Samstag, 23. Juli 2016

Honda-Pilot Files siegt auf dem Red Bull Ring

  • Der 25-Jährige Brite baut seine Führung in der ADAC TCR Germany aus
  • Doppelsieg für Target Competition in Österreich
  • Vier Honda an der Spitze – Seat und VW folgen auf den Rängen fünf und sechs
Josh Files holt seinen vierten Saisonsieg
Foto: Jens Hawrda
Josh Files (25, Großbritannien, Target Competition) hat sich mit einer fehlerfreien Vorstellung seinen vierten Saisonsieg in der ADAC TCR Germany gesichert. Der Brite gewann das siebte Saisonrennen der neuen Tourenwagenserie des ADAC auf dem Red Bull Ring im Honda Civic TCR vor Neuzugang Andrea Belicchi (40, Italien, Target Competition) und Junior Dominik Fugel (19, Chemnitz, Team Honda ADAC). Auch der Vierte, Jürgen Schmarl (42, Österreich, Target Competition), war in einem Honda Civic TCR unterwegs. „Nach drei Kurven war ich Erster – obwohl ich von Rang sieben gestartet bin. Das war der perfekte Start, wie ein Traum“, sagte Files: „Ich liebe diese Strecke. Ich liebe es zu gewinnen. Das Ergebnis ist perfekt für mein Team Target Competition. Ich freue mich wahnsinnig für meinen neuen Teamkollegen Andrea Belicchi.“
 
Files baute seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus und hat dort nun 124 Punkte auf dem Konto. Sein engster Verfolger, Lokalmatador Harald Proczyk (40, Österreich, HP Racing), wurde im Seat Leon Cup Racer Fünfter und weist nun 100 Punkte auf. Bester VW Golf TCR-Pilot war Benjamin Leuchter (28, Duisburg, Racing One) als Sechster. Die beiden Seat-Piloten Ronny Jost (28, Schweiz, TOPCAR Sport) und Mike Halder (20, Meßkirch, Liqui Moly Team Engstler) belegten die Ränge sieben und acht vor Tim Zimmermann (19, Langenargen, Liqui Moly Team Engstler) im VW Golf GTI TCR und Bas Schouten (21, Niederlande, ST Motorsport) im Seat.
 
Files erwischte bei strahlendem Sonnenschein einen Traumstart, schon vor der ersten Kurve hatte er sich von Rang sieben auf drei verbessert. Mit einem weiteren sehenswerten Manöver überholte er dann auch noch die beiden Spitzenreiter Steve Kirsch (36, Chemnitz, Team Honda ADAC) und dessen Teamkollegen Fugel, die sich anschließend ein spannendes Duell um Rang zwei lieferten. Auch Newcomer Belicchi mischte kräftig mit, wohingegen schließlich ein technischer Defekt Kirsch in der neunten Runde zur Aufgabe zwang.
 
Etwa zwölf Minuten vor dem Ende rutschte Pascal Eberle (25, Schweiz, Steibel Motorsport) in den Kies, und das Safety-Car kam auf die Strecke. Das Feld rückte so wieder enger zusammen, doch auch nach dem Restart behauptete Files bei noch knapp drei Minuten verbleibender Renndauer die Führung vor Belicchi. Hinter dem Führungsduo lieferten sich Fugel, Proczyk und Schmarl ein intensives Duell um den dritten Podiumsplatz, in dem sich Fugel schließlich durchsetzte.
 
 Am Sonntag steigt ab 10.40 Uhr (live bei SPORT1) das achte Saisonrennen der ADAC TCR Germany. Die Top Ten des Qualifyings startet dabei in umgekehrter Reihenfolge. Antti Buri (27, Finnland, LMS Racing) startet von der Pole Position vor Leuchter und Proczyk. Der Meisterschaftsdritte Kirsch, Schnellster im Qualifying, geht von Rang zehn ins Rennen. „Da will ich Wiedergutmachung“, sagte er nach seinem Aus am Samstag.
das Podium des ersten Rennens
Foto: ADAC-Motorsport
Stimmen nach dem Rennen:
 
Josh Files (Sieger, Target Competition):
„Steve Kirsch war sehr schnell, hätte er nicht dieses Problem gehabt, wäre es wohl bis zum Ende richtig eng zugegangen zwischen uns. Morgen möchte ich den nächsten Sieg – auch wenn es richtig schwierig wird.“
 
