Samstag, 7. Mai 2016

DTM: Erste Pole für Nico Müller (Audi)

Nico Müller und Edoardo Mortara holen Startreihe eins für Audi
Foto: Audi-Motorsport
Starker Einstand von Nico Müller im Audi Sport Team Abt Sportsline: Der Youngster aus der Schweiz holte beim Saisonauftakt in Hockenheim seine erste Pole-Position in der DTM. Nachdem er im Playboy Audi RS 5 DTM bereits im Freien Training am Vormittag die Bestzeit erzielt hatte, sicherte sich der 24-Jährige den besten Startplatz mit einem eindrucksvollen Vorsprung von 0,225 Sekunden. „Mein Auto ist top, der große Abstand trotzdem überraschend. Danke an Audi und Abt Sportsline. Nun hoffe ich auf ein gutes Rennen.“

Edoardo Mortara sorgte im Castrol EDGE Audi RS 5 DTM dafür, dass im ersten Rennen am Samstag zwei Audi-Piloten aus der ersten Reihe starten. Mit sechs Autos auf den ersten neun Startplätzen gelang Audi Sport insgesamt eine starke Leistung.


Robert Wickens startet als bester Mercedes-Benz-Pilot vom dritten Rang in das erste DTM-Saisonrennen 2016. Enttäuschte Gesichter bei BMW: Marco Wittmann, der DTM-Champion von 2014, holte als Zehnter den besten Startplatz für die Münchener. Sein Rückstand auf die Zeit von Müller betrug 0,390 Sekunden.
 
Die Stimmen der drei Erstplatzierten
 
Nico Müller, Platz 1, Audi:
„Das ist einfach nur super geil! Und irgendwie auch total unglaublich. Trotz unserer guten Resultate am Morgen hätte ich nicht wirklich damit gerechnet. Besonders der Abstand zu Edoardo verwundet mich. Das Auto war einfach nur richtig gut zu fahren und verdammt schnell. Ich kann meinem Team gar nicht genug danken. Jetzt freue ich mich riesig darauf, von der Pole-Position in das Rennen zu starten. In Hockenheim war das noch nie der Fall, in meiner gesamten DTM-Karriere ebenfalls nicht – das hier ist somit eine wunderbare Doppelpremiere. Ich hoffe sehr, dass wir es hinbekommen, diese perfekte Ausgangsposition im Rennen nun auch auszunutzen – von mir aus kann es losgehen!“
 
Edoardo Mortara, Platz 2, Audi:
„Ich bin super zufrieden. Das ganze Wochenende lief für mich bis jetzt sehr gut. Schon im ersten Freien Training haben wir uns intensiv auf das Rennen vorbereitet und offensichtlich einen sehr guten Job gemacht. Obwohl die Abstimmung des Autos für die Renndistanz absolute Priorität hatte, hat es trotzdem mit einer sehr schnellen Runde im Qualifying funktioniert. Das stimmt mich natürlich sehr, sehr positiv und optimistisch für das Rennen. Dass jetzt Nico vor mir steht, ist nach den Eindrücken dieses Wochenendes keine große Überraschung. Er war heute Morgen schon sehr schnell. Vor einem Jahr bin ich ohne Sieg als Gesamtführender vom Auftakt-Wochenende nach Hause gefahren – umso schöner wäre jetzt natürlich ein Sieg im ersten Rennen. Die Startposition ist schon mal sehr gut – wir werden schauen, was möglich ist und alles geben.“
 
Robert Wickens, Platz 3, Mercedes-Benz:
„Ich bin einfach nur happy über diesen Startplatz. Das Auto hat den ganzen Tag schon sehr gut funktioniert. Ich bin sehr erleichtert, dass ich die Leistung auch im Qualifying auf die Strecke bringen konnte. Es ist schon eine Weile her, dass ich aus einer der beiden vorderen Startreihen ins Rennen gehen konnte und ich freue mich ungemein, wieder zurück zu sein. Um mich herum sind einige Audi – das wird sicherlich ein spaßiges, aber auch extrem hartes Rennen. Wir müssen alles geben, um im Rennen um einen Podiumsplatz mitzufahren. Aber, ich werde es versuchen. Ich hoffe sehr, dass ich am Nachmittag ein wenig Champagner verspritzen darf.“
 

DTM: Zweites freies Training und Audi ganz stark

Nico Müller (Audi) Schnellster im zweiten freien Trainig
Foto: Jens Hawrda
Audi demonstrierte im zweiten freien Training was Überlegenheit ist, die Konkurrenz hatte scheinbar keine Antwort auf diese Machtdemonstration, oder wollte die Karten nicht offenlegen.
 
