Sonntag, 1. Mai 2016

Gounon/Keilwitz sorgen für ersten Sieg der neuen Corvette im ADAC GT Masters

  • Jules Gounon und Daniel Keilwitz holen Sieg im zweiten Sachsenring-Rennen
  • Sächsisches Team YACO Racing nach Aufholjagd auf Rang zwei
  • De Phillippi/Mies verteidigen Tabellenführung knapp 
Gounon/Keilwitz hohlen Sieg am Sonntag
Foto: Jens Hawrda
Jules Gounon (21, F) und Daniel Keilwitz (26, Villingen/beide Callaway Competition) haben das zweite Rennen des ADAC GT Masters 2016 am Sachsenring für sich entschieden. Damit bescherte das Duo der neuen Corvette C7 den ersten Sieg in der "Liga der Supersportwagen". Nach einer dramatischen Schlussphase belegten Philip Geipel (29, Plauen) und Rahel Frey (30, CH/beide YACO Racing) Rang zwei vor Florian Stoll (34, Rickenbach) und Laurens Vanthoor (24, B/beide kfzteile24 - APR Motorsport) - beide Paarungen im Audi R8 unterwegs. "Mein erster Sieg im ADAC GT Masters, der erste Sieg für die Corvette C7 - was will ich heute mehr", so Gounon.

Daniel Keilwitz pflügt durch das Feld

Nach der Freigabe des Rennens verteidigte Polesetter Luca Ludwig zunächst seine Führungsposition. Ein Blitzstart gelang Keilwitz, der sich von Rang neun auf Platz drei nach vorn schob und in der zweiten Runde auch Laurens Vanthoor hinter sich ließ. Daniel Abt (23, Kempten/Bentley Team ABT), im Bentley Continental von Rang zwei gestartet, folgte auf der vierten Position. Vier Supersportwagen von vier verschiedenen Marken bildeten in der Anfangsphase die Spitzengruppe. Keilwitz präsentierte sich in der Folge weiterhin in Bestform: In Runde sieben schob er sich mit einem sauberen Überholmanöver vorbei an Ludwig in Führung und legte sofort einige Sekunden zwischen sich und den ärgsten Verfolger. In der 13. Rennrunde musste Ludwig ebenso Vanthoor ziehen lassen.
 
Nach den Pflichtfahrerwechseln lag Jules Gounon, Teamkollege von Keilwitz, weiterhin in Führung. Seinen zwischenzeitlichen Vorsprung von mehr als sieben Sekunden verlor er aufgrund einer Safety-Car-Phase nach einem Ausrutscher von Andreas Weishaupt (43, Ulm/Bentley Team ABT). Aber auch durch diesen Zwischenfall ließ sich der junge Franzose, der seine erste Saison im ADAC GT Masters bestreitet, nicht aus der Ruhe bringen und gewann schlussendlich souverän mit einem Vorsprung von viereinhalb Sekunden. Platz eins im Gesamtklassement war gleichbedeutend mit dem Sieg in der Junior-Wertung.
Philip Geipel und Rahel Frey holen umjubelten zweiten Platz am Sonntag
Foto: Jens Hawrda
Für großen Jubel auf den Tribünen des Sachsenrings sorgte Philip Geipel. Der Lokalmatador aus Plauen überquerte die Ziellinie nach einer beeindruckenden Aufholjagd auf Rang zwei und bescherte damit sich, seiner Teamkollegin Rahel Frey, die in der ersten Rennhälfte gute Vorarbeit geleistet hatte und seinem Team YACO Racing den ersten Podesplatz der Saison. In einem packenden Kampf in den beiden letzten Runden um die dritte Position behaupteten sich Florian Stoll/Laurens Vanthoor und fuhren ihr zweites Top-Drei-Ergebnis der Saison ein.
Daniel Abt/Christer Jöns Bentley Continental GT3
Foto: Jens Hawrda
Für das beste Saisonergebnis des Bentley Team ABT sorgten Christer Jöns (28, Ingelheim) und Daniel Abt auf Rang vier. Ähnlich viele Plätze wie Geipel/Frey machten Luca Stolz (20, Brachbach) und Gerhard Tweraser (27, A/beide GRT Grasser-Racing-Team) gut und landeten als bestes Lamborghini-Duo auf dem fünften Platz. Hinter dem Audi-Duo Daniel Dobitsch (31, A)/Edward Sandström (37, S/beide kfzteile24 - APR Motorsport) verteidigten die Markenkollegen Connor De Phillippi (23, USA) und Christopher Mies (26, Heiligenhaus/beide Montaplast by Land-Motorsport) ihre Führung in der Fahrerwertung hauchdünn vor den Titelverteidigern Sebastian Asch (29, Ammerbuch) und Luca Ludwig (27, Bonn/beide AMG-Team Zakspeed), die Achte wurden. Norbert Siedler (33, A) und Jaap van Lagen (39, NL/beide HB Racing WDS Bau) in einem weiteren Lamborghini Huracán und Christiaan Frankenhout (34, NL)/Christopher Haase (28, Kulmbach/beide Car Collection Motorsport) im Audi R8 komplettierten die Top Ten.
 