Andrea Belicchi (Zweiter, Target Competition):
„Mein Debüt hätte kaum besser verlaufen können. Mein Start war zwar nicht optimal, aber ich konnte mich dennoch gut halten und wieder nach vorne arbeiten. Ich hatte viel Spaß, die Strecke ist toll, das Auto auch. Morgen möchte ich besser starten als heute und meine Leistung auf der Strecke bestätigen.“
 
Dominik Fugel (Dritter und bester Junior, Team Honda ADAC):
„Das Rennen war echt anstrengend, es war richtig heiß. Aber trotzdem: Die Honda gehen ganz gut, auch wenn das mit Steve natürlich sehr ärgerlich war. Aber das kann allen anderen, auch mir, passieren. That's racing. Wie dominant die Honda hier sind, hat man mit vier Honda unter den Top Fünf gesehen. Für morgen heißt das Ziel, ganz oben auf dem Podium zu stehen.“

Jahn/Estre holen für Porsche-Sieg auf dem Red Bull Ring

  • Jules Gounon/Daniel Keilwitz neue Tabellenführer und Halbzeitchampions
  • Erster ADAC GT Masters-Sieg für KÜS TEAM75 Bernhard
  • Erster Podestplatz der Saison für Bentley Team ABT
Jahn/Estre holen Sieg für Porsche
Foto: Jens Hawrda


David Jahn (25, Speyer) und Kévin Estre (27, F/beide KÜS TEAM75 Bernhard) lassen Sportwagenweltmeister Timo Bernhard und seinen Vater Rüdiger jubeln: Im Porsche 911 fuhren Jahn/Estre auf dem Red Bull Ring zum ersten ADAC GT Masters-Sieg für das KÜS TEAM75 Bernhard. „Das war ein perfektes Rennen. Danke an das Team, das uns ein perfekt abgestimmtes Auto vorbereitet hat“, jubelte Jahn, der in Österreich seinen zweiten Laufsieg in der „Liga der Supersportwagen“ feierte. Fabian Hamprecht (21, Hagen) und Christer Jöns (28, Ingelheim) bescherten ihrem Bentley Team ABT im Bentley Continental mit Rang zwei den ersten Podestplatz der Saison. Mit Rang drei übernahm das Corvette-Duo Jules Gounon (21, F)/Daniel Keilwitz (26, Villingen/beide Callaway Competition) zu Saisonmitte die Tabellenführung.
 
Porsche-Pilot Jahn übernimmt Spitze
 
Beim Start zum „Halbzeitrennen“ der ADAC GT Masters-Saison 2016, dem siebten von 14 Läufen, verteidigte Hamprecht im Bentley Continental von der Pole-Position zunächst seine Führung. Der Deutsche hatte den besten Startplatz von seinen Teamkollegen Jordan Pepper (19, ZA)/Daniel Abt (23, Kempten) geerbt, die aufgrund eines technischen Problems nicht antreten konnten. Hamprecht konnte die Spitze aber nicht lange verteidigen. Noch in der Startrunde übernahm der von Position drei gestartete Jahn im Porsche 911 auf der Gegengeraden die Spitze und führte souverän bis zum Fahrerwechsel vor Hamprecht und Corvette-Pilot Gounon
 
Nach der Phase der obligatorischen Boxenstopps mit Fahrerwechsel blieb die Reihenfolge des Spitzen-Duos identisch: Estre übernahm von Jahn und führte knapp vor Hamprechts Teamkollegen Jöns. Auf den Rängen drei und vier gab es einen Positionstausch: Audi-Pilot Laurens Vanthoor (25, B/kfzteile24 APR Motorsport) kam vor der Corvette von Daniel Keilwitz zurück auf die Strecke, musste aber eine Viertelstunde vor Rennende eine Durchfahrtsstrafe nach einem Tempoverstoß in der Boxengasse antreten. Im Ziel feierten David Jahn und Kévin Estre, der zum ersten Mal in diesem Jahr im ADAC GT Masters antrat, den Debütsieg ihres KÜS TEAM75 Bernhard. Estre setzte dabei eine eindrucksvolle Bilanz fort: Der in Österreich lebende Franzose gewann in seinem fünften ADAC GT Masters-Rennen bereits zum dritten Mal.
 
