Donnerstag, 23. Februar 2017

Götz/Assenheimer mit Mercedes-AMG auf Titeljagd

Foto: ADAC-Motorsport
Maximilian Götz (31, Uffenheim) gibt wieder im ADAC GT Masters Gas. Nach zwei Jahren in der DTM geht der Champion von 2012 in diesem Jahr in der "Liga der Supersportwagen" an den Start. Teamkollege von "Maxi" Götz in einem Mercedes-AMG des Mercedes-AMG Team HTP Motorsport ist Patrick Assenheimer, der nach drei Jahren in einer Corvette nun mit einem Stern auf der Motorhaube seine vierte Saison im ADAC GT Masters bestreitet. Saisonauftakt ist vom 28. bis 30. April in der Motorsport Arena Oschersleben. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.

"Ich freue mich auf die Rückkehr in das ADAC GT Masters und auf die Zusammenarbeit mit Patrick", so Götz über sein Comeback im ADAC GT Masters. "Ich bin mir sicher, dass wir ein Wörtchen beim Kampf um die Titelvergabe mitreden werden. Adrenalin, Power, Präzision, Leidenschaft und Teamgeist - das ist Motorsport. Zusammen mit dem Mercedes-AMG Team HTP Motorsport, einem der erfolgreichsten GT3-Teams, haben wir eine super Basis. Unser Ziel ist ganz klar, so viele Siege wie möglich einzufahren." Gemeinsam mit Götz kehrt auch das Mercedes-AMG Team HTP Motorsport in das ADAC GT Masters zurück.

Der erfahrene GT3-Pilot Patrick Assenheimer ist im ADAC GT Masters schon bei 45 Rennen gestartet. Im vergangenen Jahr erzielte er mit Rang drei in der Junior-Wertung und dem zehnten Gesamtrang sein bisher bestes Saisonresultat. "Ich freue mich riesig auf das anstehende Jahr", sagt Assenheimer. "Mit dem Mercedes-AMG Team HTP Motorsport weiß ich ein erfahrenes und erfolgreiches Team und mit Maximilian einen hervorragenden Kollegen an meiner Seite. Wir werden uns mit Sicherheit gegenseitig fordern. Mit unserem Fahrzeug haben wir das Potenzial, ganz vorne mitzufahren."

Mittwoch, 22. Februar 2017

DTM: Drei Fragen an Paul Di Resta

Paul Di Resta
Foto: Jens Hawrda
Paul, durch die Regeländerungen rückt der Fahrer in diesem Jahr mehr in den Vordergrund. Verbessert das deine Chancen mit Blick auf deine langjährige Erfahrung?

Paul Di Resta: Die neuen Regeln für 2017 werden den Rennen definitiv mehr Würze verleihen. Es war ein wichtiges Ziel, den Fans eine noch bessere Show zu bieten. Die wichtigsten Veränderungen sind sicherlich die neuen Reifen sowie deren Abbau und Verhalten während Qualifying und Rennen. Man muss mit ihnen richtig umgehen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Hoffentlich hilft mir dabei meine Erfahrung, auch mit den Pirelli-Reifen in der Formel 1. Am wichtigsten für uns ist jedoch, damit den Fans gute Unterhaltung zu bieten.

Veränderst du für diese Saison dein Training bzw. deine Vorbereitung?

Paul Di Resta: Mein Trainings-Programm sieht noch genauso aus. Ich gehe körperlich immer an meine Grenzen. Klar, auch ich werde älter. Dann hilft es schon, sich etwas mehr darauf zu konzentrieren. Aber ich trainiere genug, um dadurch hoffentlich einen kleinen Vorteil zu haben.

Inwiefern wird sich das neue Fahrzeug vom vorherigen Modell unterscheiden? Worauf können sich die Fans freuen?

