Sonntag, 3. April 2016

Feld für Premiere der ADAC TCR Germany formiert sich

  • 22 Tourenwagen von elf Teams für erste Saison der ADAC TCR Germany
  • Rennversionen von Honda, Seat, Opel und VW im Einsatz
Foto: ADAC-Motorsport
Die ADAC TCR Germany startet mit einem interessanten Feld in ihre Debütsaison. Für die erste Saison der neuen Tourenwagenserie, die vom 15. bis 17. April im Rahmen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben startet, haben elf Teams insgesamt 22 Tourenwagen genannt. Neben deutschen Teilnehmern sind auch Teams aus Italien, Finnland und der Schweiz am Start. Gefahren wird mit seriennahen, aber leistungsstarken Tourenwagen. Zum Einsatz kommen die 330 PS starken Kraftpakete Seat Leon, Opel Astra, Honda Civic und VW Golf.
 
Eines der prominentesten Teams in der neuen Serie ist Target Competition aus Südtirol. Das Meisterteam der internationalen TCR-Serie aus dem vergangenen Jahr setzt drei neue Opel Astra ein. Auf den Opel vertraut auch Lubner Motorsport, die ab dem dritten Rennwochenende in Oschersleben in das Geschehen eingreifen.
 
 Die neue Rennversion des Volkswagen Golf GTI setzen das Liqui Moly Team Engstler sowie Racing One ein, beide Teams bringen neben dem Golf auch parallel einen Seat Leon an den Start. Der Seat kommt auch bei LMS Racing, der letztjährigen ADAC GT Masters-Mannschaft HP Racing, TOPCAR Sport, Steibel Motorsport, Wolf-Power Racing und JBR Motorsport zum Einsatz. Das Team Fugel Sport startet unter der Bewerbung des ADAC Sachsen e.V. mit zwei Honda Civic. Aufgrund von Lieferengpässen der neuen TCR-Tourenwagen zum Saisonstart, resultierend aus der weltweit hohen Nachfrage an der neuen Klasse, wird sich das Feld der ADAC TCR Germany voraussichtlich erst zur Saisonmitte in der vollen Größe der 22 Teilnehmer präsentieren.
 
Die vollständige Teilnehmerliste der ADAC TCR Germany 2016 wird im Rahmen des offiziellen Medientags von ADAC Formel 4, ADAC GT Masters und ADAC TCR Germany am 4. April in der Motorsport Arena Oschersleben veröffentlicht.
 
„Das Feld der ADAC TCR Germany mit einer Vielzahl von ambitionierten Privatteams verspricht bereits jetzt eine spannende Saison“, sagt ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk. „Einem erfolgreichen Start der Serie steht nun nichts im Weg.“
 
„Wir freuen uns über ein Feld mit einer sehr interessanten Mischung. 22 Tourenwagen von vier Marken sind für den Start einer neuen Serie ein tolles Ergebnis“, so ADAC Motorsportchef Lars Soutschka.
 
„Unser großer Dank gilt den Teams, Fahrern, Partner und Sponsoren, mit deren Unterstützung wir ein so imposantes Feld für die Premierensaison der ADAC TCR Germany realisieren konnten“, sagt Franz Engstler von Engstler Motorsport, der gemeinsam mit dem ADAC e.V. die ADAC TCR Germany ausrichtet. „Die weltweit große Nachfrage an dem TCR-Konzept stellt uns gerade zum Start der neuen Serie vor Herausforderungen, daher sind wir überzeugt, dass das Interesse an der Serie im Saisonverlauf weiter steigen wird.“
 
Die Saison der ADAC TCR Germany beginnt vom 15. bis 17. April 2016 in der Motorsport Arena Oschersleben. Die neue Tourenwagenserie des ADAC fährt an sechs Rennwochenenden im Rahmen des ADAC GT Masters sowie einmal gemeinsam mit der ADAC Formel 4 im Rahmen der internationalen TCR-Serie in Oschersleben. Neben fünf Rennwochenenden in Deutschland, macht die ADAC TCR Germany Abstecher zum Red Bull Ring nach Österreich (22. bis 24. Juli) und auf den Circuit Park Zandvoort in den Niederlanden. Das Saisonfinale findet am Hockenheimring (30. September bis 2. Oktober) statt.