Christer Jöns hielt seinen zweiten Rang bis zur Ziellinie und sorgte damit für das erste Podestergebnis des Bentley Team ABT. Mit Rang drei übernahmen Gounon/Keilwitz die Tabellenführung von den bisherigen Spitzenreitern Connor De Phillippi (23, USA) und Christopher Mies (27, Heiligenhaus/beide Montaplast by Land-Motorsport). Mies war in seinem Audi R8 in eine Kollision mit dem Porsche 911 von Robert Renauer (31, Jedenhofen) und Martin Ragginger (28, A/beide Precote Herberth Motorsport) verwickelt und schied aus. Mit Rang vier erreichte die Corvette C7 von Patrick Assenheimer (24, Heilbronn) und Dominik Schwager (39, Eisenhofen/beide Callaway Competition) zum dritten Mal in Folge eine Spitzenplatzierung.
 
Auch die beiden Verfolger-Duos in der Fahrerwertung, Sebastian Asch (30, Ammerbuch)/Luca Ludwig (27, Bonn/beide AMG-Team Zakspeed) im AMG-Mercedes sowie Rolf Ineichen (38, CH) und Christian Engelhart (29, Kösching/beide GRT Grasser-Racing-Team) im Lamborghini Huracán fuhren mit Rang fünf und Rang sechs zu einem guten Ergebnis. Der zweite Zakspeed-Mercedes mit den Youngstern Nikolaj Rogivue (20, CH) und Nicolai Sylvest (19, DK/beide AMG-Team Zakspeed) am Steuer sammelte auf Rang sieben zum viertem Mal in diesem Jahr Punkte.
 
Die Top Ten komplettierten Daniel Dobitsch (32, A)/Edward Sandström (37, S/beide kfzteile24 APR Motorsport) im besten Audi R8, Remo Lips (33, CH) und Sven Barth (35, Weinheim/beide RWT Racing), die in ihrer Corvette Z.06 erstmals in dieser Saison in die Punkte fuhren, sowie die dritte Callaway-Corvette von den beiden Amerikanern Boris Said (53, USA)/Eric Curran (41, USA/beide Callaway Competition).
 
Der zweite Gesamtplatz für Hamprecht/Jöns war gleichbedeutend mit dem Sieg in der Junioren-Wertung. Platz eins in der Trophy-Wertung belegten Ineichen/Engelhart.
 
die Sieger David Jahn und Kèvin Estre nach der Zieldurchfahrt
Foto: ADAC-Motorsport
Stimmen der Sieger
 
David Jahn (KÜS TEAM75 Bernhard, Porsche 911):
„Das war ein perfektes Rennen. Ich bin gleich beim Start an der Corvette dran geblieben und konnte sie in der ersten Kurve überholen. Danach habe ich Druck auf den Bentley gemacht und bin ebenfalls noch in der ersten Runde an ihm vorbeigegangen. Ich bin dabei leicht auf das Gras geraten, aber es hat gereicht. So muss Racing sein. Danach konnte ich meinen Vorsprung gut verwalten. Danke an das Team, das uns ein perfekt abgestimmtes Auto vorbereitet hat.“
 
Kévin Estre (KÜS TEAM75 Bernhard, Porsche 911):
„Ich konnte die Position, die David für uns herausgefahren hat, verteidigen. Wenn man an der Spitze fährt, sieht es vielleicht einfach aus ¬– das ist es aber nicht. Der Boxenstopp ist uns ein bisschen besser gelungen als dem zweitplatzierten Bentley, von daher hatte ich nach dem Fahrerwechsel einen kleinen Vorsprung. Mein erster Einsatz in diesem Jahr im ADAC GT Masters und gleich ein Sieg, dazu noch der erste Sieg für unser Team … was will man mehr. Ich hoffe, so geht es weiter.“

Pole Position auf dem Red Bull Ring für Honda-Pilot Kirsch

  • Der 36-Jährige landet in der ADAC TCR Germany vor Files und Fugel
  • Italiener Belicchi beim Debüt prompt Vierter
  • Antti Buri sichert sich die Pole für Rennen zwei
Steve Kirsch
Foto: Jens Hawrda
Steve Kirsch (36, Chemnitz, Team Honda ADAC) hat die starken Eindrücke aus den ersten Einheiten auf dem Red Bull Ring bestätigt und sich in seinem Honda Civic TCR die Pole Position für das erste Rennen der ADAC TCR Germany am Samstagnachmittag (ab 15.40 Uhr, live bei SPORT1) gesichert. Der 36-Jährige, bereits in den ersten beiden Freien Trainings ganz vorne, setzte im Qualifying am Samstagvormittag in 1:37.093 Minuten die Bestzeit und landete vor dem Meisterschaftsführenden Josh Files (25, Großbritannien, Target Competition) und seinem Teamkollegen Dominik Fugel (19, Chemnitz, Team Honda ADAC). Insgesamt gingen die ersten fünf Plätze an Honda-Piloten.
 