In den ersten Minuten hatte noch die Konkurrenz den Ton angegeben. Nach zehn Minuten führte Mercedes-Benz-Pilot Lucas Auer vor den BMW-Fahrern Augusto Farfus und Timo Glock, Bruno Spengler und seinem Markenkollegen Daniel Juncadella. Letztlich aber zeichneten Robert Wickens als Siebter und Gary Paffett als Achter für die besten Stuttgarter Ergebnisse verantwortlich. Als einziger BMW-Fahrer schaffte es Spengler auf Position neun in die Top 10.

„Wir haben am Auto Fortschritte im Vergleich zum gestrigen Freien Training gemacht. Aber schnell ist relativ, die Konkurrenz ist schon sehr stark“, sagte der Kanadier, dem 0,337 Sekunden zur Spitze fehlten. „Wir werden im Qualifying sehen, wo wir wirklich stehen.“
 
Was zunächst wie eine enge Zeitenjagd zwischen allen drei DTM-Herstellern aussah, entwickelte sich im Verlauf des 30-minütigen Trainings zu einer einseitigen Geschichte: Sechs Audi belegten im zweiten Freien Training am Samstag die ersten sechs Plätze.

Schnellster von ihnen war der Schweizer Nico Müller, der die schnellste Runde in 1:33.861 Minuten erledigte. Mike Rockenfeller war der Einzige, der die 1:34 Minuten-Marke ebenfalls knackte: 1:33.936 Minuten reichten für das zweitbeste Resultat der Session. Drittschnellster wurde Mattias Ekström (1:34.090 Minuten), dem die Doppelbelastung von Rallycross und DTM offensichtlich in keiner Weise negativ zusetzt.
„Natürlich ist das Gefühl sehr gut. Ich glaube aber, dass die anderen auch noch ein paar Trümpfe in der Tasche haben“, sagte Ekström. Auch Müller traut dem Braten nicht wirklich: „Wir rechnen damit, dass die Konkurrenz nochmal ordentlich zulegen werden. Für mich ist dieses Resultat aber sehr schön – es ist gut zu sehen das bei uns alles funktioniert.“

Hinter den drei schnellsten Audi komplettierten Timo Scheider, Jamie Green und Edoardo Mortara das dominante Resultat der Ingolstädter.

Freitag, 6. Mai 2016

DTM: Mortara (Audi) Schnellster im ersten freien Training

Edoardo Mortara (Audi) Schnellster im ersten freien Training
Foto: Jens Hawrda
Die DTM-Saison 2016 hat begonnen. Heute Nachmittag fand das erste freie Training auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg statt. Edoardo Mortara fuhr Bestzeit und umrundete den 4,574 Kilometer langen Kurs in 1:34.217 Minuten. Markenkollege Jamie Green folgte mit einem für DTM-Verhältnisse deutlichen Abstand von 0,490 Sekunden (1:34.707 Minuten) – nur 75 Hundertstel dahinter fuhr BMW-Pilot Bruno Spengler die drittbeste Zeit (1:34.782 Minuten).

Als die 30-minütige Session zehn Minuten alt war, hatten sich die Hersteller innerhalb der Top 10 in schöner Regelmäßigkeit noch abgewechselt – ein Audi Pilot, ein BMW-Pilot und ein Mercedes-Benz-Pilot. Green führte vor Spengler und Paul Di Resta. Matias Ekström, Martin Tomczyk und Gary Paffett folgten auf den weiteren Rängen. Zur selben Zeit unterlief Mercedes-Benz-Fahrer Maximilian Götz ein Missgeschick mit Folgen: In seiner dritten Runde rutschte er mit seinem Fahrzeug von der Strecke und prallte unsanft in die Reifenstapel. Bester Fahrer der Stuttgarter wurde am Ende Daniel Juncadella, dessen Zeit (1:34.950 Minuten) die siebtschnellste des Tages war.

Am Samstagvormittag findet das zweite freie Training statt und danach geht es um 14.00 Uhr im Qualifying um die Startaufstellung für das erste Rennen der Saison welches im Anschluss um 16.00 Uhr stattfindet.