Adrien Tambay besucht Akrapovič

Adrien Tambay beim Werksbesuch bei Akrapovic
Foto: Akrapovic
Adrien Tambay besuchte Audi-Sport-Partner Akrapovič in Slowenien. Der DTM-Pilot war in Ljubljana zu Gast bei einem Seminar. Dort gab der Franzose 80 Händlern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Schweden und Italien einen Einblick in das DTM-Programm von Audi. Anschließend nutzte Tambay die Chance zu einem Werksbesuch bei Akrapovič im slowenischen Ivančna Gorica, wo 800 Mitarbeiter hochwertige Auspuffanlagen für die Straße und den Rennsport fertigen.

Samstag, 2. April 2016

Pünktlich zum letzten Test auf dem Hockenheimring präsentiert Audi Sport seine Partner und Designs für die acht Audi RS 5 DTM

Foto: Audi-Motorsport
Vor dem Saisonbeginn am 7. und 8. Mai testen alle DTM-Teams auf dem Hocken­heimring noch einmal ihre Rennwagen. Von 5. bis 8. April können Audi-Fans die 2016er-Modelle erstmals in den neuen Farben erleben. Audi Sport setzt dabei auf eine Mischung aus Kontinuität und Inno­va­tion. Neu ist der matte Look der acht Audi RS 5 DTM, der einen technischen Grund hat. Durch eine neue Art der Folierung lässt sich rund ein Kilogramm Ge­wicht pro Auto sparen. „Da es in der DTM bekanntlich um jedes noch so kleine Detail geht, freuen wir uns, gemeinsam mit unseren Partnern die Performance unserer Autos so weiter zu verbessern“, sagt Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport.

Ein Partner von Audi nutzte die neue Technik besonders konsequent. Der Schaeffler Audi RS 5 DTM von Mike Rockenfeller ist 2016 von der Farbgebung her deutlich grüner und auch progres­siver. Der Claim des Technologie-Unternehmens lautet „Mobility for tomorrow“ und ist hun­dert­fach auf der Carbonkarosserie des Audi RS 5 DTM abgebildet. Nicht aus der DTM wegzudenken ist der blaue Red Bull Audi RS 5 DTM von Mattias Ekström; seit mehr als einem Jahrzehnt startet der Schwede im Zeichen des Energy-Drink-Herstellers für Audi in der DTM.

Augenfällig ist auch das Orange, das für die Hoffmann Group und Jamie Green steht. Der Münchner Systempartner für Qualitätswerkzeuge und der im vergangenen Jahr beste Audi-Pilot nehmen 2016 bereits ihre dritte gemeinsame DTM-Saison in An­griff. Der Italiener Edoardo Mortara startet erneut im Grün und Hellblau von ARAL ultimate und Castrol EDGE, der Spanier Miguel Molina im schwarz-roten Audi RS 5 DTM im Gewand des Berliner Unternehmens Teufel. Der Audio- und Hifi-Spezialist hat seine Partnerschaft mit Audi Sport nach der erfolgreichen Premierensaison 2015 verlängert.

Timo Scheider geht erneut in einem schwarzen Audi RS 5 DTM an den Start. Neu sind die Logos der Fachzeitschrift AUTO BILD MOTORSPORT, die wie der bis­he­rige Partner AUTO TEST zur Axel Springer Verlagsgruppe gehört. Schwarz-grau ist der Audi RS 5 DTM von Pilot Nico Müller. Der Youngster aus der Schweiz startet in den Farben des Männermagazins Playboy und der neuen Audi Sport racing academy. Diese bindet junge Talente frühzeitig an Audi Sport.

Komplett neu gestaltet ist der Audi RS 5 DTM von Adrien Tambay: Der Franzose wirbt auf seinem Auto für das Online-Magazin Speedweek.com. Auf allen acht Autos sind wie bisher zudem die Markenzeichen von Akrapovič, Castrol, Cisco, Eibach, ORIS und OZ Racing abgebildet. Weitere Partner von Audi Sport in der DTM-Saison 2016: Alpinestars, Audi Top Service, Gerolsteiner, die Brauerei Hofmühl, MAN und DIE WELT. Neu ist der Hashtag #LeagueofPerformance, der für die Marke Audi Sport mit ihren R- und RS-Modellen steht.

