Dienstag, 20. September 2016

IDM Superbike/Superstock: Rennen 2 Lausitzring

Florian Alt holt Sieg am Sonntag
Foto: Jens Hawrda
Unmittelbar vor Rennstart am späten Sonntag Nachmittag fing es wieder an leicht zu regnen. Die Rennleitung ordnete daher zwei Warm-up Runden an und verkürzte die Renndistanz auf 15 Runden.

Max Neukirchner konnte nach seinem kapitalen Sturz vom Vortag nicht starten, da sein Bike in der Kürze der Zeit nicht wieder aufgebaut werden konnte. Die beiden BMW-Piloten Sikora und Mackels fehlen ebenfalls. Nach Ihren Stürzen vom Vortag lagen beide mit diversen Knochenbrüchen im Krankenhaus.
Marvin Fritz, der sich bereits am Vortag zum Superbike Meister grönte, trat zum Rennen nicht mehr an, warum auch.

Nach einem problemlosen Start kam Florian Alt als Führender aus der ersten Runde, Knapp dahinter folgte sein Teamkollege Lukas Trautmann. Ebenfalls in der Spitzengruppe mit dabei: Luca Grünwald, Pepijn Bijsterbosch, Danny de Boer und Blitzstarterin Lucy Glöckner.
Während sich die Teamkollegen Alt und Trautmann um den Superbike-Sieg balgten, ging es knapp dahinter zwischen den Superstock-Titelaspiranten Luca Grünwald und Danny de Boer anständig zur Sache. Um den dritten Platz kämpften derweil ein gutes halbes Dutzend Piloten.

Zwei Runden vor Schluss setzte sich Grünwald vor de Boer auf den ersten Superstock-Platz. Um Rang Drei kämpften derweil Kerschbaumer, Glöckner und Bijsterbosch. Den Superbike-Sieg machten Alt und Trautmann unter sich aus. Allerdings knallte es noch auf den letzten Metern. Grünwald flog ab und de Boer fuhr Sieg und Titel ein. Platz 2 ging an Stefan Kerschbaumer. Den dritten Platz feierte Lucy Glöckner.

Bei den Superbikes holte schließlich Florian Alt den Sieg. Zweiter wurde Trautmann, über Platz 3 durfte sich Baiocco freuen.

Ergebnisse Rennen 2 Superbike (nur drei Piloten im Ziel):

1. Florian Alt (Yamaha),
2. Lucas Trautmann (Yamaha),
3. Matteo Baiocco (Honda).

Ergebnis Rennen 2 Superstock 1000 (Top-Five):

1. Danny De Boer (Yamaha),
2. Stefan Kerschbaumer (Kawasaki),
3. Lucy Glöckner (BMW),
4. Pepijn Bijsterbosch (BMW),
5. Jan Bühn (BMW).

Montag, 19. September 2016

Superbike WM 2.Lauf Lausitzring

Aufgrund des pünktlich zum vorgesehenen Rennstarts 13.00 Uhr einsetzenden Regens musste der Start des Rennens um 30 Minuten verschoben und die Renndistanz auf 16 Runden gekürzt werden. Es war trotzdem ein chaotisches Rennen mit vielen Stürzen, bei unkalkulierbaren Bedingungen. Insgesamt gab es im Laufe des Rennen zwölf Stürze. Auch der deutsche BMW-Pilot Markus Reiterberger musste zu Boden und konnte damit seine Aussicht auf WM-Punkte begraben.
überlegener Sieg von Jonathan Rea im Regen
Foto: Jens Hawrda
Völlig unbeeindruckt von den Bedingungen und den vielen Stürzen raste Weltmeister Jonathan Rea zum Sieg. Bereits in der ersten Runde übernahm der Kawasaki-Pilot die Führung und fuhr systematisch einen beachtlichen Vorsprung heraus. Platz 2 ging schließlich an Alex De Angelis, der damit für das erste Aprilia-Podium der Saison 2016 sorgte. Für De Angelis ist es das erste Podium seit dem 21. Oktober 2012, damals gewann der 32-Jährige den Moto2-Grand-Prix in Sepang. Den dritten Rang sicherte sich Javier Fores (Ducati).
Javier Fores nutze seine Streckenkenntnis aus der IDM
Foto: Jens Hawrda
Nach dem Rennen unterstrich der Sieger noch einmal Kritik, die bereits andere Piloten zur Strecke äußerten: "Auf dem Lausitzring haben sie viel Arbeit, damit das eine gute Rennstrecke wird. Die Strecke ist unglaublich wellig, zudem gibt es zig verschiedene Asphaltarten. Die Bedingungen ändern sich dauernd. Das Layout der Strecke ist so schön, es wäre gut, wenn der Asphalt konstant wäre – im Trockenen und im Regen."

Der Lausitzring hat mit dem Ausrichter der Superbike - WM einen Dreijahresvertrag geschlossen und wird damit für das nächste Jahr eine Menge Arbeit vor sich haben um die kritisierten Punkte der Strecke zu verbessern.
das Podium vom Rennen zwei
Foto: Jens Hawrda

Rennergebnis 2. Rennen (Top-Five):

1. Jonathan Rea (Kawasaki),
2. Alex De Angelis (Aprilia),
3. Javier Fores (Ducati),
4. Leon Camier (MV Agusta),
5. Chaz Davies (Ducati).