Paul Di Resta: Im Moment fahren wir bei den Testfahrten noch nicht mit dem finalen Auto, aber schon jetzt kann ich Unterschiede bei der Aerodynamik erkennen. Der augenscheinlichste Unterschied für die Fans ist auf diesem Gebiet sicherlich der Heckflügel. Wenn das DRS aktiviert ist, bleibt das Hauptelement gleich, aber es gibt einen schmalen Flap, der sich öffnet. Das kann man viel leichter erkennen, wenn ein Fahrer seinen Vordermann angreift. Persönlich freue ich mich auf schnellere Autos. Wir haben etwas mehr Power. Auch werden die Autos durch die weicheren Reifen ein wenig schneller sein. Zudem gibt es keine Reifenheizdecken mehr. Das könnte den Rennen rund um die Boxenstopps mehr Action verleihen, wenn einige Autos auf kalten Reifen herumrutschen und andere mit aufgewärmten Reifen angreifen. Insgesamt sind das alles großartige Ideen, für die sich die Fahrer schon in der Vergangenheit eingesetzt haben. Jetzt hoffe ich, dass alles funktioniert und es zu einer besseren Show führt.

Dienstag, 21. Februar 2017

Maximilian Götz kehrt ins GT-Masters zurück

Maximilian Götz 2017 zurück in der ADAC GT-Masters Serie
Foto: Jens Hawrda
Wie Maximilian Götz heute auf Facebook bekannt gab, wird er in der Saison 2017 wieder im ADAC GT-Masters an den Start gehen. Götz startet für das Mercedes-AMG Team HTP Motorsport in der Serie, in der er 2012 die Meisterschaft gewann, sein Teamkollege wird Patrick Assenheimer sein. Das Duo tritt mit der Startnummer 84 an, das ist die Nummer in der Götz auch in den vergangenen zwei Jahren in der  DTM startete.  

Götz startete bereits in den Jahren 2010 bis 2014 in dr ADAC GT-Masters Serie. Dabei holte er in der «Liga der Supersportwagen» 2011 seine erste Podestplatzierung in einem SLS AMG GT3. In 50 ADAC GT Masters Rennen zwischen 2010 und 2014 sammelte Götz 4 Siege und 21 Podestplätze.

Samstag, 18. Februar 2017

Erster DTM-Test des Jahres in Portugal

Foto: Jens Hawrda
Von Dienstag bis Donnerstag kommender Woche (21. bis 23. Februar) bereiten sich Audi, BMW und Mercedes-Benz bei gemeinsamen Testfahrten in Portimão (Portugal) auf die neue DTM-Saison vor. Für Audi ist es der letzte Test vor der Homologation des neuen Audi RS 5 DTM am 1. März. Mattias Ekström absolviert für Audi in Portimão am Montagnachmittag das Roll-out und am Dienstag den ersten der drei Testtage. Am Mittwoch teilen sich die beiden DTM-Neulinge Loïc Duval und René Rast die Testarbeit. Am Donnerstag übernimmt Jamie Green den Testträger, mit dem Audi Komponenten des neuen RS 5 DTM erprobt. Die DTM-Saison 2017 beginnt am 6./7. Mai in Hockenheim.

Freitag, 17. Februar 2017

DTM: Interview mit Loïc Duval - „Ich möchte in der DTM aufs Podium“

  • Le-Mans-Sieger freut sich auf neue Herausforderung im Audi RS 5 DTM
  • Große Erwartungen an seine Rookie-Saison in der DTM
  • Erstes DTM-Rennen am 6. Mai auf dem Hockenheimring

Neue Herausforderung für Loïc Duval: Nach fünf Jahren mit Audi in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC, einem Titelgewinn und einem Le-Mans-Sieg wechselt der 34 Jahre alte Franzose 2017 in die DTM. Im Interview berichtet Duval von seinen ersten Eindrücken im Audi RS 5 DTM und dem Gefühl, wieder ein Rookie zu sein.
Loic Duval
Foto: Audi-Motorsport
Der Wechsel von der WEC in die DTM ist ein großer Schritt – freuen Sie sich auf die neue Herausforderung?

Loïc Duval: „Ich war immer ein großer Fan der DTM. Schon als ich in der Formel 3 Euro Serie fuhr, habe ich die DTM-Rennen mit großer Spannung verfolgt. Die DTM bietet starke Fahrer, tolle Autos und packende Rennen. Als mich Dieter Gass anrief und fragte, ob ich in der DTM fahren möchte, habe ich sofort Ja gesagt.“

Wie war Ihr Eindruck vom Audi RS 5 DTM beim ersten DTM-Test in Jerez?