Audi Sport Teams bereit für DTM-Start

  • DTM-Auftakt am kommenden Wochenende in Hockenheim
  • ABT Sportsline, Phoenix und Rosberg optimal vorbereitet
  • Dieter Gass: „Teamwork Schlüssel zum Erfolg“


auch das Boxenteam muss Topfit sein, deshalb ist Training unerlässlich
Foto: Audi-Motorsport
Audi Sport hat alle Hausaufgaben gemacht. Die acht Audi-Piloten sind topfit. Und auch die Audi Sport Teams sind bereit für die neue DTM-Saison, die am kommenden Wochenende in Hockenheim beginnt.

Wenn sich die Renntransporter der Teams am heutigen Mittwoch auf den Weg nach Hockenheim machen, liegen intensive Wochen hinter den Audi Sport Teams Abt Sportsline, Phoenix und Rosberg. Nach den DTM-Testfahrten Anfang April wurden alle acht Audi RS 5 DTM noch einmal komplett auseinandergenommen. Jedes Teil wurde geprüft, ehe die aus rund 4.000 Einzelteilen bestehenden Rennautos wieder aufgebaut und mit den Einsatzmotoren für die Saison 2016 bestückt wurden.

ABT Sportsline ist seit 2004 für Audi Sport in der DTM aktiv. Phoenix und Rosberg starten seit 2006 für die Vier Ringe in der populären Tourenwagen-Rennserie und damit auch bereits seit mehr als zehn Jahren. Trotzdem haben alle drei Teams die Abläufe an einem DTM-Wochenende im Winter noch einmal optimiert, alle Daten gründlich analysiert und in die technische Ausstattung investiert.

„In der DTM zählt jedes noch so kleine Detail“, sagt Hans-Jürgen Abt, Teamchef des Audi Sport Team Abt Sportsline. „Wir haben uns optimal vorbereitet und sind heiß darauf, für Audi einen weiteren DTM-Titel zu holen – es wäre unser sechster.“

ABT ist in der DTM Meister der schnellen Boxenstopps. Und das nicht ohne Grund: Die Choreografie des Räderwechsels, der in der DTM im Idealfall keine drei Sekunden dauert und 13 Mechaniker beschäftigt, wird in Kempten jede Woche mehrmals trainiert. Fast 800 Boxenstopps hat die Mannschaft vor dem ersten Rennwochenende geübt und viele Stunden im hauseigenen Fitnessstudio verbracht.

Wer ein rund 20 Kilogramm schweres DTM-Rad stemmen muss oder einen Schlagschrauber beherrschen will, der 18.000 Umdrehungen pro Minute schnell ist und mit 2.000 Newtonmeter die Radmutter löst, muss topfit sein. Deshalb hat auch das Audi Sport Team Rosberg ein eigenes Gym, in dem ein Fitnesscoach die Mechaniker zweimal pro Woche trainiert. Stolz ist das Team aus Neustadt an der Weinstraße auf einen selbst gebauten Boxenstopp-Simulator auf Basis eines Piaggio-Kleintransporters mit der Optik des Audi RS 5 DTM und dem Spitznamen „Marianne“.

„Wir haben im Winter unser Ingenieurbüro vergrößert“, sagt Arno Zensen, Teamchef des Audi Sport Team Rosberg. „Von den neuen Mitarbeitern haben wir neue Impulse bekommen und die Arbeits- und Qualitätsabläufe weiter optimiert. Und wir haben neues Equipment angeschafft, das noch präzisere Messungen ermöglicht und Zeit spart – das ist beim aktuellen Format der DTM besonders wichtig.“

Auch das Team von Phoenix Racing in Meuspath suchte im Winter nach Optimierungspotenzialen. Das Ergebnis ist eine schlankere Struktur mit kürzeren Entscheidungsprozessen. „Wir sind besser aufgestellt als im vergangenen Jahr“, ist Ernst Moser, Teamchef des Audi Sport Team Phoenix, überzeugt. Seine Mannschaft hat sich in den letzten Tagen und Wochen intensiv damit beschäftigt, die Abläufe eines DTM-Wochenendes zu verinnerlichen und die jüngsten Regeländerungen richtig zu interpretieren.
„Wir haben starke Teams, die alle in der Lage sind, Rennen und die Meisterschaft zu gewinnen“, sagt Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. „Teamwork ist dabei ein besonders wichtiger Faktor. Wir stehen in einem permanenten Austausch, jedes Team hat Zugriff auf die Daten aller acht Autos. Das ist bei der extremen Leistungsdichte in der DTM unser Schlüssel zum Erfolg.“

