Donnerstag, 12. Mai 2016

Pascal Wehrlein stattete DTM in Hockenheim einen Besuch ab

Pascal Wehrlein besuchte den Saisonauftakt in Hockenheim (hier Foto aus Vorjahr)
Foto: Jens Hawrda
Drei Fragen an Pascal Wehrlein:

Wie war es, die DTM in Hockenheim als Zuschauer und nicht mehr als Aktiver im Cockpit zu erleben?

Pascal Wehrlein: „Als die Autos zum ersten Mal rausgefahren sind, war es ein komisches Gefühl. Wenn man drei Jahre lang selbst mitgefahren ist, und die Meisterschaft gewonnen hat, gewöhnt man sich daran, dazuzugehören. Dieses Wochenende habe ich die Autos zum ersten Mal fahren sehen, ohne selbst mitzumischen. Das war ein ungewohntes Gefühl. Natürlich hat es mich gekitzelt. Am liebsten wäre ich selbst eingestiegen und mitgefahren. Aber es war auch cool, alle Fahrer, Teams und Autos von außen zu beobachten. Die letzten Jahre war ich immer voll angespannt, hatte einen Tunnelblick auf meine Aufgaben. Diesmal konnte ich hören, was die Fahrer im Funk mit ihren Ingenieuren besprochen haben. Das war eine interessante Erfahrung.“

Was vermisst du an der DTM, seit du in der Formel 1 startest?

Pascal Wehrlein: „Die Zweikämpfe sind extrem cool in der DTM, wirklich Rad an Rad. Man kann sich berühren, auf Kontakt fahren. Das geht in der Formel 1 nicht. Die Duelle haben extrem viel Spaß gemacht. Auch habe ich in den vergangenen Jahren viele Freundschaften im Fahrerlager und unserem Team geknüpft. Mit meinen Mechanikern bin ich wirklich gut befreundet. Wir haben nicht nur an der Strecke zusammengearbeitet, sondern sind auch abseits davon Freunde. Alle widerzusehen, war richtig cool.“

Du bist aus dem Formelsport in die DTM gewechselt. Was rätst du einem DTM-Rookie wie Esteban Ocon?

Pascal Wehrlein: Er befindet sich in diesem Jahr in einer ähnlichen Situation wie ich damals bei meinem DTM-Einstieg. Man muss sich erst einmal an die Rennserie und das Auto gewöhnen. Aber es gibt keine großen Probleme bei der Umstellung. Jeder von uns kann ein Rennauto schnell bewegen. Was in der DTM den Unterschied ausmacht, ist, die letzten Zehntel zu finden – das ist schwierig. Auch bei der Setuparbeit benötigt man Erfahrung. Von den Fahrern her steht die DTM der Formel 1 in nichts nach. Die Top-Fahrer sind in beiden Serien extrem schnell und sehr schwer zu schlagen. Jeder von ihnen ist ein Spezialist auf seinem Gebiet.

Marvin Fritz gewinnt Superbike-Rennen auf dem Nürburgring


Yamaha-Pilot Marvin Fritz (Neckarzimmern) feierte auf dem Nürburgring den ersten Superbike-Sieg
 (Foto von Hermann Rüger)
Bei der zweiten Veranstaltung zur Superbike*IDM auf dem Nürburgring gewann Marvin Fritz aus Neckarzimmern sein erstes Rennen in der hubraumstarken Superbike-Klasse. Der Yamaha-Pilot startet für den ADAC Pfalz aus Neustadt im Bayer-Bikerbox-Langenscheidt Team und feierte am 20. April seinen 23. Geburtstag. Schon beim Saisonauftakt vor einer Woche auf dem Lausitzring zeigte er in den beiden Läufen eine starke Leistung und belegte den vierten bzw. dritten Platz. Auf der 3,618 km langen Kurzanbindung auf dem Nürburgring war Marvin Fritz im Training schnellster gewesen. In der Superpole für die Startaufstellung fuhr der Nordbadener die zweitschnellste Zeit hinter dem Franzosen Mathieu Gines (BMW) und ging damit aus der ersten Startreihe in das Rennen über 18 Runden (Gesamtdistanz von 65,124 km). Nach dem Start konnte Marvin gleich die Führung übernehmen.  Im Ziel hatte Marvin Fritz einen Vorsprung von 1,997 Sekunden auf Luca Grünwald (Waldkraiburg/Yamaha) sowie 3,813 Sekunden auf den ehemaligen Superbike-WM Sieger Max Neukirchner (Stollberg/Yamaha). Auch im zweiten Lauf ging Marvin nach dem Start in Führung und wurde dann aber von Mathieu Gines überholt. Der französische BMW-Pilot siegte mit 2,578 Sekunden vor Marvin Fritz, der damit dreimal in Folge auf dem Podium steht. „Dies ist mein dritter Sieg auf dem Nürburgring, 2005 gewann ich im ADAC-Junior Cup und im Vorjahr siegte ich beim Rennen in der Superstock-Klasse. Diesen Sieg widme ich heute meiner Mama Heike zum Muttertag, die extra angereist ist. Im zweiten Lauf bin ich auf Sicherheit gefahren, da ich durch meine Schulterverletzung noch nicht ganz fit bin“, strahlte Marvin, der 2014 Deutscher Meister in der Supersport-Klasse war und 2005 den ADAC-Junior Cup gewann. In der Superbike-IDM Klasse führt nach vier Läufen der Franzose Mathieu Gines (BMW) mit 80 Punkten knapp vor Max Neukirchner 78 Zählern. Dritter mit nur sechs Punkten Rückstand ist Nürburgring-Sieger Marvin Fritz, der 74 Zähler hat. Weitere Informationen über die Superbike*IDM gibt es unter www.Superbike-IDM.de bzw. über Marvin Fritz unter www.Marvin-Fritz7.com.

