Sonntag, 30. April 2017

Debütsieg für Volkswagen in der ADAC TCR Germany

  • Schweizer Florian Thoma siegt vor Tim Zimmermann im Audi und Josh Files im Honda
  • VW-Pilot Luca Engstler als 16. erneut bester Rookie
  • Champion Josh Files reist als Gesamtführender zum Red Bull Ring
Start-Ziel- Sieg für Florian Thoma
Foto: Jens Hawrda
Start-Ziel-Sieg für Florian Thoma: Der 21-jährige Schweizer hat im VW Golf GTI TCR vom Liqui Moly Team Engstler den zweiten Saisonlauf der ADAC TCR Germany in Oschersleben gewonnen und VW den ersten Sieg überhaupt in der Tourenwagenserie des ADAC beschert. Thoma setzte sich nach einem spannenden Rennen mit zwei Safety-Car-Phasen vor Tim Zimmermann (20, Langenargen, Target Competition) im Audi RS3 LMS und Titelverteidiger Josh Files (26, Großbritannien, Target Competition) im Honda Civic TCR durch. Auch Luca Engstler (17, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler) stand erneut auf dem Podium, der VW Golf GTI TCR-Pilot wurde als 16. bester Rookie.

„Ich bin super zufrieden: Perfekt, besser konnte es gar nicht laufen. Direkt der erste Sieg im zweiten Rennen im Tourenwagen“, jubelte Florian Thoma: „Teilweise war es ein bisschen brenzlig, aber ich habe die Restarts nach dem Safety Car gut hinbekommen. Ich habe heute einfach mein Bestes gegeben, und es lief echt gut.“

Hinter dem Spitzentrio folgten José Rodrigues (27, Portugal, Target Competition) im Honda, Sheldon van der Linde (17, Südafrika, AC Mayen) im Audi und Pascal Eberle (26, Schweiz, Steibel Motorsport) als bestplatzierter Seat Leon TCR. Honda-Pilot Kris Richard (22, Schweiz, Target Competition), der finnische Audi-Fahrer Antti Buri (28, LMS Racing), Sandro Kaibach (19, Bad Waldsee, Aust Motorsport) in einem weiteren Audi und Vizemeister Harald Proczyk (41, Österreich, HP Racing) im Seat komplettierten die Top Ten.

Thoma erwischte einen guten Start, übernahm von der Pole Position aus die Führung und setzte sich anschließend von seinen Verfolgern ab. Dahinter ging es eng zu, die 41 Starter lieferten sich spannende Duelle. Bei einem dieser Zweikämpfe kam es zu einem Kontakt zwischen Rudolf Rhyn (19, Schweiz, TOPCAR Sport) und Kristian Poulsen (41, Dänemark, Liqui Moly Team Engstler). Zudem rutschte Niels Langeveld (29, Niederlande, Racing One) nach einem Verbremser ins Kiesbett. Daraufhin kam das Safety Car für fünf Minuten zum Einsatz.

Thoma zeigte auch nach dem Restart mit noch 17 verbleibenden Rennminuten keine Nerven und zog erneut davon. Dies wiederholte er auch, als das Safety Car in der Schlussphase erneut auf die Strecke kam, nachdem Moritz Oestreich (25, Fulda, Honda Team ADAC Sachsen) ausschied und sein Honda geborgen werden musste. Danach fuhr Thoma seinen ersten Sieg souverän ein.

Als Führender der Gesamtwertung verlässt Titelverteidiger Josh Files die Magdeburger Börde. Er liegt mit 72 Punkten an der Spitze vor Sheldon van der Linde mit 58 Zählern und Tim Zimmermann mit 56. Dahinter folgen Florian Thoma (54), Kris Richard (49) und Steve Kirsch (46). Vom 9. bis 11. Juni geht es für die ADAC TCR Germany mit dem zweiten Rennwochenende am Red Bull Ring im österreichischen Spielberg weiter.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Florian Thoma (Sieger, Liqui Moly Team Engstler): „Ich möchte immer vorne dabei sein – ganz egal, wie viele Fahrer starten. Heute habe ich das erreicht. Ich fühle mich super wohl im Team, die Serie ist toll, und ich freue mich auf die nächsten Rennen in Spielberg.“