Alle Audi-Piloten und sieben der acht Audi RS 5 DTM werden bei den Testfahrten auf dem Hockenheimring im Einsatz sein. Dazu kommt ein Testträger des Audi RS 5 DTM, der mit zusätzlichen Sensoren und Messgeräten ausgestattet ist. Die Süd­tribüne des Hockenheimrings ist von Dienstag (5. April) bis Freitag (8. April) für Fans geöffnet; die Tests finden an den vier Tagen von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Audi-DTM-Teams 2016

Audi Sport Team Abt Sportsline
#5 Mattias Ekström: Red Bull Audi RS 5 DTM (Ingenieur: Florian Modlinger)
#48 Edoardo Mortara: Castrol EDGE Audi RS 5 DTM (Nicola Palarchi)

Audi Sport Team Abt
#17 Miguel Molina: Teufel Audi RS 5 DTM (Markus Michelberger)
#51 Nico Müller: Playboy Audi RS 5 DTM (Daniel Grunwald)

Audi Sport Team Phoenix
#10 Timo Scheider: AUTO BILD MOTORSPORT Audi RS 5 DTM (Laurent Fedacou)
#99 Mike Rockenfeller: Schaeffler Audi RS 5 DTM (Arnau Niubó)

Audi Sport Team Rosberg
#27 Adrien Tambay: Speedweek.com Audi RS 5 DTM (Karl Jennings)
#53 Jamie Green: Hoffmann Group Audi RS 5 DTM (Erich Baumgärtner)

Freitag, 1. April 2016

YACO Racing mit neuem Audi und Geipel/Frey im ADAC GT Masters

  • YACO Racing nimmt fünfte Saison im ADAC GT Masters in Angriff
  • Team aus Sachsen setzt einen neuen Audi R8 ein
  • Philip Geipel und Rahel Frey bilden zum dritten Mal in Folge das Fahrer
Yako-Racing auch 2016 mit Fahrerduo Frey/Geipel
Foto: ADAC-Motorsport
Ein neuer Audi R8 und ein bewährtes Fahrerduo: YACO Racing startet mit einem neuen Audi und einer unveränderten Fahrerkombination aus der ehemaligen DTM-Pilotin Rahel Frey (30, CH) und Philip Geipel (29, Plauen) im ADAC GT Masters. Das Team aus Sachsen startet mit viel Rückenwind in seine fünfte Saison im ADAC GT Masters, nachdem sich YACO im Oktober mit dem Debütsieg in der „Liga der Supersportwagen“ in die Winterpause verabschiedete. Das ADAC GT Masters startet vom 15. Bis 17. April in der Motorsport Arena Oschersleben in die Saison 2016.
 
Seit 2012 ist YACO Racing fester Bestandteil des ADAC GT Masters. Von Beginn an im Fahrerkader dabei: Philip Geipel, Sohn von Teamchef Uwe Geipel. In der Debütsaison sammelte das Team aus Plauen mit einem Chevrolet Camaro erste Erfahrungen. 2013 erfolgte der Umstieg auf den Audi R8. 2014 und 2015 teilte sich Geipel das Cockpit mit der ehemaligen DTM-Pilotin Rahel Frey. Im ersten Rennen des Saisonfinals 2015 in Hockenheim feierte das Team mit einem Sieg den bis dato größten Erfolg im ADAC GT Masters.
Rahel Frey
Foto: Jens Hawrda
YACO Racing wird 2016 einen neuen Audi R8 einsetzen – und zwar einen ganz besonderen: Am Audi-Produktionsstandort Neckarsulm nahm Uwe Geipel das 50. Modell der zweiten Generation des Supersportwagens entgegen. „Seit 2013 vertrauen wir auf Audi“, so Geipel. „Lohn für unseren Einsatz ist unsere sportliche Entwicklung: Im vergangenen Jahr haben wir beim Finale auf dem Hockenheimring den ersten Sieg eingefahren. Wir sind stolz, mit dem 50. Modell der neuesten GT3-Rennwagen-Version von Audi in die Saison 2016 zu starten, und wir peilen die nächsten Erfolge an.“
 