„Ich bin in Japan bereits ähnliche Autos gefahren, deshalb fühlte ich mich gleich wohl. Der RS 5 DTM besitzt viel Power und eine gute Aerodynamik. Ein unbekannter Faktor sind die Reifen: Ich war auf 2016er-Reifen unterwegs und kann nicht einschätzen, wie groß der Unterschied zu den 2017er-Reifen sein wird. Insgesamt hatte ich zwei wichtige Testtage, je einen Tag im Trockenen und im Nassen. So konnte ich das Auto bei verschiedenen Bedingungen kennenlernen.“

Wie sind Sie in der DTM-Mannschaft von Audi Sport aufgenommen worden?

„Meine neuen Teamkollegen haben mich positiv empfangen. Ich kenne die Audi-DTM-Fahrer schon seit vielen Jahren. Obwohl ich in der WEC fuhr, haben wir uns beim Fitness-Camp und vielen Terminen getroffen. Alle waren sehr nett und haben mir viele Fragen beantwortet. Den engsten Draht habe ich natürlich zu René Rast und Mike Rockenfeller, da wir bereits als Teamkollegen in der WEC und bei den 24 Stunden von Le Mans viel Zeit miteinander verbracht haben.“

Wovor haben Sie in der DTM am meisten Respekt?

„Es gibt in der DTM viele Fahrer mit einer riesigen Erfahrung. Im Qualifying ist es oft sehr eng, zwei Zehntelsekunden Unterschied entscheiden darüber, ob man an der Spitze ist oder in der Startaufstellung ganz hinten steht. Man muss in der DTM alles in einer sehr engen Zeit zusammenbringen. Ich kann noch schwer einschätzen, wie lange ich brauchen werde, um mich dort einzufinden. Auch die Beziehung zum Renningenieur ist sehr wichtig. Da brauchen wir sicherlich auch am Anfang noch Zeit, bis wir uns richtig verstehen.“

Die DTM-Autos verändern sich gegenüber 2016 technisch etwas. Ist das ein kleiner Vorteil, genau in diesem Moment in die DTM zu wechseln?

„Trotz meiner Erfahrung im Motorsport bin ich ja fast wieder ein Rookie. Da ist es sicherlich etwas leichter, gerade jetzt in die DTM zu wechseln. Denn 2017 gibt es Veränderungen an Aerodynamik, Motorleistung und Reifen. Hinzu kommt, dass die Reifen nicht mehr vorgewärmt werden dürfen. Da diese Dinge auch für erfahrene Piloten eine Umstellung bedeuten, ist es für mich vielleicht einfacher, auf den gleichen Level zu kommen.“

Kennen Sie bereits alle DTM-Rennstrecken?

„Viele DTM-Strecken kenne ich aus meiner Zeit in der Formel 3 Euro Serie, neu sind für mich Moskau, Budapest und der Red Bull Ring. Doch heutzutage ist es relativ einfach, sie am Simulator kennenzulernen. Die letzten Hundertstel findet man aber nur auf der Strecke.“

Wie sieht Ihre Saisonvorbereitung aus?

„Die Winterpause ist ja sehr lang, ich mache eine Menge Sport. Außerdem werde ich einige Tage mit dem Team verbringen und nach Neuburg fahren, um mehr Leute aus dem DTM-Umfeld kennenzulernen. Zwischen Februar und April sind noch weitere Tests geplant, auf die ich mich sehr freue.“

Einige DTM-Rennen kollidieren mit der Formel E. Was hat für Sie Priorität?

„Definitiv Audi – wie bisher auch. Wenn es Überschneidungen mit der Formel E gibt, werde ich natürlich mit Audi in der DTM fahren, keine Frage.“

Was ist Ihr Ziel für die Saison 2017?

„Ich möchte eine Menge Spaß haben, dann sind auch die Resultate gut. Je schneller ich mich an die DTM anpasse, umso früher kann man gute Ergebnisse erwarten. Ich möchte in der DTM in der kommenden Saison gerne aufs Podium.“

Welchen Audi fahren Sie derzeit privat?

„Ich fahre zurzeit einen Audi RS 6, warte aber auf den Audi SQ7. Das ist ein tolles Auto mit einem starken TDI-Motor und einer Menge Platz für meine zwei Kinder und viel Gepäck.“