Tim Zimmermann (Zweiter, Target Competition): „Ich kann sehr zufrieden sein, gerade weil ich in den ersten beiden Trainingseinheiten nicht fahren konnte und demnach weniger Runden als die anderen hatte. Von daher ist der zweite Platz natürlich super, und werde mich jetzt motiviert auf den Red Bull Ring vorbereiten.“

Josh Files (Dritter, Target Competition): „Florian ist super gefahren, er hat den Sieg verdient. Für mich war es ein schwieriges Rennen, aber mit dem Ergebnis bin ich absolut einverstanden. Es ist ein langes Jahr, und da ist jeder Punkt sehr wertvoll.“

BMW Team Schnitzer siegt im 150. Rennen des ADAC GT Masters

  • Philipp Eng und Ricky Collard gewinnen Sonntagsrennen in Oschersleben
  • Sechs verschiedene Marken auf den ersten sechs Positionen
  • Erster Sieg für das BMW Team Schnitzer und den BMW M6 GT3 im ADAC GT Masters
Eng/Collard holen Sieg im Rennen am Sonntag
Foto: Jens Hawrda
BMW vor Corvette, Porsche, Lamborghini, Audi und Mercedes-AMG: Gleich sechs verschiedene Marken lagen am Ende des zweiten Rennens des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena auf den ersten sechs Positionen – eine beeindruckende Bilanz im 150. Rennen der „Liga der Supersportwagen“. Der Sieg ging nach einer souveränen Leistung an Ricky Collard (20/GB) und Philipp Eng (27/A, beide BMW Team Schnitzer) im BMW M6 GT3. Zweite wurden Jules Gounon (22/F) und Daniel Keilwitz (27/Villingen, beide Callaway Competition) vor Robert Renauer (32/Jedenhofen) und Sven Müller (25/Bingen, beide Precote Herberth Motorsport). „Das Wochenende verlief wie ein Traum: Mein erstes Rennwochenende im ADAC GT Masters und schon der erste Sieg. Das hätte ich vorher nie erwartet“, freute sich BMW-Junior Collard, der gleichzeitig den Sieg in der Junior-Wertung einfuhr.

Eng dominiert erste Rennhälfte


Pole-Setter Eng ließ beim Start nichts anbrennen und bog als Spitzenreiter in die enge erste Kurve der Motorsport Arena Oschersleben ein. Der Österreicher baute danach – trotz einer kurzen Safety-Car-Phase nach einem Ausrutscher von Audi-Pilot Patric Niederhauser (25/CH, Aust Motorsport) – seinen Vorsprung auf Verfolger Müller im Porsche stetig aus. Als Eng zur Rennmitte seinen Pflichtboxenstopp absolvierte und an Partner Collard übergab, hatte er einen Vorsprung von mehr als sechs Sekunden herausgefahren. Der erst 20 Jahre alte Collard zeigte danach eine abgeklärte Leistung. Auch als das Feld durch zwei weitere Safety-Car-Phasen noch einmal zusammengeschoben wurde, hielt der BMW-Junior dem Druck der Verfolger stand. Er sicherte damit dem BMW Team Schnitzer beim Debütwochenende im ADAC GT Masters gleich den ersten Sieg.

Der Kampf um Platz zwei zwischen dem Porsche-Duo Renauer/Müller und den Corvette-Piloten Gounon/Keilwitz entschied sich bei den Boxenstopps. Während anfangs der „Elfer“ die Position behauptete, zogen während der Boxenstopp-Phase Gounon/Keilwitz vorbei. Renauer und Müller mussten sich mit dem dritten Rang zufriedengeben. Für beide Fahrercrews war es der erste Podestplatz der Saison. Platz vier ging an die besten Lamborghini-Piloten, Marco Mapelli (29/I) und Norbert Siedler (34/A, beide Team HB Racing), vor Jeffrey Schmidt (23/CH) und Christopher Haase (29/Kulmbach, beide Montaplast by Land-Motorsport) im erfolgreichsten Audi R8 LMS.