Ob das deutsch-schweizerische Fahrergespann Geipel/Frey an die gute zweite Saisonhälfte aus der Vorsaison anknüpfen kann, wird schon der offizielle Vorsaisontest (4. bis 6. April) des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben zeigen. „Dort werden wir das erste Mal mit dem neuen Auto fahren“, so Philip Geipel. „Die meisten anderen Teams hatten eine längere Vorbereitungszeit. Nichtsdestotrotz sind wir immer noch von dem Saisonfinale 2015 beflügelt und hoffen, auch 2016 zu überraschen.“ Teamkollegin Rahel Frey ergänzt: „Das wird eine sehr spannende Saison mit einem stark besetzten Fahrerfeld. Ich bin froh, mein drittes Jahr mit YACO Racing anzugehen. Wir sind mittlerweile ein sehr eingespieltes Team. Nicht nur die Fahrer, sondern auch die Mechaniker und Ingenieure. Beim Test in Oschersleben werden wir sehen, wo wir stehen.“

Donnerstag, 31. März 2016

Interview mit BMW DTM Pilot Timo Glock: "Ich fühle mich schon wie zu Hause mit dem BMW Team RMG."

Foto: BMW-Motorsport / Andreas Beil
Timo,  drei Jahre BMW Team MTEK, nun der Wechsel zum BMW Team RMG. Was überwiegt bei dir: Wehmut oder Vorfreude auf die neue Herausforderung?

Timo Glock: Man schaut immer nach vorn anstatt zurück, deshalb überwiegt ganz klar die Vorfreude. Natürlich war auch ein weinendes Auge dabei, denn ich hatte mit dem BMW Team MTEK drei tolle Jahre. Doch nun freue ich mich auf die neue Herausforderung. Einige Leute aus dem BMW Team RMG kenne ich sogar noch aus meiner Formel-1-Zeit, und ich stand mit Stefan Reinhold immer in Kontakt. Aus diesem Grund fällt mir der Umstieg leicht. Wir hatten ein Team-Event, bei dem wir uns alle noch besser kennengelernt haben. Ich habe lange mit meinem Renningenieur gesprochen und mir die Firma angeschaut. Danach hatten wir noch Spaß beim Kartfahren. Ich fühle mich beim BMW Team RMG schon jetzt sehr wohl.

Dein neuer Teamkollege Marco Wittmann ist 2013 gemeinsam mit dir und dem BMW Team MTEK in die DTM eingestiegen. Welche Erinnerungen hast du an dieses ‚Jahr der Rookies’?

Das war ein spannendes Jahr, denn es war die erste Saison für das BMW Team MTEK in der DTM, ebenso wie für Marco und mich. Dies ist aber auch ein Punkt, der mir jetzt den Wechsel zum BMW Team RMG einfacher macht. Denn ich kenne Marco und weiß, wie er arbeitet. Er hat sich natürlich in den vergangenen beiden Jahren noch einmal extrem weiterentwickelt, und ich freue mich jetzt auf unsere nächste gemeinsame Saison.

Foto: Jens Hawrda
War dir damals schon klar, dass Marco ein zukünftiger DTM-Champion sein könnte?

Es ist natürlich in der DTM immer schwierig vorherzusagen, wer Champion wird. Doch er hat bereits 2013 sein Potenzial gezeigt. Damals zeigte er unter anderem mit der Pole-Position in Zandvoort, dass er schnell ist. 2014 hatte er dann ein Wahnsinnsjahr. Das hatte sich schon angedeutet, doch die DTM ist so eng umkämpft, dass man nicht vorhersagen kann, wer am Ende oben steht. Ich habe 2014 nach den ersten beiden Tests gesagt, dass Marco derjenige sein wird, den es zu schlagen gilt. Und so war es dann am Ende auch.