„Für das Team ist das ein gutes Gesamtergebnis. Ich auf eins, Dominik auf drei. Damit können wir positiv auf das heutige Rennen schauen. Die Strecke hier kommt dem Honda sehr entgegen, aber es werden sicher auch wieder andere Strecken kommen, die den anderen Autos entgegenkommen. Jetzt müssen wir erst einmal das Rennen fahren und dann gucken wir, was am Ende dabei rauskommt“, sagte Polesetter Kirsch.
 
Auch sein Teamkollege Fugel zog ein positives Fazit. „Alles super, alles perfekt. Das Auto lief einwandfrei, es gab keine Probleme und hat viel Spaß gemacht. Mal sehen, was möglich ist, wenn ich einen guten Start erwische und gut durch die ersten Kurven komme. Auf dieser Strecke sind die Hondas echt stark, aber das ist immer unterschiedlich“, sagte der 19-Jährige.
 
Bei seinem Debüt in der neuen Tourenwagenserie des ADAC landete Andrea Belicchi (40, Italien, Target Competition) in einem weiteren Honda prompt auf Rang vier vor Jürgen Schmarl (42, Österreich, Target Competition, Honda). Hinter dem Honda-Quintett wurde Junior Tom Lautenschlager (17, Grafenau, Liqui Moly Team Engstler) im VW Golf TCR Sechster vor dem ehemaligen ADAC Formel 4-Fahrer Tim Zimmermann (19, Langenargen, Liqui Moly Team Engstler) in einem weiteren Golf.
 
Bester Seat Leon Cup Racer war Harald Proczyk (40, Österreich, HP Racing). Der Meisterschaftszweite und Lokalmatador wurde vor VW-Pilot Benjamin Leuchter (28, Duisburg, Racing One) und Seat-Fahrer Antti Buri (27, Finnland, LMS Racing) Achter.
 
Im zweiten Rennen der ADAC TCR Germany am Sonntag (ab 10.40 Uhr, live bei SPORT1 und SPORT1+) startet die Top Ten des Qualifyings in umgekehrter Reihenfolge. Damit wird der Finne Buri von der Pole Position starten, und der Meisterschaftsdritte Steve Kirsch wird von Position zehn aus ins Rennen gehen. Hinter Buri reihen sich Leuchter und Proczyk ein.
 
„Ich hoffe natürlich auf die maximale Punktzahl. Die Pole Position im zweiten Rennen ist klasse, aber natürlich wird das erste Rennen schwer. Dort starte ich eben von weiter hinten. Die Strecke hier ist super, ich fühle mich sehr wohl und komme gut zurecht“, sagte Antti Buri.

Zwei Bentley für erstes Rennen auf dem Red Bull Ring vorn

  • Jordan Pepper holt Pole-Position vor Teamkollege Fabian Hamprecht
  • Gounon/Keilwitz erarbeiten sich Vorteil bei Kampf um die Tabellenführung
  • SPORT1 überträgt das erste Rennen heute live ab 13 Uhr

Pole für Jordan Pepper im Bentley
Foto: Jens Hawrda
Beim Qualifying zum ersten Rennen des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring hat das Bentley Team ABT seine gute Form aus dem Training bestätigt: Jordan Pepper (19, ZA) schnappte sich die Pole-Position im Bentley Continental vor seinem Teamkollegen Fabian Hamprecht (21, Hagen). Im Kampf um die Spitze in der Fahrerwertung erarbeiteten sich Jules Gounon (21, F) und Daniel Keilwitz (26, Villingen/beide Callaway Competition) in ihrer Corvette C7 einen Vorteil. SPORT1 überträgt das siebte Saisonrennen ab 13 Uhr live im Free-TV.
 