Die ADAC GT Masters-Neulinge Indy Dontje (24/NL) und Marvin Kirchhöfer (23/Leipzig, beide Mercedes-AMG Team HTP Motorsport) stellten mit ihrem Mercedes-AMG GT3 sicher, dass sechs verschiedene Hersteller das Rennen auf den ersten sechs Plätzen beendeten. Filip Salaquarda (33/CZ) und Markus Winkelhock (36/Berglen-Steinach, beide BWT Mücke Motorsport) kamen mit ihrem Audi R8 LMS als Siebte ins Ziel, danach folgten Luca Stolz (21/Brachbach) und Luca Ludwig (27/Bonn, beide Mercedes-AMG Team ZAKSPEED). Hinter ihren Audi-Markenkollegen Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Kelvin van der Linde (20/ZA, beide Aust Motorsport) sammelten die letztjährigen Titelträger Connor De Phillippi (23/USA) und Christopher Mies (27/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) als Zehnte noch einen Meisterschaftszähler.

Nicht ins Ziel kamen die Samstagssieger Mathieu Jaminet (22/F) und Michael Ammermüller (31/Pocking, beide KÜS Team75 Bernhard), die ihren Porsche 911 GT3-R nach sechs Runden mit einem Defekt abstellen mussten.

Stimmen der Sieger:


Ricky Collard
(BMW Team Schnitzer, BMW M6 GT3): „BMW und mein Teamchef Charly Lamm sind ein großes Risiko eingegangen, als sie mich verpflichtet haben, denn ich hatte vor dieser Saison überhaupt noch keine GT-Erfahrung und bin noch nie außerhalb von Großbritannien Rennen gefahren. Ich habe mit Philipp einen tollen Teamkollegen bekommen, von dem ich schon viel gelernt habe. Wir hatten für Oschersleben auf Top-Ten-Plätze gehofft, aber im Laufe des Wochenendes unsere Hoffnungen immer weiter nach oben korrigiert. Das Rennen war nicht einfach. Ich hatte zum Rennende hin viel Druck von der Corvette, habe diesem aber standgehalten. Vielen Dank an BMW und das BMW Team Schnitzer für das in mich gesetzte Vertrauen.“

Philipp Eng (BMW Team Schnitzer, BMW M6 GT3): „Besser konnte es nicht laufen. Ich hatte nicht erwartet, dass wir an diesem Wochenende so eine starke Leistung zeigen und alles so glatt läuft. Wir haben heute alles auf eine Karte gesetzt und sind sehr viel Risiko bei der Abstimmung eingegangen. Zudem bin ich mit frischen Reifen gestartet. Das hat sich ausgezahlt. Ich bin, als ich nicht mehr im Auto saß, tausend Tode gestorben, als das Safety-Car auf die Strecke kam. Aber Ricky hat einen tollen Job gemacht. Ich freue mich für BMW, den ersten Sieg für den M6 GT3 im ADAC Masters geholt zu haben. Ich hoffe, es geht so weiter.“

Philipp Eng holt Pole-Position für BMW Team Schnitzer

  • Philipp Eng Schnellster im Zeittraining für Sonntagsrennen in Oschersleben
  • Porsche-Werksfahrer Sven Müller startet ebenfalls aus Reihe eins
  • SPORT1 überträgt heute live ab 13.00 Uhr aus Oschersleben
Philipp Eng holt Pole für Sonntagsrennen
Foto: Jens Hawrda
Knapper geht es kaum: Mit nur 23 Tausendstelsekunden Vorsprung war Philipp Eng (27/A) Schnellster im Zeittraining für das zweite Rennen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben. Für das BMW Team Schnitzer ist es die erste Pole-Position in der "Liga der Supersportwagen" - und dies beim Debütwochenende. Das Rennen wird heute ab 13.00 Uhr bei SPORT1 live und in voller Länge übertragen.

Wärmeres Wetter und eine Strecke mit mehr Grip sorgten im zweiten Zeittraining für deutlich schnellere Rundenzeiten als in der Samstagssession. Mit seiner Bestzeit von 1.25,322 Minuten war Eng rund 0,8 Sekunden schneller als der Pole-Sitter des Samstagsrennen, Mathieu Jaminet. Für Eng ist es die dritte Pole-Position im ADAC GT Masters - herausgefahren mit drei verschiedenen Marken: Porsche, McLaren und BMW. Gleichzeitig ist es die Premieren-Pole für den BMW M6 GT3 in der Rennserie.

