor er 2014 in die DTM wechselte und dort als BMW-Werksfahrer bisher zwei Siege einfuhr. Götz, der ADAC GT Masters-Champion von 2012, trat in den vergangenen beiden Jahren in der DTM an und kehrt 2017 mit dem Mercedes-AMG Team HTP Motorsport in die "Liga der Supersportwagen" zurück. Er freut sich auf das Wiedersehen mit den alten Kollegen: "Es ist immer schön, die Jungs zu treffen. Ich bin nach wie vor sehr eng in Kontakt mit ihnen. Ich werde die Gelegenheit nutzen und in der Box vorbeischauen. Der Lausitzring liegt mir, ich bin dort 2016 in der DTM in die Punkte gefahren, und auch dem Mercedes-AMG GT3 sollte er liegen."

Auf das DTM-Podium schaffte es auch Patrick Huisman (50, MRS GT-Racing): "Von den Fahrern, gegen die ich von 2001 bis 2003 gefahren bin, ist nur noch Mattias Ekström dabei", so der Niederländer, der einen Nissan GT-R NISMO GT3 pilotiert. "Es ist toll, ihn mal wieder zu sehen. Ich hoffe auf ein gutes Wochenende, denn der Lausitzring ist eine der Strecken, die dem Nissan am besten liegen."

Rahel Frey (31/CH, YACO Racing), eine von zwei Pilotinnen im ADAC GT Masters, fuhr 2011 und 2012 ebenfalls in der DTM. Sie pilotiert wie ihre Kollegin Mikaela Åhlin-Kottulinsky (24/S) einen Audi R8 LMS. Die Schwedin verfügt zwar nicht selbst über DTM-Erfahrung, doch ihr Großvater Freddy Kottulinsky startete 1987 in der Serie.

Gleich drei ehemalige DTM-Piloten setzt das Team BWT Mücke Motorsport ein: Während Ex-Formel-1-Pilot Markus Winkelhock und Frank Stippler (42/Bad Münstereifel) in der "Liga der Supersportwagen" einen Audi R8 LMS pilotieren, startet ihr Teamkollege Stefan Mücke mit einem Mercedes-AMG GT3. Aber auch der Rennstall von Peter Mücke, der in diesem Jahr im ADAC GT Masters debütiert, trat bereits in der DTM an. Im vergangenen Jahr gewann das Team sogar das Sonntagsrennen auf dem Lausitzring. "Das ADAC GT Masters ist eine wirklich hochwertige Serie und eine spannende Herausforderung für uns", so Teamchef Peter Mücke. "Es gibt andere Rennserien, in denen man relativ einfach gewinnen kann. Das war nicht unser Ziel. Im ADAC GT Masters liegt dagegen die Messlatte sehr hoch. Wir gehen das erste Jahr im ADAC GT Masters daher realistisch an: Wir wollen konstant gute Ergebnisse einfahren."

Zwei weitere Rennställe im ADAC GT Masters haben eine erfolgreiche Vergangenheit in der DTM. Sowohl das Mercedes-AMG Team ZAKSPEED (1987 mit Eric van de Poele) als auch das BMW Team Schnitzer (1989 mit Roberto Ravaglia und 2012 mit Bruno Spengler) holten dort den Fahrertitel. Das BMW Team Schnitzer startet 2017 erstmals in der "Liga der Supersportwagen". Beim Saisonauftakt in Oschersleben Mitte April gelang den Bayern ein sensationeller Einstand: Nach dem Sieg im Sonntagsrennen reist das Pilotenduo Ricky Collard (20/GB) und Philipp Eng (27/A) als Tabellenführer in die Lausitz.

3. Lauf zur Langstrecken-WM am kommenden Wochenende

Foto: Jens Hawrda
Im vergangenen Jahr bildete das 8-Stunden-Rennen zur FIM Endurance Weltmeisterschaft das Saisonfinale, 2017 wird es der dritte von fünf Läufen sein. Bereits am Donnerstag und Freitag finden erste Qualifyings und Rennen statt. Auch der Samstagvormittag gehört den hochkarätigen Serien des Rahmenprogramms.


Start für das Langstreckenrennen ist am Samstag um 14 Uhr, so dass der Zieleinlauf erneut in der besonderen Atmosphäre der Dunkelheit stattfinden wird. Aber auch nachdem die schwarz-weiß karierte Flagge geschwenkt ist, geht es bei der Speedweek noch heiß her. Die Bühne im Infield wird von der Band „Four Roses“ gerockt, bevor am Sonntag die Rahmenserien noch einmal zeigen, was sie drauf haben. Hier sticht vor allem der zweite Lauf des Wochenendes der FIM Seitenwagen Weltmeisterschaft hervor. Aber auch im ADAC NEC moto3, ADAC Junior Cup und Yamaha R6 Dunlop Cup werden wie immer heiße Duelle auf der Rennstrecke erwartet.

Die Speedweek schreibt Fan-Nähe schon immer groß. Traditionell gibt es am Freitagabend nach dem vierstündigen Classic Endurance Lauf einen so genannten Pitwalk, bei dem die Besucher in die Boxengasse dürfen. Auch Autogrammstunden und Interviews mit den WM-Stars sind wieder in Planung.