Samstag, 15. Oktober 2016

Timo Scheider beendet seine DTM-Karriere

Timo Scheider auf der improvisierten Pressekonferenz am, Samstagabend am Hockenheimring
Foto: Audi-Motorsport
Timo Scheider bestreitet beim Finale auf dem Hockenheimring am Sonntag sein letztes DTM-Rennen für Audi. In elf gemeinsamen Jahren gewann Scheider zwei DTM-Titel (2008 und 2009), sieben DTM-Rennen und mit dem Audi R8 LMS die 24 Stunden von Spa 2011.

„Wir haben viele schöne gemeinsame Erfolge gefeiert“, sagt Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „Die Highlights waren ganz sicher seine beiden DTM-Titel und sein erster Sieg in der DTM im Jahr 2008 in Oschersleben. Timo (Scheider) ist in dieser langen Zeit ein echter Audianer geworden, der viele Fans hat. Er war stets ein Teamplayer und wird immer mit der erfolgreichen Motorsport-Geschichte von Audi verbunden bleiben.“

„Ich wäre gerne weiter in der DTM gefahren“, sagt Timo Scheider, der im November 38 Jahre alt wird und am Sonntag sein 181. DTM-Rennen fährt. „Mein Herz wird weiter für die DTM schlagen. Ich habe einige andere spannende Projekte, denen ich mich in Zukunft verstärkt widmen werde. Dazu zählen meine eigenen Teams im Kartsport und in der Formel 4. Aber auch den Rennfahrer Timo Scheider wird es weiter geben – ob im Rallycross oder in anderen Kategorien, ist derzeit noch offen.“

Der Hockenheimring hat in der DTM-Karriere von Timo Scheider einen ganz besonderen Platz: Hier startete er im Jahr 2000 erstmals in der DTM. 2008 und 2009 gewann er beim Finale in Hockenheim seine beiden DTM-Titel. Ende 2015 feierte er seinen bisher letzten Sieg in der DTM ebenfalls in Hockenheim.

Molina siegt – Titelentscheidung zwischen Wittmann und Mortara vertagt

Miguel Molina holt Sieg im Rennen am Samstag
Foto: Jens Hawrda
Miguel Molina hat das DTM-Samstagsrennen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg souverän gewonnen. Bereits beim Start eroberte der Spanier im Audi RS 5 DTM Platz eins und überquerte nach 27 Runden als Sieger die Ziellinie. „Der Start war entscheidend für den heutigen Erfolg“, sagte Molina. „Danach hatte ich eine gute Pace und konnte zum Sieg fahren.“ Der zweite Saisonsieg von Molina – der dritte Sieg seiner DTM-Karriere – stand allerdings im Schatten des packenden Duells zwischen Marco Wittmann und Edoardo Mortara im Kampf um den Titel des DTM-Champions 2016. Wittmann wurde am Samstag Zweiter und baute damit seine Führung in der Fahrerwertung weiter aus – Mortara sah als Dritter die Zielflagge und hielt damit die Entscheidung bis zum letzten Saisonrennen morgen Sonntag offen.

Bis zur Halbzeit des 40-minütigen Rennens sah alles nach einer vorzeitigen Entscheidung zu Gunsten Wittmanns aus: Der BMW-Pilot rangierte auf einem sicheren zweiten Platz und Mortara war zu diesem Zeitpunkt lediglich Achter. Der Audi-Pilot aber fuhr ein überlegtes und strategisches Rennen, nutzte sein DRS optimal und arbeitete sich Position für Position nach vorne. „Die Taktik für das Rennen habe ich mir im Auto zurechtgelegt“, sagt Mortara im Ziel. „Ich habe mein DRS sehr überlegt eingesetzt und habe meine Chancen gegen Rennende gesehen. Wir waren heute schon sehr schnell, ich hoffe aber, morgen noch konkurrenzfähiger zu sein und den Titel zu holen.“ Während Mortara ein sehr aufregendes Rennen erlebte, war das von Wittmann eher ruhig. „Unser Ziel war, vor Edoardo zu bleiben und das ist uns gelungen. Die drei Punkte die ich heute mehr bekommen habe als Edo können am Ende wichtig sein. Aber: Er hatte eine gute Pace und wir haben bis morgen noch viel Arbeit vor uns“, so Wittmann.

Hinter António Félix da Costa und Mike Rockenfeller auf den Plätzen vier und fünf wurde René Rast in seinem erst zweiten DTM-Rennen Sechster. Timo Glock, Jamie Green, Tom Blomqvist und Paul Di Resta als bester Mercedes-AMG-Pilot komplettierten auf den Positionen sieben bis zehn die Punkteränge. In der Fahrerwertung liegt Marco Wittmann vor dem letzten DTM-Saisonrennen am Sonntag auf dem Hockenheimring mit 194 Punkten auf Platz eins. Sein Vorsprung auf Edoardo Mortara (177 Punkte) beträgt 17 Punkte.

DTM: Antonio Felix Da Costa holt Pole für's Samstagsrennen

Antonio Felix Da Costa holt Pole
Foto: Jens Hawrda
Er hat seinen Rücktritt zum Ende der Saison schon bekannt gegeben, das hält ihn aber nicht davon ab zum Saisonfinale noch einmal richtig drauf zu halten. Antonio Felix Da Costa holt die Pole vor dem Audi-Piloten Miguel Molina und Tom Blomqvist (BMW). Auf Platz vier folgt der Meisterschaftsführende Marco Wittmann (BMW). Mit Maxime Martin steht ein weiterer BMW-Pilot auf Platz 5. Edoardo Mortara geht als Achter ins Samstagsrennen.
Ergebnis Qualifying
Quelle: dtm.com

DTM: Zweites Freies Training - Wittmann deutlich vor seinen Titelkonkurrenten

Schnellster im zweiten Freien Training: Nico Müller
Foto: Jens Hawrda
Schnellster im zweiten Freien Training war der Audi-Pilot Nico Müller gefolgt von den BMW-Piloten Antonio Felix Da Costa, Bruno Spengler, Augusto Farfus und Marco Wittmann. Auf Platz sechs folgt Renè Rast. Auf Platz 7 folgt Jamie Green vor Garry Paffet als bester Mercedes Pilot. Für Edoardo Mortara reichte es nach vielen Problemen nur für Platz 14.

Freitag, 14. Oktober 2016

DTM Freitagstraining: Wittmann setzt erste Bestzeit

Wittmann setzt erste Bestzeit im Titelkampf
Foto: Jens Hawrda
Marco Wittmann setzte beim Saisonfinale die erste Bestzeit und umrundete die 4,574 Kilometer lange Strecke in 1:33.909 Minuten. Er war damit 27 Hundertstelsekunden schneller als Lucas Auer (1:33.936 Minuten) im Mercedes-AMG C63 DTM. Félix da Costa gelang eine Rundenzeit von 1:33.970 Minuten und damit Platz drei.

Christian Vietoris (1:33.984 Minuten) schaffte es auf Rang vier. Die Überraschung war aber Renè Rast der ERrsatzmann für Mattias Ekström, der mit seinem Audi die fünftschnellste Zeit fuhr. Die beiden Titelkandidaten von Audi, Edoardo Mortara und Jamie Grenn, konnten mit Patz 13 bzw. 20 noch nicht überzeugen.