"Ich freue mich sehr, die erste Pole-Position mit dem BMW M6 GT3 geholt zu haben", so Eng, der sich das Fahrzeug mit Ricky Collard (20/GB) teilt. "Wir haben nicht damit gerechnet beim ersten Rennwochenende des BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters gleich auf die Pole zu fahren. Das Team hat einen tollen Job gemacht und mich zum genau richtigen Zeitpunkt auf die Strecke geschickt, damit ich eine freie Runde hatte. Das Auto war perfekt. Jetzt freue ich mich auf das Rennen. Ricky hat gestern schon gezeigt, dass er trotz seiner geringen Erfahrung im GT3-Sportwagen im Rennen schnell unterwegs ist. Wir wollen auf das Podium fahren."

Als Zweiter qualifizierte sich mit einer Rundenzeit von 1.25,345 Minuten Sven Müller (25/Bingen) im Porsche 911 des Teams Precote Herberth Motorsport. Der Porsche-Werksfahrer bildet ein Fahrerteam mit Robert Renauer (32/Jedenhofen). Mit der Corvette C7 von Jules Gounon (22/F) und Daniel Keilwitz (27/Villingen, beide Callaway Competition) sowie dem Lamborghini Huracán von Marco Mapelli (29/I) und Norbert Siedler (34/A, beide Team HB Racing) auf den Positionen drei und vier starten vier verschiedene Marken aus den ersten beiden Startreihen in das Sonntagsrennen.

Ezequiel Perez Companc (22/RA) und Mirko Bortolotti (27/I, beide GRT Grasser-Racing-Team) wurden in einem weiteren Lamborghini Fünfte. Bester Audi war der R8 von Dennis Marschall (20/Eggenstein-Leopoldshafen) und Patric Niederhauser (25/CH, beide Aust Motorsport), der auf den sechsten Startplatz fuhr. Insgesamt 15 Fahrzeuge lagen in der Sitzung innerhalb von rund einer Sekunde.

Samstag, 29. April 2017

Porsche-Piloten Jaminet/Ammermüller gewinnen ADAC GT Masters-Saisonauftakt

  • Mathieu Jaminet und Michael Ammermüller siegen am Samstag in Oschersleben
  • Bachler/Macdowall sorgen als Zweite für Porsche-Doppelsieg
  • Neuzugang Jeffrey Schmidt siegt in der Junior-Wertung
Michael Ammermüller (rechts) und Mathieu Jaminet holen Sioeg im ersten Rennen der Saison
Foto: Jens Hawrda
Mathieu Jaminet (22/F) und Michael Ammermüller (30/Pocking) heißen die Sieger des ersten Saisonlaufs beim ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben. Das Porsche-Duo vom KÜS Team75 Bernhard siegte vor den Markenkollegen Klaus Bachler (25/A) und Alex Macdowall (26/GB, beide Schütz Motorsport). Rang drei ging an die letztjährigen Gesamtsieger Connor De Phillippi (23/USA) und Christopher Mies (27/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) im besten Audi R8. „Erst die Pole-Position und nun der Sieg, das ist wirklich fantastisch. Ein perfekter Auftakt in die Saison“, jubelte Jaminet, der am Samstag sein Debütrennen im ADAC GT Masters gewann.

Bachler gewinnt Startduell

Beim Start übernahm Bachler von Pole-Setter Jaminet die Führung und behauptete diese bis zum Pflichtboxenstopp. Der Österreicher ließ sich auch durch zwei frühe Safety-Car-Phasen nicht aus der Ruhe bringen. In der ersten wurde der gestrandete Porsche 911 von Christopher Friedrich (22/Griesheim, KÜS Team75 Bernhard) geborgen, in der zweiten die Corvette C7 von Jules Gounon (22/F, Callaway Competition). Hinter dem Spitzenduo lieferten sich die Audi R8 von Markus Pommer (27/Neckarsulm)/Kelvin van der Linde (20/ZA, beide Aust Motorsport), Jeffrey Schmidt (23/CH)/Christopher Haase (29/Kulmbach, beide Montaplast by Land-Motorsport sowie Mies/De Phillippi einen engen Kampf um den dritten Rang.