Wie nah bist du nach deinem zweiten DTM-Sieg 2015 dran, zum ersten Mal in einer Saison um den Titel zu kämpfen?

Da sehe ich mich noch nicht. Dafür war ich in den ersten drei Jahren nicht konstant genug. Diesen Schritt muss ich noch machen. Es ist schwierig, und es gibt viele Fahrer, die in einer ähnlichen Situation sind und auch noch nicht ganz erklären können, warum die Konstanz mal da ist und dann eben wieder nicht. Es ist schön, dass ich schon zwei Siege eingefahren habe und insgesamt viermal auf dem Podium stand. Aber zum Titel fehlt schon noch ein Schritt. In der neuen Saison ist wichtig für mich, dass ich konstanter in die Punkte fahre. Das muss das Ziel sein.

Die intensive Vorbereitung auf die neue DTM-Saison hat mit den Testfahrten in Monteblanco Ende Februar begonnen. Woran hast du in erster Linie gearbeitet?

Natürlich stand für mich erst einmal im Vordergrund, mich mit den Personen und Abläufen beim BMW Team RMG vertraut zu machen. Das ging aber reibungslos. Danach war es gut, endlich wieder im BMW M4 DTM zu sitzen und den Rost der Wintermonate runter zu fahren.

Oschersleben, der Schauplatz deines Sieges 2015, ist nicht mehr im Rennkalender vertreten. Dafür ist der Hungaroring wieder dabei. Welche Strecke gefällt dir besser?

Beide Strecken liegen mir anscheinend. In Oschersleben waren wir 2015 im Samstagsrennen sehr stark, und auch am Sonntag waren wir gut dabei. In Budapest waren wir in dem einem Jahr, in dem wir dort mit der DTM gefahren sind, ebenfalls sehr schnell. Damals stand ich neben Marco in der ersten Startreihe. Leider konnte ich keine Punkte mitnehmen, weil ich nach einem Unfall ausgeschieden bin, aber die Strecke liegt mir. Ich war dort immer schon schnell, in der Formel 1, in der GP2 und auch in der DTM. Es ist ein toller Kurs, und ich habe dort auch viele Fans. Deshalb ist es schön, dass wir wieder in Ungarn fahren.

Du gibst als deinen Lieblingskurs Singapur an. Hättest du in der DTM gerne mehr Stadtrennen?

Also, es wäre schon cool, wenn wir mit der DTM mal nach Singapur gehen würden. Und dann vielleicht noch als Nachtrennen? Nein, im Ernst: Singapur ist schon ein besonderes Spektakel. Die Strecke hat was, und ich konnte dort immer gute Resultate erzielen. Deshalb ist dies einer meiner Lieblingskurse. Grundsätzlich wäre es schön, wenn wir mehr Stadtrennen hätten. Aber es ist immer die Frage, auf welchen Stadtkursen man mit DTM-Autos fahren kann.

Du bist begeisterter Radfahrer und hast auch schon am 24h-Radrennen auf der Nordschleife teilgenommen. Wie hart ist das?

Es ist mit dem Auto deutlich einfacher. Dies war eines der härtesten Rennen, die ich je absolviert habe. Ich habe die Nordschleife damals vollkommen unterschätzt und hätte nie gedacht, dass es so anstrengend ist. Eine Runde hat fast 800 Höhenmeter. Ab dem Abschnitt Bergwerk geht es fast nur noch nach oben. Das härteste Stück ist die Hohe Acht mit bis zu 18 Prozent Steigung. Von der Döttinger Höhe meint man, dass es nur geradeaus geht, doch am Ende steigt es dort auch leicht an. So eine Radrunde über die Nordschleife tut also richtig weh. Aber es hat unheimlich viel Spaß gemacht. Im vergangenen Jahr war ich kurz davor, gemeinsam mit der Speed Academy von der Deutschen Post noch einmal daran teilzunehmen, doch das hat dann wegen des 24-Stunden-Rennens in Spa-Francorchamps nicht geklappt. In diesem Jahr ist mein Kalender auch sehr voll, von daher weiß ich nicht, ob ich es schaffe. Aber ich würde es noch einmal fahren – obwohl es so hart war.