Stimmen der Sieger

Jules Gounon (Callaway Competition, Corvette C7):
 "Was für ein großartiges Wochenende. Gleich in meinem vierten Rennen im ADAC GT Masters einen Sieg zu holen - damit hätte ich nicht gerechnet. Ich war das erste Mal hier auf dem Sachsenring und hatte in den Freien Trainings noch Mühe, mit der Strecke zurechtzukommen. Danke auch an Daniel (Keilwitz), der einen unglaublichen Start hingelegt hat. Als kurz vor Rennende das Safety Car auf die Strecke kam, dachte ich schon 'Oh nein', aber ich habe die Ruhe bewahrt und konnte meine Führung behaupten."
 
Daniel Keilwitz (Callaway Competition, Corvette C7):
 "Wenn man bei einem fliegenden Start rechtzeitig auf dem Gas steht, hat man immer die Möglichkeit, einige Ränge gutzumachen. Das ist mir perfekt gelungen. Man muss aber auch ein bisschen Glück haben, dass es entsprechende Lücken gibt. Bis zum Fahrerwechsel habe ich dann noch zwei Konkurrenten überholt und das Auto an Jules (Gounon) in Führung liegend übergeben. Er hat das dann sauber zu Ende gefahren. Über den ersten Sieg der neuen Corvette freue ich mich besonders. Das Team hat über den Winter hart gearbeitet, um das Auto bis zum Saisonstart fertigzubekommen."

ADAC TCR Germany: Buri gewinnt actiongeladenes zweites Rennen

  • Leuchter und Zimmermann auf dem Podium
  • Lokalmatador Kirsch Vierter
  • Proczyk bleibt Führender in der Gesamtwertung
Antti Buri siegt in Lauf zwei am Sachsenring
Foto: Jens Hawrda
Antti Buri (27, LMS Racing) hat das zweite Rennen der ADAC TCR Germany am Sachsenring gewonnen. Der Finne fuhr in einem ereignisreichen Lauf von Platz sechs nach vorne und verwies im Seat León Cup Racer die beiden VW Golf GTI TCR-Piloten Benjamin Leuchter (28, Duisburg, Racing One) und Tim Zimmermann (19, Langenargen, Liqui Moly Team Engstler) auf die Ränge zwei und drei. „Es war ein gutes Rennen, ich hatte einen guten Start“, sagte Buri. Sein zweiter Platz vom ersten Rennen am Samstag war ihm am späten Abend aberkannt worden, weil sein Seat zu tief und mit Untergewicht ins Rennen gegangen war.

Lokalmatador Steve Kirsch (36, Team Honda ADAC) fuhr bei sonnigem Wetter und 13 Grad wie im ersten Rennen auf den vierten Platz. „Er kennt diese Strecke einfach in- und auswendig. Das hat man auch gemerkt“, sagte Zimmermann über den Chemnitzer: „Ich musste echt richtig blocken, auch in den letzten Runden.“ Hinter Kirsch kam Harald Proczyk (40, HP Racing) im Seat ins Ziel. Der Sieger vom ersten Rennen am Samstag bleibt damit Führender der Gesamtwertung vor Josh Files (25, Großbritannien, Target Competition), der Sechster wurde. Der Seat-Pilot wurde vor dem Rennen um drei Plätze strafversetzt und ging von Position zwölf ins Rennen, weil er im ersten Lauf am Samstag eine Kollision mit seinem Teamkollegen Jürgen Schmarl (42, Österreich) verursacht hatte. Proczyks Vorsprung im Klassement beträgt nach den Rennen am Sachsenring sieben Punkte.

Pole-Setter Münnich auf Rang 16

Gastfahrer René Münnich (38, Löbau, all-inkl.com) im Honda Civic TCR ging zwar von der Pole Position ins Rennen, kam mit fast 28 Sekunden Rückstand auf Buri letztendlich jedoch auf Platz 16 ins Ziel. Bester Junior wurde Tom Lautenschlager (17, Grafenau, Liqui Moly Team Engstler), der seinen VW Golf als zwölfter Fahrer ins Ziel brachte.

Der rasante Lauf am Sonntagmorgen wurde durch eine lange Safety-Car-Phase unterbrochen. Golf-Pilot Kai Jordan (47, Wolfsburg, JBR Motorsport), der als Dritter nicht gut startete, traf im Lauf des Rennens den Seat von Pascal Eberle (25, Schweiz, Steibel Motorsport). Zahlreiche Streckenposten reinigten daraufhin minutenlang die Strecke.
 