„Es sieht so aus, als würde sich hier am Red Bull Ring die ganze Arbeit, die das Team in den vergangenen Wochen in die Autos gesteckt hat, auszahlen“, so Polesetter Jordan Pepper. „Ein Schlüssel für die guten Zeiten im Qualifying war auch, dass das Team dafür gesorgt hat, dass wir immer freie Fahrt hatten. Das ist in einem Feld mit so vielen Autos wie im ADAC GT Masters wirklich wichtig. Wenn wir im Rennen genauso konzentriert arbeiten, dann stehen die Chancen auf den ersten Saisonsieg ziemlich gut.“
 
Mehr als 30 Supersportwagen tummelten sich beim zwanzigminütigen Qualifying auf dem 4,326 Kilometer langen Kurs in der Steiermark. Zunächst wechselten sich Fahrerpaarungen verschiedener Marken an der Spitze des Zeitentableaus ab, ehe im zweiten Abschnitt der Session das Bentley Team ABT auftrumpfte. Die Mannschaft aus Kempten hatte schon am Freitag mit zwei Bestzeiten in den Freien Trainings überzeugt. Jordan Pepper, der sich einen Bentley mit Daniel Abt (23, Kempten) teilt, gelang in 1.27,435 Minuten die schnellste Runde. Mit knapp einer Zehntelsekunde Rückstand sorgte Fabien Hamprecht, Teamkollege von Christer Jöns (28, Ingelheim), für eine reine erste Bentley-Startreihe.
 
 Knapp zwei Minuten vor Ende des Zeittrainings rollte Pepper wegen eines technischen Problems am Streckenrand aus. Die Rennleitung brach das Geschehen per Roter Flagge ab. So sicherten sich Jesse Krohn (25, FIN) und DTM-BMW-Pilot António Félix da Costa (24, P/beide Schubert Motorsport) im BMW M6 den dritten Rang. Den vierten Platz ergatterten sich die aktuell Gesamtzweiten Jules Gounon/Daniel Keilwitz. Im engen Kampf um die Tabellenführung hatten die Spitzenreiter Connor De Phillippi (23, USA) und Christopher Mies (27, Heiligenhaus/beide Montaplast by Land-Motorsport) im Audi R8 auf Platz zehn das Nachsehen.
 
 Mit dem fünften Startplatz sorgte das Porsche-Duo David Jahn (25, Speyer) und Kévin Estre (27, F) für das bisher beste Qualifyingergebnis des KÜS TEAM75 Bernhard. Florian Stoll (35, Rickenbach) und Laurens Vanthoor (25, B/beide kfzteile24 APR Motorsport) waren auf dem sechsten Platz bestes Audi-Gespann. Hinter einem weiteren Porsche von Robert Renauer (31, Jedenhofen) und Martin Ragginger (28, A/beide Precote Herberth Motorsport) belegte das AMG-Team Zakspeed mit den beiden AMG-Mercedes von Nikolaj Rogivue (20, CH)/Nicolai Sylvest (19, DK) und den Titelverteidigern Sebastian Asch (30, Ammerbuch)/Luca Ludwig (27, Bonn) die Ränge acht und neun.

Freitag, 22. Juli 2016

Bentley dominiert erstes Training des ADAC GT Masters am Red Bull Ring

  • Bentley Team ABT belegt ersten drei Ränge des ersten Freien Trainings
  • Namhafte Neulinge beim ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring
Bentley Team Abt war im  ersten Freien Training das Maß der Dinge
Foto: Jens Hawrda
Das ADAC GT Masters sagt Servus aus Österreich: Mit dem vierten von sieben Rennwochenenden startet die „Liga der Supersportwagen“ auf dem Red Bull Ring zur allerbesten Sommerferienzeit in die zweite Saisonhälfte. Die schnellste Runde beim ersten Freien Training auf der spektakulären Berg-und-Tal-Bahn in der Steiermark sicherte sich Seriendebütant Marco Holzer (27, Lochau/Bentley Team ABT) im Bentley Continental vor zwei Teamkollegen. SPORT1 zeigt die beiden Rennen live und in voller Länge im Free-TV. Die Übertragung am Samstag beginnt wie gewohnt um 13 Uhr, am Sonntag hingegen eine Stunde eher ab 12 Uhr
 