Jaminet absolvierte als Erster des Führungsduos den Pflichtboxenstopp und übergab an Partner Ammermüller – die Strategie zahlte sich aus. Nachdem auch Bachler an der Box war und von Alex Macdowall abgelöst wurde, übernahm Ammermüller die Führung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Auch eine späte Safety-Car-Phase nach einem Ausrutscher von Nissan-Pilot Patrick Huisman (50/NL, MRS GT-Racing), die das Feld für die Finalrunde noch einmal zusammenschob, änderte nichts mehr an der Reihenfolge auf den beiden Spitzenplätzen: Ammermüller fuhr den Sieg sicher vor Macdowall ins Ziel. Spannend bis zum Schluss blieb der Audi-interne Dreikampf um den letzten Podestplatz. Position drei ging schließlich an De Phillippi/Mies vor Pommer/van der Linde sowie Junior-Wertungs-Sieger Schmidt und Partner Haase.

Sechste und beste Mercedes-AMG-Piloten wurden Stefan Mücke (36/Berlin) und Sebastian Asch (30/Ammerbuch, beide BWT Mücke Motorsport). Rang sieben ging an die Porsche-Paarung Robert Renauer (32/Jedenhofen) und Sven Müller (25/Bingen, beide Precote Herberth Motorsport), gefolgt von Luca Stolz (21/Brachbach) und Luca Ludwig (27/Bonn, beide Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) in einem weiteren Mercedes-AMG. Rolf Ineichen (38/CH) belegte zusammen mit Christian Engelhart (30/Kösching, beide GRT Grasser-Racing-Team) im erfolgreichsten Lamborghini Huracán den neunten Platz und gewann zudem die Trophy-Wertung. Die Top Ten komplettierten Ricky Collard (20/GB) und Philipp Eng (27/A, beide BMW Team Schnitzer) im einzigen BMW M6 im Starterfeld.
Porsche siegt im ersten Saisonrennen
Foto. Jens Hawrda
Stimmen der Sieger

Mathieu Jaminet (KÜS Team75 Bernhard, Porsche 911): „Mein Start war leider nicht so gut. Es war mein erster fliegender Start überhaupt. In diesem Bereich muss ich wohl noch etwas lernen. Ich habe eine Position verloren und mich danach darauf konzentriert, den Rückstand zu Klaus Bachler konstant zu halten. Es war wichtig, die Reifen zu schonen, um Michael ein gutes Auto zu übergeben. Wir hatten einen guten Boxenstopp und Michael hat Platz eins übernommen. Der Sieg freut mich für das gesamte Team.“

Michael Ammermüller (KÜS Team75 Bernhard, Porsche 911): „Ein besserer Saisonstart geht nicht. Mein Teamkollege ist einen guten ersten Stint gefahren und hat mir das Auto als Zweiter übergeben. Während der Boxenstopps habe ich die Führung übernommen und habe danach einen kleinen Vorsprung halten können. Durch die späte Safety-Car-Phase kamen die Verfolger noch einmal ran, aber ich hatte einen guten Restart und habe den Sieg sicher ins Ziel gefahren.“

Honda-Pilot Josh Files gewinnt Saisonauftakt der ADAC TCR Germany

  • Honda-Pilot Kirsch und van der Linde im Audi auf den Plätzen
  • VW-Pilot Florian Thoma startet im zweiten Rennen am Sonntag von der Pole
Vorjahresmeister Josh Files holt Sieg im ersten Saisonrennen
Foto: Jens Hawrda
Der Champion hat scheinbar nichts verlernt: Titelverteidiger Josh Files (26, Großbritannien, Target Competition) hat beim Saisonauftakt der ADAC TCR Germany in Oschersleben im ersten Rennen seinen ersten Sieg gefeiert. Im Honda Civic TCR verwies der Brite Steve Kirsch (37, Chemnitz, Honda Team Sachsen ADAC) in einem weiteren Honda sowie Newcomer Sheldon van der Linde (17, Südafrika, AC Mayen) im Audi RS3 LMS auf die Plätze zwei und drei. Die 41 Starter sorgten für spannenden Tourenwagensport in der Motorsport Arena.