Stimmen zur ADAC TCR Germany:
 
Antti Buri (Sieger, LMS Racing): „Gestern ist Vergangenheit und ich richte meinen Fokus auf das, was kommt. Wir haben das Auto über Nacht umgebaut, aber es hat sich nur um Kleinigkeiten gehandelt.“
 
Benjamin Leuchter (Zweiter, Racing One): „Heute lief es sensationell. Wir hatten das ganze Wochenende Schwierigkeiten, haben echt gehadert. Wir haben bezüglich des Set-Up anscheinend in die falsche Richtung gedacht. Aber ein starkes Team zeichnet aus, dass man stärker zurückkommt. Genau das ist heute passiert und wir sind einfach nur happy. Das Team hat über Nacht einen genialen Job gemacht, Kompliment. Ich bin echt stolz, dass wir so ein geiles Team sind und es gepackt haben, jetzt das Auto in die richtige Richtung zu bauen.“
 
Tim Zimmermann (Dritter, Liqui Moly Team Engstler): „Ich habe einen guten Start erwischt, hatte auch harte Zweikämpfe, besonders mit Lokalmatador Steve Kirsch. Aber wir haben ein gutes Set-Up, die Jungs haben alle gut gearbeitet. Ich bin zufrieden mit dem Resultat. Durch die null Punkte in den Rennen von Oschersleben müssen wir jetzt noch einiges aufholen, damit wir wieder den Anschluss finden, um um die Meisterschaft mitfahren zu können. Aber ich bin optimistisch, dass wir das hinbekommen.“
 
Tom Lautenschlager (Bester Junior, Liqui Moli Team Engstler): „Das Wochenende war gut, wir haben uns sehr gesteigert. Ich bin hier auf dem Sachsenring noch nie gefahren, hatte also null Erfahrung. Ich habe große Schritte nach vorn gemacht, die Rennen haben sehr viel Spaß gemacht. Ich hatte auch harte Fights. Es ist alles so gelaufen, wie wir es uns vorgestellt haben. Die Saison kann so weitergehen.“
 

Max Neukirchner holt Sieg im ersten Rennen

Max Neukirchner nach seinem Sieg, der ihn sichtbar forderte
Foto: Jens Hawrda

Superbikepilot Max Neukirchner hat sich im ersten Rennen der Saison den Sieg geholt. In einem rundenlangem Kampf zwischen  ihm und Mathieu Gines (BMW) bzw. Florian Alt (Yamaha) setze sich diese Dreiergruppe vom Rest des Feldes ab.
Neukirchner vor Gines und Alt
Foto: Jens Hawrda

Die Führung zw. Neukirchner, der den besseren Start hatte und Gines wechselte mehrmals. Zum Schluss  wurde es noch richtig richtig spannend. Gines ging in der vorletzten Runde mit der schnellsten Rennrund wieder in Führung, aber in der letzten Runde ging Neukirchner auf der Gegengerade wieder vorbei und holte nach den letzten Geplänkeln mit Gines den ersten Sieg der Saison. 0,060 Sek. dahinter landet Gines. Rang 3 ging an Alt.
Siegerehrung nach dem ersten Rennen
Foto: Jens Hawrda
 

ADAC GT-Masters: Pole-Position für Luca Ludwig am Sachsenring

Luca Ludwig holt Pole fürs Sonntagsrennen
Foto: Jens Hawrda
Nach dem Sieg in Lauf 1 am Samstag, konnte Luca Ludwig am heutigen Sonntagmorgen auch noch die Pole-Position für das Rennen heute Mittag herausfahren. Neben dem Mercedes wird Daniel Abt (Bentley Team ABT) aus der ersten Startreihe ins Rennen gehen.
Dahinter platzierten sich der Audi R8 LMS des Belgiers Laurens Vanthoor (APR Motorsport) und der Lamborghini Huracán GT3 von Christian Engelhart (GRT Grasser-Racing-Team). Nicolai Sylvest im zweiten Mercedes-AMG GT3 vom Team Zakspeed geht als Fünfter ins Rennen.


Daniel Abt stellt seinen Bentley auf Startplatz zwei
Foto: Jens Hawrda
 

Superbike*IDM: Mathieu Gines (BMW) holt Superpole

Danny de Boer (BMW S 1000 RR fährt als Superstock-Pilot in der Superpole auf Platz zwei
Foto: Jens Hawrda
Mathie Gines (BMW) holt am Samstagnachmittag die Superpole für das Superbikerennen am Sonntag. Max Neukirchner (Yamaha) wird überraschend nur Dritter und muss dem Superstock 1ooo Piloten Danny de Boer (Yamaha) den zweiten Platz überlassen. Auf Platz vier und fünf fahren die beiden Yamaha-Piloten Florian Alt und Marvin Fritz.
Max Neukirchner nur Dritter in der Superpole
Foto: Jens Hawrda