Der zu Beginn des Jahres auf den Red Bull Ring neu aufgetragene Asphalt zeigte sofort Wirkung: Die Topzeiten waren rund eine Sekunde schneller als die Pole-Position-Zeiten aus dem Vorjahr. In der zweiten Hälfte der einstündigen Session knackte Christian Engelhart (29, Kösching/GRT Grasser-Racing-Team) in seinem Lamborghini Huracán als erster Pilot die Marke von 1.29 Minuten. In der Schlussphase trumpfte dann das Bentley Team ABT auf, das sich für die Veranstaltung in Österreich personell neu aufgestellt hatte. Bei seinem ersten Einsatz im ADAC GT Masters fuhr Marco Holzer in 1.28,738 Minuten die schnellste Runde. „Das Auto funktioniert wirklich gut. Die Bestzeit ist natürlich eine prima Sache, aber dafür gibt es noch keine Punkte. Wir müssen jetzt zusehen, dass wir das Set-up im Qualifying genauso gut wie im Training hinbekommen.“, so Holzer, der bei ABT gemeinsam mit Trophy-Titelverteidiger Andreas Weishaupt (43, Ulm) antritt und ab sofort Guy Smith (41, GB) ersetzt.
Marco Holzer holt Bestzeit im ersten Freien Training
Foto: Jens Hawrda
Auf den Rängen zwei und drei platzierten sich die beiden weiteren Bentley von Jordan Pepper (19, ZA)/Daniel Abt (23, Kempten) und Fabian Hamprecht (21, Hagen)/Christer Jöns (28, Ingelheim). Der Lamborghini von Engelhart und Teamkollege Rolf Ineichen (38, CH) landete auf Rang vier. Nikolaj Rogivue (20, CH) und Nicolai Sylvest (19, DK/beide AMG-Team Zakspeed) platzierten sich im besten AMG-Mercedes auf Rang fünf, gefolgt von Jesse Krohn (25, FIN) und BMW-DTM-Pilot António Félix da Costa (24, P/beide Schubert Motorsport), der im BMW M6 sein ADAC GT Masters-Debüt gibt. Hinter der siebtplatzierten Corvette C7 von Patrick Assenheimer (24, Heilbronn) und Dominik Schwager (39, Eisenhofen/beide Callaway Competition) folgten die beiden Fahrerpaarungen, die aktuell an der Tabellenspitze liegen: die Gesamtzweiten Jules Gounon (21, F) und Daniel Keilwitz (26, Villingen/beide Callaway Competition) in einer weiteren Corvette sowie die Spitzenreiter Connor De Phillippi (23, USA) und Christopher Mies (27, Heiligenhaus/beide Montaplast by Land-Motorsport) im besten Audi R8. Florian Stoll (35, Rickenbach) und Laurens Vanthoor (25, B/beide kfzteile24 APR Motorsport) komplettierten in einem weiteren Audi die Top Ten.
Namhafte „Rookies“
 
Das ADAC GT Masters begrüßt am Red Bull Ring zwei prominente Serienneulinge: Neben Félix da Costa (24, P/Schubert Motorsport) debütiert ebenso der aktuell Zweite der US-Sportwagenserie IMSA, Eric Curran (41, USA/Callaway Competition), in einer Corvette C7. Zum ersten Einsatz in der laufenden Saison kommen Porsche-Werksfahrer Kévin Estre (27, F/KÜS TEAM75 Bernhard) in einem Porsche 911 sowie der ehemalige Formel-1- und DTM-Pilot Karl Wendlinger (47, A/Car Collection Motorsport) in einem Mercedes Benz SLS AMG.
 Beim GRT Grasser-Racing-Team gibt Michele Beretta (21, I) ebenso seinen ADAC GT Masters-Einstand im Lamborghini Huracán an der Seite von Nicolas Pohler (20, München). Weitere Personalwechsel gibt es bei zwei Audi-Teams zu vermelden: YACO-Racing-Stammpilotin Rahel Frey (30, CH) bleibt dem Red Bull Ring wegen einer Terminüberschneidung fern. Neuer Teamkollege von Philip Geipel (29, Plauen) wird Marc Basseng (37, Löbau).
 
Motorsport und mehr
 
Neben den beiden Rennen des ADAC GT Masters kommen die Besucher am Red Bull Ring in den Genuss weiterer Serien. ADAC Formel 4 und ADAC TCR Germany starten ebenso in die zweite Saisonhälfte. Spannende Tür-an-Tür-Duelle versprechen zudem die beiden Markenpokale Renault Clio Cup Central Europe und Trofeo Abarth Europe. Die Fans des ADAC GT Masters haben gleich mehrfach am Wochenende die Gelegenheit, ihren Idolen ganz nah zu kommen: Beim Pitwalk (Samstag 12:10 Uhr und Sonntag 11:15 Uhr) sowie beim Meet the Drivers (Samstag 15:45 Uhr auf der Bull´s Lane Terrasse) geben die Fahrer bereitwillig Autogramme und stehen für ein Selfie zur Verfügung.