„Ein perfekter Start, ich bin glücklich! Der Schlüssel zum Sieg war, dass ich so früh an die Spitze gekommen bin“, sagte Josh Files: „Steve war zwar nah dran, aber wenn man zu viel nach hinten blickt, wird man nur langsamer. Ich habe ihm keine Möglichkeit mehr gegeben, mich noch einmal anzugreifen.“

Der von der Pole gestartete Honda-Pilot Kris Richard (22, Schweiz, Target Competition) verpasste in seinem ersten ADAC TCR Germany-Rennen eine Podiumsplatzierung. Er wurde Vierter vor Jürgen Schmarl (43, Österreich, Target Competition) in einem weiteren Honda und Pascal Eberle (26, Schweiz, Steibel Motorsport), der das beste Ergebnis eines Seat Leon TCR holte.

Die drei Audi-Piloten Tim Zimmerman (20, Langenargen, Target Competition), Max Hofer (17, Österreich, AC Mayen) und Tom Lautenschlager (18, Grafenau, Target Competition) sowie Florian Thoma (22, Schweiz, Liqui Moly Team Engstler) im VW Golf GTI TCR komplettierten die Top Ten. Luca Engstler (17, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler) war im Golf GTI als 17. bester Rookie.

Files erwischte einen starken Start und zog gleich auf den ersten Metern an Kirsch und van der Linde vorbei. Auch seinen Schweizer Teamkollegen Richard ließ der 26-Jährige wenig später hinter sich. Am Ende der ersten Runde setzte er zum Überholmanöver an und setzte sich an die Spitze. Dahinter reihten sich der Vorjahresdritte Kirsch und van der Linde ein. Richard folgte dem Spitzentrio mit geringem Abstand.

Das Feld blieb eng zusammen, und die Fahrer lieferten sich zahlreiche spannende Duelle, bei denen es zu einigen Kontakten kam. Das Safety Car musste insgesamt dreimal auf die Strecke kommen, doch davon ließen sich Files, Kirsch & Co. an der Spitze nicht irritieren. Bis zum Schluss blieb der Brite an der Spitze und freute sich über seinen insgesamt siebten Sieg im 15. Rennen in der Geschichte der ADAC TCR Germany.

Im zweiten Rennen am Sonntag (14.50 Uhr, live bei SPORT1+) startet die Top Ten des Qualifyings in umgekehrter Reihenfolge. Florian Thoma steht damit auf Startplatz eins vor Pascal Eberle und Tim Zimmermann. Kris Richard startet von Rang zehn.

Stimmen zur ADAC TCR Germany:


Josh Files
(Sieger, Target Competition): „Bei den Safety Car-Phasen muss man konzentriert bleiben. Das ist nie einfach, aber es hat zum Glück funktioniert. Was hinter mir passiert ist, habe ich gar nicht mitbekommen. Darauf achte ich aber auch nicht.“

Steve Kirsch (Zweiter, Honda Team Sachsen ADAC): „Wir waren alle überrascht über den Start, dass das so schnell ging. Die Ampel ist schnell umgesprungen, da haben wir alle ein bisschen gezuckt und dann ging es auch schon los. Ich wäre gerne noch ein bisschen schneller gefahren, aber Josh hat mich nicht gelassen. Aber wir haben ja noch ein paar Veranstaltungen. Bei den Safety-Car-Phasen war es vor allem ein Problem, die Reifen unserer Hondas auf Temperatur zu halten. Für ein so großes Fahrerfeld hat es heute insgesamt gut geklappt, wir hätten schlimmeres erwartet.“

Sheldon van der Linde (Dritter, AC Mayen): „Ich bin glücklich mit dem Ergebnis – gerade wegen der Safety Car-Phasen. Die Honda von Target Competition sind schon sehr stark. Im zweiten Rennen starten wir vor ihnen, das könnte ein Vorteil sein.“