(Text zur Verfügung gestellt von: Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof)

Dienstag, 10. Mai 2016

Doppelsieg für Ekström-Team in der Rallycross-WM

Mattias Ekström Sieg beim Rallycross-WM-Lauf
Foto: Audi-Motorsport
Mattias Ekström und Toomas Heikkinen haben beim zweiten Lauf der FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft auf dem Hockenheimring einen Doppelsieg gefeiert. In ihren beiden 560 PS starken Audi S1 EKS RX quattro war das schwedisch-finnische Duo am gesamten Wochenende überlegen. „Vor so vielen DTM- und Rallycross-Fans zu gewinnen ist unglaublich. Von so einem Erlebnis kann man nur träumen“, sagte Ekström, der in Hockenheim ein Doppelprogramm aus Rallycross und DTM bestritt. Mit 48 Punkten in der Fahrerwertung schloss Ekström zum Gesamtführenden Petter Solberg auf. In der Teamwertung hat EKS mit 93 Zählern bereits 45 Punkte Vorsprung auf das zweitplatzierte Team Volkswagen RX Sweden.

Jubiläum für Mike Rockenfeller

Torte zum 100.Rennen: Mike Rockenfeller
Foto: Audi-Motorsport
Eine besondere Überraschung gab es für Mike Rockenfeller vor dem Samstagsrennen der DTM in Hockenheim: Der Pilot des Audi Sport Team Phoenix absolvierte beim Saisonauftakt sein 100. Rennen in der Serie und bekam zum Jubiläum eine Torte überreicht. „Ich habe gar nicht daran gedacht. Umso mehr habe ich mich über die tolle Geste meines Teams gefreut“, sagte Rockenfeller, der in diesem Jahr seine zehnte DTM-Saison bestreitet und 2013 den Titel gewann.

Montag, 9. Mai 2016

Superbike*IDM: Sieg für Gines im zweiten Rennen

Sieg im zweiten Rennen am Nürburgring für Mathieu Gines
Foto: Jens Hawrda
Nach dem Start ging Marvin Fritz sofort in Führung, Mathieu Gines, Jan Halbich, Max Neukirchner, Danny de Boer und Marco Nekvasil folgten. Nach drei Runden konnte Gines mit der bis dahin schnellsten Runde in Führung gehen. Fritz und Halbich blieben aber dran am Franzosen. Dahinter tat sich aber sofort eine Lücke von zwei Sekunden auf. Für Max Neukirchner wollte es einfach nicht so recht laufen, er fuhr zu diesem Zeitpunkt nur auf Rang sieben.

An der Spitze bemühte sich Gines, doch Fritz konnte sein Tempo immer mitgehen Halbich musste jedoch abreisen lassen. Gines liess in den letzten Runden nichts mehr anbrennen und hielt den Abstand zu seinem Verfolger Fritz konstant bei einer halben Sekunde und bauten diesen gegen Ende sogar noch aus. Einsam und alleine war Halbich unterwegs und fuhr so seinem ersten Podestplatz in der IDM Superbike entgegen.  Im Ziel war dann auch ganz klar Gines vorn, Platz 2 ging an Marvin Fritz, Dritter wurde Jan Halbich.