Donnerstag, 5. Mai 2016

DTM: Stimmen der BMW-Piloten vor dem ersten Rennwochenende

Marco Wittmann
Foto: Jens Hawrda
Marco Wittmann (Startnummer 11, BMW Team RMG):
"Für mich ist Hockenheim ist eine feste Grüße als Eröffnungs-und Abschlussveranstaltung einer DTM-saison. Nur wenige andere Rennveranstaltungen sind so eng mit der Tradition der DTM verbunden wie Hockenheim. Deshalb bin ich so froh, dass wir jetzt auf dieser Strecke wieder zur Sache kommen. Alle Fahrer kennen diese Strecke von innen und außen von den unzähligen Tests und Rennen. Als Fahrer macht es dies möglicherweise schwieriger sich vorn zu positionieren als auf anderen Strecken. "

 
Timo Glock
Foto: Jens Hawrda
Timo Glock (Startnummer 16, BMW Team RMG):
"Ich habe sehr positive Erinnerungen an Hockenheim. Ich habe viele schöne und vor allem erfolgreichen Rennen dort in der Vergangenheit erlebt. Meine erste DTM-Sieg dort in meiner ersten Saison war natürlich etwas ganz Besonderes. Deshalb ist es umso schöner, dass wir dort zweimal im Jahr Rennen fahren. Die Strecke ist maßgeschneidert für die DTM.
Ich habe immer ein gutes Gefühl, wenn ich nach Hockenheim komme. "
 
Bruno Spengler
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Bruno Spengler (Startnummer 7, BMW Team Mtek):
"Ich freue mich auf die besondere Atmosphäre jedes Jahr in Hockenheim. Schon bei den Tests war es schön, wieder durch das Motodrom zu fahren. Der Adrenalinspiegel steigt wieder je näher das Rennen kommt. Wie immer bin ich vor dem Start des ersten Rennens nervös. Es spielt keine Rolle, wie viel Erfahrung man in der DTM hat. Ich fühle mich jedes Mal, wie in meinem ersten Rennen, wenn wir in der Startaufstellung stehen."
Augusto Farfus
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Augusto Farfus (Startnummer 18, BMW Team Mtek):
"Ich bin sehr motiviert und glaube, dass wir in diesem Jahr auf jeden Fall einen Schritt nach vorn machen können. Abgesehen davon, ist die DTM-Saison lang, und viele Aspekte sind unberechenbar. Wir sind jedoch gut vorbereitet und das neue Team hat mir einen zusätzlichen Schub gegeben. Ich denke, wir können gute Dinge erwarten. "
 
Tom Blomqvist
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Tom Blomqvist (Startnummer 31, BMW Team RBM):
"Ich fühle mich besser vorbereitet, als letzte Saison. Damals war alles neu für mich. Ich weiß jetzt genau, was erwartet mich in der DTM im Jahr 2016. Das hilft mir sicher. Hockenheim ist fantastisch, mit großen Menschenmengen und einer fantastischen Atmosphäre. Ich kann es kaum erwarten mein erstes Rennen am Steuer des Ice-Watch BMW M4 DTM zu bestreiten. "
 
Maxime Martin (Startnummer 36, BMW Team RBM):
"Jetzt geht es bald los. Nach einer Pause von sechs Monaten freue ich mich in Hockenheim in die neue DTM-Saison zu starten. Das BMW Team RBM ist ein neues Umfeld für mich, aber wir haben schon sehr gut vorgearbeitet und ich bin sicher, dass wir zusammen einen guten Job machen werden. Ich mag die Strecke in Hockenheim sehr. "
Antònio Felix da Costa
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António Félix da Costa (Startnummer  13, BMW Team Schnitzer):
"Ich starte jetzt in meine dritten DTM-Saison - und es ist ebenso schwierig, eine Prognose für die Eröffnungsrennen und die gesamte Saison zu machen, wie es das erste Mal war. Die Regeln ändern sich jedes Jahr ein wenig, und jeder muss sich ihnen anzupassen. Das Hauptziel ist es, konsequent zu sein und unsere Schwächen aus dem letzten Jahr zu beseitigen. Wenn wir das schaffen, werden wir automatisch in einer guten Position sein. "
 
Martin Tomczyk
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Martin Tomczyk (Startnummer  100, BMW Team Schnitzer):
"Ich bin hoch erfreut, dass das Warten endlich vorbei ist. Obwohl dies meine 16. Saison ist, bin ich immer noch aufgeregt vor dem ersten Start des Jahres. Ich freue mich sehr auf die Saisoneröffnung in Hockenheim . Ich möchte dieses Jahr deutlich weiter vorn ankommen und konstant in die Punkte fahren. Ich bin fest entschlossen, dies möglich zu machen."