Sonntag, 18. September 2016

Superbike WM-Lausitzring Rennen verschoben

nach der Einführungsrunde entschieden die Piloten - zu gefährlich
Foto: Jens Hawrda
Die Fahrer standen schon in der Startaufstellung, aber nach der Einführungsrunde haben Sie einstimmig beschlossen den Start zu boykottieren. Zu gefährlich ist es bei diesen Bedingungen ein Rennen zu fahren. Die Rennleitung hat sich der Meinung der Fahrervertreter angeschlossen und das Startprozedere abgebrochen. In der danach stattgefundenen Sitzung mit der Rennleitung erklärten die Fahrervertreter die Probleme: «Die Gischt ist viel zu stark und zwischen den zahlreichen Wellen steht das Wasser.»
Das Rennen wird vermutlich 13.45 Uhr neu gestartet.


es regnete zu stark - Start verschoben
Foto: Jens Hawrda

Kenan Sofuoglu gewinn Supersport 600 WM-Lauf

In den Qualifyings und der Superpole zeigte sich bereits, am Lausitzring wird Kenan Sofuoglu schwer zu schlagen sein. Im Rennen dann war es doch nicht ganz so einfach für den türkischen Kawasaki-Pilot. Er bekam überraschende Gegenwehr vom Gaststarter Nikki Tuuli, der erst einmal nach dem Start die Führung übernahm, aber nach einer Runde doch den erfahrenen Sofuoglo passieren lassen musste.
dritter Sieg in Folge für Kenan Sofuoglu
Foto: Jens Hawrda

Das hinderte den jungen Finnen jedoch nicht daran dem Türken bis wenige Runden vor Schluss wie ein Schatten folgte. Letztendlich holte der Türke jedoch seinen dritten Sieg in Folge, den fünften Saisonsieg insgesamt und fährt unaufhaltsam einer weiteren Meisterschaft entgegen. Auf dem Zielstrich hatte der Finne mit seiner Yamaha R6 nur 1,7 sec Rückstand – und er stellte in 1.41,035 min einen neuen offiziellen Rundenrekord auf.


Mit bereits 4,7 sec Rückstand kreuzte MV Agusta Werkspilot Jules Cluzel die Ziellinie. Weil Markenkollege Gino Rea mit Defekt ausfiel, konnte der Franzose in der Gesamtwertung auf Rang 3 nach vorne rücken.

Enttäuschend verlief das Supersport-Rennen auf dem Lausitzring für Randy Krummenacher der am Ende Sechster wurde und damit im Kampf um die Meisterschaft weiter hinter Sofuoglu zurück fällt. Die Zeiten der Spitze waren für den Schweizer unerreichbar, dennoch konnte er lange den vierten Platz behaupten. Im letzten Renndrittel zogen dann aber PJ Jacobsen (Honda) und Lorenzo Caricasulo (Honda) am Kawasaki-Piloten vorbei. In der Gesamtwertung liegt Krummenacher als Zweiter nun bereits 53 Punkte hinter Sofuoglu.

Auch Kevin Wahr musste im Rennen Federn lassen. Zeitweise bis auf Rang 10 nach vorne gefahren, büßte der Nagolder mit der Lorini Honda mit verschlissenen Reifen Position um Position ein, um am Ende als 16. und damit außerhalb der Punkteränge ins Ziel zu kommen.

das Podest vom Supersport - Rennen
Foto: Jens Hawrda
Rennergebnis (Top-Five):

1. Kenan Sofuoglu (Kawasaki ZX-6R),
2. Niki Tuuli (Yamaha YZF R6),
3. Jules Cluzel (MV Augusta F3 675),
4. Patrick Jacobsen (Honda CBR 600 RR),
5. Frederico Caricasulo (Honda CBR 600 RR).

Samstag, 17. September 2016

Superbike*IDM: Marvin Fritz vorzeitig Meister

Marvin Fritz vorzeitig Deutscher Superbike-Meister
Foto: Jens Hawrda
Aufgrund der Superbike-WM fand das Rennen 1 zur Superbike*IDM erst am späten Samstag Nachmittag statt. Von der Pole startete Bastian Mackels, aus der ersten Runde kam aber Lukas Trautmann (Yamaha) als Führender gefolgt von Luca Grünwald (Yamaha), Florian Alt (Yamaha), Bastien Mackels (BMW) und Marvin Fritz (Yamaha). Marvin Fritz musste mitr seiner Vorjahres Stocksport-Yamaha starten, da er sein Yamaha Superbike im Warm Up am Morgen komplett zerstört hatte. Max Neukirchner, von Startplatz neun gestartet, hatte sich bereits auf Platz sieben einsortiert. Seit Mai war das der erste Renneinsatz für den Sachsen.


Nach drei Runden wurde das Rennen wegen eines Highsider von Neukirchner abgebrochen, einer der nachfolgenden Piloten hatte Neukichners Maschine voll getroffen. Beide Piloten waren zu Boden gegangen, Neukichner wurde ins Medical-Center eingeliefert. Nach dem Rennen kam von seinem Team Max Neukirchner sei o.k.

Das Rennen wurde nach kurzer Pause für weitere neun Runden neu gestartet. Lukas Trautmann durfte als Führender des ersten Rennabschnittes von der Pole in die zweite Rennhälfte gehen. Florian Alt erwischte jedoch den besten Start. Er übernahm die Führung vor Trautmann, Grünwald und Fritz. Danny de Boer war noch an der Spitzengruppe dran, dahinter klaffte zu Pepijn Bijsterbosch bereits eine Lücke von über einer Sekunde. Fritz hilt sich in Folge aus allen Zweikämpfen raus und wurde Dritter und damit vorzeitig Deutscher Superbike-Meister.

In der IDM Superstock 1000 gewann Grünwald vor de Boer und Bijsterbosch, hier ist die Titelentscheidung noch offen.